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Künstliche Intelligenz und Kunst - Kunst

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Künstliche Intelligenz und Kunst - Kunst



Künstliche Intelligenz und Kunst - Kunst


Einleitung

Künstliche Intelligenz kann Bilder, Musik, Texte und Videos erzeugen oder verändern. Im Kunstunterricht wird sie zum Werkzeug, zum Ideengeber und zum Gegenstand der Kritik.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie KI-Kunst entsteht, wie Du einen Prompt gestaltest und wie Du Ergebnisse untersuchst. Du beschäftigst Dich außerdem mit Kreativität, Urheberrecht, Datenschutz, Verzerrungen und der Kennzeichnung künstlich erzeugter Bilder.


Lernziele

Du kannst nach diesem Kurs:

  1. KI-Kunst erklären und von rein menschlich geschaffener Kunst unterscheiden.
  2. Prompts mit Motiv, Gestaltung und Stimmung formulieren.
  3. KI-Bilder mit Fachbegriffen aus der Bildanalyse beschreiben.
  4. Chancen, Grenzen und Risiken begründet abwägen.
  5. einen eigenen, transparent dokumentierten Gestaltungsprozess planen.


Was ist KI-Kunst?

KI-Kunst umfasst Werke, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz entstehen oder von ihr beeinflusst werden. Dabei kann KI unterschiedliche Rollen übernehmen:

Rolle der KI Beispiel
Generator Eine Texteingabe wird in ein neues Bild übersetzt.
Werkzeug Ein vorhandenes Bild wird ergänzt, verändert oder vergrößert.
Inspiration Ein KI-Entwurf wird von Menschen weitergezeichnet, gemalt oder collagiert.

Wichtig: Die KI besitzt keine eigene Lebenserfahrung. Sie verarbeitet gelernte Muster und erzeugt daraus neue Ausgaben. Die künstlerische Bedeutung entsteht durch Auswahl, Absicht, Bearbeitung, Präsentation und Betrachtung.


Mensch und Maschine

Mensch entscheidet KI unterstützt
Thema und Aussage Varianten erzeugen
Auswahl und Bewertung Formen und Muster kombinieren
Material und Präsentation Bilder bearbeiten
Verantwortung Vorschläge berechnen


Vom Prompt zum Bild

Ein Prompt ist eine Anweisung an ein KI-System. Ein genauer Prompt kann die Bildidee steuerbarer machen.

Baustein Leitfrage Beispiel
Motiv Was ist zu sehen? Eine verlassene Schule im Wald
Technik Wie soll es wirken? Collage aus Papier
Farbe Welche Farbwelt? Blau, Grau und ein roter Akzent
Licht Welche Beleuchtung? Gegenlicht am frühen Morgen
Perspektive Von wo aus? Froschperspektive
Format Welche Bildform? quadratisches Plakat

Beispielprompt: Eine verlassene Schule im Wald, als Papiercollage, blaue und graue Flächen, ein roter Akzent, Gegenlicht, Froschperspektive, quadratisches Plakat.

Beobachtungsauftrag: Welche Teile des Bildes passen zum Motiv? Wo erkennst Du Unstimmigkeiten? Welche Wirkung haben Licht, Größenverhältnisse und Umgebung?


Ein einfacher Arbeitsprozess

  1. Idee: Formuliere eine Aussage oder Frage.
  2. Prompt: Beschreibe Motiv und Gestaltung.
  3. Variation: Erzeuge mehrere Entwürfe.
  4. Auswahl: Begründe Deine Entscheidung.
  5. Bearbeitung: Verändere Farben, Formen oder Details.
  6. Dokumentation: Notiere Werkzeug, Prompt und eigene Eingriffe.
  7. Präsentation: Kennzeichne den KI-Anteil.


Entwicklung der KI-Bilder

Frühe Systeme konnten nur einfache Formen erzeugen. Spätere Modelle lernten komplexere Bildmuster. Heute können Text-zu-Bild-Systeme viele Motive und Stile kombinieren.

