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KI-Prüfkompetenz Strategien moderner Unterricht

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KI-Prüfkompetenz Strategien moderner Unterricht


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Einleitung

KI-Prüfkompetenz bedeutet, Leistungsbewertung, Prüfungskultur, Aufgabenkultur und Feedback im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz professionell, fair, rechtssicher und lernförderlich zu gestalten. Du lernst in diesem aiMOOC, warum generative KI klassische Prüfungsformate verändert, welche Strategien für den modernen Unterricht tragfähig sind und wie Lehrkräfte Lernleistungen bewerten können, ohne nur auf Kontrolle, Verdacht oder technische Erkennung zu setzen.

Das Thema ist besonders wichtig für Lehrerfortbildung, Medienbildung, Schulentwicklung und Unterrichtsentwicklung. KI-Systeme wie Chatbots, Large Language Models, Bildgeneratoren, Übersetzungstools oder adaptive Lernsysteme können Lernende beim Planen, Schreiben, Üben, Recherchieren, Reflektieren und Präsentieren unterstützen. Gleichzeitig verändern sie die Frage, was eine eigenständige Leistung ist. Prüfungen müssen deshalb stärker sichtbar machen, wie Lernende denken, begründen, prüfen, überarbeiten, reflektieren und Verantwortung für ihr Ergebnis übernehmen.

KI-Prüfkompetenz ist keine reine Detektionskompetenz. Es reicht nicht, KI-Texte erkennen zu wollen. Professionell ist, Prüfungen so zu gestalten, dass sie kompetenzorientiert, transparent, prozessorientiert, dialogisch und chancengerecht sind. Dazu gehören klare Regeln, passende Aufgabenformate, nachvollziehbare Bewertungskriterien, reflektierte KI-Nutzung und eine menschliche pädagogische Letztentscheidung.


Worum geht es in diesem Lehrerfortbildungssnack?

Der eingebundene Lehrerfortbildungssnack zur KI-Prüfkompetenz zeigt, dass Unterricht und Prüfungskultur nicht bei einem pauschalen Verbot von KI stehen bleiben können. Lehrkräfte brauchen Strategien, um KI in der Schule professionell zu nutzen und gleichzeitig Bildungsgerechtigkeit, Datenschutz, Transparenz und fachliche Ansprüche zu sichern. Dieser aiMOOC vertieft den Ansatz und macht daraus einen vollständigen Lernkurs für Fortbildung, Selbststudium, Seminararbeit oder schulinterne Professionalisierung.


Lernziele

  1. KI-Prüfkompetenz: Du kannst erklären, warum KI die Prüfungskultur verändert und welche Kompetenzen Lehrkräfte dafür benötigen.
  2. Aufgabenkultur: Du kannst Aufgaben so überarbeiten, dass Eigenleistung, Prozesskompetenz und Reflexion sichtbar werden.
  3. Transparenz: Du kannst Regeln zur erlaubten, begrenzten oder ausgeschlossenen KI-Nutzung verständlich formulieren.
  4. Bewertungskriterien: Du kannst Bewertungsraster entwickeln, die Produkt, Prozess, Begründung, Quellenarbeit und Reflexion einbeziehen.
  5. Feedbackkultur: Du kannst KI als Lernhilfe einsetzen, ohne die pädagogische Verantwortung an ein System abzugeben.
  6. Datenschutz: Du kannst Risiken personenbezogener Daten, urheberrechtlicher Fragen und unfairer Zugänge einschätzen.
  7. Schulentwicklung: Du kannst konkrete Schritte für eine gemeinsame schulische KI-Prüfungspraxis planen.


Grundbegriffe


Künstliche Intelligenz und generative KI

Künstliche Intelligenz bezeichnet Systeme, die Aufgaben bearbeiten, für die Menschen sonst Wahrnehmen, Schlussfolgern, Planen, Sprache, Mustererkennung oder Problemlösen benötigen. Generative Künstliche Intelligenz erzeugt neue Inhalte, zum Beispiel Texte, Bilder, Programmcode, Zusammenfassungen, Dialoge, Tabellen, Lernpläne oder Feedback. Solche Systeme arbeiten nicht wie ein Mensch mit Verständnis im schulischen Sinn. Sie berechnen wahrscheinliche Ausgaben auf Grundlage von Trainingsdaten, Eingaben und Modellarchitektur. Deshalb können sie hilfreiche Ergebnisse liefern, aber auch falsche Informationen, Verzerrungen, unpassende Quellen oder scheinbar überzeugende Fehler produzieren.

