Jugendbücher lesen und besprechen - aiMOOC


Jugendbücher lesen und besprechen - aiMOOC
Jugendbücher lesen und besprechen
Einleitung
Jugendbücher lesen und besprechen bedeutet mehr, als eine Handlung nachzuerzählen. Du lernst, wie ein Text aufgebaut ist, wie Figuren handeln, welche Konflikte entstehen, welche Erzählperspektive gewählt wird und wie ein Buch Fragen des Erwachsenwerdens, der Identität, der Freundschaft, der Familie, der Liebe, der Gerechtigkeit oder der Gesellschaft aufgreift. In diesem aiMOOC übst Du, ein Jugendbuch bewusst auszuwählen, aufmerksam zu lesen, Deine Eindrücke zu begründen und ein literarisches Gespräch respektvoll zu führen.
Jugendliteratur richtet sich besonders an Leserinnen und Leser im Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenenalter. Viele Jugendbücher erzählen von Entscheidungen, Krisen, Hoffnungen, Beziehungen und Zukunftsfragen. Dabei können sie realistisch, fantastisch, historisch, komisch, spannend, poetisch oder gesellschaftskritisch sein. Ein Jugendbuch ist also nicht automatisch einfach. Gute Jugendbücher eröffnen oft komplexe Perspektiven auf die Welt.
Was ist ein Jugendbuch?
Ein Jugendbuch ist ein literarischer Text, der sich in Sprache, Themen, Figuren und Erzählweise häufig an Jugendliche richtet. Es gehört zur Kinder- und Jugendliteratur. Jugendbücher können verschiedene Genres haben: Abenteuerroman, Fantasy, Science-Fiction, Dystopie, Historischer Roman, Kriminalroman, Liebesroman, Coming-of-Age, Graphic Novel, Tagebuchroman oder Versroman.
Wichtig ist: Nicht jedes Buch mit jugendlichen Figuren ist automatisch ein Jugendbuch, und nicht jedes Jugendbuch wird nur von Jugendlichen gelesen. Entscheidend sind die erzählten Erfahrungen, die Form der Ansprache, die Themen und die Art, wie Leserinnen und Leser sich mit den Figuren, Konflikten und Fragen auseinandersetzen können.
Warum Jugendbücher lesen?
Jugendbücher helfen Dir, Lesekompetenz, Empathie, Urteilskraft und Sprachbewusstsein zu entwickeln. Beim Lesen trainierst Du, Informationen zu entnehmen, Zusammenhänge zu erkennen, Leerstellen zu füllen und Aussagen zu deuten. Gleichzeitig kannst Du Dich mit fremden Lebenswelten, historischen Situationen, gesellschaftlichen Konflikten und persönlichen Entscheidungen beschäftigen.
- Lesefreude: Ein gutes Jugendbuch kann neugierig machen, berühren, irritieren und zum Weiterlesen motivieren.
- Perspektivwechsel: Du lernst, Situationen aus der Sicht verschiedener Figuren zu betrachten.
- Sprachbildung: Du erweiterst Deinen Wortschatz und erkennst sprachliche Gestaltungsmittel.
- Medienbildung: Du vergleichst Bücher mit Verfilmungen, Hörbüchern, Rezensionen oder Social-Media-Beiträgen.
- Demokratiebildung: Du übst, unterschiedliche Meinungen begründet und respektvoll zu diskutieren.
Ein Jugendbuch auswählen
Die Auswahl eines Jugendbuchs sollte nicht zufällig geschehen. Du kannst Dich an Themen, Genres, Autorinnen und Autoren, Klappentexten, Leseproben, Empfehlungen, Buchpreisen oder Rezensionen orientieren. In einer Klasse oder Lerngruppe ist es sinnvoll, unterschiedliche Interessen zu berücksichtigen. Manche möchten Spannung, andere Humor, Fantasy, Alltagsnähe, historische Stoffe oder gesellschaftliche Themen.
