Lesetagebuch führen - aiMOOC


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Lesetagebuch führen
Einleitung
Ein Lesetagebuch ist ein persönliches Arbeitsheft, in dem Du eine Lektüre begleitest. Du hältst fest, was Du gelesen hast, wie Du den Text verstehst, welche Fragen entstehen und welche Gedanken, Gefühle oder Bilder beim Lesen auftauchen. Ein gutes Lesetagebuch ist mehr als eine Sammlung von Inhaltsangaben: Es verbindet Textverständnis, Lesestrategien, Schreiben, Reflexion und kreative Gestaltung.
Beim Führen eines Lesetagebuchs lernst Du, genauer zu lesen. Du erkennst wichtige Stellen, beschreibst Figuren, untersuchst Handlung, Erzählperspektive, Sprache und Themen eines Textes. Außerdem entwickelst Du eigene Deutungen und belegst sie mit Zitaten oder Textbelegen. Das hilft Dir im Deutschunterricht, bei Buchvorstellungen, bei literarischen Erörterungen und beim selbstständigen Lernen.

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Was ist ein Lesetagebuch?
Ein Lesetagebuch wird parallel zur Lektüre eines Textes geführt. Der Text kann ein Roman, eine Novelle, eine Kurzgeschichte, ein Drama, ein Gedicht, ein Sachtext oder ein Jugendbuch sein. In Deinem Lesetagebuch sammelst Du Einträge zu einzelnen Kapiteln, Szenen oder Sinnabschnitten. Diese Einträge können sachlich, persönlich, kreativ oder analytisch sein.
Typische Bestandteile sind Kapitelzusammenfassungen, Notizen zu Figuren, Fragen zum Text, eigene Vermutungen, Worterklärungen, Zeichnungen, Standbilder, Briefe aus Sicht einer Figur, Tagebucheinträge einer Figur, Mindmaps, Zeitleisten, Figurenkonstellationen und begründete Stellungnahmen. Entscheidend ist, dass Deine Einträge zeigen, wie Du Dich mit dem Text auseinandersetzt.
Warum führt man ein Lesetagebuch?
Ein Lesetagebuch unterstützt Dich dabei, aus dem bloßen Lesen ein bewusstes Verstehen zu machen. Wenn Du nach jedem Leseabschnitt kurz innehältst und Deine Gedanken aufschreibst, bemerkst Du Zusammenhänge, die beim schnellen Lesen leicht verloren gehen. Du erkennst wiederkehrende Motive, verstehst die Entwicklung von Figuren besser und kannst schwierige Stellen gezielt klären.
Für die Schule ist das Lesetagebuch besonders hilfreich, weil es verschiedene Kompetenzen verbindet. Du übst Lesekompetenz, Schreibkompetenz, Argumentation, Kreatives Schreiben und Medienkompetenz. Außerdem entsteht ein persönliches Lernprodukt, das zeigt, wie Du gelesen, gedacht, gestaltet und begründet hast.
Grundaufbau eines Lesetagebuchs
Ein übersichtliches Lesetagebuch braucht eine klare Ordnung. Du kannst es als Heft, Mappe, digitales Dokument, Blog, E-Portfolio oder Lernplattform-Beitrag führen. Wichtig ist, dass jede Seite eindeutig zugeordnet werden kann.
- Deckblatt: Notiere Titel, Autorin oder Autor, Erscheinungsjahr, Dein Name, Klasse, Zeitraum der Lektüre und eine passende Gestaltung.
- Inhaltsverzeichnis: Lege eine Übersicht über Deine Einträge an, damit man schnell erkennt, welche Kapitel oder Aufgaben bearbeitet wurden.
- Leseplan: Teile die Lektüre in sinnvolle Abschnitte ein und halte fest, wann Du welchen Abschnitt lesen möchtest.
- Kapitelnotiz: Schreibe zu jedem Abschnitt eine kurze Zusammenfassung, wichtige Figuren, Orte, Konflikte und Fragen auf.
