Lösungen präsentieren - EKM


Lösungen präsentieren - EKM
Einleitung
Lösungen präsentieren - EKM ist ein aiMOOC zum professionellen, kundenorientierten Präsentieren von Lösungen in einem EKM-Lernkontext. Der Schwerpunkt liegt auf Situationen, in denen Du ein Kundenbedürfnis erkennst, passende Produkte oder Dienstleistungen auswählst und Deinen Vorschlag so erklärst, dass Kundinnen und Kunden den Kundennutzen verstehen. Der Kurs eignet sich besonders für Berufsbildung, Detailhandel, Verkaufsgespräch, Kommunikation, Präsentation und Kundenorientierung.
Eine gute Lösung ist nicht einfach ein Produkt, das Du nennen kannst. Eine gute Lösung passt zu einer konkreten Person, zu einer konkreten Situation, zu einem konkreten Budget und zu einem konkreten Ziel. Deshalb beginnt professionelles Präsentieren nicht mit dem Reden, sondern mit aktivem Zuhören, gezielten Fragen und genauer Analyse. Erst danach folgt die eigentliche Lösungspräsentation.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du vom ersten Kundenkontakt über die Bedarfsanalyse zur überzeugenden Nutzenargumentation kommst. Du übst, Einwände respektvoll aufzunehmen, Preise nachvollziehbar zu begründen, Storytelling einzusetzen und mit Feedback Deine eigene Beratung zu verbessern.
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Was bedeutet Lösungen präsentieren?
Lösungen präsentieren bedeutet, dass Du eine Empfehlung nicht zufällig, sondern begründet, verständlich und kundengerecht vorstellst. Du erklärst, welches Problem oder welches Bedürfnis Du erkannt hast, welche Lösung dazu passt und warum diese Lösung für die Kundin oder den Kunden sinnvoll ist. Dabei geht es nicht darum, möglichst viel zu reden. Entscheidend ist, dass Deine Erklärung den Kundennutzen sichtbar macht.
Eine professionelle Präsentation beantwortet aus Kundensicht drei Fragen: Was bekomme ich? Warum passt das zu mir? Was bringt mir diese Lösung konkret? Wenn Du diese drei Fragen klar beantwortest, wird aus einer bloßen Produktbeschreibung eine überzeugende Beratung.
Der Unterschied zwischen Produktmerkmal und Kundennutzen
Ein Produktmerkmal beschreibt eine Eigenschaft. Ein Kundennutzen beschreibt, was diese Eigenschaft für die Kundin oder den Kunden bedeutet. Wer nur Merkmale nennt, bleibt oft abstrakt. Wer den Nutzen erklärt, macht die Lösung greifbar.
- Produktmerkmal: Eine Jacke ist wasserabweisend.
- Kundennutzen: Du bleibst bei Regen länger trocken und kannst die Jacke auch auf dem Arbeitsweg tragen.
- Produktmerkmal: Ein Gerät hat eine lange Akkulaufzeit.
- Kundennutzen: Du kannst es den ganzen Tag nutzen, ohne ständig eine Steckdose suchen zu müssen.
- Produktmerkmal: Ein Schuh hat eine rutschfeste Sohle.
- Kundennutzen: Du gehst sicherer, besonders auf glatten Böden oder bei nassem Wetter.
Warum Bedürfnisanalyse vor Präsentation kommt
Wenn Du zu früh eine Lösung präsentierst, riskierst Du, am eigentlichen Anliegen vorbeizuberaten. Darum steht vor jeder Empfehlung die Bedürfnisanalyse. Dabei findest Du heraus, was die Kundin oder der Kunde wirklich braucht. Manchmal ist der erste Wunsch noch nicht das eigentliche Bedürfnis. Eine Person fragt vielleicht nach einem günstigen Produkt, meint aber eigentlich: „Ich brauche eine zuverlässige Lösung und möchte kein Risiko eingehen.“ Eine andere Person fragt nach einem bestimmten Modell, ist aber offen für Alternativen, wenn diese besser passen.

Aktives Zuhören hilft Dir, Aussagen richtig einzuordnen. Du hörst nicht nur auf einzelne Wörter, sondern auch auf Tonfall, Körpersprache, Unsicherheit, Dringlichkeit und unausgesprochene Erwartungen. Dadurch kannst Du die Lösung genauer begründen.
