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Inhaltsangaben schreiben - aiMOOC

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Inhaltsangaben schreiben - aiMOOC



Einleitung

Eine Inhaltsangabe ist eine knappe, sachliche und verständliche Zusammenfassung eines Textes, Films, Theaterstücks, Hörspiels oder einer anderen Vorlage. Sie soll einer Person, die die Vorlage nicht kennt, einen zuverlässigen Überblick über den wesentlichen Inhalt geben. Beim Schreiben einer Inhaltsangabe geht es nicht darum, möglichst schön nachzuerzählen, Spannung aufzubauen oder die eigene Meinung auszudrücken. Entscheidend ist, dass Du die wichtigsten Handlungsschritte, Figuren, Konflikte, Themen und Ergebnisse in eigenen Worten wiedergibst.

In der Schule ist die Inhaltsangabe besonders im Deutschunterricht wichtig. Sie zeigt, ob Du einen Text verstanden hast, ob Du Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden kannst und ob Du sprachlich präzise formulierst. Eine gute Inhaltsangabe ist daher mehr als eine einfache Kürzung. Sie ist eine bewusste Textreduktion, bei der Du den Sinn der Vorlage erhältst, aber Details, Ausschmückungen und Nebensächlichkeiten weglässt.

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Was ist eine Inhaltsangabe?

Eine Inhaltsangabe fasst den wesentlichen Inhalt einer Vorlage zusammen. Sie beantwortet die Frage: Worum geht es in diesem Text oder Werk? Dabei soll sie so geschrieben sein, dass Leserinnen und Leser den Zusammenhang verstehen, ohne die Vorlage selbst gelesen oder gesehen zu haben.

Eine Inhaltsangabe unterscheidet sich deutlich von einer Nacherzählung. Eine Nacherzählung kann spannend, anschaulich und detailreich sein. Sie darf Gefühle, Stimmungen und eine erzählerische Reihenfolge stärker ausbauen. Die Inhaltsangabe dagegen ist knapp, sachlich und auf das Wesentliche konzentriert. Sie gibt die Handlung normalerweise in der Reihenfolge wieder, in der sie für das Verständnis wichtig ist. Sie verrät auch den Ausgang der Handlung, denn ihr Ziel ist nicht Spannung, sondern Information.

Eine Inhaltsangabe ist auch keine Interpretation. In einer Interpretation erklärst Du Bedeutungen, Symbole, Absichten und Wirkungen. In der Inhaltsangabe beschreibst Du zunächst nur, was in der Vorlage geschieht oder worum es geht. Eine kurze Einordnung oder Bewertung kann je nach Aufgabenstellung im Schluss vorkommen, aber der Hauptteil bleibt neutral.


Ziele einer Inhaltsangabe

Eine Inhaltsangabe hat mehrere Ziele. Sie soll einen Überblick geben, das Textverständnis sichern und die Grundlage für weitere Aufgaben schaffen. Besonders vor einer Textanalyse, Charakterisierung, Interpretation oder Erörterung ist es hilfreich, den Inhalt klar zusammenzufassen. Wer eine gute Inhaltsangabe schreiben kann, kann auch besser erkennen, welche Stellen im Original besonders wichtig sind.

  1. Verstehen: Du zeigst, dass Du die Vorlage inhaltlich verstanden hast.
  2. Auswählen: Du unterscheidest zentrale Informationen von unwichtigen Einzelheiten.
  3. Ordnen: Du bringst die Handlung oder die Gedanken in eine nachvollziehbare Reihenfolge.
  4. Reformulieren: Du formulierst den Inhalt mit eigenen Worten.
  5. Sachlichkeit: Du verzichtest auf Spannung, persönliche Meinung und Ausschmückungen.


Merkmale einer guten Inhaltsangabe

Eine gute Inhaltsangabe ist kurz, sachlich, vollständig im Wesentlichen und sprachlich klar. Sie enthält keine unnötigen Einzelheiten, aber alle Informationen, die für das Verständnis der Vorlage notwendig sind. Wichtig ist, dass Du weder ganze Textstellen abschreibst noch die Geschichte mit erzählerischen Mitteln ausschmückst.


