Like a Rolling Stone - Bob Dylan Song Analysis


Like a Rolling Stone - Bob Dylan Song Analysis
Einleitung
„Like a Rolling Stone“ von Bob Dylan gilt als ein Schlüsselwerk der Popmusik, weil der Song Folk, Rockmusik, Blues, literarische Bildsprache und eine ungewöhnlich direkte Anrede verbindet. In diesem aiMOOC untersuchst Du den Song als musikalisches, sprachliches und kulturgeschichtliches Ereignis. Du lernst, wie sich der Wechsel vom akustischen Folk zum elektrischen Folk-Rock im Klang zeigt, wie die erzählende Stimme arbeitet und warum der Song bis heute als Beispiel für eine anspruchsvolle Songanalyse verwendet wird.
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Das eingebettete Video behandelt „Like a Rolling Stone / Bob Dylan Song Analysis“ und ordnet den Song in Themenfelder wie Bob Dylan, Highway 61 Revisited, Folk-Rock, „electric Dylan“, Liedtextanalyse und Songinterpretation ein. Der aiMOOC ergänzt diese Analyse durch historische Einordnung, Methodenwissen und interaktive Aufgaben. Der vollständige Liedtext wird aus urheberrechtlichen Gründen nicht abgedruckt; analysiert werden Struktur, Motive, Klang, Wirkung und Deutungsansätze.

Basisdaten zum Song
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Titel | „Like a Rolling Stone“ |
| Künstler | Bob Dylan |
| Veröffentlichung als Single | 20. Juli 1965 |
| Album | Highway 61 Revisited |
| Albumveröffentlichung | 30. August 1965 |
| Genre | Folk-Rock, Bluesrock, Rock ’n’ Roll |
| Produzent | Tom Wilson |
| Aufnahmeort | Columbia Studio A in New York City |
| Zentrale Instrumente | Gesang, E-Gitarre, Hammond-Orgel, Klavier, Bass, Schlagzeug, Mundharmonika |
| Besonderheit | Der Song überschritt mit seiner Länge und seiner lyrischen Komplexität die damaligen Erwartungen an eine Radiosingle. |
Historischer Kontext
In der frühen Phase seiner Karriere wurde Bob Dylan stark mit der Folk-Revival-Bewegung verbunden. Viele Hörerinnen und Hörer kannten ihn als Sänger politisch und sozial geprägter Lieder, begleitet von Akustikgitarre und Mundharmonika. Mitte der 1960er Jahre erweiterte Dylan seinen Stil deutlich: Er arbeitete mit Rockmusikern, elektrischen Instrumenten und dichter, oft surrealer Sprache. Dieser Wandel wurde von Teilen des Folk-Publikums kritisch gesehen, machte aber deutlich, dass sich Popmusik als ernstzunehmende Kunstform weiterentwickeln konnte.

Der Albumtitel Highway 61 Revisited verweist auf die U.S. Route 61, eine Straße, die in der amerikanischen Musikgeschichte symbolisch mit Blues, Migration, regionaler Kultur und der Verbindung zwischen Norden und Süden der USA verbunden ist. Für eine Songanalyse ist dieser Kontext wichtig, weil Dylan nicht nur eine persönliche Geschichte erzählt, sondern an Mythen, Stimmen und Klangräume amerikanischer Musiktraditionen anknüpft.

Dylan goes electric
Der Ausdruck „Dylan goes electric“ beschreibt Dylans Hinwendung zu elektrisch verstärkter Musik. Besonders berühmt wurde sein Auftritt beim Newport Folk Festival 1965, bei dem Teile des Publikums irritiert oder ablehnend reagierten. Für die Songanalyse bedeutet das: „Like a Rolling Stone“ steht nicht allein für einen einzelnen Hit, sondern für einen künstlerischen Bruch mit Erwartungen. Dylan zeigte, dass Folk nicht auf eine feste Form beschränkt bleiben musste, sondern sich mit Rockmusik, Blues und experimenteller Lyrik verbinden konnte.

