Klassenlektüre Chatbot - Zukunftswerkstatt Schule - aiMOOC


Klassenlektüre Chatbot - Zukunftswerkstatt Schule - aiMOOC
Einleitung
Klassenlektüre Chatbot / Zukunftswerkstatt Schule verbindet Literaturunterricht, Künstliche Intelligenz, Medienbildung, Making, Kreativität und Zukunftskompetenz. Du lernst, wie eine Klassenlektüre nicht nur gelesen, sondern mit Hilfe eines Chatbots befragt, reflektiert, gestaltet und in eine eigene Zukunftswerkstatt übertragen werden kann. Der Chatbot ersetzt dabei nicht Dein Lesen, Denken oder Schreiben. Er dient als Lernpartner, als Ideengeber, als Gesprächsimpuls und als Anlass, genauer zu prüfen, was im Text wirklich steht.
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In diesem aiMOOC arbeitest Du mit einer literarischen Vorlage, entwickelst gute Prompts, untersuchst Figuren, Konflikte und Zukunftsfragen, planst kreative Medienprodukte und bewertest Chancen und Grenzen von generativer KI. Besonders wichtig ist: Jede Aussage über die Lektüre muss am Text überprüfbar bleiben. Ein Chatbot kann Formulierungen vorschlagen, Fragen stellen oder Rollen simulieren, aber er kann auch Fehler machen, einseitig antworten oder Informationen erfinden. Deshalb brauchst Du Textbelege, Quellenkritik, Datenschutz und eine klare Dokumentation Deiner KI-Nutzung.

Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, wie ein Chatbot im Deutschunterricht beim Lesen, Verstehen und Gestalten einer Klassenlektüre eingesetzt werden kann. Du kannst eigene Prompts formulieren, Chatbot-Antworten kritisch prüfen, literarische Figuren aus mehreren Perspektiven betrachten und eine Zukunftswerkstatt zur Frage entwickeln, wie Schule, Lesen und Lernen in einer von KI geprägten Welt aussehen können.
- Leseverstehen: Du erschließt Handlung, Figuren, Motive, Konflikte und Erzählweise einer Klassenlektüre.
- Prompting: Du formulierst klare Aufträge an einen Chatbot und verbesserst sie durch Kriterien.
- Textanalyse: Du vergleichst Chatbot-Antworten mit Textstellen und begründest Deine Bewertung.
- Medienkompetenz: Du erkennst Chancen, Grenzen, Fehlerquellen und ethische Fragen beim KI-Einsatz.
- Zukunftskompetenz: Du entwirfst Ideen für eine Schule, in der Menschen und Maschinen sinnvoll zusammenarbeiten.
- Projektlernen: Du entwickelst ein eigenes Produkt, zum Beispiel ein Lesetagebuch, ein Figureninterview, einen Prototyp oder eine Präsentation.
Grundidee: Klassenlektüre mit Chatbot
Eine Klassenlektüre ist ein gemeinsam gelesenes literarisches Werk, etwa ein Roman, eine Novelle, ein Drama, eine Graphic Novel oder ein längerer erzählender Text. Im traditionellen Unterricht werden dazu häufig Inhaltsangaben, Figurenkonstellationen, Interpretationen und Schreibaufgaben erstellt. Durch einen Chatbot kommen neue Möglichkeiten hinzu: Du kannst Fragen an eine Figur stellen, einen Konflikt aus einer anderen Perspektive betrachten, eine Szene umschreiben, eine Diskussion vorbereiten oder Dir Lernfragen generieren lassen.
Entscheidend ist jedoch, dass der Chatbot nicht als Wahrheitsmaschine behandelt wird. Besonders bei literarischen Texten kann ein Chatbot plausible, aber falsche Aussagen erzeugen. Vielleicht verwechselt er Figuren, erfindet Szenen oder deutet einen Konflikt zu allgemein. Darum gilt die wichtigste Regel: Erst lesen, dann fragen, dann prüfen. Der Chatbot ist ein Werkzeug für Denken und Sprache, nicht der Ersatz für eigene Textarbeit.
