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Internationale Partnerschaften - Baden-Württemberg

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Internationale Partnerschaften - Baden-Württemberg



Internationale Partnerschaften - Baden-Württemberg

Internationale Partnerschaften zeigen, wie ein deutsches Bundesland über Grenzen hinweg handelt, obwohl die klassische Außenpolitik vor allem Aufgabe des Bundes ist. In diesem aiMOOC untersuchst Du, wie Baden-Württemberg internationale Beziehungen in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Entwicklungszusammenarbeit und Politik gestaltet. Du lernst dabei nicht nur Institutionen und Partnerregionen kennen, sondern analysierst auch Interessen, Machtverhältnisse, Chancen und Konflikte.


Einleitung

Baden-Württemberg ist wirtschaftlich, wissenschaftlich und gesellschaftlich stark international vernetzt. Hochschulen kooperieren mit Forschungseinrichtungen in anderen Staaten, Schulen organisieren Austauschprogramme, Kommunen pflegen Partnerschaften, zivilgesellschaftliche Gruppen arbeiten mit Partnerorganisationen zusammen und die Landesregierung unterhält Beziehungen zu Regionen auf mehreren Kontinenten. Internationale Partnerschaften sind deshalb ein gutes Beispiel für Mehrebenenpolitik: Lokale, regionale, nationale, europäische und internationale Ebenen greifen ineinander.

Für Dich ist dabei eine Unterscheidung zentral: Eine Partnerschaft ist nicht automatisch ein völkerrechtlicher Vertrag. Häufig entstehen Kooperationen über gemeinsame Erklärungen, Programme, Hochschulvereinbarungen, Netzwerke oder Projekte. Sie können sehr unterschiedlich intensiv sein und sich politisch verändern.

Dieser aiMOOC konzentriert sich auf drei Felder: Bildung, Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit. Zugleich fragst Du aus politikwissenschaftlicher Perspektive, warum ein Bundesland internationale Beziehungen pflegt, welche Akteure beteiligt sind und nach welchen Kriterien sich der Erfolg solcher Kooperationen beurteilen lässt.


Politischer und verfassungsrechtlicher Rahmen

Nach Artikel 32 des Grundgesetzes ist die Pflege der Beziehungen zu auswärtigen Staaten grundsätzlich Sache des Bundes. Soweit die Länder für die Gesetzgebung zuständig sind, können sie jedoch mit Zustimmung der Bundesregierung Verträge mit auswärtigen Staaten schließen. Für Baden-Württemberg sind deshalb besonders jene internationalen Felder relevant, in denen Länder eigene Zuständigkeiten und Gestaltungsmöglichkeiten besitzen, etwa Bildungspolitik, Hochschulpolitik, Kultur, Teile der Wirtschafts- und Regionalpolitik oder die Zusammenarbeit von Verwaltungen und Kommunen.

Politikwissenschaftlich lässt sich dies als subnationale Außenbeziehung oder als Form von Paradiplomatie untersuchen. Der Begriff soll nicht bedeuten, dass Baden-Württemberg eine zweite deutsche Außenpolitik betreibt. Er beschreibt vielmehr, dass Regionen innerhalb eines föderalen Staates eigene internationale Netzwerke aufbauen. Gerade in der Europäischen Union sind solche Kontakte verbreitet, weil Regionen an grenzüberschreitenden Programmen, Forschungsverbünden und politischen Netzwerken beteiligt sind.

Internationale Landespolitik verlangt daher Koordination. Das Land muss eigene Interessen mit Bundesrecht, europäischem Recht, außenpolitischen Rahmenbedingungen und den Interessen seiner Partner abstimmen. Die zeitweilige Aussetzung von Partnerschaften kann außerdem zeigen, dass regionale Kooperation nicht unabhängig von internationalen Konflikten und bundespolitischen Entscheidungen funktioniert.


