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Leserbriefe schreiben - aiMOOC

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Leserbriefe schreiben - aiMOOC



Einleitung

Leserbriefe schreiben bedeutet, auf einen veröffentlichten Text, einen Zeitungsartikel, einen Kommentar, einen Blogbeitrag oder einen Beitrag in einem anderen Medium schriftlich zu reagieren. Ein Leserbrief ist eine persönliche, aber begründete Meinungsäußerung. Du zeigst darin, dass Du einen Ausgangstext verstanden hast, eine eigene Position entwickelst und diese mit Argumenten, Belegen und Beispielen stützt.

Ein guter Leserbrief ist mehr als ein spontaner Kommentar. Er verbindet Textverständnis, Argumentation, Adressatenorientierung, Schreibplanung und Sprachbewusstsein. In der Schule gehört das Schreiben von Leserbriefen häufig zum Bereich Deutschunterricht, Erörterung, Stellungnahme, Medienbildung und Demokratiebildung. Wer Leserbriefe schreiben kann, lernt, sich sachlich in öffentliche Debatten einzubringen.

Datei:Offene Antwort auf einen Leserbrief (1946).jpg

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Was ist ein Leserbrief?

Ein Leserbrief ist eine schriftliche Reaktion auf einen bereits veröffentlichten Beitrag. Meist bezieht er sich auf einen Zeitungsartikel, einen Kommentar, ein Interview, einen Bericht, einen Online-Artikel oder einen Beitrag in einer Zeitschrift. Der Leserbrief kann zustimmen, widersprechen, ergänzen, kritisieren, richtigstellen oder einen neuen Blickwinkel einbringen.

Wichtig ist: Ein Leserbrief richtet sich nicht nur an die ursprüngliche Autorin oder den ursprünglichen Autor. Er richtet sich auch an die Redaktion und an die Leserschaft. Deshalb muss er verständlich, sachlich, klar gegliedert und überzeugend formuliert sein.


Merkmale eines Leserbriefs

  1. Anlass: Der Leserbrief nimmt Bezug auf einen konkreten veröffentlichten Beitrag oder ein aktuelles Thema.
  2. Meinung: Die Schreibenden vertreten eine erkennbare eigene Position.
  3. Begründung: Die Meinung wird durch Argumente, Beispiele, Fakten oder Erfahrungen gestützt.
  4. Adressatenorientierung: Sprache und Ton passen zur Zeitung, zur Redaktion und zur Leserschaft.
  5. Sachlichkeit: Kritik wird begründet und respektvoll formuliert.
  6. Aufbau: Der Text hat Einleitung, Hauptteil und Schluss.
  7. Kürze: Leserbriefe sind meist knapp, präzise und auf das Wesentliche konzentriert.
  8. Öffentlichkeit: Ein Leserbrief kann veröffentlicht werden und nimmt damit am öffentlichen Diskurs teil.


Ziele eines Leserbriefs

Ein Leserbrief kann verschiedene Ziele verfolgen. Du kannst damit Deine Zustimmung ausdrücken, eine Gegenposition vertreten, Fehler korrigieren, ein Thema ergänzen, eine Entscheidung kritisieren, Betroffene sichtbar machen oder andere Menschen zum Nachdenken anregen. Besonders wichtig ist, dass Dein Ziel für die Lesenden klar erkennbar wird.


Der Aufbau eines Leserbriefs

Ein überzeugender Leserbrief folgt meist einem klaren Aufbau. Dieser Aufbau hilft Dir, verständlich und zielgerichtet zu schreiben.


1. Betreff oder Überschrift

Der Betreff nennt das Thema knapp. In der Schule wird häufig ein klarer Bezug zum Ausgangstext erwartet. Eine mögliche Formulierung lautet: Leserbrief zum Artikel „Mehr Fahrradwege in der Innenstadt“ vom 12. Mai.


2. Anrede

Die Anrede richtet sich an die Redaktion. Häufig passt die Formulierung: Sehr geehrte Damen und Herren. Wenn eine konkrete Redaktion oder Person angesprochen wird, kann die Anrede entsprechend angepasst werden.


