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Kostümdesign - Kunst

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Kostümdesign - Kunst




Kostümdesign - Kunst


Einleitung

Kostümdesign verbindet Kunst, Theater, Film, Mode und Handwerk. Ein Kostüm zeigt, wer eine Figur ist, wo und wann sie lebt und wie sie sich fühlt. Du entwickelst aus einer Rolle eine sichtbare Gestaltung.

Kostümentwurf für eine Theaterfigur
Kostümentwurf für eine Theaterfigur
Fach Kunst
Zielgruppe Schule, besonders Sekundarstufe I
Ergebnis Moodboard, Farbpalette, Figurine und kurzes Kostümkonzept


Lernziele

Du kannst ...

  1. eine Figur aus Text, Bild oder Szene untersuchen.
  2. Farbe, Form, Material und Oberfläche gezielt einsetzen.
  3. eine Figurine mit Stoffideen und Notizen gestalten.
  4. Funktion, Bewegung, Sicherheit und Nachhaltigkeit berücksichtigen.
  5. Deinen Entwurf begründen und überarbeiten.


Was leistet Kostümdesign?

Ein Kostüm ist mehr als Kleidung. Es unterstützt die Geschichte und macht Eigenschaften einer Figur sichtbar.

  1. Figur: Alter, Beruf, Haltung und Beziehungen werden angedeutet.
  2. Handlung: Das Kostüm muss Bewegung und Spiel ermöglichen.
  3. Ort und Zeit: Historische, gegenwärtige oder erfundene Welten werden erkennbar.
  4. Wirkung: Farben, Formen und Materialien erzeugen Nähe, Distanz, Macht oder Verletzlichkeit.
  5. Entwicklung: Ein Kostüm kann sich mit der Figur verändern.
Kostümentwurf für die Bühnenfigur Petruschka
Kostümentwurf für die Bühnenfigur Petruschka


Gestaltungsmittel


Farbe und Kontrast

Eine Farbpalette verbindet die Figur mit der Stimmung einer Szene. Helle und dunkle Werte, warme und kalte Farben sowie starke oder geringe Kontraste verändern die Wirkung.

Farbkreis als Hilfe für Farbbeziehungen
Farbkreis als Hilfe für Farbbeziehungen

Leitfragen: Welche Farbe passt zur Rolle? Soll die Figur auffallen oder sich einfügen? Ändert sich ihre Farbwelt?


Form und Silhouette

Die Silhouette ist der äußere Umriss. Breite Schultern können kraftvoll wirken, lange Linien elegant, runde Formen weich und kantige Formen streng. Diese Wirkungen sind keine festen Regeln: Entscheidend ist der Zusammenhang mit Rolle und Inszenierung.

Unterschiedliche Kostümsilhouetten in Entwurfsskizzen
Unterschiedliche Kostümsilhouetten in Entwurfsskizzen


Material und Oberfläche

Stoffe unterscheiden sich durch Gewicht, Glanz, Transparenz, Struktur und Beweglichkeit. Eine Stoffprobe hilft, Farbe und Wirkung im Licht zu prüfen.

Stoffproben für Material- und Farbentscheidungen
Stoffproben für Material- und Farbentscheidungen

Beispiele: Glatter Stoff kann kühl wirken, grobe Struktur robust, transparente Schichten leicht und glänzende Flächen auffällig.


Detail, Zeichen und Symbol

Kragen, Taschen, Nähte, Schuhe, Schmuck oder Kopfbedeckungen lenken den Blick. Ein wiederkehrendes Zeichen kann eine Gruppe verbinden oder eine Veränderung der Figur markieren.

