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Mehr als nur Traurigkeit - Depression verstehen

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Mehr als nur Traurigkeit - Depression verstehen




Einleitung

Mehr als nur Traurigkeit / Depression verstehen ist ein aiMOOC über eine häufige, ernst zu nehmende und behandelbare psychische Erkrankung. Du lernst, wie sich eine Depression von normaler Traurigkeit unterscheiden kann, welche Symptome typisch sind, warum Depressionen entstehen können, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und welche gesellschaftlichen Bedingungen eine Rolle spielen. Der Kurs ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung. Er soll Dir helfen, Wissen aufzubauen, Vorurteile abzubauen und in belastenden Situationen gute nächste Schritte zu kennen.

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Wichtiger Hinweis: Wenn Du selbst gerade nicht mehr leben möchtest, konkrete Suizidgedanken hast oder Angst hast, Dir etwas anzutun, suche sofort Hilfe. In Deutschland erreichst Du bei akuter Gefahr den Notruf 112. Die TelefonSeelsorge ist Tag und Nacht kostenlos und anonym unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123 erreichbar. Sprich außerdem mit einer vertrauten Person, einer Ärztin, einem Arzt, einer Psychotherapeutin, einem Psychotherapeuten, der Schulsozialarbeit oder einer Krisenstelle in Deiner Nähe.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Depression als mehr als eine vorübergehende Stimmung beschreiben.
  2. zentrale Symptome und Warnzeichen benennen, ohne vorschnell Diagnosen zu stellen.
  3. das bio-psycho-soziale Modell auf Depression anwenden.
  4. Unterschiede zwischen Traurigkeit, Belastung, Burnout-Erleben und depressiver Erkrankung reflektieren.
  5. Behandlungswege wie Psychotherapie, ärztliche Abklärung, Medikamente und soziale Unterstützung sachlich erklären.
  6. Stigmatisierung erkennen und eine respektvolle Sprache im Umgang mit psychischen Erkrankungen nutzen.
  7. geeignete Hilfsangebote bei psychischen Krisen nennen.


Was ist eine Depression?

Eine Depression ist keine Charakterschwäche, keine Faulheit und kein bloßes „Sich-Hängenlassen“. Sie ist eine psychische Störung beziehungsweise Erkrankung, die Denken, Fühlen, Körper, Verhalten und soziale Beziehungen betreffen kann. Häufig erleben Betroffene eine gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit, starke Erschöpfung, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Schuldgefühle oder Hoffnungslosigkeit. Manche Menschen können noch funktionieren, obwohl sie innerlich schwer belastet sind. Andere schaffen alltägliche Aufgaben kaum noch.

Bei einer vorübergehenden Traurigkeit gibt es meist einen erkennbaren Anlass, und die Stimmung verändert sich wieder. Eine Depression hält dagegen häufig länger an, beeinflusst mehrere Lebensbereiche und kann medizinische oder psychotherapeutische Hilfe erforderlich machen. In der Gesundheitsinformation wird häufig eine Dauer von mindestens zwei Wochen als wichtiges Warnsignal genannt. Entscheidend ist aber nicht nur die Zeitdauer, sondern auch die Stärke der Beschwerden, die Einschränkung im Alltag und das persönliche Leid.


Traurigkeit und Depression unterscheiden

Traurigkeit Depression
Eine normale Reaktion auf Verlust, Enttäuschung oder Belastung. Eine Erkrankung, die ohne klaren Anlass auftreten oder nach Belastungen bestehen bleiben kann.
Gefühle verändern sich oft im Tagesverlauf und können durch Trost, Gespräche oder angenehme Aktivitäten leichter werden. Freude, Interesse und Energie können über längere Zeit deutlich vermindert sein.
Der Alltag bleibt meist grundsätzlich möglich. Schule, Ausbildung, Studium, Arbeit, Beziehungen und Selbstversorgung können stark beeinträchtigt sein.
Selbstwert und Zukunftshoffnung bleiben meist zumindest teilweise erhalten. Wertlosigkeitsgefühle, Schuldgefühle, Hoffnungslosigkeit oder Suizidgedanken können auftreten.


