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Konsonanz und Dissonanz unterscheiden - Akkorde und Harmonie

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Konsonanz und Dissonanz unterscheiden - Akkorde und Harmonie



Einleitung

Konsonanz und Dissonanz unterscheiden - Akkorde und Harmonie ist ein aiMOOC zur Musiktheorie, zur Harmonielehre und zur praktischen Gehörbildung. Du lernst, warum manche Intervalle und Akkorde als eher ruhig, stabil oder „auflösend“ wahrgenommen werden, während andere eher Spannung, Reibung oder Bewegungsdrang erzeugen. Besonders wichtig ist dabei: Konsonanz und Dissonanz sind keine einfachen Etiketten wie „schön“ und „hässlich“. Sie beschreiben musikalische Wirkungen, die vom Kontext, von der Epoche, vom Stil, von der Instrumentierung, von der Lage, von Lautstärke, Klangfarbe, Stimmung und von Deinen Hörgewohnheiten abhängen.

In diesem Lernkurs arbeitest Du mit Text, Notenbeispielen, Hörbeispielen, Akkordfolgen, Analyseaufgaben und kreativen Kompositionsaufgaben. Die eingebundenen Notenbeispiele kannst Du zum Hören, Mitsingen, Nachspielen und Vergleichen nutzen. Besonders hilfreich ist es, wenn Du ein Klavier, ein Keyboard, eine Gitarre, eine Ukulele, ein digitales Musikprogramm oder eine einfache Klavier-App verwendest.

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Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du Konsonanz und Dissonanz in einfachen musikalischen Zusammenhängen unterscheiden. Du kannst erklären, warum ein einzelnes Intervall nicht immer dieselbe Wirkung hat, sondern im harmonischen Zusammenhang verschieden verstanden werden kann. Du kannst Dreiklänge, Septakkorde, Vorhalte, Leittöne und einfache Kadenzen als Mittel von Spannung und Entspannung beschreiben. Außerdem lernst Du, eigene kurze musikalische Beispiele zu gestalten, in denen Spannung bewusst aufgebaut und wieder gelöst wird.


Grundbegriffe


Konsonanz

Konsonanz bezeichnet in der Musik eine Klangwirkung, die häufig als ruhig, verschmolzen, stabil, geschlossen oder auflösungsarm empfunden wird. In vielen Traditionen der westlichen Tonalität gelten die Prime, die Oktave, die Quinte, die Terz und die Sexte in vielen Zusammenhängen als konsonant. Beim Hören kann eine Konsonanz wie ein Ankommen wirken. Sie muss aber nicht langweilig sein: Ein Dur-Akkord oder Moll-Akkord kann sehr ausdrucksstark sein, obwohl er in der Regel konsonanter wirkt als ein stark spannungsvoller Klang.


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\score {
  \new Staff \relative c' {
    \clef treble
    <c c'>1
    <c g'>1
    <c e>1
    <c a'>1
    <c e g>1
  }
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 64 }
}

Das Beispiel zeigt nacheinander eine Oktave, eine Quinte, eine große Terz, eine große Sexte und einen Dur-Dreiklang. Spiele oder höre die Klänge einzeln. Achte darauf, ob sie für Dich eher geschlossen, weich, hell, stabil oder offen wirken.


Dissonanz

Dissonanz bezeichnet eine Klangwirkung, die häufig als spannungsreich, reibend, unruhig, offen oder auflösungsbedürftig empfunden wird. In der westlichen Harmonielehre werden Sekunden, Septimen, der Tritonus und viele chromatische Reibungen häufig als dissonant beschrieben. Eine Dissonanz ist aber nicht automatisch „falsch“. Sie ist eines der wichtigsten Mittel, um Musik lebendig zu machen. Ohne Dissonanzen gäbe es weniger Spannung, weniger Überraschung und weniger gerichtete Bewegung.


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  \new Staff \relative c' {
    \clef treble
    <c des>1
    <c d>1
    <c fis>1
    <c bes'>1
    <c e g bes>1
  }
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 64 }
}

In diesem Beispiel hörst Du eine kleine Sekunde, eine große Sekunde, einen Tritonus, eine kleine Septime und einen Dominantseptakkord. Beschreibe nach dem Hören, welcher Klang für Dich am stärksten nach Weiterführung verlangt.