- Textbeleg: Belege wichtige Aussagen mit Seitenzahl, Kapitelangabe oder einer kurzen zitierten Textstelle.
- Reflexion: Notiere persönliche Eindrücke, Irritationen, Bewertungen und neue Erkenntnisse.
- Kreativer Beitrag: Ergänze passende gestalterische Aufgaben, zum Beispiel eine Zeichnung, einen Brief, eine Collage oder eine Szene.
- Abschlussreflexion: Bewerte am Ende, was Du verstanden hast, was offen geblieben ist und was die Lektüre für Dich bedeutet.

Vor dem Lesen: Erwartungen und Vorwissen
Ein gutes Lesetagebuch beginnt nicht erst nach dem ersten Kapitel. Schon vor dem Lesen kannst Du wichtige Vorarbeit leisten. Schau Dir Titel, Cover, Klappentext, Kapitelüberschriften und gegebenenfalls Informationen zur Autorin oder zum Autor an. Aus diesen Hinweisen entwickelst Du Leseerwartungen.
Du kannst zum Beispiel überlegen, welches Genre der Text hat, welche Themen vorkommen könnten und welche Fragen Dich interessieren. Wenn Du bereits etwas über die Zeit, den Ort oder das Problem des Textes weißt, notierst Du Dein Vorwissen. So entsteht ein Ausgangspunkt, mit dem Du später vergleichen kannst: Haben sich Deine Erwartungen bestätigt oder verändert?
Während des Lesens: Beobachten, Markieren, Fragen
Während des Lesens arbeitest Du aktiv mit dem Text. Du markierst wichtige Stellen, notierst unbekannte Wörter, formulierst Fragen und hältst spontane Reaktionen fest. Dabei solltest Du nicht jedes Detail aufschreiben. Wähle aus, was für das Verständnis wirklich wichtig ist.
Hilfreich ist eine feste Struktur für jeden Leseabschnitt. Du kannst zuerst knapp zusammenfassen, was passiert. Danach notierst Du wichtige Veränderungen bei Figuren, Konflikten oder Beziehungen. Anschließend formulierst Du eigene Fragen und Deutungen. Wenn Dir eine Stelle besonders wichtig erscheint, ergänzt Du einen Textbeleg. So wird Dein Lesetagebuch nachvollziehbar und genau.
Nach dem Lesen: Deuten, Bewerten, Weiterdenken
Nach dem Lesen geht es darum, die Lektüre als Ganzes zu verstehen. Du untersuchst, welche Entwicklung die Hauptfigur durchläuft, wie Konflikte gelöst oder offengelassen werden und welche Aussage der Text haben könnte. Dabei darfst Du eigene Meinungen einbringen, musst sie aber begründen.
Eine gute Abschlussreflexion verbindet persönliche Wirkung und Textanalyse. Du kannst schreiben, welche Szene Dich besonders beschäftigt hat, welche Figur Du überzeugend oder problematisch findest, wie die Sprache wirkt und welche Fragen der Text an die Gesellschaft, an Freundschaft, Familie, Verantwortung, Gerechtigkeit oder Identität stellt. Dadurch wird aus dem Lesetagebuch ein Werkzeug der Literaturinterpretation.
Mögliche Eintragsformen
Ein Lesetagebuch darf abwechslungsreich sein. Unterschiedliche Eintragsformen helfen Dir, den Text aus verschiedenen Blickwinkeln zu erschließen.
- Inhaltsangabe: Fasse einen Abschnitt sachlich, knapp und im Präsens zusammen.
- Figurensteckbrief: Beschreibe Aussehen, Verhalten, Ziele, Beziehungen und Entwicklung einer Figur.
- Figurenkonstellation: Stelle Beziehungen, Konflikte, Nähe und Distanz zwischen Figuren grafisch dar.
- Zitatensammlung: Sammle wichtige Textstellen und erkläre, warum sie bedeutsam sind.
- Tagebucheintrag: Schreibe aus der Sicht einer Figur über ein wichtiges Ereignis.
