Kommentare schreiben - aiMOOC


Kommentare schreiben - aiMOOC
Einleitung
Kommentare schreiben bedeutet, zu einem Thema eine begründete Meinung zu formulieren, sie mit Argumenten zu stützen und Leserinnen und Leser zum Nachdenken anzuregen. Im Journalismus ist der Kommentar eine meinungsäußernde Textsorte, die häufig auf eine aktuelle Nachricht, ein gesellschaftliches Problem oder eine öffentliche Debatte reagiert. Anders als ein Bericht will ein Kommentar nicht nur sachlich informieren, sondern eine erkennbare Position vertreten, Zusammenhänge erklären, Argumente abwägen und eine begründete Bewertung anbieten.
In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du einen überzeugenden Kommentar planst, schreibst, überarbeitest und beurteilst. Du erfährst, wie Du zwischen Information und Meinung unterscheidest, wie Du eine klare These formulierst, wie Du Argumente sinnvoll anordnest und wie Du sprachlich überzeugend, fair und verantwortungsvoll schreibst. Der Kurs eignet sich für den Deutschunterricht, die Medienbildung, die Politische Bildung und für alle Situationen, in denen Du Deine Meinung schriftlich begründet darstellen möchtest.
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Was ist ein Kommentar?
Ein Kommentar ist ein meinungsorientierter Text. Er bezieht sich auf ein bestimmtes Thema, Ereignis oder Problem und macht deutlich, welche Haltung die Autorin oder der Autor dazu einnimmt. Ein guter Kommentar verbindet Sachwissen, Argumentation und Urteil. Er enthält also nicht nur die Aussage „Ich finde das gut“ oder „Ich finde das schlecht“, sondern erklärt, warum eine Position überzeugend ist.
Merkmale eines Kommentars
Ein Kommentar ist daran zu erkennen, dass er eine klare These, nachvollziehbare Argumente, passende Belege und eine bewertende Sprache enthält. Dabei soll er nicht beliebig wirken. Auch eine persönliche Meinung braucht eine sachliche Grundlage. Besonders wichtig ist, dass Du zwischen Tatsachenbehauptungen und Bewertungen unterscheidest. Eine Tatsache lässt sich überprüfen. Eine Bewertung zeigt, wie Du diese Tatsache einschätzt.
- Aktualität: Ein Kommentar bezieht sich häufig auf ein gegenwärtiges Thema, eine Nachricht, eine Diskussion oder ein Problem.
- Meinung: Die eigene Position wird deutlich erkennbar formuliert.
- Begründung: Die Meinung wird durch Argumente, Beispiele und Belege gestützt.
- Adressatenorientierung: Der Text ist auf Leserinnen und Leser ausgerichtet und versucht, sie zum Nachdenken zu bringen.
- Schlussfolgerung: Am Ende steht häufig ein Fazit, ein Ausblick oder ein Appell.
Kommentar, Bericht und Erörterung unterscheiden
Ein Bericht informiert möglichst sachlich über ein Ereignis. Er beantwortet vor allem die W-Fragen: Was ist passiert? Wer war beteiligt? Wann und wo geschah es? Warum ist es geschehen? Welche Folgen gibt es? Ein Kommentar kann diese Informationen aufgreifen, geht aber darüber hinaus. Er bewertet, ordnet ein und bezieht Stellung.
Eine Erörterung untersucht meist eine Fragestellung ausführlich und systematisch. Sie kann pro und contra abwägen und am Ende zu einem Ergebnis kommen. Der Kommentar ist oft kürzer, zugespitzter und stärker auf eine aktuelle Debatte bezogen. Trotzdem nutzt auch der Kommentar argumentative Verfahren, die Du aus der Erörterung kennst.
Der Schreibprozess
Einen überzeugenden Kommentar schreibst Du selten in einem einzigen Schritt. Gute Kommentare entstehen durch Planung, Entwurf, Überarbeitung und Feedback. Wer direkt losschreibt, verliert leicht den roten Faden. Besser ist es, zunächst Material zu sammeln, die eigene Position zu klären und eine sinnvolle Struktur anzulegen.
Schritt 1: Thema verstehen
Bevor Du Deine Meinung formulierst, musst Du das Thema wirklich verstehen. Lies die Aufgabenstellung genau. Kläre, ob Du zu einer Nachricht, einer Frage, einem Zitat, einem Diagramm, einem Artikel oder einer gesellschaftlichen Debatte Stellung nehmen sollst. Markiere zentrale Begriffe und überlege, welche Informationen gesichert sind.