Harmonie und Akkord

Eine Harmonie entsteht, wenn Töne gleichzeitig oder in enger Beziehung zueinander erklingen. Ein Akkord ist ein Zusammenklang aus mindestens drei Tönen, auch wenn in der Praxis manchmal schon Zweiklänge als harmonische Bausteine betrachtet werden. Ein Dreiklang besteht in der Grundform aus Grundton, Terz und Quinte. In der Durtonalität und Molltonalität bilden Dreiklänge das Zentrum vieler Begleitmuster, Lieder und Kompositionen.


\version "2.24.0"
\header { tagline = ##f }
\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode {
      c1
      a:m
      f
      g:7
      c
    }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      <c e g>1
      <a c e>1
      <f a c>1
      <g b d f>1
      <c e g>1
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 72 }
}

Die Akkordfolge zeigt einen einfachen Weg von stabilen Klängen zu Spannung und zurück: C-Dur, a-Moll, F-Dur, G7 und wieder C-Dur. Der Dominantseptakkord G7 enthält eine starke Spannung, weil die Töne h und f einen Tritonus bilden. Die Rückkehr nach C-Dur wirkt deshalb oft wie eine Lösung.


Konsonanz und Dissonanz bei Intervallen


Intervalle hören und benennen

Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen. Intervalle können nacheinander erklingen, also melodisch, oder gleichzeitig, also harmonisch. Für das Unterscheiden von Konsonanz und Dissonanz ist besonders das harmonische Intervall wichtig, weil die Töne gleichzeitig auf das Ohr treffen und sich ihre Obertöne überlagern.

Intervall Beispiel ab c Häufige Wirkung in westlicher Tonalität Hinweis
Prime c-c sehr stabil identische Tonhöhe
Oktave c-c' sehr konsonant gleiche Tonklasse in anderer Lage
Quinte c-g sehr konsonant wichtig für Grundtongefühl
Terz c-e oder c-es konsonant prägt Dur oder Moll
Sexte c-a oder c-as konsonant oft weich und gesanglich
Sekunde c-d oder c-des dissonant Reibung zwischen Nachbartönen
Septime c-h oder c-b dissonant verlangt häufig Weiterführung
Tritonus c-fis stark dissonant zentral im Dominantseptakkord
Quarte c-f kontextabhängig über dem Bass oft spannungsvoll, in anderen Lagen oft stabiler

\version "2.24.0"
\header { tagline = ##f }
\score {
  <<
    \new Staff \with { instrumentName = "ruhiger" } \relative c' {
      \clef treble
      <c g'>2 <c e>2 <c a'>2 <c c'>2
    }
    \new Staff \with { instrumentName = "spannender" } \relative c' {
      \clef treble
      <c des>2 <c fis>2 <c b'>2 <c d>2
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 60 }
}

Höre beide Zeilen getrennt und anschließend im Vergleich. Schreibe Dir drei Wörter auf, mit denen Du die obere Zeile beschreiben würdest, und drei Wörter für die untere Zeile.


Die Quarte als Grenzfall

Die Quarte ist ein besonders gutes Beispiel dafür, dass Konsonanz und Dissonanz vom Kontext abhängen. In vielen Situationen kann die Quarte stabil klingen, etwa als Abstand zwischen zwei Oberstimmen oder in quartischen Klängen. In der traditionellen Kontrapunktlehre gilt die reine Quarte über dem Bass jedoch oft als Dissonanz, weil sie nach einer Weiterführung in die Terz verlangt. Dieses Phänomen begegnet Dir zum Beispiel im Vorhalt.


\version "2.24.0"
\header { tagline = ##f }
\score {
  <<
    \new Staff \relative c'' {
      \clef treble
      f1
      e1
    }
    \new Staff \relative c {
      \clef bass
      c1
      c1
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 56 }
}

Hier wird die Quarte f über dem Bass c in die Terz e geführt. Höre, ob der zweite Klang für Dich ruhiger wirkt.


