Humor - Mehr als ein Lachen - Positiv bleiben


Humor - Mehr als ein Lachen - Positiv bleiben
Einleitung

Humor ist mehr als ein spontanes Lachen. Er kann eine Haltung, eine kommunikative Fähigkeit, eine soziale Ressource und eine psychologische Ressource sein. Wenn Du humorvoll auf eine Situation blickst, erkennst Du oft eine zweite Perspektive: Ein Missgeschick wird nicht automatisch zur Katastrophe, eine peinliche Szene kann menschlich wirken, und ein Konflikt kann leichter besprechbar werden. Genau darum geht es in diesem aiMOOC: Humor: Mehr als ein Lachen / Positiv bleiben.
Das Thema verbindet Psychologie, Positive Psychologie, Kommunikation, Ethik, Gesundheit, Sprache, Medienbildung und soziales Lernen. Du lernst, warum Lachen nicht immer gleich Humor ist, weshalb Humor Menschen verbinden kann, wie Humor beim Umgang mit Stress, Unsicherheit und Konflikten hilft und wo die Grenzen liegen. Humor kann stärken, aber er kann auch verletzen. Deshalb gehört zu gutem Humor immer Empathie, Respekt und Verantwortung.
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Das eingebundene Video behandelt Humor als Ressource: Psychologie, Gesellschaft und Praxis. Nutze es als Einstieg: Achte darauf, welche Formen von Humor positiv wirken, welche Rolle Lachen in Gruppen spielt und wie Humor helfen kann, in belastenden Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Humor von bloßem Lachen unterscheidet. Du kannst zentrale Humortheorien wie Inkongruenztheorie, Überlegenheitstheorie und Entlastungstheorie beschreiben. Du kannst verschiedene Humorstile unterscheiden und beurteilen, wann Humor stärkend, verbindend oder verletzend wirkt. Außerdem entwickelst Du eigene Strategien, um im Alltag, in der Schule, in der Ausbildung, im Studium oder im Beruf mit Humor wertschätzend und verantwortungsvoll umzugehen.
Was bedeutet Humor?
Humor beschreibt die Fähigkeit, etwas als komisch, überraschend, widersprüchlich, spielerisch oder absurd wahrzunehmen und damit auf eine Weise umzugehen, die Gelassenheit ermöglicht. Humor ist also nicht nur eine Reaktion auf einen Witz. Er ist auch eine Art, die Welt zu betrachten. Menschen mit Humor können Schwierigkeiten wahrnehmen, ohne sich vollständig von ihnen überwältigen zu lassen. Sie erkennen, dass Fehler, Missgeschicke und Widersprüche zum menschlichen Leben gehören.
Im engeren Sinn meint Humor eine heitere, gelassene Haltung gegenüber den Unvollkommenheiten des Lebens. Im weiteren Sinn meint Humor auch die Fähigkeit, andere zum Lächeln oder Lachen zu bringen, eine Situation sprachlich kreativ zu deuten oder Spannung durch einen passenden Perspektivwechsel zu lösen. Humor ist damit ein Teil von Lebenskompetenz, Kommunikationskompetenz und Resilienz.
Humor ist nicht dasselbe wie Optimismus, aber beide können sich gegenseitig unterstützen. Optimismus richtet den Blick auf Möglichkeiten und Lösungen. Humor hilft, eine belastende Situation innerlich beweglich zu betrachten. Wer humorvoll bleibt, sagt nicht: „Alles ist gut.“ Humor sagt eher: „Es ist schwierig, aber ich bin noch handlungsfähig.“
Lachen ist nicht immer Humor

Lachen ist eine körperliche und soziale Ausdrucksform. Es kann Freude zeigen, Verlegenheit überspielen, Zugehörigkeit signalisieren, Nervosität abbauen oder eine Gruppe verbinden. Manchmal lachen Menschen, weil etwas wirklich lustig ist. Manchmal lachen sie aber auch aus Unsicherheit, Höflichkeit, Angst, Erleichterung oder sozialem Druck. Deshalb ist es wichtig, Lachen nicht automatisch mit Humor gleichzusetzen.
Ein Beispiel: Wenn eine Person stolpert und alle lachen, kann das für die Gruppe kurz komisch wirken. Für die betroffene Person kann es aber beschämend sein. Erst wenn die Person selbst darüber lachen kann und die anderen respektvoll reagieren, kann daraus ein verbindender Moment entstehen. Humor ist also nicht nur die Frage, ob gelacht wird, sondern wie, warum und auf wessen Kosten gelacht wird.