Knappe Darstellung

Die Inhaltsangabe ist deutlich kürzer als die Vorlage. Du musst also auswählen. Nicht jede Szene, jedes Gespräch und jedes Detail gehört hinein. Wichtig sind vor allem die Ausgangssituation, der zentrale Konflikt, die entscheidenden Entwicklungen und das Ergebnis. Bei Sachtexten sind die Hauptthese, die wichtigsten Argumente und das Ergebnis entscheidend.


Sachlicher Stil

Der Stil einer Inhaltsangabe ist neutral. Du schreibst nicht: „Die spannende Geschichte erzählt unglaublich schön von einem traurigen Jungen.“ Besser ist: „Die Kurzgeschichte handelt von einem Jungen, der sich in seiner Familie unverstanden fühlt.“ Die zweite Formulierung ist sachlich und beschreibt den Inhalt ohne Wertung.


Eigene Worte

Eine Inhaltsangabe wird grundsätzlich in eigenen Worten geschrieben. Einzelne Fachbegriffe oder Namen darfst Du übernehmen, aber Du solltest keine längeren Formulierungen aus der Vorlage abschreiben. Direkte Rede wird nicht wörtlich wiedergegeben. Stattdessen formulierst Du indirekt: Aus „Ich gehe nicht mit!“ wird zum Beispiel „Die Figur lehnt es ab mitzugehen.“


Präsens als Grundtempus

Die Inhaltsangabe steht normalerweise im Präsens. Du schreibst also: „Die Hauptfigur entscheidet sich“, „Der Erzähler beschreibt“ oder „Der Autor zeigt“. Wenn etwas vor der Haupthandlung passiert ist, verwendest Du das Perfekt: „Nachdem die Figur ihre Heimat verlassen hat, sucht sie eine neue Perspektive.“


Keine Spannungserzeugung

Eine Inhaltsangabe soll informieren und nicht unterhalten. Deshalb vermeidest Du Formulierungen wie „Plötzlich geschieht etwas Unglaubliches“ oder „Am Ende kommt es zur großen Überraschung“. Du nennst das Ende direkt, wenn es für das Verständnis wichtig ist.


Aufbau einer Inhaltsangabe

Eine schulische Inhaltsangabe besteht meist aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Je nach Aufgabenstellung kann der Schluss sehr kurz sein oder ganz entfallen. In vielen Klassenarbeiten wird jedoch erwartet, dass Du am Ende eine knappe Einordnung oder einen Deutungshinweis formulierst.


Einleitung: Der Basissatz

Die Einleitung enthält den sogenannten Basissatz. Er nennt die wichtigsten Angaben zur Vorlage. Dazu gehören in der Regel Titel, Autorin oder Autor, Textsorte, Erscheinungsjahr oder Entstehungszeit, Thema und eine kurze Aussage darüber, worum es geht.

Ein möglicher Basissatz lautet: Die Kurzgeschichte „Das Brot“ von Wolfgang Borchert aus dem Jahr 1946 thematisiert eine nächtliche Alltagssituation eines Ehepaars, in der Hunger, Schuld und Rücksichtnahme sichtbar werden.

Nicht immer sind alle Angaben bekannt. Dann nennst Du nur das, was vorliegt. Wichtig ist, dass die Einleitung nicht zu lang wird. Sie soll Orientierung geben, nicht bereits den ganzen Inhalt erklären.


Hauptteil: Das Wesentliche wiedergeben

Im Hauptteil fasst Du den Inhalt der Vorlage zusammen. Du ordnest die wichtigsten Ereignisse oder Gedanken so, dass ein klarer Zusammenhang entsteht. Bei erzählenden Texten erklärst Du, wer handelt, welches Problem entsteht, wie sich die Handlung entwickelt und wie sie ausgeht. Bei Sachtexten fasst Du die zentrale Aussage, den Gedankengang, wichtige Argumente und Schlussfolgerungen zusammen.

Achte darauf, dass Du keine Einzelheiten sammelst, sondern Sinnzusammenhänge darstellst. Statt viele kleine Beobachtungen aufzuzählen, solltest Du zeigen, wie die Handlung oder Argumentation aufgebaut ist. Gute Verbindungswörter helfen dabei: zunächst, daraufhin, deshalb, während, obwohl, schließlich.