- Brief: Formuliere einen Brief von einer Figur an eine andere Figur.
- Innerer Monolog: Zeige Gedanken und Gefühle einer Figur in einer Schlüsselszene.
- Comic: Verwandle eine Szene in eine kurze Bildfolge mit Sprechblasen.
- Mindmap: Ordne zentrale Themen, Motive und Konflikte.
- Rezension: Bewerte die Lektüre begründet für andere Leserinnen und Leser.

Textbelege richtig nutzen
Ein Textbeleg macht Deine Beobachtung überprüfbar. Wenn Du behauptest, dass eine Figur ängstlich, mutig, unsicher oder widersprüchlich handelt, solltest Du eine passende Textstelle angeben. Ein Textbeleg kann ein kurzes Zitat sein oder eine genaue Stellenangabe mit Erklärung.
Wichtig ist, dass Du den Textbeleg nicht einfach stehen lässt. Er muss erklärt werden. Schreibe also nicht nur eine Textstelle ab, sondern erläutere, was sie zeigt. Ein sinnvoller Dreischritt lautet: Behauptung, Beleg, Erklärung. Dadurch wird Deine Deutung klarer und überzeugender.
Sprache und Stil beobachten
Viele Lernende achten im Lesetagebuch zuerst auf die Handlung. Das ist wichtig, aber nicht genug. Auch die Sprache des Textes verdient Aufmerksamkeit. Frage Dich, ob die Sätze eher kurz oder lang sind, ob die Sprache sachlich, poetisch, humorvoll, bedrohlich oder umgangssprachlich wirkt. Achte auf Metaphern, Vergleiche, Wiederholungen, auffällige Wörter und besondere Erzählweisen.
Die Erzählperspektive ist ebenfalls wichtig. Wird aus der Ich-Perspektive erzählt, bist Du nah an den Gedanken einer Figur. Bei einer personalen Erzählweise nimmst Du die Welt meist durch eine bestimmte Figur wahr. Ein auktorialer Erzähler kann dagegen Überblick, Kommentare oder Vorausdeutungen geben. Wenn Du solche Beobachtungen festhältst, wird Dein Lesetagebuch analytischer.
Häufige Fehler vermeiden
Ein schwaches Lesetagebuch besteht oft nur aus Inhaltsangaben. Dann sieht man zwar, was passiert ist, aber nicht, was Du verstanden hast. Ein anderer Fehler ist zu viel Nacherzählung ohne Auswahl. Auch unklare Seitenangaben, fehlende Überschriften, unleserliche Gestaltung und unbegründete Meinungen machen das Lesetagebuch weniger überzeugend.
Besser ist es, regelmäßig kurze, durchdachte Einträge zu schreiben. Formuliere eigene Fragen, begründe Deine Meinung und nutze Textbelege. Achte auf eine klare Ordnung und schreibe so, dass eine andere Person Deinen Denkweg nachvollziehen kann.
Bewertungskriterien für ein gutes Lesetagebuch
Ein Lesetagebuch kann nach mehreren Kriterien bewertet werden. Inhaltlich zählt, ob Du die Lektüre verstanden hast und wichtige Aspekte auswählst. Methodisch zählt, ob Du sinnvoll zusammenfasst, Textbelege nutzt und eigene Deutungen entwickelst. Sprachlich zählt, ob Deine Texte verständlich, korrekt und passend formuliert sind. Gestalterisch zählt, ob Dein Heft oder digitales Produkt übersichtlich und sorgfältig aufgebaut ist.
Besonders überzeugend ist ein Lesetagebuch, wenn es zeigt, dass Du selbstständig denkst. Es geht nicht darum, die Meinung der Lehrkraft zu erraten. Es geht darum, Deine Sicht auf die Lektüre nachvollziehbar zu entwickeln und mit dem Text zu verbinden.