Das weltweite Partnerschaftsnetz Baden-Württembergs

Das Staatsministerium führt gegenwärtig zwölf Landespartnerschaften auf. Dazu gehören Beziehungen zu den chinesischen Provinzen Liaoning und Jiangsu, zur kanadischen Provinz Ontario, zur japanischen Präfektur Kanagawa, zu Burundi, zur südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal, zur polnischen Woiwodschaft Łódzkie, zum indischen Bundesstaat Maharashtra und zum US-Bundesstaat Kalifornien. Die Partnerschaften mit dem Swerdlowsker Gebiet, St. Petersburg und Moskau ruhen derzeit. Besonders enge grenzüberschreitende Beziehungen bestehen außerdem zu Frankreich, der Schweiz und Österreich. Auch mit Israel gibt es intensive Kooperationen, unter anderem in Forschung, beruflicher Bildung, Kultur, Jugend- und Erinnerungsarbeit.

Die Liste zeigt, dass Landespartnerschaften verschiedene politische Funktionen erfüllen können. Sie verbinden Regionen mit ähnlichen wirtschaftlichen oder wissenschaftlichen Interessen, schaffen langfristige Kontakte zwischen Institutionen und eröffnen Räume für Austausch jenseits nationaler Regierungen. Zugleich sind nicht alle Partnerschaften gleich aufgebaut. Manche konzentrieren sich stärker auf Wissenschaft und Wirtschaft, andere auf Bildung, Zivilgesellschaft, Kultur oder Entwicklungszusammenarbeit.

Eine wichtige Schnittstelle für die Internationalisierung ist Baden-Württemberg International (BW_i). Die Landesgesellschaft unterstützt die internationale Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft und hilft dabei, Baden-Württemberg als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort international zu positionieren.

Innerhalb Europas arbeitet Baden-Württemberg außerdem in regionalen Netzwerken. Ein bekanntes Beispiel sind die Vier Motoren für Europa mit Baden-Württemberg, Katalonien, Lombardei und Auvergne-Rhône-Alpes. Im Oberrhein und am Bodensee ist grenzüberschreitende Zusammenarbeit besonders konkret, weil Studium, Forschung, Verkehr, Arbeitsmarkt und Alltag unmittelbar über Staatsgrenzen hinweg organisiert werden.


Internationale Partnerschaften in der Bildung

Internationale Bildungskooperation beginnt nicht erst an der Universität. Schüleraustausch, Schulpartnerschaften, Jugendbegegnungen und gemeinsame Projekte können Fremdsprachenkenntnisse, interkulturelle Kompetenz und politische Urteilsfähigkeit fördern. Besonders eng ist die schulische Zusammenarbeit mit Frankreich. Schulen in Baden-Württemberg nutzen bilaterale und europäische Austauschformate, und auch Lehrkräfte sowie Bildungsverwaltungen arbeiten grenzüberschreitend zusammen.

Solche Programme haben mehr als einen touristischen Zweck. Wenn Du einige Wochen in einer Partnerschule verbringst, musst Du andere Unterrichtsformen, gesellschaftliche Debatten und Alltagskulturen verstehen. Damit kann Austausch zu Demokratiebildung, europäischer Integration und zum Abbau von Stereotypen beitragen. Der Lernerfolg hängt jedoch davon ab, ob Begegnungen pädagogisch vorbereitet und anschließend reflektiert werden.

In der beruflichen Bildung bestehen ebenfalls internationale Kontakte. Partnerschaften können sich auf Ausbildungsinhalte, Unterrichtsmaterialien, Fortbildungen oder gemeinsame Projekte beziehen. Gerade im Feld der Entwicklungszusammenarbeit ist wichtig, dass nicht nur Wissen aus Baden-Württemberg „exportiert“ wird. Gute Partnerschaften fragen, was beide Seiten lernen, wer Ziele festlegt und wie lokale Erfahrungen ernst genommen werden.