Schluss: Einordnung oder Ausblick

Der Schluss ist abhängig von der Aufgabenstellung. Manchmal reicht ein kurzer Satz, der die Aussageabsicht oder die Wirkung der Vorlage benennt. In anderen Fällen sollst Du eine knappe Bewertung oder persönliche Stellungnahme anschließen. Wichtig ist: Wenn eine Bewertung verlangt wird, steht sie nicht im Hauptteil, sondern klar getrennt im Schluss.

Ein möglicher Schlusssatz lautet: Die Geschichte macht deutlich, wie sich soziale Not auf menschliche Beziehungen auswirkt und wie Rücksichtnahme auch in einer belastenden Situation möglich bleibt.


Schritt-für-Schritt-Anleitung

Eine Inhaltsangabe gelingt besser, wenn Du systematisch vorgehst. Besonders bei Klassenarbeiten hilft ein fester Arbeitsplan, damit Du nicht vorschnell Details abschreibst oder wichtige Zusammenhänge übersiehst.


Schritt 1: Vorlage genau lesen oder ansehen

Lies den Text mindestens zweimal. Beim ersten Lesen verschaffst Du Dir einen Überblick. Beim zweiten Lesen markierst Du wichtige Stellen. Bei Filmen oder Hörspielen notierst Du zentrale Szenen, Figuren, Konflikte und Wendepunkte. Schreibe noch keine Inhaltsangabe, bevor Du verstanden hast, worauf die Vorlage hinausläuft.


Schritt 2: W-Fragen beantworten

Hilfreich sind die bekannten W-Fragen: Wer handelt? Was geschieht? Wo und wann spielt die Handlung? Warum entsteht ein Konflikt? Wie entwickelt sich die Situation? Welche Folgen hat das Geschehen? Bei Sachtexten fragst Du: Worum geht es? Welche These wird vertreten? Welche Argumente werden genannt? Zu welchem Ergebnis kommt der Text?


Schritt 3: Wichtiges auswählen

Markiere nur Informationen, die für das Gesamtverständnis wichtig sind. Ein guter Test lautet: Würde man den Zusammenhang noch verstehen, wenn diese Information fehlt? Wenn ja, ist sie wahrscheinlich entbehrlich. Wenn nein, gehört sie in die Inhaltsangabe.


Schritt 4: Sinnabschnitte bilden

Teile die Vorlage in Sinnabschnitte ein. Jeder Abschnitt enthält einen wichtigen Handlungsschritt oder Gedanken. Gib jedem Sinnabschnitt eine kurze Überschrift. Dadurch erkennst Du den Aufbau der Vorlage und kannst Deine Inhaltsangabe klar gliedern.


Schritt 5: Basissatz formulieren

Formuliere eine knappe Einleitung mit den wichtigsten Angaben. Der Basissatz sollte nicht zu allgemein sein. „Der Text handelt von einem Problem“ ist zu ungenau. Besser ist: „Die Kurzgeschichte handelt von einer Jugendlichen, die zwischen Anpassung und Selbstbestimmung steht.“


Schritt 6: Hauptteil schreiben

Schreibe den Hauptteil im Präsens und in eigenen Worten. Fasse Sinnabschnitte zusammen, statt einzelne Sätze umzuschreiben. Vermeide direkte Rede, Ich-Form und persönliche Wertungen. Stelle Zusammenhänge her, damit Dein Text nicht wie eine lose Liste wirkt.


Schritt 7: Überarbeiten

Überprüfe am Ende Sprache, Aufbau und Inhalt. Frage Dich: Ist der Text sachlich? Ist er kurz genug? Sind alle wichtigen Handlungsschritte enthalten? Habe ich im Präsens geschrieben? Habe ich keine Meinung in den Hauptteil eingebaut? Sind Titel, Autorin oder Autor und Textsorte genannt?


Sprache und Stil

Die Sprache der Inhaltsangabe ist präzise und sachlich. Du solltest klare Verben verwenden und ungenaue Formulierungen vermeiden. Statt „Es passiert viel“ schreibst Du besser: „Die Figur verliert ihre Arbeit und gerät dadurch in einen Konflikt mit ihrer Familie.“ Statt „Der Autor will sagen“ kannst Du vorsichtiger formulieren: „Der Text macht deutlich“ oder „Die Erzählung thematisiert“.