Mehr als nur Traurigkeit: Symptome verstehen

Eine Depression zeigt sich nicht bei allen Menschen gleich. Manche wirken nach außen ruhig und leistungsfähig, obwohl sie innerlich erschöpft sind. Andere ziehen sich zurück, reagieren gereizt, schlafen sehr viel oder kaum, verlieren Appetit oder essen deutlich mehr. Bei Jugendlichen können Reizbarkeit, Leistungsabfall, Rückzug, Risikoverhalten oder körperliche Beschwerden stärker auffallen als sichtbare Traurigkeit.


Häufige Hauptsymptome

  1. Depressive Stimmung: Betroffene fühlen sich niedergeschlagen, leer, verzweifelt oder wie innerlich versteinert.
  2. Interessen- und Freudlosigkeit: Dinge, die früher wichtig oder schön waren, lösen kaum noch Freude aus.
  3. Antriebslosigkeit und Erschöpfung: Schon einfache Tätigkeiten können sich überwältigend anfühlen.


Weitere mögliche Symptome

  1. Schlafstörung: Einschlafprobleme, Durchschlafprobleme oder deutlich vermehrtes Schlafen.
  2. Konzentrationsprobleme: Lesen, Lernen, Zuhören oder Entscheidungen fallen schwer.
  3. Appetitveränderungen: Manche essen weniger, andere deutlich mehr.
  4. Selbstwertprobleme: Schuldgefühle, Wertlosigkeitsgefühle oder starke Selbstvorwürfe.
  5. Psychomotorik: Verlangsamung, innere Unruhe oder starke Anspannung.
  6. Körperliche Beschwerden: Schmerzen, Druckgefühl, Magen-Darm-Beschwerden oder Müdigkeit ohne eindeutige körperliche Erklärung.
  7. Suizidgedanken: Gedanken, nicht mehr leben zu wollen, sind ein ernstes Warnsignal und brauchen sofortige Unterstützung.


Ursachen und Risikofaktoren

Depression entsteht meist nicht durch eine einzige Ursache. Sinnvoll ist das bio-psycho-soziale Modell. Es betrachtet biologische, psychologische und soziale Faktoren gemeinsam. Dadurch wird deutlich: Eine Depression ist weder „nur im Kopf“ noch allein durch Willenskraft lösbar. Gleichzeitig bedeutet ein Risikofaktor nicht automatisch, dass jemand erkrankt.


Biologische Faktoren

Zu biologischen Faktoren gehören unter anderem erbliche Veranlagung, Veränderungen in Botenstoffsystemen, Stressreaktionen des Körpers, Schlaf-Wach-Rhythmus, hormonelle Veränderungen, chronische Erkrankungen, Schmerzen oder Nebenwirkungen bestimmter Medikamente. Diese Faktoren erklären nicht alles, können aber die Verletzlichkeit erhöhen.


Psychologische Faktoren

Psychologische Faktoren können belastende Erfahrungen, dauerhaft hohe Ansprüche an sich selbst, ein sehr negatives Selbstbild, Grübeln, ungelöste Konflikte, traumatische Erfahrungen oder ungünstige Bewältigungsstrategien sein. Auch erlernte Hilflosigkeit, Perfektionismus oder die Erwartung, „immer stark sein zu müssen“, können eine Rolle spielen.


Soziale Faktoren

Soziale Faktoren umfassen Einsamkeit, Mobbing, Diskriminierung, Armut, Gewalt, unsichere Wohn- oder Arbeitssituationen, Überforderung in Schule oder Beruf, fehlende Unterstützung, Verlusterfahrungen und gesellschaftlichen Leistungsdruck. Diese Faktoren verursachen nicht bei allen Menschen eine Depression, können aber Belastungen verstärken und Genesung erschweren.


Schutzfaktoren und Resilienz

Resilienz bedeutet nicht, unverletzbar zu sein. Gemeint ist die Fähigkeit, mit Belastungen umzugehen, Unterstützung zu nutzen und nach Krisen wieder Stabilität aufzubauen. Schutzfaktoren können helfen, ersetzen aber keine Behandlung bei einer Depression.