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Digitale Formen des Lesetagebuchs
Ein Lesetagebuch kann auch digital geführt werden. Möglich sind Textdokumente, Präsentationen, Audioaufnahmen, Videotagebücher, digitale Pinnwände oder E-Portfolios. Digitale Formen bieten Chancen: Du kannst Bilder, eigene Tonaufnahmen, kurze Videos, Links zu Hintergrundinformationen und kreative Layouts einbinden.
Trotzdem gelten dieselben Grundregeln: Der Inhalt muss zum Text passen, Deine Gedanken müssen nachvollziehbar sein und fremde Inhalte müssen korrekt gekennzeichnet werden. Besonders wichtig ist der verantwortungsvolle Umgang mit Urheberrecht, Datenschutz und KI-Werkzeugen. Wenn Du digitale Hilfe nutzt, solltest Du offenlegen, wofür Du sie verwendet hast, und die eigentliche Deutung selbst leisten.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Ein Lesetagebuch planen
Bevor Du beginnst, legst Du fest, wie Du arbeiten möchtest. Entscheide Dich für ein Format, richte ein Inhaltsverzeichnis ein und plane regelmäßige Lesezeiten. Lies nicht zu viel auf einmal, wenn Du danach noch sinnvoll schreiben möchtest. Ein Lesetagebuch lebt von Regelmäßigkeit.
- Leseziel: Bestimme, bis wann Du welchen Abschnitt lesen möchtest.
- Arbeitsroutine: Schreibe nach jedem Abschnitt einen kurzen Eintrag.
- Fragensammlung: Sammle offene Fragen, statt sie zu übergehen.
- Belegtechnik: Notiere Seitenzahlen sofort, damit Du wichtige Stellen wiederfindest.
- Überarbeitung: Lies Deine Einträge später noch einmal und ergänze neue Erkenntnisse.
Einen gelungenen Eintrag schreiben
Ein guter Eintrag hat eine Überschrift, eine Datums- oder Kapitelangabe und eine klare Aufgabe. Danach folgt ein Text, eine Skizze oder eine kreative Gestaltung. Wichtig ist, dass der Eintrag nicht beliebig wirkt. Er soll zeigen, worüber Du nachgedacht hast.
Ein mögliches Muster lautet: Zuerst fasst Du den Abschnitt in wenigen Sätzen zusammen. Danach beschreibst Du eine wichtige Beobachtung, zum Beispiel zu einer Figur oder einem Konflikt. Anschließend erklärst Du diese Beobachtung mit einem Textbeleg. Zum Schluss formulierst Du eine Frage, Vermutung oder persönliche Einschätzung.
Beispiel für einen Eintrag
Kapitel 3: Ein Streit verändert die Freundschaft
In diesem Kapitel geraten zwei Figuren in einen Konflikt, weil sie unterschiedliche Erwartungen aneinander haben. Die Szene zeigt, dass Freundschaft nicht nur aus gemeinsamen Erlebnissen besteht, sondern auch aus Vertrauen und Ehrlichkeit. Besonders auffällig ist, dass die Hauptfigur zunächst schweigt, obwohl sie verletzt ist. Das deutet darauf hin, dass sie Angst vor Ablehnung hat. Ein passender Textbeleg wäre eine Stelle, in der ihr Zögern oder ihre Unsicherheit deutlich wird. Ich frage mich, ob der Streit später offen geklärt wird oder ob er die Beziehung dauerhaft verändert.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist ein Lesetagebuch? (Ein persönliches Begleitheft zu einer Lektüre) (!Eine Liste aller Bücher einer Bibliothek) (!Ein Wörterbuch für schwierige Begriffe) (!Ein reines Abschreiben des Buchtextes)
Was gehört besonders häufig in ein Lesetagebuch? (Zusammenfassungen, Fragen, Eindrücke und Textbelege) (!Nur die Biografie der Lehrkraft) (!Nur das Inhaltsverzeichnis des Buches) (!Nur auswendig gelernte Jahreszahlen)
Warum sind Textbelege wichtig? (Sie machen Deutungen überprüfbar) (!Sie ersetzen jede eigene Meinung) (!Sie verhindern kreatives Schreiben) (!Sie machen das Lesen überflüssig)
Welche Zeitform nutzt man meistens für eine Inhaltsangabe? (Präsens) (!Futur II) (!Plusquamperfekt) (!Imperativ)
Was zeigt eine Figurenkonstellation? (Beziehungen zwischen Figuren) (!Die Seitenzahl des letzten Kapitels) (!Die Druckkosten eines Buches) (!Die alphabetische Ordnung aller Wörter)
Welche Frage passt zur Reflexion im Lesetagebuch? (Was hat die Lektüre bei mir ausgelöst?) (!Wie viele Buchstaben hat der Titel?) (!Welche Farbe hat der Einband genau?) (!Wie schwer ist das Buch in Gramm?)