Geeignete Formulierungen

  1. Einleitungssatz: Die Kurzgeschichte „…“ von … handelt von …
  2. Thema: Der Text thematisiert …
  3. Handlung: Die Hauptfigur gerät in einen Konflikt, weil …
  4. Entwicklung: Im weiteren Verlauf erkennt …
  5. Ergebnis: Am Ende entscheidet sich …
  6. Aussage: Die Vorlage macht deutlich, dass …


Ungeeignete Formulierungen

  1. Wertung: Ich finde die Geschichte sehr schön.
  2. Spannung: Dann passiert etwas total Überraschendes.
  3. Umgangssprache: Der Typ macht voll den Fehler.
  4. Nacherzählung: Langsam geht sie zur Tür, öffnet sie vorsichtig und schaut ängstlich hinaus.
  5. Abschreiben: Die Figur sagt wörtlich denselben Satz wie im Original.


Inhaltsangabe verschiedener Textsorten

Nicht jede Inhaltsangabe funktioniert gleich. Entscheidend ist, welche Vorlage Du zusammenfasst. Eine Kurzgeschichte verlangt andere Schwerpunkte als ein Sachtext, ein Roman oder ein Film.


Inhaltsangabe zu erzählenden Texten

Bei erzählenden Texten wie Kurzgeschichten, Romanen, Novellen oder Fabeln stehen Handlung, Figuren und Konflikte im Mittelpunkt. Du erklärst, welche Ausgangssituation vorliegt, was sich verändert und wie die Handlung endet. Bei längeren Texten wie Romanen fasst Du größere Handlungsabschnitte zusammen und verzichtest auf Nebenhandlungen, sofern sie nicht für das Gesamtverständnis wichtig sind.


Inhaltsangabe zu Sachtexten

Bei Sachtexten geht es weniger um Handlung, sondern um Gedanken. Du nennst das Thema, die zentrale These, wichtige Argumente und das Ergebnis. Wichtig ist, dass Du nicht einfach Beispiele abschreibst, sondern die Argumentationsstruktur erkennst. Eine Inhaltsangabe zu einem Sachtext kann daher stärker mit Begriffen wie These, Begründung, Beispiel, Gegenargument und Schlussfolgerung arbeiten.


Inhaltsangabe zu Filmen und Theaterstücken

Bei Filmen und Dramen achtest Du auf Handlung, Figurenkonstellation und Konfliktentwicklung. Du musst nicht jede Szene erwähnen. Wichtig sind zentrale Wendepunkte, Entscheidungen und das Ende. Bei Theaterstücken können außerdem Akt- und Szenenstruktur eine Rolle spielen. Bei Filmen kann die Inhaltsangabe auch als Synopsis bezeichnet werden.


Beispiel einer Inhaltsangabe

Damit Du den Aufbau besser verstehst, folgt ein vereinfachtes Beispiel zu einer erfundenen Kurzgeschichte.

Vorlage in Kurzform: Eine Schülerin namens Mina vergisst ihre Hausaufgabe. Sie behauptet vor der Klasse, ihr Heft verloren zu haben. Später findet ihre Freundin das Heft in Minas Tasche. Mina gibt zu, dass sie die Aufgabe nicht gemacht hat, weil sie sich um ihren kranken Bruder kümmern musste. Die Lehrerin reagiert verständnisvoll, fordert aber Ehrlichkeit.

Mögliche Inhaltsangabe: Die erfundene Kurzgeschichte „Das vergessene Heft“ thematisiert den Konflikt zwischen Angst vor Strafe und Ehrlichkeit im Schulalltag. Die Schülerin Mina behauptet zu Beginn, ihr Hausaufgabenheft verloren zu haben, weil sie die Aufgabe nicht erledigt hat. Als ihre Freundin das Heft in Minas Tasche entdeckt, gerät Mina unter Druck. Schließlich erklärt sie, dass sie sich am Vorabend um ihren kranken Bruder kümmern musste und deshalb nicht arbeiten konnte. Die Lehrerin zeigt Verständnis, macht Mina jedoch deutlich, dass Ehrlichkeit wichtiger ist als eine Ausrede. Die Geschichte zeigt, dass schwierige Situationen durch Offenheit besser gelöst werden können als durch Lügen.