Beispiel für eine sinnvolle Chatbot-Nutzung
Du hast ein Kapitel gelesen und möchtest verstehen, warum eine Figur anders handelt, als Du erwartet hast. Ein schwacher Prompt wäre: Erkläre die Figur. Ein besserer Prompt wäre: Antworte als Lerncoach. Stelle mir drei Fragen, mit denen ich das Verhalten der Figur im dritten Kapitel genauer untersuchen kann. Verwende keine Informationen, die nicht aus meinem Textauszug hervorgehen. Noch besser wird der Prompt, wenn Du den Textauszug oder genaue Seitenangaben einbeziehst und anschließend prüfst, ob die Antwort durch den Text gedeckt ist.
Literarisches Lernen mit KI
Literarisches Lernen bedeutet, dass Du nicht nur den Inhalt eines Textes wiedergibst, sondern Erfahrungen mit Sprache, Perspektive, Mehrdeutigkeit und Deutung machst. Ein Chatbot kann dabei helfen, indem er Denkwege sichtbar macht. Er kann Gegenfragen stellen, mehrere Interpretationshypothesen formulieren oder Dir helfen, einen inneren Monolog vorzubereiten. Die eigentliche literarische Leistung bleibt aber Deine: Du entscheidest, welche Deutung überzeugend ist, welche Textstelle sie stützt und welche Alternative möglich bleibt.
Chatbot: Chancen und Grenzen
Ein Chatbot ist ein digitales System, das Sprache verarbeitet und Antworten in natürlicher Sprache erzeugt. Moderne Chatbots können Texte zusammenfassen, Ideen sammeln, Fragen beantworten, Rollen übernehmen und Rückmeldungen geben. Für die Schule eröffnet das neue Lernwege, besonders wenn Lernende unterschiedlich schnell lesen, schreiben oder formulieren.
Gleichzeitig gibt es Risiken. Ein Chatbot versteht literarische Texte nicht wie ein Mensch. Er berechnet wahrscheinliche sprachliche Antworten auf Grundlage seiner Daten, seines Modells und des aktuellen Gesprächs. Dadurch können sogenannte Halluzinationen entstehen: Die Antwort klingt überzeugend, ist aber inhaltlich falsch. Weitere Risiken sind Bias, also Verzerrungen, unklare Urheberrechtsfragen, unpassende Vereinfachungen, Datenschutzprobleme und die Gefahr, eigene Denkarbeit zu früh auszulagern.
Kritisch-konstruktiver Umgang
Ein sinnvoller Unterricht mit Chatbots ist weder unkritische Technikbegeisterung noch pauschales Verbot. Kritisch-konstruktiv bedeutet: Du nutzt KI dort, wo sie Lernen, Sprache, Kreativität und Reflexion unterstützen kann. Gleichzeitig prüfst Du Ergebnisse, dokumentierst Deine Nutzung und entscheidest bewusst, wann Du ohne KI arbeitest. Besonders im Literaturunterricht ist diese Balance wichtig, weil Lesen, Interpretieren und Schreiben persönliche, soziale und kulturelle Fähigkeiten sind.
Datenschutz und Verantwortung
Bei der Arbeit mit Chatbots dürfen keine privaten Daten eingegeben werden. Dazu gehören vollständige Namen, Adressen, Telefonnummern, Gesundheitsdaten, Passwörter, persönliche Konflikte oder vertrauliche Informationen aus der Klasse. Auch Texte von Mitschülerinnen und Mitschülern dürfen nicht ohne Erlaubnis in ein KI-System kopiert werden. In schulischen Projekten braucht es klare Regeln: Welche Tools sind erlaubt? Welche Daten dürfen verwendet werden? Wie wird die KI-Nutzung dokumentiert? Welche Aufgaben müssen vollständig eigenständig bearbeitet werden?