Entstehung und Aufnahme
„Like a Rolling Stone“ entstand nach einer Phase intensiver künstlerischer Unzufriedenheit. Aus einem längeren Textmaterial entwickelte Dylan einen Song mit Strophen und wiederkehrendem Refrain. Aufgenommen wurde der Song im Juni 1965 im Columbia Studio A in New York City. Die Aufnahme verband Dylans rauen Gesang mit einer elektrischen Bandbesetzung. Besonders prägend wurde das Orgelspiel von Al Kooper, dessen Hammond-Orgel dem Song einen schwebenden, drängenden und sofort wiedererkennbaren Klang gab.

Bei der Aufnahme wirkten unter anderem Mike Bloomfield an der Gitarre, Al Kooper an der Orgel, Paul Griffin am Klavier, Bobby Gregg am Schlagzeug und weitere Studiomusiker mit. Die Band klingt nicht glatt oder perfekt kontrolliert, sondern lebendig, offen und spannungsgeladen. Gerade diese Mischung aus Energie, Unsicherheit und Entschlossenheit trägt zur Wirkung des Songs bei.
Musikalische Analyse
Musikalisch beginnt „Like a Rolling Stone“ mit einem markanten Einstieg, der sofort Aufmerksamkeit erzeugt. Der Song bewegt sich in einem treibenden Rock- und Blues-nahen Klangraum. Die Hammond-Orgel antwortet auf Dylans Gesang, die E-Gitarre setzt Akzente, das Klavier stabilisiert die harmonische Bewegung und das Schlagzeug hält den Song nach vorn gerichtet. Die Musik wirkt dadurch zugleich roh und strukturiert.
Auffällig ist die Länge des Songs. Viele Radiosingles der frühen 1960er Jahre waren deutlich kürzer und stärker auf eingängige Liebesthemen ausgerichtet. „Like a Rolling Stone“ sprengte diese Konventionen. Die Strophen sind erzählerisch angelegt, der Refrain wirkt wie eine wiederkehrende Konfrontation. Der Song folgt zwar einer klaren Form, nutzt diese Form aber für eine dramatische Entwicklung.
Klangfarben
Die Klangfarben des Songs sind entscheidend für seine Bedeutung. Dylans Stimme klingt nicht wie eine neutrale Erzählerstimme, sondern fordernd, ironisch, manchmal spöttisch und zugleich verletzlich. Die Orgel verleiht dem Song eine fast hymnische Qualität. Die Gitarre bringt Schärfe und Bewegung. Das Zusammenspiel erzeugt einen Klang, der nicht einfach nur begleitet, sondern selbst kommentiert.
Rhythmus und Energie
Der Rhythmus trägt den Text nach vorn. Die Band spielt mit einem Druck, der zum Thema des Kontrollverlusts passt. Der Song wirkt wie eine Bewegung ohne sicheren Halt. Dadurch wird das Bild des „rolling stone“ musikalisch erfahrbar: Etwas ist in Bewegung geraten, ohne dass klar ist, wohin es führt.
Textanalyse ohne Vollzitat
Die Textanalyse von „Like a Rolling Stone“ arbeitet mit Figuren, Perspektiven und Motiven. Im Zentrum steht eine angesprochene Figur, häufig als Miss Lonely bezeichnet. Diese Figur scheint früher gesellschaftliche Sicherheit, Privilegien und Anerkennung besessen zu haben. Im Verlauf des Songs wird sie mit Verlust, Orientierungslosigkeit und einer neuen Form von Freiheit konfrontiert.
Wichtig ist, dass der Song nicht einfach eine eindeutige Moral erzählt. Die Stimme des Songs kann hart, anklagend und ironisch wirken. Gleichzeitig eröffnet der Verlust von Status auch eine andere Perspektive: Wer nichts mehr zu verteidigen hat, kann sich von Masken und Erwartungen lösen. Diese Spannung zwischen Demütigung und Befreiung macht den Song interpretatorisch stark.
Die angesprochene Figur
Die Figur wird nicht wie eine realistische Romanfigur vollständig erklärt. Sie bleibt offen, typisiert und symbolisch. Dadurch kann sie für verschiedene Deutungen stehen: für eine Person aus einer privilegierten Welt, für eine Generation im Umbruch, für den Künstler selbst oder für Menschen, die ihre sozialen Rollen verlieren. Eine gute Interpretation legt sich nicht vorschnell auf eine einzige biografische Erklärung fest.