Gute Leitfragen sind: Worum geht es genau? Welche Konflikte oder Interessen treffen aufeinander? Wer ist betroffen? Welche Folgen hat das Thema? Welche unterschiedlichen Positionen gibt es? Welche Begriffe müssen erklärt werden?
Schritt 2: Material sammeln
Ein Kommentar gewinnt an Überzeugungskraft, wenn er auf tragfähigen Informationen beruht. Sammle Fakten, Beispiele, Erfahrungen, Zahlen, Zitate oder Beobachtungen. Achte darauf, dass Deine Belege zum Thema passen und nicht nur Deine spontane Meinung bestätigen. Besonders wichtig ist, Gegenpositionen ernst zu nehmen. Wer Einwände fair darstellt, wirkt glaubwürdiger.
Schritt 3: Position klären
Die These ist der Kern Deines Kommentars. Sie zeigt, welche Meinung Du vertrittst. Eine These sollte klar, knapp und diskutierbar sein. „Handys sind gut“ ist zu allgemein. Besser wäre: „Private Smartphones sollten im Unterricht nur dann erlaubt sein, wenn sie für klare Lernaufgaben eingesetzt werden.“ Diese These ist konkret, begründbar und lädt zur Diskussion ein.
Schritt 4: Argumente ordnen
Nicht jedes Argument ist gleich stark. Überlege, welche Argumente Deine These am besten stützen. Ein gutes Argument besteht aus einer Behauptung, einer Begründung und einem Beispiel oder Beleg. Häufig wirkt es überzeugend, mit einem nachvollziehbaren Argument zu beginnen, dann ein stärkeres Argument folgen zu lassen und am Ende das wichtigste Argument zu setzen.
Ein einfaches Argumentationsmodell lautet: Behauptung – Begründung – Beispiel – Folgerung. Dadurch wird Deine Meinung nicht nur behauptet, sondern verständlich entwickelt.
Schritt 5: Entwurf schreiben
Beim ersten Entwurf geht es darum, den Gedankengang sichtbar zu machen. Achte auf einen interessanten Einstieg, eine klare These, schlüssige Absätze und einen überzeugenden Schluss. Jeder Absatz sollte eine erkennbare Funktion haben. Vermeide Gedankensprünge. Leserinnen und Leser sollen Deinem Text folgen können, auch wenn sie Deine Meinung nicht sofort teilen.
Schritt 6: Überarbeiten
Die Überarbeitung ist ein wichtiger Teil des Schreibens. Prüfe zuerst den Inhalt: Ist Deine These klar? Passen die Argumente zur These? Gibt es Belege? Wird ein Gegenargument fair aufgegriffen? Danach prüfst Du den Aufbau: Gibt es Einleitung, Hauptteil und Schluss? Sind die Absätze sinnvoll verbunden? Zum Schluss prüfst Du Sprache, Rechtschreibung, Zeichensetzung und Stil.
Aufbau eines Kommentars
Ein Kommentar hat meist drei Hauptteile: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diese Struktur hilft Dir, Deine Meinung nachvollziehbar zu entfalten.
Einleitung
Die Einleitung soll Interesse wecken und zum Thema hinführen. Du kannst mit einer aktuellen Beobachtung, einer Frage, einem kurzen Beispiel, einem Gegensatz oder einer überraschenden Feststellung beginnen. Wichtig ist, dass der Einstieg nicht zu lang wird. Am Ende der Einleitung sollte deutlich werden, worauf Dein Kommentar hinausläuft.
Beispiel: „Fast jede Schülerin und jeder Schüler trägt ein Smartphone bei sich. Doch sobald der Unterricht beginnt, wird aus dem nützlichen Gerät oft ein Störfaktor. Deshalb brauchen Schulen keine pauschalen Verbote, sondern klare Regeln für einen sinnvollen Einsatz.“
Hauptteil
Im Hauptteil entwickelst Du Deine Argumentation. Du erklärst Deine Position, begründest sie und belegst sie mit Beispielen. Dabei kannst Du auch ein Gegenargument aufnehmen. Das zeigt, dass Du andere Sichtweisen kennst. Entscheidend ist, dass Du anschließend erklärst, warum Deine eigene Position trotzdem überzeugender ist.
