Liebe vs. Red Flags - NOAH Podcast


Liebe vs. Red Flags - NOAH Podcast
Einleitung
Liebe vs. Red Flags / NOAH Podcast ist ein aiMOOC über Liebe, Beziehung, Respekt, Grenzen, Konsens, Medienkompetenz und Jugendkultur. Ausgangspunkt ist ein Video aus dem NOAH Podcast, der sich an Jugendliche und Menschen richtet, die Jugendkultur besser verstehen wollen. Das Video dient hier als Gesprächsanlass: Du lernst, wie Du zwischen gesunder Zuneigung und Warnzeichen unterscheidest, wie Du über Unsicherheit sprichst und wann Hilfe wichtig wird.
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Wichtig: Dieser aiMOOC ersetzt keine persönliche Beratung. Wenn Du Dich bedroht fühlst, Angst hast oder jemand Deine Grenzen verletzt, sprich mit einer Vertrauensperson, der Schulsozialarbeit, einer Beratungsstelle oder rufe in akuter Gefahr den Notruf.
Was bedeutet Liebe?
Liebe kann romantisch, freundschaftlich, familiär oder solidarisch sein. In einer gesunden romantischen Beziehung geht es nicht darum, Besitz über eine Person zu haben. Liebe zeigt sich eher darin, dass Menschen einander achten, zuhören, ehrlich sind, Verantwortung übernehmen und Freiräume lassen. Eine gesunde Beziehung macht nicht immer nur glücklich, aber sie sollte grundsätzlich sicher, respektvoll und freiwillig sein.
Gesunde Liebe braucht Vertrauen, Kommunikation, Empathie, Selbstwert und Grenzen. Vertrauen bedeutet nicht, dass Du alles preisgeben musst. Kommunikation bedeutet nicht, dass Du immer erreichbar sein musst. Nähe bedeutet nicht, dass Du Deine Freundschaften, Deine Hobbys oder Deine eigene Meinung aufgeben musst. Wer liebt, darf trotzdem Nein sagen, Zeit für sich brauchen und Unterstützung außerhalb der Beziehung haben.
Liebe ist nicht Kontrolle
Manche Verhaltensweisen werden in Serien, Musik, Social Media oder Gesprächen romantisiert, obwohl sie problematisch sein können. Ständige Eifersucht, Überwachung, Besitzdenken oder Druck können am Anfang wie starkes Interesse wirken, sind aber keine Beweise für Liebe. Liebe fragt, statt zu kontrollieren. Liebe respektiert Grenzen, statt sie auszutesten. Liebe nimmt ein Nein ernst, statt es in ein Vielleicht umzudeuten.
Liebe und Selbstwert
Dein Selbstwert hängt nicht davon ab, ob Dich jemand attraktiv findet, ob Du in einer Beziehung bist oder ob Du perfekt reagierst. Ein wichtiger Lernschritt ist, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen: Was tut mir gut? Was macht mir Druck? Wo fühle ich mich respektiert? Wo habe ich Angst, etwas zu sagen? Wer diese Fragen ernst nimmt, kann klarer entscheiden, welche Beziehung gesund ist.
Was sind Red Flags?
Red Flags sind Warnzeichen für Verhalten, das eine Beziehung unsicher, respektlos, manipulierend oder gefährlich machen kann. Der Begriff kommt aus dem Bild der roten Warnflagge: Sie bedeutet nicht automatisch, dass eine Beziehung sofort beendet werden muss, aber sie sagt: Schau genau hin, nimm Dein Gefühl ernst und hole Dir Unterstützung, wenn Du unsicher bist.
Typische Red Flags sind Kontrolle, Manipulation, Isolation, Druck, Beschämung, Drohungen, Grenzverletzungen oder Gewalt. Red Flags können in romantischen Beziehungen, Freundschaften, Familienbeziehungen und digitalen Kontakten vorkommen. Besonders schwierig ist, dass viele Red Flags nicht sofort offensichtlich sind. Sie beginnen manchmal als „Witz“, „Sorge“, „Eifersucht“ oder „nur eine Frage“ und werden mit der Zeit stärker.