Wissenschaft und Hochschulen: Internationalisierung als Strukturaufgabe

Das Wissenschaftsministerium beschreibt internationale Vernetzung, die Mobilität von Studierenden und Forschenden sowie internationale Studienangebote als wichtige Handlungsfelder. Baden-württembergische Hochschulen kooperieren mit Partnern in Europa, Nordamerika, Asien, Lateinamerika und Afrika. In Nordamerika bestehen Landesprogramme unter anderem mit Hochschulsystemen mehrerer US-Bundesstaaten und mit Ontario. Mit Frankreich gibt es mehr als 500 Hochschulkooperationen.

Internationalisierung kann Wissenschaft auf mehreren Ebenen verändern: Studierende erwerben fachliche und sprachliche Erfahrungen, Forschende teilen Infrastruktur und Daten, Hochschulen entwickeln gemeinsame Studiengänge und Teams bearbeiten Probleme, die nationale Grenzen überschreiten. Beispiele sind Klimaforschung, Gesundheit, Digitalisierung oder nachhaltige Technologien.

Ein besonders anschauliches Beispiel ist Eucor – The European Campus. Der Verbund verbindet Universitäten am Oberrhein in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Studierende und Forschende können dadurch grenzüberschreitend Lehrangebote und wissenschaftliche Kontakte nutzen. Eucor macht sichtbar, wie die europäische Integration den Hochschulalltag konkret verändert.

Video: Studierendenmobilität im Eucor-Verbund

Auch Erasmus+ ist für internationale Bildungs- und Hochschulmobilität wichtig. Das EU-Programm unterstützt unter anderem Studienaufenthalte, Praktika und institutionelle Zusammenarbeit.

Video: Die internationale Dimension von Erasmus+

Internationalisierung bringt jedoch politische Fragen mit sich. Wissenschaft lebt vom offenen Austausch, muss aber auch Forschungsfreiheit, Datenschutz, Sicherheitsinteressen, mögliche Abhängigkeiten und ungleiche Ressourcen berücksichtigen. Eine Partnerschaft ist deshalb nicht allein daran zu messen, wie viele Abkommen unterschrieben wurden. Entscheidend ist, ob Zusammenarbeit fachlich sinnvoll, dauerhaft, transparent und für beide Seiten zugänglich ist.


Entwicklungszusammenarbeit: Das Beispiel Burundi

Die Partnerschaft mit Burundi gehört zu den besonders langjährigen Beziehungen Baden-Württembergs. Sie reicht in die 1980er Jahre zurück; 2024 wurde ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Eine Vereinbarung von 2014 gab der bereits gewachsenen Zusammenarbeit eine formale Grundlage. Beteiligt sind nicht nur die beiden Regierungen, sondern auch Kommunen, Hochschulen, Schulen, Kirchen, Vereine und weitere zivilgesellschaftliche Organisationen.

Eine zentrale Rolle in der zivilgesellschaftlichen Partnerschaft spielt die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg, kurz SEZ. Sie begleitet die Beziehungen, vernetzt Akteure und unterstützt Projekte. Die Landesregierung bündelt Aktivitäten in thematischen Clustern, unter anderem zu Agroforst, Versöhnung und Friedensarbeit, Governance und Kommunen, Gesundheit, Schule und Klima.

Das Agroforst-Projekt zeigt, wie Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit miteinander verbunden werden können. Landwirtschaftliche Praxis in Burundi wird mit Forschung begleitet; unter anderem wirken die Hochschule Rottenburg und die Universität Burundi mit. Ein solches Beispiel macht zugleich deutlich, warum Wirkungsfragen wichtig sind: Wer profitiert? Welche Kenntnisse kommen von lokalen Beteiligten? Wie nachhaltig sind ökologische und wirtschaftliche Effekte? Wer entscheidet über Forschungsthemen und Mittel?