In der Kommunikation ist Lachen oft ein Signal: Es kann zeigen, dass eine Aussage nicht aggressiv gemeint ist, dass eine Beziehung entspannt ist oder dass ein Gespräch leichter werden darf. Trotzdem bleibt Lachen mehrdeutig. Für verantwortungsvollen Humor brauchst Du deshalb Achtsamkeit, Empathie und die Fähigkeit, Reaktionen anderer wahrzunehmen.
Humor als psychologische Ressource
Eine psychologische Ressource ist etwas, das Menschen hilft, Belastungen zu bewältigen, Entscheidungen zu treffen, Hoffnung zu behalten oder sich innerlich zu stabilisieren. Humor kann eine solche Ressource sein, weil er Abstand schafft. Wer über eine schwierige Situation humorvoll sprechen kann, betrachtet sie nicht mehr nur als Bedrohung, sondern auch als erzählbare, verstehbare und veränderbare Erfahrung.
Humor kann beim Umgang mit Stress helfen, weil er körperliche und emotionale Spannung unterbrechen kann. Ein gelungener humorvoller Moment kann Aufmerksamkeit umlenken, Entspannung ermöglichen und Gefühle regulieren. Das bedeutet nicht, dass Humor Probleme löst. Humor ersetzt keine Analyse, kein Gespräch, keine Hilfe und keine Therapie. Aber Humor kann den inneren Raum schaffen, in dem Lösungen wieder denkbar werden.
In der Positiven Psychologie wird Humor häufig als Charakterstärke betrachtet. Eine Stärke ist hier keine angeborene Superkraft, sondern eine Fähigkeit, die Menschen entwickeln und sinnvoll einsetzen können. Humor kann dazu beitragen, Wohlbefinden, Hoffnung, Kreativität und soziale Beziehungen zu stärken. Entscheidend ist, ob Humor wertschätzend und situationsangemessen genutzt wird.
Humor als soziale Ressource

Eine soziale Ressource unterstützt Beziehungen, Zusammenarbeit und Zusammenhalt. Humor kann Menschen verbinden, weil gemeinsames Lachen eine Form von Gemeinschaft erzeugt. Wer mit anderen über etwas lachen kann, erlebt oft Nähe, Vertrauen und Entlastung. In Gruppen kann Humor helfen, Spannungen abzubauen, eine schwierige Aufgabe leichter anzugehen oder Fehler besprechbar zu machen.
In Schule, Ausbildung, Studium und Beruf kann Humor Lernprozesse erleichtern. Eine humorvolle Lehrperson kann Aufmerksamkeit wecken, Angst reduzieren und schwierige Inhalte zugänglicher machen. Eine humorvolle Lerngruppe kann Rückschläge besser aushalten. Ein humorvolles Team kann kreativer reagieren, wenn Pläne scheitern. Humor ist aber nur dann eine Ressource, wenn er nicht einzelne Personen ausgrenzt, bloßstellt oder abwertet.
Gemeinsamer Humor braucht gemeinsame Regeln. Was in einer Freundesgruppe als harmlos gilt, kann in einer anderen Gruppe verletzend wirken. Ironie, Sarkasmus und Satire setzen oft Vorwissen und Vertrauen voraus. Wer Humor sozial klug einsetzt, prüft deshalb: Verstehen alle die Situation? Wird niemand herabgesetzt? Kann die betroffene Person mitlachen? Ist der Zeitpunkt passend?
Positiv bleiben: Was Humor leisten kann und was nicht
Positiv bleiben bedeutet nicht, Probleme schönzureden. Es bedeutet auch nicht, Trauer, Angst, Wut oder Überforderung zu verdrängen. Eine gesunde positive Haltung erkennt Schwierigkeiten an und sucht trotzdem nach Handlungsspielräumen. Humor kann diese Haltung unterstützen, weil er eine Situation beweglich macht. Er kann zeigen: Es gibt mehr als eine Deutung.
