KI-Zukunftswerkstätten in der Schule


KI-Zukunftswerkstätten in der Schule
KI-Zukunftswerkstätten in der Schule: Gestalten statt Vorhersagen / KI im Deutschunterricht
Einleitung
Künstliche Intelligenz verändert, wie Menschen Texte planen, schreiben, überarbeiten, lesen, bewerten und veröffentlichen. Im Deutschunterricht der Klassen 5 bis 10 geht es deshalb nicht nur darum, KI-Werkzeuge zu bedienen. Es geht vor allem darum, mit Sprache, Medienbildung, Kreativität, Urteilskompetenz und Demokratiebildung eine wünschbare Zukunft aktiv mitzugestalten. Eine KI-Zukunftswerkstatt verbindet die Methode der Zukunftswerkstatt mit sprachlichen, literarischen und medialen Aufgaben: Du untersuchst Gegenwartsprobleme, entwirfst Zukunftsbilder, schreibst Texte, prüfst KI-Ausgaben kritisch und entwickelst konkrete Handlungsprojekte für Schule, Alltag oder Öffentlichkeit.
Gestalten statt Vorhersagen bedeutet: KI soll nicht als Orakel verstanden werden. KI-Systeme können Muster in Daten verarbeiten, Formulierungen vorschlagen, Varianten erzeugen und Perspektiven simulieren. Sie können aber keine sichere Zukunft kennen. In einer KI-Zukunftswerkstatt nutzt Du KI deshalb als Werkzeug, Gesprächspartner, Textassistent und Kritikspiegel, während die Verantwortung für Ziele, Werte, Quellen, Entscheidungen und Ergebnisse bei Menschen bleibt.
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Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, warum Künstliche Intelligenz im Deutschunterricht nicht nur ein technisches, sondern auch ein sprachliches, ethisches und gesellschaftliches Thema ist. Du kannst die Phasen einer Zukunftswerkstatt anwenden, eigene Zukunftsszenarien entwickeln, KI-Ausgaben auf Plausibilität, Bias, Quellenbezug und sprachliche Wirkung prüfen und daraus ein konkretes Gestaltungsprojekt ableiten.
- KI-Kompetenz: Du beschreibst Chancen und Grenzen generativer KI für Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören.
- Sprachreflexion: Du untersuchst, wie KI Texte strukturiert, welche Wörter sie wählt und welche Perspektiven sie verstärkt oder ausblendet.
- Medienbildung: Du prüfst Informationen, erkennst Manipulation, kennzeichnest KI-Nutzung und reflektierst Datenschutz.
- Zukunftskompetenz: Du entwirfst mögliche, wünschbare und vermeidbare Entwicklungen und formulierst begründete Handlungsoptionen.
- Schreibkompetenz: Du planst, verfasst, überarbeitest und präsentierst eigene Texte mit nachvollziehbarem Arbeitsprozess.
Grundidee: Was ist eine KI-Zukunftswerkstatt?
Die Zukunftswerkstatt ist eine partizipative Methode, die auf Robert Jungk, Rüdiger Lutz und Norbert R. Müllert zurückgeht. Sie soll Menschen befähigen, Probleme nicht nur zu beschreiben, sondern kreative Lösungsideen und umsetzbare Projekte zu entwickeln. Im schulischen Kontext wird daraus eine Lernform, in der Du beobachtest, fragst, schreibst, diskutierst, gestaltest und handelst.
Eine KI-Zukunftswerkstatt überträgt diese Idee auf die digitale Gegenwart. Dabei wird KI nicht als Ersatz für eigenes Denken verwendet, sondern als Anlass für bessere Fragen: Welche Zukunftsbilder erzeugt ein KI-System? Welche Annahmen stecken darin? Welche Stimmen fehlen? Welche Sprache wirkt überzeugend, welche manipulativ, welche diskriminierend? Welche Zukunft wollen wir in unserer Klasse, Schule oder Stadt selbst mitgestalten?