Für Prüfungen ist entscheidend: Wenn Lernende KI nutzen können, verschiebt sich die Leistung. Nicht mehr nur das fertige Produkt zählt, sondern auch der Weg dorthin: Wie wurde gefragt? Welche Quellen wurden geprüft? Welche Vorschläge wurden übernommen, verworfen oder verbessert? Welche fachliche Begründung steckt hinter der Entscheidung? Genau hier setzt KI-Prüfkompetenz an.


Prüfungskultur im Wandel

Prüfungskultur beschreibt, wie eine Schule Leistungen feststellt, bewertet, rückmeldet und für weiteres Lernen nutzt. Traditionelle Formate wie Klassenarbeiten, Hausarbeiten, Referate oder Tests bleiben wichtig, müssen aber im KI-Zeitalter genauer begründet und weiterentwickelt werden. Besonders anfällig sind Aufgaben, die nur ein standardisiertes Endprodukt verlangen und wenig Bezug zum Lernprozess, zur Situation, zur persönlichen Auseinandersetzung oder zur mündlichen Verteidigung haben.

Eine zeitgemäße Prüfungskultur verbindet drei Perspektiven:

  1. Assessment of Learning: Leistungsbewertung am Ende einer Lernphase, zum Beispiel Klausur, Klassenarbeit, Projektprodukt oder Präsentation.
  2. Assessment for Learning: Rückmeldung während des Lernens, damit Lernende ihre Strategie verbessern können.
  3. Assessment as Learning: Lernende reflektieren ihr eigenes Lernen, ihre Entscheidungen und ihre Verantwortung.


Was ist KI-Prüfkompetenz?

KI-Prüfkompetenz ist die Fähigkeit von Lehrkräften, Prüfungen unter Bedingungen digitaler und KI-gestützter Lernumgebungen so zu gestalten, dass sie fachlich anspruchsvoll, fair, transparent und lernwirksam sind. Dazu gehören fünf Teilkompetenzen:

  1. Analysekompetenz: Du erkennst, welche Aufgaben durch KI leicht ersetzt, unterstützt oder erweitert werden können.
  2. Didaktische Kompetenz: Du entwickelst Aufgaben, die Denken, Anwenden, Transfer, Kooperation und Reflexion sichtbar machen.
  3. Bewertungskompetenz: Du formulierst Kriterien, die Produktqualität, Prozess, Quellenarbeit, Eigenleistung und KI-Reflexion erfassen.
  4. Rechts- und Datenschutzkompetenz: Du beachtest Vorgaben zu DSGVO, Urheberrecht, Schulrecht und schulischen Regelungen.
  5. Kommunikationskompetenz: Du erklärst Lernenden, Eltern und Kollegium verständlich, was erlaubt ist, wie dokumentiert wird und woran Leistung gemessen wird.


Warum KI Prüfungen verändert


Klassische Hausaufgaben und Hausarbeiten

Hausaufgaben, Essays, Portfolios und Referate können weiterhin sinnvoll sein. Sie verlieren aber an Aussagekraft, wenn nur das fertige Produkt bewertet wird und unklar bleibt, welche Teile selbst erarbeitet wurden. Eine KI kann Formulierungen verbessern, Gliederungen vorschlagen, Argumente simulieren oder Quellen behaupten. Deshalb brauchen solche Formate zusätzliche Sicherungen: Prozessdokumentation, Zwischengespräche, Quellenprüfung, mündliche Verteidigung, individuelle Bezüge, lokale Daten, eigene Erhebungen oder Reflexion über KI-Nutzung.


Prüfungen als Kompetenznachweis statt Produktabgabe

Eine moderne Prüfung fragt nicht nur: Was steht am Ende auf dem Blatt? Sie fragt auch: Wie bist Du vorgegangen? Warum ist Deine Lösung tragfähig? Welche Alternativen hast Du geprüft? Welche Grenzen hat Dein Ergebnis? Damit werden Kompetenzen sichtbar, die KI nicht einfach ersetzen kann: fachliches Urteil, Kontextverständnis, Begründungsfähigkeit, ethische Abwägung, Quellenkritik, Kommunikation und Verantwortung.


Grenzen von KI-Detektion

KI-Detektoren können Hinweise geben, sind aber nicht zuverlässig genug, um allein über Täuschung, Bewertung oder Sanktionen zu entscheiden. Texte können fälschlich als KI-generiert markiert werden, während KI-Texte durch Überarbeitung unauffällig werden können. Eine faire Prüfungskultur setzt deshalb nicht primär auf Misstrauen, sondern auf gutes Prüfungsdesign, klare Dokumentation, transparente Kriterien und pädagogische Klärungsgespräche.


