Leserbriefe schreiben - aiMOOC


Leserbriefe schreiben - aiMOOC
Einleitung
Leserbriefe schreiben bedeutet, auf einen veröffentlichten Text, einen Zeitungsartikel, einen Kommentar, einen Blogbeitrag oder einen Beitrag in einem anderen Medium schriftlich zu reagieren. Ein Leserbrief ist eine persönliche, aber begründete Meinungsäußerung. Du zeigst darin, dass Du einen Ausgangstext verstanden hast, eine eigene Position entwickelst und diese mit Argumenten, Belegen und Beispielen stützt.
Ein guter Leserbrief ist mehr als ein spontaner Kommentar. Er verbindet Textverständnis, Argumentation, Adressatenorientierung, Schreibplanung und Sprachbewusstsein. In der Schule gehört das Schreiben von Leserbriefen häufig zum Bereich Deutschunterricht, Erörterung, Stellungnahme, Medienbildung und Demokratiebildung. Wer Leserbriefe schreiben kann, lernt, sich sachlich in öffentliche Debatten einzubringen.
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Was ist ein Leserbrief?
Ein Leserbrief ist eine schriftliche Reaktion auf einen bereits veröffentlichten Beitrag. Meist bezieht er sich auf einen Zeitungsartikel, einen Kommentar, ein Interview, einen Bericht, einen Online-Artikel oder einen Beitrag in einer Zeitschrift. Der Leserbrief kann zustimmen, widersprechen, ergänzen, kritisieren, richtigstellen oder einen neuen Blickwinkel einbringen.
Wichtig ist: Ein Leserbrief richtet sich nicht nur an die ursprüngliche Autorin oder den ursprünglichen Autor. Er richtet sich auch an die Redaktion und an die Leserschaft. Deshalb muss er verständlich, sachlich, klar gegliedert und überzeugend formuliert sein.
Merkmale eines Leserbriefs
- Anlass: Der Leserbrief nimmt Bezug auf einen konkreten veröffentlichten Beitrag oder ein aktuelles Thema.
- Meinung: Die Schreibenden vertreten eine erkennbare eigene Position.
- Begründung: Die Meinung wird durch Argumente, Beispiele, Fakten oder Erfahrungen gestützt.
- Adressatenorientierung: Sprache und Ton passen zur Zeitung, zur Redaktion und zur Leserschaft.
- Sachlichkeit: Kritik wird begründet und respektvoll formuliert.
- Aufbau: Der Text hat Einleitung, Hauptteil und Schluss.
- Kürze: Leserbriefe sind meist knapp, präzise und auf das Wesentliche konzentriert.
- Öffentlichkeit: Ein Leserbrief kann veröffentlicht werden und nimmt damit am öffentlichen Diskurs teil.
Ziele eines Leserbriefs
Ein Leserbrief kann verschiedene Ziele verfolgen. Du kannst damit Deine Zustimmung ausdrücken, eine Gegenposition vertreten, Fehler korrigieren, ein Thema ergänzen, eine Entscheidung kritisieren, Betroffene sichtbar machen oder andere Menschen zum Nachdenken anregen. Besonders wichtig ist, dass Dein Ziel für die Lesenden klar erkennbar wird.
Der Aufbau eines Leserbriefs
Ein überzeugender Leserbrief folgt meist einem klaren Aufbau. Dieser Aufbau hilft Dir, verständlich und zielgerichtet zu schreiben.
1. Betreff oder Überschrift
Der Betreff nennt das Thema knapp. In der Schule wird häufig ein klarer Bezug zum Ausgangstext erwartet. Eine mögliche Formulierung lautet: Leserbrief zum Artikel „Mehr Fahrradwege in der Innenstadt“ vom 12. Mai.
2. Anrede
Die Anrede richtet sich an die Redaktion. Häufig passt die Formulierung: Sehr geehrte Damen und Herren. Wenn eine konkrete Redaktion oder Person angesprochen wird, kann die Anrede entsprechend angepasst werden.