Warum Zukunft nicht vorhergesagt, sondern gestaltet wird
Viele KI-Systeme erzeugen Antworten, indem sie aus Trainingsdaten und Eingaben wahrscheinliche Muster ableiten. Das kann hilfreich sein, wenn Du Ideen sammelst, Textvarianten vergleichst oder eine Diskussion vorbereitest. Es wird problematisch, wenn KI-Ausgaben als Wahrheit, Prognose oder objektives Urteil missverstanden werden. Besonders im Deutschunterricht ist diese Unterscheidung wichtig, weil Sprache Wirklichkeit nicht nur beschreibt, sondern auch beeinflusst.
Ein KI-generierter Text über die Schule der Zukunft kann zum Beispiel sehr überzeugend klingen. Trotzdem musst Du fragen: Welche Interessen werden sichtbar? Welche Begriffe wiederholen sich? Wird Bildung nur als Effizienz beschrieben? Kommen Inklusion, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Privatsphäre, Kreativität und Mitbestimmung vor? In einer KI-Zukunftswerkstatt lernst Du, solche Fragen systematisch zu stellen und in eigene Texte, Projekte und Entscheidungen zu übersetzen.
KI im Deutschunterricht: Lernbereiche und Beispiele
Deutschunterricht ist ein besonders geeigneter Ort für die Auseinandersetzung mit KI, weil KI-Systeme häufig über Sprache funktionieren. Sie schreiben Zusammenfassungen, beantworten Fragen, formulieren Argumente, erzeugen Dialoge, verändern Stile oder schlagen Überschriften vor. Genau deshalb muss der Unterricht zeigen, wie solche Ergebnisse entstehen, wie sie überprüft werden und wie Du sie verantwortungsvoll nutzt.
- Lesen: Du vergleichst menschliche und KI-generierte Texte, prüfst Aussagen und erkennst Perspektiven.
- Schreiben: Du nutzt KI für Ideen, Gliederungen, Feedback und Überarbeitung, aber nicht als Ersatz für eigene Autorschaft.
- Sprechen und Zuhören: Du führst Debatten über KI, simulierst Rollen und trainierst begründetes Argumentieren.
- Sprachreflexion: Du untersuchst Wortwahl, Satzbau, Stil, Ton, Adressatenbezug und persuasive Strategien.
- Medienkompetenz: Du bewertest Quellen, erkennst Falschinformationen, kennzeichnest Hilfsmittel und schützt Daten.

Die drei Werkstattphasen im Unterricht
Kritikphase: Gegenwart verstehen
In der Kritikphase sammelst Du Probleme, Sorgen und Widersprüche. Im Thema KI und Deutschunterricht könnten Fragen lauten: Werden Texte noch selbst geschrieben? Wer profitiert von KI? Welche Daten geben wir preis? Wie verändern sich Hausaufgaben, Klassenarbeiten und Kreativität? Welche Chancen haben Lernende mit unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen? Wichtig ist: Kritik bedeutet nicht Ablehnung, sondern genaues Hinsehen.
Mögliche Produkte der Kritikphase sind ein Cluster, ein Kommentar, eine Mindmap, ein Interview, ein Lesetagebuch, ein Podcast oder eine Liste mit überprüfbaren Leitfragen. KI kann helfen, Fragen zu sortieren oder Gegenargumente zu formulieren. Die Klasse entscheidet aber selbst, welche Probleme wirklich wichtig sind.
Utopiephase: Möglichkeiten öffnen
In der Utopiephase darfst Du zunächst frei denken. Wie könnte ein gerechter, kreativer und sprachsensibler Unterricht mit KI aussehen? Welche neuen Textsorten entstehen? Wie könnten Lernende Feedback erhalten, ohne überwacht zu werden? Wie kann KI mehr Teilhabe ermöglichen, ohne menschliche Beziehungen zu ersetzen? In dieser Phase sind ungewöhnliche Ideen erwünscht.
KI kann hier als Ideengeberin genutzt werden, etwa indem sie aus einer Ausgangsfrage mehrere Zukunftsbilder erstellt. Danach überprüfst Du die Vorschläge: Was ist inspirierend? Was ist oberflächlich? Welche Begriffe sind unklar? Welche ethischen Fragen fehlen? Aus KI-Ausgaben werden so Rohmaterialien für eigene Zukunftserzählungen, Szenarien, Manifeste, Reden oder Dialoge.