Die Methode Zukunftswerkstatt
Die Zukunftswerkstatt ist eine kreative Methode, mit der Gruppen Probleme untersuchen und eigene Lösungen entwerfen. Sie wird häufig in Bildung, Beteiligung, Stadtentwicklung und Organisationsentwicklung eingesetzt. Im Kontext dieses aiMOOCs lautet die Leitfrage: Wie kann eine Schule aussehen, in der Lesen, KI, Medien, Technik, Kreativität und Menschlichkeit sinnvoll zusammenwirken?
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Die Phasen der Zukunftswerkstatt
Die klassische Zukunftswerkstatt arbeitet mit drei zentralen Phasen. In der Kritikphase sammelst Du Probleme, Sorgen und Hindernisse. In der Fantasiephase darfst Du mutig und frei denken: Was wäre möglich, wenn Zeit, Geld, Technik oder Gewohnheiten keine Grenze wären? In der Verwirklichungsphase prüfst Du, welche Ideen realistisch umgesetzt werden können. Diese Struktur passt gut zum Thema KI in der Bildung, weil sie nicht nur fragt, was Technik kann, sondern auch, welche Schule wir wollen.
- Kritikphase: Welche Probleme entstehen, wenn KI unreflektiert für Klassenlektüren genutzt wird?
- Fantasiephase: Wie könnte eine ideale Leseumgebung mit Chatbots, Makerspace, Medienproduktion und persönlichen Gesprächen aussehen?
- Verwirklichungsphase: Welche Regeln, Produkte und Lernformen können wir in unserer Klasse wirklich erproben?
Didaktisches Modell für den Unterricht
Ein Unterrichtsprojekt zu Klassenlektüre Chatbot / Zukunftswerkstatt Schule kann in mehreren Bausteinen aufgebaut werden. Die Bausteine lassen sich an unterschiedliche Altersstufen, Schulformen und Lektüren anpassen.
Baustein 1: Lesen und sichern
Zuerst liest Du den Text. Dabei hältst Du wichtige Figuren, Orte, Konflikte, Wendepunkte, Motive und offene Fragen fest. Dies kann analog in einem Heft, digital in einem Dokument oder kollaborativ auf einer Lernplattform geschehen. Ohne diese Grundlage kann ein Chatbot kaum sinnvoll helfen, weil Du seine Antworten nicht prüfen kannst.
Baustein 2: Fragen entwickeln
Aus Deinen Leseeindrücken entstehen Fragen. Manche Fragen sind sachlich: Was passiert in diesem Kapitel? Andere Fragen sind interpretierend: Warum verschweigt die Figur ihre Angst? Wieder andere sind kreativ: Wie könnte die Szene aus Sicht einer Nebenfigur klingen? Gute Fragen sind der Kern guter Chatbot-Gespräche.
Baustein 3: Prompts schreiben
Ein Prompt ist die Eingabe, mit der Du einem Chatbot eine Aufgabe gibst. Gute Prompts enthalten Rolle, Ziel, Material, Arbeitsform und Qualitätskriterien. Beispiel: Übernimm die Rolle eines Deutsch-Lerncoachs. Hilf mir, drei Deutungshypothesen zu dieser Szene zu entwickeln. Beziehe Dich nur auf den folgenden Textauszug. Nenne zu jeder Hypothese einen möglichen Textbeleg.
Baustein 4: Antworten prüfen
Die Antwort des Chatbots wird nicht einfach übernommen. Du vergleichst sie mit dem Text, markierst passende Stellen, streichst falsche Aussagen und ergänzt eigene Überlegungen. Die beste Lernleistung entsteht oft dort, wo Du eine KI-Antwort verbesserst, begründest oder widersprichst.
