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Informationen aus Internetseiten entnehmen - Internetrecherche

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Informationen aus Internetseiten entnehmen - Internetrecherche



Einleitung

Informationen aus Internetseiten entnehmen - Internetrecherche bedeutet mehr als eine schnelle Suche mit einer Suchmaschine. Du lernst, wie Du eine klare Recherchefrage formulierst, passende Suchbegriffe entwickelst, Internetseiten gezielt liest, wichtige Informationen in eigenen Worten festhältst, Quellen kritisch bewertest und die Herkunft Deiner Informationen nachvollziehbar angibst. Dieser aiMOOC unterstützt Dich beim selbstständigen Arbeiten für Referate, Projektarbeiten, Präsentationen, Hausarbeiten, Praktikumsberichte und schulische Lernprodukte.

Eine gute Internetrecherche besteht aus drei zusammenhängenden Fähigkeiten: Erstens musst Du wissen, wonach Du suchst. Zweitens musst Du erkennen, welche Fundstellen geeignet sind. Drittens musst Du Informationen so entnehmen, dass daraus eigenes Wissen entsteht und kein bloßes Kopieren fremder Texte. Besonders wichtig sind dabei Lesestrategien, Quellenkritik, Faktencheck, Urheberrecht und Quellenangaben.


Ziel des aiMOOCs

In diesem aiMOOC lernst Du, Internetseiten planvoll zu nutzen und Informationen verantwortungsvoll weiterzuverarbeiten. Am Ende kannst Du eine Recherche vorbereiten, Suchergebnisse einschätzen, Informationen aus Webseiten entnehmen, Notizen und Exzerpte erstellen, Quellen vergleichen, Falschinformationen erkennen und Deine Ergebnisse verständlich präsentieren.


Was bedeutet Internetrecherche?

Recherche ist die gezielte Suche nach Informationen. Sie ist nicht zufällig, sondern folgt einer Absicht: Du willst eine Frage klären, ein Thema verstehen, ein Problem lösen oder eine Aussage überprüfen. Bei der Internetrecherche nutzt Du digitale Quellen wie Webseiten, Online-Lexika, digitale Bibliothekskataloge, Datenbanken, Nachrichtenangebote, Behördenseiten, Bildungsportale, Videos, Podcasts, Karten, Bilder und wissenschaftliche Veröffentlichungen.

Eine Suchmaschine hilft Dir, Fundstellen zu finden. Sie ersetzt aber nicht Dein eigenes Denken. Suchmaschinen ordnen Ergebnisse nach eigenen Kriterien. Deshalb kann ein Ergebnis weit oben stehen, obwohl es für Deine Aufgabe nicht die beste Quelle ist. Umgekehrt können sehr gute Quellen weiter unten oder in speziellen Datenbanken stehen. Du brauchst also eine Strategie.


Internetrecherche als Prozess

Eine zuverlässige Internetrecherche verläuft in Phasen. Du beginnst mit einer Fragestellung, sammelst Suchbegriffe, sichtest Fundstellen, prüfst Quellen, entnimmst Informationen, vergleichst mehrere Seiten, notierst Ergebnisse und dokumentierst Deine Quellen. Danach überprüfst Du, ob Deine ursprüngliche Frage beantwortet ist oder ob Du nachrecherchieren musst.

Phase Leitfrage Ergebnis
Orientierung Was will ich herausfinden? Thema, Ziel und Recherchefrage
Suchstrategie Welche Begriffe und Suchwege passen? Suchbegriffe, Synonyme und Suchoperatoren
Sichtung Welche Treffer wirken brauchbar? Vorauswahl geeigneter Internetseiten
Quellenkritik Wer sagt was, wann, warum und mit welchen Belegen? Einschätzung der Zuverlässigkeit
Informationsentnahme Welche Aussagen beantworten meine Frage? Exzerpte, Notizen und eigene Formulierungen
Auswertung Was folgt daraus? Ergebnis, Vergleich, Fazit und Quellenliste


Vom Thema zur Recherchefrage

Ein Thema ist oft zu allgemein. Eine gute Recherchefrage macht daraus eine konkrete Aufgabe. Statt nur nach Klimawandel zu suchen, könntest Du fragen: Welche Folgen hat der Klimawandel für die Wasserversorgung in Südeuropa? Diese Frage gibt Dir Hinweise auf Suchbegriffe, passende Quellen und Kriterien für wichtige Informationen.