Was ist ein häufiger Fehler beim Lesetagebuch? (Nur den Inhalt nacherzählen) (!Eigene Fragen formulieren) (!Textstellen erklären) (!Regelmäßig Einträge schreiben)
Was bedeutet Leseerwartung? (Eine begründete Vermutung vor dem Lesen) (!Eine endgültige Interpretation nach der Prüfung) (!Eine Liste fremder Lösungen) (!Eine Abschrift des Klappentextes ohne Gedanken)
Was macht einen kreativen Eintrag sinnvoll? (Er passt zur Lektüre und vertieft das Verständnis) (!Er hat keinen Bezug zum Text) (!Er ersetzt alle anderen Aufgaben) (!Er vermeidet jede Aussage über Figuren)
Was sollte am Ende eines Lesetagebuchs stehen? (Eine begründete Abschlussreflexion) (!Eine zufällige Einkaufsliste) (!Eine leere Seite ohne Kommentar) (!Eine Sammlung unklarer Abkürzungen)
Memory
| Lesetagebuch | Persönliche Begleitung einer Lektüre |
| Textbeleg | Genaues Zitat mit Fundstelle |
| Figurennetz | Beziehungen zwischen Figuren |
| Lesestrategie | Plan zum besseren Verstehen |
| Reflexion | Nachdenken über eigene Leseerfahrung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Funktion im Lesetagebuch |
|---|---|
| Leseerwartung | Vor dem Lesen Vermutungen festhalten |
| Kapitelnotiz | Nach einem Abschnitt Wichtiges sichern |
| Textbeleg | Eine Deutung am Text nachweisen |
| Figurenanalyse | Eigenschaften und Entwicklung untersuchen |
| Abschlussreflexion | Die gesamte Lektüre bewerten |
Kreuzworträtsel
| Lesen | Welche Tätigkeit steht am Anfang jedes Lesetagebuchs? |
| Beleg | Wie nennt man einen Nachweis aus dem Text? |
| Figur | Wie nennt man eine handelnde Person in einer Erzählung? |
| Kapitel | Wie heißt ein größerer Abschnitt in vielen Büchern? |
| Deutung | Wie nennt man eine begründete Interpretation? |
| Reflexion | Wie nennt man das Nachdenken über das eigene Lernen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Lesestart: Gestalte ein Deckblatt zu Deiner aktuellen Lektüre. Erkläre darunter in fünf Sätzen, welche Erwartungen Du an den Text hast.
- Kapitelzusammenfassung: Schreibe zu einem Kapitel eine sachliche Zusammenfassung im Präsens. Achte darauf, nur das Wichtigste auszuwählen.
- Fragensammlung: Notiere nach einem Leseabschnitt fünf Fragen, die Dir beim Lesen gekommen sind. Markiere die Frage, die für das weitere Verständnis am wichtigsten ist.
- Lieblingsstelle: Wähle eine Textstelle, die Dir besonders auffällt. Schreibe ab, wo sie steht, und erkläre, warum Du sie ausgewählt hast.
Standard
- Figurensteckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu einer Hauptfigur. Ergänze Eigenschaften, Ziele, Konflikte und passende Textbelege.
- Figurenkonstellation: Zeichne ein Beziehungsnetz der wichtigsten Figuren. Nutze Linien, Symbole oder Farben und erkläre Deine Darstellung schriftlich.