Ein sinnvoller Hauptteil enthält mehrere Absätze. Jeder Absatz behandelt einen zentralen Gedanken. Verknüpfungen wie „außerdem“, „dagegen“, „deshalb“, „folglich“, „ein weiteres Argument“ oder „besonders wichtig ist“ helfen, den Gedankengang sichtbar zu machen.
Schluss
Der Schluss fasst nicht einfach alles noch einmal gleichlautend zusammen. Er führt die Argumentation zu einem Ergebnis. Du kannst Deine Hauptthese bekräftigen, einen Ausblick geben, eine Forderung formulieren oder einen Appell an die Leserinnen und Leser richten. Ein guter Schluss wirkt klar und einprägsam.
Beispiel: „Wer digitale Geräte nur verbietet, löst das Problem nicht. Schulen sollten Jugendliche vielmehr dabei unterstützen, Smartphones bewusst, kritisch und produktiv zu nutzen. Genau darin liegt eine zentrale Aufgabe moderner Bildung.“
Sprache und Stil
Die Sprache eines Kommentars darf persönlicher und pointierter sein als die Sprache eines Berichts. Trotzdem sollte sie fair, verständlich und begründet bleiben. Ein Kommentar überzeugt nicht durch Lautstärke, sondern durch Klarheit, Nachvollziehbarkeit und treffende Formulierungen.
Typische sprachliche Mittel
- Rhetorische Frage: Eine Frage, auf die keine direkte Antwort erwartet wird, kann Leserinnen und Leser aktivieren.
- Vergleich: Ein Vergleich macht abstrakte Zusammenhänge anschaulich.
- Metapher: Eine bildhafte Formulierung kann die Aussage verstärken.
- Antithese: Ein Gegensatz kann einen Konflikt deutlich machen.
- Appell: Eine direkte Aufforderung kann den Schluss wirkungsvoll machen.
- Modalverb: Wörter wie „müssen“, „sollen“ oder „dürfen“ zeigen Forderungen und Bewertungen.
Angemessen formulieren
Ein Kommentar darf deutlich sein, aber er sollte nicht beleidigend, diskriminierend oder unsachlich werden. Besonders bei kontroversen Themen ist Fairness wichtig. Formuliere Kritik so, dass sie sich auf Handlungen, Entscheidungen oder Argumente bezieht, nicht auf die Würde von Personen. Vermeide unbelegte Vorwürfe und übertriebene Verallgemeinerungen.
Argumentieren im Kommentar
Argumentieren bedeutet, eine Aussage so zu begründen, dass andere sie nachvollziehen können. Ein Kommentar lebt von einer überzeugenden Argumentationskette. Dazu gehört, dass Du nicht nur Beispiele sammelst, sondern ihre Bedeutung erklärst.
Aufbau eines Arguments
Ein vollständiges Argument besteht aus mehreren Teilen. Zuerst steht eine Behauptung. Danach erklärst Du die Begründung. Anschließend folgt ein Beispiel oder Beleg. Zum Schluss verknüpfst Du das Argument wieder mit Deiner These.
Beispiel zum Thema „Schulbeginn“: „Ein späterer Schulbeginn kann die Konzentration verbessern. Viele Jugendliche sind früh am Morgen noch nicht voll leistungsfähig, weil ihr Schlafrhythmus anders verläuft. Wenn Unterricht erst später beginnt, könnten sie ausgeruhter lernen. Deshalb sollten Schulen flexible Anfangszeiten prüfen.“
Starke und schwache Argumente
Ein starkes Argument ist sachlich, passend, überprüfbar und für die Zielgruppe relevant. Ein schwaches Argument bleibt allgemein, übertreibt oder ersetzt Begründungen durch bloße Behauptungen. „Alle finden das schlecht“ ist schwach, weil unklar bleibt, wer „alle“ sind und warum diese Meinung begründet sein soll. Besser ist es, konkrete Beobachtungen, nachvollziehbare Zusammenhänge und überprüfbare Beispiele zu nutzen.
Gegenargumente nutzen
Ein Gegenargument schwächt Deinen Kommentar nicht automatisch. Im Gegenteil: Wenn Du ein Gegenargument fair aufgreifst und anschließend begründet entkräftest, wirkt Dein Text reflektierter. Du zeigst, dass Du nicht einseitig denkst. Wichtig ist, die Gegenposition nicht verzerrt darzustellen. Ein unfair vereinfachtes Gegenargument nennt man Strohmann-Argument. Es wirkt nur scheinbar überzeugend und sollte vermieden werden.