Der EKM-Prozess: Von der Situation zur Lösung
Der folgende Prozess hilft Dir, eine Lösung strukturiert zu entwickeln und überzeugend zu präsentieren. Er eignet sich für Rollenspiele, Prüfungsgespräche, reale Kundengespräche und schriftliche Lerndokumentationen.
Schritt 1: Vertrauensvolle Atmosphäre schaffen
Am Anfang steht der Erstkontakt. Eine freundliche Begrüßung, Blickkontakt, eine offene Körperhaltung und eine klare Sprache erleichtern den Einstieg. Vertrauen entsteht, wenn Kundinnen und Kunden spüren, dass Du nicht nur verkaufen, sondern wirklich verstehen willst.
Eine passende Formulierung kann sein: „Gerne schaue ich mit Ihnen gemeinsam, welche Lösung am besten passt.“ Diese Formulierung zeigt Hilfsbereitschaft, Kompetenz und Kooperation.
Schritt 2: Kundenbedürfnis klären
In der Bedarfsanalyse verwendest Du gezielte Fragetechniken. Offene Fragen helfen, mehr Informationen zu erhalten. Geschlossene Fragen helfen, eine Entscheidung einzugrenzen. Alternativfragen helfen, zwischen passenden Optionen zu wählen.
- Offene Frage: Wofür möchten Sie das Produkt hauptsächlich nutzen?
- Konkretisierungsfrage: Welche Eigenschaften sind Ihnen besonders wichtig?
- Alternativfrage: Soll die Lösung eher preisgünstig oder besonders langlebig sein?
- Kontrollfrage: Habe ich Sie richtig verstanden, dass Ihnen vor allem Komfort und einfache Bedienung wichtig sind?
Schritt 3: Passende Lösung auswählen
Erst wenn Du das Anliegen verstanden hast, wählst Du eine passende Lösung aus. Dabei vergleichst Du Kundenwunsch, Sortiment, Qualität, Preis, Verfügbarkeit, Service und mögliche Alternativen. Du solltest nicht automatisch das teuerste Produkt empfehlen, sondern die Lösung, die zum Bedarf passt. Kundenorientierung bedeutet, aus Kundensicht sinnvoll zu beraten.
Schritt 4: Kundennutzen überzeugend erklären
Die Präsentation wird stark, wenn Du die Lösung in eine klare Nutzenstruktur bringst: Eigenschaft, Vorteil, Nutzen. So entsteht eine nachvollziehbare Argumentation.
- Eigenschaft: Dieses Modell hat eine einfache Bedienoberfläche.
- Vorteil: Du findest die wichtigsten Funktionen schnell.
- Kundennutzen: Du sparst Zeit und kannst das Produkt ohne lange Einarbeitung nutzen.
Diese Struktur verhindert, dass Du nur technische Details aufzählst. Sie zeigt, warum die Lösung zur Person passt.
Schritt 5: Lösung sichtbar machen
Eine Lösung wirkt überzeugender, wenn sie erlebbar wird. Je nach Situation kannst Du ein Produkt zeigen, eine Funktion demonstrieren, einen Vergleich erklären, ein Bild nutzen oder eine kurze Alltagsszene beschreiben. Im Detailhandel sind Produktemonstration, Visualisierung und Storytelling besonders hilfreich.

Das Kommunikationsmodell zeigt: Eine Botschaft kommt nicht automatisch so an, wie sie gemeint ist. Darum brauchst Du klare Sprache, passende Beispiele und Rückfragen. Gute Präsentation bedeutet immer auch, zu prüfen, ob die Kundin oder der Kunde Dich verstanden hat.
Schritt 6: Einwände aufnehmen und Entscheidung erleichtern
Ein Einwand ist kein Angriff, sondern ein Hinweis auf ein noch offenes Bedürfnis. Wenn eine Kundin sagt: „Das ist mir zu teuer“, kann dahinter Unsicherheit, ein begrenztes Budget oder fehlender Nutzenbezug stehen. Reagiere respektvoll, frage nach und verbinde Deine Antwort wieder mit dem Nutzen.
Eine gute Reaktion kann sein: „Ich verstehe, dass der Preis wichtig ist. Darf ich Ihnen kurz zeigen, wodurch sich der Preis erklärt und welche Vorteile Sie langfristig davon haben?“ So bleibst Du freundlich, sachlich und lösungsorientiert.
