Meinung vs. Shitstorm - NOAH Podcast


Meinung vs. Shitstorm - NOAH Podcast
Einleitung
Meinung vs. Shitstorm / NOAH Podcast ist ein aiMOOC zur Medienbildung, politischen Bildung, Ethik und Kommunikation. Ausgangspunkt ist das Video aus dem NOAH Podcast, einem Podcast für Jugendliche und alle, die Jugendkultur wirklich verstehen wollen. Du untersuchst, wann eine Meinung berechtigte Kritik ist, wann daraus ein Shitstorm werden kann und wie Du in digitalen Räumen respektvoll, mutig und verantwortungsbewusst kommunizierst.
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In diesem Kurs lernst Du, zwischen Tatsache, Meinung, Werturteil, Beleidigung, Hassrede und Shitstorm zu unterscheiden. Du arbeitest mit Beispielen aus Social Media, Kommentarspalten, Klassenchats, Podcasts und öffentlichen Debatten. Dabei geht es nicht darum, Konflikte zu vermeiden. Eine demokratische Gesellschaft braucht unterschiedliche Positionen. Entscheidend ist, ob Menschen ihre Positionen so äußern, dass andere widersprechen können, ohne persönlich angegriffen, ausgegrenzt oder bedroht zu werden.

Leitfrage: Wie kannst Du online eine eigene Meinung vertreten, ohne andere abzuwerten, und wie kannst Du reagieren, wenn Kritik in digitale Hetze oder einen Shitstorm kippt?
Was ist eine Meinung?
Eine Meinung ist eine persönliche Auffassung zu einem Thema. Sie kann auf Erfahrungen, Werten, Informationen, Gefühlen oder Interessen beruhen. Eine Meinung ist nicht automatisch richtig oder falsch wie eine eindeutig überprüfbare Tatsache. Sie kann aber besser oder schlechter begründet sein. Wer eine Meinung äußert, übernimmt Verantwortung dafür, wie sie formuliert ist, welche Wirkung sie haben kann und ob sie auf nachvollziehbaren Gründen beruht.
Meinung, Tatsache und Behauptung
Im Alltag werden Meinung, Fakt und Behauptung oft vermischt. Für digitale Diskussionen ist diese Unterscheidung besonders wichtig, weil kurze Posts, Reels, Kommentare und Sprachnachrichten schnell missverstanden oder absichtlich zugespitzt werden können.
| Begriff | Bedeutung | Beispiel | Prüffrage |
|---|---|---|---|
| Tatsache | Ein überprüfbarer Sachverhalt | Das Video wurde auf YouTube veröffentlicht. | Kann ich das mit verlässlichen Quellen prüfen? |
| Meinung | Eine persönliche Auffassung oder Bewertung | Ich finde, der Kommentar war unfair. | Wird hier eine Sichtweise ausgedrückt? |
| Behauptung | Eine Aussage, die wahr oder falsch sein kann | Alle Jugendlichen denken so. | Gibt es Belege oder Gegenbeispiele? |
| Werturteil | Eine Bewertung nach persönlichen oder gesellschaftlichen Maßstäben | Respekt ist wichtiger als Aufmerksamkeit. | Welche Werte stehen dahinter? |
| Gerücht | Eine ungesicherte Information, die weitergegeben wird | Angeblich hat jemand etwas Bestimmtes gesagt. | Ist die Quelle zuverlässig? |
Eine starke Meinung wird nicht dadurch besser, dass sie besonders laut, verletzend oder endgültig klingt. Sie wird besser, wenn sie begründet, prüfbar, fair und dialogfähig ist.
Meinungsfreiheit bedeutet Verantwortung
Meinungsfreiheit schützt die Möglichkeit, eigene Ansichten zu äußern und andere Ansichten zu kritisieren. Sie ist eine Grundlage der Demokratie. Gleichzeitig bedeutet Meinungsfreiheit nicht, dass jede Formulierung folgenlos bleiben muss. Beleidigung, Verleumdung, Bedrohung, Volksverhetzung oder gezielte Diskriminierung können Grenzen überschreiten. In digitalen Räumen kommt hinzu, dass Inhalte schnell geteilt, gespeichert und aus dem Zusammenhang gerissen werden können.