Eine gute Auswahlfrage lautet nicht nur: Gefällt mir das Buch? Ebenso wichtig ist: Kann ich über dieses Buch sprechen, streiten, nachdenken und etwas lernen? Ein Jugendbuch eignet sich besonders gut für eine Besprechung, wenn es klare Konflikte, interessante Figuren, deutbare Symbole, offene Fragen oder unterschiedliche Lesarten bietet.
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Vor dem Lesen: Erwartungen entwickeln
Bevor Du mit dem Lesen beginnst, kannst Du bereits Hypothesen bilden. Betrachte den Buchtitel, das Cover, den Klappentext, Kapitelüberschriften und erste Seiten. Was erwartest Du? Welche Stimmung entsteht? Welche Fragen werden aufgeworfen? Welche Figuren könnten wichtig sein? Solche Vorüberlegungen helfen Dir, beim Lesen bewusster auf Hinweise zu achten.
Eine sinnvolle Methode ist das Lesetagebuch. Darin notierst Du Erwartungen, wichtige Textstellen, Fragen, Gefühle, Vermutungen, neue Wörter und eigene Bewertungen. Das Lesetagebuch ist keine bloße Zusammenfassung, sondern ein Denkraum. Du machst sichtbar, wie Du den Text verstehst.
Während des Lesens: Lesestrategien nutzen
Gute Leserinnen und Leser lesen aktiv. Sie stellen Fragen, markieren Schlüsselstellen, erkennen Wendepunkte und überprüfen ihre Vermutungen. Dabei helfen Dir Lesestrategien.
- Orientierendes Lesen: Du verschaffst Dir einen Überblick über Titel, Kapitel, Figuren und Schauplätze.
- Genaues Lesen: Du untersuchst wichtige Stellen, Formulierungen und Details.
- Markieren: Du hebst Schlüsselstellen hervor, aber nur gezielt und sparsam.
- Randnotiz: Du notierst Fragen, Deutungen, Gefühle oder Verbindungen zu anderen Texten.
- Zusammenfassen: Du formulierst Kapitelinhalte in eigenen Worten.
- Visualisieren: Du erstellst Figurenkarten, Beziehungsnetze, Zeitstrahlen oder Schauplatzskizzen.
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Einen Jugendroman verstehen
Um ein Jugendbuch fundiert zu besprechen, solltest Du verschiedene Ebenen unterscheiden: Inhalt, Aufbau, Figuren, Erzählweise, Sprache, Themen und Wirkung. Eine reine Inhaltsangabe reicht nicht aus. Erst durch Analyse und Deutung entsteht ein tieferes Verständnis.
Handlung und Konflikt
Die Handlung beschreibt, was im Text geschieht. Viele Jugendbücher folgen einem Spannungsbogen: Ausgangssituation, Auslöser, Entwicklung, Krise, Wendepunkt, Entscheidung und Lösung. Besonders wichtig sind Konflikte. Diese können äußerlich oder innerlich sein. Ein äußerer Konflikt entsteht zum Beispiel zwischen Figuren, Gruppen oder gesellschaftlichen Regeln. Ein innerer Konflikt betrifft Zweifel, Angst, Schuld, Sehnsucht oder Identität.
Frage Dich: Was will die Hauptfigur? Was hindert sie daran? Welche Entscheidungen muss sie treffen? Welche Folgen haben diese Entscheidungen?
Figuren untersuchen
Eine Figurenanalyse fragt nicht nur, wie eine Figur aussieht. Sie untersucht Verhalten, Sprache, Beziehungen, Ziele, Ängste, Werte und Entwicklung. In Jugendbüchern sind Figuren oft im Wandel. Sie müssen lernen, sich selbst, andere Menschen oder die Welt neu zu verstehen.
Du kannst zwischen Hauptfigur, Nebenfigur, Gegenspieler und Erzählerfigur unterscheiden. Wichtig ist außerdem, ob eine Figur statisch bleibt oder sich verändert. Eine gute Besprechung begründet Aussagen über Figuren immer mit Textstellen.
