Meisterklasse des Erzählens - Deutschunterricht Klasse 5 und 6


Meisterklasse des Erzählens - Deutschunterricht Klasse 5 und 6
Einleitung
Meisterklasse des Erzählens bedeutet: Du lernst, wie aus einer einfachen Idee eine packende Erzählung wird. Im Deutschunterricht der Klassen 5 und 6 geht es dabei nicht nur darum, etwas aufzuschreiben. Du lernst, eine Handlung so zu planen, dass sie einen klaren Spannungsbogen hat, lebendige Figuren zeigt, passende Wortfelder nutzt und Leserinnen und Leser bis zum Schluss neugierig macht.

Das Lernvideo führt in zentrale Themen des Erzählens im Deutschunterricht der Klassen 5 und 6 ein. Nutze es als Einstieg, Wiederholung oder Schreibanlass.
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Eine gute Geschichte entsteht selten zufällig. Sie braucht eine Idee, eine passende Erzählperspektive, treffende Wörter, einen erkennbaren Anfang, einen spannenden Hauptteil und einen Schluss, der zur Handlung passt. In diesem aiMOOC übst Du Schritt für Schritt, wie Du eigene Erzählungen planst, schreibst, überarbeitest und präsentierst.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was eine Erzählung ausmacht. Du kannst einen Erzählplan erstellen, Figuren und Schauplätze genauer gestalten, Spannung aufbauen, direkte Rede sinnvoll einsetzen und Deine Texte mit einer Checkliste überarbeiten. Außerdem lernst Du, fremde Texte fair zu beurteilen und hilfreiches Feedback zu geben.
Für wen ist dieser aiMOOC gedacht?
Dieser aiMOOC richtet sich vor allem an Lernende der Klassen 5 und 6. Er eignet sich für den Unterricht, für die Vorbereitung auf Klassenarbeiten, für Schreibwerkstätten, für Förderstunden und für selbstständiges Lernen zu Hause. Lehrkräfte können einzelne Aufgaben als Stationen, Wochenplan, Projektarbeit oder Schreibkonferenz verwenden.
Was ist eine Erzählung?
Eine Erzählung ist ein Text, in dem ein Geschehen so dargestellt wird, dass Leserinnen und Leser es nachvollziehen und miterleben können. Meist gibt es eine oder mehrere Figuren, einen Schauplatz, eine Zeit, ein Ereignis und eine Entwicklung. Eine Erzählung kann realistisch, fantastisch, lustig, spannend, traurig oder abenteuerlich sein.
Im Deutschunterricht der Klassen 5 und 6 begegnen Dir verschiedene Erzählformen. Dazu gehören Erlebniserzählungen, Fantasiegeschichten, Bildergeschichten, Reizwortgeschichten, Fortsetzungsgeschichten und Nacherzählungen. Bei allen Formen ist wichtig, dass die Handlung verständlich aufgebaut ist und der Text mehr zeigt als nur berichtet.
Erzählen ist mehr als Aufzählen
Eine schwache Erzählung reiht Ereignisse nur aneinander: Erst passierte dies, dann passierte das, danach war alles vorbei. Eine starke Erzählung lässt die Lesenden mitfühlen. Sie zeigt, was die Figur sieht, hört, denkt, fühlt und tut. Dadurch entsteht Anschaulichkeit.
Beispiel für bloßes Berichten: Tim hatte Angst. Dann ging er in den Keller.
Besser erzählend: Tim blieb auf der obersten Stufe stehen. Aus dem Keller kam ein Kratzen. Seine Hand umklammerte das Geländer, während sein Herz immer schneller schlug.
Der zweite Text nennt nicht nur die Angst, sondern macht sie durch Handlung, Geräusche und Körpersprache sichtbar.
