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LilyPond Grundlagen für Schulmusik - Score Extension für Musiklernen

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LilyPond Grundlagen für Schulmusik - Score Extension für Musiklernen



Einleitung

LilyPond ist ein freies Notensatzprogramm, mit dem Musik nicht durch Ziehen und Klicken, sondern durch Textcode notiert wird. Für den Musikunterricht ist das besonders interessant: Du kannst Melodien, Rhythmen, Liedsätze, Akkorde, Kanons, Patterns und Analysebeispiele als nachvollziehbaren Quelltext schreiben. Dadurch wird sichtbar, wie Tonhöhe, Rhythmus, Taktart, Tonart, Artikulation, Dynamik und Form zusammenhängen.

Die MediaWiki-Score-Extension erweitert ein Wiki um das Tag <score>...</score>. Innerhalb dieses Tags kann LilyPond-Code stehen. Die Erweiterung rendert daraus eine sichtbare Partitur und kann mit sound="1" zusätzlich eine automatisch erzeugte Audiodatei einbinden. Damit eignet sich die Score-Extension hervorragend für Schulmusik, weil Lernende Musik sehen, hören, verändern, vergleichen und reflektieren können.

Dieser aiMOOC führt Dich in die Grundlagen von LilyPond ein und zeigt, wie Du die Score-Extension für Musiklernen, Komposition, Gehörbildung, Rhythmustraining, Liedbegleitung, Musikanalyse und Open Educational Resources nutzen kannst.

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Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du einfache Melodien in LilyPond schreiben, Notenwerte und Pausen korrekt codieren, Taktart und Tonart setzen, Liedtext ergänzen, Akkordsymbole darstellen, einfache mehrstimmige Beispiele erzeugen und die Score-Extension didaktisch sinnvoll im Musikunterricht einsetzen.

  1. LilyPond-Code: Du verstehst den Grundaufbau von LilyPond-Eingaben und kannst kurze Musikbeispiele selbst schreiben.
  2. Score-Extension: Du kannst Musikbeispiele in MediaWiki mit <score> einbinden.
  3. Musiktheorie: Du verbindest Codeelemente mit musikalischen Begriffen wie Tonhöhe, Dauer, Takt, Tonart und Stimme.
  4. Musikdidaktik: Du entwickelst eigene Lernaufgaben, bei denen Musik nicht nur gelesen, sondern aktiv verändert wird.
  5. OER: Du kannst offene Musiklernmaterialien erstellen, verbessern und teilen.


Was ist LilyPond?

LilyPond ist ein freies Notensatzprogramm aus dem Umfeld des GNU-Projekts. Anders als viele grafische Notationsprogramme arbeitet LilyPond nicht primär nach dem WYSIWYG-Prinzip. Du schreibst eine Textdatei, und LilyPond erzeugt daraus ein professionell gesetztes Notenbild. Das ähnelt dem Prinzip von LaTeX: Der Inhalt wird als strukturierter Text beschrieben, das Layout wird durch ein spezialisiertes Programm berechnet.

Für den Unterricht hat dieser textbasierte Ansatz mehrere Vorteile. Erstens wird Musik strukturiert sichtbar: Jede Note, jede Pause und jede Taktangabe steht bewusst im Code. Zweitens können Lernende schnell Varianten erzeugen, zum Beispiel eine Melodie transponieren, Rhythmen verändern oder Liedtexte anpassen. Drittens eignet sich LilyPond für kooperative Lernumgebungen, weil Quelltexte leicht verglichen, kommentiert und versioniert werden können.


Warum LilyPond in der Schulmusik?

In der Schulmusik soll Musiknotation nicht nur abgeschrieben werden. Lernende sollen musikalische Strukturen verstehen, hören, verändern und gestalten. LilyPond unterstützt genau diesen Wechsel zwischen Analyse und Produktion. Wenn Du zum Beispiel aus c4 d e f eine kurze Melodie machst, erkennst Du sofort: Die Buchstaben stehen für Tonhöhen, die Zahl 4 steht für Viertelnoten, und die Reihenfolge erzeugt eine melodische Bewegung.