Red Flags im Alltag
- Kontrolle: Jemand will ständig wissen, wo Du bist, mit wem Du schreibst oder was Du anziehst.
- Handy und Privatsphäre: Jemand verlangt Passwörter, liest Nachrichten oder überprüft Standortdaten.
- Isolation: Jemand redet Deine Freundschaften schlecht oder macht Dir ein schlechtes Gewissen, wenn Du Zeit mit anderen verbringst.
- Druck: Jemand drängt Dich zu Nähe, Fotos, Sexualität, Geheimnissen oder Entscheidungen, die Du nicht willst.
- Manipulation: Jemand verdreht Situationen so, dass Du Dich immer schuldig fühlst.
- Gaslighting: Jemand stellt Deine Wahrnehmung so infrage, dass Du an Dir selbst zweifelst.
- Abwertung: Jemand macht sich über Dich lustig, beleidigt Dich oder stellt Dich vor anderen bloß.
- Drohung: Jemand droht mit Trennung, Selbstverletzung, Veröffentlichung privater Inhalte oder Gewalt, um Dich zu beeinflussen.
- Love Bombing: Jemand überschüttet Dich sehr schnell mit Aufmerksamkeit, Geschenken oder Liebesversprechen und erwartet dafür Kontrolle, Nähe oder Gehorsam.
- Gewalt: Körperliche, psychische, sexualisierte oder digitale Gewalt ist niemals ein Zeichen von Liebe.
Red Flags sind keine Schuldfrage
Wenn Du Red Flags bemerkst, heißt das nicht, dass Du „zu empfindlich“ bist. Es heißt auch nicht, dass Du schuld bist, wenn Du länger in einer schwierigen Beziehung geblieben bist. Viele Menschen hoffen, dass sich jemand ändert, erinnern sich an schöne Momente oder haben Angst vor den Folgen einer Trennung. Deshalb ist es wichtig, ohne Scham über Warnzeichen sprechen zu können.
Green Flags und Yellow Flags
Green Flags sind positive Zeichen. Sie zeigen, dass eine Beziehung sicherer, respektvoller und wachstumsfähig ist. Dazu gehören Zuhören, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Humor, Fehlerkultur, Grenzen und Konsens. Eine Green Flag ist zum Beispiel, wenn jemand Deine Entscheidung akzeptiert, auch wenn sie nicht der eigenen Erwartung entspricht.
Yellow Flags sind Hinweise, die Aufmerksamkeit brauchen, aber nicht automatisch gefährlich sind. Vielleicht gibt es Missverständnisse, Unsicherheit oder unterschiedliche Erwartungen. Eine Yellow Flag kann durch ein ehrliches Gespräch, Reflexion und Veränderung bearbeitet werden. Wenn eine Person jedoch nicht zuhört, Grenzen wiederholt missachtet oder Verantwortung abwehrt, kann aus einer Yellow Flag eine Red Flag werden.
Beispiele für Green Flags
- Respekt: Deine Meinung wird ernst genommen, auch wenn Ihr nicht einer Meinung seid.
- Konsens: Nähe, Berührung, Fotos und Sexualität passieren nur freiwillig und eindeutig.
- Autonomie: Du darfst eigene Freundschaften, Hobbys, Kleidung, Ziele und Grenzen haben.
- Kommunikation: Konflikte werden angesprochen, ohne Dich zu beleidigen oder einzuschüchtern.
- Verantwortung: Jemand kann Fehler zugeben und versucht, Verhalten zu verändern.
- Sicherheit: Du fühlst Dich nicht klein, abhängig, überwacht oder bedroht.
- Gegenseitigkeit: Beide geben und nehmen, statt dass eine Person immer nachgeben muss.

Grenzen, Konsens und Nein
Grenzen beschreiben, was für Dich in Ordnung ist und was nicht. Sie können körperlich, emotional, zeitlich, digital oder sozial sein. Grenzen sind nicht unhöflich. Sie helfen, Beziehungen ehrlich und sicher zu gestalten. Wenn Du sagst „Ich möchte das nicht“, „Ich brauche Zeit“ oder „Bitte poste das nicht“, ist das eine klare Grenze.