Akkorde zwischen Ruhe und Spannung


Dreiklänge

Ein Dur-Dreiklang besteht aus Grundton, großer Terz und reiner Quinte. Ein Moll-Dreiklang besteht aus Grundton, kleiner Terz und reiner Quinte. Beide Dreiklänge enthalten in ihrer Grundform nur Intervalle, die in vielen westlichen Zusammenhängen als relativ konsonant gelten. Deshalb können sie als harmonische Ruhepunkte wirken. Ein verminderter Dreiklang enthält dagegen einen Tritonus und wirkt dadurch stärker spannungsvoll. Ein übermäßiger Dreiklang besteht aus übereinandergeschichteten großen Terzen und hat ebenfalls eine schwebende, offene Wirkung.


\version "2.24.0"
\header { tagline = ##f }
\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode {
      c1
      c:m
      c:dim
      c:aug
    }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      <c e g>1
      <c ees g>1
      <c ees ges>1
      <c e gis>1
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 64 }
}

Höre die vier Akkorde. Vergleiche besonders den Dur-Akkord und den Moll-Akkord mit dem verminderten und dem übermäßigen Akkord. Beschreibe, welche Akkorde nach Deinem Eindruck ein Ziel brauchen.


Septakkorde und Spannung

Ein Septakkord erweitert einen Dreiklang um eine Septime. Diese Septime erzeugt fast immer zusätzliche Spannung. In der tonalen Musik ist der Dominantseptakkord besonders wichtig. Er steht auf der fünften Stufe einer Tonart und führt sehr häufig zur Tonika. In C-Dur ist der Dominantseptakkord G7. Er enthält die Töne g, h, d und f. Zwischen h und f liegt ein Tritonus. Dieser Tritonus löst sich in vielen klassischen Zusammenhängen nach c und e auf.


\version "2.24.0"
\header { tagline = ##f }
\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode {
      g1:7
      c
      g:7
      c
    }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      <g b d f>1
      <c e g>1
      <g b d f>1
      <c e g>1
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 66 }
}

Höre die Abfolge mehrmals. Achte besonders auf den Schritt vom G7-Akkord zum C-Dur-Akkord. Viele Hörerinnen und Hörer empfinden diese Bewegung als Frage und Antwort oder als Spannung und Entspannung.


Vorhalte und Auflösung

Ein Vorhalt entsteht, wenn ein Ton aus einem vorherigen Klang gehalten wird, obwohl sich darunter die Harmonie verändert. Der gehaltene Ton wird dadurch vorübergehend dissonant und löst sich anschließend meist schrittweise auf. Besonders bekannt ist der 4-3-Vorhalt: Eine Quarte über dem Bass löst sich in die Terz auf. Vorhalte sind wichtig, weil sie eine sehr verständliche Form von musikalischer Spannung zeigen: Der „fremde“ Ton wird vorbereitet, erzeugt Reibung und findet dann seinen Platz.


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\header { tagline = ##f }
\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode {
      g1:sus4
      g:7
      c
    }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      <g c d f>1
      <g b d f>1
      <c e g>1
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 58 }
}

Beim ersten Akkord ersetzt c zunächst das h. Dadurch entsteht ein schwebender Klang. Im zweiten Akkord erscheint das h, und im dritten Akkord löst sich die Spannung nach C-Dur.

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Warum klingen manche Zusammenklänge spannungsreicher?


Obertonreihe und Frequenzverhältnisse

Jeder natürlich klingende Ton enthält neben dem Grundton viele Obertöne. Wenn zwei Töne zusammen erklingen, überlagern sich ihre Obertöne. Bei einfachen Frequenzverhältnissen wie 2:1, 3:2 oder 5:4 passen viele Teilschwingungen relativ gut zueinander. Das kann zu einer stärkeren Verschmelzung führen. Bei komplexeren Verhältnissen entstehen häufiger Reibungen, Schwebungen und ein Gefühl von Rauigkeit. Trotzdem ist das nur ein Teil der Erklärung. Unsere Wahrnehmung wird auch von Kultur, Musikerziehung, Hörerfahrung, Stilistik und vom konkreten musikalischen Zusammenhang geprägt.