Verwirklichungsphase: Handeln planen
In der Verwirklichungsphase werden Ideen konkret. Eine Klasse könnte zum Beispiel einen Leitfaden für faire KI-Nutzung entwickeln, eine Ausstellung zu KI und Sprache gestalten, einen Elternabend vorbereiten, eine Podcastfolge aufnehmen oder ein Regelplakat für Klassenarbeiten entwerfen. Wichtig ist, dass aus Zukunftsbildern überprüfbare nächste Schritte werden.
Ein gutes Werkstattprojekt beantwortet fünf Fragen: Was wollen wir verändern? Für wen ist das wichtig? Welche sprachlichen Produkte brauchen wir? Welche Rolle darf KI übernehmen? Woran erkennen wir, dass unser Projekt verantwortungsvoll ist?
Rollen von KI in der Zukunftswerkstatt
KI kann im Deutschunterricht verschiedene Rollen einnehmen. Diese Rollen müssen transparent festgelegt und reflektiert werden. Dadurch lernst Du, KI zielgerichtet einzusetzen, statt Dich von zufälligen Ergebnissen lenken zu lassen.
- Ideengeber: KI schlägt Themen, Fragen, Perspektiven oder Textanfänge vor.
- Sprachcoach: KI gibt Hinweise zu Verständlichkeit, Struktur, Stil oder Adressatenbezug.
- Gegenposition: KI formuliert Einwände, damit Du Argumente schärfen kannst.
- Perspektivwechsel: KI simuliert Sichtweisen verschiedener Rollen, die anschließend kritisch geprüft werden.
- Redaktionshilfe: KI unterstützt beim Kürzen, Strukturieren oder Umformulieren.
- Prüfpartner: KI hilft beim Finden möglicher Lücken, ersetzt aber keine Quellenprüfung.
Prompting als sprachliche Handlung
Ein Prompt ist eine Eingabe an ein KI-System. Im Deutschunterricht ist ein Prompt nicht nur ein technischer Befehl, sondern eine sprachliche Handlung. Je genauer Du Ziel, Rolle, Material, Format und Kriterien beschreibst, desto besser kannst Du das Ergebnis bewerten. Gute Prompts sind klar, überprüfbar und fair. Sie enthalten keine sensiblen personenbezogenen Daten und machen deutlich, dass die Ausgabe kritisch geprüft werden muss.
| Bestandteil | Leitfrage | Beispiel für die Werkstatt |
|---|---|---|
| Kontext | Worum geht es? | Unsere Klasse entwickelt Regeln für faire KI-Nutzung im Deutschunterricht. |
| Rolle | Aus welcher Perspektive soll die KI antworten? | Antworte als kritischer Schreibcoach für Klasse 8. |
| Aufgabe | Was soll entstehen? | Gib drei Vorschläge für eine Einleitung zu einem Kommentar. |
| Material | Welche Grundlage darf genutzt werden? | Nutze nur die Stichpunkte, die ich Dir gebe. |
| Format | Wie soll die Ausgabe aussehen? | Erstelle eine Tabelle mit These, Begründung und Beispiel. |
| Kriterien | Woran wird Qualität gemessen? | Achte auf Verständlichkeit, Sachlichkeit und unterschiedliche Perspektiven. |
| Prüfung | Was muss anschließend kontrolliert werden? | Markiere unsichere Aussagen und nenne Fragen zur Überprüfung. |
Beispiel-Prompts für eine KI-Zukunftswerkstatt
- Kritikphase: Formuliere aus diesen Beobachtungen fünf offene Fragen zur Zukunft des Schreibens in der Schule und sortiere sie nach Sprache, Gerechtigkeit, Datenschutz und Bewertung.
- Utopiephase: Entwickle drei unterschiedliche Zukunftsszenarien für den Deutschunterricht im Jahr 2035: ein wünschbares, ein problematisches und ein überraschendes Szenario.
- Verwirklichungsphase: Hilf mir, aus dieser Zukunftsidee einen Projektplan für vier Wochen zu erstellen. Nenne Ziele, Zielgruppe, Textprodukte, Arbeitsschritte und Prüffragen.