Die Score-Extension macht diesen Prozess im Wiki sichtbar. Ein Kurs kann kurze Hörbeispiele, Aufgaben, Musterlösungen und veränderbare Vorlagen direkt auf einer Lernseite bündeln. Dadurch entstehen offene Lernmaterialien, die Fachinhalte aus Musiktheorie, Gehörbildung, Komposition und Medienbildung verbinden.


Die Score-Extension im Überblick

Die Score-Extension verwendet das MediaWiki-Tag <score>...</score>. Ohne weitere Angabe wird LilyPond als Notationssprache verwendet. Die wichtigsten Attribute für den Unterricht sind lang="lilypond", sound="1" und raw="1".

  1. lang-Attribut: Mit lang="lilypond" wird eindeutig festgelegt, dass LilyPond-Code verwendet wird.
  2. sound-Attribut: Mit sound="1" kann ein automatisch erzeugter Audioplayer erscheinen, sofern die Wiki-Installation dies unterstützt.
  3. raw-Attribut: Mit raw="1" wird der Inhalt als vollständige LilyPond-Datei interpretiert. Das ist hilfreich für komplexere Beispiele mit Header, Layout, mehreren Systemen oder mehreren Score-Blöcken.
  4. Vorschau: Vor dem Speichern solltest Du bei Wiki-Seiten immer die Vorschau nutzen, weil kleine Tippfehler im LilyPond-Code die Ausgabe verhindern können.
  5. Barcheck: Das Zeichen | kann als Taktüberprüfung dienen. Es hilft, rhythmische Fehler im Code leichter zu finden.


Erstes Score-Beispiel: Tonleiter hören und sehen

Das folgende Beispiel zeigt eine einfache C-Dur-Tonleiter. Die Töne werden in relativer Schreibweise eingegeben. Mit sound="1" kann die Score-Extension zusätzlich eine Hörfassung erzeugen.


\relative c' {
  \clef treble
  \key c \major
  \time 4/4
  c4 d e f | g a b c | c b a g | f e d c \bar "|."
}

Merke: In vielen LilyPond-Beispielen steht b für den Ton h in der deutschen Bezeichnung. Für den erniedrigten Ton b wird häufig bes verwendet. Im Unterricht lohnt sich daher ein kurzer Vergleich zwischen deutscher Notennamen-Tradition und LilyPond-Schreibweise.


Code sichtbar machen

Wenn Du den Code auf einer Lernseite erklären möchtest, kannst Du ihn mit <nowiki>-Bereichen sichtbar machen. So kann eine Aufgabe zuerst den Quelltext zeigen und anschließend die gerenderte Musik.

<score lang="lilypond" sound="1"> \relative c' { \clef treble \key c \major \time 4/4 c4 d e f | g a b c \bar "|." } </score>


Grundbausteine der LilyPond-Notation


Tonhöhen

Tonhöhen werden mit Buchstaben notiert. Die Grundtöne lauten in vielen LilyPond-Beispielen c d e f g a b. Vorzeichen werden als Silben ergänzt: cis bedeutet Cis, fis bedeutet Fis, es bedeutet Es und bes bedeutet b. Apostrophe und Kommata verschieben die Oktavlage. In \relative-Schreibweise versucht LilyPond, die nächsten Tonhöhen möglichst nah an der vorherigen Note zu deuten.


\relative c' {
  \clef treble
  \time 4/4
  c4 cis d es | e f fis g | gis a bes b | c1 \bar "|."
}


Notenwerte und Pausen

Die Zahl hinter einer Note gibt den Notenwert an. 1 bedeutet ganze Note, 2 halbe Note, 4 Viertelnote, 8 Achtelnote und 16 Sechzehntelnote. Eine Pause wird mit r geschrieben. Ein Punkt verlängert den Wert wie in der traditionellen Notenschrift.


\relative c' {
  \clef treble
  \time 4/4
  c1 | d2 e2 | f4 g a b | c8 b a g f e d c | r4 c4. d8 e4 \bar "|."
}


Taktart, Tonart und Tempo

Mit \time setzt Du die Taktart, mit \key die Tonart und mit \tempo das Tempo. Diese drei Angaben sind für schulische Aufgaben besonders wichtig, weil sie die Verbindung zwischen musikalischem Hören und Notenbild herstellen.