An diesem Beispiel erkennst Du: Die Inhaltsangabe nennt Titel, Thema, Hauptfigur, Konflikt, Entwicklung und Ausgang. Sie bleibt im Präsens, verzichtet auf wörtliche Rede und bewertet erst am Ende kurz die Aussage.


Häufige Fehler und wie Du sie vermeidest

Viele Inhaltsangaben scheitern nicht daran, dass der Text nicht verstanden wurde, sondern daran, dass die Form nicht eingehalten wird. Häufige Fehler sind eine zu lange Nacherzählung, persönliche Wertungen im Hauptteil, falsche Zeitform, direkte Rede oder fehlende Angaben in der Einleitung.


Fehler 1: Zu viele Details

Wenn Du jede Szene erwähnst, wird Deine Inhaltsangabe unübersichtlich. Frage Dich bei jedem Detail, ob es für den Hauptkonflikt oder die zentrale Aussage notwendig ist. Nebensächliche Ortsbeschreibungen, Dialoge oder Stimmungen gehören meist nicht hinein.


Fehler 2: Eigene Meinung im Hauptteil

Sätze wie „Das Verhalten der Figur ist unfair“ oder „Der Text ist langweilig“ gehören nicht in den Hauptteil. Wenn eine Bewertung verlangt wird, kommt sie in den Schluss und wird klar als Einordnung formuliert.


Fehler 3: Falsche Zeitform

Viele Lernende wechseln versehentlich ins Präteritum, weil der Originaltext in der Vergangenheit erzählt wird. Die Inhaltsangabe steht aber im Präsens: „Die Figur geht“, „sie erkennt“, „der Text zeigt“. Vorzeitige Ereignisse stehen im Perfekt.


Fehler 4: Direkte Rede übernehmen

Direkte Rede macht die Inhaltsangabe erzählerisch und zu nah am Original. Formuliere stattdessen indirekt. Aus „Ich habe Angst“ wird „Die Figur erklärt, dass sie Angst hat.“


Fehler 5: Nur Satz für Satz kürzen

Eine Inhaltsangabe ist keine mechanische Kürzung. Wenn Du jeden Satz des Originals nur etwas kürzer schreibst, entsteht kein guter Überblick. Besser ist es, Sinnabschnitte zusammenzufassen und die Zusammenhänge neu zu formulieren.


Checkliste für Deine Inhaltsangabe

  1. Basissatz: Habe ich Titel, Autorin oder Autor, Textsorte und Thema genannt?
  2. Präsens: Steht meine Inhaltsangabe überwiegend im Präsens?
  3. Sachlichkeit: Verzichte ich auf persönliche Meinung im Hauptteil?
  4. Kürze: Habe ich unwichtige Details weggelassen?
  5. Vollständigkeit: Sind Ausgangssituation, Konflikt, Entwicklung und Ende verständlich?
  6. Eigene Worte: Habe ich nicht aus der Vorlage abgeschrieben?
  7. Indirekte Rede: Habe ich wörtliche Rede vermieden?
  8. Zusammenhang: Sind die Sätze logisch miteinander verbunden?
  9. Schluss: Ist eine Einordnung nur dann enthalten, wenn sie verlangt wird?
  10. Überarbeitung: Habe ich Rechtschreibung, Zeichensetzung und Ausdruck geprüft?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das Hauptziel einer Inhaltsangabe? (Den wesentlichen Inhalt knapp und sachlich wiedergeben) (!Den Text spannender nacherzählen) (!Die eigene Meinung ausführlich begründen) (!Möglichst viele Zitate sammeln)




In welcher Zeitform wird eine Inhaltsangabe normalerweise geschrieben? (Präsens) (!Präteritum) (!Futur) (!Plusquamperfekt)




Was gehört in den Basissatz einer Inhaltsangabe? (Titel, Autor, Textsorte und Thema) (!Persönliche Lieblingsstelle) (!Eine lange Figurenbeschreibung) (!Eine ausführliche Bewertung)