- Sprachreflexion: Untersuche diesen KI-Text auf Wortwahl, Satzbau, Ton, Perspektiven und mögliche Vorurteile. Gib keine neue Version aus, sondern nur Hinweise.
- Schreibprozess: Stelle mir Rückfragen zu meinem Text, damit ich ihn selbst verbessern kann. Schreibe die Verbesserung nicht für mich.
Textsorten für die KI-Zukunftswerkstatt
Eine KI-Zukunftswerkstatt lässt sich mit vielen Textsorten verbinden. Du kannst sachlich informieren, literarisch gestalten, argumentieren oder multimodal veröffentlichen. Entscheidend ist, dass der Schreibprozess sichtbar bleibt: Idee, Entwurf, KI-Hilfe, Überarbeitung, Quellenprüfung und Reflexion werden dokumentiert.
- Kommentar: Du beurteilst, welche KI-Regeln an Deiner Schule sinnvoll wären.
- Rede: Du sprichst vor der Schulkonferenz über Chancen und Risiken von KI.
- Essay: Du denkst über die Frage nach, ob Maschinen kreativ sein können.
- Kurzgeschichte: Du erzählst eine Zukunftsszene aus dem Schulalltag.
- Dialog: Du lässt verschiedene Rollen über KI im Unterricht streiten.
- Reportage: Du beobachtest, wie Mitschülerinnen und Mitschüler KI tatsächlich nutzen.
- Erklärtext: Du erklärst jüngeren Lernenden, wie man KI-Ausgaben prüft.
- Manifest: Du formulierst Grundsätze für menschenzentrierte KI-Nutzung.
Medienbildung, Datenschutz und Verantwortung
Beim Einsatz von KI in der Schule gelten klare Grundsätze. Nutze nur Werkzeuge, die in Deiner Schule erlaubt sind. Gib keine Klarnamen, Adressen, privaten Bilder, Gesundheitsdaten, Notenlisten oder anderen sensiblen Informationen in KI-Systeme ein. Prüfe immer, ob Aufgabenstellung, Schulordnung, Datenschutz und Urheberrecht beachtet werden. KI-Nutzung sollte offen gekennzeichnet werden, damit Lernwege nachvollziehbar bleiben.
Verantwortung bedeutet auch, auf Bias und Diskriminierung zu achten. KI kann Vorurteile aus Trainingsdaten übernehmen oder scheinbar neutrale Aussagen erzeugen, die bestimmte Gruppen benachteiligen. Deshalb brauchst Du Quellenkritik, Mehrperspektivität, menschliches Urteil und eine klare Gesprächskultur. Im Zweifel gilt: Erst prüfen, dann veröffentlichen.
Bewertung und faire Leistung
Wenn KI im Deutschunterricht eingesetzt wird, muss die Bewertung transparent sein. Nicht jede Nutzung ist automatisch Betrug, aber nicht jede Nutzung ist erlaubt. Entscheidend sind klare Regeln: Welche Hilfen sind zugelassen? Was muss eigenständig entstehen? Wie wird KI-Nutzung dokumentiert? Welche Teile des Arbeitsprozesses werden bewertet?
Eine faire Bewertung kann den Schwerpunkt auf Prozesskompetenz, Reflexion, Argumentationsfähigkeit, Überarbeitung, Quellenprüfung, mündliche Präsentation und Transfer legen. So wird sichtbar, ob Du verstanden hast, was Du tust, und ob Du Entscheidungen begründen kannst.
| Bewertungsbereich | Gute Leistung zeigt sich daran |
|---|---|
| Fragestellung | Die Leitfrage ist offen, relevant und für die Zukunftswerkstatt geeignet. |
| KI-Nutzung | Die KI-Hilfe ist dokumentiert, begrenzt, sinnvoll und kritisch geprüft. |
| Sprachgestaltung | Der Text passt zu Textsorte, Zielgruppe, Medium und Wirkungsabsicht. |
| Reflexion | Chancen, Grenzen, Fehlerquellen und ethische Fragen werden begründet beurteilt. |
| Transfer | Aus Ideen entstehen konkrete Handlungsoptionen für Schule oder Alltag. |
Unterrichtsreihe für Klasse 5 bis 10
Die folgende Unterrichtsreihe kann an unterschiedliche Jahrgangsstufen angepasst werden. Für Klasse 5 und 6 sollten Prompts stärker vorstrukturiert und Datenschutzregeln besonders anschaulich geklärt werden. Für Klasse 9 und 10 können komplexere Debatten, Quellenarbeit, Essays und Projektpräsentationen hinzukommen.