- Innerer Monolog: Schreibe einen inneren Monolog aus Sicht einer Figur in einer wichtigen Szene. Achte darauf, dass Gedanken und Gefühle zur Situation passen.
- Rezension: Verfasse eine kurze Rezension zur Lektüre. Begründe, für welche Zielgruppe das Buch geeignet oder nicht geeignet ist.
Schwer
- Literaturinterpretation: Untersuche ein zentrales Motiv der Lektüre und zeige mit Textbelegen, wie es sich im Verlauf verändert.
- Perspektivwechsel: Schreibe eine Szene aus der Sicht einer Nebenfigur neu. Erkläre anschließend, wie sich dadurch die Wirkung der Szene verändert.
- Vergleich: Vergleiche eine Figur aus der Lektüre mit einer Figur aus einem anderen Buch, Film oder Theaterstück. Arbeite Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.
- Medienprojekt: Erstelle ein kurzes Audio- oder Videotagebuch zur Lektüre. Erkläre darin, wie sich Dein Verständnis des Textes während des Lesens entwickelt hat.

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Lernkontrolle
- Transferaufgabe: Erkläre, warum ein Lesetagebuch auch bei einem Sachtext sinnvoll sein kann. Entwickle dafür ein passendes Aufgabenformat.
- Deutungskompetenz: Wähle eine Figur aus einer bekannten Geschichte und zeige, wie ein Lesetagebuch helfen kann, ihre Entwicklung zu verstehen.
- Vergleichsaufgabe: Vergleiche ein Lesetagebuch mit einer klassischen Inhaltsangabe. Erkläre, welche zusätzlichen Lernchancen das Lesetagebuch bietet.
- Argumentation: Nimm begründet Stellung zu der Aussage: Ein Lesetagebuch bewertet nicht nur, was man gelesen hat, sondern auch, wie man gelesen hat.
- Problemlösung: Entwickle einen Plan für jemanden, der beim Lesen schnell den Überblick verliert. Zeige, welche Lesetagebuch-Elemente besonders helfen.
- Medienreflexion: Beurteile, welche Vor- und Nachteile ein digitales Lesetagebuch gegenüber einem handschriftlichen Lesetagebuch hat.
Lernnachweis
Bearbeite für Deinen Lernnachweis ein vollständiges Mini-Lesetagebuch zu einem selbst gewählten Textauszug oder Kapitel. Es soll eine sachliche Zusammenfassung, mindestens zwei Textbelege, eine Figurenbeobachtung, eine persönliche Reflexion und einen kreativen Beitrag enthalten. Achte darauf, dass alle Teile miteinander verbunden sind und Deine Deutung nachvollziehbar wird.
Bewertungshilfe
| Kriterium | Erfüllt | Teilweise erfüllt | Noch zu verbessern |
|---|---|---|---|
| Inhaltliches Verständnis | Der Abschnitt wird treffend erfasst und Wichtiges wird ausgewählt. | Der Abschnitt wird im Wesentlichen verstanden, aber nicht klar gewichtet. | Der Eintrag bleibt ungenau oder enthält Missverständnisse. |
| Textbelege | Aussagen werden sinnvoll mit Textstellen gestützt. | Textstellen sind vorhanden, werden aber wenig erklärt. | Belege fehlen oder passen nicht zur Aussage. |
| Reflexion | Eigene Gedanken sind begründet und mit dem Text verbunden. | Eigene Gedanken sind vorhanden, bleiben aber oberflächlich. | Persönliche Reflexion fehlt weitgehend. |
| Gestaltung | Das Lesetagebuch ist übersichtlich, sorgfältig und passend gestaltet. | Die Gestaltung ist erkennbar, aber nicht durchgehend klar. | Ordnung und Lesbarkeit erschweren das Verständnis. |
| Sprache | Die Sprache ist verständlich, korrekt und dem Thema angemessen. | Einige Formulierungen sind unklar oder fehlerhaft. | Viele sprachliche Fehler stören das Verständnis. |
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