Der rote Faden
Der rote Faden verbindet alle Teile Deiner Geschichte. Jede Szene sollte zur Handlung passen. Wenn eine Figur am Anfang ein Ziel hat, sollte die Geschichte zeigen, ob sie dieses Ziel erreicht, daran scheitert oder etwas Neues lernt. Ohne roten Faden wirkt eine Geschichte zufällig und verwirrend.
Ein guter roter Faden entsteht durch Fragen: Wer ist die Hauptfigur? Was will sie? Was steht ihr im Weg? Was verändert sich? Wie endet die Geschichte? Wenn Du diese Fragen beantworten kannst, hast Du eine tragfähige Grundlage.
Der Aufbau einer spannenden Erzählung
Viele Erzählungen bestehen aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diese einfache Dreiteilung hilft Dir, Deine Geschichte verständlich zu ordnen. Für besonders spannende Texte kannst Du zusätzlich einen Spannungsbogen planen.

Das Bild zeigt ein Modell für den Aufbau von Spannung. Für Deinen Deutschunterricht kannst Du es vereinfacht so nutzen: Am Anfang orientierst Du die Lesenden, dann steigt die Spannung, am Höhepunkt entscheidet sich etwas Wichtiges, danach folgt die Lösung.
Einleitung
Die Einleitung beantwortet wichtige W-Fragen: Wer kommt vor? Wo spielt die Geschichte? Wann spielt sie? Was ist die Ausgangssituation? Die Einleitung soll nicht zu lang sein, aber genug Orientierung geben. Sie kann ruhig schon neugierig machen.
Ein gelungener Anfang kann mit einer ungewöhnlichen Beobachtung, einem Geräusch, einem Satz in direkter Rede oder einer kleinen Spannung beginnen. Wichtig ist, dass der Anfang zur Geschichte passt.
Hauptteil
Im Hauptteil entfaltet sich die Handlung. Hier entsteht das Problem, der Wunsch, das Geheimnis oder der Konflikt. Die Spannung steigt, weil die Hauptfigur handeln muss. Dabei solltest Du nicht zu schnell zum Ende springen. Beschreibe wichtige Schritte genauer, besonders den Moment kurz vor dem Höhepunkt.
Der Hauptteil braucht passende Übergänge. Wörter und Formulierungen wie plötzlich, in diesem Augenblick, kurz darauf, währenddessen oder ohne zu zögern helfen, die Handlung flüssig zu verbinden. Verwende sie aber nicht in jedem Satz, sonst wirkt der Text eintönig.
Höhepunkt
Der Höhepunkt ist der spannendste Moment der Geschichte. Hier entscheidet sich, ob die Figur ihr Ziel erreicht, eine Gefahr übersteht, ein Rätsel löst oder eine wichtige Erkenntnis gewinnt. Der Höhepunkt sollte ausführlicher erzählt werden als unwichtige Nebenschritte.
Ein guter Höhepunkt enthält oft kurze Sätze, starke Verben, Sinneseindrücke und Gedanken der Figur. Dadurch steigt das Tempo und die Szene wirkt lebendig.
Schluss
Der Schluss zeigt, wie die Geschichte ausgeht. Er kann glücklich, überraschend, nachdenklich oder offen sein. Wichtig ist, dass er zur Handlung passt. Ein Schluss sollte nicht einfach abbrechen. Er kann zeigen, was sich verändert hat oder was die Hauptfigur gelernt hat.
Figuren lebendig gestalten
Figuren sind das Herz vieler Erzählungen. Eine Figur wirkt lebendig, wenn sie nicht nur einen Namen hat, sondern auch Wünsche, Ängste, Stärken, Schwächen und eine eigene Art zu sprechen. In Klasse 5 und 6 reicht oft schon ein kleiner Figurensteckbrief, um vor dem Schreiben Klarheit zu gewinnen.
Eine Figur wird durch Handlungen sichtbar. Statt nur zu schreiben Lara war mutig, kannst Du zeigen, wie Lara trotz zitternder Knie die Tür öffnet. So erkennen die Lesenden selbst, welche Eigenschaft die Figur hat.