Kostümentwurf mit Farb- und Detailangaben
Kostümentwurf mit Farb- und Detailangaben


Vom Text zum Kostüm

  1. Textanalyse: Markiere Hinweise zu Figur, Handlung, Ort, Zeit und Stimmung.
  2. Recherche: Sammle Bilder, Formen, Farben und Materialien.
  3. Moodboard: Ordne die Fundstücke zu einer gemeinsamen Atmosphäre.
  4. Farbpalette: Wähle wenige passende Haupt- und Akzentfarben.
  5. Figurine: Zeichne Vorderansicht, Silhouette, Details und Materialideen.
  6. Umsetzung: Baue ein Modell, style vorhandene Kleidung oder fertige Teile an.
  7. Anprobe: Prüfe Sitz, Bewegung, Sicht und Wirkung.
  8. Reflexion: Vergleiche Entwurf, Ergebnis und beabsichtigte Aussage.
Figurine mit Kleid, Hut und Farbangaben
Figurine mit Kleid, Hut und Farbangaben


Moodboard und Figurine

Ein Moodboard sammelt Bildideen. Eine Figurine übersetzt diese Ideen in einen konkreten Kostümentwurf. Notiere Farbe, Material, Funktion und besondere Details direkt am Bild.

Historischer Kostümentwurf
Historischer Kostümentwurf


Werkstatt und Team

Kostümdesign entsteht im Austausch. Je nach Produktion arbeiten Regie, Bühnenbild, Maske, Schauspiel, Gewandmeisterei, Schneiderei und Garderobe zusammen. Entwürfe werden geprüft, gefertigt, angepasst, gepflegt und dokumentiert.

Kostümwerkstatt eines Theaters
Kostümwerkstatt eines Theaters
Schneider bei der Arbeit in einer Theaterwerkstatt
Schneider bei der Arbeit in einer Theaterwerkstatt


Praktisch arbeiten in der Schule

Für einen Schulentwurf brauchst Du nicht sofort ein vollständiges genähtes Kostüm. Du kannst mit Papier, Karton, Stoffresten, vorhandener Kleidung, Klettband, Schnüren und abnehmbaren Elementen arbeiten.

Einfache Werkzeuge zum Nähen
Einfache Werkzeuge zum Nähen


Sicherheit und Beweglichkeit

  1. Prüfe, ob Du gehen, sitzen, drehen und die Arme heben kannst.
  2. Halte Sichtfeld, Atemwege und Fluchtwege frei.
  3. Vermeide scharfe, heiße oder leicht entflammbare Materialien.
  4. Sichere lange Teile gegen Stolpern und lose Teile gegen Herunterfallen.
  5. Kläre Werkzeuggebrauch und Hautverträglichkeit mit der Lehrkraft.


Nachhaltiges Kostümdesign

Nutze vorhandene Kleidung, Upcycling, Stoffreste und Teile aus einem Fundus. Plane Verbindungen so, dass Materialien später getrennt und erneut verwendet werden können. Dokumentiere, was neu, geliehen, verändert oder wiederverwendet wurde.

Herstellung von Theaterkostümen in einer Werkstatt
Herstellung von Theaterkostümen in einer Werkstatt


Mini-Projekt: Eine Figur verwandeln

Wähle eine Figur aus einer Geschichte, einem Theaterstück oder einer selbst erfundenen Szene.

  1. Schreibe drei Eigenschaften und ein Ziel der Figur auf.
  2. Sammle sechs passende Bilder für ein Moodboard.
  3. Lege eine Farbpalette aus drei Hauptfarben und einer Akzentfarbe fest.
  4. Zeichne eine Figurine mit mindestens fünf beschrifteten Details.
  5. Baue ein Detail als Papier-, Stoff- oder Recyclingmodell.
  6. Präsentiere, wie Dein Entwurf Figur und Handlung unterstützt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Figurine im Kostümdesign? (Eine gezeichnete Darstellung eines Kostümentwurfs) (!Eine Liste aller Eintrittskarten) (!Eine technische Bühnenlampe) (!Ein Raum zur Aufbewahrung von Kulissen)