Strategien für den modernen Unterricht


Strategie 1: Aufgaben höherwertig denken

Die Taxonomie von Bloom hilft, Aufgaben nach kognitiver Tiefe zu unterscheiden. KI kann einfache Reproduktion oft schnell unterstützen. Prüfungsaufgaben sollten deshalb häufiger auf Anwenden, Analysieren, Bewerten und Gestalten zielen. Das bedeutet nicht, dass Grundlagenwissen unwichtig wird. Im Gegenteil: Wer KI-Ergebnisse beurteilen will, braucht fachliche Basiskompetenzen. KI-Prüfkompetenz verbindet daher Grundwissen mit Transferleistung.

Beispiel: Statt „Fasse den Text zusammen“ lautet die Aufgabe: „Vergleiche zwei Zusammenfassungen, prüfe sie am Originaltext, markiere Auslassungen und begründe, welche Version für eine bestimmte Zielgruppe geeigneter ist.“


Strategie 2: Prozess sichtbar machen

Prozessorientierung bedeutet, dass nicht nur das Endprodukt, sondern auch der Lernweg bewertet wird. Möglich sind Skizzen, Rechercheprotokolle, Entwürfe, Feedbackschleifen, Peer-Reviews, Versionsvergleiche, Reflexionsfragen oder Lernjournale. Wenn KI genutzt wird, kann ein Promptprotokoll ergänzt werden. Darin dokumentieren Lernende, wofür sie KI eingesetzt haben und wie sie Ergebnisse geprüft haben.

Mögliche Prozessnachweise sind:

  1. Lernjournal: Kurze Reflexion über Entscheidungen, Schwierigkeiten und nächste Schritte.
  2. Portfolio: Sammlung von Entwürfen, Feedback, Überarbeitungen und Endprodukt.
  3. Promptprotokoll: Dokumentation von KI-Fragen, Ausgaben, Übernahmen und Änderungen.
  4. Quellenkritik: Prüfung, ob Informationen belegbar, aktuell, relevant und korrekt sind.
  5. Mündliche Verteidigung: Gespräch über Vorgehen, Fachbegriffe und Entscheidungen.


Strategie 3: Transparente KI-Regeln formulieren

Lernende müssen vor Beginn wissen, ob und wie KI genutzt werden darf. Unklare Regeln führen zu Unsicherheit, Ungerechtigkeit und Konflikten. Eine gute Aufgabenstellung beschreibt deshalb die erlaubte KI-Rolle.

KI-Regel Bedeutung Beispiel
Keine KI-Nutzung Die Aufgabe soll ohne KI bearbeitet werden, weil eine bestimmte Basiskompetenz geprüft wird. Vokabeltest, Kopfrechnen, Schreibdiagnose unter Aufsicht
KI als Lernhilfe KI darf zum Üben, Erklären oder Strukturieren genutzt werden, aber nicht als ungeprüftes Endprodukt. Lernende lassen sich Übungsfragen erstellen und markieren hilfreiche Rückmeldungen.
KI als Werkzeug KI darf gezielt genutzt werden, wenn Nutzung und Überarbeitung dokumentiert werden. Eine Projektgruppe nutzt KI für Ideen, prüft Quellen und entwickelt ein eigenes Produkt.
KI als Prüfgegenstand Die KI-Ausgabe selbst wird untersucht, kritisiert oder verbessert. Lernende analysieren Fehler, Bias und fehlende Belege in einer KI-Antwort.


Strategie 4: Aufgaben kontextualisieren und personalisieren

Je allgemeiner eine Aufgabe ist, desto leichter kann eine KI ein scheinbar passendes Ergebnis erzeugen. Gute Prüfungsaufgaben beziehen sich auf Unterrichtsergebnisse, konkrete Materialien, lokale Beobachtungen, eigene Daten, persönliche Lernentscheidungen oder eine spezifische Zielgruppe. Personalisierung darf dabei nicht beliebig werden. Sie muss fachlich eingebettet und bewertbar bleiben.

Beispiel: Statt „Schreibe einen Kommentar zu Klimaschutz“ lautet die Aufgabe: „Nutze die im Unterricht erhobenen Daten zur Verkehrssituation im Schulumfeld, entwickle eine begründete Position und vergleiche sie mit einer KI-generierten Argumentation.“


Strategie 5: Dialogische Prüfungsanteile stärken

Mündliche Anteile, Kolloquien, Kurzgespräche, Präsentationsverteidigungen und Feedbackdialoge helfen, Eigenleistung sichtbar zu machen. Lernende müssen erklären, warum sie Entscheidungen getroffen haben, welche Quellen sie nutzen, welche Grenzen ihr Produkt hat und was sie aus Feedback gelernt haben. Dadurch wird Prüfung nicht nur Kontrolle, sondern Lernanlass.