Baustein 5: Produkt gestalten
Nun entsteht ein Produkt. Das kann ein Lesetagebuch, ein Podcast, ein Plakat, ein Erklärvideo, eine Rollenkarte, ein Storyboard, ein Chatbot-Konzept, ein Prototyp im Makerspace oder eine Ausstellung sein. Wichtig ist, dass das Produkt die Lektüre, die KI-Nutzung und Deine Reflexion miteinander verbindet.
Baustein 6: Zukunftswerkstatt durchführen
Am Ende überträgst Du Deine Erfahrungen auf die Zukunft der Schule. Welche Regeln braucht eine faire KI-Nutzung? Wie müssen Aufgaben gestaltet sein, damit Menschen weiter selbst denken? Welche Räume, Medien und Methoden fördern Kreativität? Welche Rolle spielen Lehrkräfte, Mitschülerinnen und Mitschüler, Bücher, Geräte und Gespräche?
Prompt-Werkstatt
Gute Prompts sind präzise, begrenzt und überprüfbar. Ein schlechter Prompt fordert oft nur ein fertiges Ergebnis. Ein guter Prompt hilft Dir beim Denken. Er macht sichtbar, was Du bereits weißt, wo Du unsicher bist und welche Kriterien gelten sollen.
Bausteine eines guten Prompts
- Rolle: Lege fest, ob der Chatbot als Lerncoach, Literaturkritiker, Figur, Moderator oder Gegenargumentgeber antworten soll.
- Aufgabe: Beschreibe genau, was entstehen soll, zum Beispiel Fragen, Feedback, Vergleich, Gliederung oder Deutungshypothese.
- Material: Gib Textauszug, Kapitel, Seitenangabe oder Deine eigenen Notizen an, wenn dies erlaubt ist.
- Kriterien: Fordere Textbelege, kurze Antworten, mehrere Perspektiven, einfache Sprache oder eine tabellarische Struktur.
- Grenzen: Sage ausdrücklich, was der Chatbot nicht tun soll, zum Beispiel keine erfundenen Szenen oder keine vollständige Lösung.
Prompt-Beispiele für die Klassenlektüre
- Figurenanalyse: Antworte als Deutsch-Lerncoach. Stelle mir fünf Fragen, mit denen ich die Entwicklung der Hauptfigur untersuchen kann. Frage nach Textbelegen.
- Rolleninterview: Simuliere ein Interview mit einer Figur. Antworte nur auf Grundlage der Informationen, die ich Dir aus dem Text gebe.
- Konfliktanalyse: Hilf mir, den zentralen Konflikt dieser Szene in eigenen Worten zu beschreiben. Nenne zwei mögliche Deutungen.
- Sprachuntersuchung: Untersuche die Wirkung der Sprache in diesem kurzen Textauszug. Achte auf Wortwahl, Satzbau und Stimmung.
- Kreatives Schreiben: Gib mir drei Ideen für einen inneren Monolog, aber schreibe den Monolog nicht vollständig aus.
- Feedback: Lies meinen Absatz und gib mir Rückmeldung zu Verständlichkeit, Textbelegen und eigener Deutung.
Making, Medien und Kreativität
Die Verbindung von Making, Medienproduktion und Literatur macht die Klassenlektüre sichtbar und gestaltbar. Du kannst eine Szene als Hörspiel umsetzen, ein Chatbot-Interface auf Papier entwerfen, ein Erklärvideo produzieren oder einen Raum der Zukunft bauen. Entscheidend ist nicht die Technik allein, sondern die Frage: Wie hilft das Produkt, den Text besser zu verstehen und über Zukunft nachzudenken?

Mögliche Projektprodukte
- Chatbot-Konzept: Entwirf einen sicheren Lernchatbot für eine konkrete Klassenlektüre mit Regeln, Beispielprompts und Grenzen.
- Lesetagebuch: Dokumentiere Leseeindrücke, Fragen, KI-Antworten, Textbelege und eigene Reflexionen.
- Figureninterview: Entwickle ein Interview mit einer literarischen Figur und prüfe jede Antwort anhand des Textes.