Rauigkeit und Schwebung

Schwebung entsteht, wenn zwei Frequenzen sehr nah beieinander liegen. Das Ohr nimmt dann ein periodisches Anschwellen und Abschwellen wahr. Sehr enge Intervalle, besonders kleine Sekunden in tiefer Lage, können dadurch rau wirken. In höherer Lage oder bei leiser Dynamik kann dieselbe Reibung weniger stark erscheinen. Deshalb ist ein Akkord nicht allein durch seine Tonnamen bestimmt: Auch Register, Klangfarbe und Spielweise entscheiden mit.


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\score {
  <<
    \new Staff \with { instrumentName = "tief" } \relative c {
      \clef bass
      <c des>1
      <c d>1
    }
    \new Staff \with { instrumentName = "hoch" } \relative c''' {
      \clef treble
      <c des>1
      <c d>1
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 52 }
}

Vergleiche die tiefe und die hohe Lage. Viele Menschen empfinden die engen Intervalle in tiefer Lage als schwerer und rauer.


Hörgewohnheiten und Stil

Was als Dissonanz gilt, verändert sich historisch. In manchen älteren Satzregeln mussten bestimmte Dissonanzen vorbereitet und aufgelöst werden. In Jazz, Blues, Popmusik, Filmmusik und neuer Musik können Septakkorde, None-Akkorde, Cluster und Reibungen sehr selbstverständlich klingen. Ein Major-Seven-Akkord kann in einem Popsong weich und schwebend wirken, obwohl er eine große Septime enthält. Ein Cluster kann in einem Horrorfilm bedrohlich wirken, in einem experimentellen Stück aber als Farbe eingesetzt werden. Deshalb solltest Du immer fragen: Welche Funktion hat der Klang in diesem Stück?


Harmonie als Bewegung


Spannung braucht Richtung

In vielen Musikstilen wirkt Harmonie nicht statisch, sondern bewegt sich. Ein einzelner Akkord kann offen klingen, weil Du erwartest, dass etwas folgt. Die Wirkung entsteht also nicht nur im Moment, sondern in der Folge von Akkorden. Eine Dissonanz kann eine Erwartung aufbauen, eine Konsonanz kann diese Erwartung erfüllen oder bewusst enttäuschen.


\version "2.24.0"
\header { tagline = ##f }
\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode {
      c1
      f
      g:7
      c
      a:m
      d:m
      g:7
      c
    }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      <c e g>1
      <f a c>1
      <g b d f>1
      <c e g>1
      <a c e>1
      <d f a>1
      <g b d f>1
      <c e g>1
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 76 }
}

Die Folge C-F-G7-C zeigt eine klassische Bewegung von Tonika über Subdominante zur Dominante und zurück. Danach folgt a-Moll-d-Moll-G7-C als erweiterte Rückführung.


Kadenz und Funktion

Eine Kadenz ist eine harmonische Schlussformel oder ein Ordnungsmodell. In einer einfachen Dur-Kadenz haben die Funktionen eine klare Aufgabe: Die Tonika wirkt als Zentrum, die Subdominante öffnet den Raum, die Dominante baut Spannung auf, und die Rückkehr zur Tonika wirkt als Lösung. Dabei ist die Dominante oft der spannungsreichste Akkord, besonders wenn sie eine Septime enthält.

Funktion Stufe in C-Dur Akkord Wirkung
Tonika I C-Dur Zentrum, Ruhe, Ankommen
Subdominante IV F-Dur Öffnung, Vorbereitung
Dominante V oder V7 G-Dur oder G7 Spannung, Zielrichtung
Tonika I C-Dur Auflösung, Schlusswirkung


Quintenzirkel und harmonische Nähe

Der Quintenzirkel ordnet Tonarten und Akkorde nach Quintbeziehungen. Benachbarte Tonarten im Quintenzirkel haben viele gemeinsame Töne. Deshalb wirken Modulationen zu benachbarten Tonarten oft nachvollziehbarer als Sprünge in entfernte Tonarten. Für das Thema Konsonanz und Dissonanz ist das wichtig, weil nicht nur einzelne Intervalle Spannung erzeugen, sondern auch der Abstand zwischen harmonischen Zentren.