Erzählhaltung
Die Erzählhaltung ist ungewöhnlich direkt. Der Song spricht die Figur an und zwingt sie zur Selbstwahrnehmung. Diese direkte Anrede erzeugt Nähe und Druck. Die hörende Person kann sich der Frage nicht vollständig entziehen, weil der Song die Grenze zwischen Figur, Sänger und Publikum verschiebt. Dadurch wird aus einer scheinbar fremden Geschichte eine allgemeine Erfahrung von Unsicherheit, Verlust und Neubeginn.
Refrain und Wiederholung
Der Refrain ist ein zentrales Strukturelement. Er wiederholt nicht nur eine eingängige Formel, sondern verändert seine Wirkung durch den jeweiligen Strophenkontext. Nach jeder neuen Beschreibung klingt die wiederkehrende Frage anders: mal höhnisch, mal befreiend, mal existenziell. Wiederholung bedeutet hier nicht Stillstand, sondern Vertiefung.
Zentrale Motive
- Entwurzelung: Die Figur verliert vertraute Sicherheiten und muss sich in einer neuen Wirklichkeit orientieren.
- Freiheit: Der Verlust gesellschaftlicher Masken kann als Krise, aber auch als Möglichkeit verstanden werden.
- Ironie: Die Stimme schwankt zwischen Spott, Diagnose und existenzieller Frage.
- Sozialkritik: Der Song kritisiert Statusdenken, oberflächliche Bildung, Privilegien und Selbsttäuschung.
- Identität: Die Frage nach dem eigenen Selbst wird wichtiger als äußere Anerkennung.
- Bewegung: Das Bild des rollenden Steins verweist auf Unterwegssein, Heimatlosigkeit und Veränderung.
- Amerikanische Musikgeschichte: Der Song verbindet Folk, Blues, Rockmusik und literarische Traditionen.
Poetische Verfahren
Dylans Songwriting arbeitet mit einer Reihe poetischer Verfahren, die auch aus der Lyrikanalyse bekannt sind. Dazu gehören Wiederholung, Metapher, Symbol, Ironie, direkte Anrede, erzählerische Steigerung und offene Bildräume. Die Sprache ist nicht nur schmückend, sondern erzeugt Bedeutung. Sie zeigt eine Welt, in der soziale Rollen zerfallen und die Figur sich selbst neu begegnen muss.
Besonders typisch ist die Kombination aus konkreten Bildern und rätselhaften Figuren. Manche Bilder wirken wie Momentaufnahmen aus einer Großstadt, andere wie Traum- oder Albtraumszenen. Dadurch entsteht eine Spannung zwischen Alltag, Surrealismus und moralischer Befragung. Für die Analyse ist wichtig: Nicht jedes Bild muss eindeutig entschlüsselt werden. Oft liegt die Wirkung gerade in Mehrdeutigkeit.
Deutungsansätze
Eine überzeugende Deutung berücksichtigt mehrere Ebenen. Auf der persönlichen Ebene kann der Song als Geschichte eines Absturzes gelesen werden. Auf der gesellschaftlichen Ebene kritisiert er Privilegien, Status und Selbsttäuschung. Auf der künstlerischen Ebene markiert er Dylans Befreiung von Erwartungen des Folk-Publikums. Auf der mediengeschichtlichen Ebene zeigt er, dass ein Popsong länger, literarischer und kantiger sein konnte als viele kommerzielle Singles seiner Zeit.
Der Titel „Like a Rolling Stone“ spielt mit einem bekannten Bild: Ein rollender Stein setzt kein Moos an, bleibt also nicht fest an einem Ort. Diese Redensart kann positiv als Beweglichkeit oder negativ als Heimatlosigkeit verstanden werden. Dylan nutzt genau diese Ambivalenz. Der Song fragt nicht nur, wie es sich anfühlt, alles zu verlieren, sondern auch, was nach dem Verlust möglich wird.