- Podcast: Produziere eine Folge zur Frage, ob KI das Lesen vertieft oder oberflächlicher macht.
- Storyboard: Plane ein Erklärvideo über verantwortungsvolle KI-Nutzung im Literaturunterricht.
- Prototyp: Baue ein Modell für einen Lernraum der Zukunft, in dem Bücher, Gespräche, KI und kreative Werkzeuge zusammenwirken.
Bewertungskriterien
Ein gutes Projekt zeigt nicht nur ein schönes Ergebnis, sondern auch den Lernprozess. Besonders wichtig sind Textnähe, Eigenleistung, Transparenz und Reflexion. Du solltest jederzeit erklären können, welche Teile von Dir stammen, welche Impulse durch KI entstanden sind und wie Du diese geprüft hast.
- Textnähe: Aussagen zur Lektüre werden mit passenden Textstellen begründet.
- Eigenständigkeit: Eigene Gedanken, Entscheidungen und Formulierungen sind erkennbar.
- Transparenz: Die KI-Nutzung wird dokumentiert, zum Beispiel durch Prompt-Protokoll oder Reflexionsabschnitt.
- Kritikfähigkeit: Fehler, Verzerrungen und Grenzen der Chatbot-Antworten werden benannt.
- Kreativität: Das Produkt zeigt eine eigene Idee und passt zum Thema.
- Transfer: Erfahrungen aus der Lektüre werden auf die Zukunft von Schule und Lernen übertragen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist die wichtigste Grundregel beim Einsatz eines Chatbots zur Klassenlektüre? (Erst lesen dann fragen dann prüfen) (!Den Chatbot die Lektüre vollständig ersetzen lassen) (!Nur die kürzeste Antwort übernehmen) (!Alle Antworten ohne Textbelege verwenden)
Welche Bestandteile gehören zu einem guten Prompt? (Rolle Aufgabe Material und Kriterien) (!Passwort Adresse und Telefonnummer) (!Zufällige Wörter ohne Ziel) (!Nur der Name der Lektüre)
Warum müssen Chatbot-Antworten zur Lektüre überprüft werden? (Chatbots können ungenaue oder erfundene Aussagen erzeugen) (!Chatbots dürfen nie Fragen beantworten) (!Literatur hat keine überprüfbaren Textstellen) (!Jede KI Antwort ist automatisch richtig)
Welche Phase folgt in der Zukunftswerkstatt auf die Kritikphase? (Fantasiephase) (!Abschlussprüfung) (!Verbotsphase) (!Notenphase)
Welche Datenschutzregel ist beim schulischen Chatbot-Einsatz besonders wichtig? (Keine persönlichen Daten eingeben) (!Private Konflikte vollständig kopieren) (!Passwörter zum Testen eintragen) (!Namen und Adressen veröffentlichen)
Was ist ein Textbeleg? (Eine Textstelle die eine Aussage stützt) (!Eine erfundene Szene) (!Eine Bewertung ohne Begründung) (!Ein Bild ohne Bezug)
Welche Funktion hat ein Chatbot-Lesetagebuch? (Es dokumentiert Leseprozess KI Nutzung und Reflexion) (!Es ersetzt das Lesen der Lektüre) (!Es sammelt nur fertige Lösungen) (!Es löscht alle eigenen Gedanken)
Was fördert ein gut vorbereitetes Figureninterview mit einem Chatbot? (Perspektivübernahme) (!Abschreiben ohne Nachdenken) (!Vermeidung von Textarbeit) (!Automatische Benotung)
Was bedeutet Bias im Zusammenhang mit KI? (Verzerrung durch Daten Regeln oder Nutzung) (!Ein fehlerfreies Ergebnis) (!Ein gedrucktes Buch) (!Eine neutrale Garantie)
Woran erkennt man einen gelungenen Lernnachweis in diesem Projekt? (Er zeigt Ergebnis Prozess Reflexion und Quellen) (!Er besteht nur aus einer KI Antwort) (!Er enthält keine Begründungen) (!Er verschweigt die verwendeten Hilfsmittel)