\version "2.24.0"
\header { tagline = ##f }
\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode {
      c1
      g
      d
      a
      e
      c
    }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      <c e g>1
      <g b d>1
      <d fis a>1
      <a cis e>1
      <e gis b>1
      <c e g>1
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 70 }
}

Die Folge bewegt sich in Quinten. Achte darauf, wie der Weg immer weiter vom Anfangszentrum C-Dur wegführt und die Rückkehr dadurch überraschender klingt.


Praktische Hörstrategie


Drei-Fragen-Methode

Wenn Du einen Klang beurteilen möchtest, nutze diese drei Fragen:

  1. Klangwirkung: Klingt der Zusammenklang für Dich eher ruhig, offen, schwebend, scharf, rau oder zielgerichtet?
  2. Kontextanalyse: Was passiert davor und danach? Wird der Klang vorbereitet, gehalten oder aufgelöst?
  3. Funktion: Hat der Klang eine Aufgabe als Ruhepunkt, Übergang, Höhepunkt, Farbe oder Überraschung?

Mit dieser Methode vermeidest Du, Dissonanz nur als Fehler zu verstehen. Stattdessen erkennst Du, wie Komponistinnen, Komponisten, Produzentinnen und Produzenten Spannung gestalten.


Mini-Analyse mit Notenbeispiel


\version "2.24.0"
\header { tagline = ##f }
\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode {
      c1
      d:m7
      g:7
      c:maj7
    }
    \new Staff \relative c' {
      \clef treble
      <c e g>1
      <d f a c>1
      <g b d f>1
      <c e g b>1
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 66 }
}

Die Akkordfolge C-Dm7-G7-Cmaj7 enthält mehrere Septimen. Im klassischen Anfängerbild wären Septimen dissonant. In vielen Jazz- und Pop-Kontexten wirken sie jedoch als normale Klangfarbe. Der letzte Akkord Cmaj7 klingt nicht unbedingt vollständig geschlossen, sondern weich, offen und schwebend. So lernst Du: Ein Klang kann gleichzeitig relativ stabil und farbig spannungsvoll sein.


Zusammenfassung

Konsonanz und Dissonanz beschreiben, wie Zusammenklänge im musikalischen Zusammenhang wirken. Konsonanz wird häufig mit Ruhe, Stabilität und Verschmelzung verbunden, Dissonanz mit Spannung, Reibung und Bewegungsdrang. In der westlichen Tonalität gelten Oktave, Quinte, Terz und Sexte oft als konsonant; Sekunde, Septime und Tritonus oft als dissonant. Doch diese Einteilung ist nicht absolut. Die Quarte zeigt besonders deutlich, dass der harmonische Zusammenhang entscheidend ist. Bei Akkorden sind Dur- und Molldreiklänge oft stabile Klangzentren, während Dominantseptakkorde, verminderte Dreiklänge, Vorhalte und Cluster Spannung erzeugen können. Gute musikalische Gestaltung entsteht nicht durch das Vermeiden von Dissonanz, sondern durch den bewussten Wechsel von Spannung und Entspannung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt Konsonanz in vielen musikalischen Zusammenhängen am besten? (Eine eher stabile und ruhige Klangwirkung) (!Eine grundsätzlich falsche Tonkombination) (!Eine besonders laute Spielweise) (!Eine schnelle rhythmische Figur)




Welches Intervall gilt in der westlichen Tonalität häufig als stark dissonant? (Tritonus) (!Oktave) (!Quinte) (!Prime)




Warum kann eine Dissonanz musikalisch sinnvoll sein? (Sie kann Spannung erzeugen und eine Auflösung vorbereiten) (!Sie macht jede Melodie automatisch unspielbar) (!Sie ersetzt immer den Rhythmus) (!Sie verhindert jede harmonische Bewegung)




Welcher Akkord wirkt in C-Dur häufig als Dominante mit starker Zielrichtung zur Tonika? (G7) (!C-Dur) (!F-Dur) (!a-Moll)