Zentrale Kompetenzen
Fachkompetenz
Fachkompetenz bedeutet, dass Du Dein Sortiment, Deine Dienstleistungen, Materialien, Qualitätsunterschiede, Preise, Garantien und Serviceleistungen kennst. Ohne Fachkompetenz wirkt eine Präsentation unsicher. Mit Fachkompetenz kannst Du erklären, vergleichen und begründen.
Methodenkompetenz
Methodenkompetenz bedeutet, dass Du eine klare Vorgehensweise nutzt. Du strukturierst das Gespräch, wählst passende Fragen, ordnest Informationen und präsentierst die Lösung nachvollziehbar. Methodenkompetenz zeigt sich besonders daran, dass Du auch in ungeplanten Situationen ruhig und geordnet bleibst.
Sozialkompetenz
Sozialkompetenz bedeutet, dass Du respektvoll, aufmerksam und angemessen mit Menschen umgehst. Dazu gehören Empathie, Höflichkeit, Geduld, Konfliktfähigkeit und ein professioneller Umgang mit unterschiedlichen Kundentypen.
Selbstkompetenz
Selbstkompetenz bedeutet, dass Du Dein eigenes Verhalten reflektierst. Du erkennst, was Dir im Gespräch gelungen ist und was Du verbessern kannst. Dazu gehören Selbstreflexion, Stressmanagement, Lernbereitschaft und die Fähigkeit, Feedback anzunehmen.
Sprache bei der Lösungspräsentation
Sprache entscheidet darüber, ob eine Lösung verständlich, glaubwürdig und wertschätzend wirkt. Verwende kurze Sätze, konkrete Beispiele und kundennahe Formulierungen. Vermeide Fachwörter, wenn sie nicht erklärt werden. Sprich nicht über die Kundin oder den Kunden hinweg, sondern mit ihr oder ihm.
Gute Formulierungen
- Bedürfnisorientierung: Sie haben gesagt, dass Ihnen einfache Bedienung wichtig ist. Deshalb empfehle ich diese Lösung.
- Nutzenargumentation: Der Vorteil für Sie ist, dass Sie Zeit sparen und weniger Aufwand haben.
- Transparenz: Ich zeige Ihnen kurz den Unterschied zwischen den beiden Möglichkeiten.
- Einwandbehandlung: Ich verstehe Ihren Punkt. Lassen Sie uns prüfen, ob es eine passendere Alternative gibt.
- Abschlussorientierung: Passt diese Lösung zu dem, was Sie gesucht haben?
Ungünstige Formulierungen
Ungünstig sind Formulierungen, die Druck erzeugen, Kundinnen und Kunden abwerten oder Unsicherheit zeigen. Dazu gehören Sätze wie: „Das kaufen alle“, „Das müssen Sie nehmen“, „Da kann ich nichts machen“ oder „Das ist halt teuer“. Professioneller ist es, den Nutzen, die Alternativen und die Entscheidungsmöglichkeiten klar darzustellen.
Storytelling in der Präsentation
Storytelling bedeutet, eine Lösung in eine kurze, passende Geschichte einzubetten. Im Verkauf kann das eine Alltagsszene sein, in der die Kundin oder der Kunde erkennt, wie die Lösung praktisch hilft. Storytelling darf nicht übertrieben oder manipulativ sein. Es soll verständlich machen, nicht überreden.
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Ein Beispiel: Statt nur zu sagen, dass ein Rucksack viele Fächer hat, kannst Du sagen: „Wenn Sie morgens zur Arbeit fahren, haben Sie Laptop, Ladegerät, Flasche und Schlüssel getrennt verstaut. Dadurch finden Sie alles schneller und der Laptop ist besser geschützt.“ So wird aus einem Merkmal ein konkreter Nutzen.
Umgang mit schwierigen Situationen
Kundin oder Kunde ist unsicher
Unsicherheit zeigt sich durch zögerliche Antworten, viele Rückfragen oder widersprüchliche Aussagen. Hilfreich sind Zusammenfassungen: „Ich fasse kurz zusammen: Sie suchen eine langlebige Lösung, möchten aber im Budget bleiben. Dann vergleichen wir am besten diese zwei Möglichkeiten.“ Dadurch entsteht Orientierung.