Erzählperspektive und Erzähler
Die Erzählperspektive beeinflusst stark, wie Du die Geschichte wahrnimmst. Ein Ich-Erzähler lässt Dich nah an Gedanken und Gefühle einer Figur heran, kann aber einseitig oder unzuverlässig sein. Ein personaler Erzähler zeigt die Welt meist aus der Sicht einer Figur. Ein auktorialer Erzähler kann Überblick geben, kommentieren oder mehrere Perspektiven verbinden.
Frage Dich: Wer erzählt? Was weiß diese Erzählinstanz? Was verschweigt sie? Wie beeinflusst die Perspektive Dein Urteil über Figuren und Ereignisse?
Sprache und Stil untersuchen
Die Sprache eines Jugendbuchs kann sachlich, poetisch, umgangssprachlich, fragmentarisch, humorvoll, ironisch oder sehr bildhaft sein. Achte auf Dialog, Metapher, Symbol, Vergleich, Wiederholung, Satzbau, Erzähltempo und Stimmung. Sprache ist nie nur Verpackung. Sie gestaltet, wie Du Figuren und Ereignisse wahrnimmst.
Wenn eine Figur kurze, abgehackte Sätze verwendet, kann das Unsicherheit, Angst oder Wut zeigen. Wenn ein Text viele Sinneseindrücke nutzt, entsteht Nähe zur Figur. Wenn ein Symbol wiederholt auftaucht, kann es eine tiefere Bedeutung haben.
Themen, Motive und Botschaften
Jugendbücher behandeln häufig Themen wie Freundschaft, Mobbing, Migration, Rassismus, Klimawandel, Erste Liebe, Familienkonflikt, Trauer, Behinderung, Krieg, Flucht, Armut, Geschlechterrolle, Selbstfindung oder Mediennutzung. Ein Thema ist jedoch nicht automatisch eine Botschaft. Die Botschaft entsteht erst durch die Art, wie der Text ein Thema gestaltet.
Ein Motiv ist ein wiederkehrendes Element, zum Beispiel eine Reise, ein Geheimnis, ein Brief, ein Spiegel, ein Wald, ein Lied oder ein bestimmter Gegenstand. Motive helfen, Zusammenhänge im Text zu erkennen.
Über Jugendbücher sprechen
Ein gutes Literarisches Gespräch ist offen, respektvoll und textbezogen. Es geht nicht darum, sofort die einzig richtige Antwort zu finden. Vielmehr prüfst Du gemeinsam mit anderen, welche Deutungen möglich sind. Dabei kann es unterschiedliche Sichtweisen geben. Entscheidend ist, dass Du Deine Meinung begründest.
Gute Gesprächssätze sind zum Beispiel: Ich vermute, dass ..., Diese Stelle zeigt für mich ..., Ich sehe das anders, weil ..., Welche Textstelle stützt Deine Deutung? oder Das könnte auch bedeuten, dass ....
Gesprächsregeln für Buchbesprechungen
- Aktives Zuhören: Du lässt andere ausreden und knüpfst an ihre Gedanken an.
- Textbezug: Du begründest Aussagen mit Figuren, Ereignissen oder Zitaten.
- Respekt: Du kritisierst Ideen sachlich, nicht Personen.
- Offenheit: Du akzeptierst, dass Literatur mehrere Deutungen zulassen kann.
- Nachfragen: Du klärst unklare Aussagen, bevor Du widersprichst.
Buchbesprechung und Rezension
Eine Buchbesprechung stellt ein Buch vor, ordnet es ein, deutet zentrale Aspekte und bewertet es begründet. Eine Rezension ist meist stärker wertend und richtet sich an ein Publikum, das entscheiden möchte, ob es das Buch lesen will. Beide Formen dürfen nicht zu viel verraten. Besonders das Ende, überraschende Wendungen oder Geheimnisse sollten nicht ohne Warnung genannt werden.
Eine überzeugende Buchbesprechung enthält Informationen zu Titel, Autorin oder Autor, Genre, Thema, Figuren, Erzählweise, Sprache, Wirkung und persönlicher Bewertung. Besonders wichtig ist die Begründung: Nicht Das Buch ist spannend, sondern Das Buch ist spannend, weil die Kapitel oft mit offenen Fragen enden und die Hauptfigur unter Zeitdruck handeln muss.