Hauptfigur und Nebenfiguren
Die Hauptfigur steht im Mittelpunkt. Sie erlebt den wichtigsten Konflikt oder die wichtigste Veränderung. Nebenfiguren helfen, die Handlung voranzubringen. Sie können Freundinnen, Gegner, Helfer, Familienmitglieder, Tiere oder geheimnisvolle Fremde sein.
Achte darauf, nicht zu viele Figuren einzuführen. Besonders bei kürzeren Schulgeschichten sind eine Hauptfigur und wenige Nebenfiguren oft wirkungsvoller als eine große Figurenliste.
Gefühle zeigen statt nur benennen
Eine Meisterin oder ein Meister des Erzählens zeigt Gefühle durch Körpersprache, Gedanken, Verhalten und Umgebung. Statt Er war traurig könntest Du schreiben: Er senkte den Blick und schob den ungeöffneten Brief langsam unter sein Kissen. So entsteht ein Bild im Kopf.
Dieses Prinzip nennt man oft Zeigen statt Behaupten. Für den Deutschunterricht bedeutet das: Nenne Gefühle nicht immer direkt, sondern mache sie durch erzählerische Einzelheiten erlebbar.
Schauplatz und Atmosphäre
Der Schauplatz ist der Ort, an dem Deine Geschichte spielt. Das kann ein Schulhof, ein Wald, ein Dachboden, ein Schwimmbad, ein Raumschiff oder ein ganz normales Kinderzimmer sein. Der Schauplatz beeinflusst die Stimmung. Ein leerer Schulflur am Abend wirkt anders als derselbe Schulflur in der Pause.
Atmosphäre entsteht durch Sinneseindrücke. Beschreibe nicht alles gleichzeitig, sondern wähle passende Details aus. Was sieht die Figur? Was hört sie? Was riecht sie? Was fühlt sie auf der Haut? Welche Gedanken löst der Ort aus?
Sinneseindrücke nutzen
Sinneseindrücke machen Deine Erzählung anschaulich. Du kannst mit Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten arbeiten. Besonders spannend wird es, wenn Du Sinneseindrücke passend zur Stimmung auswählst. In einer Gruselgeschichte können entfernte Schritte, kalte Luft und flackerndes Licht stärker wirken als eine lange Beschreibung aller Möbel.
Erzählperspektive
Die Erzählperspektive bestimmt, aus welcher Sicht die Geschichte erzählt wird. In Klasse 5 und 6 sind besonders der Ich-Erzähler und der Er- oder Sie-Erzähler wichtig.
Beim Ich-Erzähler erzählt eine Figur selbst: Ich rannte über den Hof und hörte hinter mir Schritte. Diese Perspektive wirkt oft nah und persönlich. Beim Er- oder Sie-Erzähler wird über eine Figur erzählt: Mia rannte über den Hof und hörte hinter sich Schritte. Diese Perspektive kann etwas mehr Abstand schaffen.
Erzähler ist nicht Autor
Der Erzähler ist die Stimme, die die Geschichte erzählt. Der Autor oder die Autorin ist die echte Person, die den Text geschrieben hat. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil eine Geschichte aus der Sicht einer erfundenen Figur erzählt werden kann. Nicht alles, was ein Ich-Erzähler sagt, muss die Meinung der Autorin oder des Autors sein.
Sprache, Stil und Satzbau
Eine gute Erzählung lebt von genauer Sprache. Verwende treffende Verben statt schwacher Allerweltswörter. Ging kann je nach Situation durch schlich, stolperte, rannte, schlenderte oder taumelte ersetzt werden. Auch Adjektive können helfen, wenn sie genau gewählt sind. Zu viele Adjektive machen einen Text aber schwerfällig.

Beim Erzählen ist Dein Sprachwerkzeug entscheidend. Du baust mit Wörtern Bilder, Tempo, Stimmung und Spannung auf.