Was soll im Hauptteil einer Inhaltsangabe vermieden werden? (Persönliche Wertungen) (!Zentrale Handlungsschritte) (!Eigene Formulierungen) (!Sachliche Verknüpfungen)




Welche Aussage beschreibt eine gute Inhaltsangabe am besten? (Sie ist knapp, sachlich und verständlich) (!Sie ist spannend, ausschmückend und geheimnisvoll) (!Sie besteht überwiegend aus Zitaten) (!Sie lässt das Ende offen)




Was machst Du mit direkter Rede aus der Vorlage? (Sie wird sinngemäß und indirekt wiedergegeben) (!Sie wird vollständig abgeschrieben) (!Sie wird mit Ausrufezeichen verstärkt) (!Sie wird in eine persönliche Meinung verwandelt)




Warum ist das Auswählen wichtiger Informationen zentral? (Weil die Inhaltsangabe kürzer als die Vorlage sein soll) (!Weil alle Details gleich wichtig sind) (!Weil die Inhaltsangabe länger als der Text sein muss) (!Weil man die Handlung verändern darf)




Was unterscheidet eine Inhaltsangabe von einer Nacherzählung? (Sie verzichtet auf Spannung und Ausschmückung) (!Sie erzählt absichtlich dramatischer) (!Sie verwendet mehr wörtliche Rede) (!Sie darf den Inhalt frei verändern)




Was ist bei einer Inhaltsangabe zu einem Sachtext besonders wichtig? (These, Argumente und Ergebnis zusammenfassen) (!Figuren möglichst ausführlich beschreiben) (!Dialoge lebendig wiedergeben) (!Die spannendste Szene ausschmücken)




Welche Frage hilft beim Kürzen einer Vorlage? (Ist diese Information für das Verständnis notwendig) (!Klingt diese Einzelheit besonders schön) (!Kann ich hier Spannung erzeugen) (!Kann ich meine Meinung einbauen)





Memory

Basissatz Einleitung mit Grundangaben
Präsens Zeitform der Inhaltsangabe
Sachlichkeit Verzicht auf persönliche Wertung
Hauptteil Zusammenfassung der zentralen Handlung
Indirekte Rede Wiedergabe ohne wörtliches Zitat
Schluss Kurze Einordnung bei Bedarf





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Vorlage verstehen Erstes gründliches Lesen
Wichtiges markieren Zentrale Informationen auswählen
Basissatz formulieren Einleitung schreiben
Hauptteil verfassen Inhalt sachlich zusammenfassen
Text überarbeiten Sprache und Aufbau prüfen






Kreuzworträtsel

Praesens In welcher Zeitform steht eine Inhaltsangabe meistens?
Basissatz Wie nennt man den einleitenden Satz mit Grundangaben?
Sachlichkeit Welche Darstellungsweise vermeidet persönliche Meinung?
Hauptteil Welcher Abschnitt fasst die zentralen Handlungsschritte zusammen?
Thema Was nennt die zentrale Grundfrage oder Hauptaussage eines Textes?
Schluss Welcher Abschnitt kann eine kurze Einordnung enthalten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Inhaltsangabe fasst den wesentlichen

einer Vorlage knapp und sachlich zusammen. In der Einleitung steht meist ein

, der Titel, Autorin oder Autor, Textsorte und Thema nennt. Der Hauptteil wird in der Regel im

geschrieben. Direkte Rede aus dem Original wird nicht abgeschrieben, sondern in

Rede wiedergegeben. Persönliche Bewertungen gehören nicht in den

, sondern höchstens in einen klar getrennten Schluss. Eine gute Inhaltsangabe verwendet eigene

und verzichtet auf unnötige Einzelheiten.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Basissatz: Formuliere zu drei bekannten Märchen jeweils einen Basissatz mit Titel, Textsorte und Thema.
  2. W-Fragen: Beantworte zu einer kurzen Geschichte die Fragen Wer, Was, Wann, Wo, Warum und Wie.
  3. Präsens: Wandle fünf Sätze aus dem Präteritum in das Präsens um.
  4. Sachlichkeit: Schreibe fünf wertende Sätze so um, dass sie sachlich klingen.