Wirkung und Rezeption
„Like a Rolling Stone“ wurde zu einem der bekanntesten Songs von Bob Dylan und zu einem wichtigen Werk der Rockgeschichte. Der Song erreichte in den USA hohe Chartpositionen und wurde international bekannt. Besonders bedeutsam war, dass ein langer, sprachlich komplexer und nicht klassisch romantischer Song im Radio erfolgreich sein konnte. Damit veränderte er Erwartungen an die Form und den Anspruch von Pop- und Rockmusik.
Die Wirkung reicht über die Musik hinaus. Bob Dylan wurde 2016 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Diese Auszeichnung bezog sich auf seine poetische Leistung innerhalb der amerikanischen Songtradition und zeigt, dass Songtexte auch als literarische Kunst wahrgenommen werden können. „Like a Rolling Stone“ ist dafür ein besonders geeignetes Beispiel, weil der Song musikalische Energie und sprachliche Komplexität verbindet.
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Analyse des eingebetteten Videos
Das Analysevideo kann als Einstieg oder Vertiefung genutzt werden. Achte beim Anschauen besonders darauf, welche Aspekte betont werden: Bob Dylan als Künstlerfigur, der Zusammenhang mit Highway 61 Revisited, die Bedeutung des elektrischen Klangs, die Interpretation der angesprochenen Figur und der Umgang mit Dylans Bildsprache. Notiere, ob das Video stärker historisch, musikalisch oder textanalytisch argumentiert.
Eine kritische Medienanalyse fragt außerdem: Welche Beispiele werden genannt? Werden Behauptungen belegt? Wird zwischen Fakten, Deutungen und persönlichen Urteilen unterschieden? Werden alternative Interpretationen zugelassen? So lernst Du, ein Analysevideo nicht nur zu konsumieren, sondern fachlich zu prüfen.
Methodentraining: Songanalyse
Eine gute Songanalyse verbindet Hören, Lesen, Kontextwissen und Deutung. Beginne nicht mit einer fertigen Meinung, sondern sammle Beobachtungen. Beschreibe zunächst, was Du hörst: Instrumente, Tempo, Dynamik, Stimme, Form und Stimmung. Danach untersuchst Du den Text: Wer spricht? Wer wird angesprochen? Welche Bilder kehren wieder? Welche Gegensätze entstehen? Erst im Anschluss formulierst Du eine Deutung.
- Hören: Beschreibe Klang, Stimme, Instrumente und Energie des Songs.
- Struktur: Bestimme Strophen, Refrain und dramatische Entwicklung.
- Sprache: Untersuche Anrede, Metaphern, Wiederholungen und Tonfall.
- Kontext: Beziehe Folk-Rock, Newport Folk Festival und Highway 61 Revisited ein.
- Deutung: Formuliere eine These, die Musik, Text und Kontext verbindet.
- Bewertung: Begründe, warum der Song als innovativ oder wirkungsvoll gelten kann.
Fachbegriffe
| Begriff | Bedeutung im aiMOOC |
|---|---|
| Folk-Rock | Verbindung von Folk-Traditionen mit elektrischer Rockinstrumentierung. |
| Hammond-Orgel | Elektrisches Tasteninstrument, dessen Klang den Song stark prägt. |
| Refrain | Wiederkehrender Liedteil, der zentrale Fragen oder Aussagen bündelt. |
| Metapher | Sprachliches Bild, das Bedeutung überträgt. |
| Ironie | Ausdrucksweise, bei der Gesagtes und Gemeintes in Spannung stehen. |
| Lyrisches Ich | Sprecherinstanz eines poetischen Textes; bei Songs oft nicht identisch mit der realen Person des Künstlers. |
| Anrede | Direkte Ansprache einer Figur oder des Publikums. |
| Ambivalenz | Gleichzeitigkeit verschiedener, teilweise widersprüchlicher Bedeutungen. |
Unterrichtsideen
Der Song eignet sich für Musikunterricht, Deutschunterricht, Englischunterricht, Geschichte und Politische Bildung. Im Musikunterricht kann die elektrische Bandbesetzung analysiert werden. Im Deutsch- oder Englischunterricht stehen Bildsprache, Erzählhaltung und Interpretation im Mittelpunkt. In Geschichte und politischer Bildung lässt sich der Song mit den kulturellen Umbrüchen der 1960er Jahre verbinden.