Die Partnerschaft sollte deshalb nicht als einseitige „Hilfe“ verstanden werden. Moderne Entwicklungszusammenarbeit zielt auf Kooperation, gemeinsame Verantwortung und möglichst partnerschaftliche Entscheidungsprozesse. Gleichzeitig verschwinden Machtunterschiede dadurch nicht automatisch. Finanzielle Ressourcen, institutionelle Kapazitäten und internationale politische Stellung sind ungleich verteilt. Eine kritische Analyse fragt daher nach Reziprozität, Teilhabe, Dekolonisierung und der Möglichkeit, dass Partner aus Burundi eigene Prioritäten setzen.

Zur kritischen Einordnung gehört auch die Kolonialgeschichte: Burundi war von 1885 bis 1916 Teil der deutschen Kolonie Deutsch-Ostafrika. Diese Vergangenheit macht deutlich, warum Erinnerung, Machtkritik und die Perspektiven burundischer Partner für heutige Zusammenarbeit bedeutsam sind.


Bildung für nachhaltige Entwicklung und globale Verantwortung

Internationale Partnerschaften können Teil von Bildung für nachhaltige Entwicklung sein. Dabei geht es nicht nur darum, Informationen über andere Länder zu sammeln. Lernende sollen globale Zusammenhänge verstehen, unterschiedliche Perspektiven prüfen und Handlungsmöglichkeiten reflektieren. Themen wie Klimawandel, gerechter Handel, Frieden, Migration oder globale Gesundheitsfragen zeigen, dass politische Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen miteinander verbunden sind.

Für Schulen und Hochschulen entsteht daraus eine doppelte Aufgabe: Sie können internationale Kooperation praktisch gestalten und diese Zusammenarbeit zugleich kritisch untersuchen. Eine Partnerschaft ist beispielsweise dann besonders lernwirksam, wenn Beteiligte gemeinsam Ziele formulieren, Ergebnisse öffentlich auswerten und auch Konflikte oder gescheiterte Ansätze transparent diskutieren.


Politische Interessen, Chancen und Konflikte

Warum investiert ein Bundesland Zeit und Geld in internationale Partnerschaften? Befürwortende verweisen auf wissenschaftliche Innovation, Bildungsgelegenheiten, wirtschaftliche Vernetzung, europäische Integration, internationale Verständigung und globale Verantwortung. Internationale Kontakte können außerdem langfristige Beziehungen schaffen, die auch dann bestehen bleiben, wenn nationale politische Beziehungen schwieriger werden.

Kritische Fragen sind dennoch notwendig. Kooperationen verursachen Kosten und können symbolisch bleiben, wenn konkrete Projekte fehlen. Mehrere staatliche Ebenen können ähnliche Aktivitäten verfolgen, wodurch Abstimmungsprobleme entstehen. Bei Partnerschaften mit politisch umstrittenen Staaten können Menschenrechte, Wissenschaftsfreiheit oder außenpolitische Konflikte eine Rolle spielen. In der Entwicklungszusammenarbeit muss außerdem geprüft werden, ob Projekte tatsächlich an lokalen Bedürfnissen anknüpfen oder unbeabsichtigt Abhängigkeiten verstärken.

Für eine politische Bewertung kannst Du deshalb fünf Kriterien verwenden:

  1. Reziprozität: Können beide Seiten Themen, Ziele und Verfahren mitbestimmen?
  2. Wirksamkeit: Lassen sich nachvollziehbare Ergebnisse und Lernprozesse erkennen?
  3. Dauerhaftigkeit: Bestehen Kontakte institutionell und nicht nur durch einzelne Personen oder Delegationsreisen?
  4. Transparenz: Sind Ziele, Finanzierung, Zuständigkeiten und Konflikte öffentlich nachvollziehbar?
  5. Politische Kohärenz: Passen Projekte zu Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechten, Nachhaltigkeitszielen und den Zuständigkeiten der beteiligten Ebenen?