Starke Verben
Starke Verben machen Handlungen genauer. Vergleiche: Der Hund machte ein Geräusch. Besser: Der Hund knurrte. Noch genauer: Der Hund knurrte leise hinter der halb geöffneten Tür. Je genauer das Verb ist, desto lebendiger wird die Szene.
Satzanfänge abwechslungsreich gestalten
Wenn viele Sätze gleich beginnen, wirkt ein Text eintönig. Vermeide zu viele Sätze mit dann, dann, dann oder ich, ich, ich. Du kannst mit Zeitangaben, Ortsangaben, Gefühlen, Geräuschen oder direkter Rede beginnen.
Beispiele: Am nächsten Morgen lag ein Brief vor der Tür. Hinter dem Schrank raschelte etwas. „Bleib stehen!“, rief jemand. Ohne nachzudenken sprang Leo über die Pfütze.
Direkte Rede
Direkte Rede macht Figuren lebendig. Sie zeigt, wie Figuren sprechen, streiten, fragen oder flüstern. In deutschen Texten steht die direkte Rede meist in Anführungszeichen.
Beispiel: „Komm schnell!“, rief Samira. „Ich glaube, ich habe etwas gefunden.“
Direkte Rede sollte zur Figur und zur Situation passen. Ein ängstliches Flüstern klingt anders als ein wütender Ausruf. Verwende begleitende Verben wie fragte, murmelte, rief, flüsterte, antwortete oder stammelte.
Zeitform
Viele Erzählungen im Deutschunterricht werden im Präteritum geschrieben: ging, sah, hörte, rannte, bemerkte. Das Präsens kann in manchen Texten eine besondere Nähe erzeugen, sollte aber nicht versehentlich mit dem Präteritum wechseln. Entscheide Dich für eine Grundzeit und bleibe dabei.
Planen, Schreiben, Überarbeiten
Schreiben ist ein Prozess. Auch gute Autorinnen und Autoren schreiben selten sofort eine perfekte Fassung. Eine Meisterklasse des Erzählens besteht aus drei großen Schritten: planen, schreiben und überarbeiten.
Erzählplan
Ein Erzählplan hilft Dir vor dem Schreiben. Er muss nicht lang sein. Notiere Hauptfigur, Schauplatz, Ausgangssituation, Problem, Höhepunkt und Schluss. Wenn Du eine Bildergeschichte oder Reizwortgeschichte schreibst, ordne zuerst die wichtigsten Ereignisse.
| Baustein | Leitfrage | Beispiel |
|---|---|---|
| Hauptfigur | Wer steht im Mittelpunkt? | Eine schüchterne Schülerin namens Nele |
| Schauplatz | Wo spielt die Geschichte? | In der verlassenen Turnhalle |
| Konflikt | Was ist das Problem? | Ein rätselhaftes Geräusch kommt aus dem Geräteraum |
| Höhepunkt | Wann ist es am spannendsten? | Nele öffnet die Tür und entdeckt die Ursache |
| Schluss | Wie endet die Geschichte? | Nele hilft einem eingeschlossenen Hund und wird mutiger |
Rohfassung
Die Rohfassung ist Deine erste vollständige Version. In dieser Phase darf der Text noch Fehler enthalten. Wichtig ist zuerst, dass die Geschichte vollständig erzählt wird. Achte trotzdem darauf, dass Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss erkennbar sind.