Strategie 6: Bewertung mit Rubriken absichern

Eine Rubrik ist ein Kriterienraster. Sie macht transparent, worauf es ankommt. Im KI-Zeitalter sollten Rubriken nicht nur Sprache und Endprodukt bewerten, sondern auch fachliche Richtigkeit, Quellenprüfung, Eigenleistung, Überarbeitung und Reflexion.

Kriterium Stark sichtbar Teilweise sichtbar Noch kaum sichtbar
Fachliche Qualität Aussagen sind korrekt, differenziert und fachlich begründet. Aussagen sind überwiegend korrekt, bleiben aber teilweise allgemein. Aussagen enthalten Fehler, unbelegte Behauptungen oder Lücken.
Eigenständige Leistung Eigene Entscheidungen, Beispiele und Begründungen sind klar erkennbar. Eigene Anteile sind vorhanden, aber nicht immer nachvollziehbar. Das Produkt wirkt übernommen oder bleibt ohne erkennbare eigene Durchdringung.
KI-Dokumentation KI-Nutzung ist vollständig, ehrlich und reflektiert dokumentiert. KI-Nutzung ist erkennbar, aber lückenhaft dokumentiert. KI-Nutzung ist unklar oder nicht nachvollziehbar.
Quellenkritik Informationen wurden geprüft, belegt und sinnvoll eingeordnet. Quellen werden genannt, aber nicht immer kritisch bewertet. Quellen fehlen, sind unpassend oder werden ungeprüft übernommen.
Reflexion Grenzen, Alternativen und Lernfortschritte werden überzeugend erklärt. Reflexion bleibt eher beschreibend. Reflexion fehlt oder ist formelhaft.


Strategie 7: KI als Gegenstand der Prüfung nutzen

KI kann nicht nur Hilfsmittel sein, sondern selbst Prüfgegenstand. Lernende können KI-Ausgaben analysieren, verbessern, mit Fachwissen abgleichen oder ethisch bewerten. Dadurch lernen sie Medienkritik, Informationskompetenz und digitale Mündigkeit.

Aufgabenidee: Eine KI formuliert eine Antwort auf eine historische, naturwissenschaftliche oder literarische Frage. Die Lernenden markieren korrekte und problematische Stellen, überprüfen Quellen, ergänzen fehlende Fachbegriffe und schreiben eine verbesserte Version mit Begründung.


Strategie 8: Gemeinsame schulische Standards entwickeln

KI-Prüfkompetenz ist nicht nur eine individuelle Fähigkeit einzelner Lehrkräfte. Schulen brauchen gemeinsame Standards. Dazu gehören abgestimmte Formulierungen in Aufgabenstellungen, einheitliche Dokumentationsregeln, pädagogische Verfahren bei Verdacht, Fortbildungen, Austausch über Aufgabenbeispiele und transparente Kommunikation mit Lernenden und Eltern.


KI-Nutzung dokumentieren


Warum Dokumentation wichtig ist

Eine faire KI-Dokumentation hilft, Eigenleistung sichtbar zu machen. Sie soll Lernende nicht bürokratisch überfordern, sondern klären, was passiert ist. Entscheidend ist nicht jede einzelne technische Eingabe, sondern die prüfungsrelevante Rolle der KI.


Muster für eine KI-Erklärung

Ich habe KI in dieser Arbeit genutzt, um Ideen zu sammeln, Formulierungen zu prüfen und Gegenargumente zu finden. Die fachliche Auswahl, Quellenprüfung, Gliederung und endgültige Fassung habe ich selbst verantwortet. Übernommene oder stark überarbeitete KI-Vorschläge habe ich im Arbeitsprozess markiert.


Minimaler KI-Nachweis

Bereich Leitfrage
Tool Welches KI-System oder digitale Hilfsmittel wurden genutzt?
Zweck Wofür wurde KI eingesetzt?
Umfang Welche Teile wurden beeinflusst?
Prüfung Wie wurden KI-Ausgaben fachlich kontrolliert?
Verantwortung Welche Entscheidungen wurden selbst getroffen?


Rechtliche, ethische und pädagogische Leitplanken


Datenschutz und personenbezogene Daten

Bei KI-Anwendungen in der Schule ist Datenschutz zentral. Personenbezogene Daten von Lernenden, Eltern oder Kolleginnen und Kollegen dürfen nicht unbedacht in offene KI-Systeme eingegeben werden. Dazu gehören Namen, Leistungsdaten, Gesundheitsdaten, Förderinformationen, Fotos, Tonaufnahmen oder persönliche Konflikte. Maßgeblich sind die Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes, der Schule, des Schulträgers und der Datenschutzaufsicht.