Was ist ein Vorhalt? (Ein vorbereiteter Ton, der vorübergehend Spannung erzeugt und sich meist schrittweise löst) (!Ein Akkord ohne Grundton und ohne Funktion) (!Eine Tonart mit sieben Vorzeichen) (!Ein Rhythmus, der nur aus Pausen besteht)




Welche Intervalle prägen den Unterschied zwischen Dur- und Moll-Dreiklang besonders? (Große und kleine Terz) (!Prime und Oktave) (!Quinte und Oktave) (!Sekunde und Septime)




Warum ist die Quarte ein Grenzfall? (Ihre Wirkung hängt stark vom harmonischen Zusammenhang ab) (!Sie kommt in Musik nicht vor) (!Sie ist immer lauter als andere Intervalle) (!Sie kann nur gesungen werden)




Was passiert häufig bei der Auflösung eines Dominantseptakkords zur Tonika? (Spannung wird in einen stabileren Klang geführt) (!Alle Töne müssen verschwinden) (!Der Rhythmus wird automatisch schneller) (!Die Tonart verliert ihren Grundton)




Welche Aussage zu Dissonanz ist richtig? (Dissonanz ist nicht automatisch ein Fehler) (!Dissonanz darf in Musik nie verwendet werden) (!Dissonanz klingt in jedem Stil gleich) (!Dissonanz bedeutet immer völlige Stille)




Welche Frage hilft bei der Analyse eines spannungsreichen Akkords besonders? (Was passiert vor und nach dem Klang?) (!Welche Farbe hat das Notenpapier?) (!Wie viele Seiten hat das Musikbuch?) (!Welche Schuhgröße hat die Musikerin?)





Memory

Konsonanz Ruhe
Dissonanz Spannung
Tritonus Reibung
Dominante Zielrichtung
Tonika Ankommen
Vorhalt Auflösung
Dreiklang GrundtonTerzQuinte





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Tonika Harmonisches Zentrum
Subdominante Öffnende Vorbereitung
Dominante Spannungsaufbau
Dominantseptakkord Tritonus im Akkord
Auflösung Rückkehr zu mehr Stabilität
Vorhalt Vorbereitete Dissonanz
Kadenz Geordnete Schlusswendung




...


Kreuzworträtsel

Konsonanz Wie nennt man eine eher stabile und ruhige Klangwirkung?
Dissonanz Wie nennt man eine spannungsreiche und reibende Klangwirkung?
Tritonus Welches Intervall gilt in der Tonalität oft als besonders spannungsreich?
Vorhalt Wie heißt ein vorbereiteter Spannungston, der sich meist schrittweise löst?
Kadenz Wie nennt man eine harmonische Schlusswendung?
Tonika Wie heißt das harmonische Zentrum einer Tonart?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Konsonanz wird häufig als

und Stabilität wahrgenommen, während Dissonanz oft

erzeugt. Ein Intervall ist der

zwischen zwei Tönen. In vielen westlichen Zusammenhängen gelten Oktave und

als besonders konsonant. Sekunden, Septimen und der

wirken häufig dissonant. Ein Dur- oder Mollakkord ist ein

, weil er aus drei unterschiedlichen Tönen aufgebaut ist. Der Dominantseptakkord enthält eine

und führt in vielen Kadenzen zur Tonika. Ein Vorhalt ist eine vorbereitete

, die sich meist schrittweise löst. Die Wirkung eines Akkords hängt immer vom musikalischen

ab. Gute Harmonien entstehen durch den bewussten Wechsel von Spannung und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hörprotokoll: Höre drei Notenbeispiele aus diesem aiMOOC und notiere zu jedem Beispiel drei Adjektive zur Klangwirkung.
  2. Intervall-Suche: Suche auf einem Instrument je ein Beispiel für Oktave, Quinte, Terz, Sekunde und Tritonus und beschreibe, welche Intervalle für Dich ruhiger oder spannungsreicher wirken.
  3. Akkordvergleich: Spiele oder programmiere einen Dur-Dreiklang, einen Moll-Dreiklang und einen verminderten Dreiklang und vergleiche ihre Wirkung in fünf Sätzen.
  4. Klangtagebuch: Achte einen Tag lang auf Musik in Werbung, Spielen, Serien oder Apps und notiere, wo Spannung und Entspannung hörbar werden.