Konsens bedeutet freiwillige, informierte und jederzeit widerrufbare Zustimmung. Konsens gilt nicht nur bei Sexualität, sondern auch bei Fotos, Chats, Berührungen, Geheimnissen und gemeinsamen Entscheidungen. Ein Ja unter Druck ist kein echtes Ja. Schweigen ist kein verlässliches Ja. Ein früheres Ja verpflichtet Dich nicht zu einem späteren Ja.
Grenzen formulieren
Hilfreich sind klare, kurze Sätze. Zum Beispiel: „Ich möchte mein Passwort nicht teilen.“ „Ich möchte heute nicht telefonieren.“ „Bitte hör auf, mich vor anderen so zu nennen.“ „Ich entscheide selbst, mit wem ich befreundet bin.“ Wenn Dein Gegenüber Deine Grenze respektiert, ist das eine Green Flag. Wenn Dein Gegenüber Dich auslacht, bestraft, überredet oder bedroht, ist das eine Red Flag.
Kommunikation in Beziehungen
Kommunikation ist mehr als Reden. Es geht um Zuhören, Nachfragen, Körpersprache, Tonfall und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Gute Kommunikation bedeutet nicht, dass Konflikte verschwinden. Sie bedeutet, dass Konflikte ohne Angst, Beschämung und Gewalt bearbeitet werden können.

Ich-Botschaften und aktives Zuhören
Ich-Botschaften helfen, eigene Gefühle auszudrücken, ohne die andere Person direkt anzugreifen. Statt „Du bist immer respektlos“ könntest Du sagen: „Ich fühle mich verletzt, wenn Du meine Nachrichten vor anderen zeigst.“ Aktives Zuhören bedeutet, nicht sofort zu verteidigen, sondern erst zu verstehen: Was hat die andere Person erlebt? Was braucht sie? Was ist mein Anteil?
Streitkultur
Eine gesunde Streitkultur erkennt man daran, dass beide Personen Pausen machen dürfen, Beleidigungen vermieden werden und Lösungen gesucht werden. Eine ungesunde Streitkultur zeigt sich, wenn jemand schreit, droht, Dinge zerstört, Dich einschüchtert, Dich ignoriert oder Dich nach einem Konflikt absichtlich emotional bestraft. Konflikte dürfen intensiv sein, aber sie dürfen nicht gefährlich werden.
Digitale Beziehungen und Social Media
Digitale Kommunikation gehört zur Jugendkultur. Chats, Sprachnachrichten, Memes, Likes, Standortfunktionen und Storys können Nähe schaffen. Sie können aber auch Druck erzeugen. In digitalen Beziehungen sind Privatsphäre, Datenschutz, Medienkompetenz und Schutz vor Cybermobbing besonders wichtig.
Digitale Red Flags
- Passwort-Druck: Jemand fordert Zugang zu Deinen Accounts.
- Standorttracking: Jemand will ständig Deinen Standort sehen und reagiert wütend, wenn Du das nicht willst.
- Kontrollnachrichten: Jemand erwartet sofortige Antworten und bestraft Dich, wenn Du nicht erreichbar bist.
- Sexting-Druck: Jemand drängt Dich zu intimen Bildern, obwohl Du unsicher bist oder Nein sagst.
- Doxing und Bloßstellung: Jemand droht, private Informationen oder Bilder zu verbreiten.
- Social Media-Kontrolle: Jemand bestimmt, wem Du folgen darfst oder welche Fotos Du posten sollst.
- Ghosting als Machtmittel: Jemand ignoriert Dich absichtlich, um Dich zu verunsichern oder zu bestrafen.
Digitale Green Flags
Digitale Green Flags sind zum Beispiel: Jemand akzeptiert, dass Du nicht sofort antwortest. Jemand fragt, bevor Fotos gepostet werden. Jemand respektiert, dass Passwörter privat bleiben. Jemand nutzt Chats nicht, um Dich zu überwachen, sondern um ehrlich und wertschätzend zu kommunizieren.