3. Einleitung
In der Einleitung nennst Du den Anlass Deines Leserbriefs. Dazu gehören Titel, Erscheinungsdatum, Medium und Thema des Ausgangstextes. Außerdem kannst Du bereits andeuten, ob Du zustimmst, widersprichst oder ergänzen möchtest.
Beispiel: Mit großem Interesse habe ich den Artikel „Handys im Unterricht“ vom 7. Juni gelesen. Ich stimme der Forderung nach klaren Regeln grundsätzlich zu, halte ein vollständiges Handyverbot aber für problematisch.
4. Hauptteil
Im Hauptteil entwickelst Du Deine Argumentation. Jedes starke Argument sollte nachvollziehbar erklärt und möglichst durch ein Beispiel oder einen Beleg gestützt werden. Besonders überzeugend wirkt ein Leserbrief, wenn Du auch ein mögliches Gegenargument aufgreifst und sachlich entkräftest.
Ein hilfreiches Muster ist die Argumentationskette: Behauptung – Begründung – Beispiel – Schlussfolgerung.
5. Schluss
Der Schluss fasst Deine Position knapp zusammen. Häufig endet ein Leserbrief mit einem Appell, einer Forderung, einem Lösungsvorschlag oder einer offenen Frage. Der Schluss sollte nicht einfach wiederholen, sondern die Wirkung des Textes abrunden.
6. Grußformel und Name
Am Ende steht eine passende Grußformel, zum Beispiel Mit freundlichen Grüßen. In echten Leserbriefen folgen Name und oft auch Wohnort. In schulischen Schreibaufgaben können diese Angaben vorgegeben oder anonymisiert sein.
Vom Ausgangstext zum Leserbrief
Bevor Du schreibst, musst Du den Ausgangstext genau untersuchen. Ein Leserbrief ohne klaren Bezug zum Ausgangstext wirkt beliebig. Deshalb brauchst Du eine gute Vorbereitung.
Den Ausgangstext verstehen
Lies den Ausgangstext mindestens zweimal. Beim ersten Lesen verschaffst Du Dir einen Überblick. Beim zweiten Lesen markierst Du wichtige Aussagen, auffällige Begriffe und zentrale Argumente. Achte besonders darauf, welche Meinung der Text vertritt, welche Beispiele genannt werden und an welcher Stelle Du zustimmen oder widersprechen möchtest.
Eigene Position finden
Nach dem Lesen entscheidest Du, wie Du Dich zum Text verhältst. Du kannst zustimmen, teilweise zustimmen, widersprechen oder einen Aspekt ergänzen. Eine starke Position ist nicht unbedingt extrem. Sie ist klar, begründet und nachvollziehbar.
Argumente sammeln und ordnen
Sammle zuerst mehrere mögliche Argumente. Prüfe dann, welche Argumente am stärksten sind. Ordne sie so, dass Deine Argumentation logisch aufgebaut ist. Häufig ist es sinnvoll, mit einem verständlichen Argument zu beginnen und mit dem stärksten Argument zu enden.
Argumentieren im Leserbrief
Ein Leserbrief lebt von überzeugenden Argumenten. Eine bloße Meinung wie Ich finde das schlecht reicht nicht aus. Du musst erklären, warum Du etwas so siehst.
Die Argumentationskette
Eine vollständige Argumentationskette besteht aus vier Teilen.
- Behauptung: Du formulierst Deine Aussage.
- Begründung: Du erklärst, warum diese Aussage stimmt.
- Beispiel: Du veranschaulichst die Begründung.
- Schlussfolgerung: Du zeigst, was daraus folgt.
Beispiel: Ein vollständiges Handyverbot an Schulen ist nicht sinnvoll, weil digitale Geräte auch Lernwerkzeuge sein können. Wenn Schülerinnen und Schüler etwa Vokabel-Apps, Lernplattformen oder digitale Wörterbücher nutzen, üben sie zugleich den verantwortungsvollen Umgang mit Technik. Deshalb brauchen Schulen klare Nutzungsregeln statt eines pauschalen Verbots.