| Stunde | Schwerpunkt | Produkt | KI-Rolle |
|---|---|---|---|
| Einstieg | Was verändert KI an Sprache und Schule? | Fragenwand und Begriffsklärung | Ideensammlung |
| Kritikphase | Probleme, Sorgen und Chancen sammeln | Cluster oder Interviewfragen | Sortierhilfe |
| Utopiephase | Zukunftsbilder entwickeln | Szenario, Dialog oder Kurzgeschichte | Perspektivgenerator |
| Sprachprüfung | KI-Ausgaben untersuchen | Checkliste zu Stil, Bias und Plausibilität | Untersuchungsgegenstand |
| Verwirklichungsphase | Projektidee konkretisieren | Projektplan und Textprodukt | Redaktionshilfe |
| Präsentation | Ergebnisse veröffentlichen und reflektieren | Ausstellung, Podcast, Rede oder Portfolio | Feedbackpartner |
Differenzierung und Inklusion
KI-Zukunftswerkstätten können Differenzierung unterstützen, wenn Aufgaben offen, aber klar strukturiert sind. Lernende können unterschiedliche Produkte wählen: Text, Audio, Plakat, Szene, Interview, Erklärvideo oder Präsentation. Sprachliche Hilfen können Satzstarter, Wortlisten, Beispielstrukturen oder Feedbackfragen sein. KI darf dabei unterstützen, aber sie soll Lernende nicht unsichtbar machen. Jede Person muss erklären können, welche Entscheidungen sie getroffen hat und warum.
Für sprachsensiblen Unterricht eignen sich gemeinsame Glossare, mehrsprachige Begriffsklärungen, Lesestrategien und kooperative Schreibphasen. Gerade im Deutschunterricht ist wichtig, dass KI nicht nur glatte Texte erzeugt, sondern zum Nachdenken über Sprache anregt.
Werkstattregeln für Lernende
- Transparenz: Ich kennzeichne, wo und wie ich KI genutzt habe.
- Datenschutz: Ich gebe keine privaten oder sensiblen Daten ein.
- Eigenleistung: Ich treffe die Entscheidungen über Inhalt, Sprache und Veröffentlichung selbst.
- Quellenkritik: Ich prüfe Fakten mit verlässlichen Quellen.
- Fairness: Ich achte darauf, ob KI-Ausgaben Menschen ausschließen, verletzen oder verzerren.
- Reflexion: Ich beschreibe, was mir KI geholfen hat und wo sie Grenzen hatte.
- Verantwortung: Ich veröffentliche nur, was ich vertreten und erklären kann.
Medienimpulse
Das folgende Bild eignet sich, um darüber zu sprechen, wie Zukunftsideen gesammelt und sichtbar gemacht werden. Prüfe: Welche Ideen wirken konkret? Welche bleiben abstrakt? Welche Sprache motiviert zum Handeln?

Das nächste Video kann als Methodeneinstieg genutzt werden. Beim Anschauen kannst Du notieren, welche Phasen einer Zukunftswerkstatt beschrieben werden und wie sich diese Phasen auf den Deutschunterricht übertragen lassen.