Sicherheit und Hilfe holen
Hilfe holen ist kein Verrat. Es ist ein Zeichen von Selbstschutz und Verantwortung. Besonders wichtig ist Hilfe, wenn Du Angst hast, bedroht wirst, unter Druck gesetzt wirst, private Inhalte gegen Deinen Willen geteilt werden sollen oder Gewalt vorkommt.
- Akute Gefahr: Wenn Du oder jemand anderes unmittelbar bedroht wird, wähle in Deutschland den Polizeinotruf 110 oder den Rettungsdienst 112.
- Kinder- und Jugendtelefon: Die Nummer gegen Kummer ist für Kinder und Jugendliche unter 116 111 erreichbar.
- Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: Das Hilfetelefon ist unter 116 016 erreichbar und berät Betroffene, Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte.
- Schule: Wende Dich an Schulsozialarbeit, Vertrauenslehrkräfte, Beratungslehrkräfte oder andere Erwachsene, denen Du vertraust.
- Dokumentation: Wenn es sicher ist, speichere belastende Nachrichten, Screenshots oder Zeitpunkte, damit Du Unterstützung besser erklären kannst.
- Sicherheitsplan: Überlege mit einer Vertrauensperson, wo Du hingehen kannst, wen Du anrufen kannst und welche Daten oder Gegenstände wichtig sind.
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Podcast als Lernanlass
Ein Podcast kann helfen, schwierige Themen zugänglich zu machen. Stimmen, Beispiele und Gesprächsdynamiken zeigen, wie Jugendliche über Liebe, Dating, Freundschaft, Social Media und Grenzen sprechen. Beim Lernen mit Podcasts ist es wichtig, zwischen persönlicher Meinung, Erfahrung, Fachwissen und gesellschaftlichem Kontext zu unterscheiden.
Hörstrategien
- Aktives Hören: Notiere Begriffe, Beispiele und Aussagen, die Dir auffallen.
- Perspektivwechsel: Frage Dich, welche Sichtweisen im Gespräch vorkommen und welche fehlen.
- Quellenkritik: Unterscheide zwischen persönlicher Erfahrung, allgemeiner Aussage und überprüfbarem Wissen.
- Transfer: Überlege, wie die Aussagen auf Schule, Freundeskreis, Familie oder digitale Kommunikation übertragen werden können.
- Reflexion: Prüfe, welche Aussagen Du hilfreich findest und wo Du widersprechen würdest.
Unterrichtsideen
Der aiMOOC eignet sich für Ethik, Religion, Deutsch, Gemeinschaftskunde, Sozialkunde, Psychologie, Medienbildung, Sexualpädagogik und Prävention. Er kann in Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit oder als Projektwoche genutzt werden. Besonders sinnvoll ist ein geschützter Rahmen mit klaren Gesprächsregeln: Niemand muss private Erfahrungen erzählen. Beispiele dürfen erfunden werden. Abwertende Kommentare werden nicht akzeptiert. Hilfeangebote werden sichtbar gemacht.
Gesprächsregeln
- Freiwilligkeit: Niemand muss Persönliches erzählen.
- Vertraulichkeit: Persönliche Beiträge bleiben im Raum, solange keine akute Gefahr besteht.
- Respekt: Es gibt keine Bloßstellung, kein Auslachen und keine Schuldzuweisungen.
- Sprache: Diskriminierende Begriffe werden nicht verwendet.