Beispiele für gute Recherchefragen

Allgemeines Thema Bessere Recherchefrage Mögliche Suchbegriffe
Soziale Medien Wie beeinflussen soziale Medien die politische Meinungsbildung Jugendlicher? soziale Medien Jugendliche politische Meinungsbildung Studie
Plastikmüll Welche Maßnahmen verringern Plastikmüll in deutschen Städten? Plastikmüll Stadt Maßnahmen Recycling Mehrweg
Künstliche Intelligenz Welche Chancen und Risiken hat KI beim Lernen in der Schule? KI Schule Lernen Chancen Risiken Quellen
Ernährung Wie wirkt sich hoher Zuckerkonsum auf die Gesundheit von Kindern aus? Zucker Kinder Gesundheit WHO Ernährung


Suchbegriffe entwickeln

Gute Suchbegriffe sind präzise. Sie enthalten zentrale Fachwörter, Namen, Orte, Zeiträume und Synonyme. Du solltest nicht ganze Sätze in die Suchmaschine eingeben, sondern wichtige Begriffe kombinieren. Hilfreich ist es, Oberbegriffe, Unterbegriffe und verwandte Begriffe zu sammeln.

Strategie Beispiel Nutzen
Synonyme verwenden Fake News, Falschmeldung, Desinformation Du findest unterschiedliche Formulierungen.
Fachbegriffe nutzen Quellenkritik statt Quelle prüfen Du findest fachlichere Treffer.
Ort ergänzen Wassermangel Spanien Du grenzt die Suche räumlich ein.
Zeitraum ergänzen Mediennutzung Jugendliche 2025 Du findest aktuellere Informationen.
Institution ergänzen Bundeszentrale politische Bildung Fake News Du findest seriöse Bildungsquellen.


Suchmaschinen verstehen

Suchmaschinen durchsuchen das World Wide Web mithilfe von Webcrawlern, speichern Informationen in einem Index und stellen Trefferlisten zusammen. Eine Trefferliste zeigt meist einen Titel, eine Webadresse und einen kurzen Textauszug, das sogenannte Snippet. Die Reihenfolge der Treffer hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel von Suchbegriffen, Aktualität, Verlinkungen, Standort, Sprache, bisherigen Suchmustern oder Werbung.

Du suchst bei einer Suchmaschine nicht direkt im gesamten Internet, sondern in dem Datenbestand, den die Suchmaschine aufgebaut hat. Deshalb liefern verschiedene Suchmaschinen nicht immer dieselben Ergebnisse. Außerdem verändern sich Webseiten und Suchindizes ständig. Eine Recherche ist daher immer eine Momentaufnahme.


Suchergebnisse lesen

Beim Lesen einer Trefferliste solltest Du nicht nur auf die erste Position klicken. Prüfe zuerst Titel, Snippet, Webadresse, Veröffentlichungsdatum und Anbieter. Achte auf Anzeigen, gesponserte Ergebnisse und Seiten, die vor allem verkaufen oder beeinflussen wollen. Eine offizielle Institution, ein Bildungsportal oder ein wissenschaftlicher Artikel kann für viele Aufgaben geeigneter sein als ein beliebiger Blogeintrag.


Suchoperatoren nutzen

Suchoperatoren sind Zeichen oder Befehle, mit denen Du Suchanfragen präziser machst. Nicht jede Suchmaschine unterstützt alle Operatoren gleich. Die folgenden Beispiele helfen Dir aber, Suchanfragen bewusster zu gestalten.

Suchoperator Beispiel Wirkung
Anführungszeichen "digitale Zivilcourage" Die genaue Wortgruppe wird gesucht.
Minuszeichen Jaguar -Auto Ein unerwünschter Begriff wird ausgeschlossen.
site: site:bpb.de Fake News Es wird innerhalb einer bestimmten Webseite gesucht.
filetype: Klimawandel Unterricht filetype:pdf Es werden bestimmte Dateitypen gesucht.
OR Jugendliche OR Schüler Mediennutzung Es werden alternative Begriffe einbezogen.
Kombination "soziale Medien" Jugendliche Studie Mehrere Suchideen werden verbunden.