Welche Aufgabe hat eine Farbpalette? (Sie bündelt passende Farben für die Gestaltung) (!Sie bestimmt die Lautstärke einer Szene) (!Sie ersetzt jede Materialprobe) (!Sie legt die Dauer einer Aufführung fest)




Was bezeichnet die Silhouette? (Den äußeren Umriss einer Figur) (!Den Text einer Theaterrolle) (!Die Rückseite eines Stoffmusters) (!Die Beleuchtung im Zuschauerraum)




Wozu dient ein Moodboard? (Es sammelt Bildideen und Stimmungen) (!Es misst den Körper einer Person) (!Es näht automatisch ein Kleidungsstück) (!Es berechnet die Länge einer Szene)




Was wird bei einer Anprobe besonders geprüft? (Sitz Beweglichkeit und Wirkung) (!Nur der Titel des Stücks) (!Nur die Musik der Aufführung) (!Nur die Anzahl der Zuschauer)




Welche Entscheidung gehört zum Kostümdesign? (Auswahl von Form Farbe Material und Details) (!Festlegung der Pausenzeiten) (!Verkauf der Eintrittskarten) (!Steuerung der Bühnentechnik)




Was bedeutet Upcycling im Kostümprojekt? (Vorhandene Materialien werden kreativ aufgewertet) (!Alle Entwürfe werden weggeworfen) (!Jedes Kostüm wird ausschließlich digital gezeigt) (!Nur neue Materialien dürfen verwendet werden)




Warum ist Beweglichkeit bei einem Bühnenkostüm wichtig? (Die spielende Person muss sicher handeln können) (!Das Kostüm soll möglichst schwer sein) (!Die Farben sollen unsichtbar bleiben) (!Die Bühne soll kleiner wirken)




Was kann ein Kostüm über eine Figur vermitteln? (Charakter Zeit Umfeld und Entwicklung) (!Nur den Namen des Theaters) (!Nur die Länge der Aufführung) (!Nur die Größe des Publikums)




Welche Zusammenarbeit ist für Kostümdesign typisch? (Austausch mit Regie Bühne Maske Werkstatt und Spielenden) (!Arbeit ohne Rückmeldung anderer) (!Ausschließliche Planung der Beleuchtung) (!Ausschließliche Herstellung von Eintrittskarten)





Memory

Figurine Gezeichneter Kostümentwurf
Moodboard Bildsammlung für Atmosphäre
Silhouette Äußerer Umriss
Farbpalette Abgestimmte Farbauswahl
Stoffprobe Kleines Materialmuster
Anprobe Prüfung von Sitz und Bewegung
Patinierung Künstliches Altern von Material
Fundus Sammlung wiederverwendbarer Kostüme





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Textanalyse Rolle Handlung und Konflikt untersuchen
Recherche Bildquellen zu Zeit Milieu und Stimmung sammeln
Moodboard Eine gemeinsame Atmosphäre sichtbar machen
Figurine Den Kostümentwurf zeichnerisch festhalten
Anprobe Sitz Bewegung und Wirkung prüfen
Reflexion Ergebnis und Gestaltungsabsicht vergleichen






Kreuzworträtsel

Figurine Wie heißt eine gezeichnete Darstellung des Kostümentwurfs?
Silhouette Wie heißt der äußere Umriss einer Figur?
Farbpalette Wie heißt eine abgestimmte Auswahl von Farben?
Moodboard Wie heißt eine Bildsammlung für Stimmung und Stil?
Fundus Wie heißt eine Sammlung aufbewahrter Kostüme?
Patinierung Wie heißt das künstliche Altern von Kostümmaterial?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Kostüm macht Eigenschaften einer

sichtbar. Der äußere Umriss wird

genannt. Eine abgestimmte Farbauswahl heißt

. Ein

sammelt Bilder für Stimmung und Stil. Die gezeichnete Darstellung eines Entwurfs heißt