- Unterstützung: Wer sich belastet fühlt, darf eine Pause machen und Hilfe ansprechen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet der Begriff Red Flag in Beziehungen? (Ein Warnzeichen für respektloses, kontrollierendes oder gefährliches Verhalten) (!Ein Beweis dafür, dass jemand besonders romantisch ist) (!Eine Regel, dass jede Beziehung sofort beendet werden muss) (!Ein Zeichen, dass Eifersucht immer positiv ist)
Welche Aussage beschreibt eine Green Flag? (Jemand respektiert Deine Grenzen und hört Dir zu) (!Jemand kontrolliert Dein Handy aus Liebe) (!Jemand macht Dich vor anderen klein) (!Jemand entscheidet, mit wem Du befreundet sein darfst)
Warum ist das Kontrollieren eines Handys problematisch? (Es verletzt Vertrauen und Privatsphäre) (!Es zeigt automatisch besondere Fürsorge) (!Es ist in jeder Beziehung notwendig) (!Es ersetzt ehrliche Kommunikation)
Was bedeutet Konsens? (Freiwillige, informierte und jederzeit widerrufbare Zustimmung) (!Schweigen aus Unsicherheit) (!Einmal zustimmen und nie wieder Nein sagen dürfen) (!Druck akzeptieren, um Streit zu vermeiden)
Was kann Love Bombing sein? (Übertriebene Aufmerksamkeit, die Druck oder Abhängigkeit erzeugt) (!Eine sichere Methode, Vertrauen langsam aufzubauen) (!Ein neutrales Wort für freundliche Begrüßung) (!Ein Beweis, dass Grenzen unwichtig sind)
Welche Aussage zu Eifersucht ist gesund? (Eifersucht rechtfertigt keine Kontrolle über eine andere Person) (!Eifersucht beweist immer echte Liebe) (!Eifersucht erlaubt das Lesen fremder Nachrichten) (!Eifersucht macht Drohungen akzeptabel)
Was beschreibt Gaslighting am besten? (Manipulation, durch die jemand an der eigenen Wahrnehmung zweifeln soll) (!Ein respektvolles Gespräch über Gefühle) (!Eine klare Entschuldigung nach einem Fehler) (!Eine Methode, gemeinsam Grenzen zu vereinbaren)
Was ist ein sinnvoller erster Schritt, wenn Du Dich in einer Beziehung unsicher fühlst? (Mit einer vertrauenswürdigen Person sprechen und Unterstützung holen) (!Alle Sorgen geheim halten) (!Passwörter teilen, um Streit zu vermeiden) (!So tun, als wäre nichts passiert)
Woran erkennst Du gute Streitkultur? (Beide dürfen ausreden, Pausen machen und ohne Beleidigung sprechen) (!Eine Person entscheidet immer allein) (!Schreien zeigt, dass ein Thema wichtig ist) (!Nachrichten werden absichtlich ignoriert, um Macht zu zeigen)
Welche Rolle kann ein Podcast beim Lernen über Liebe und Red Flags spielen? (Er kann Gesprächsanlass für Reflexion und Medienkritik sein) (!Er ersetzt jede Beratung und jedes Fachwissen) (!Er macht alle Aussagen automatisch wahr) (!Er verhindert, dass man eigene Fragen stellen muss)
Memory
| Respekt | Grenzen achten |
| Konsens | Freiwillige Zustimmung |
| Kontrolle | Red Flag |
| Kommunikation | Offenes Gespräch |
| Selbstwert | Eigene Bedürfnisse ernst nehmen |
| Hilfe holen | Vertrauensperson ansprechen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Beziehungssignal |
|---|---|
| Grenzen achten | Green Flag |
| Handy kontrollieren | Red Flag |
| Zuhören | Green Flag |
| Isolation von Freunden | Red Flag |
| Druck ausüben | Red Flag |
| Fehler zugeben | Green Flag |
| Drohungen einsetzen | Red Flag |
Kreuzworträtsel
| Liebe | Was kann wachsen, wenn Menschen sich achten und freiwillig Nähe teilen? |
| Grenzen | Was zeigt, was für Dich in Ordnung ist und was nicht? |
| Konsens | Welche Zustimmung muss freiwillig und widerrufbar sein? |
| Respekt | Was zeigt, dass jemand Deine Würde und Deine Meinung achtet? |
| Kontrolle | Welche Red Flag liegt vor, wenn jemand Dein Handy überwacht? |
| Podcast | Welches Audioformat kann als Gesprächsimpuls dienen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Begriffskarte: Erstelle eine Karte mit den Begriffen Liebe, Red Flag, Green Flag, Grenze und Konsens und erkläre jeden Begriff in eigenen Worten.