Urheberrecht und Quellenarbeit

Urheberrecht bleibt auch bei KI wichtig. Lernende sollen verstehen, dass KI-Ausgaben nicht automatisch richtig, frei nutzbar oder zitierfähig sind. Wer Materialien, Bilder, Texte oder Daten nutzt, muss Quellen prüfen und korrekt angeben. Besonders relevant ist der Unterschied zwischen Inspiration, Paraphrase, Übernahme und eigener Leistung.


Bias und Diskriminierung

Bias bezeichnet systematische Verzerrungen. KI-Systeme können stereotype, diskriminierende oder einseitige Ergebnisse erzeugen, weil Trainingsdaten, Modellentscheidungen oder Nutzereingaben verzerrt sind. Prüfungsaufgaben sollten Lernende befähigen, solche Verzerrungen zu erkennen und zu korrigieren. Lehrkräfte müssen außerdem darauf achten, dass KI-gestützte Bewertung oder Rückmeldung nicht einzelne Gruppen benachteiligt.


Menschliche Letztentscheidung

Leistungsbewertung ist eine pädagogische Aufgabe. KI kann Lehrkräfte bei Rückmeldungen, Materialentwicklung oder ersten Strukturierungsideen unterstützen, darf aber die verantwortliche Entscheidung über Noten, Fördermaßnahmen oder schulische Konsequenzen nicht ersetzen. Lehrkräfte müssen Ergebnisse prüfen, pädagogisch einordnen und transparent verantworten.


Chancengerechtigkeit

Chancengerechtigkeit bedeutet, dass Lernende nicht dadurch benachteiligt werden, dass sie unterschiedliche Geräte, Bezahlzugänge, Sprachkompetenzen, Unterstützungssysteme oder Vorerfahrungen mit KI haben. Eine Schule sollte klären, welche Tools offiziell genutzt werden dürfen, welche Alternativen es gibt und wie Lernende systematisch KI-Kompetenz erwerben können.


Prüfungsformate im KI-Zeitalter


Geeignete Formate

Format Stärke im KI-Zeitalter Worauf Du achten solltest
Portfolio Macht Lernwege, Entwürfe, Feedback und Überarbeitung sichtbar. Klare Kriterien und regelmäßige Zwischenstände festlegen.
Projektarbeit Verbindet Wissen, Anwendung, Teamarbeit und Präsentation. Rollen, Prozessdokumentation und individuelle Beiträge sichern.
Mündliche Prüfung Prüft Verständnis, Begründung und spontane Anwendung. Leitfragen, Kriterien und faire Gesprächsführung vorbereiten.
Kolloquium Ergänzt schriftliche Produkte durch Verteidigung und Reflexion. Fragen auf Fachlichkeit, Quellen und Entscheidungswege richten.
Open-Book-Prüfung Prüft Anwendung statt Auswendiglernen. Aufgaben müssen Transfer, Bewertung und Problemlösen verlangen.
Lernprodukt Erlaubt kreative, adressatenbezogene und mediale Ergebnisse. Produktqualität mit Prozess, Quellen und Reflexion verbinden.
Praxisaufgabe Bindet reale Beobachtungen, Experimente oder lokale Daten ein. Datenerhebung, Auswertung und Interpretation getrennt bewerten.


Weniger geeignete Formate ohne Anpassung

Nicht jedes traditionelle Format ist schlecht. Problematisch sind aber Aufgaben, die ohne weitere Sicherung leicht vollständig durch KI erzeugt werden können. Dazu zählen sehr allgemeine Hausaufsätze, reine Zusammenfassungen, austauschbare Referate, standardisierte Erklärtexte oder Aufgaben ohne Bezug zum Unterrichtsprozess. Solche Formate sollten überarbeitet werden, nicht einfach ersatzlos verschwinden.


Beispiel: Aus einer anfälligen Aufgabe wird eine KI-robuste Aufgabe

Ausgangsaufgabe Risiko Überarbeitete Aufgabe
Schreibe einen Aufsatz über soziale Medien. Eine KI kann einen allgemeinen Text erzeugen. Analysiere zwei im Unterricht untersuchte Beiträge, vergleiche sie mit einer KI-Argumentation und bewerte die Wirkung anhand eigener Kriterien.
Erstelle ein Referat über erneuerbare Energien. Inhalt und Folien können vollständig generiert werden. Entwickle eine Präsentation für die Schulkonferenz, nutze lokale Daten, dokumentiere Quellen und verteidige Deine Empfehlung im Kolloquium.
Fasse die Kurzgeschichte zusammen. Eine KI kann die Handlung reproduzieren. Vergleiche eine eigene Zusammenfassung mit einer KI-Zusammenfassung und begründe, welche Deutungsschritte die KI nicht leistet.
Schreibe eine Bewerbung. Eine KI kann Standardformulierungen liefern. Erstelle drei Bewerbungsbausteine für unterschiedliche Stellenprofile und reflektiere, welche KI-Vorschläge Du warum verworfen hast.