3. Einleitung

In der Einleitung nennst Du den Anlass Deines Leserbriefs. Dazu gehören Titel, Erscheinungsdatum, Medium und Thema des Ausgangstextes. Außerdem kannst Du bereits andeuten, ob Du zustimmst, widersprichst oder ergänzen möchtest.

Beispiel: Mit großem Interesse habe ich den Artikel „Handys im Unterricht“ vom 7. Juni gelesen. Ich stimme der Forderung nach klaren Regeln grundsätzlich zu, halte ein vollständiges Handyverbot aber für problematisch.


4. Hauptteil

Im Hauptteil entwickelst Du Deine Argumentation. Jedes starke Argument sollte nachvollziehbar erklärt und möglichst durch ein Beispiel oder einen Beleg gestützt werden. Besonders überzeugend wirkt ein Leserbrief, wenn Du auch ein mögliches Gegenargument aufgreifst und sachlich entkräftest.

Ein hilfreiches Muster ist die Argumentationskette: Behauptung – Begründung – Beispiel – Schlussfolgerung.


5. Schluss

Der Schluss fasst Deine Position knapp zusammen. Häufig endet ein Leserbrief mit einem Appell, einer Forderung, einem Lösungsvorschlag oder einer offenen Frage. Der Schluss sollte nicht einfach wiederholen, sondern die Wirkung des Textes abrunden.


6. Grußformel und Name

Am Ende steht eine passende Grußformel, zum Beispiel Mit freundlichen Grüßen. In echten Leserbriefen folgen Name und oft auch Wohnort. In schulischen Schreibaufgaben können diese Angaben vorgegeben oder anonymisiert sein.


Vom Ausgangstext zum Leserbrief

Bevor Du schreibst, musst Du den Ausgangstext genau untersuchen. Ein Leserbrief ohne klaren Bezug zum Ausgangstext wirkt beliebig. Deshalb brauchst Du eine gute Vorbereitung.


Den Ausgangstext verstehen

Lies den Ausgangstext mindestens zweimal. Beim ersten Lesen verschaffst Du Dir einen Überblick. Beim zweiten Lesen markierst Du wichtige Aussagen, auffällige Begriffe und zentrale Argumente. Achte besonders darauf, welche Meinung der Text vertritt, welche Beispiele genannt werden und an welcher Stelle Du zustimmen oder widersprechen möchtest.


Eigene Position finden

Nach dem Lesen entscheidest Du, wie Du Dich zum Text verhältst. Du kannst zustimmen, teilweise zustimmen, widersprechen oder einen Aspekt ergänzen. Eine starke Position ist nicht unbedingt extrem. Sie ist klar, begründet und nachvollziehbar.


Argumente sammeln und ordnen

Sammle zuerst mehrere mögliche Argumente. Prüfe dann, welche Argumente am stärksten sind. Ordne sie so, dass Deine Argumentation logisch aufgebaut ist. Häufig ist es sinnvoll, mit einem verständlichen Argument zu beginnen und mit dem stärksten Argument zu enden.


Argumentieren im Leserbrief

Ein Leserbrief lebt von überzeugenden Argumenten. Eine bloße Meinung wie Ich finde das schlecht reicht nicht aus. Du musst erklären, warum Du etwas so siehst.


Die Argumentationskette

Eine vollständige Argumentationskette besteht aus vier Teilen.

  1. Behauptung: Du formulierst Deine Aussage.
  2. Begründung: Du erklärst, warum diese Aussage stimmt.
  3. Beispiel: Du veranschaulichst die Begründung.
  4. Schlussfolgerung: Du zeigst, was daraus folgt.

Beispiel: Ein vollständiges Handyverbot an Schulen ist nicht sinnvoll, weil digitale Geräte auch Lernwerkzeuge sein können. Wenn Schülerinnen und Schüler etwa Vokabel-Apps, Lernplattformen oder digitale Wörterbücher nutzen, üben sie zugleich den verantwortungsvollen Umgang mit Technik. Deshalb brauchen Schulen klare Nutzungsregeln statt eines pauschalen Verbots.