Materialgestütztes Schreiben
In Schule und Ausbildung wird häufig ein materialgestützter Kommentar verlangt. Dabei erhältst Du Texte, Statistiken, Diagramme, Bilder oder Zitate und sollst daraus einen eigenen Kommentar entwickeln. Materialgestützt bedeutet nicht, dass Du alles aus dem Material abschreibst. Du wählst gezielt aus, ordnest ein und verbindest die Informationen mit Deiner eigenen Argumentation.
Material auswerten
Beim Auswerten von Material helfen Dir folgende Fragen: Welche Informationen sind zentral? Welche Aussagen stützen meine These? Welche Informationen sprechen dagegen? Welche Quelle ist besonders glaubwürdig? Welche Daten brauchen eine Erklärung? Welche Begriffe müssen für Leserinnen und Leser verständlich gemacht werden?
Material einbauen
Material sollte knapp und funktional eingebaut werden. Ein Zitat, eine Zahl oder ein Beispiel darf nicht isoliert im Text stehen. Erkläre, was das Material zeigt und wie es zu Deinem Argument passt. Gute Formulierungen sind zum Beispiel: „Das Beispiel macht deutlich, dass ...“, „Die Zahl zeigt, wie stark ...“ oder „Diese Beobachtung stützt die These, dass ...“.
Digitale Kommentare und Netiquette
Das Wort „Kommentar“ begegnet Dir nicht nur in Zeitung und Unterricht, sondern auch in sozialen Medien, Blogs, Foren und Videoplattformen. Ein digitaler Kommentar ist oft kürzer als ein journalistischer Kommentar. Trotzdem gelten wichtige Grundregeln: Bleibe sachlich, begründe Deine Meinung, prüfe Informationen und respektiere andere Personen.
Verantwortung beim Kommentieren
Wer öffentlich kommentiert, trägt Verantwortung. Worte können informieren, verletzen, bestärken oder Diskussionen verändern. Gerade online verbreiten sich Aussagen schnell. Deshalb solltest Du prüfen, ob Deine Aussage wahr, notwendig und respektvoll formuliert ist. Kritik ist erlaubt, aber Hate Speech, Beleidigungen und gezielte Falschinformationen zerstören Diskussionen.
Gute Diskussionskultur
Eine gute Diskussionskultur entsteht, wenn Menschen einander zuhören, Argumente prüfen und unterschiedliche Sichtweisen aushalten. Das bedeutet nicht, dass jede Meinung gleich gut begründet ist. Es bedeutet aber, dass man Positionen mit Argumenten kritisiert und nicht Menschen abwertet.
Checkliste für Deinen Kommentar
- Thema: Ist klar, worum es geht?
- These: Ist Deine eigene Position eindeutig erkennbar?
- Argumentation: Gibt es mehrere nachvollziehbare Argumente?
- Beleg: Werden Beispiele, Fakten oder Beobachtungen sinnvoll genutzt?
- Gegenargument: Wird eine andere Sichtweise fair berücksichtigt?
- Aufbau: Sind Einleitung, Hauptteil und Schluss erkennbar?
- Sprache: Ist der Stil klar, pointiert und angemessen?
- Adressat: Passt der Text zur Zielgruppe?
- Fazit: Führt der Schluss zu einer klaren Bewertung oder Forderung?
- Überarbeitung: Wurden Rechtschreibung, Zeichensetzung und Ausdruck geprüft?
Beispiel: Mini-Kommentar
Thema: Sollte es mehr Projekttage an Schulen geben?
Schule soll auf das Leben vorbereiten. Doch wer nur Klassenarbeiten schreibt und Arbeitsblätter ausfüllt, lernt nicht automatisch, Probleme selbstständig zu lösen. Deshalb sollten Schulen mehr Projekttage einführen.
Ein wichtiges Argument ist, dass Projekttage selbstständiges Arbeiten fördern. Wenn Schülerinnen und Schüler ein Thema planen, recherchieren und präsentieren, übernehmen sie Verantwortung für ihren Lernprozess. Außerdem lernen sie, im Team zu arbeiten. Gerade diese Fähigkeit ist in Ausbildung, Studium und Beruf entscheidend. Zwar kosten Projekttage Zeit, die im Fachunterricht fehlt. Doch diese Zeit ist gut investiert, wenn Lernende dadurch fachliche Inhalte mit praktischen Erfahrungen verbinden.
Schulen brauchen nicht weniger Unterricht, sondern vielfältigere Lernformen. Projekttage können dazu beitragen, Wissen lebendig zu machen und junge Menschen besser auf reale Herausforderungen vorzubereiten.