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Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist das Hauptziel einer KI-Zukunftswerkstatt im Deutschunterricht? (Eigene Zukunftsentwürfe sprachlich gestalten und kritisch prüfen) (!Die Zukunft mit KI sicher vorhersagen) (!Texte ohne eigenes Denken automatisch erzeugen) (!Alle klassischen Schreibaufgaben ersetzen)
Warum sollte KI in einer Zukunftswerkstatt nicht als Orakel verstanden werden? (KI erzeugt wahrscheinliche Muster, aber keine sichere Zukunft) (!KI kennt alle zukünftigen Ereignisse) (!KI ist immer neutral und fehlerfrei) (!KI ersetzt menschliche Verantwortung vollständig)
Welche Phase einer Zukunftswerkstatt sammelt zuerst Probleme und Sorgen? (Kritikphase) (!Utopiephase) (!Verwirklichungsphase) (!Präsentationsphase)
Welche Aufgabe passt besonders zur Utopiephase? (Ein wünschbares Zukunftsszenario entwerfen) (!Noten in eine Tabelle eintragen) (!Nur Fehler in einem Text markieren) (!Eine fertige Lösung unverändert übernehmen)
Was bedeutet Transparenz beim Arbeiten mit KI? (Die Nutzung von KI wird offen dokumentiert) (!KI-Hilfe wird grundsätzlich verschwiegen) (!Nur das Endprodukt zählt) (!Quellen müssen nicht geprüft werden)
Welche Information gehört nicht in ein frei zugängliches KI-Tool? (Private personenbezogene Daten) (!Eine erfundene Beispielüberschrift) (!Eine allgemeine Leitfrage) (!Eine anonymisierte Textidee)
Was ist ein Prompt? (Eine Eingabe oder Anweisung an ein KI-System) (!Ein fertiger Wahrheitsbeweis) (!Eine Schulnote) (!Ein Verbot digitaler Medien)
Warum ist Quellenkritik bei KI-Ausgaben wichtig? (KI kann falsche oder unbelegte Aussagen erzeugen) (!KI-Ausgaben sind immer wissenschaftlich belegt) (!Quellenprüfung ist nur im Fach Geschichte nötig) (!KI löscht automatisch alle Fehler)
Welche Rolle kann KI im Schreibprozess sinnvoll übernehmen? (Feedback zu Verständlichkeit und Struktur geben) (!Die gesamte Eigenleistung ersetzen) (!Alle Quellen automatisch garantieren) (!Die Bewertung der Lehrkraft festlegen)
Was ist ein gutes Ergebnis der Verwirklichungsphase? (Ein konkreter Projektplan mit nächsten Schritten) (!Eine unbegründete Vermutung) (!Eine Sammlung unprüfbarer Behauptungen) (!Ein Text ohne Zielgruppe)
Memory
| Kritikphase | Probleme sammeln |
| Utopiephase | Möglichkeiten öffnen |
| Verwirklichungsphase | Projekte planen |
| Prompt | KI gezielt anweisen |
| Bias | Verzerrung erkennen |
| Quellenkritik | Aussagen überprüfen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Kritikphase | Gegenwartsprobleme benennen |
| Utopiephase | Zukunftsideen entwerfen |
| Verwirklichungsphase | Handlungsschritte planen |
| Prompt | KI-Auftrag formulieren |
| Reflexion | Lernweg begründet auswerten |
| Quellenkritik | Informationen prüfen |
Kreuzworträtsel
| Prompt | Wie heißt eine präzise Anfrage oder Anweisung an ein KI-System? |
| Bias | Wie nennt man eine Verzerrung in Daten oder Ergebnissen? |
| Utopie | Wie heißt eine positive Zukunftsvorstellung? |
| Revision | Wie heißt das Überarbeiten eines eigenen Textes nach Feedback? |
| Feedback | Wie heißt eine Rückmeldung zum Lern- oder Schreibprozess? |
| Ethik | Welcher Bereich fragt nach Verantwortung und Folgen des Handelns? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- KI-Begriffskarte: Erstelle eine Begriffskarte zu fünf zentralen Wörtern aus diesem aiMOOC, zum Beispiel KI, Prompt, Bias, Zukunftswerkstatt und Quellenkritik.
- Zukunftsfrage: Formuliere drei offene Fragen zur Zukunft des Deutschunterrichts und erkläre, warum diese Fragen für Deine Klasse wichtig sind.
- Textvergleich: Vergleiche einen selbst geschriebenen Absatz mit einer KI-Variante und markiere Unterschiede in Wortwahl, Satzbau und Wirkung.
- Werkstattregel: Gestalte ein Plakat mit fünf Regeln für faire KI-Nutzung im Deutschunterricht.
Standard
- Interview: Befrage mindestens zwei Personen aus Deiner Schule dazu, wie KI das Lernen verändern könnte, und fasse die Ergebnisse als kurzen Bericht zusammen.
