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Klassensprecherinnen und Klassensprecher wählen - Schule und Mitbestimmung - Sachunterricht

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Klassensprecherinnen und Klassensprecher wählen - Schule und Mitbestimmung - Sachunterricht




Klassensprecherinnen und Klassensprecher wählen - Schule und Mitbestimmung - Sachunterricht


Einleitung

In Deiner Klasse könnt Ihr Klassensprecherinnen und Klassensprecher wählen. Sie hören der Klasse zu. Sie tragen Wünsche und Ideen weiter. So übt Ihr Mitbestimmung und Demokratie.

Wichtig: Klassensprecherinnen und Klassensprecher sind keine Chefs. Sie entscheiden nicht allein. Sie sprechen für die Klasse.

Kinder üben eine Wahl.
Kinder üben eine Wahl.


Das lernst Du

  1. Aufgaben: Du weißt, was Klassensprecherinnen und Klassensprecher tun.
  2. Wählen: Du kennst die Schritte einer Wahl.
  3. Fair sein: Du achtest andere Meinungen.
  4. Mitbestimmen: Du bringst eigene Ideen ein.


Klassensprecherinnen und Klassensprecher

Eine Klassensprecherin oder ein Klassensprecher kann:

  1. Zuhören: Wünsche und Sorgen der Klasse sammeln.
  2. Sprechen: Ideen der Klasse weitergeben.
  3. Helfen: Bei Gesprächen ruhig unterstützen.
  4. Informieren: Nachrichten aus dem Klassenrat oder der Schülervertretung mitbringen.
  5. Zusammenarbeiten: Mit der Stellvertretung und der Klasse handeln.

Die Aufgaben können an jeder Schule etwas anders sein.

Kinder melden sich und teilen ihre Ideen.
Kinder melden sich und teilen ihre Ideen.


Das gehört nicht zum Amt

Eine Klassensprecherin oder ein Klassensprecher darf nicht:

  1. andere Kinder herumkommandieren
  2. allein über die Klasse bestimmen
  3. Geheimnisse weitererzählen
  4. Kinder bestrafen
  5. nur die Wünsche der eigenen Freunde vertreten


Gute Eigenschaften

Hilfreich sind:

  1. Zuhören
  2. Mut
  3. Freundlichkeit
  4. Gerechtigkeit
  5. Verlässlichkeit
  6. Teamarbeit

Niemand muss perfekt sein. Vieles kannst Du lernen.


So läuft eine Klassenwahl ab


Schritt 1: Regeln klären

Besprecht zuerst:

  1. Wer darf kandidieren?
  2. Wie viele Personen werden gewählt?
  3. Gibt es eine Stellvertretung?
  4. Wird geheim oder offen gewählt?
  5. Wann endet die Amtszeit?

Eine Kandidatur ist freiwillig. Niemand darf gezwungen werden.


Schritt 2: Kandidatinnen und Kandidaten finden

Kinder können sich selbst melden. Sie können kurz sagen:

  1. Warum möchte ich das Amt?
  2. Was kann ich gut?
  3. Welche Idee habe ich für unsere Klasse?

Alle hören ruhig zu. Niemand wird ausgelacht.


Schritt 3: Stimme abgeben

Bei einer geheimen Wahl schreibt oder markiert jedes Kind seine Wahl auf einem Stimmzettel. Danach kommt der Zettel in die Wahlurne.

Eine gezeichnete Wahlurne.
Eine gezeichnete Wahlurne.


Schritt 4: Stimmen zählen

Wahlhelferinnen und Wahlhelfer zählen gemeinsam. Das Ergebnis wird geprüft. Gewählt ist, wer nach den vereinbarten Regeln die nötigen Stimmen erhält.

Eine Wahlurne in einer Schule.
Eine Wahlurne in einer Schule.


Schritt 5: Ergebnis annehmen

Die gewählte Person darf Ja oder Nein sagen. Danach gratuliert die Klasse.

Wer nicht gewählt wurde, gehört weiter zur Gemeinschaft. Auch diese Kinder können Ideen einbringen und helfen.


Eine faire Wahl

Eine faire Klassenwahl kann diese Regeln haben:

  1. Frei: Du entscheidest selbst.
  2. Geheim: Du musst niemandem Deine Stimme verraten.
  3. Gleich: Jede Stimme zählt gleich viel.
  4. Respektvoll: Niemand wird beleidigt oder unter Druck gesetzt.
  5. Klar: Die Regeln sind vorher bekannt.