Memory
| Prompt | Präziser Arbeitsauftrag an den Chatbot |
| Textbeleg | Stelle aus der Lektüre zur Begründung |
| Kritikphase | Probleme und Sorgen sammeln |
| Fantasiephase | Mutige Zukunftsideen entwickeln |
| Datenschutz | Persönliche Informationen schützen |
| Reflexion | Eigene Nutzung und Wirkung auswerten |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Kritikphase | Probleme beim KI Einsatz sammeln |
| Fantasiephase | Wunschschule mit neuen Lernideen entwerfen |
| Verwirklichungsphase | Umsetzbare Schritte für die Klasse planen |
| Textarbeit | Aussagen mit Stellen aus der Lektüre prüfen |
| Reflexion | Chancen Grenzen und Eigenleistung auswerten |
Kreuzworträtsel
| Chatbot | Wie nennt man ein digitales System das in natürlicher Sprache antwortet? |
| Prompt | Wie heißt die Eingabe mit der Du einem Chatbot eine Aufgabe gibst? |
| Figur | Wie nennt man eine handelnde Person in einem literarischen Text? |
| Datenschutz | Welches Prinzip schützt persönliche Informationen? |
| Halluzination | Wie nennt man eine überzeugend klingende aber falsche KI Aussage? |
| Reflexion | Wie heißt das bewusste Nachdenken über Prozess Ergebnis und Wirkung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Lesefragen: Sammle zu einem Kapitel Deiner Klassenlektüre fünf Fragen, die ein Chatbot Dir nicht einfach beantworten soll, sondern mit denen er Dich zum genaueren Lesen anregen soll.
- Figurenkarte: Erstelle eine Figurenkarte mit Eigenschaften, Beziehungen, Konflikten und passenden Textbelegen.
- Promptvergleich: Schreibe zwei Prompts zum gleichen Thema, einen ungenauen und einen verbesserten, und erkläre, warum der zweite besser ist.
- KI-Regeln: Formuliere fünf Klassenregeln für eine faire, sichere und lernförderliche Nutzung von Chatbots.
Standard
- Rolleninterview: Entwickle ein Interview mit einer Figur der Lektüre und markiere zu jeder Antwort, welche Textstelle sie stützt oder wo Unsicherheit bleibt.
- Chatbot-Lesetagebuch: Führe für zwei Kapitel ein Lesetagebuch mit eigenen Notizen, Prompt, Chatbot-Antwort, Prüfung und persönlicher Reflexion.
- Szenenwerkstatt: Wähle eine Schlüsselszene aus und entwickle mit KI-Unterstützung drei Deutungshypothesen, die Du anschließend mit Textbelegen bewertest.
- Faktencheck: Lass einen Chatbot eine Zusammenfassung eines Kapitels erstellen und untersuche systematisch, welche Aussagen richtig, ungenau oder falsch sind.
Schwer
- Zukunftswerkstatt: Plane und moderiere in einer Gruppe eine Zukunftswerkstatt zur Frage, wie KI das Lesen und Lernen in Eurer Schule verändern sollte.
- Chatbot-Konzept: Entwirf einen sicheren Klassenlektüre-Chatbot mit Zielgruppe, Funktionen, Grenzen, Datenschutzregeln, Beispielprompts und Bewertungskriterien.
- Debatte: Bereite eine Pro-und-Kontra-Debatte zur These vor, dass Chatbots literarisches Lernen vertiefen können, wenn sie transparent genutzt werden.
- Medienprodukt: Produziere ein Video, einen Podcast, eine Ausstellung oder einen Prototyp zum Thema Zukunftswerkstatt Schule und erkläre, wie Lektüre, KI und Kreativität zusammenhängen.