Gute Argumente erkennen
Gute Argumente sind sachlich, verständlich, überprüfbar und relevant. Sie beziehen sich direkt auf das Thema und helfen den Lesenden, Deine Sichtweise nachzuvollziehen. Schwache Argumente sind ungenau, übertrieben, beleidigend oder nur persönliche Geschmacksurteile.
Gegenargumente einbeziehen
Besonders überzeugend ist es, ein Gegenargument aufzugreifen. Dadurch zeigst Du, dass Du die Debatte ernst nimmst. Wichtig ist, das Gegenargument fair darzustellen und anschließend sachlich zu erklären, warum Deine Position trotzdem überzeugender ist.
Beispiel: Zwar stimmt es, dass Smartphones im Unterricht ablenken können. Gerade deshalb sollten Schulen aber nicht nur verbieten, sondern Medienkompetenz vermitteln. Wer den Umgang mit digitalen Geräten nie übt, lernt auch nicht, verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen.
Sprache und Stil
Die Sprache eines Leserbriefs soll klar, höflich und überzeugend sein. Du darfst deutlich schreiben, aber Du solltest nicht beleidigen. Eine Redaktion veröffentlicht eher Texte, die sachlich formuliert sind und für andere Leserinnen und Leser interessant bleiben.
Sachlich und respektvoll schreiben
Auch wenn Du Dich ärgerst, solltest Du respektvoll bleiben. Statt Der Autor hat überhaupt keine Ahnung ist besser: Die Darstellung des Autors überzeugt mich an dieser Stelle nicht, weil wichtige Erfahrungen von Jugendlichen fehlen. So wirkst Du glaubwürdiger.
Präzise Formulierungen verwenden
Vermeide ungenaue Wörter wie immer, alle, niemand oder völlig, wenn sie nicht wirklich stimmen. Präziser ist es, Einschränkungen zu verwenden: häufig, in vielen Fällen, unter bestimmten Bedingungen oder aus meiner Sicht.
Überleitungen nutzen
Gute Überleitungen machen Deinen Gedankengang nachvollziehbar. Hilfreiche Formulierungen sind zum Beispiel: Ein weiterer wichtiger Punkt ist..., Dagegen spricht allerdings..., Besonders problematisch erscheint..., Daraus folgt... oder Aus diesem Grund....
Häufige Fehler und wie Du sie vermeidest
Viele Leserbriefe verlieren an Wirkung, weil sie zu wenig Bezug zum Ausgangstext haben, nur Behauptungen aneinanderreihen oder unsachlich werden. Wenn Du diese Fehler kennst, kannst Du sie vermeiden.
Typische Fehler
- Textbezug fehlt: Der Ausgangsartikel wird nicht genannt oder nur oberflächlich erwähnt.
- Meinung bleibt unklar: Die Lesenden erkennen nicht, wofür oder wogegen Du argumentierst.
- Argumentation ist lückenhaft: Behauptungen werden nicht begründet.
- Stil ist unsachlich: Der Text enthält Beleidigungen oder Übertreibungen.
- Aufbau ist unübersichtlich: Einleitung, Hauptteil und Schluss sind nicht klar erkennbar.
- Adressat wird vergessen: Der Text wirkt wie ein Tagebucheintrag statt wie ein öffentlicher Beitrag.
Checkliste vor der Abgabe
- Habe ich den Ausgangstext mit Titel, Datum und Medium genannt?
- Ist meine eigene Position klar?
- Gibt es mindestens zwei überzeugende Argumente?
- Habe ich Beispiele oder Belege verwendet?
- Ist mein Ton sachlich und respektvoll?
- Hat mein Text Einleitung, Hauptteil und Schluss?
- Endet mein Leserbrief mit einer klaren Schlussfolgerung oder einem Appell?
- Habe ich Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik geprüft?