Kundin oder Kunde ist kritisch
Kritik kann wertvolle Information enthalten. Bleibe ruhig, höre zu und vermeide Verteidigung. Frage nach: „Was genau ist Ihnen daran wichtig?“ oder „Welche Erfahrung haben Sie bisher damit gemacht?“ So kommst Du vom Widerstand zurück zur Sachebene.
Kundin oder Kunde hat ein begrenztes Budget
Ein begrenztes Budget ist kein Problem, sondern ein Beratungsrahmen. Präsentiere passende Alternativen, erkläre Unterschiede transparent und achte darauf, die Kundin oder den Kunden nicht zu beschämen. Kundenorientierung zeigt sich besonders darin, innerhalb eines Budgets eine sinnvolle Lösung zu finden.
Beispiel: Kurze Lösungspräsentation
Situation: Eine Kundin sucht einen Rucksack für den Arbeitsweg und gelegentliche kurze Reisen. Sie möchte nicht zu viel ausgeben, aber der Rucksack soll stabil sein.
Bedürfnisanalyse: Du fragst nach Nutzung, Laptopgröße, Tragekomfort, Wetter, Budget und gewünschtem Stauraum. Du erkennst: Wichtig sind Schutz, Ordnung, Komfort und ein fairer Preis.
Präsentation: „Ich empfehle Ihnen dieses Modell, weil es zu Ihren Anforderungen passt. Es hat ein gepolstertes Laptopfach, wasserabweisendes Material und breite Träger. Der Nutzen für Sie ist, dass Ihr Laptop geschützt ist, Sie auch bei Regen sicher unterwegs sind und der Rucksack auf längeren Wegen bequem bleibt. Im Vergleich zum günstigeren Modell ist er stabiler verarbeitet. Wenn Ihnen der Preis wichtig ist, kann ich Ihnen aber auch eine preisgünstigere Alternative zeigen.“
Warum ist das überzeugend? Die Präsentation nennt nicht nur Eigenschaften, sondern verbindet sie mit dem Bedarf der Kundin. Außerdem bleibt sie transparent und bietet eine Alternative.
Typische Fehler und wie Du sie vermeidest
- Zu frühe Empfehlung: Stelle zuerst Fragen, bevor Du eine Lösung präsentierst.
- Merkmalsliste: Erkläre immer den Nutzen aus Kundensicht.
- Fachsprache: Übersetze Fachbegriffe in Alltagssprache.
- Druck: Lasse Kundinnen und Kunden selbst entscheiden.
- Einwandabwehr: Nimm Bedenken ernst und frage nach.
- Unklare Struktur: Führe vom Bedarf zur Lösung und dann zum Nutzen.
- Fehlende Reflexion: Bitte um Feedback und verbessere Dein Vorgehen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was steht bei einer guten Lösungspräsentation im Mittelpunkt? (Der Kundennutzen) (!Die längste Produktbeschreibung) (!Der höchste Preis) (!Die schnellste Abschlussfrage)
Welche Frage eignet sich besonders für die Bedürfnisanalyse? (Wofür möchten Sie das Produkt hauptsächlich nutzen) (!Möchten Sie sofort bezahlen) (!Das ist doch genau richtig für Sie) (!Warum nehmen Sie nicht einfach dieses Modell)
Was ist ein Produktmerkmal? (Eine Eigenschaft eines Produkts) (!Der persönliche Vorteil des Kunden) (!Eine Beschwerde nach dem Kauf) (!Eine Abschlussfrage)
Was ist ein Einwand im Verkaufsgespräch? (Ein Hinweis auf ein noch offenes Bedenken) (!Ein sicherer Kaufabschluss) (!Eine Garantieverlängerung) (!Eine Produktkategorie)
Warum ist aktives Zuhören wichtig? (Es hilft, das tatsächliche Kundenbedürfnis zu verstehen) (!Es ersetzt jede Produktkenntnis) (!Es macht Fragen überflüssig) (!Es dient nur dazu, Gesprächspausen zu vermeiden)
Welche Struktur macht Nutzenargumentation klar? (Eigenschaft Vorteil Nutzen) (!Preis Rabatt Werbung) (!Lager Kasse Ausgang) (!Meinung Gefühl Zufall)
Was bedeutet Kundenorientierung in der Beratung? (Die Lösung am Bedarf des Kunden auszurichten) (!Immer das teuerste Produkt zu empfehlen) (!Nur die eigenen Lieblingsprodukte zu zeigen) (!Einwände möglichst schnell zu übergehen)