Unterrichtsbaustein für eine Fortbildung


Vorschlag für 45 Minuten

  1. Einstieg: Zeige das Video und sammle erste Beobachtungen zur Frage, welche Prüfungsformate durch KI besonders herausgefordert werden.
  2. Impuls: Kläre den Unterschied zwischen KI als Hilfsmittel, Lernpartner, Prüfgegenstand und Täuschungsrisiko.
  3. Analyse: Lass Lehrkräfte eine eigene Aufgabe mit Blick auf KI-Anfälligkeit prüfen.
  4. Entwicklung: Überarbeite die Aufgabe mithilfe der Strategien Prozess, Kontext, Dialog, Rubrik und Dokumentation.
  5. Transfer: Formuliere eine schulische Mini-Regel zur KI-Nutzung und einen KI-Nachweis für Lernende.


Analysebogen für Aufgaben

Frage Einschätzung
Kann die Aufgabe ohne Unterrichtsbezug vollständig durch KI bearbeitet werden? Ja, teilweise oder nein
Wird der Lernprozess sichtbar? Entwürfe, Feedback, Quellen, Reflexion
Ist die erlaubte KI-Nutzung klar beschrieben? Verboten, begrenzt, erlaubt oder Prüfgegenstand
Gibt es einen individuellen, lokalen oder materialgebundenen Bezug? Unterrichtsmaterial, eigene Daten, Zielgruppe, Situation
Werden Bewertungskriterien vorab transparent gemacht? Produkt, Prozess, Fachlichkeit, Quellen, Reflexion
Gibt es eine dialogische Sicherung? Kurzgespräch, Kolloquium, Präsentationsverteidigung


Leitfragen für die Praxis

  1. Aufgabenanalyse: Welche Teile Deiner Aufgabe prüft wirklich fachliches Können und welche Teile kann KI leicht ersetzen?
  2. Transparenz: Wissen Lernende vor Beginn, welche KI-Nutzung erlaubt ist?
  3. Eigenleistung: Woran erkennst Du individuelle Entscheidungen, Begründungen und Lernfortschritte?
  4. Quellenkritik: Müssen Lernende KI-Ausgaben prüfen, belegen und verbessern?
  5. Bewertung: Bewertest Du nur das Produkt oder auch Prozess, Reflexion und Verteidigung?
  6. Fairness: Haben alle Lernenden vergleichbare Bedingungen und Unterstützung?
  7. Schulentwicklung: Gibt es gemeinsame Regeln im Kollegium?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt KI-Prüfkompetenz am besten? (Die Fähigkeit Prüfungen im KI-Zeitalter fair und lernförderlich zu gestalten) (!Die Fähigkeit jeden KI-Text sicher zu erkennen) (!Die Fähigkeit KI in allen Prüfungen vollständig zu verbieten) (!Die Fähigkeit Noten automatisch von KI berechnen zu lassen)




Warum reicht ein KI-Detektor für faire Leistungsbewertung nicht aus? (Weil Detektoren fehleranfällig sind und keine pädagogische Bewertung ersetzen) (!Weil Detektoren immer exakt funktionieren) (!Weil Detektoren nur bei Mathematik erlaubt sind) (!Weil Detektoren automatisch Quellen prüfen)




Welche Prüfungsstrategie macht Eigenleistung besonders sichtbar? (Prozessdokumentation mit Reflexion) (!Nur das fertige Produkt einsammeln) (!Alle Hilfsmittel heimlich erlauben) (!Bewertung ohne Kriterien durchführen)




Was gehört in eine transparente KI-Regel für Lernende? (Ob und wofür KI genutzt werden darf) (!Die private Meinung der Lehrkraft über Technik) (!Eine unklare Warnung vor digitalen Medien) (!Eine geheime Liste verbotener Wörter)




Welche Aufgabe ist im KI-Zeitalter robuster? (Eine Analyse mit Unterrichtsmaterial und mündlicher Verteidigung) (!Ein allgemeiner Aufsatz ohne Quellen) (!Eine beliebige Zusammenfassung aus dem Internet) (!Ein Referat ohne Rückfragen)




Was ist eine Rubrik in der Leistungsbewertung? (Ein Kriterienraster für transparente Bewertung) (!Ein automatischer KI-Generator) (!Ein Verbot von Gruppenarbeit) (!Eine zufällige Notenliste)