Informationen aus Internetseiten entnehmen

Eine Internetseite enthält oft mehr Informationen, als Du brauchst. Deine Aufgabe ist es, die passenden Informationen zu finden und sinnvoll zu entnehmen. Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Text zu kopieren. Du sollst die Aussagen verstehen, auswählen, ordnen und in eigenen Worten weiterverarbeiten.


Die Drei-Schritt-Methode

Schritt Vorgehen Ergebnis
Scannen Du überfliegst Überschriften, Zwischenüberschriften, Bilder, Tabellen, Infokästen und Hervorhebungen. Du erkennst, ob die Seite grundsätzlich passt.
Genaues Lesen Du liest relevante Abschnitte sorgfältig und markierst Schlüsselbegriffe, Aussagen und Belege. Du verstehst die Kernaussagen.
Exzerpieren Du notierst wichtige Informationen in eigenen Worten und ergänzt die Quelle. Du hast verwertbare Notizen.


Was ist wichtig?

Wichtig ist eine Information dann, wenn sie Deine Recherchefrage beantwortet, eine Aussage erklärt, einen Zusammenhang zeigt, ein Beispiel liefert, Daten oder Belege enthält oder einen Gegensatz zu einer anderen Quelle deutlich macht. Unwichtig sind oft ausschmückende Einleitungen, Wiederholungen, Werbung, Kommentare ohne Belege oder Informationen, die nichts mit Deiner Frage zu tun haben.


Vom Webseitenabschnitt zur eigenen Notiz

Arbeitsschritt Beispiel Hinweis
Aussage erkennen Die Seite erklärt, dass Suchmaschinen Ergebnisse nach Relevanz ordnen. Prüfe, ob die Aussage zur Frage passt.
Schlüsselbegriffe notieren Suchmaschine, Index, Ranking, Trefferliste Fachbegriffe helfen beim späteren Erklären.
In eigenen Worten formulieren Eine Suchmaschine zeigt nicht zufällig Treffer, sondern sortiert sie nach bestimmten Kriterien. Schreibe nicht einfach ab.
Quelle sichern Titel, Anbieter, Datum, URL und Abrufdatum So bleibt die Information überprüfbar.


Lesestrategien für Internetseiten

Beim Lesen im Internet brauchst Du andere Strategien als beim Lesen eines gedruckten Buches. Webseiten enthalten Menüs, Links, Werbung, Kommentare, eingebettete Medien und manchmal automatisch erzeugte Inhalte. Deshalb musst Du aktiv entscheiden, welche Teile Du beachtest.


Skimming, Scanning und Close Reading

Skimming bedeutet, einen Text schnell zu überfliegen, um das Thema und die Grundidee zu erfassen. Scanning bedeutet, gezielt nach bestimmten Informationen zu suchen, zum Beispiel nach einem Datum, einer Definition oder einem Namen. Close Reading bedeutet, einen wichtigen Abschnitt sehr genau zu lesen und seine Aussagen, Begriffe und Belege zu verstehen.


Markieren und Notieren

Beim Markieren solltest Du sparsam sein. Wenn Du zu viel markierst, erkennst Du später nicht mehr, was wirklich wichtig ist. Besser ist es, kurze Randnotizen zu schreiben: Definition, Beispiel, Argument, Beleg, Gegenposition oder unklar. So verwandelst Du den Text in eine Arbeitsgrundlage.


Quellen bewerten

Nicht jede Internetseite ist zuverlässig. Manche Seiten sind veraltet, einseitig, werbend, ungenau oder bewusst irreführend. Informationskompetenz bedeutet, mit Informationen selbstbestimmt, verantwortlich und zielgerichtet umzugehen. Dazu gehört, Quellen zu prüfen und nicht jede gefundene Aussage sofort zu übernehmen.