Standard

  1. Kurzgeschichte: Schreibe zu einer Kurzgeschichte eine vollständige Inhaltsangabe mit Einleitung, Hauptteil und Schluss.
  2. Sachtext: Fasse einen kurzen Zeitungsartikel zusammen und achte besonders auf These, Argumente und Ergebnis.
  3. Indirekte Rede: Übertrage einen Dialog aus einer Erzählung in eine sachliche Inhaltsangabe ohne wörtliche Rede.
  4. Textüberarbeitung: Überarbeite eine zu lange Inhaltsangabe und streiche alle unnötigen Einzelheiten.


Schwer

  1. Vergleich: Vergleiche eine Nacherzählung und eine Inhaltsangabe zur gleichen Geschichte und erkläre die Unterschiede.
  2. Film: Erstelle eine Inhaltsangabe zu einem Kurzfilm und begründe, welche Szenen Du weggelassen hast.
  3. Argumentation: Analysiere einen Sachtext und schreibe eine Inhaltsangabe, die den Gedankengang besonders klar macht.
  4. Peer-Feedback: Entwickle einen Bewertungsbogen für Inhaltsangaben und teste ihn mit einem Text einer Mitschülerin oder eines Mitschülers.



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Lernkontrolle

  1. Textverständnis: Erkläre anhand einer selbst gewählten Kurzgeschichte, welche Informationen für eine Inhaltsangabe unverzichtbar sind und welche Du weglassen würdest.
  2. Transfer: Wende die Regeln der Inhaltsangabe auf einen Filmtrailer an und erläutere, warum ein Trailer selbst noch keine Inhaltsangabe ist.
  3. Sprachbewusstsein: Überarbeite einen absichtlich fehlerhaften Inhaltsangabetext und begründe jede größere Änderung.
  4. Textsortenvergleich: Vergleiche Inhaltsangabe, Nacherzählung, Rezension und Interpretation hinsichtlich Ziel, Sprache und Aufbau.
  5. Sachtextanalyse: Fasse einen argumentierenden Sachtext zusammen und erkläre, wie Du These, Argumente und Beispiele voneinander unterschieden hast.
  6. Schreibstrategie: Entwickle eine Schritt-für-Schritt-Methode für jüngere Lernende, mit der sie eine Inhaltsangabe planen und schreiben können.




Lernnachweis

Für den Lernnachweis verfasst Du eine vollständige Inhaltsangabe zu einer von der Lehrkraft ausgewählten Vorlage. Der Text soll eine klare Einleitung mit Basissatz, einen sachlichen Hauptteil im Präsens und einen passenden Schluss enthalten. Zusätzlich gibst Du eine kurze Reflexion ab, in der Du erklärst, welche Informationen Du gestrichen hast und warum.

  1. Pflichtteil: Schreibe eine Inhaltsangabe mit Einleitung, Hauptteil und Schluss.
  2. Begründung: Markiere im Original fünf zentrale Informationen und erkläre ihre Bedeutung.
  3. Überarbeitung: Prüfe Deinen Text mithilfe der Checkliste und verbessere mindestens drei Stellen.
  4. Reflexion: Beschreibe, was Dir beim Kürzen und sachlichen Formulieren leicht oder schwer gefallen ist.
  5. Abgabe: Reiche Originalmarkierungen, Inhaltsangabe und Reflexion zusammen ein.


OERs zum Thema



Links


Zusammenfassung

Eine Inhaltsangabe gibt den wesentlichen Inhalt einer Vorlage knapp, sachlich und verständlich wieder. Sie steht normalerweise im Präsens, verwendet eigene Worte und verzichtet im Hauptteil auf persönliche Wertungen. Der Aufbau besteht meist aus Einleitung mit Basissatz, Hauptteil und gegebenenfalls einem kurzen Schluss. Beim Schreiben musst Du die Vorlage genau verstehen, zentrale Informationen auswählen, Sinnabschnitte erkennen und den Inhalt klar reformulieren. Besonders wichtig sind Sachlichkeit, Kürze, Vollständigkeit im Wesentlichen und sprachliche Genauigkeit.


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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

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  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
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  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
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  12. Pure Blood: #Rassismus
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