Besonders produktiv ist ein fächerübergreifendes Projekt: Eine Gruppe untersucht die Musik, eine Gruppe den historischen Kontext, eine Gruppe die Sprache und eine Gruppe die mediale Rezeption. Am Ende entsteht eine gemeinsame Präsentation, in der deutlich wird, wie ein Song zu einem kulturellen Ereignis werden kann.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Auf welchem Album erschien „Like a Rolling Stone“ als Eröffnungstitel? (Highway 61 Revisited) (!Blonde on Blonde) (!The Freewheelin Bob Dylan) (!Nashville Skyline)
Was macht „Like a Rolling Stone“ für die Songanalyse besonders interessant? (Die Verbindung von elektrischem Klang und dichter Bildsprache) (!Die ausschließliche Verwendung einer Akustikgitarre) (!Die Kürze eines typischen Werbejingles) (!Der Verzicht auf einen Refrain)
Welches Instrument prägt den Klang der Aufnahme besonders deutlich? (Orgel) (!Flöte) (!Cembalo) (!Tuba)
Welcher Produzent ist mit der Aufnahme von „Like a Rolling Stone“ verbunden? (Tom Wilson) (!George Martin) (!Quincy Jones) (!Phil Spector)
Wie sollte die Figur Miss Lonely in einer sorgfältigen Analyse verstanden werden? (Als literarische Figur mit symbolischer Bedeutung) (!Als eindeutig belegte historische Einzelperson) (!Als Erzählerin des gesamten Songs) (!Als Name der Plattenfirma)
Was beschreibt das Bild des rollenden Steins besonders gut? (Entwurzelung und Bewegung) (!Völlige Ruhe und Stillstand) (!Eine feste Wohnung) (!Ein mathematisches Gesetz)
Welchen künstlerischen Wandel markiert der Song besonders deutlich? (Den Schritt vom akustischen Folk zum elektrischen Folk Rock) (!Den Wechsel von Rock zu Oper) (!Die Rückkehr zur reinen Kirchenmusik) (!Den Beginn elektronischer Tanzmusik)
Warum war die Länge des Songs für die Popgeschichte bedeutsam? (Sie überschritt übliche Erwartungen an kurze Radiosingles) (!Sie machte den Song zu einem Hörspiel) (!Sie verhinderte jede Radioausstrahlung) (!Sie war kürzer als fast alle Singles der Zeit)
Welche Deutung passt besonders gut zum Refrain des Songs? (Er verbindet Anklage mit existenzieller Selbstbefragung) (!Er erklärt sachlich eine Straßenkarte) (!Er fasst eine Liebesgeschichte glücklich zusammen) (!Er beschreibt nur ein Musikinstrument)
Was solltest Du bei einer urheberrechtlich sauberen Songanalyse vermeiden? (Das lange Abdrucken geschützter Liedtextpassagen) (!Das Beschreiben musikalischer Beobachtungen) (!Das Formulieren eigener Deutungen) (!Das Nennen des Songtitels)
Memory
| Miss Lonely | Figur des sozialen Absturzes |
| Hammond-Orgel | prägender Klang der Aufnahme |
| Highway 61 | Symbolischer Raum amerikanischer Musikgeschichte |
| Refrainfrage | wiederholter Perspektivwechsel |
| Folk-Rock | Verbindung von Folk und Rockband |
| Al Kooper | Musiker des Orgelriffs |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Anrede | direktes Du im Lied |
| Refrain | wiederkehrender Liedteil |
| Ironie | Spannung zwischen Spott und Erkenntnis |
| Orgelriff | erkennbares Klangmotiv |
| Folk Rock | elektrische Erweiterung des Folk |
Kreuzworträtsel
| Dylan | Wer schrieb und sang den Song Like a Rolling Stone? |
| Kooper | Welcher Nachname gehört zum Musiker des prägenden Orgelparts? |
| Newport | Bei welchem Folk Festival wurde Dylans elektrischer Auftritt besonders diskutiert? |
| Refrain | Wie nennt man einen wiederkehrenden Liedteil? |
| Folkrock | Welches Genre verbindet Folk mit Rockinstrumentierung? |
| Metapher | Wie heißt ein sprachliches Bild ohne direkten Vergleich? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Höreindruck: Höre den Song aufmerksam an und notiere drei Beobachtungen zu Stimme, Instrumenten und Stimmung.