Die Fünf-W-Fragen der Quellenprüfung

Prüffrage Darauf achtest Du Warnzeichen
Wer? Autor, Institution, Impressum, Fachkenntnis Kein Name, kein Impressum, unklare Verantwortliche
Was? Fakten, Belege, Daten, Beispiele, Quellen Behauptungen ohne Nachweis
Wann? Veröffentlichungsdatum und Aktualisierung Veraltete Zahlen oder fehlendes Datum
Warum? Ziel der Seite, Werbung, politische Absicht, Meinung Starke Manipulation oder Verkaufsabsicht
Wie? Sprache, Aufbau, Transparenz, Links, Fehler Reißerische Sprache, viele Fehler, emotionale Zuspitzung


Quellenvergleich und Lateral Reading

Beim Quellenvergleich prüfst Du eine Information mit mehreren voneinander unabhängigen Quellen. Besonders wirksam ist Lateral Reading: Du bleibst nicht nur auf einer Seite, sondern öffnest weitere Tabs und recherchierst, wer hinter der Seite steht, was andere vertrauenswürdige Quellen sagen und ob die Behauptung bestätigt wird.


Fakten, Meinungen und Werbung unterscheiden

Ein Fakt ist überprüfbar. Eine Meinung ist eine persönliche Bewertung. Werbung will zum Kauf oder zur positiven Einstellung gegenüber einem Produkt, einer Marke oder einer Organisation führen. Viele Internetseiten mischen diese Formen. Deshalb solltest Du beim Entnehmen von Informationen markieren, ob Du eine überprüfbare Aussage, eine Bewertung oder eine Werbebotschaft vor Dir hast.


Falschinformationen erkennen

Desinformation, Falschmeldungen und irreführende Darstellungen können sich schnell verbreiten. Sie nutzen oft starke Gefühle, Überspitzungen, aus dem Zusammenhang gerissene Bilder, falsche Statistiken oder scheinbar wissenschaftliche Sprache. Ein seriöser Umgang mit Internetquellen bedeutet, besonders auffällige Behauptungen zu überprüfen.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=-BhTmJIK6jY |500|center}}


Warnsignale für problematische Informationen

Warnsignal Mögliche Bedeutung Reaktion
Sehr reißerische Überschrift Die Seite will Aufmerksamkeit erzeugen. Inhalt mit anderen Quellen vergleichen.
Keine Autorin oder kein Autor Verantwortung ist unklar. Impressum und Anbieter prüfen.
Keine Belege Aussagen sind nicht nachvollziehbar. Nach Primärquellen suchen.
Alte Daten Information könnte überholt sein. Aktualität prüfen.
Stark emotionale Sprache Manipulation ist möglich. Fakten von Bewertungen trennen.
Bild passt nicht eindeutig zum Ereignis Bild kann aus anderem Kontext stammen. Bilderrückwärtssuche nutzen.


KI-Tools als Recherchehilfe

KI-Tools können beim Sammeln von Ideen, beim Finden von Suchbegriffen, beim Strukturieren von Fragen und beim Zusammenfassen eigener Notizen helfen. Sie ersetzen aber keine Quellen. KI-Ausgaben können Fehler enthalten, veraltet sein oder Quellen falsch darstellen. Deshalb solltest Du KI-Ergebnisse immer mit überprüfbaren Originalquellen abgleichen.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=TsD6x9r24QM |500|center}}

Eine gute Regel lautet: Verwende KI nicht als fertige Wahrheit, sondern als Denk- und Strukturhilfe. Entscheidend bleibt, dass Du die Informationen prüfst, verstehst und belegen kannst.


Exzerpt, Paraphrase und Zitat

Ein Exzerpt ist eine geordnete Notiz zu einer Quelle. Es enthält die wichtigsten Informationen in eigenen Worten. Eine Paraphrase gibt eine fremde Aussage sinngemäß wieder. Ein Zitat übernimmt eine Formulierung wörtlich und muss eindeutig gekennzeichnet werden. Für schulische Arbeiten ist es meistens besser, wichtige Inhalte in eigenen Worten zu erklären und nur besonders treffende Formulierungen kurz zu zitieren.