Wie eine Wahl genau abläuft, kann von Schule zu Schule verschieden sein.

Ein Stimmzettel wird in eine Wahlurne geworfen.
Ein Stimmzettel wird in eine Wahlurne geworfen.


Mitbestimmung in der Schule

Mitbestimmung bedeutet: Du darfst Deine Meinung sagen. Andere hören zu und nehmen Deine Meinung ernst.

Mitbestimmung kann es geben bei:

  1. Regeln für das Miteinander
  2. Ideen für den Klassenraum
  3. Themen im Klassenrat
  4. Pausenspielen
  5. Klassenaktionen
  6. Vorschlägen für Schulfeste

Nicht jeder Wunsch kann erfüllt werden. Entscheidungen müssen sicher, gerecht und möglich sein.


Kinderrechte und Meinung

Kinder haben das Recht, ihre Meinung zu sagen. Bei Dingen, die Kinder betreffen, soll ihre Meinung beachtet werden. Dabei zählen auch Alter und Reife.

Mitbestimmung heißt nicht: Kinder entscheiden alles allein. Kinder und Erwachsene suchen gemeinsam gute Lösungen.


Der Klassenrat

Im Klassenrat sprecht Ihr regelmäßig über das Zusammenleben. Eine einfache Runde kann so gehen:

  1. Was war gut?
  2. Was war schwierig?
  3. Welche Idee haben wir?
  4. Welche Lösung wählen wir?
  5. Wer übernimmt welche Aufgabe?


Merksatz

Eine gute Klassensprecherin oder ein guter Klassensprecher hört zu, spricht für die Klasse und arbeitet mit allen zusammen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine wichtige Aufgabe von Klassensprecherinnen und Klassensprechern? (Die Ideen der Klasse weitergeben) (!Alle Kinder bestrafen) (!Alle Regeln allein bestimmen) (!Nur für Freunde sprechen)




Was gehört zu einer fairen Wahl? (Jede Stimme zählt gleich viel) (!Ein Kind stimmt zweimal ab) (!Freunde bestimmen das Ergebnis) (!Die lauteste Person gewinnt)




Was ist eine Wahlurne? (Ein Behälter für Stimmzettel) (!Ein Heft für Hausaufgaben) (!Eine Tasche für Pausenbrot) (!Ein Buch über Tiere)




Was bedeutet eine geheime Wahl? (Niemand muss seine Stimme verraten) (!Nur die Lehrkraft darf wählen) (!Das Ergebnis bleibt immer unbekannt) (!Die Kandidaten zählen allein)




Wer darf bei einer Klassenwahl eine Meinung haben? (Alle Kinder der Klasse) (!Nur die besten Leser) (!Nur die ältesten Kinder) (!Nur die Freunde der Kandidaten)




Was sollte eine kandidierende Person tun? (Ihre Ideen ruhig vorstellen) (!Andere Kinder auslachen) (!Stimmen gegen Geschenke tauschen) (!Das Ergebnis vorher festlegen)




Was geschieht nach der Stimmabgabe? (Die Stimmen werden gemeinsam gezählt) (!Die Stimmzettel werden versteckt) (!Die Wahl wird vergessen) (!Nur ein Kandidat sieht die Zettel)




Was bedeutet Mitbestimmung? (Eigene Ideen sagen und gemeinsam beraten) (!Immer allein entscheiden) (!Nie auf andere hören) (!Alle Regeln abschaffen)




Was kann ein Kind tun, das nicht gewählt wurde? (Weiter Ideen einbringen und helfen) (!Die Klasse verlassen) (!Andere Kinder beleidigen) (!Das Ergebnis heimlich ändern)




Was ist für das Amt besonders hilfreich? (Gut zuhören) (!Andere herumkommandieren) (!Geheimnisse weitererzählen) (!Nur an sich denken)





Memory

Wahlurne sammelt die Stimmzettel
Kandidatur Wunsch gewählt zu werden
Mehrheit die meisten Stimmen
Vertretung spricht für eine Gruppe
Wahlgeheimnis niemand muss die Stimme verraten
Stellvertretung hilft und übernimmt bei Bedarf





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Wahlurne Hier kommen die Stimmzettel hinein.
Kandidatin Sie möchte gewählt werden.
Wahlhelfer Er hilft beim Zählen der Stimmen.
Stimmzettel Darauf wird die Wahl markiert.
Klassensprecher Er spricht für die Klasse.
Stellvertretung Sie hilft der gewählten Person.