Überarbeitung
Beim Überarbeiten prüfst Du, ob Dein Text wirklich wirkt. Du kannst Sätze ergänzen, streichen, umstellen oder genauer formulieren. Eine gute Überarbeitung verbessert nicht nur Rechtschreibung, sondern auch Spannung, Verständlichkeit und Stil.
| Prüffrage | Ja | Noch verbessern |
|---|---|---|
| Gibt es eine klare Hauptfigur? | ||
| Erkennt man Ort und Ausgangssituation? | ||
| Steigt die Spannung bis zum Höhepunkt? | ||
| Werden Gefühle und Sinneseindrücke anschaulich gezeigt? | ||
| Passt der Schluss zur Handlung? | ||
| Sind Satzanfänge abwechslungsreich? | ||
| Ist die direkte Rede richtig und sinnvoll eingesetzt? |
Schreibstrategien für die Meisterklasse
Eine gute Erzählung entsteht durch bewusste Entscheidungen. Du kannst verschiedene Schreibstrategien nutzen, um Deine Texte stärker zu machen.
Spannung verzögern
Wenn Du Spannung aufbauen möchtest, verrate nicht alles sofort. Lasse die Figur etwas hören, sehen oder vermuten. Gib kleine Hinweise, aber löse das Rätsel erst später. Diese Verzögerung funktioniert besonders gut, wenn die Lesenden mehr wissen wollen.
Tempo steuern
Lange Sätze können ruhige Beschreibungen ermöglichen. Kurze Sätze können Aufregung, Gefahr oder Eile zeigen. Ein Wechsel aus längeren und kürzeren Sätzen macht den Text lebendig. Am Höhepunkt dürfen kurze Sätze die Spannung erhöhen.
Wortfelder verwenden
Ein Wortfeld sammelt Wörter zu einem Thema. Für eine spannende Szene kannst Du ein Wortfeld zu Angst anlegen: zittern, stocken, flüstern, Schatten, knarren, kalt, blass, Herzklopfen. Solche Wörter helfen Dir, eine passende Stimmung zu erzeugen.
Genau statt allgemein
Allgemeine Wörter wirken oft blass. Statt Ding, schön, gut, schlecht oder machen kannst Du genauere Wörter suchen. Ein alter Kompass ist anschaulicher als ein Ding. Ein rostiges Gartentor ist genauer als ein schlechtes Tor. Genauigkeit hilft den Lesenden, sich die Szene vorzustellen.
Häufige Fehler und wie Du sie vermeidest
Viele Erzählungen verlieren Wirkung, weil sie zu schnell erzählen, zu wenig zeigen oder keinen klaren Höhepunkt haben. Auch Zeitformwechsel, unpassende Satzanfänge und zu wenig Überarbeitung kommen häufig vor. Das ist normal, denn Schreiben lernt man durch Üben.
Wenn Deine Geschichte langweilig wirkt, prüfe zuerst den Konflikt. Gibt es ein Problem, ein Ziel oder ein Geheimnis? Wenn Deine Geschichte verwirrend wirkt, prüfe den roten Faden. Wenn Deine Geschichte trocken wirkt, ergänze Sinneseindrücke, Gedanken und Handlung.
Beispiel: Vom einfachen Satz zur erzählenden Szene
Einfacher Satz: Ben fand eine Kiste und öffnete sie.
Erzählende Szene: Unter der Werkbank ragte eine Ecke aus dunklem Holz hervor. Ben kniete sich hin und zog die Kiste vorsichtig hervor. Staub wirbelte auf. Auf dem Deckel glänzte ein kleines Schloss. Ben hielt den Atem an, tastete in seiner Hosentasche nach dem alten Schlüssel und hörte plötzlich Schritte auf der Treppe.