Einordnung: Baden-Württemberg als internationaler Akteur

Baden-Württemberg ist kein souveräner Staat, kann aber in seinen Zuständigkeitsbereichen international handeln und Netzwerke aufbauen. Gerade Bildung, Wissenschaft, Kultur, regionale Wirtschaftspolitik und Entwicklungszusammenarbeit zeigen, wie stark Innen- und Außenpolitik heute miteinander verflochten sind. Internationale Partnerschaften sind deshalb ein geeignetes Fallbeispiel für die Frage, wie Föderalismus unter Bedingungen der Globalisierung funktioniert.

Für Deine Analyse ist entscheidend, zwischen Repräsentation und Kooperation zu unterscheiden. Ein Auslandsbesuch oder eine feierliche Erklärung kann politische Sichtbarkeit schaffen. Nachhaltige Kooperation zeigt sich dagegen erst, wenn Institutionen gemeinsam arbeiten, Austausch stattfindet, Ergebnisse überprüft werden und Konflikte bearbeitet werden können.


Quellen und Vertiefung

  1. Staatsministerium Baden-Württemberg: Baden-Württemberg in der Welt
  2. Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Internationale Zusammenarbeit
  3. Staatsministerium Baden-Württemberg: Partnerland Burundi
  4. Grundgesetz: Artikel 32
  5. Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg: Burundi
  6. Eucor – The European Campus


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Ebene ist nach Artikel 32 GG grundsätzlich für die Beziehungen zu auswärtigen Staaten zuständig? (Der Bund) (!Die Gemeinden) (!Die Hochschulen) (!Die Landkreise)




Wofür ist Eucor – The European Campus ein Beispiel? (Für grenzüberschreitende Hochschulkooperation am Oberrhein) (!Für ein militärisches Bündnis) (!Für eine kommunale Steuerbehörde) (!Für ein ausschließlich privates Austauschprogramm)




Welches Land ist ein langjähriges Partnerland Baden-Württembergs in Ostafrika? (Burundi) (!Chile) (!Nepal) (!Tunesien)




Welche Organisation begleitet besonders die zivilgesellschaftliche Partnerschaft mit Burundi? (Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg) (!Die Europäische Zentralbank) (!Das Bundesverfassungsgericht) (!Die NATO)




Welche Region gehört zu den Landespartnerschaften Baden-Württembergs in Nordamerika? (Ontario) (!Sizilien) (!Andalusien) (!Bretagne)




Welche Aussage beschreibt internationale Hochschulkooperation am besten? (Sie verbindet Mobilität Forschung und institutionelle Zusammenarbeit) (!Sie ersetzt die deutsche Hochschulgesetzgebung) (!Sie ist ausschließlich Tourismusförderung) (!Sie findet nur außerhalb Europas statt)




Welches EU-Programm unterstützt Bildungs- und Hochschulmobilität? (Erasmus plus) (!Schengenraum) (!Europol) (!Eurojust)




Welcher Begriff bezeichnet die Verteilung politischer Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern? (Föderalismus) (!Zentralismus) (!Merkantilismus) (!Isolationismus)




Welches Kriterium ist für eine faire internationale Partnerschaft besonders wichtig? (Reziprozität) (!Einseitige Kontrolle) (!Geheimhaltung) (!Kurzfristige Symbolpolitik)




Welche Aussage ist eine sinnvolle politische Bewertung von Partnerschaften? (Ergebnisse Zuständigkeiten und Machtverhältnisse sollten gemeinsam betrachtet werden) (!Die Zahl der Reisen reicht als Erfolgsmaß) (!Jede Partnerschaft ist automatisch völkerrechtlicher Vertrag) (!Internationale Kooperation ist nur Sache von Unternehmen)





Memory

Föderalismus Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern
Eucor Trinationaler Hochschulverbund am Oberrhein
Burundi Langjähriges Partnerland in Ostafrika
BW_i Internationalisierung von Wirtschaft und Wissenschaft
SEZ Zivilgesellschaftliche Entwicklungszusammenarbeit
Erasmus+ Europäische Bildungs- und Mobilitätsförderung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Eucor Grenzüberschreitende Hochschulkooperation
SEZ Entwicklungspolitische Partnerschaftsarbeit
BW_i Internationalisierung von Wirtschaft und Wissenschaft
Schüleraustausch Interkulturelles Lernen
Artikel 32 GG Verfassungsrahmen auswärtiger Beziehungen




...