Häufige Fehler
- Unklare These: Die Meinung bleibt verborgen oder wird erst am Ende zufällig sichtbar.
- Behauptung ohne Begründung: Der Text stellt Meinungen auf, erklärt sie aber nicht.
- Faktenfehler: Informationen werden ungeprüft übernommen.
- Einseitigkeit: Gegenargumente werden ignoriert oder unfair dargestellt.
- Sprunghafter Aufbau: Die Argumente folgen keiner erkennbaren Ordnung.
- Übertreibung: Wörter wie „immer“, „nie“ oder „alle“ werden ungenau verwendet.
- Beleidigung: Kritik wird persönlich statt sachlich formuliert.
- Schwacher Schluss: Der Text endet abrupt ohne Fazit oder Appell.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist ein Kommentar im journalistischen Sinn? (Ein Meinungsbeitrag zu einem Thema) (!Eine rein sachliche Nachricht) (!Eine Gedichtform) (!Eine Liste ohne Argumente)
Was gehört unbedingt zu einem überzeugenden Kommentar? (Eine klare These) (!Eine möglichst lange Überschrift) (!Eine neutrale Ereignisschilderung ohne Meinung) (!Eine zufällige Sammlung von Gedanken)
Worin unterscheidet sich ein Kommentar besonders von einem Bericht? (Er bewertet ein Thema erkennbar) (!Er verzichtet auf Sprache) (!Er nennt niemals Fakten) (!Er besteht nur aus Fragen)
Welche Funktion hat die Einleitung eines Kommentars? (Sie führt zum Thema hin und weckt Interesse) (!Sie ersetzt alle Argumente) (!Sie enthält nur Quellenangaben) (!Sie beendet die Diskussion)
Was macht ein starkes Argument aus? (Es ist passend begründet und nachvollziehbar) (!Es ist möglichst beleidigend) (!Es besteht nur aus einer Behauptung) (!Es vermeidet Beispiele grundsätzlich)
Warum kann ein Gegenargument im Kommentar sinnvoll sein? (Es zeigt eine faire Auseinandersetzung mit anderen Sichtweisen) (!Es ersetzt die eigene Meinung vollständig) (!Es macht den Text automatisch falsch) (!Es darf nie beantwortet werden)
Was ist ein Beleg in einem Kommentar? (Ein Beispiel oder Nachweis zur Stützung eines Arguments) (!Eine beliebige Zwischenüberschrift) (!Ein persönlicher Angriff) (!Ein Rechtschreibfehler)
Welche Sprache passt zu einem guten Kommentar? (Klar pointiert und fair) (!Unverständlich und beleidigend) (!Nur stichwortartig) (!Völlig ohne Wertungen)
Was sollte der Schluss eines Kommentars leisten? (Ein Fazit einen Ausblick oder Appell formulieren) (!Ein neues Thema ohne Zusammenhang beginnen) (!Alle Argumente löschen) (!Nur die Überschrift wiederholen)
Was ist beim digitalen Kommentieren besonders wichtig? (Respektvolle und verantwortungsbewusste Kommunikation) (!Möglichst schnelle ungeprüfte Behauptungen) (!Absichtliche Provokation ohne Inhalt) (!Beleidigungen als Stilmittel)
Memory
| These | Standpunkt |
| Argument | Begründung |
| Beleg | Nachweis |
| Gegenargument | Einwand |
| Appell | Handlungsaufforderung |
| Gliederung | Aufbau |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Einstieg | Aufmerksamkeit und Hinführung |
| These | Klare eigene Meinung |
| Argument | Begründete Stütze der Position |
| Gegenargument | Andere Sichtweise oder Einwand |
| Schluss | Fazit Ausblick oder Appell |
Kreuzworträtsel
| These | Wie nennt man die klare Hauptmeinung eines Kommentars? |
| Argument | Wie nennt man eine begründete Stütze der eigenen Meinung? |
| Beleg | Wie nennt man ein Beispiel oder einen Nachweis für ein Argument? |
| Appell | Wie nennt man eine auffordernde Schlussformulierung? |
| Glosse | Wie heißt eine kurze pointierte meinungsbetonte journalistische Form? |
| Stilmittel | Wie nennt man sprachliche Mittel wie Metapher oder rhetorische Frage? |
LearningApps
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Kommentar erkennen: Suche in einer Zeitung oder auf einer seriösen Nachrichtenseite einen Kommentar und markiere Stellen, an denen die Meinung der Autorin oder des Autors sichtbar wird.