Ein Beispiel aus dem Schulalltag: Eine Präsentation funktioniert technisch nicht. Eine rein negative Deutung wäre: „Alles ist ruiniert.“ Eine humorvolle und realistische Deutung könnte sein: „Die Technik möchte heute auch mitpräsentieren, aber wir übernehmen wieder.“ So entsteht ein Moment der Entspannung, ohne das Problem zu leugnen. Danach kann die Gruppe sachlich handeln.
Humor ist besonders hilfreich, wenn er mit Selbstwirksamkeit verbunden ist. Selbstwirksamkeit meint die Überzeugung, durch eigenes Handeln etwas bewirken zu können. Wer eine schwierige Situation humorvoll einordnet, kann sich leichter erinnern: Ich habe noch Möglichkeiten. Ich kann fragen, neu planen, Hilfe holen, üben oder Fehler korrigieren.
Zentrale Humortheorien
Humortheorien versuchen zu erklären, warum Menschen etwas lustig finden. Es gibt keine einzige Theorie, die alle Formen von Humor vollständig erklärt. Häufig werden mehrere Ansätze kombiniert.
Die Inkongruenztheorie erklärt Humor durch eine unerwartete Abweichung. Etwas passt nicht zusammen, wirkt überraschend oder bricht eine Erwartung. Viele Wortspiele, Memes, Cartoons und komische Szenen funktionieren so. Ein Satz beginnt in eine erwartbare Richtung und endet plötzlich anders. Das Gehirn erkennt den Bruch und erlebt ihn als komisch.
Die Entlastungstheorie sieht Humor als Abbau von Spannung. Wenn Menschen unter Druck stehen, kann Lachen eine Form der Erleichterung sein. Diese Theorie hilft zu verstehen, warum Menschen manchmal nach gefährlichen, peinlichen oder angespannten Situationen lachen. Das Lachen signalisiert: Die Spannung darf nachlassen.
Die Überlegenheitstheorie erklärt Humor durch das Gefühl, über jemandem oder etwas zu stehen. Diese Form ist problematisch, wenn sie Menschen abwertet. Schadenfreude, Spott und diskriminierende Witze können dazu gehören. Die Theorie ist wichtig, weil sie zeigt: Humor kann Machtverhältnisse verstärken. Darum braucht Humor ethische Grenzen.
Humorstile: stärkend oder verletzend?
In der Persönlichkeitspsychologie werden häufig verschiedene Humorstile unterschieden. Besonders bekannt ist die Unterscheidung zwischen affiliativem Humor, selbststärkendem Humor, aggressivem Humor und selbstabwertendem Humor.
Affiliativer Humor verbindet Menschen. Er schafft Nähe, lockert Gespräche auf und lädt andere zum Mitlachen ein. Ein Beispiel ist ein harmloser, gemeinsamer Scherz, der niemanden ausschließt. Selbststärkender Humor hilft einer Person, mit eigenen Schwierigkeiten gelassener umzugehen. Er ist eng mit Resilienz verbunden, weil er innere Distanz ermöglicht.
Aggressiver Humor funktioniert auf Kosten anderer. Er kann beleidigen, beschämen, ausgrenzen oder Macht demonstrieren. Dazu gehören herabwürdigender Spott, diskriminierende Witze und verletzender Sarkasmus. Selbstabwertender Humor richtet sich gegen die eigene Person. Er kann kurzfristig sympathisch wirken, wird aber problematisch, wenn jemand sich ständig kleinmacht, um Anerkennung zu erhalten oder Konflikte zu vermeiden.
Ein guter Maßstab lautet: Humor ist dann konstruktiv, wenn er Menschen stärkt, Beziehungen verbessert oder neue Perspektiven öffnet. Humor ist dann destruktiv, wenn er Würde verletzt, Angst erzeugt oder soziale Ungleichheit stabilisiert.
Humor, Sprache und Medien
Humor entsteht häufig durch Sprache. Wortspiele, Doppeldeutigkeiten, Übertreibungen, unerwartete Vergleiche und ironische Wendungen können komisch wirken. Auch Timing ist wichtig: Derselbe Satz kann lustig, unpassend oder verletzend sein, je nachdem, wann, wo und zu wem er gesagt wird.
In Medien begegnet Dir Humor in Comedy, Satire, Memes, Karikaturen, Sketchen, Comics, Kurzvideos und Kommentaren. Medienhumor kann gesellschaftliche Probleme sichtbar machen. Satire darf zuspitzen, übertreiben und kritisieren. Gleichzeitig müssen Lernende verstehen, dass Satire nicht automatisch fair oder wahr ist. Sie muss eingeordnet, analysiert und kritisch geprüft werden.