Gute Argumente erkennen

Gute Argumente sind sachlich, verständlich, überprüfbar und relevant. Sie beziehen sich direkt auf das Thema und helfen den Lesenden, Deine Sichtweise nachzuvollziehen. Schwache Argumente sind ungenau, übertrieben, beleidigend oder nur persönliche Geschmacksurteile.


Gegenargumente einbeziehen

Besonders überzeugend ist es, ein Gegenargument aufzugreifen. Dadurch zeigst Du, dass Du die Debatte ernst nimmst. Wichtig ist, das Gegenargument fair darzustellen und anschließend sachlich zu erklären, warum Deine Position trotzdem überzeugender ist.

Beispiel: Zwar stimmt es, dass Smartphones im Unterricht ablenken können. Gerade deshalb sollten Schulen aber nicht nur verbieten, sondern Medienkompetenz vermitteln. Wer den Umgang mit digitalen Geräten nie übt, lernt auch nicht, verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen.


Sprache und Stil

Die Sprache eines Leserbriefs soll klar, höflich und überzeugend sein. Du darfst deutlich schreiben, aber Du solltest nicht beleidigen. Eine Redaktion veröffentlicht eher Texte, die sachlich formuliert sind und für andere Leserinnen und Leser interessant bleiben.


Sachlich und respektvoll schreiben

Auch wenn Du Dich ärgerst, solltest Du respektvoll bleiben. Statt Der Autor hat überhaupt keine Ahnung ist besser: Die Darstellung des Autors überzeugt mich an dieser Stelle nicht, weil wichtige Erfahrungen von Jugendlichen fehlen. So wirkst Du glaubwürdiger.


Präzise Formulierungen verwenden

Vermeide ungenaue Wörter wie immer, alle, niemand oder völlig, wenn sie nicht wirklich stimmen. Präziser ist es, Einschränkungen zu verwenden: häufig, in vielen Fällen, unter bestimmten Bedingungen oder aus meiner Sicht.


Überleitungen nutzen

Gute Überleitungen machen Deinen Gedankengang nachvollziehbar. Hilfreiche Formulierungen sind zum Beispiel: Ein weiterer wichtiger Punkt ist..., Dagegen spricht allerdings..., Besonders problematisch erscheint..., Daraus folgt... oder Aus diesem Grund....


Häufige Fehler und wie Du sie vermeidest

Viele Leserbriefe verlieren an Wirkung, weil sie zu wenig Bezug zum Ausgangstext haben, nur Behauptungen aneinanderreihen oder unsachlich werden. Wenn Du diese Fehler kennst, kannst Du sie vermeiden.


Typische Fehler

  1. Textbezug fehlt: Der Ausgangsartikel wird nicht genannt oder nur oberflächlich erwähnt.
  2. Meinung bleibt unklar: Die Lesenden erkennen nicht, wofür oder wogegen Du argumentierst.
  3. Argumentation ist lückenhaft: Behauptungen werden nicht begründet.
  4. Stil ist unsachlich: Der Text enthält Beleidigungen oder Übertreibungen.
  5. Aufbau ist unübersichtlich: Einleitung, Hauptteil und Schluss sind nicht klar erkennbar.
  6. Adressat wird vergessen: Der Text wirkt wie ein Tagebucheintrag statt wie ein öffentlicher Beitrag.


Checkliste vor der Abgabe

  1. Habe ich den Ausgangstext mit Titel, Datum und Medium genannt?
  2. Ist meine eigene Position klar?
  3. Gibt es mindestens zwei überzeugende Argumente?
  4. Habe ich Beispiele oder Belege verwendet?
  5. Ist mein Ton sachlich und respektvoll?
  6. Hat mein Text Einleitung, Hauptteil und Schluss?
  7. Endet mein Leserbrief mit einer klaren Schlussfolgerung oder einem Appell?
  8. Habe ich Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik geprüft?


Beispiel: Leserbrief mit Markierung der Bausteine

Ausgangssituation: In einer Lokalzeitung erscheint ein Artikel, der ein generelles Verbot von Smartphones an Schulen fordert.