\relative c' {
  \clef treble
  \key g \major
  \time 3/4
  \tempo "Walzerartig" 4 = 120
  g4 b d | g2 fis4 | e d c | b2. \bar "|."
}


Artikulation und Ausdruck

Artikulation und Dynamik können ebenfalls codiert werden. Bindebögen werden mit Klammern notiert, Haltebögen mit ~, Akzente mit Zeichen wie -> und Fermaten mit \fermata. Dynamikzeichen wie \p, \mf oder \f helfen beim musikalischen Gestalten.


\relative c' {
  \clef treble
  \time 4/4
  \tempo "Moderato" 4 = 96
  c4\p( d e f) | g2~ g4 r | a4-> g-. f-. e-. | d2\fermata c2\mf \bar "|."
}


LilyPond für Lieder im Unterricht


Liedtext ergänzen

Mit \addlyrics kann ein Liedtext direkt unter eine Melodie gesetzt werden. Silben werden durch Leerzeichen getrennt. Wird ein Wort auf mehrere Noten verteilt, kannst Du Silbentrennung mit -- angeben.


\relative c' {
  \clef treble
  \key c \major
  \time 4/4
  c4 d e c | c d e c | e f g2 | e4 f g2 \bar "|."
}
\addlyrics {
  Sin -- ge mit, sin -- ge mit, hör den Klang, hör den Klang.
}

Dieses Beispiel kann im Unterricht erweitert werden: Lernende können eigene Silben einsetzen, die Melodie variieren, den Rhythmus verändern oder eine zweite Stimme ergänzen.


Akkordsymbole für Klassenmusizieren

Für Bandklasse, Ukulele, Gitarre, Keyboard oder Schulband sind Akkordsymbole besonders hilfreich. Mit \new ChordNames können Akkorde über der Melodie angezeigt werden.


<<
  \new ChordNames \chordmode {
    c1 | f | g | c |
  }
  \new Staff \relative c' {
    \clef treble
    \key c \major
    \time 4/4
    c4 e g e | f a c a | g b d b | c1 \bar "|."
  }
>>


Call and Response

Call and Response eignet sich sehr gut für Klassenimprovisation. Eine Gruppe spielt oder singt den Ruf, eine andere antwortet. In LilyPond lassen sich solche Strukturen übersichtlich notieren.


\relative c' {
  \clef treble
  \key c \major
  \time 4/4
  \mark \markup { "Call" }
  c4 d e g | r2 r4 g |
  \mark \markup { "Response" }
  g4 e d c | r1 \bar "|."
}


Mehrstimmigkeit und Ensemblearbeit


Zweistimmige Übung

Mehrstimmigkeit ist in LilyPond mit << ... >> und mehreren \new Staff-Anweisungen möglich. Für den Unterricht kannst Du so einfache Duette, Kanons oder Satzübungen vorbereiten.


<<
  \new Staff \relative c'' {
    \clef treble
    \key c \major
    \time 4/4
    c4 d e f | g2 g | a4 g f e | d1 \bar "|."
  }
  \new Staff \relative c' {
    \clef treble
    \key c \major
    \time 4/4
    e4 f g a | b2 b | c4 b a g | f1 \bar "|."
  }
>>


Bassschlüssel und Klassenarrangement

Viele Lernende kennen zuerst den Violinschlüssel. Für Keyboard, Klavier, Cello, Bass oder Tuba ist der Bassschlüssel wichtig. Mit \clef bass wechselst Du den Schlüssel.


<<
  \new Staff \relative c' {
    \clef treble
    \key c \major
    \time 4/4
    c4 d e g | c2 b | a4 g e d | c1 \bar "|."
  }
  \new Staff \relative c {
    \clef bass
    \key c \major
    \time 4/4
    c2 g | a e | f g | c1 \bar "|."
  }
>>


Vollständige LilyPond-Datei mit raw="1"

Für größere Beispiele kann raw="1" sinnvoll sein. Dann wird der Inhalt als vollständige LilyPond-Datei gelesen. Das erlaubt Überschriften, Komponistenangaben, Layout-Informationen und getrennte Blöcke für sichtbare Notation und MIDI.