Kreuzworträtsel

Wahlurne Worin werden die Stimmzettel gesammelt?
Stimmzettel Worauf markierst Du bei einer geheimen Wahl Deine Stimme?
Mehrheit Wie nennt man die größere Zahl von Stimmen?
Kandidatur Wie heißt der Wunsch, sich zur Wahl zu stellen?
Mitbestimmung Wie heißt das gemeinsame Einbringen von Meinungen und Ideen?
Vertretung Wie heißt das Sprechen für eine Gruppe?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Klassensprecherin hört der

zu.
Bei einer geheimen Wahl nutzt Du einen

.
Die Zettel kommen in die

.
Jede Stimme soll gleich viel

.
Niemand darf bei der Wahl unter

gesetzt werden.
Nach der Wahl werden die Stimmen gemeinsam

.
Mitbestimmung bedeutet, die eigene

einzubringen.
Wer nicht gewählt wurde, kann weiter

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bastel-Wahlurne: Baue aus einem Karton eine Wahlurne. Schneide den Schlitz nur mit Hilfe eines Erwachsenen.
  2. Eigenschaften-Bild: Male eine gute Klassensprecherin oder einen guten Klassensprecher. Schreibe drei passende Wörter dazu.
  3. Sprechblasen: Zeichne zwei Kinder. Ein Kind nennt eine Idee. Das andere hört gut zu.
  4. Stimmzettel gestalten: Entwirf einen einfachen Stimmzettel mit Kästchen zum Ankreuzen.


Standard

  1. Mini-Wahlrede: Schreibe oder sprich drei Sätze: Das kann ich gut. Das ist meine Idee. Darum möchte ich helfen.
  2. Interview führen: Frage eine Klassensprecherin oder einen Klassensprecher nach Aufgaben und Erfahrungen.
  3. Klassenrat üben: Führt eine kurze Runde zu einer echten Klassenfrage durch. Haltet eine Lösung fest.
  4. Rollenspiel Wahl: Spielt Kandidatur, geheime Stimmabgabe, Auszählung und Gratulation.


Schwer

  1. Eigene Wahlregeln: Formuliert fünf faire Regeln für Eure Klassenwahl. Begründet jede Regel.
  2. Fall lösen: Ein Kind fühlt sich bei der Wahl unfair behandelt. Entwickelt ein ruhiges Gespräch und eine faire Lösung.
  3. Mitbestimmungs-Landkarte: Sammelt Orte in der Schule, an denen Kinder mitreden können. Erstellt ein Plakat.
  4. Erklärvideo drehen: Produziert ein kurzes Video mit dem Titel So wählen wir fair. Achtet auf Datenschutz und holt Erlaubnisse ein.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Wahl prüfen: Eine Klasse stimmt durch Zurufen ab. Erkläre, was daran gut oder schwierig sein kann. Schlage eine faire Lösung vor.
  2. Aufgaben unterscheiden: Ordne Beispiele in Darf helfen, Muss mit der Klasse beraten und Darf nicht ein. Begründe Deine Entscheidungen.
  3. Zwei Sichtweisen: Ein Kind gewinnt, ein anderes verliert knapp. Beschreibe die Gefühle beider Kinder und einen respektvollen Umgang.
  4. Idee umsetzen: Plane, wie die Klasse über ein neues Pausenspiel entscheiden kann. Zeige alle Schritte.
  5. Gemeinsame Lösung: Zwei Gruppen haben verschiedene Wünsche für einen Ausflug. Entwickle ein Verfahren, bei dem beide Gruppen gehört werden.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis ist wichtig:

  1. Du erklärst die Aufgaben einer Klassenvertretung.
  2. Du beschreibst die Schritte einer fairen Wahl.
  3. Du kennst den Unterschied zwischen Helfen und Bestimmen.
  4. Du hörst anderen Meinungen zu.
  5. Du begründest eigene Vorschläge.
  6. Du entwickelst eine faire Lösung für ein Beispiel.
  7. Du zeigst ein eigenes Produkt, zum Beispiel ein Plakat, eine Wahlurne oder ein Erklärvideo.




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