- These formulieren: Formuliere zu drei Alltagsthemen jeweils eine klare These, die sich diskutieren lässt.
- Argumente sammeln: Sammle zu einem Thema Deiner Wahl drei Pro-Argumente und drei Contra-Argumente.
- Netiquette: Schreibe fünf Regeln für respektvolle Online-Kommentare und begründe jede Regel kurz.
Standard
- Kommentar schreiben: Verfasse einen Kommentar zur Frage, ob Smartphones im Unterricht stärker genutzt werden sollten.
- Gegenargument entkräften: Wähle eine eigene These und formuliere dazu ein Gegenargument, das Du anschließend fair entkräftest.
- Material auswerten: Nutze einen kurzen Sachtext oder ein Diagramm als Grundlage und schreibe daraus einen materialgestützten Kommentar.
- Sprachliche Mittel: Überarbeite einen sachlichen Absatz so, dass er als Kommentar pointierter wirkt, ohne unfair zu werden.
Schwer
- Debattenanalyse: Vergleiche zwei Kommentare zu demselben Thema und untersuche These, Argumente, Sprache und Schlussfolgerung.
- Redaktionsprojekt: Erstellt in einer Gruppe eine digitale Kommentarseite zu einem Schulthema mit Leitartikel, Kommentar und Leserkommentar.
- Podcast-Kommentar: Schreibe einen Kommentar und nimm ihn als kurzen Audiobeitrag auf. Achte auf Stimme, Betonung und Verständlichkeit.
- Faktencheck: Prüfe die Belege in einem Kommentar und bewerte, ob die Argumentation sachlich tragfähig ist.

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Lernkontrolle
- Kommentar und Bericht vergleichen: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum derselbe Sachverhalt in einem Bericht anders dargestellt wird als in einem Kommentar.
- Argumentationskette prüfen: Analysiere einen Kommentar daraufhin, ob These, Argumente, Belege und Schlussfolgerung logisch zusammenpassen.
- Gegenposition entwickeln: Schreibe zu einem vorhandenen Kommentar eine sachliche Gegenposition und begründe, welche Argumente Du stärker findest.
- Sprachwirkung untersuchen: Untersuche, wie rhetorische Fragen, Vergleiche oder Appelle die Wirkung eines Kommentars verändern.
- Transferaufgabe Medienbildung: Entwickle Regeln für eine faire Kommentarkultur in einer Schulplattform und begründe sie mit Erkenntnissen aus diesem Kurs.
- Qualitätsurteil: Bewerte einen Kommentar mithilfe der Checkliste und gib konkrete Verbesserungsvorschläge.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis verfasst Du einen eigenen Kommentar zu einem aktuellen oder schulnahen Thema. Dein Text soll eine klare These, mindestens drei ausgearbeitete Argumente, einen passenden Beleg, ein fair dargestelltes Gegenargument und einen überzeugenden Schluss enthalten. Zusätzlich gibst Du eine kurze Reflexion ab, in der Du erklärst, welche Überarbeitungsschritte Deinen Kommentar verbessert haben.
| Kriterium | Erwartung |
|---|---|
| Thema und These | Das Thema ist klar eingeführt und die eigene Position ist eindeutig erkennbar. |
| Argumentation | Die Argumente sind logisch geordnet, begründet und mit Beispielen oder Belegen gestützt. |
| Umgang mit Gegenargumenten | Eine andere Sichtweise wird fair dargestellt und nachvollziehbar beantwortet. |
| Aufbau | Einleitung, Hauptteil und Schluss sind funktional gestaltet. |
| Sprache | Der Stil ist klar, pointiert, adressatenbezogen und respektvoll. |
| Überarbeitung | Rechtschreibung, Zeichensetzung, Ausdruck und roter Faden wurden überprüft. |
OERs zum Thema
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Links
Zusammenfassung
Ein Kommentar ist eine meinungsorientierte Textsorte. Er unterscheidet sich vom Bericht, weil er nicht nur informiert, sondern bewertet und Stellung bezieht. Entscheidend sind eine klare These, eine überzeugende Argumentation, passende Belege, ein fairer Umgang mit Gegenargumenten und ein wirksamer Schluss. Wer Kommentare schreibt, übt nicht nur sprachliche Fähigkeiten, sondern auch kritisches Denken, Medienkompetenz und demokratische Diskussionskultur.
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