Kreuzworträtsel

Föderalismus Wie heißt das politische Prinzip der Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern?
Burundi Welches ostafrikanische Land ist langjähriges Partnerland Baden-Württembergs?
Eucor Wie heißt der grenzüberschreitende Hochschulverbund am Oberrhein?
Ontario Welche kanadische Provinz ist Partnerregion Baden-Württembergs?
Erasmus Wie heißt das bekannte europäische Mobilitätsprogramm ohne Pluszeichen?
Kalifornien Welcher US-Bundesstaat ist Partnerregion Baden-Württembergs?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Beziehungen zu auswärtigen Staaten sind nach Artikel 32 GG grundsätzlich Sache des

.
Internationale Aktivitäten eines Bundeslandes lassen sich als Teil von

untersuchen.
Der Hochschulverbund am Oberrhein heißt

.
Ein wichtiges europäisches Programm für Bildungs- und Studienmobilität ist

.
Das langjährige ostafrikanische Partnerland Baden-Württembergs heißt

.
Die zivilgesellschaftliche Partnerschaft mit Burundi wird besonders durch die

begleitet.
Ein wichtiges Bewertungskriterium für gegenseitige Mitbestimmung ist

.
Internationale Wissenschaftskooperation soll neben Mobilität auch gemeinsame

ermöglichen.
Partnerschaften müssen im deutschen Staatsaufbau mit dem Prinzip des

vereinbar sein.
Für eine kritische Bewertung reicht die Zahl repräsentativer Reisen als Nachweis von

nicht aus.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Partnerschaftskarte: Erstelle eine Weltkarte mit mindestens sechs Partnerregionen Baden-Württembergs und kennzeichne jeweils einen möglichen Kooperationsbereich.
  2. Mediencheck: Wähle eines der eingebetteten Bilder aus, recherchiere Urheberrecht und Lizenz auf Wikimedia Commons und erkläre, warum freie Medien für Bildungsangebote wichtig sind.
  3. Austauschperspektive: Schreibe einen kurzen Tagebucheintrag aus der Sicht einer Schülerin oder eines Studenten, die oder der an einem internationalen Austausch teilnimmt, und benenne zwei Lernchancen.
  4. Begriffsnetz: Gestalte ein Schaubild mit den Begriffen Föderalismus, Bildung, Wissenschaft, Entwicklungszusammenarbeit, Zivilgesellschaft und Partnerschaft.


Standard

  1. Partnerschaftsvergleich: Vergleiche Ontario und Burundi als Partner Baden-Württembergs. Untersuche Akteure, Ziele und Kooperationsformen, ohne die Partnerschaften auf ein einfaches Ranking zu reduzieren.
  2. Eucor-Recherche: Untersuche an einem konkreten Studienfach, welche grenzüberschreitenden Möglichkeiten Eucor bietet, und bewerte den Mehrwert für Studierende.
  3. Interview Internationale Kooperation: Entwickle einen Interviewleitfaden für eine Schule, Hochschule, Kommune oder zivilgesellschaftliche Organisation in Deiner Region, die internationale Kontakte pflegt, und führe nach Möglichkeit ein Interview.
  4. Wirkungsmodell: Entwirf für ein fiktives Bildungsprojekt zwischen zwei Partnerregionen ein Wirkungsmodell mit Ausgangslage, Aktivitäten, Ergebnissen und Kriterien zur Evaluation.