. Eine kleine Materialprobe heißt

. Bei der

werden Sitz und Beweglichkeit geprüft. Ein

bewahrt Kostüme für eine spätere Nutzung auf. Durch

können Materialien gebraucht oder gealtert wirken. Beim

werden vorhandene Materialien kreativ weiterverwendet.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Farbpalette: Gestalte zu einer selbst gewählten Figur eine Palette aus drei Hauptfarben und einer Akzentfarbe. Begründe jede Wahl mit einem Satz.
  2. Silhouette: Zeichne vier schwarze Umrisse derselben Figur und verändere dabei Proportion, Haltung und Form.
  3. Materialcollage: Kombiniere Papier, Stoffreste und gefundene Oberflächen zu einer kleinen Materialkarte.
  4. Figurine: Zeichne eine einfache Vorderansicht und beschrifte fünf wichtige Kostümdetails.


Standard

  1. Rollenvergleich: Entwirf für zwei gegensätzliche Figuren passende Farben, Formen und Materialien und stelle die Unterschiede gegenüber.
  2. Upcycling: Verwandle ein vorhandenes Kleidungsstück mit ausschließlich abnehmbaren Ergänzungen in ein Bühnenkostüm.
  3. Bewegungsprobe: Teste einen Kostümentwurf in fünf Bewegungen und dokumentiere notwendige Änderungen.
  4. Kostümsteckbrief: Erstelle eine Seite mit Figur, Stimmung, Farbpalette, Materialien, Funktion und Pflege.


Schwer

  1. Inszenierungskonzept: Übertrage eine bekannte Geschichte in eine neue Zeit oder Welt und entwickle dafür ein begründetes Kostümkonzept.
  2. Kostümserie: Gestalte drei aufeinander bezogene Figurinen für eine Gruppe mit Gemeinsamkeiten und klaren Unterschieden.
  3. Interview: Befrage eine Person aus Theater, Schneiderei, Mode oder Schule zu Entwurf, Herstellung und Zusammenarbeit und werte das Gespräch aus.
  4. Performance: Plane eine kurze Verwandlungsszene, in der ein Kostümwechsel eine Entwicklung der Figur sichtbar macht, und dokumentiere sie als Foto- oder Videoreihe.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Gestaltungsentscheidung: Eine schüchterne Figur soll im Verlauf einer Szene mutiger werden. Entwickle zwei Kostümzustände und erkläre, wie Farbe, Silhouette und Detail die Veränderung zeigen.
  2. Konfliktlösung: Ein Entwurf wirkt stark, schränkt aber die Bewegung ein. Überarbeite ihn so, dass Aussage und Funktion erhalten bleiben.
  3. Nachhaltigkeit: Vergleiche Neukauf, Ausleihe, Fundus und Upcycling für ein Schulprojekt. Begründe eine passende Kombination.
  4. Stilwechsel: Übertrage dieselbe Figur in eine historische, gegenwärtige und fantastische Welt. Benenne, was gleich bleiben muss, damit sie erkennbar bleibt.
  5. Bildanalyse: Untersuche einen Kostümentwurf nach Figur, Farbe, Form, Material, Funktion und Aussage. Formuliere zwei begründete Verbesserungsvorschläge.
  6. Teamentscheidung: Regie, Spielende und Werkstatt haben unterschiedliche Wünsche. Entwickle einen fairen Ablauf, mit dem das Team zu einer umsetzbaren Lösung kommt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis sind wichtig:

  1. ein eigenständiges und zur Figur passendes Kostümkonzept.
  2. ein geordnetes Moodboard und eine begründete Farbpalette.
  3. mindestens eine beschriftete Figurine.
  4. nachvollziehbare Entscheidungen zu Form, Material, Detail und Funktion.
  5. die Berücksichtigung von Sicherheit, Bewegung und Nachhaltigkeit.
  6. eine kurze Präsentation mit Rückmeldung und Überarbeitung.
  7. eine Reflexion über Wirkung, Arbeitsprozess und Lernergebnis.




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