  1. Soziale Unterstützung: Verlässliche Beziehungen, Zuhören und praktische Hilfe können entlasten.
  2. Tagesstruktur: Regelmäßigkeit bei Schlaf, Essen, Lernen, Arbeit und Pausen kann stabilisierend wirken.
  3. Bewegung: Körperliche Aktivität kann die Behandlung unterstützen, ist aber kein Ersatz für professionelle Hilfe.
  4. Selbstmitgefühl: Ein freundlicherer Umgang mit sich selbst kann Schuld- und Schamgefühle verringern.
  5. Medienkompetenz: Ein bewusster Umgang mit sozialen Medien kann Vergleiche, Druck und Dauerstress reduzieren.
  6. Hilfesuche: Frühzeitig Unterstützung anzunehmen, ist ein Zeichen von Verantwortung und nicht von Schwäche.


Diagnose und Abgrenzung

Eine Diagnose stellen Fachleute, zum Beispiel Hausärztinnen, Hausärzte, Psychiaterinnen, Psychiater, Kinder- und Jugendpsychiaterinnen, Kinder- und Jugendpsychiater, Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Dabei geht es um Gespräche, Fragebögen, die Dauer der Beschwerden, die Alltagsbeeinträchtigung und mögliche körperliche Ursachen. Auch Schilddrüsenerkrankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Suchtmittelkonsum, Trauerreaktionen, Angststörungen, bipolare Störungen oder Belastungsreaktionen können ähnliche Symptome zeigen oder zusätzlich auftreten.

Eine sorgfältige Abklärung ist wichtig, weil unterschiedliche Ursachen und Begleiterkrankungen unterschiedliche Hilfen erfordern. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer unipolaren Depression und einer bipolaren Störung, bei der auch Phasen ungewöhnlich gehobener oder gereizter Stimmung auftreten können.


Behandlung und Unterstützung

Depressionen sind behandelbar. Welche Unterstützung sinnvoll ist, hängt von Schweregrad, Dauer, Begleiterkrankungen, Lebenssituation und persönlichen Bedürfnissen ab. Häufig werden mehrere Bausteine kombiniert. Ein guter Behandlungsplan wird gemeinsam mit Fachleuten entwickelt.


Psychotherapie

Psychotherapie ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung. In einer Verhaltenstherapie können zum Beispiel Grübeln, Rückzug, belastende Gedankenmuster und Vermeidungsverhalten bearbeitet werden. In einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie oder anderen Verfahren können Beziehungsmuster, innere Konflikte und lebensgeschichtliche Erfahrungen eine größere Rolle spielen. Entscheidend ist, dass Betroffene ernst genommen werden und eine tragfähige therapeutische Beziehung entsteht.


Medikamente

Antidepressiva können bei mittleren und schweren Depressionen hilfreich sein und Rückfälle vorbeugen. Sie machen nicht „künstlich glücklich“, sondern sollen Symptome lindern und Handlungsfähigkeit zurückgeben. Wirkung und Nebenwirkungen müssen ärztlich begleitet werden. Medikamente sollten nicht eigenmächtig begonnen, abgesetzt oder verändert werden.


Weitere Hilfen im Alltag

Zusätzlich können Entlastung im Umfeld, Krankschreibung, Schul- oder Ausbildungsanpassungen, Selbsthilfegruppen, Familiengespräche, Bewegung, Schlafhygiene, Achtsamkeitsübungen, kreative Aktivitäten und soziale Unterstützung helfen. Wichtig ist: Solche Maßnahmen sind unterstützend. Bei einer ernsthaften Depression sind sie kein Ersatz für professionelle Diagnostik und Behandlung.


Akute Krisen und Suizidgedanken

Suizidgedanken sind bei Depressionen möglich und müssen ernst genommen werden. Es hilft nicht, Betroffenen Vorwürfe zu machen oder die Gedanken zu verharmlosen. Hilfreich ist ein ruhiges, direktes Gespräch: „Denkst Du daran, Dir etwas anzutun?“ Diese Frage bringt Menschen nicht erst auf die Idee, sondern kann entlasten und den Weg zu Hilfe öffnen. Bei akuter Gefahr gilt: Nicht allein bleiben, gefährliche Mittel außer Reichweite bringen, eine vertraute Person hinzuziehen und den Notruf 112 kontaktieren.