Welche Rolle darf KI bei der Bewertung höchstens sinnvoll unterstützen? (Als Assistenz für vorbereitende Hinweise unter menschlicher Verantwortung) (!Als alleinige Instanz für Noten) (!Als Ersatz für schulische Regeln) (!Als geheime Entscheidungsmaschine)




Was bedeutet Bias bei KI-Systemen? (Systematische Verzerrung von Ergebnissen) (!Sichere Wahrheit aller Antworten) (!Vollständige Neutralität eines Systems) (!Eine besondere Form der Klassenarbeit)




Warum ist Chancengerechtigkeit beim KI-Einsatz wichtig? (Weil Lernende unterschiedliche Zugänge und Vorerfahrungen haben) (!Weil alle Lernenden dieselben privaten Geräte besitzen) (!Weil KI automatisch gleiche Bedingungen schafft) (!Weil Datenschutz dadurch überflüssig wird)




Welche Reflexionsfrage passt gut zu einem KI-Nachweis? (Welche KI-Vorschläge habe ich übernommen oder verworfen und warum) (!Wie kann ich meine KI-Nutzung vollständig verbergen) (!Welche Note soll die KI mir geben) (!Wie vermeide ich jede eigene Überarbeitung)





Memory

KI-Prüfkompetenz Prüfungen fair mit KI gestalten
Transparenz Erlaubte Hilfsmittel offenlegen
Prozessportfolio Lernweg sichtbar machen
Rubrik Kriterienraster für Bewertung
Promptprotokoll KI-Nutzung dokumentieren
Kolloquium Eigenleistung mündlich verteidigen
Bias Verzerrung erkennen
Human in the Loop Menschliche Letztentscheidung sichern





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Prozessportfolio Lernweg sichtbar machen
Kolloquium Verständnis mündlich prüfen
Rubrik Bewertungskriterien transparent machen
Promptprotokoll KI-Nutzung nachvollziehbar dokumentieren
Quellenkritik Informationen prüfen und belegen






Kreuzworträtsel

Transparenz Welches Prinzip verlangt klare Regeln zur KI-Nutzung?
Feedback Welche Rückmeldung unterstützt Lernen während des Prozesses?
Portfolio Welches Format sammelt Entwürfe und Lernnachweise?
Bias Wie nennt man systematische Verzerrung in KI-Ergebnissen?
Datenschutz Welcher Schutz ist bei personenbezogenen Daten besonders wichtig?
Rubrik Wie heißt ein Kriterienraster für transparente Bewertung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

KI-Prüfkompetenz beschreibt die Fähigkeit, Leistungsüberprüfungen im Zeitalter von

sinnvoll zu gestalten. Eine faire Prüfungskultur braucht klare

über erlaubte Hilfsmittel. Wenn KI genutzt wird, sollte der

sichtbar dokumentiert werden. Ein Promptprotokoll zeigt, wofür ein KI-System im Arbeitsprozess

wurde. Eine Rubrik macht die

vorab verständlich. Mündliche Verteidigungen helfen, fachliches

zu prüfen. KI-Ausgaben müssen kritisch geprüft werden, weil sie Fehler und

enthalten können. Personenbezogene Daten gehören nicht unbedacht in offene

. Lehrkräfte behalten bei Leistungsbewertung die pädagogische

. Moderne Prüfungen verbinden Produkt, Prozess und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. KI-Regeln: Formuliere für eine Unterrichtsaufgabe drei klare Sätze, die erklären, ob KI erlaubt, begrenzt erlaubt oder ausgeschlossen ist.
  2. Aufgabencheck: Wähle eine eigene Aufgabe aus Deinem Fach und markiere, welche Teile eine KI vermutlich leicht bearbeiten könnte.
  3. Promptprotokoll: Erstelle ein einfaches Formular, mit dem Lernende ihre KI-Nutzung dokumentieren können.
  4. Begriffsklärung: Erkläre einer Kollegin oder einem Kollegen den Unterschied zwischen KI als Lernhilfe und KI als Prüfgegenstand in fünf Sätzen.


Standard

  1. Aufgabenentwicklung: Überarbeite eine klassische Hausaufgabe so, dass Prozess, Quellenprüfung und Reflexion sichtbar werden.
  2. Bewertungsraster: Entwickle eine Rubrik mit mindestens fünf Kriterien für ein KI-gestütztes Lernprodukt.
  3. Kolloquium: Erstelle zehn mündliche Leitfragen, mit denen Lernende ihre Projektarbeit verteidigen können.
  4. Fallanalyse: Beschreibe einen Konfliktfall zur möglichen KI-Nutzung und entwickle ein faires pädagogisches Klärungsverfahren.