Frühes Beispiel: Mehrere Varianten wurden aus der Texteingabe „Ein Stoppschild fliegt am blauen Himmel“ erzeugt.

Vergleichsfrage: Woran erkennst Du Fortschritte? Achte auf Form, Licht, räumliche Wirkung und Details.


KI-Kunst in der Kunstwelt

KI-Kunst wird ausgestellt, gesammelt, verkauft und diskutiert. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern um Fragen wie:

  1. Autorschaft: Wer gilt als Urheberin oder Urheber?
  2. Originalität: Wann ist ein Ergebnis eigenständig?
  3. Kreativität: Liegt sie im Bild, im Prozess oder in der Idee?
  4. Kunstmarkt: Wie beeinflussen Aufmerksamkeit und Preis die Bewertung?
  5. Kunstkritik: Welche gesellschaftlichen Folgen werden sichtbar?

Analyseimpuls: Das Porträt erinnert an historische Malerei, zeigt aber zugleich Unschärfen und Leerstellen. Überlege, ob gerade diese Wirkung zur Aussage des Werkes beiträgt.


Bilder untersuchen

Nutze bei einer Bildanalyse diese fünf Blickrichtungen:

Bereich Frage
Beschreibung Was sehe ich, ohne zu deuten?
Gestaltung Wie wirken Farbe, Form, Raum, Licht und Komposition?
Wirkung Welche Stimmung entsteht?
Prozess Welche Entscheidungen traf der Mensch, welche das System?
Bewertung Ist die Aussage überzeugend, problematisch oder mehrdeutig?

Kurzauftrag: Beschreibe das Bild in drei Sätzen. Deute danach ein Gestaltungsmittel. Bewerte zuletzt, welche Information über den Entstehungsprozess noch fehlt.


Chancen und Grenzen

Chancen Grenzen und Risiken
schnelle Bildvarianten Ergebnisse können fehlerhaft sein
neue Kombinationen Trainingsdaten können einseitig sein
Unterstützung beim Experimentieren bekannte Bildmuster können wiederholt werden
Zugang zu digitaler Gestaltung persönliche Daten können gefährdet sein
Anstoß für Diskussionen KI-Bilder können täuschen


Bias und Stereotype

Bias bedeutet, dass Ergebnisse systematisch verzerrt sein können. Ursachen liegen zum Beispiel in einseitigen Trainingsdaten, unklaren Kategorien oder stereotypen Erwartungen.

Prüffragen:

  1. Werden Menschen vielfältig dargestellt?
  2. Wiederholen sich Rollenbilder?
  3. Fehlen bestimmte Lebenswelten?
  4. Welche Wörter im Prompt könnten das Ergebnis beeinflusst haben?


Täuschung und Kennzeichnung

KI-Bilder können wie Fotografien wirken, obwohl die dargestellte Situation nie stattgefunden hat. Prüfe deshalb Quelle, Kontext, Bilddetails und Herkunft. Kennzeichne eigene KI-Arbeiten sichtbar.

Eine mögliche Dokumentation lautet: „Motiv und Prompt von mir; Bildentwurf mit KI; Auswahl, Collage und Farbkorrektur von mir.“


Verantwortung im Kunstunterricht

  1. Datenschutz: Lade keine privaten Fotos ohne Erlaubnis hoch.
  2. Persönlichkeitsrecht: Erzeuge keine täuschenden Bilder realer Personen.
  3. Urheberrecht: Prüfe Nutzungsbedingungen, Lizenzen und die Herkunft verwendeter Materialien.
  4. Transparenz: Nenne das Werkzeug und Deinen eigenen Anteil.
  5. Respekt: Vermeide diskriminierende, entwürdigende oder manipulative Darstellungen.
  6. Nachhaltigkeit: Nutze Rechenleistung bewusst und erzeuge nicht unnötig viele Varianten.