Eine demokratische Diskussion lebt von Widerspruch. Sie stirbt aber, wenn Menschen aus Angst vor Angriffen schweigen. Deshalb ist Medienkompetenz nicht nur eine technische Fähigkeit, sondern auch eine soziale und ethische Kompetenz.
Was ist ein Shitstorm?
Ein Shitstorm bezeichnet eine massenhafte, oft sehr schnelle Welle negativer Reaktionen im Internet. Er tritt besonders in sozialen Medien, Kommentarspalten, Foren, Messengern oder Videoplattformen auf. Ein Shitstorm kann durch eine Aussage, ein Bild, ein Video, eine Entscheidung oder ein Verhalten ausgelöst werden. Manchmal enthält er berechtigte Kritik. Problematisch wird er, wenn sich Kritik verselbstständigt, Menschen persönlich angegriffen werden, Informationen ungeprüft weiterverbreitet werden oder die Menge der Reaktionen Druck erzeugt, der für Betroffene kaum noch kontrollierbar ist.

Typische Merkmale eines Shitstorms
- Schnelligkeit: Viele Reaktionen entstehen in kurzer Zeit.
- Masse: Viele Personen beteiligen sich, auch wenn sie den Ursprungskontext nicht genau kennen.
- Emotionalisierung: Empörung, Wut, Spott oder moralische Verurteilung prägen den Ton.
- Vereinfachung: Komplexe Sachverhalte werden auf Schlagworte, Memes oder kurze Vorwürfe reduziert.
- Dauerhafte Spuren: Screenshots, Reposts und Suchmaschinen können Inhalte länger sichtbar machen.
- Folgen für Betroffene: Stress, Angst, Rufschädigung, sozialer Rückzug oder reale Konflikte können entstehen.
Shitstorm ist nicht dasselbe wie Kritik
Nicht jede starke Kritik ist ein Shitstorm. Kritik kann notwendig sein, wenn Menschen, Gruppen, Unternehmen, Medien oder politische Akteure Fehler machen. Ein Shitstorm unterscheidet sich durch die digitale Dynamik, die Masse der Beiträge, die emotionale Zuspitzung und häufig durch die Tendenz, Personen statt Handlungen anzugreifen.
| Sachliche Kritik | Shitstorm |
|---|---|
| Bezieht sich auf eine konkrete Aussage oder Handlung. | Richtet sich oft pauschal gegen eine Person, Gruppe oder Organisation. |
| Nennt Gründe, Belege oder Fragen. | Arbeitet häufig mit Spott, Übertreibung oder Beschämung. |
| Lässt Raum für Antwort, Klärung und Veränderung. | Erzeugt Druck, Angst und öffentliche Bloßstellung. |
| Achtet auf Sprache und Würde. | Überschreitet häufig Grenzen des Respekts. |
Meinung, Kritik, Hassrede und Cybermobbing unterscheiden
Damit Du in digitalen Konflikten klug handeln kannst, musst Du verschiedene Kommunikationsformen unterscheiden. Nicht alles, was unangenehm ist, ist automatisch Hassrede. Nicht alles, was viele Menschen kritisieren, ist automatisch ungerecht. Aber auch nicht alles, was als „nur meine Meinung“ bezeichnet wird, ist tatsächlich durch Meinungsfreiheit gerechtfertigt.
| Kommunikationsform | Kern | Beispiel | Mögliche Reaktion |
|---|---|---|---|
| Meinung | Persönliche Sichtweise | Ich sehe das anders, weil mir Fairness wichtig ist. | Nach Gründen fragen, eigene Position begründen |
| Sachliche Kritik | Begründeter Widerspruch | Deine Aussage verallgemeinert zu stark. | Argumente prüfen, antworten, korrigieren |
| Provokation | Bewusste Zuspitzung | Das war doch klar, dass wieder alle ausrasten. | Nicht vorschnell reagieren, Kontext prüfen |
| Beleidigung | Persönliche Herabsetzung | Du bist einfach dumm. | Nicht zurückbeleidigen, melden, Grenzen setzen |
| Hassrede | Abwertung von Menschen wegen realer oder zugeschriebener Merkmale | Diese Gruppe gehört nicht dazu. | Widersprechen, melden, Unterstützung holen |
| Cybermobbing | Wiederholte digitale Angriffe auf eine Person | Jemand wird dauerhaft bloßgestellt oder ausgeschlossen. | Beweise sichern, Hilfe holen, Plattform und Schule einbeziehen |

Warum eskalieren Online-Debatten?