\version "2.24.4"
\header {
  title = "Kurzer Schulmusik-Kanon"
  composer = "Unterrichtsbeispiel"
  tagline = ""
}
global = {
  \key c \major
  \time 4/4
  \tempo "Freundlich" 4 = 100
}
melodie = \relative c' {
  c4 d e g | e d c2 | g'4 a g e | d c d2 \bar "|."
}
\score {
  \new Staff {
    \global
    \melodie
  }
  \layout { }
  \midi { }
}


Rhythmuslernen mit der Score-Extension


Klatschrhythmus

Die Score-Extension eignet sich für Rhythmusübungen, weil Lernende Rhythmen sehen und hören können. Pausen, Punktierungen und Taktgrenzen werden direkt erfahrbar.


\relative c' {
  \clef percussion
  \time 4/4
  c4 c8 c r4 c | c8 c c c r2 | c4. c8 c4 r | c1 \bar "|."
}


Pattern für Bodypercussion

Für Bodypercussion kann ein neutrales Tonhöhenmodell reichen. Entscheidend ist der rhythmische Ablauf. Lernende können jedem Symbol eine Aktion zuordnen: Klatschen, Stampfen, Schnipsen oder Patschen.


\relative c' {
  \clef percussion
  \time 4/4
  c8 c r c c4 r | c4 r8 c c c r4 | c8 r c r c4 c | r2 c2 \bar "|."
}


Transponieren und Differenzieren


Transposition für Instrumente

Mit \transpose kannst Du eine Melodie in eine andere Tonart übertragen. Das ist für Bläserklasse, Orchesterklasse und Instrumentalunterricht hilfreich. Lernende können hören, wie sich dieselbe musikalische Gestalt in einer anderen Lage oder Tonart anfühlt.


\transpose c g \relative c' {
  \clef treble
  \key c \major
  \time 4/4
  c4 d e g | a g e d | c1 \bar "|."
}


Differenzierung im Musikunterricht

Ein großer Vorteil textbasierter Notation ist die einfache Differenzierung. Eine Lerngruppe kann denselben musikalischen Kern auf unterschiedlichen Niveaus bearbeiten.

  1. Leicht: Lernende ändern nur einzelne Tonhöhen oder Notenwerte.
  2. Standard: Lernende ergänzen Taktart, Tonart, Liedtext und einfache Wiederholungen.
  3. Schwer: Lernende schreiben mehrstimmige Sätze, Akkordsymbole, Transpositionen oder vollständige Dateien mit raw="1".


Typische Fehler und Debugging

Beim Arbeiten mit LilyPond treten Fehler oft nicht wegen musikalischer Probleme auf, sondern wegen kleiner Zeichen im Code. Das ist didaktisch wertvoll, weil Lernende genau lesen, Fehler beschreiben und Lösungen testen müssen.

  1. Klammerfehler: Jede öffnende geschweifte Klammer { braucht eine schließende Klammer }.
  2. Taktfehler: Wenn die Notenwerte nicht zur Taktart passen, helfen Taktüberprüfungen mit |.
  3. Oktavfehler: In relativer Schreibweise können Apostrophe und Kommata nötig sein, wenn LilyPond eine Tonhöhe anders deutet als erwartet.
  4. Vorzeichenfehler: Deutsche und LilyPond-Notennamen sollten bewusst verglichen werden.
  5. Vorschaufehler: Nutze die Wiki-Vorschau, bevor Du eine Seite speicherst.


Unterrichtsideen


Einstieg: Vom Code zum Klang

Du gibst eine einfache Melodie als LilyPond-Code vor. Die Lernenden markieren farbig, welche Zeichen für Tonhöhe, Dauer, Taktart, Tonart und Pausen stehen. Anschließend verändern sie genau ein Element und beschreiben, was sich im Klang verändert.


Partnerarbeit: Fehler finden

Eine Person schreibt absichtlich drei kleine Fehler in ein Score-Beispiel. Die andere Person nutzt die Vorschau, findet die Fehler, erklärt sie und verbessert den Code. So entsteht eine Verbindung aus Musiktheorie, Medienkompetenz und Fehlerkultur.