Leserbrief:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Interesse habe ich Ihren Artikel „Smartphones raus aus der Schule“ vom 5. Mai gelesen. Ich kann gut nachvollziehen, dass digitale Geräte im Unterricht ablenken können. Ein vollständiges Verbot halte ich jedoch nicht für die richtige Lösung.

Ein generelles Verbot würde das eigentliche Problem nur verdecken. Schülerinnen und Schüler müssen lernen, digitale Medien sinnvoll zu nutzen. Wenn Smartphones ausschließlich verboten werden, fehlt die Gelegenheit, verantwortungsvolles Verhalten im Unterricht einzuüben. Gerade die Schule sollte ein Ort sein, an dem Medienkompetenz praktisch gelernt wird.

Außerdem können Smartphones den Unterricht sinnvoll unterstützen. Sie ermöglichen schnelle Recherchen, den Zugang zu Lernplattformen oder die Nutzung digitaler Wörterbücher. Natürlich braucht es klare Regeln, damit die Geräte nicht für Chats oder Spiele verwendet werden. Regeln sind aber etwas anderes als ein vollständiges Verbot.

Deshalb plädiere ich für verbindliche Nutzungsregeln statt für ein pauschales Handyverbot. Schulen sollten gemeinsam mit Lehrkräften, Eltern und Lernenden festlegen, wann Smartphones hilfreich sind und wann sie ausgeschaltet bleiben müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Eine Schülerin

Analyse: Die Einleitung nennt den Anlass. Der Hauptteil enthält mehrere Argumente mit Begründungen und Beispielen. Der Schluss formuliert eine klare Forderung. Der Ton bleibt sachlich, obwohl eine Gegenposition vertreten wird.


Schreibplan für Deinen Leserbrief

Ein Schreibplan hilft Dir, schneller und besser zu schreiben.

  1. Thema klären: Worum geht es im Ausgangstext?
  2. Position bestimmen: Stimme ich zu, widerspreche ich oder ergänze ich?
  3. Adressat beachten: An wen schreibe ich?
  4. Argumente sammeln: Welche Gründe stützen meine Meinung?
  5. Reihenfolge festlegen: Welches Argument kommt zuerst, welches zuletzt?
  6. Einleitung formulieren: Wie stelle ich den Bezug zum Ausgangstext her?
  7. Hauptteil schreiben: Wie begründe ich meine Position?
  8. Schluss entwickeln: Welchen Appell oder Lösungsvorschlag formuliere ich?
  9. Überarbeitung durchführen: Ist der Text klar, sachlich und sprachlich korrekt?


Leserbrief und Demokratie

Leserbriefe sind ein Teil öffentlicher Kommunikation. Sie ermöglichen es Bürgerinnen und Bürgern, auf Medienbeiträge zu reagieren, Kritik zu äußern und eigene Perspektiven einzubringen. Dadurch können Leserbriefe zur Meinungsbildung beitragen. In einer Demokratie ist es wichtig, dass Menschen lernen, ihre Meinung frei, aber verantwortungsvoll zu äußern.

Ein Leserbrief ist deshalb nicht nur eine schulische Schreibform. Er zeigt, wie Sprache in der Öffentlichkeit wirkt. Wer gut argumentiert, kann Debatten sachlicher machen und andere Menschen zum Nachdenken bringen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Leserbrief? (Eine schriftliche Reaktion auf einen veröffentlichten Beitrag) (!Eine frei erfundene Kurzgeschichte) (!Ein privater Tagebucheintrag) (!Eine wissenschaftliche Fußnote)




Was gehört in die Einleitung eines Leserbriefs? (Der Bezug zum Ausgangstext) (!Die vollständige Biografie des Autors) (!Eine Liste aller Zeitungsartikel) (!Eine erfundene Statistik)




Welche Reihenfolge beschreibt eine gute Argumentationskette? (Behauptung Begründung Beispiel Schlussfolgerung) (!Beispiel Grußformel Überschrift Datum) (!Anrede Schluss Hauptteil Einleitung) (!Meinung Meinung Meinung Meinung)