Beispiel: Leserbrief mit Markierung der Bausteine
Ausgangssituation: In einer Lokalzeitung erscheint ein Artikel, der ein generelles Verbot von Smartphones an Schulen fordert.
Leserbrief:
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Interesse habe ich Ihren Artikel „Smartphones raus aus der Schule“ vom 5. Mai gelesen. Ich kann gut nachvollziehen, dass digitale Geräte im Unterricht ablenken können. Ein vollständiges Verbot halte ich jedoch nicht für die richtige Lösung.
Ein generelles Verbot würde das eigentliche Problem nur verdecken. Schülerinnen und Schüler müssen lernen, digitale Medien sinnvoll zu nutzen. Wenn Smartphones ausschließlich verboten werden, fehlt die Gelegenheit, verantwortungsvolles Verhalten im Unterricht einzuüben. Gerade die Schule sollte ein Ort sein, an dem Medienkompetenz praktisch gelernt wird.
Außerdem können Smartphones den Unterricht sinnvoll unterstützen. Sie ermöglichen schnelle Recherchen, den Zugang zu Lernplattformen oder die Nutzung digitaler Wörterbücher. Natürlich braucht es klare Regeln, damit die Geräte nicht für Chats oder Spiele verwendet werden. Regeln sind aber etwas anderes als ein vollständiges Verbot.
Deshalb plädiere ich für verbindliche Nutzungsregeln statt für ein pauschales Handyverbot. Schulen sollten gemeinsam mit Lehrkräften, Eltern und Lernenden festlegen, wann Smartphones hilfreich sind und wann sie ausgeschaltet bleiben müssen.
Mit freundlichen Grüßen
Eine Schülerin
Analyse: Die Einleitung nennt den Anlass. Der Hauptteil enthält mehrere Argumente mit Begründungen und Beispielen. Der Schluss formuliert eine klare Forderung. Der Ton bleibt sachlich, obwohl eine Gegenposition vertreten wird.
Schreibplan für Deinen Leserbrief
Ein Schreibplan hilft Dir, schneller und besser zu schreiben.
- Thema klären: Worum geht es im Ausgangstext?
- Position bestimmen: Stimme ich zu, widerspreche ich oder ergänze ich?
- Adressat beachten: An wen schreibe ich?
- Argumente sammeln: Welche Gründe stützen meine Meinung?
- Reihenfolge festlegen: Welches Argument kommt zuerst, welches zuletzt?
- Einleitung formulieren: Wie stelle ich den Bezug zum Ausgangstext her?
- Hauptteil schreiben: Wie begründe ich meine Position?
- Schluss entwickeln: Welchen Appell oder Lösungsvorschlag formuliere ich?
- Überarbeitung durchführen: Ist der Text klar, sachlich und sprachlich korrekt?
Leserbrief und Demokratie
Leserbriefe sind ein Teil öffentlicher Kommunikation. Sie ermöglichen es Bürgerinnen und Bürgern, auf Medienbeiträge zu reagieren, Kritik zu äußern und eigene Perspektiven einzubringen. Dadurch können Leserbriefe zur Meinungsbildung beitragen. In einer Demokratie ist es wichtig, dass Menschen lernen, ihre Meinung frei, aber verantwortungsvoll zu äußern.