Gruppenprojekt: Klassenlied als OER

Eine Gruppe entwickelt eine Melodie, eine zweite Gruppe ergänzt Liedtext, eine dritte Gruppe schreibt Akkordsymbole, eine vierte Gruppe erstellt eine zweite Stimme oder Basslinie. Am Ende entsteht eine offene Wiki-Seite mit Score-Beispiel, Hörfassung, Reflexion und Lizenzhinweis.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wofür wird das MediaWiki-Tag score in diesem Kurs hauptsächlich genutzt? (Zum Einbinden und Rendern von Musiknotation) (!Zum Hochladen von Bildern ohne Beschreibung) (!Zum Berechnen mathematischer Gleichungen) (!Zum automatischen Übersetzen von Liedtexten)




Welche Schreibweise erzeugt in LilyPond eine Viertelnote c? (c4) (!c8) (!r4) (!\time c)




Was bewirkt das Attribut sound="1" in der Score-Extension, wenn die Wiki-Installation es unterstützt? (Es ergänzt eine automatisch erzeugte Hörfassung) (!Es vergrößert die Notenlinien) (!Es schaltet den Violinschlüssel aus) (!Es ersetzt die Tonart durch C-Dur)




Welche Angabe setzt in LilyPond eine Taktart? (\time) (!\clef) (!\relative) (!\bar)




Welche Angabe steht in LilyPond für eine Pause? (r) (!p) (!pause) (!silent)




Wofür ist raw="1" besonders geeignet? (Für vollständige und komplexere LilyPond-Dateien) (!Für das Löschen aller Notenwerte) (!Für das Ersetzen von Noten durch Bilder) (!Für das automatische Schreiben eines Liedtextes)




Welche Anweisung setzt den Bassschlüssel? (\clef bass) (!\key bass) (!\time bass) (!\relative bass)




Wie können Akkordsymbole über einer Melodie dargestellt werden? (Mit ChordNames und chordmode) (!Mit addlyrics und fermata) (!Mit clef und bar) (!Mit tempo und relative)




Was hilft beim Erkennen rhythmischer Taktfehler im LilyPond-Code? (Taktüberprüfungen mit dem Zeichen |) (!Das Entfernen aller Pausen) (!Das Schreiben jeder Note in Großbuchstaben) (!Das Weglassen der Taktart)




Warum ist LilyPond für Musiklernen besonders interessant? (Weil musikalische Strukturen als veränderbarer Text sichtbar werden) (!Weil Notenlesen dadurch vollständig überflüssig wird) (!Weil jede Melodie automatisch perfekt komponiert wird) (!Weil nur professionelle Programmierer damit arbeiten können)





Memory

\time Taktart setzen
\key Tonart setzen
\clef Notenschlüssel setzen
r Pause notieren
\addlyrics Liedtext ergänzen
sound="1" Hörfassung einbinden
\transpose Melodie übertragen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Tonhöhe Buchstabe im LilyPond-Code
Notenwert Zahl hinter der Note
Taktart Befehl \time
Tonart Befehl \key
Pause Zeichen r
Liedtext Befehl \addlyrics
Audiowiedergabe Attribut sound




...


Kreuzworträtsel

LilyPond Welches freie Notensatzprogramm wird in diesem Kurs genutzt?
Score Wie heißt die MediaWiki-Erweiterung zur Darstellung von Musiknotation?
Rhythmus Welcher musikalische Bereich wird durch Notenwerte und Pausen besonders beschrieben?
Melodie Wie nennt man eine geordnete Folge von Tonhöhen?
Akkord Wie nennt man den Zusammenklang mehrerer Töne?
Tempo Wie nennt man die Geschwindigkeit eines Musikstücks?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Mit der MediaWiki-

können Musikbeispiele direkt in einer Wiki-Seite dargestellt werden. LilyPond beschreibt Musik als

und erzeugt daraus ein lesbares Notenbild. Eine Viertelnote wird häufig mit der Zahl

hinter der Tonhöhe notiert. Eine Pause wird in LilyPond mit dem Zeichen

geschrieben. Die Taktart wird mit dem Befehl

gesetzt. Eine Tonart wird mit dem Befehl

angegeben. Mit dem Attribut

kann eine Hörfassung eingebunden werden. Für vollständige LilyPond-Dateien wird das Attribut