Warum ist Sachlichkeit im Leserbrief wichtig? (Sie macht die Argumentation glaubwürdiger) (!Sie verhindert jede eigene Meinung) (!Sie ersetzt alle Begründungen) (!Sie macht den Text automatisch länger)




Was ist ein geeignetes Ziel eines Leserbriefs? (Eine begründete Position öffentlich darstellen) (!Den Ausgangstext ohne eigene Meinung abschreiben) (!Andere Menschen persönlich beleidigen) (!Nur Rechtschreibfehler im Artikel zählen)




Welche Angabe hilft beim klaren Textbezug? (Titel und Erscheinungsdatum des Ausgangstextes) (!Lieblingsfarbe der Redaktion) (!Anzahl der Wörter im Wörterbuch) (!Name der Druckmaschine)




Was macht ein starkes Argument aus? (Es ist begründet und passt zum Thema) (!Es ist möglichst laut formuliert) (!Es besteht nur aus einer Beschimpfung) (!Es hat keinen Bezug zum Ausgangstext)




Welche Formulierung ist für einen sachlichen Leserbrief besser geeignet? (Die Darstellung überzeugt mich nicht vollständig) (!Der Autor hat keine Ahnung) (!Der Artikel ist totaler Unsinn) (!Alle Leser müssen mir zustimmen)




Was kann im Schluss eines Leserbriefs stehen? (Ein Appell oder Lösungsvorschlag) (!Eine neue lange Inhaltsangabe) (!Eine unverbundene Nebenhandlung) (!Eine geheime Notiz an Freunde)




Warum ist ein Schreibplan hilfreich? (Er ordnet Gedanken vor dem Schreiben) (!Er ersetzt das Lesen des Ausgangstextes) (!Er macht Argumente überflüssig) (!Er verhindert jede Überarbeitung)





Memory

Einleitung Bezug zum Ausgangstext
Hauptteil Argumente entfalten
Schluss Appell formulieren
Sachlichkeit Respektvoller Ton
Beleg Aussage stützen
Redaktion Empfänger des Leserbriefs





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Anlass nennen Einleitung
Position erklären Hauptteil
Beispiele einsetzen Begründung
Lösung vorschlagen Schluss
Text überarbeiten Kontrolle






Kreuzworträtsel

Anrede Wie heißt der höfliche Beginn eines Briefs?
These Wie nennt man eine zentrale Behauptung in einer Argumentation?
Beleg Was stützt eine Aussage durch Fakten oder Beispiele?
Appell Wie nennt man eine auffordernde Schlussformulierung?
Redaktion An welche Stelle einer Zeitung wird ein Leserbrief meist geschickt?
Sachlichkeit Welche Haltung vermeidet Beleidigungen und Übertreibungen?





LearningApps

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Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Leserbrief ist eine schriftliche

auf einen veröffentlichten Beitrag. In der Einleitung nennst Du den

und machst den Anlass Deines Schreibens deutlich. Im Hauptteil entwickelst Du Deine

mit Begründungen und Beispielen. Ein starkes Argument besteht aus Behauptung,

, Beispiel und Schlussfolgerung. Der Ton eines Leserbriefs sollte sachlich und

bleiben. Am Ende formulierst Du häufig einen

oder einen Lösungsvorschlag. Vor der Abgabe solltest Du Deinen Text auf Aufbau, Sprache und

prüfen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Leserbrief erkennen: Suche in einer Zeitung oder auf einer Nachrichtenseite einen Leserbrief. Notiere, auf welchen Ausgangstext er sich bezieht und welche Meinung vertreten wird.
  2. Textbezug üben: Formuliere drei verschiedene Einleitungssätze zu einem Artikel Deiner Wahl. Achte darauf, Titel, Medium und Thema einzubauen.
  3. Meinung formulieren: Schreibe fünf sachliche Sätze, mit denen Du Zustimmung, Ablehnung oder teilweise Zustimmung ausdrückst.
  4. Argumente sammeln: Erstelle zu einem aktuellen Schulthema eine Tabelle mit Gründen dafür und dagegen.