Digitale Kommunikation ist schnell, öffentlich und oft verkürzt. Viele Plattformen belohnen Aufmerksamkeit. Beiträge, die starke Gefühle auslösen, werden häufiger kommentiert, geteilt oder weitergeleitet. Dadurch können Debatten schneller eskalieren als Gespräche im Klassenraum, am Küchentisch oder in einer Diskussionsrunde.
Verstärker in sozialen Medien
- Algorithmus: Plattformen zeigen häufig Inhalte, die Reaktionen auslösen.
- Gruppendruck: Menschen schließen sich einer empörten Mehrheit an, ohne alles geprüft zu haben.
- Anonymität: Manche schreiben härter, wenn sie Betroffene nicht direkt sehen.
- Enthemmung: Ein Kommentar wirkt klein, aber viele kleine Kommentare können großen Druck erzeugen.
- Kontextverlust: Ein Ausschnitt wird geteilt, ohne Vorgeschichte, Ironie oder Gesprächssituation.
- Öffentliche Bühne: Wer kommentiert, spricht oft nicht nur mit der betroffenen Person, sondern vor Publikum.
- Belohnungssysteme: Likes, Shares und zustimmende Reaktionen können scharfe Formulierungen verstärken.
Das Problem der Zuspitzung
Zuspitzung kann helfen, ein Problem sichtbar zu machen. Sie kann aber auch dazu führen, dass Menschen nicht mehr über Inhalte sprechen, sondern über Feindbilder. Aus „Ich kritisiere diese Aussage“ wird dann „Diese Person ist komplett falsch“. Aus „Das war verletzend“ wird „Alle sollen diese Person fertig machen“. Genau an dieser Stelle kippt demokratische Debatte in digitale Beschämung.
Das NOAH-Video als Lernanlass
Der NOAH Podcast greift Themen der Jugendkultur auf. Das Video „Meinung vs. Shitstorm“ eignet sich als Lernanlass, weil Jugendliche täglich mit Meinungen, Kommentaren, Likes, Reaktionen und Gruppendruck umgehen. Im Unterricht kannst Du das Video nutzen, um zu untersuchen, wie schnell eine Position bewertet wird, wann Kritik berechtigt ist und welche Verantwortung Kommentierende, Zuschauende, Influencerinnen und Influencer, Plattformen sowie Medien haben.
Beobachtungsaufträge zum Video
- Begriffsklärung: Notiere, wie im Video zwischen Meinung und Shitstorm unterschieden wird.
- Sprache: Achte darauf, welche Wörter für Kritik, Empörung, Hass oder Verantwortung verwendet werden.
- Perspektiven: Unterscheide die Perspektive von Betroffenen, Kommentierenden und Zuschauenden.
- Transfer: Überlege, welche Situationen aus Deinem digitalen Alltag zu den Aussagen passen.
- Handlung: Formuliere drei Regeln, die in einer fairen Kommentarspalte gelten sollten.
Was ist eine faire digitale Streitkultur?
Eine faire Streitkultur bedeutet nicht, immer einer Meinung zu sein. Sie bedeutet, dass Konflikte so geführt werden, dass Menschen weiterhin am Gespräch teilnehmen können. In einer guten digitalen Streitkultur werden Argumente geprüft, Fehler korrigiert, Grenzen respektiert und Betroffene geschützt.
Merkmale guter Gegenrede
Gegenrede bedeutet, menschenfeindlichen, verletzenden oder falschen Aussagen nicht unwidersprochen Raum zu lassen. Gute Gegenrede ist nicht dasselbe wie Zurückbeleidigen. Sie versucht, den Ton nicht weiter anzuheizen.
- Klarheit: Benenne, was problematisch ist.
- Sachlichkeit: Greife die Aussage an, nicht die Person.