Quellenangaben erstellen

Eine Quellenangabe macht sichtbar, woher eine Information stammt. Bei Internetquellen solltest Du mindestens Titel der Seite, Anbieter oder Autor, Veröffentlichungsdatum oder Aktualisierungsdatum, Webadresse und Abrufdatum notieren. Falls kein Datum vorhanden ist, vermerkst Du das. Für Bilder, Grafiken und Videos brauchst Du zusätzlich Informationen zu Urheber, Lizenz und Nutzungsbedingungen.

Bestandteil Beispiel Warum wichtig?
Titel Internetrecherche Damit die Quelle identifizierbar ist.
Anbieter Bildungsportal, Behörde, Zeitung, Universität Damit die Verantwortung sichtbar wird.
Datum veröffentlicht oder aktualisiert am Damit die Aktualität einschätzbar ist.
URL Adresse der Seite Damit andere die Quelle finden können.
Abrufdatum abgerufen am Weil Webseiten sich ändern können.


Urheberrecht und verantwortliche Nutzung

Auch im Internet gelten Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht. Texte, Bilder, Grafiken, Videos und Audios dürfen nicht einfach übernommen werden. Wenn Du Material verwendest, musst Du prüfen, ob die Nutzung erlaubt ist, die Quelle nennen und fremde Leistungen respektieren. Besonders hilfreich sind OER und Medien mit Creative-Commons-Lizenzen, wenn Du sie korrekt angibst.


Praktische Recherche-Checkliste

Schritt Erledigt? Hinweis
Recherchefrage formuliert Die Frage ist konkret und beantwortbar.
Suchbegriffe gesammelt Synonyme, Fachbegriffe und Eingrenzungen sind notiert.
Mehrere Suchwege genutzt Suchmaschine, Bildungsportal, Datenbank oder Bibliothekskatalog.
Trefferliste kritisch gelesen Anzeigen und Snippets wurden beachtet.
Quelle geprüft Autor, Anbieter, Datum, Ziel und Belege wurden kontrolliert.
Informationen entnommen Nur relevante Aussagen wurden notiert.
Eigene Worte verwendet Keine ungekennzeichneten Kopien.
Quellenangaben gesichert URL, Titel, Anbieter, Datum und Abrufdatum sind vorhanden.
Informationen verglichen Mindestens zwei unabhängige Quellen wurden genutzt.
Ergebnis reflektiert Offene Fragen und Unsicherheiten sind benannt.


Beispiel: Eine Internetseite auswerten

Stell Dir vor, Du recherchierst zur Frage: Wie erkennt man seriöse Gesundheitsinformationen im Internet? Du findest eine Webseite mit Tipps zu Ernährung. Zuerst prüfst Du, wer die Seite betreibt. Danach suchst Du nach Datum, Autor, Belegen und möglichen Verkaufsinteressen. Anschließend entnimmst Du nur die Aussagen, die Deine Frage beantworten. Wenn die Seite ein Produkt verkauft und keine Studien nennt, verwendest Du sie höchstens als Beispiel für problematische Informationen. Wenn eine öffentliche Institution, eine Universität oder eine medizinische Fachgesellschaft transparente Informationen bietet, ist sie für Deine Recherche meist geeigneter.


Zusammenfassung

Gute Internetrecherche beginnt mit einer klaren Frage. Suchmaschinen sind nützliche Werkzeuge, aber ihre Treffer müssen geprüft werden. Informationen aus Internetseiten entnimmst Du, indem Du gezielt liest, relevante Aussagen auswählst, sie in eigenen Worten notierst und die Quelle dokumentierst. Eine zuverlässige Recherche vergleicht mehrere Quellen, unterscheidet Fakten von Meinungen, achtet auf Aktualität und erkennt mögliche Interessen hinter einer Veröffentlichung. So entsteht aus gefundenen Informationen eigenes, überprüfbares Wissen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Recherchefrage? (Eine konkrete Frage, die eine Suche gezielt lenkt) (!Eine zufällige Überschrift aus dem Internet) (!Eine Werbeanzeige in einer Trefferliste) (!Ein automatisch gespeicherter Suchverlauf)