Standard

  1. Leserbrief planen: Erstelle einen Schreibplan zu einem Artikel über ein Thema aus Schule, Umwelt, Sport oder Mediennutzung.
  2. Argumentationskette schreiben: Wähle ein Argument aus und baue es vollständig mit Behauptung, Begründung, Beispiel und Schlussfolgerung aus.
  3. Gegenargument entkräften: Formuliere zu Deiner Position ein mögliches Gegenargument und entkräfte es sachlich.
  4. Leserbrief verfassen: Schreibe einen vollständigen Leserbrief zu einem Zeitungsartikel und achte auf Einleitung, Hauptteil und Schluss.


Schwer

  1. Stil überarbeiten: Überarbeite einen unsachlichen Leserbrief so, dass er höflich, klar und überzeugend wird.
  2. Perspektivwechsel: Schreibe zwei kurze Leserbriefe zum selben Thema aus unterschiedlichen Perspektiven, zum Beispiel aus Sicht einer Schülerin und eines Elternteils.
  3. Redaktionsentscheidung: Arbeite in einer Gruppe als Redaktion. Wählt aus mehreren Leserbriefen diejenigen aus, die veröffentlicht werden sollen, und begründet Eure Entscheidung.
  4. Öffentliche Debatte analysieren: Untersuche mehrere Leserkommentare oder Leserbriefe zu einem kontroversen Thema. Vergleiche Argumente, Sprache und Wirkung.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Leserbrief: Du liest einen Artikel, der ein Verbot von Klassenfahrten aus Kostengründen fordert. Entwickle eine eigene Position und verfasse einen Leserbrief, der mindestens zwei Argumentationsketten enthält.
  2. Argumente bewerten: Vergleiche drei vorgegebene Argumente zu einem Thema. Entscheide, welches Argument am stärksten ist, und begründe Deine Wahl.
  3. Adressatenorientierung prüfen: Erkläre, wie sich ein Leserbrief an eine Lokalzeitung von einem privaten Brief an eine Freundin unterscheidet.
  4. Gegenposition einbauen: Formuliere zu einem Leserbrief über Schuluniformen ein faires Gegenargument und zeige, wie man es sachlich entkräften kann.
  5. Sprachwirkung analysieren: Untersuche zwei Formulierungen mit gleicher Aussage, aber unterschiedlichem Ton. Erkläre, welche Formulierung überzeugender wirkt und warum.
  6. Demokratiebezug herstellen: Erläutere, warum Leserbriefe für öffentliche Meinungsbildung wichtig sein können und welche Verantwortung Schreibende dabei haben.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du ein kleines Portfolio zum Thema Leserbriefe schreiben. Es enthält Deinen Schreibplan, eine markierte Argumentationskette, einen vollständig ausgearbeiteten Leserbrief und eine kurze Selbstreflexion. In der Selbstreflexion beantwortest Du: Was ist mir beim Schreiben gut gelungen? Welche Stelle habe ich überarbeitet? Welches Argument wirkt besonders überzeugend? Worauf möchte ich beim nächsten Leserbrief achten?

Bewertungskriterien können sein: klarer Bezug zum Ausgangstext, erkennbare Position, überzeugende Argumente, sachlicher Stil, logischer Aufbau, sprachliche Richtigkeit und sorgfältige Überarbeitung.




OERs zum Thema

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Links


Zusammenfassung

Ein Leserbrief ist eine schriftliche Reaktion auf einen veröffentlichten Beitrag. Er braucht einen klaren Textbezug, eine erkennbare Position, überzeugende Argumente und einen sachlichen Stil. Der typische Aufbau besteht aus Anrede, Einleitung, Hauptteil, Schluss und Grußformel. Besonders wichtig sind gute Argumentationsketten aus Behauptung, Begründung, Beispiel und Schlussfolgerung. Leserbriefe trainieren nicht nur schulisches Schreiben, sondern auch demokratische Teilhabe, weil sie Menschen befähigen, sich begründet und respektvoll in öffentliche Debatten einzubringen.


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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
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  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

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  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

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Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

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  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

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  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

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  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

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THE MONKEY DANCE



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The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...

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