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Lernkontrolle
- Analyse einer KI-Antwort: Vergleiche eine Chatbot-Deutung zu einer Szene mit dem Originaltext und bewerte, welche Aussagen gut begründet, fraglich oder falsch sind.
- Transfer auf eine neue Lektüre: Übertrage das Projektmodell auf eine andere Klassenlektüre und erkläre, welche Aufgaben gleich bleiben und welche angepasst werden müssen.
- Ethik-Fall: Beurteile einen Fall, in dem Lernende private Chatverläufe, Namen oder fremde Texte in ein KI-System eingeben, und entwickle bessere Regeln.
- Prompt-Design: Entwirf einen Prompt, der nicht die Lösung vorgibt, sondern Mitschülerinnen und Mitschüler beim eigenen Interpretieren unterstützt.
- Zukunftsentwurf: Entwickle ein begründetes Szenario für eine Schule der Zukunft, in der Bücher, Gespräche, KI, Making und Medienbildung ausgewogen verbunden sind.
- Bewertungsraster: Erstelle Kriterien, mit denen ein Chatbot-Lesetagebuch fair bewertet werden kann, ohne nur das Endprodukt zu beurteilen.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis erstellst Du ein Portfolio oder eine Projektpräsentation. Es soll zeigen, wie Du gelesen, gefragt, geprüft, gestaltet und reflektiert hast. Der Lernnachweis enthält keine ungeprüften KI-Texte als fertige Lösung, sondern macht Deinen Lernweg sichtbar.
- Portfolio: Sammle Leseaufzeichnungen, Figurenkarten, Prompts, Chatbot-Antworten, Korrekturen und Textbelege.
- Prompt-Protokoll: Dokumentiere mindestens drei Prompts und erkläre, wie Du sie verbessert hast.
- Textprüfung: Zeige an mindestens zwei Beispielen, wie Du eine KI-Antwort mit der Lektüre verglichen hast.
- Produkt: Präsentiere ein kreatives Ergebnis, zum Beispiel ein Figureninterview, einen Podcast, ein Video, ein Modell oder ein Chatbot-Konzept.
- Reflexion: Erkläre, was der Chatbot erleichtert hat, wo er problematisch war und welche Entscheidungen bewusst von Dir getroffen wurden.
Unterrichtsplanung für Lehrkräfte
Der aiMOOC kann in einer kurzen Unterrichtssequenz, als Projektwoche oder als längere Einheit eingesetzt werden. Für jüngere Lernende empfiehlt sich eine stark angeleitete Arbeit mit vorgegebenen Prompts und klaren Reflexionsfragen. Für ältere Lernende kann die Einheit stärker projektorientiert geöffnet werden. Zentral bleibt, dass Aufgaben so gestaltet werden, dass Prozess, Begründung und Reflexion wichtiger sind als ein schnell erzeugtes Endprodukt.
Möglicher Ablauf
- Einstieg: Video ansehen, Vorwissen sammeln und Chancen sowie Sorgen zum Thema KI im Literaturunterricht notieren.
- Lektürearbeit: Kapitel lesen, wichtige Stellen markieren und eigene Fragen formulieren.
- Prompt-Werkstatt: Gute und schwache Prompts vergleichen, verbessern und testen.
- Prüfphase: Chatbot-Antworten anhand der Lektüre kontrollieren und überarbeiten.
- Zukunftswerkstatt: Kritik, Fantasie und Umsetzung zur Schule der Zukunft erarbeiten.
- Präsentation: Produkte vorstellen, Feedback geben und KI-Nutzung transparent reflektieren.
Quellen und Orientierung
- Kultusministerkonferenz: Handlungsempfehlung zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz in schulischen Bildungsprozessen
- Europäische Kommission: Leitlinien zum ethischen Einsatz von KI und Daten in Unterricht und Lernen
- KI-Campus: Lernangebote zu Künstlicher Intelligenz
- Wikimedia Commons: Freie Medien für Bildung und OER
- LearningApps: Interaktive Lernbausteine erstellen und nutzen
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