- Empathie: Denke an Betroffene, die mitlesen.
- Belege: Nutze überprüfbare Informationen.
- Grenzen: Beende Gespräche, wenn Gewalt, Drohung oder dauerhafte Provokation auftreten.
- Solidarität: Unterstütze Menschen, die angegriffen werden.
Beispiel für faire Formulierungen
| Eskalierend | Besser |
|---|---|
| Du hast keine Ahnung. | Ich sehe das anders, weil ein wichtiger Punkt fehlt. |
| Alle, die das sagen, sind peinlich. | Diese Aussage verallgemeinert zu stark. |
| Löscht diese Person überall. | Ich finde die Aussage problematisch und wünsche mir eine Erklärung. |
| Das ist doch typisch für euch. | Bitte sprich nicht pauschal über eine ganze Gruppe. |
| Ich mach jetzt Screenshots und stelle Dich bloß. | Ich sichere Belege und hole mir Unterstützung, bevor ich reagiere. |
Was tun, wenn ein Shitstorm entsteht?
Wenn Du selbst betroffen bist, eine betroffene Person kennst oder in einer Gruppe einen Shitstorm beobachtest, hilft ein ruhiges, planvolles Vorgehen. Entscheidend ist, nicht impulsiv in die Eskalation einzusteigen.
Die STOPP-Regel
- Sichern: Speichere problematische Inhalte mit Datum, Plattform und Kontext.
- Trennen: Unterscheide Kritik, Missverständnis, Beleidigung, Drohung und Hassrede.
- Orientieren: Sprich mit einer Vertrauensperson, Lehrkraft, Beratungsstelle oder Moderation.
- Prüfen: Überlege, ob eine öffentliche Antwort sinnvoll ist oder ob Melden, Blockieren und Dokumentieren besser ist.
- Positionieren: Wenn Du antwortest, bleibe kurz, sachlich, respektvoll und klar.
Wenn Du Zuschauende oder Zuschauer bist
Auch wer nicht direkt betroffen ist, hat Verantwortung. Schweigen kann Betroffene allein lassen. Gleichzeitig kann unüberlegtes Kommentieren die Reichweite eines Shitstorms erhöhen. Gute Unterstützung bedeutet, Betroffene zu stärken, Falschinformationen nicht weiterzuverbreiten und klare Grenzen gegen Abwertung zu setzen.
- Nicht mithetzen: Teile keine verletzenden Inhalte weiter.
- Kontext prüfen: Lies mehr als nur den Screenshot oder die Überschrift.
- Betroffene stärken: Schreibe unterstützend und nicht sensationsorientiert.
- Melden: Nutze Meldefunktionen bei Beleidigungen, Drohungen oder Hassrede.
- Hilfe holen: Bei akuter Bedrohung sind Erwachsene, Schule, Plattformen oder zuständige Stellen einzubeziehen.
Medienkompetenz: Prüfen, bevor Du postest
Medienkompetenz bedeutet, Medien kritisch, kreativ, verantwortungsvoll und sozial zu nutzen. Vor allem in emotionalen Situationen hilft eine kurze Prüfung vor dem Posten.
Fünf Prüfsteine vor einem Kommentar
- Stimmt es? Habe ich die Information geprüft?
- Ist es fair? Greife ich eine Aussage oder eine Person an?
- Ist es nötig? Hilft mein Kommentar der Klärung?
- Ist es respektvoll? Könnte ich das auch direkt sagen?