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Eine Buchvorstellung vorbereiten
Für eine Buchvorstellung brauchst Du Struktur. Beginne mit einem kurzen Einstieg, der Interesse weckt. Danach folgen grundlegende Angaben, eine knappe Inhaltsübersicht ohne Spoiler, eine Vorstellung wichtiger Figuren, eine ausgewählte Textstelle und Deine begründete Bewertung. Am Ende kannst Du eine Diskussionsfrage stellen.
Eine gute Textstelle ist nicht zufällig gewählt. Sie sollte typisch für Sprache, Konflikt, Figur oder Stimmung des Buches sein. Lies sie ausdrucksvoll vor und erkläre, warum sie wichtig ist.
Kriterien für eine gute Besprechung
Eine gute Besprechung ist verständlich, geordnet, begründet und lebendig. Sie zeigt, dass Du das Buch gelesen, verstanden und eigenständig darüber nachgedacht hast. Dabei solltest Du zwischen Beschreibung, Analyse, Deutung und Bewertung unterscheiden.
| Bereich | Leitfrage | Beispiel |
|---|---|---|
| Inhalt | Worum geht es? | Eine Hauptfigur muss eine schwierige Entscheidung treffen. |
| Figuren | Wer verändert sich und warum? | Die Figur gewinnt Mut, weil sie Unterstützung erfährt. |
| Erzählweise | Wie wird erzählt? | Die Ich-Perspektive erzeugt Nähe und Unsicherheit. |
| Sprache | Wie wirkt der Stil? | Kurze Sätze erhöhen das Tempo. |
| Bewertung | Wie überzeugend ist das Buch? | Die Bewertung wird mit Textbelegen begründet. |
Sensible Themen verantwortungsvoll besprechen
Manche Jugendbücher behandeln belastende Themen wie Gewalt, Diskriminierung, Krankheit, Verlust, Krieg, Flucht, Armut oder psychische Krisen. In solchen Fällen ist ein verantwortungsvoller Umgang wichtig. Du musst persönliche Erfahrungen nicht offenlegen. Niemand sollte gedrängt werden, über private Erlebnisse zu sprechen. Sprich über den Text, die Darstellung und die Wirkung, aber achte auf respektvolle Sprache.
Bei schwierigen Themen kann eine Lerngruppe vorher Regeln vereinbaren: keine Bloßstellung, keine abwertenden Bemerkungen, freiwillige Beiträge, Möglichkeit zur Pause und sachliche Textarbeit.
Digitale Formen der Buchbesprechung
Bücher können auch digital vorgestellt werden: als Podcast, Erklärvideo, Booktrailer, Blogbeitrag, Padlet, Präsentation, Comic, Lesetagebuch oder Social-Media-Beitrag. Entscheidend bleibt die Qualität der Auseinandersetzung. Auch ein kreatives Format sollte zeigen, dass Du Figuren, Konflikte, Sprache und Themen verstanden hast.
Ein Booktrailer soll neugierig machen, aber nicht die ganze Handlung verraten. Ein Podcast kann ein Gespräch zwischen zwei Leserinnen oder Lesern simulieren. Ein Blogbeitrag kann persönlicher sein, muss aber trotzdem begründet argumentieren.
Vom Lesen zum eigenen Urteil
Ein eigenes Urteil entsteht durch genaues Lesen, Vergleichen und Begründen. Du kannst fragen: Hat mich das Buch überzeugt? Sind die Figuren glaubwürdig? Ist die Sprache passend? Werden schwierige Themen differenziert dargestellt? Bleiben wichtige Fragen offen? Welche Zielgruppe könnte das Buch besonders ansprechen?