KI als Teil eines Kunstprojekts

Ein starkes Projekt besteht nicht nur aus einem schnellen KI-Bild. Es verbindet Idee, Experiment, Auswahl, eigene Bearbeitung und Reflexion.

Projektformel: Menschliche Frage + KI-Experiment + sichtbare Bearbeitung + begründete Präsentation.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet KI-Kunst? (Kunst, die mithilfe von KI entsteht oder beeinflusst wird) (!Nur Kunst, die von Robotern aus Metall gebaut wird) (!Nur digitalisierte Gemälde aus Museen) (!Nur automatisch bearbeitete Fotografien)




Was ist ein Prompt? (Eine Anweisung an ein KI-System) (!Eine gedruckte Eintrittskarte) (!Eine Farbmischung aus drei Tönen) (!Ein Fehler in einer Kamera)




Welche Entscheidung bleibt eine menschliche Aufgabe? (Die Aussage des Kunstprojekts begründen) (!Jede Pixelposition automatisch berechnen) (!Trainingsdaten ohne Kontrolle verändern) (!Alle Varianten gleichzeitig ausstellen)




Welcher Begriff gehört zur Bildanalyse? (Komposition) (!Passwort) (!Dateigröße) (!Ladebalken)




Was beschreibt Bias bei KI-Systemen? (Systematische Verzerrungen in Ergebnissen) (!Eine besonders hohe Bildauflösung) (!Eine zufällige Wahl des Dateinamens) (!Eine schnelle Internetverbindung)




Warum sollen KI-Bilder gekennzeichnet werden? (Damit ihr Entstehungsprozess transparent wird) (!Damit jede Bildkritik verboten wird) (!Damit das Bild automatisch wertvoller wird) (!Damit keine Gestaltung mehr nötig ist)




Was gehört zu einem guten Prompt? (Motiv, Gestaltung und gewünschte Wirkung) (!Nur ein einzelnes beliebiges Wort) (!Nur der Name einer bekannten Person) (!Nur die gewünschte Dateigröße)




Welche Handlung schützt persönliche Daten? (Keine privaten Fotos ohne Erlaubnis hochladen) (!Alle Klassenfotos öffentlich verwenden) (!Jeden Prompt mit vollständigem Namen speichern) (!Passwörter in die Bildbeschreibung schreiben)




Was verbessert ein KI-Kunstprojekt besonders? (Eigene Auswahl, Bearbeitung und Reflexion) (!Möglichst viele ungeprüfte Varianten) (!Eine vollständig fehlende Dokumentation) (!Ein zufälliger Ausdruck ohne Idee)




Welche Aussage über KI-Bilder ist richtig? (Sie können überzeugend wirken und trotzdem erfunden sein) (!Sie zeigen immer ein wirkliches Ereignis) (!Sie enthalten niemals Fehler) (!Sie sind automatisch objektiv)





Memory

Prompt Texteingabe für ein KI-System
Komposition Anordnung der Bildelemente
Bias systematische Verzerrung
Trainingsdaten Beispiele zum Lernen von Mustern
Transparenz Offenlegung des Entstehungsprozesses
Variation alternative Fassung einer Bildidee
Autorschaft Frage nach der schöpferischen Verantwortung
Kennzeichnung sichtbarer Hinweis auf KI-Nutzung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Idee Aussage oder Fragestellung entwickeln
Prompt Motiv und Gestaltung beschreiben
Variation mehrere Entwürfe erzeugen
Auswahl eine Fassung begründet bestimmen
Bearbeitung das Ergebnis sichtbar verändern
Dokumentation Werkzeug und Arbeitsschritte festhalten
Präsentation Werk zeigen und KI-Anteil kennzeichnen