- Ist es sicher? Gefährde ich mich oder andere durch private Daten, Screenshots oder Namen?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist eine Meinung? (Eine persönliche Auffassung zu einem Thema) (!Eine automatisch wahre Tatsache) (!Eine amtliche Entscheidung) (!Eine technische Plattformregel)
Woran erkennst Du eine Tatsache am ehesten? (Sie lässt sich mit verlässlichen Quellen überprüfen) (!Sie klingt besonders emotional) (!Sie bekommt viele Likes) (!Sie wird von der lautesten Person gesagt)
Was ist ein Shitstorm? (Eine massenhafte digitale Welle negativer Reaktionen) (!Ein ruhiges Gespräch zwischen zwei Personen) (!Eine private Notiz ohne Öffentlichkeit) (!Ein automatisch gelöschter Kommentar)
Was unterscheidet sachliche Kritik von Beleidigung? (Sachliche Kritik bezieht sich auf eine Aussage oder Handlung) (!Sachliche Kritik greift immer die Person an) (!Sachliche Kritik enthält nie Widerspruch) (!Sachliche Kritik muss anonym sein)
Warum können Online-Debatten schnell eskalieren? (Plattformen und Gruppenreaktionen können starke Emotionen verstärken) (!Weil online niemand lesen kann) (!Weil Meinungen im Internet verboten sind) (!Weil alle Kommentare automatisch geprüft werden)
Was ist eine sinnvolle erste Reaktion bei verletzenden Angriffen? (Beweise sichern und Unterstützung holen) (!Sofort zurückbeleidigen) (!Alle privaten Daten veröffentlichen) (!Den Angriff ungeprüft weiterleiten)
Was bedeutet Gegenrede? (Problematischen Aussagen respektvoll und klar widersprechen) (!Jede Diskussion absichtlich abbrechen) (!Mit noch härteren Beleidigungen antworten) (!Andere Meinungen grundsätzlich verbieten)
Welche Aussage passt zu fairer Streitkultur? (Ich kritisiere die Aussage und respektiere die Person) (!Ich beschäme die Person öffentlich) (!Ich teile Gerüchte, wenn sie spannend sind) (!Ich lasse nur meine eigene Meinung gelten)
Welche Rolle spielt Kontext in digitalen Debatten? (Kontext hilft, Aussagen richtig einzuordnen) (!Kontext ist immer unwichtig) (!Kontext macht Beleidigungen automatisch erlaubt) (!Kontext ersetzt jede Prüfung von Fakten)
Was gehört zu Medienkompetenz im Umgang mit Shitstorms? (Informationen prüfen, respektvoll handeln und Hilfe suchen) (!Alles sofort kommentieren) (!Nur die Mehrheit nachahmen) (!Private Konflikte öffentlich ausweiten)
Memory
| Meinung | persönliche Auffassung |
| Tatsache | überprüfbarer Sachverhalt |
| Shitstorm | digitale Empörungswelle |
| Gegenrede | respektvoller Widerspruch |
| Netiquette | Regeln für Online-Kommunikation |
| Hassrede | abwertende Sprache |
| Kontext | Zusammenhang einer Aussage |
| Moderation | ordnendes Eingreifen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Sachliche Kritik | begründeter Widerspruch |
| Shitstorm | massenhafte Empörung |
| Hassrede | herabsetzende Sprache |
| Gegenrede | demokratische Reaktion |
| Netiquette | digitales Miteinander |
Kreuzworträtsel
| Meinung | Persönliche Auffassung zu einem Thema |
| Respekt | Haltung, die faire Streitkultur möglich macht |
| Fakten | Überprüfbare Informationen |
| Shitstorm | Massenhafte Empörungswelle im Netz |
| Kontext | Zusammenhang, der eine Aussage einordnet |
| Moderation | Ordnen und Eingreifen in Diskussionen |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Kommentarcheck: Suche drei fiktive Kommentare zu einem Streitfall und ordne sie den Kategorien Meinung, sachliche Kritik, Beleidigung oder Hassrede zu. Begründe Deine Entscheidung jeweils in zwei Sätzen.
- Netiquette: Formuliere fünf Regeln für eine faire Kommentarspalte unter einem Jugendpodcast. Schreibe die Regeln so, dass sie Jugendliche direkt ansprechen.
- Perspektivwechsel: Schreibe einen kurzen Tagebucheintrag aus Sicht einer Person, die plötzlich viele negative Kommentare bekommt. Achte besonders auf Gefühle und mögliche Hilfen.
- Podcast-Impuls: Notiere nach dem NOAH-Video drei Aussagen, denen Du zustimmst, und eine Aussage, über die Du diskutieren möchtest.
Standard
- Analyse eines Konflikts: Entwickle ein fiktives Beispiel, in dem aus einer Meinung ein Shitstorm entsteht. Beschreibe Auslöser, Verstärker, Beteiligte und mögliche Auswege.