Ein Leserbrief ist deshalb nicht nur eine schulische Schreibform. Er zeigt, wie Sprache in der Öffentlichkeit wirkt. Wer gut argumentiert, kann Debatten sachlicher machen und andere Menschen zum Nachdenken bringen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist ein Leserbrief? (Eine schriftliche Reaktion auf einen veröffentlichten Beitrag) (!Eine frei erfundene Kurzgeschichte) (!Ein privater Tagebucheintrag) (!Eine wissenschaftliche Fußnote)
Was gehört in die Einleitung eines Leserbriefs? (Der Bezug zum Ausgangstext) (!Die vollständige Biografie des Autors) (!Eine Liste aller Zeitungsartikel) (!Eine erfundene Statistik)
Welche Reihenfolge beschreibt eine gute Argumentationskette? (Behauptung Begründung Beispiel Schlussfolgerung) (!Beispiel Grußformel Überschrift Datum) (!Anrede Schluss Hauptteil Einleitung) (!Meinung Meinung Meinung Meinung)
Warum ist Sachlichkeit im Leserbrief wichtig? (Sie macht die Argumentation glaubwürdiger) (!Sie verhindert jede eigene Meinung) (!Sie ersetzt alle Begründungen) (!Sie macht den Text automatisch länger)
Was ist ein geeignetes Ziel eines Leserbriefs? (Eine begründete Position öffentlich darstellen) (!Den Ausgangstext ohne eigene Meinung abschreiben) (!Andere Menschen persönlich beleidigen) (!Nur Rechtschreibfehler im Artikel zählen)
Welche Angabe hilft beim klaren Textbezug? (Titel und Erscheinungsdatum des Ausgangstextes) (!Lieblingsfarbe der Redaktion) (!Anzahl der Wörter im Wörterbuch) (!Name der Druckmaschine)
Was macht ein starkes Argument aus? (Es ist begründet und passt zum Thema) (!Es ist möglichst laut formuliert) (!Es besteht nur aus einer Beschimpfung) (!Es hat keinen Bezug zum Ausgangstext)
Welche Formulierung ist für einen sachlichen Leserbrief besser geeignet? (Die Darstellung überzeugt mich nicht vollständig) (!Der Autor hat keine Ahnung) (!Der Artikel ist totaler Unsinn) (!Alle Leser müssen mir zustimmen)
Was kann im Schluss eines Leserbriefs stehen? (Ein Appell oder Lösungsvorschlag) (!Eine neue lange Inhaltsangabe) (!Eine unverbundene Nebenhandlung) (!Eine geheime Notiz an Freunde)
Warum ist ein Schreibplan hilfreich? (Er ordnet Gedanken vor dem Schreiben) (!Er ersetzt das Lesen des Ausgangstextes) (!Er macht Argumente überflüssig) (!Er verhindert jede Überarbeitung)
Memory
| Einleitung | Bezug zum Ausgangstext |
| Hauptteil | Argumente entfalten |
| Schluss | Appell formulieren |
| Sachlichkeit | Respektvoller Ton |
| Beleg | Aussage stützen |
| Redaktion | Empfänger des Leserbriefs |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Anlass nennen | Einleitung |
| Position erklären | Hauptteil |
| Beispiele einsetzen | Begründung |
| Lösung vorschlagen | Schluss |
| Text überarbeiten | Kontrolle |
Kreuzworträtsel
| Anrede | Wie heißt der höfliche Beginn eines Briefs? |
| These | Wie nennt man eine zentrale Behauptung in einer Argumentation? |
| Beleg | Was stützt eine Aussage durch Fakten oder Beispiele? |
| Appell | Wie nennt man eine auffordernde Schlussformulierung? |
| Redaktion | An welche Stelle einer Zeitung wird ein Leserbrief meist geschickt? |
| Sachlichkeit | Welche Haltung vermeidet Beleidigungen und Übertreibungen? |
LearningApps
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Leserbrief erkennen: Suche in einer Zeitung oder auf einer Nachrichtenseite einen Leserbrief. Notiere, auf welchen Ausgangstext er sich bezieht und welche Meinung vertreten wird.
- Textbezug üben: Formuliere drei verschiedene Einleitungssätze zu einem Artikel Deiner Wahl. Achte darauf, Titel, Medium und Thema einzubauen.
- Meinung formulieren: Schreibe fünf sachliche Sätze, mit denen Du Zustimmung, Ablehnung oder teilweise Zustimmung ausdrückst.
- Argumente sammeln: Erstelle zu einem aktuellen Schulthema eine Tabelle mit Gründen dafür und dagegen.