Was ist ein Snippet in einer Suchmaschine? (Ein kurzer Textauszug unter einem Suchergebnis) (!Ein Passwort für eine Webseite) (!Eine vollständige wissenschaftliche Studie) (!Ein Bild ohne Quellenangabe)




Warum solltest Du mehrere Quellen vergleichen? (Weil Informationen dadurch überprüfbarer werden) (!Weil jede erste Quelle automatisch falsch ist) (!Weil man dann keine Quellenangabe braucht) (!Weil Suchmaschinen keine Treffer anzeigen)




Was prüfst Du mit der Frage Wer steht hinter der Seite? (Autor oder Institution der Quelle) (!Die Farbe der Webseite) (!Die Länge der Internetadresse) (!Die Anzahl der Bilder)




Was bedeutet Exzerpieren? (Wichtige Informationen in eigenen Worten notieren) (!Einen Text vollständig kopieren) (!Eine Webseite schließen) (!Eine Suchmaschine installieren)




Welcher Suchoperator sucht nach einer genauen Wortgruppe? (Anführungszeichen) (!Doppelpunkt ohne Begriff) (!Ausrufezeichen) (!Leerzeichen am Anfang)




Was ist ein Warnsignal für eine unseriöse Internetquelle? (Behauptungen ohne Belege) (!Ein klarer Autor) (!Ein aktuelles Datum) (!Nachvollziehbare Quellen)




Was ist eine Paraphrase? (Eine sinngemäße Wiedergabe in eigenen Worten) (!Eine ungeprüfte Anzeige) (!Ein automatisch erzeugter Link) (!Ein Suchergebnis ohne Titel)




Warum ist das Abrufdatum bei Internetquellen wichtig? (Weil Webseiten verändert oder gelöscht werden können) (!Weil es die Autorin ersetzt) (!Weil dadurch jede Quelle richtig wird) (!Weil es Werbung entfernt)




Welche Aussage beschreibt gute Informationsentnahme am besten? (Relevante Aussagen verstehen, auswählen und belegen) (!Alle Absätze ohne Prüfung kopieren) (!Nur die erste Trefferliste ausdrucken) (!Bilder ohne Lizenzangabe übernehmen)





Memory

Recherchefrage Ziel der Suche
Suchbegriff Wort für Suchmaschine
Snippet Kurzer Ergebnisauszug
Impressum Verantwortliche Stelle
Quellenvergleich Abgleich mehrerer Fundstellen
Exzerpt Notiz in eigenen Worten
Suchoperator Befehl für präzisere Suche
Faktencheck Prüfung einer Behauptung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Recherchefrage Vorbereitung
Suchbegriffe Suchstrategie
Snippet Trefferliste
Impressum Quellenprüfung
Exzerpt Informationsentnahme
Quellenangabe Dokumentation






Kreuzworträtsel

Recherche Wie nennt man die gezielte Suche nach Informationen?
Quelle Wie nennt man die Herkunft einer Information?
Impressum Wo findet man oft Angaben zu Verantwortlichen einer Webseite?
Snippet Wie heißt der kurze Textauszug bei Suchergebnissen?
Exzerpt Wie heißt eine geordnete Notiz zu einer Quelle?
Operator Wie nennt man einen Suchbefehl für präzisere Ergebnisse?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine gute Internetrecherche beginnt mit einer klaren

. Vor der Suche sammelst Du passende

. Eine Suchmaschine zeigt Treffer mit Titel, Webadresse und kurzem

. Beim Lesen einer Internetseite entnimmst Du nur Informationen, die zu Deiner Frage

. Wichtige Aussagen schreibst Du in eigenen

. Die Zuverlässigkeit einer Seite prüfst Du durch

. Besonders wichtig sind Autor, Anbieter, Datum und

. Durch den Vergleich mehrerer Quellen erkennst Du Widersprüche und

. Wörtlich übernommene Formulierungen müssen als

gekennzeichnet werden. Am Ende notierst Du eine vollständige

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Recherchefrage: Formuliere zu einem selbst gewählten Thema drei mögliche Recherchefragen und markiere die Frage, die am genauesten ist.
  2. Suchbegriffe: Erstelle eine Tabelle mit mindestens zehn Suchbegriffen, Synonymen und Fachbegriffen zu Deinem Thema.
  3. Trefferliste: Vergleiche die ersten fünf Treffer einer Suchmaschine und beschreibe, welcher Treffer am nützlichsten wirkt und warum.
  4. Exzerpt: Lies eine kurze Internetseite und notiere fünf wichtige Informationen in eigenen Worten.