Gesellschaftliche Zusammenhänge

Depression ist nicht nur ein individuelles Thema. Gesellschaftliche Bedingungen beeinflussen, ob Menschen belastet werden, ob sie Hilfe finden und ob sie offen über psychische Gesundheit sprechen können. Stigma kann dazu führen, dass Betroffene schweigen, sich schämen oder zu spät Unterstützung suchen. Auch Leistungsdruck, Einsamkeit, soziale Ungleichheit, Diskriminierung, unsichere Arbeit, Armut, Kriegs- und Fluchterfahrungen oder digitale Dauervergleiche können psychische Belastungen verstärken.

Eine hilfreiche Gesellschaft spricht über psychische Gesundheit so selbstverständlich wie über körperliche Gesundheit. Sie ermöglicht niedrigschwellige Beratung, sichere Schulen, faire Arbeitsbedingungen, Schutz vor Gewalt, gute Versorgung und respektvolle Sprache. Wer Depression versteht, kann Vorurteile abbauen und Betroffene unterstützen, ohne sie auf ihre Erkrankung zu reduzieren.

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Umgang mit Betroffenen

Hilfreich sind Zuhören, Geduld, konkrete Unterstützung und die Bereitschaft, professionelle Hilfe zu ermutigen. Weniger hilfreich sind Sätze wie „Reiß Dich zusammen“, „Anderen geht es schlimmer“ oder „Du musst nur positiv denken“. Depression ist keine Frage mangelnder Dankbarkeit. Gute Unterstützung bedeutet auch, die eigenen Grenzen zu kennen. Angehörige und Freundinnen oder Freunde dürfen sich selbst Beratung holen.

  1. Zuhören: Frage offen nach und halte Pausen aus.
  2. Validierung: Nimm Gefühle ernst, auch wenn Du sie nicht vollständig verstehst.
  3. Alltagshilfe: Biete konkrete Hilfe an, zum Beispiel Begleitung zu einem Termin.
  4. Grenzen: Übernimm nicht die Rolle einer Therapeutin oder eines Therapeuten.
  5. Notfallplan: Kläre bei Gefahr sofort professionelle Hilfe.


Videoarbeit: Mehr als nur Traurigkeit

Das Video im Einstieg erklärt Depression sachlich und eignet sich für eine gemeinsame Analyse. Achte beim Anschauen auf drei Ebenen: erstens die genannten Symptome, zweitens die Erklärungen zu Ursachen und Behandlung, drittens die gesellschaftlichen Aussagen. Notiere, welche Begriffe gut erklärt werden und wo Du weitere Quellen brauchst. So übst Du Medienkompetenz und lernst, Gesundheitsinformationen kritisch, aber offen zu prüfen.


Grenzen dieses aiMOOCs

Dieser aiMOOC kann Wissen vermitteln, Gespräche anregen und Orientierung geben. Er kann aber keine Diagnose stellen, keine Therapie ersetzen und keine akute Krise auffangen. Wenn Du bei Dir oder einer anderen Person eine mögliche Depression vermutest, ist ein Gespräch mit Fachleuten wichtig. In Schule, Ausbildung oder Studium können Vertrauenslehrkräfte, Schulsozialarbeit, Beratungsstellen, Hausarztpraxen und psychotherapeutische Sprechstunden erste Anlaufstellen sein.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt eine Depression am besten? (Eine ernst zu nehmende psychische Erkrankung) (!Eine normale kurze schlechte Laune) (!Eine reine Charakterschwäche) (!Eine sichere Folge von Faulheit)




Welches Symptom passt häufig zu einer Depression? (Interessenverlust) (!Überdurchschnittlich gute Stimmung) (!Dauerhaft gesteigerter Antrieb) (!Völlige Beschwerdefreiheit)




Warum ist das bio-psycho-soziale Modell hilfreich? (Es betrachtet biologische psychologische und soziale Faktoren gemeinsam) (!Es erklärt Depression nur durch Gene) (!Es erklärt Depression nur durch Medienkonsum) (!Es ersetzt jede Behandlung)