- Gegenrede entwickeln: Schreibe zu drei verletzenden Kommentaren jeweils eine klare, respektvolle Gegenrede. Erkläre, warum Deine Antwort nicht weiter eskaliert.
- Faktencheck: Wähle eine starke Behauptung aus einer Online-Debatte und erstelle einen kurzen Faktencheck mit mindestens zwei verlässlichen Quellen.
- Klassenchat-Regeln: Entwickle gemeinsam mit anderen einen Leitfaden für den Umgang mit Streit im Klassenchat. Ergänze Regeln zum Sichern von Belegen, Melden und Unterstützen.
Schwer
- Debattenanalyse: Analysiere eine öffentliche digitale Debatte aus Medien oder Politik. Unterscheide zwischen berechtigter Kritik, Zuspitzung, Shitstorm-Dynamik und möglicher Hassrede.
- Podcastfolge planen: Entwirf ein Konzept für eine eigene Podcastfolge mit dem Titel „Meine Meinung, Deine Grenze“. Plane Leitfragen, Rollen, Gesprächsregeln und ein Fazit.
- Medienethik: Schreibe einen Essay zur Frage, ob öffentliche Empörung im Netz demokratische Kontrolle stärkt oder Menschen gefährdet. Nutze Beispiele und Gegenargumente.
- Schutzkonzept: Entwickle ein Schutzkonzept für eine Schule, die mit Cybermobbing und Shitstorms in Klassenchats umgehen will. Berücksichtige Prävention, Intervention und Nachsorge.

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Lernkontrolle
- Fallanalyse: Ein Influencer macht eine missverständliche Aussage, die tausendfach kritisiert wird. Analysiere, welche Kritik berechtigt sein könnte und wo die Reaktionen in einen Shitstorm kippen.
- Transferaufgabe: Übertrage die STOPP-Regel auf einen Streit in einem Klassenchat. Beschreibe konkrete Schritte, die Betroffene, Zuschauende und Moderatorinnen oder Moderatoren gehen können.
- Argumentation: Nimm Stellung zur Aussage „Hass ist keine Meinung“. Erkläre, welche Rolle Meinungsfreiheit, Menschenwürde und Diskriminierung dabei spielen.
- Kommunikationsstrategie: Entwirf eine öffentliche Antwort für eine Person, die sich für eine verletzende Aussage entschuldigen möchte. Achte auf Verantwortung, Klarheit und Respekt.
- Vergleich: Vergleiche eine Diskussion im Klassenzimmer mit einer Kommentarspalte unter einem Video. Erkläre, welche Unterschiede für Eskalation oder Deeskalation wichtig sind.
- Dilemma: Du siehst, wie eine Person online unfair angegriffen wird, willst aber nicht selbst Ziel werden. Entwickle drei Handlungsmöglichkeiten und bewerte ihre Folgen.
- Medienkritik: Beurteile, welche Verantwortung Plattformen, Nutzende und Bildungseinrichtungen jeweils tragen, damit digitale Debatten nicht in Hass und Beschämung kippen.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu Meinung vs. Shitstorm / NOAH Podcast ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe erklären kannst, sondern digitale Konflikte beurteilst und verantwortliche Handlungsmöglichkeiten entwickelst.
- Begriffssicherheit: Du unterscheidest Meinung, Tatsache, Behauptung, sachliche Kritik, Beleidigung, Hassrede, Cybermobbing und Shitstorm.
- Analysekompetenz: Du erkennst Auslöser, Verstärker und Folgen digitaler Empörungswellen.
- Argumentationskompetenz: Du begründest Deine Position mit nachvollziehbaren Argumenten und passenden Beispielen.
- Medienkompetenz: Du prüfst Quellen, Kontext und Wirkung digitaler Inhalte.
- Sozialkompetenz: Du entwickelst respektvolle Gegenrede und unterstützt Betroffene angemessen.
- Transferkompetenz: Du überträgst das Gelernte auf Klassenchats, Kommentarspalten, Podcasts und Social-Media-Situationen.
- Reflexion: Du bewertest das eigene Kommunikationsverhalten und formulierst persönliche Regeln für digitale Streitkultur.
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