- Stimmungsprofil: Zeichne eine einfache Kurve, die zeigt, wie sich die Energie des Songs von Beginn bis Ende entwickelt.
- Begriffskarte: Erstelle eine Mindmap zu den Begriffen Folk-Rock, Metapher, Refrain und Entwurzelung.
- Videonotiz: Sieh Dir das eingebettete Analysevideo an und halte fünf Aussagen fest, die Dir für eine eigene Interpretation wichtig erscheinen.
Standard
- Songanalyse: Schreibe eine strukturierte Analyse, in der Du Klang, Sprache und Wirkung des Refrains miteinander verbindest.
- Kontextrecherche: Erkläre in einem kurzen Sachtext, warum Dylans elektrische Phase für Teile des Folk-Publikums umstritten war.
- Vergleichsanalyse: Vergleiche „Like a Rolling Stone“ mit einem anderen Song der 1960er Jahre und untersuche Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Thema und Klang.
- Bildinterpretation: Analysiere eines der eingebundenen Wikimedia-Bilder und erkläre, wie es den historischen Kontext des Songs veranschaulicht.
Schwer
- Interpretationsessay: Entwickle die These, dass der Song zugleich Anklage und Befreiungserzählung ist, und belege sie mit musikalischen und sprachlichen Beobachtungen.
- Podcast: Produziere eine fünfminütige Audioanalyse, in der Du den Song kulturgeschichtlich einordnest und Deine Deutung verständlich erklärst.
- Klangexperiment: Gestalte mit digitalen Mitteln eine kurze eigene Klangskizze, die das Motiv der Entwurzelung musikalisch ausdrückt, und erläutere Deine Entscheidungen.
- Debatte: Führt eine Pro-und-Kontra-Diskussion zur Frage, ob Songtexte als Literatur gelten können, und bezieht Bob Dylans Nobelpreis in die Argumentation ein.

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Lernkontrolle
- Transferanalyse: Erkläre, wie ein heutiger Song gesellschaftliche Erwartungen ähnlich herausfordern könnte wie „Like a Rolling Stone“ im Jahr 1965.
- Perspektivwechsel: Formuliere eine kurze Interpretation aus Sicht der angesprochenen Figur und zeige, wie sich dadurch die Bewertung des Songs verändert.
- Klang und Bedeutung: Begründe, warum die elektrische Bandbesetzung nicht nur Begleitung ist, sondern zur Aussage des Songs beiträgt.
- Medienkritik: Prüfe ein Analysevideo zum Song daraufhin, ob es Fakten, Deutungen und persönliche Wertungen klar unterscheidet.
- Literaturvergleich: Vergleiche die Bildsprache des Songs mit einem Gedicht Deiner Wahl und untersuche, wie beide Texte mit Mehrdeutigkeit arbeiten.
- Kulturgeschichte: Erkläre, warum ein einzelner Popsong zum Symbol eines kulturellen Umbruchs werden kann.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Fakten wiedergibst, sondern Musik, Text und Kontext begründet miteinander verbindest.
- Sachkenntnis: Du kennst Grunddaten zu Veröffentlichung, Album, Stil und historischer Einordnung.
- Analysekompetenz: Du kannst Stimme, Instrumentierung, Form, Refrain und Klangwirkung fachlich beschreiben.
- Interpretationskompetenz: Du entwickelst eine nachvollziehbare Deutung der Figur, der Anrede und des Motivs der Entwurzelung.
- Kontextkompetenz: Du erklärst den Zusammenhang zwischen Folk-Rock, Dylan goes electric und kulturellen Umbrüchen der 1960er Jahre.
- Medienkompetenz: Du nutzt Analysevideos und Onlinequellen kritisch und unterscheidest Beobachtung, Beleg und Meinung.
- Urheberrechtsbewusstsein: Du analysierst den Song, ohne längere geschützte Textpassagen abzudrucken.
- Präsentationskompetenz: Du stellst Deine Ergebnisse verständlich, anschaulich und fachlich begründet vor.
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