Was ist bei akuten Suizidgedanken besonders wichtig? (Sofort Hilfe holen und nicht allein bleiben) (!Die Gedanken geheim halten) (!Auf keinen Fall darüber sprechen) (!Warten bis es von allein verschwindet)




Welche Aussage über Antidepressiva ist sachlich richtig? (Sie können ein Baustein der Behandlung sein) (!Sie wirken bei allen Menschen sofort) (!Sie ersetzen immer jedes Gespräch) (!Sie dürfen beliebig abgesetzt werden)




Welche Aussage hilft Betroffenen meist eher? (Ich höre Dir zu und begleite Dich bei der Suche nach Hilfe) (!Reiß Dich einfach zusammen) (!Du musst nur positiver denken) (!Andere haben viel schlimmere Probleme)




Was bedeutet Stigma im Zusammenhang mit Depression? (Abwertende Vorurteile gegenüber psychischer Erkrankung) (!Eine medizinische Heilgarantie) (!Ein Fachwort für guten Schlaf) (!Eine Form von körperlichem Training)




Wer darf eine Depression professionell diagnostisch abklären? (Ärztliche oder psychotherapeutische Fachpersonen) (!Eine beliebige Suchmaschine) (!Ein kurzer Online-Kommentar) (!Ein Klassenchat)




Welche Maßnahme kann unterstützend wirken aber Therapie nicht ersetzen? (Tagesstruktur) (!Selbstvorwürfe) (!Sozialer Rückzug als Pflicht) (!Verharmlosung der Beschwerden)




Was ist ein wichtiges Ziel gesellschaftlicher Aufklärung über Depression? (Vorurteile abbauen und Hilfesuche erleichtern) (!Betroffene beschämen) (!Psychische Erkrankungen unsichtbar machen) (!Fachliche Hilfe verhindern)





Memory

Depression Ernst zu nehmende psychische Erkrankung
Antriebslosigkeit Verminderte Energie für Alltagshandlungen
Psychotherapie Professionelle Behandlung durch Gespräche und Übungen
Antidepressivum Medikament zur Linderung depressiver Symptome
Stigma Abwertendes Vorurteil
Resilienz Fähigkeit zur Stabilisierung nach Belastungen
TelefonSeelsorge Anonyme Krisenberatung
Notruf Hilfe bei akuter Gefahr





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Antriebslosigkeit Verminderte Energie und Aktivität
Psychotherapie Professionelle Gesprächsbehandlung
Antidepressivum Medikamentöse Unterstützung bei Depression
Stigma Abwertendes Vorurteil
Notruf Hilfe bei akuter Gefahr




...


Kreuzworträtsel

Antrieb Welcher Bereich kann bei Depression deutlich vermindert sein?
Schlaf Welcher Lebensbereich kann durch Ein und Durchschlafprobleme betroffen sein?
Therapie Wie heißt eine professionelle Behandlung bei psychischen Erkrankungen?
Stigma Wie nennt man abwertende Vorurteile gegenüber Erkrankten?
Notruf Was wählst Du bei akuter Lebensgefahr?
Resilienz Wie nennt man die Fähigkeit nach Belastungen wieder Stabilität aufzubauen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Depression ist mehr als eine vorübergehende

.
Häufig verlieren Betroffene Interesse und

an früher wichtigen Tätigkeiten.
Das bio-psycho-soziale Modell verbindet körperliche, psychologische und

Faktoren.
Eine professionelle Behandlung kann Psychotherapie, ärztliche Begleitung und manchmal

umfassen.
Bei akuten Suizidgedanken ist sofortige

notwendig.
Stigmatisierung erschwert es vielen Betroffenen, offen über ihre

zu sprechen.
Respektvolle Unterstützung bedeutet zuzuhören und gemeinsam nach

zu suchen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffskarte Depression: Erstelle eine Begriffskarte mit mindestens acht Fachbegriffen aus dem aiMOOC und erkläre jeden Begriff in eigenen Worten.
  2. Video-Notizen: Schaue das Einstiegsvideo an und notiere drei Aussagen, die Dir neu waren, sowie zwei Fragen, die offen bleiben.
  3. Hilfesatz formulieren: Formuliere fünf hilfreiche Sätze, die Du zu einer belasteten Freundin oder einem belasteten Freund sagen könntest.
  4. Stigma erkennen: Sammle drei problematische Alltagssätze über Depression und schreibe sie respektvoll um.