Die zweite Version ist länger, aber nicht einfach nur ausführlicher. Sie baut Spannung auf, nutzt Sinneseindrücke, zeigt Ben beim Handeln und endet mit einer neuen Frage.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Funktion hat die Einleitung einer Erzählung? (Sie stellt Figuren Ort und Ausgangssituation vor) (!Sie löst alle Probleme der Geschichte endgültig) (!Sie ersetzt den Hauptteil) (!Sie enthält nur die Moral der Geschichte)
Wodurch entsteht in einer Erzählung besonders häufig Spannung? (Durch ein Problem ein Ziel oder ein Hindernis) (!Durch möglichst viele Überschriften) (!Durch eine Liste ohne Handlung) (!Durch immer gleiche Satzanfänge)
Was ist der Höhepunkt einer Erzählung? (Der spannendste und entscheidende Moment) (!Der erste Satz der Geschichte) (!Eine beliebige Beschreibung des Wetters) (!Die Überschrift des Textes)
Was bedeutet Ich-Erzähler? (Eine Figur erzählt aus der eigenen Sicht) (!Der Autor unterschreibt am Ende) (!Alle Figuren sprechen gleichzeitig) (!Die Geschichte enthält keine Gefühle)
Wozu dient direkte Rede in einer Erzählung? (Sie lässt Figuren lebendig sprechen) (!Sie ersetzt den gesamten Hauptteil) (!Sie macht aus jeder Geschichte ein Gedicht) (!Sie verhindert jeden Dialog)
Welche Zeitform wird in vielen schulischen Erzählungen verwendet? (Präteritum) (!Futur zwei) (!Plusquamperfekt in jedem Satz) (!Imperativ)
Was bedeutet Zeigen statt nur Behaupten beim Erzählen? (Gefühle werden durch Handlung Gedanken und Sinneseindrücke sichtbar) (!Gefühle werden vollständig weggelassen) (!Jeder Satz beginnt mit dann) (!Die Geschichte besteht nur aus Adjektiven)
Was meint der rote Faden einer Geschichte? (Die Handlung bleibt sinnvoll verbunden) (!Der Text wird mit roter Farbe geschrieben) (!Jede Figur trägt rote Kleidung) (!Der Schluss steht vor der Einleitung)
Warum ist Überarbeiten wichtig? (Der Text wird verständlicher spannender und sprachlich genauer) (!Fehler müssen absichtlich eingebaut werden) (!Die Handlung soll unklarer werden) (!Die Einleitung wird immer gelöscht)
Was sollte ein guter Schluss leisten? (Er passt zur Handlung und zeigt eine Lösung oder Wirkung) (!Er bricht mitten im Satz ab) (!Er stellt neue Figuren ohne Zusammenhang vor) (!Er wiederholt nur die Überschrift)
Memory
| Erzählfigur | handelt in der Geschichte |
| Schauplatz | Ort des Geschehens |
| Konflikt | Problem der Handlung |
| Höhepunkt | spannendster Moment |
| Dialog | Gespräch zwischen Figuren |
| Ich-Erzähler | eigene Sicht |
| Adjektiv | beschreibt genauer |
| Wortfeld | verwandte Wörter |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Schreibbaustein |
|---|---|
| Einleitung | Orientierung |
| Auslöser | Ereignis |
| Konflikt | Problem |
| Steigerung | Spannung |
| Höhepunkt | Entscheidung |
| Schluss | Lösung |
| Überarbeitung | Verbesserung |
Kreuzworträtsel
| Spannung | Was entsteht wenn Leserinnen und Leser wissen wollen wie es weitergeht? |
| Konflikt | Welches Problem treibt eine Handlung an? |
| Dialog | Wie nennt man ein Gespräch zwischen Figuren? |
| Figur | Wer handelt in einer Erzählung? |
| Schauplatz | Wie heißt der Ort an dem eine Geschichte spielt? |
| Erzähler | Wer vermittelt die Geschichte an die Lesenden? |
| Adjektiv | Welche Wortart beschreibt Dinge Figuren oder Gefühle genauer? |
| Wendepunkt | Wie nennt man eine Stelle an der sich die Handlung entscheidend ändert? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Erzählanfang: Schreibe drei verschiedene Anfänge zu derselben Geschichte und markiere den Anfang der am neugierigsten macht.
- Figurensteckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu einer Hauptfigur mit Name Wunsch Angst Stärke Schwäche und einem typischen Satz.