Schwer

  1. Prüfungskonzept: Entwirf ein vollständiges Prüfungsformat für Dein Fach, das KI-Nutzung transparent integriert und Eigenleistung sichtbar macht.
  2. Schulentwicklung: Entwickle einen Vorschlag für schulweite KI-Prüfregeln mit Zuständigkeiten, Dokumentationsformen und Fortbildungsbedarf.
  3. Ethik: Analysiere Chancen und Risiken KI-gestützter Rückmeldungen mit Blick auf Bias, Datenschutz und Chancengerechtigkeit.
  4. Fortbildung: Plane einen 45-minütigen Lehrerfortbildungssnack zur KI-Prüfkompetenz mit Einstieg, Arbeitsphase, Ergebnissicherung und Transferaufgabe.



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Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Du erhältst eine allgemeine Essayaufgabe, die leicht durch KI lösbar ist. Entwickle daraus eine kompetenzorientierte Prüfungsaufgabe mit Prozessnachweis, Quellenprüfung und Reflexion.
  2. Bewertungssituation: Eine Schülerin gibt eine sprachlich perfekte Hausarbeit ab, kann zentrale Aussagen aber kaum erklären. Entwickle ein faires Vorgehen, das weder vorschnell beschuldigt noch unkritisch bewertet.
  3. Rubrik-Prüfung: Vergleiche zwei Bewertungsraster und entscheide, welches im KI-Zeitalter geeigneter ist. Begründe Deine Entscheidung anhand von Transparenz, Eigenleistung und Feedbackqualität.
  4. Datenschutzfall: Eine Lehrkraft möchte Schülertexte in ein frei zugängliches KI-Tool eingeben, um Feedback zu erzeugen. Analysiere Risiken und formuliere eine datensensible Alternative.
  5. Schulentwicklung: Entwickle drei Bausteine für eine schulische Vereinbarung zur KI-Nutzung bei Leistungsnachweisen und erkläre, warum diese Bausteine zusammenwirken.
  6. Prüfungskultur: Diskutiere, ob KI eher eine Bedrohung oder ein Anlass zur Verbesserung von Prüfungskultur ist. Nutze mindestens drei Argumente und ein konkretes Unterrichtsbeispiel.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Fakten über KI kennst, sondern Prüfungen begründet gestalten kannst. Wichtig sind:

  1. Fachliche Klärung: Du erklärst zentrale Begriffe wie KI-Prüfkompetenz, generative KI, Promptprotokoll, Rubrik, Bias und Chancengerechtigkeit korrekt.
  2. Aufgabenanalyse: Du erkennst, welche Aufgaben im KI-Zeitalter besonders anfällig sind und warum.
  3. Aufgabentransformation: Du entwickelst aus einer anfälligen Aufgabe ein KI-robustes, kompetenzorientiertes Prüfungsformat.
  4. Transparente Regeln: Du formulierst klare Hinweise zur erlaubten oder nicht erlaubten KI-Nutzung.
  5. Bewertung: Du erstellst ein Kriterienraster, das Produkt, Prozess, Fachlichkeit, Quellenarbeit und Reflexion berücksichtigt.
  6. Recht und Ethik: Du berücksichtigst Datenschutz, Urheberrecht, Bias, Fairness und menschliche Verantwortung.
  7. Praxisbezug: Du beziehst Deine Lösung auf ein konkretes Fach, eine Lerngruppe oder eine schulische Situation.
  8. Reflexion: Du begründest, welche Chancen und Grenzen Dein Prüfungsdesign hat.




OERs zum Thema



Weiterführende Orientierung

  1. Kultusministerkonferenz: Die Handlungsempfehlungen der Länder zu KI in schulischen Bildungsprozessen betonen, dass KI Lernen, Didaktik, Prüfungskultur, Lehrkräftebildung, Regulierung und Chancengerechtigkeit betrifft.
  2. UNESCO: Internationale Leitlinien zu generativer KI in Bildung und Forschung betonen eine menschenzentrierte, ethische und pädagogisch geprüfte Nutzung.
  3. EU AI Act: Der europäische Rechtsrahmen ordnet KI-Systeme nach Risiken und macht deutlich, dass Bildung, Datenverarbeitung und automatisierte Entscheidungen besondere Sorgfalt erfordern.
  4. Datenschutz-Grundverordnung: Personenbezogene Daten dürfen in schulischen Kontexten nur rechtmäßig, zweckgebunden und datensparsam verarbeitet werden.
  5. Medienbildung: KI-Prüfkompetenz ist Teil digitaler Mündigkeit, weil Lernende KI-Ergebnisse prüfen, einordnen und verantwortungsvoll nutzen müssen.


Links


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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THE MONKEY DANCE



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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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