Standard

  1. Quellenkritik: Prüfe zwei Internetseiten zum gleichen Thema mit den Fünf-W-Fragen und entscheide, welche Seite zuverlässiger ist.
  2. Suchoperator: Führe drei Suchanfragen mit unterschiedlichen Suchoperatoren durch und dokumentiere, wie sich die Ergebnisse verändern.
  3. Informationsentnahme: Erstelle aus drei Internetquellen ein strukturiertes Exzerpt mit Kernaussagen, Belegen und offenen Fragen.
  4. Quellenangabe: Erstelle für fünf Internetquellen vollständige Quellenangaben mit Titel, Anbieter, Datum, URL und Abrufdatum.


Schwer

  1. Faktencheck: Wähle eine auffällige Behauptung aus dem Internet und überprüfe sie mit mindestens drei unabhängigen Quellen.
  2. Lateral Reading: Untersuche eine unbekannte Webseite, indem Du in neuen Tabs recherchierst, wer hinter der Seite steht und wie andere Quellen sie einschätzen.
  3. Lernprodukt: Gestalte ein Erklärvideo, Poster oder digitales Handout mit Regeln für zuverlässige Internetrecherche.
  4. Projektarbeit: Entwickle eine kleine Unterrichtseinheit für jüngere Lernende, in der sie lernen, seriöse und unseriöse Internetquellen zu unterscheiden.



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Lernkontrolle

  1. Rechercheplanung: Entwickle für ein vorgegebenes Thema eine vollständige Suchstrategie mit Recherchefrage, Suchbegriffen, Suchoperatoren und geeigneten Quellentypen.
  2. Quellenvergleich: Analysiere drei Internetseiten zum gleichen Thema und begründe, welche Quelle Du für eine schulische Arbeit verwenden würdest.
  3. Informationsbewertung: Erkläre an einem Beispiel, warum eine optisch professionelle Webseite trotzdem unzuverlässig sein kann.
  4. Transfer: Übertrage die Fünf-W-Fragen der Quellenprüfung auf ein Video oder einen Social-Media-Beitrag und bewerte die Aussagekraft.
  5. Exzerptarbeit: Erstelle aus einem Webseitenabschnitt ein Exzerpt und formuliere daraus einen eigenen kurzen Sachtext mit Quellenangabe.
  6. Reflexion: Beschreibe, wie sich Deine Meinung zu einem Thema verändert, wenn Du mehrere Quellen mit unterschiedlichen Perspektiven vergleichst.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Deinen Rechercheweg sichtbar machst. Dazu gehören eine klare Recherchefrage, eine Liste sinnvoller Suchbegriffe, ein dokumentierter Quellenvergleich, geprüfte Internetseiten, Exzerpte in eigenen Worten, vollständige Quellenangaben und eine Reflexion über die Zuverlässigkeit Deiner Ergebnisse. Ein guter Lernnachweis zeigt nicht nur, was Du gefunden hast, sondern auch, warum Du bestimmten Quellen vertraust und andere Quellen kritisch bewertest.

  1. Recherchefrage: Die Leitfrage ist konkret, fachlich passend und beantwortbar.
  2. Suchstrategie: Suchbegriffe, Synonyme und Suchoperatoren werden nachvollziehbar eingesetzt.
  3. Quellenkritik: Autor, Anbieter, Datum, Ziel, Belege und Sprache der Quellen werden geprüft.
  4. Informationsentnahme: Relevante Informationen werden ausgewählt, verstanden und in eigenen Worten formuliert.
  5. Quellenangabe: Alle verwendeten Internetquellen sind vollständig und überprüfbar angegeben.
  6. Reflexion: Unsicherheiten, Widersprüche und Grenzen der Recherche werden benannt.




OERs zum Thema


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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
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Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

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  2. Woyzeck - Georg Büchner
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  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

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  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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