verwendet. Liedtexte können mit

ergänzt werden. Für Akkordsymbole nutzt man häufig

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Tonleiter: Schreibe eine C-Dur-Tonleiter in LilyPond und ändere anschließend genau zwei Noten. Beschreibe, wie sich die Melodie verändert.
  2. Rhythmusübung: Erstelle einen eintaktigen Klatschrhythmus mit Vierteln, Achteln und Pausen. Probiere ihn mit einer Partnerin oder einem Partner aus.
  3. Notenwerte: Ersetze in einem vorgegebenen Beispiel alle Viertelnoten durch Achtelnoten und erkläre, warum der Takt danach angepasst werden muss.
  4. Liedtext: Ergänze zu einer kurzen Melodie einen eigenen zweizeiligen Liedtext mit \addlyrics.


Standard

  1. Melodiegestaltung: Entwickle eine viertaktige Melodie in einer selbst gewählten Tonart und setze Taktart, Tempo und Schlussstrich korrekt.
  2. Call and Response: Schreibe ein musikalisches Frage-Antwort-Beispiel. Eine Stimme soll den Call spielen, die andere den Response singen oder spielen.
  3. Akkordsymbole: Ergänze zu einer einfachen Melodie passende Akkordsymbole mit ChordNames und begründe Deine Akkordwahl.
  4. Fehleranalyse: Erstelle ein LilyPond-Beispiel mit drei absichtlichen Fehlern und schreibe eine Lösungshilfe für Mitschülerinnen und Mitschüler.


Schwer

  1. Zweistimmigkeit: Komponiere ein kurzes zweistimmiges Stück mit zwei Staff-Systemen. Achte darauf, dass die Stimmen rhythmisch zusammenpassen.
  2. Transposition: Schreibe eine Melodie in C-Dur und transponiere sie mit \transpose nach G-Dur. Vergleiche Notenbild und Höreindruck.
  3. Klassenarrangement: Erstelle ein Arrangement mit Melodie, Basslinie und Akkordsymbolen für eine Klassenband.
  4. OER-Projekt: Gestalte eine vollständige Wiki-Lernseite mit Erklärung, Score-Beispiel, Hörfassung, Aufgabe, Lösungshinweis und Lizenzangabe.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Musikcode: Erkläre an einem eigenen Beispiel, wie sich eine Veränderung im LilyPond-Code auf das hörbare Ergebnis auswirkt.
  2. Analyse Notation: Vergleiche ein gedrucktes Notenbeispiel mit dem passenden LilyPond-Code und beschreibe, welche musikalischen Informationen im Code sichtbar werden.
  3. Didaktische Begründung: Begründe, warum die Score-Extension im Musikunterricht mehr leisten kann als ein eingefügtes Bild einer Partitur.
  4. Fehlerdiagnose: Analysiere einen fehlerhaften Score-Quelltext und entwickle eine systematische Strategie zur Fehlersuche.
  5. Arrangement: Übertrage eine einstimmige Melodie in ein kleines Klassenarrangement mit Akkorden oder zweiter Stimme und erläutere Deine musikalischen Entscheidungen.
  6. Medienbildung: Diskutiere, welche Chancen und Grenzen textbasierte Musiknotation für kollaboratives Lernen in einer Klasse hat.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu LilyPond und zur Score-Extension ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern Musik als Code verstehen, verändern und didaktisch reflektieren kannst.

  1. Grundverständnis: Du erklärst den Zusammenhang zwischen Tonhöhe, Notenwert, Taktart, Tonart und LilyPond-Code.
  2. Anwendung: Du erstellst mindestens drei eigene Score-Beispiele mit unterschiedlichem Schwerpunkt, zum Beispiel Melodie, Rhythmus und Liedtext.
  3. Hörbezug: Du überprüfst Deine Beispiele über die Hörfunktion oder durch eigenes Musizieren.
  4. Gestaltung: Du entwickelst eine kurze musikalische Aufgabe für andere Lernende.
  5. Reflexion: Du beschreibst, welche Chancen und Grenzen die Arbeit mit textbasierter Notation im Musikunterricht hat.
  6. OER-Kompetenz: Du achtest auf freie Materialien, klare Quellenangaben und eine wiederverwendbare Gestaltung Deiner Lernseite.




OERs zum Thema

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Weiterführende Medien und Beispiele

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
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Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

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  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
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  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

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  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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