Kreuzworträtsel

Prompt Wie heißt die Texteingabe an ein KI-System?
Trainingsdaten Woraus lernt ein Modell typische Muster?
Komposition Wie heißt die Anordnung der Bildelemente?
Urheberrecht Welches Rechtsgebiet schützt schöpferische Werke?
Kennzeichnung Was macht den KI-Anteil eines Bildes sichtbar?
Verzerrung Welches deutsche Wort beschreibt einen Bias?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein

ist eine Anweisung an ein KI-System. KI-Systeme lernen Muster aus

. Die Anordnung von Bildelementen heißt

. Eine systematische Verzerrung wird als

bezeichnet. Ein gutes Kunstprojekt enthält eine begründete

. Eigene Eingriffe sollen in der

sichtbar werden. Zum Schutz persönlicher Informationen beachtest Du den

. Der KI-Anteil eines Werkes soll durch eine klare

erkennbar sein.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bildbeschreibung: Wähle ein KI-Bild aus dem Kurs und beschreibe Motiv, Farben, Formen und Stimmung in sechs Sätzen.
  2. Prompt-Baukasten: Schreibe drei Prompts für dasselbe Motiv mit unterschiedlichen Farbwelten.
  3. Fehlersuche: Markiere in einem KI-Bild mindestens fünf auffällige oder unlogische Details.
  4. Kennzeichnung: Entwirf ein verständliches Symbol für KI-generierte Inhalte und erkläre Deine Gestaltung.


Standard

  1. Variationsreihe: Erzeuge oder skizziere vier Varianten einer Bildidee und begründe Deine Auswahl.
  2. Mensch-Maschine-Collage: Kombiniere einen KI-Entwurf mit eigener Zeichnung, Fotografie oder Papiercollage.
  3. Bildvergleich: Vergleiche ein KI-Bild mit einem menschlich geschaffenen Kunstwerk anhand von fünf Gestaltungskriterien.
  4. Ausstellungstext: Schreibe einen kurzen Wandtext, der Idee, Prozess, Werkzeug und Deinen eigenen Anteil nennt.


Schwer

  1. Kritische Bildserie: Gestalte eine dreiteilige Serie über Chancen und Risiken von KI.
  2. Bias-Experiment: Untersuche, wie kleine Änderungen im Prompt Rollenbilder verändern, und dokumentiere die Ergebnisse.
  3. Kuratorisches Konzept: Plane eine Schulausstellung mit KI-Kunst, Regeln zur Kennzeichnung und einem Besucherauftrag.
  4. Kunstdebatte: Produziere ein Audio- oder Videoformat zur Frage „Kann eine KI kreativ sein?“ und beziehe mindestens drei Positionen ein.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prompt und Wirkung: Erkläre an einem eigenen Beispiel, wie zwei veränderte Wörter die Bildwirkung beeinflussen können.
  2. Autorschaft beurteilen: Bewerte einen Fall, in dem eine Person nur einen kurzen Prompt eingibt und das erste Ergebnis verkauft.
  3. Täuschungsrisiko analysieren: Entwickle Prüfschritte für ein fotorealistisches Bild, dessen Quelle unbekannt ist.
  4. Bias übertragen: Zeige, wie stereotype Trainingsmuster ein Schulplakat beeinflussen könnten, und formuliere Gegenmaßnahmen.
  5. Gestaltungsprozess planen: Entwirf einen Ablauf, bei dem KI nur eine Teilrolle übernimmt und eigene Entscheidungen sichtbar bleiben.
  6. Ausstellung verantworten: Formuliere Regeln für eine faire, transparente und datenschutzbewusste Präsentation von KI-Kunst.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis sind wichtig:

  1. eine eigene künstlerische Fragestellung,
  2. mehrere dokumentierte Entwürfe oder Skizzen,
  3. ein nachvollziehbarer Prompt oder Regelsatz,
  4. eine sichtbare eigene Bearbeitung,
  5. eine Bildanalyse mit Fachbegriffen,
  6. eine Reflexion über Chancen, Grenzen und Bias,
  7. eine transparente Kennzeichnung der KI-Nutzung,
  8. die Beachtung von Datenschutz und Rechten.




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