Standard

  1. Kadenz gestalten: Erstelle eine kurze Akkordfolge mit Tonika, Subdominante, Dominante und Tonika und erkläre, wo Konsonanz und Dissonanz vorkommen.
  2. Vorhalt komponieren: Schreibe eine zweistimmige Mini-Komposition mit einem Vorhalt und markiere Vorbereitung, Spannung und Auflösung.
  3. Songanalyse: Wähle einen Song aus und untersuche, ob ein spannungsreicher Akkord zu einem stabileren Akkord weitergeführt wird.
  4. Stilvergleich: Vergleiche einen klassischen Ausschnitt mit einem Pop- oder Jazz-Ausschnitt und beschreibe, ob Dissonanzen unterschiedlich behandelt werden.


Schwer

  1. Harmonische Dramaturgie: Komponiere acht Takte, in denen die Spannung zunächst zunimmt und am Ende überzeugend aufgelöst wird.
  2. Arrangement: Begleite eine einfache Melodie einmal sehr konsonant und einmal spannungsreicher und erläutere die Wirkung beider Versionen.
  3. Forschungsfrage: Untersuche, wie Register und Klangfarbe die Wahrnehmung einer kleinen Sekunde verändern, und dokumentiere Dein Vorgehen.
  4. Präsentation: Erstelle eine kurze Unterrichtserklärung mit eigenen Hörbeispielen, in der Du den Unterschied zwischen Konsonanz, Dissonanz und Auflösung vermittelst.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Analyse einer Akkordfolge: Erkläre an einer selbst gewählten Akkordfolge, welche Akkorde eher stabil und welche eher spannungsreich wirken, und begründe Deine Einschätzung mit Intervallen.
  2. Transfer auf Filmmusik: Beschreibe, wie ein Filmkomponist mit Dissonanzen Unsicherheit erzeugen könnte, ohne dass die Musik „falsch“ klingt.
  3. Kontextentscheidung: Zeige an der Quarte, warum ein Intervall je nach Bass und Weiterführung unterschiedlich bewertet werden kann.
  4. Gestaltungsaufgabe: Entwickle eine kurze musikalische Idee, in der ein spannungsreicher Klang vorbereitet, gehalten und aufgelöst wird.
  5. Vergleich von Hörgewohnheiten: Erkläre, warum ein Septakkord in klassischer Kadenz anders wirken kann als in Jazz oder Pop.
  6. Begründetes Urteil: Beurteile einen Akkord nicht nur nach seinem Namen, sondern nach Lage, Funktion, Klangfarbe und Weiterführung.




Lernnachweis

Für einen gelungenen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du die Begriffe Konsonanz, Dissonanz, Intervall, Akkord, Dreiklang, Dominante, Tonika, Vorhalt und Auflösung sicher verwenden kannst. Wichtig ist nicht nur das Wiedergeben von Definitionen, sondern die Anwendung auf konkrete Musik. Dein Lernnachweis kann aus einer kurzen Analyse, einer eigenen Komposition, einer Hörpräsentation oder einem Portfolio bestehen.

  1. Begriffssicherheit: Du erklärst zentrale Fachbegriffe korrekt und verwendest sie in eigenen Sätzen.
  2. Hörkompetenz: Du erkennst in Hörbeispielen, ob ein Klang eher stabil oder spannungsreich wirkt.
  3. Analysekompetenz: Du begründest Deine Einschätzung mit Intervallen, Akkordaufbau und harmonischem Kontext.
  4. Gestaltungskompetenz: Du erstellst ein eigenes Beispiel mit bewusstem Wechsel von Spannung und Entspannung.
  5. Reflexion: Du beschreibst, wie Stil, Epoche, Klangfarbe und Hörgewohnheiten Deine Wahrnehmung beeinflussen.
  6. Dokumentation: Du hältst Deine Ergebnisse nachvollziehbar mit Notizen, Noten, Audio oder Screenshots fest.




OERs zum Thema



Links


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
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Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

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Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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