Wozu dient Storytelling in der Lösungspräsentation? (Es macht den Nutzen in einer Alltagssituation verständlich) (!Es ersetzt die Bedürfnisanalyse vollständig) (!Es soll Kundinnen und Kunden verwirren) (!Es ist nur für Werbung im Fernsehen geeignet)
Welche Reaktion auf den Einwand Das ist mir zu teuer ist professionell? (Ich verstehe den Punkt und zeige Ihnen gern den Nutzen und Alternativen) (!Dann ist das Produkt eben nichts für Sie) (!Das sagen alle und kaufen es trotzdem) (!Der Preis ist egal)
Was gehört zu einer guten Selbstreflexion nach dem Gespräch? (Das eigene Vorgehen anhand von Feedback und Beobachtungen verbessern) (!Nur den Kaufabschluss zählen) (!Kritische Rückmeldungen ignorieren) (!Die Verantwortung immer beim Kunden suchen)
Memory
| Kundenbedürfnis | Was die Kundin wirklich erreichen will |
| Offene Frage | Regt zu ausführlichen Antworten an |
| Aktives Zuhören | Verstehen sichern und Beziehung stärken |
| Kundennutzen | Vorteil aus Sicht des Kunden |
| Storytelling | Lösung als kurze Alltagsszene erklären |
| Einwand | Bedenken respektvoll aufnehmen |
| Produktemonstration | Funktion sichtbar und erlebbar machen |
| Abschlussfrage | Entscheidung höflich vorbereiten |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Vertrauen aufbauen | Gesprächseinstieg |
| Bedarf klären | Analysephase |
| Lösung auswählen | Beratungsphase |
| Nutzen begründen | Präsentationsphase |
| Einwand aufnehmen | Klärungsphase |
| Entscheidung sichern | Abschlussphase |
Kreuzworträtsel
| Vertrauen | Was entsteht, wenn Auftreten, Sprache und Verhalten glaubwürdig sind? |
| Bedarf | Wie nennt man den fachlich geklärten Wunsch des Kunden? |
| Nutzen | Was soll eine gute Lösung aus Kundensicht stiften? |
| Einwand | Wie nennt man ein Bedenken gegen eine vorgeschlagene Lösung? |
| Feedback | Welche Rückmeldung hilft, die Präsentation zu verbessern? |
| Sortiment | Wie nennt man die Gesamtheit der angebotenen Waren? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Beobachtungsaufgabe: Beobachte in einem Geschäft oder in einem Rollenspiel, wie eine Verkäuferin oder ein Verkäufer eine Lösung erklärt, und notiere drei gelungene Formulierungen.
- Fragen sammeln: Erstelle zehn offene Fragen, mit denen Du Kundenbedürfnisse in Deinem Ausbildungsbereich klären kannst.
- Nutzen formulieren: Wähle drei Produkte aus Deinem Alltag und formuliere zu jedem Produkt jeweils ein Merkmal, einen Vorteil und einen Kundennutzen.
- Einwand erkennen: Sammle fünf typische Einwände von Kundinnen und Kunden und schreibe dazu jeweils eine respektvolle Antwort.
Standard
- Rollenspiel: Führe mit einer Partnerin oder einem Partner ein Verkaufsgespräch, in dem Du zuerst den Bedarf klärst und dann eine passende Lösung präsentierst.
- Produktvergleich: Vergleiche zwei ähnliche Produkte und erkläre, für welche Kundensituation welches Produkt besser passt.
- Storytelling: Entwickle eine kurze Alltagsszene, mit der Du den Nutzen einer Lösung anschaulich präsentierst.
- Feedbackbogen: Erstelle einen Beobachtungsbogen mit Kriterien für eine gute Lösungspräsentation und teste ihn in einem Rollenspiel.
Schwer
- Praxisprojekt: Analysiere eine reale Beratungssituation aus Deinem Ausbildungsbetrieb und entwickle eine verbesserte Lösungspräsentation.
- Einwandbehandlung: Simuliere ein Gespräch mit einer kritischen Kundin oder einem kritischen Kunden und dokumentiere, wie Du Einwände aufnimmst und bearbeitest.