- Podcast-Notizen: Höre einen Abschnitt des NOAH-Podcasts und notiere drei Aussagen, die Du wichtig findest, ohne private Erfahrungen aus Deiner Klasse zu bewerten.
- Green-Flag-Liste: Sammle zehn Verhaltensweisen, die zeigen, dass eine Beziehung respektvoll und sicher ist.
- Grenzen formulieren: Schreibe fünf kurze Sätze, mit denen Du höflich und klar eine Grenze setzen kannst.
Standard
- Fallbeispiel analysieren: Entwickle ein fiktives Chatbeispiel und markiere darin Green Flags, Yellow Flags und Red Flags.
- Rollenspiel: Spielt ein Gespräch nach, in dem eine Person eine Grenze setzt und die andere Person respektvoll reagiert.
- Medienanalyse: Untersuche eine Szene aus Serie, Musikvideo, Podcast oder Social Media und prüfe, ob problematisches Verhalten romantisiert wird.
- Hilfenetz: Recherchiere lokale und schulische Hilfsangebote und gestalte ein übersichtliches Plakat mit Kontakten und Gesprächsmöglichkeiten.
Schwer
- Präventionskampagne: Entwickle eine Kampagne für Deine Schule mit Slogan, Kurzvideoidee und drei konkreten Botschaften zu Liebe, Grenzen und Hilfe.
- Podcastkritik: Verfasse eine reflektierte Kritik zum NOAH-Podcast: Welche Aussagen sind hilfreich, welche müssten ergänzt oder differenziert werden?
- Interviewprojekt: Befrage anonym und freiwillig Mitschülerinnen und Mitschüler, welche Green Flags sie wichtig finden, und werte die Ergebnisse respektvoll aus.
- Sicherheitskonzept: Entwirf für eine fiktive betroffene Person einen sicheren Unterstützungsplan mit Vertrauensperson, Dokumentation, Beratungsstelle und Notfalloptionen.

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Lernkontrolle
- Analysekompetenz: Erkläre anhand eines fiktiven Beispiels, warum Kontrolle nicht dasselbe ist wie Fürsorge.
- Transfer: Übertrage die Begriffe Green Flag, Yellow Flag und Red Flag auf eine Freundschaftssituation und begründe Deine Zuordnung.
- Kommunikation: Formuliere ein schwieriges Beziehungsgespräch mit Ich-Botschaften und einer klaren Grenze.
- Medienkritik: Beurteile, wie Social Media Red Flags sichtbar machen, verstärken oder verharmlosen kann.
- Handlungskompetenz: Entwickle einen Plan, wie eine Person Hilfe holen kann, ohne sich zusätzlich zu gefährden.
- Perspektivwechsel: Beschreibe, wie Außenstehende unterstützen können, ohne zu drängen, zu beschämen oder die betroffene Person zu bevormunden.
Lernnachweis
- Wissensnachweis: Du erklärst die Begriffe Liebe, Red Flag, Green Flag, Yellow Flag, Grenze, Konsens und Gaslighting korrekt.
- Podcastanalyse: Du analysierst den NOAH-Podcast als Medienprodukt und unterscheidest zwischen persönlicher Meinung, Erfahrung und überprüfbarer Information.
- Fallanalyse: Du erkennst in einem fiktiven Beispiel Warnzeichen und begründest, warum sie problematisch sind.
- Kommunikationsleistung: Du formulierst respektvolle Ich-Botschaften, Grenzen und Unterstützungsangebote.
- Transferleistung: Du überträgst das Gelernte auf digitale Kommunikation, Freundschaften und Schulalltag.
- Präventionsprodukt: Du erstellst ein Plakat, Audio, Video, Infoblatt oder eine Präsentation, die andere Jugendliche stärkt.
- Reflexion: Du beschreibst, was Du künftig in Beziehungen beachten willst und wo Du Unterstützung findest.
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