Schwer

  1. Politikberatung Landespartnerschaften: Verfasse ein zweiseitiges Policy-Paper zur Frage, nach welchen Kriterien Baden-Württemberg internationale Partnerschaften ausbauen, verändern oder aussetzen sollte.
  2. Machtkritische Entwicklungszusammenarbeit: Analysiere an einem Beispiel aus der Burundi-Partnerschaft, wie Ressourcen, Deutungshoheit und Entscheidungsmacht verteilt sind, und entwickle Vorschläge für stärkere Reziprozität.
  3. Föderalismus-Fallanalyse: Prüfe anhand von Artikel 32 GG und einem konkreten Kooperationsabkommen, wo die Handlungsspielräume eines Bundeslandes enden und wo Abstimmung mit dem Bund erforderlich wird.
  4. Forschungsdesign Partnerschaftswirkung: Entwickle ein kleines Forschungsdesign, mit dem Du die Wirkung einer Hochschulpartnerschaft messen könntest. Formuliere Forschungsfrage, Indikatoren, Datenerhebung, mögliche Verzerrungen und ethische Grenzen.




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Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Bildungspolitik: Eine Schule plant eine neue Partnerschaft mit einer Schule außerhalb Europas. Entwickle Kriterien, mit denen Du prüfst, ob das Projekt pädagogisch sinnvoll, inklusiv und wechselseitig gestaltet ist.
  2. Fallanalyse Wissenschaftsfreiheit: Eine Universität möchte ein Forschungsprojekt mit einer Partnerinstitution beginnen, in deren Staat Wissenschaftsfreiheit politisch eingeschränkt wird. Entwickle eine begründete Entscheidung mit Schutzmaßnahmen und Abbruchkriterien.
  3. Transfer Föderalismus: Erkläre anhand eines selbst gewählten Beispiels, warum internationale Landespartnerschaften weder reine Innenpolitik noch klassische staatliche Außenpolitik sind.
  4. Evaluation Entwicklungszusammenarbeit: Entwirf drei qualitative und drei quantitative Indikatoren, mit denen ein Projekt der Burundi-Partnerschaft bewertet werden könnte, und erläutere die Grenzen Deiner Messung.
  5. Konfliktanalyse Partnerschaft: Entwickle ein Szenario, in dem ein internationaler Konflikt eine Landespartnerschaft belastet. Zeige mindestens drei politische Handlungsoptionen und ihre jeweiligen Folgen.
  6. Vergleich Mehrebenenpolitik: Vergleiche die Rollen von Kommune, Land, Bund und Europäischer Union in einer grenzüberschreitenden Bildungs- oder Wissenschaftskooperation und begründe, wo Koordination besonders wichtig ist.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du internationale Partnerschaften nicht nur aufzählen, sondern politisch und fachlich analysieren kannst.

  1. Du kannst den verfassungsrechtlichen Rahmen internationaler Landesaktivitäten erklären und Artikel 32 GG auf Beispiele beziehen.
  2. Du kannst zentrale Partnerregionen sowie Beispiele aus Bildung, Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit einordnen.
  3. Du kannst die Rollen von Landesregierung, Hochschulen, Schulen, Kommunen, EU-Programmen und Zivilgesellschaft unterscheiden.
  4. Du kannst Reziprozität, Wirksamkeit, Dauerhaftigkeit, Transparenz und politische Kohärenz als Bewertungskriterien anwenden.
  5. Du kannst Chancen internationaler Kooperation gegen Risiken wie Symbolpolitik, Abhängigkeiten, ungleiche Ressourcen oder politische Konflikte abwägen.
  6. Du kannst für eine selbst gewählte Partnerschaft eine quellenbasierte Analyse oder ein eigenes Projektkonzept erstellen und Deine Schlussfolgerungen begründen.




OERs zum Thema

Einen Wikipedia-Artikel mit exakt demselben Titel gibt es nicht. Als offener Hintergrund zum Bundesland eignet sich der Artikel über Baden-Württemberg:


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