- Videoreflexion: Nimm eine eigene Lösungspräsentation als Video auf, analysiere Sprache, Struktur und Körpersprache und leite drei Verbesserungsziele ab.
- Transferaufgabe: Übertrage die Methode der Nutzenargumentation auf einen anderen Bereich, zum Beispiel Schule, Projektarbeit, Bewerbung oder Kundenservice.

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Lernkontrolle
- Fallanalyse: Eine Kundin möchte ein günstiges Produkt, braucht aber eine langlebige Lösung. Analysiere den Konflikt zwischen Preiswunsch und Qualitätsbedarf und entwickle eine faire Empfehlung.
- Beratungskonzept: Entwirf für eine vorgegebene Kundensituation einen vollständigen Gesprächsablauf vom Erstkontakt bis zur Abschlussfrage.
- Argumentationsvergleich: Vergleiche zwei Lösungspräsentationen und beurteile, welche den Kundennutzen besser sichtbar macht.
- Einwandtransfer: Wähle einen schwierigen Einwand und zeige, wie Du ihn ohne Druck, aber mit klarer Nutzenargumentation bearbeitest.
- Reflexionsaufgabe: Beschreibe eine Situation, in der eine Präsentation nicht überzeugt hat, und erkläre, welche Veränderung die Beratung verbessert hätte.
Lernnachweis
Für einen gelungenen Lernnachweis zu Lösungen präsentieren - EKM ist wichtig, dass Du nicht nur Fachwissen wiedergibst, sondern eine Beratungssituation nachvollziehbar gestalten kannst.
- Bedürfnisanalyse: Du zeigst, dass Du mit geeigneten Fragen den Bedarf klären kannst.
- Lösungsauswahl: Du begründest, warum eine Lösung zur Kundensituation passt.
- Nutzenargumentation: Du erklärst Eigenschaften, Vorteile und Kundennutzen verständlich.
- Kommunikation: Du verwendest wertschätzende Sprache, hörst aktiv zu und reagierst angemessen auf Rückfragen.
- Einwandbehandlung: Du nimmst Bedenken ernst und entwickelst passende Alternativen.
- Präsentation: Du strukturierst Deine Erklärung klar und setzt bei Bedarf Medien, Beispiele oder Demonstrationen ein.
- Reflexion: Du wertest Dein Gespräch aus und leitest konkrete Verbesserungen ab.
- Praxisbezug: Du zeigst, dass Deine Lösung in einer realistischen Kundensituation anwendbar ist.
Bewertungsraster für Präsentationen
| Kriterium | Stark erfüllt | Teilweise erfüllt | Noch zu verbessern |
|---|---|---|---|
| Bedürfnisanalyse | Bedarf wird durch passende Fragen klar ermittelt | Bedarf wird teilweise erfasst | Empfehlung erfolgt ohne ausreichende Klärung |
| Kundennutzen | Nutzen wird konkret aus Kundensicht erklärt | Nutzen wird nur allgemein beschrieben | Es werden fast nur Merkmale genannt |
| Struktur | Gespräch ist logisch vom Anliegen zur Lösung aufgebaut | Struktur ist erkennbar, aber nicht durchgehend klar | Gespräch wirkt ungeordnet |
| Sprache | Formulierungen sind verständlich, höflich und sicher | Sprache ist meist verständlich | Sprache ist unklar, zu fachlich oder unsicher |
| Einwandbehandlung | Einwände werden respektvoll aufgenommen und gelöst | Einwände werden beantwortet, aber wenig vertieft | Einwände werden übergangen oder abgewehrt |
| Reflexion | Stärken und Verbesserungen werden konkret benannt | Reflexion bleibt allgemein | Reflexion fehlt oder bleibt oberflächlich |
OERs zum Thema
Quellen und Orientierung
- Bildung Detailhandel Schweiz: Der Kurs orientiert sich am handlungskompetenzorientierten Lernbereich Kundenbedürfnis im Detailhandel analysieren und Lösungen präsentieren.
- Wikipedia: Zur Vertiefung eignen sich die Artikel Verkaufsgespräch, Aktives Zuhören, Kundenorientierung und Kundennutzen.
- Wikimedia Commons: Die eingebundenen Bilder unterstützen das Verstehen von Kundengespräch, Zuhören und Kommunikation.
Links
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