- Zukunftsszenario: Schreibe ein wünschbares und ein problematisches Szenario zum Deutschunterricht der Zukunft und begründe, welches realistischer wirkt.
- Promptwerkstatt: Entwickle drei unterschiedliche Prompts für dieselbe Schreibaufgabe und untersuche, wie sich die KI-Ausgaben verändern.
- Kommentar: Verfasse einen Kommentar zur Frage, ob KI-Hilfe bei Hausaufgaben erlaubt sein sollte, und kennzeichne mögliche KI-Unterstützung transparent.
Schwer
- Schulprojekt: Entwickle mit einer Gruppe einen Projektplan für eine KI-Zukunftswerkstatt an Deiner Schule, inklusive Ziel, Ablauf, Rollen, Datenschutzregeln und Produkt.
- Debatte: Bereite eine Debatte zur Aussage vor: KI macht Schülerinnen und Schüler nicht unkreativer, sondern verändert Kreativität. Nutze Beispiele und Gegenargumente.
- Portfolio: Dokumentiere Deinen gesamten Schreibprozess mit Entwurf, KI-Hilfe, Überarbeitung, Quellenprüfung und Reflexion in einem Portfolio.
- Medienprodukt: Produziere eine Podcastfolge, Ausstellung oder Videopräsentation, in der Du erklärst, wie Jugendliche KI verantwortungsvoll zum Schreiben und Lernen nutzen können.

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Lernkontrolle
- Transferaufgabe: Entwickle aus einem Problem Deiner Schule eine Werkstattfrage und zeige, wie Kritikphase, Utopiephase und Verwirklichungsphase zu einem konkreten Projekt führen können.
- Fallanalyse: Eine Schülerin gibt einen vollständig KI-generierten Kommentar als eigene Arbeit ab. Beurteile die Situation aus Sicht von Fairness, Lernen, Transparenz und Bewertung.
- Textkritik: Prüfe einen KI-generierten Zukunftstext auf Sprache, fehlende Perspektiven, unbelegte Aussagen und mögliche Verzerrungen. Formuliere Verbesserungsvorschläge.
- Regelentwurf: Entwerfe fünf begründete Regeln für KI im Deutschunterricht und erkläre, wie sie Kreativität ermöglichen, ohne Eigenleistung zu ersetzen.
- Perspektivwechsel: Schreibe eine kurze Stellungnahme aus Sicht einer Lehrkraft, einer Schülerin, eines Elternteils und einer Schulleitung zur gleichen KI-Regel und vergleiche die Interessen.
- Projektreflexion: Bewerte, ob ein KI-Zukunftswerkstatt-Projekt wirklich Gestaltung ermöglicht oder nur Technik ausprobiert. Begründe Deine Einschätzung mit Kriterien.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis erstellst Du ein kleines Portfolio, das Deinen Arbeitsprozess sichtbar macht. Es enthält eine eigene Werkstattfrage, mindestens ein Textprodukt, eine dokumentierte KI-Nutzung, eine Quellenprüfung und eine Reflexion. Bewertet wird nicht, ob Du besonders perfekte KI-Ausgaben erzeugst, sondern ob Du sprachlich, kritisch und verantwortungsvoll mit ihnen umgehst.
- Werkstattfrage: Die Frage ist offen, relevant und mit dem Deutschunterricht verbunden.
- Textprodukt: Das Produkt passt zu Textsorte, Zielgruppe und Wirkungsabsicht.
- Dokumentation: KI-Hilfen, Prompts und Überarbeitungen werden nachvollziehbar festgehalten.
- Prüfung: Fakten, Quellen, Datenschutz und mögliche Verzerrungen werden kritisch reflektiert.
- Reflexion: Du erklärst, was Du gelernt hast und welche Entscheidungen Du künftig anders treffen würdest.
OERs zum Thema
Offizielle Orientierung für Lehrkräfte
- Kultusministerkonferenz: Handlungsempfehlung zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz
- UNESCO: Guidance for generative AI in education and research
- Europäische Union: AI Act und vertrauenswürdige KI
Links
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THE MONKEY DANCE





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