Ein gutes Urteil ist nicht nur Geschmack. Natürlich darfst Du sagen, ob Dir ein Buch gefällt. Im Unterricht und in einer anspruchsvollen Besprechung solltest Du aber erklären, warum Du so urteilst. Dazu nutzt Du Textbelege, Beispiele und Fachbegriffe.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist ein Jugendbuch im literarischen Sinn? (Ein Buch, das sich häufig an Jugendliche richtet und jugendnahe Themen, Figuren oder Erzählweisen nutzt) (!Ein Buch, das nur von Jugendlichen geschrieben werden darf) (!Ein Buch, das immer weniger als hundert Seiten hat) (!Ein Buch, das grundsätzlich keine schwierigen Themen enthält)
Warum reicht eine Inhaltsangabe für eine gute Buchbesprechung nicht aus? (Weil auch Figuren, Sprache, Erzählweise, Themen und Wirkung untersucht werden sollten) (!Weil Inhaltsangaben in Buchbesprechungen verboten sind) (!Weil man den Inhalt eines Buches nie erwähnen darf) (!Weil nur die Meinung der Lehrkraft zählt)
Was beschreibt die Erzählperspektive? (Aus welcher Sicht eine Geschichte erzählt wird) (!Wie viele Kapitel ein Buch hat) (!Welche Farbe das Cover besitzt) (!Wie teuer ein Buch im Handel ist)
Was ist ein Lesetagebuch? (Ein Heft oder Dokument mit Leseeindrücken, Fragen, Textstellen und Deutungen) (!Eine Liste aller Bücher einer Bibliothek) (!Ein Vertrag zwischen Verlag und Autor) (!Ein Inhaltsverzeichnis eines Romans)
Welche Frage passt besonders gut zu einer Figurenanalyse? (Welche Ziele, Konflikte und Veränderungen zeigt die Figur) (!Wie viele Seiten hat das Buch) (!Welche Schriftgröße verwendet der Verlag) (!Wie schwer ist das gedruckte Buch)
Was macht eine begründete Bewertung aus? (Sie stützt ein Urteil auf Beispiele und Textbelege) (!Sie besteht nur aus einem Sternchen-Rating) (!Sie verrät immer das Ende der Handlung) (!Sie vermeidet jede persönliche Aussage)
Was ist bei einer Buchvorstellung mit Textstelle wichtig? (Die Textstelle sollte passend ausgewählt und erklärt werden) (!Die Textstelle muss zufällig aufgeschlagen werden) (!Die Textstelle darf keinen Bezug zur Handlung haben) (!Die Textstelle ersetzt jede eigene Bewertung)
Was ist ein Motiv in einem literarischen Text? (Ein wiederkehrendes Element mit möglicher Bedeutung) (!Der Name des Verlages) (!Die Seitenzahl des letzten Kapitels) (!Eine zufällige Druckmarke im Buch)
Was gehört zu einem respektvollen literarischen Gespräch? (Andere ausreden lassen und Deutungen sachlich begründen) (!Andere Meinungen sofort abwerten) (!Nur die lauteste Person sprechen lassen) (!Ohne Textbezug urteilen)
Warum sollte man bei Jugendbüchern mit sensiblen Themen vorsichtig sprechen? (Weil Themen wie Gewalt, Verlust oder Diskriminierung persönliche Erfahrungen berühren können) (!Weil solche Bücher nie im Unterricht gelesen werden dürfen) (!Weil man über Literatur grundsätzlich nicht diskutieren sollte) (!Weil nur fröhliche Bücher analysiert werden können)
Memory
| Jugendbuch | Literatur für Jugendliche |
| Lesetagebuch | Notizen zum Lesen |
| Erzählperspektive | Sicht des Erzählens |
| Figurenanalyse | Untersuchung von Personen |
| Rezension | Begründete Buchbewertung |
| Motiv | Wiederkehrendes Element |
| Booktrailer | Kurzes Werbevideo zum Buch |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Erwartungen bilden | Vor dem Lesen |
| Schlüsselstellen markieren | Während des Lesens |
| Figurenentwicklung untersuchen | Nach dem ersten Verstehen |
| Deutung begründen | Literarisches Gespräch |
| Bewertung formulieren | Buchbesprechung |
Kreuzworträtsel
| Roman | Längere erzählende Textform mit Handlung und Figuren |
| Figur | Person oder Wesen in einer erzählten Geschichte |
| Konflikt | Gegensätzliche Interessen oder innerer Zwiespalt |
| Erzähler | Instanz, die eine Geschichte vermittelt |
| Motiv | Wiederkehrendes Element mit Bedeutung |
| Rezension | Begründende Bewertung eines Buches |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Lieblingsbuch: Wähle ein Jugendbuch aus, das Dich interessiert, und begründe in fünf Sätzen, warum Du es lesen möchtest.