- Wortfeld Spannung: Sammle zwanzig Wörter die zu einer spannenden Szene passen und schreibe daraus fünf Sätze.
- Mini-Dialog: Schreibe ein kurzes Gespräch zwischen zwei Figuren in direkter Rede und verwende passende Begleitsätze.
Standard
- Spannungsbogen: Plane eine Erzählung mit Einleitung Konflikt Steigerung Höhepunkt und Schluss und stelle den Plan als Kurve dar.
- Fortsetzungsgeschichte: Schreibe eine Fortsetzung zu einem vorgegebenen Anfang und achte darauf dass der rote Faden erhalten bleibt.
- Perspektivwechsel: Erzähle dieselbe kurze Szene einmal aus der Ich-Perspektive und einmal aus der Er- oder Sie-Perspektive.
- Schreibkonferenz: Tausche Deinen Text mit einer Partnerin oder einem Partner und gib drei konkrete Verbesserungsvorschläge.
Schwer
- Erzählprojekt: Entwickle eine eigene Meistergeschichte mit Erzählplan Rohfassung Überarbeitung und einer kurzen Reflexion über Deine Entscheidungen.
- Mehrperspektivisches Erzählen: Schreibe eine Szene aus zwei verschiedenen Figurenperspektiven und vergleiche wie sich die Wirkung verändert.
- Hörgeschichte: Nimm Deine Erzählung als Hörtext auf und arbeite mit Stimme Pausen Tempo und Betonung.
- Meistertext: Überarbeite einen eigenen älteren Text so dass Spannung Sprache Figuren und Schluss deutlich verbessert werden.

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Lernkontrolle
- Erzählanalyse: Lies eine kurze Erzählung und erkläre wie Einleitung Hauptteil Höhepunkt und Schluss zusammenwirken.
- Transferaufgabe: Verwandle einen sachlichen Bericht in eine spannende Erzählung und begründe Deine wichtigsten Änderungen.
- Überarbeitung: Überarbeite einen Textausschnitt so dass Gefühle nicht nur genannt sondern durch Handlung und Sinneseindrücke gezeigt werden.
- Perspektivvergleich: Vergleiche eine Szene im Ich-Erzähler mit derselben Szene im Er-Erzähler und beschreibe die unterschiedliche Wirkung.
- Spannung gestalten: Schreibe zu einem harmlosen Ereignis eine spannende Version und erkläre wie Du Verzögerung Tempo und Wortwahl genutzt hast.
- Adressatenorientierung: Passe eine Erzählung für jüngere Kinder an und begründe welche Wörter Sätze und Inhalte Du verändert hast.
- Textfeedback: Gib zu einer fremden Erzählung ein faires Feedback mit Stärken konkreten Verbesserungsideen und einer nächsten Schreibaufgabe.
Lernnachweis
Für einen vollständigen Lernnachweis erstellst Du ein kleines Schreibportfolio. Es enthält einen Erzählplan, eine Rohfassung, erhaltenes Feedback, eine überarbeitete Endfassung und eine kurze Reflexion. In der Reflexion erklärst Du, wie Du Spannung aufgebaut hast, welche Stelle Du besonders gelungen findest und was Du beim nächsten Mal verbessern möchtest.
| Bereich | Erwartung | Nachweis |
|---|---|---|
| Planung | Die Geschichte hat Hauptfigur Schauplatz Konflikt Höhepunkt und Schluss. | Erzählplan oder Spannungsbogen |
| Gestaltung | Figuren Gefühle und Schauplätze werden anschaulich erzählt. | Textstellen mit Markierungen |
| Sprache | Verben Adjektive Satzanfänge und direkte Rede sind passend gewählt. | Überarbeitete Endfassung |
| Überarbeitung | Feedback wurde geprüft und sinnvoll eingearbeitet. | Vergleich von Rohfassung und Endfassung |
| Reflexion | Schreibentscheidungen werden verständlich begründet. | Kurzer Reflexionstext |
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