Standard

  1. Symptome analysieren: Erstelle eine Tabelle mit möglichen emotionalen, körperlichen, kognitiven und sozialen Symptomen einer Depression.
  2. Bio-psycho-soziales Modell anwenden: Entwickle ein fiktives Fallbeispiel und ordne mögliche Belastungs- und Schutzfaktoren dem Modell zu.
  3. Hilfenetz recherchieren: Recherchiere regionale Beratungsstellen, Krisendienste oder schulische Ansprechpersonen und erstelle eine übersichtliche Hilfekarte.
  4. Medienkritik: Vergleiche zwei Informationsquellen zu Depression und prüfe Verständlichkeit, Sachlichkeit, Quellenangaben und mögliche Stigmatisierung.


Schwer

  1. Aufklärungskampagne: Plane eine kleine schulische oder digitale Kampagne gegen Stigmatisierung psychischer Erkrankungen mit Zielgruppe, Botschaft und Materialentwurf.
  2. Interviewprojekt: Entwickle Interviewfragen für eine Fachperson aus Beratung, Medizin, Psychotherapie oder Schulsozialarbeit und werte die Antworten thematisch aus.
  3. Transferanalyse Gesellschaft: Untersuche, wie Leistungsdruck, Armut, Diskriminierung oder Einsamkeit psychische Gesundheit beeinflussen können.
  4. Notfallplan: Erstelle einen allgemeinen, nicht personenbezogenen Notfallplan für psychische Krisen mit Warnzeichen, Sofortmaßnahmen und Anlaufstellen.



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Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Depression: Analysiere ein fiktives Fallbeispiel und erkläre, welche Hinweise auf eine Depression hindeuten könnten, welche Informationen fehlen und warum keine vorschnelle Diagnose gestellt werden darf.
  2. Ursachenmodell übertragen: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie biologische, psychologische und soziale Faktoren zusammenwirken können.
  3. Behandlungsentscheidung begründen: Entwickle für eine fiktive Person einen begründeten Unterstützungsplan mit professioneller Hilfe, sozialer Unterstützung und alltagspraktischen Entlastungen.
  4. Stigma und Sprache: Untersuche eine Aussage über Depression auf mögliche Vorurteile und formuliere sie fachlich korrekt und respektvoll um.
  5. Gesellschaftlicher Transfer: Erkläre, warum Depression nicht nur ein individuelles, sondern auch ein gesellschaftliches Thema ist.
  6. Medienbewertung: Bewerte ein Video oder einen Artikel zu Depression danach, ob Symptome, Ursachen, Behandlung und Hilfsangebote sachlich dargestellt werden.




Lernnachweis

  1. Erklärtext: Verfasse einen strukturierten Text, in dem Du erklärst, warum Depression mehr als Traurigkeit ist und welche Folgen das für Betroffene und ihr Umfeld haben kann.
  2. Fallbeispiel: Entwickle ein anonymes Fallbeispiel und zeige, welche biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren zusammenwirken könnten.
  3. Hilfestrategie: Entwirf eine respektvolle Unterstützungsstrategie für eine betroffene Person, ohne selbst eine therapeutische Rolle zu übernehmen.
  4. Quellenkritik: Beurteile zwei Informationsquellen zur Depression nach Sachlichkeit, Aktualität, Verständlichkeit und Stigmavermeidung.
  5. Transferaufgabe: Leite aus dem Thema Depression drei Maßnahmen ab, mit denen Schule, Betrieb oder Hochschule psychische Gesundheit fördern können.




Quellen und weiterführende Informationen

  1. WHO: Depressive disorder Fact Sheet
  2. NIMH: Depression
  3. gesund.bund.de: Depression: Symptome, Ursachen, Therapie
  4. IQWiG: Wie wirksam sind Psychotherapien bei Depressionen?
  5. RKI: Depressive Symptomatik in Deutschland
  6. Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention: Was ist eine Depression?
  7. TelefonSeelsorge: Sorgen kann man teilen
  8. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Informationen zur Psychotherapie


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