Standard
- Leserbrief planen: Erstelle einen Schreibplan zu einem Artikel über ein Thema aus Schule, Umwelt, Sport oder Mediennutzung.
- Argumentationskette schreiben: Wähle ein Argument aus und baue es vollständig mit Behauptung, Begründung, Beispiel und Schlussfolgerung aus.
- Gegenargument entkräften: Formuliere zu Deiner Position ein mögliches Gegenargument und entkräfte es sachlich.
- Leserbrief verfassen: Schreibe einen vollständigen Leserbrief zu einem Zeitungsartikel und achte auf Einleitung, Hauptteil und Schluss.
Schwer
- Stil überarbeiten: Überarbeite einen unsachlichen Leserbrief so, dass er höflich, klar und überzeugend wird.
- Perspektivwechsel: Schreibe zwei kurze Leserbriefe zum selben Thema aus unterschiedlichen Perspektiven, zum Beispiel aus Sicht einer Schülerin und eines Elternteils.
- Redaktionsentscheidung: Arbeite in einer Gruppe als Redaktion. Wählt aus mehreren Leserbriefen diejenigen aus, die veröffentlicht werden sollen, und begründet Eure Entscheidung.
- Öffentliche Debatte analysieren: Untersuche mehrere Leserkommentare oder Leserbriefe zu einem kontroversen Thema. Vergleiche Argumente, Sprache und Wirkung.

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Lernkontrolle
- Transferaufgabe Leserbrief: Du liest einen Artikel, der ein Verbot von Klassenfahrten aus Kostengründen fordert. Entwickle eine eigene Position und verfasse einen Leserbrief, der mindestens zwei Argumentationsketten enthält.
- Argumente bewerten: Vergleiche drei vorgegebene Argumente zu einem Thema. Entscheide, welches Argument am stärksten ist, und begründe Deine Wahl.
- Adressatenorientierung prüfen: Erkläre, wie sich ein Leserbrief an eine Lokalzeitung von einem privaten Brief an eine Freundin unterscheidet.
- Gegenposition einbauen: Formuliere zu einem Leserbrief über Schuluniformen ein faires Gegenargument und zeige, wie man es sachlich entkräften kann.
- Sprachwirkung analysieren: Untersuche zwei Formulierungen mit gleicher Aussage, aber unterschiedlichem Ton. Erkläre, welche Formulierung überzeugender wirkt und warum.
- Demokratiebezug herstellen: Erläutere, warum Leserbriefe für öffentliche Meinungsbildung wichtig sein können und welche Verantwortung Schreibende dabei haben.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis erstellst Du ein kleines Portfolio zum Thema Leserbriefe schreiben. Es enthält Deinen Schreibplan, eine markierte Argumentationskette, einen vollständig ausgearbeiteten Leserbrief und eine kurze Selbstreflexion. In der Selbstreflexion beantwortest Du: Was ist mir beim Schreiben gut gelungen? Welche Stelle habe ich überarbeitet? Welches Argument wirkt besonders überzeugend? Worauf möchte ich beim nächsten Leserbrief achten?
Bewertungskriterien können sein: klarer Bezug zum Ausgangstext, erkennbare Position, überzeugende Argumente, sachlicher Stil, logischer Aufbau, sprachliche Richtigkeit und sorgfältige Überarbeitung.
OERs zum Thema
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Links
Zusammenfassung
Ein Leserbrief ist eine schriftliche Reaktion auf einen veröffentlichten Beitrag. Er braucht einen klaren Textbezug, eine erkennbare Position, überzeugende Argumente und einen sachlichen Stil. Der typische Aufbau besteht aus Anrede, Einleitung, Hauptteil, Schluss und Grußformel. Besonders wichtig sind gute Argumentationsketten aus Behauptung, Begründung, Beispiel und Schlussfolgerung. Leserbriefe trainieren nicht nur schulisches Schreiben, sondern auch demokratische Teilhabe, weil sie Menschen befähigen, sich begründet und respektvoll in öffentliche Debatten einzubringen.
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