- Coveranalyse: Beschreibe das Cover eines Jugendbuchs und erkläre, welche Erwartungen es bei Dir weckt.
- Lesetagebuch: Notiere zu drei Kapiteln jeweils eine wichtige Textstelle, eine Frage und einen persönlichen Eindruck.
- Figurensteckbrief: Erstelle einen Steckbrief zur Hauptfigur mit Eigenschaften, Zielen, Konflikten und wichtigen Beziehungen.
Standard
- Buchvorstellung: Bereite eine fünfminütige Vorstellung Deines Jugendbuchs mit kurzer Inhaltsübersicht, Textstelle und Bewertung vor.
- Figurennetz: Zeichne ein Beziehungsnetz der wichtigsten Figuren und erkläre die drei wichtigsten Beziehungen.
- Literarisches Gespräch: Formuliere fünf offene Diskussionsfragen, die nicht nur mit Ja oder Nein beantwortet werden können.
- Rezension: Schreibe eine Rezension, die Zielgruppe, Inhalt, Sprache, Wirkung und begründete Empfehlung enthält.
Schwer
- Vergleichende Analyse: Vergleiche zwei Jugendbücher zu einem ähnlichen Thema und arbeite Unterschiede in Figuren, Konflikten und Botschaften heraus.
- Booktrailer: Plane einen kurzen Booktrailer mit Szenenfolge, Musikidee, Sprechertext und Hinweis auf eine zentrale Konfliktfrage.
- Autorinnenrecherche: Recherchiere zur Autorin oder zum Autor Deines Jugendbuchs und erkläre, welche Informationen für das Textverständnis relevant sein könnten.
- Podiumsdiskussion: Simuliere mit einer Gruppe eine Diskussion, in der Figuren des Buches über eine zentrale Entscheidung streiten.

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Lernkontrolle
- Deutung begründen: Wähle eine Schlüsselszene aus einem Jugendbuch und erkläre, wie sie die Entwicklung der Hauptfigur beeinflusst.
- Perspektive untersuchen: Zeige an einem Beispiel, wie die Erzählperspektive Deine Wahrnehmung einer Figur lenkt.
- Thema übertragen: Übertrage einen zentralen Konflikt des Buches auf eine heutige Alltagssituation und erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
- Bewertung reflektieren: Beurteile, ob das Buch seine Zielgruppe überzeugend erreicht, und belege Dein Urteil mit Sprache, Figuren und Themen.
- Gespräch auswerten: Analysiere ein literarisches Gespräch in Deiner Lerngruppe: Welche Beiträge waren besonders hilfreich und warum?
- Medienvergleich: Vergleiche eine Buchstelle mit einer möglichen Verfilmungsidee und erkläre, welche Wirkung sich dadurch verändern würde.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis erstellst Du eine vollständige Buchbesprechung zu einem selbst gewählten Jugendbuch. Sie soll folgende Bestandteile enthalten: grundlegende Angaben zum Buch, eine spoilerarme Inhaltsübersicht, eine Figurenanalyse, eine Untersuchung der Erzählperspektive, eine kurze Sprachanalyse, eine Deutung eines zentralen Themas, eine ausgewählte Textstelle mit Erklärung sowie eine begründete persönliche Bewertung. Ergänze außerdem eine Diskussionsfrage, die sich für ein literarisches Gespräch eignet.
Bewertet werden nicht nur Fakten, sondern vor allem Textverständnis, Begründungsfähigkeit, Fachsprache, Struktur, Eigenständigkeit und respektvoller Umgang mit möglichen Deutungen.
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