Ein wichtiger Teil von Medienkompetenz ist deshalb die Frage: Welche Wirkung hat ein humorvoller Beitrag? Wer wird kritisiert? Wer wird geschützt? Welche Vorurteile werden vielleicht verstärkt? Welche Informationen brauche ich, um den Witz zu verstehen? Humor in Medien ist nicht nur Unterhaltung, sondern auch ein Mittel der Meinungsbildung.
Humor und Ethik

Humor braucht Ethik, weil er starke Wirkung haben kann. Ein Satz, der für die eine Person witzig klingt, kann für eine andere Person verletzend sein. Ethischer Humor fragt nicht nur: „Ist das lustig?“, sondern auch: „Ist das fair?“, „Ist das respektvoll?“ und „Welche Folgen kann es haben?“
Besonders vorsichtig solltest Du bei Humor über Herkunft, Religion, Behinderung, Geschlecht, Körper, Armut, Krankheit, Trauma oder persönliche Krisen sein. Solche Themen können in Kunst, Satire und politischer Kritik vorkommen, verlangen aber Wissen, Sensibilität und Verantwortung. In Lernräumen gilt: Humor darf niemals ein Vorwand sein, um Menschen zu erniedrigen.
Ein hilfreiches Prüfschema ist der Würde-Test: Würde die betroffene Person auch dann respektiert bleiben, wenn alle lachen? Der Richtungs-Test fragt: Richtet sich der Humor gegen Mächtige, gegen Missstände oder gegen Schwächere? Der Beziehungs-Test fragt: Gibt es genug Vertrauen, damit der Scherz nicht als Angriff erlebt wird?
Humor trainieren: Praktische Strategien
Humor kann geübt werden. Dabei geht es nicht darum, ständig Witze zu erzählen. Es geht darum, Wahrnehmung, Perspektivwechsel, Gelassenheit und sprachliche Kreativität zu entwickeln. Du kannst zum Beispiel ein Humortagebuch führen: Notiere jeden Tag eine kleine Situation, die überraschend, menschlich oder absurd war. Beschreibe sie freundlich, ohne jemanden abzuwerten.
Eine weitere Strategie ist Reframing. Dabei deutest Du eine Situation neu. Aus „Ich habe mich blamiert“ kann werden: „Ich habe unbeabsichtigt eine sehr lebendige Erinnerung geschaffen.“ Aus „Unser Plan ist gescheitert“ kann werden: „Unser Plan hat uns gerade sehr deutlich Feedback gegeben.“ Reframing darf Probleme nicht verharmlosen, aber es kann helfen, nicht im ersten Schreck stecken zu bleiben.
Auch Improvisation kann Humor fördern. In Improvisationsübungen lernst Du, Angebote anderer aufzunehmen, nicht sofort zu bewerten und gemeinsam etwas Unerwartetes zu entwickeln. Das stärkt Kreativität, Kooperation und Fehlertoleranz. Gerade im Lernen ist das wichtig, denn Lernen bedeutet immer auch, Irrtümer zuzulassen.
Videoauftrag
Schau Dir das Video aufmerksam an und notiere drei Aussagen, die Humor als Ressource beschreiben. Achte anschließend auf Beispiele aus Deinem Alltag: Wo hilft Humor, positiv zu bleiben? Wo wäre Humor unpassend? Welche Rolle spielen Achtsamkeit und Respekt? Vergleiche Deine Beobachtungen mit einer Partnerin oder einem Partner und formuliert gemeinsam drei Regeln für guten Humor in einer Lerngruppe.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt Humor im Sinne dieses aiMOOCs am besten? (Eine Haltung und Fähigkeit zum gelassenen Perspektivwechsel) (!Ein automatisches Lachen ohne Bedeutung) (!Eine Methode zur Vermeidung aller Probleme) (!Eine feste Eigenschaft, die nicht veränderbar ist)
Wodurch erklärt die Inkongruenztheorie viele Formen von Komik? (Durch eine unerwartete Abweichung von Erwartungen) (!Durch körperliche Fitness) (!Durch reine Höflichkeit) (!Durch das Auswendiglernen von Witzen)
Wann wirkt Humor als soziale Ressource? (Wenn er Verbindung, Vertrauen und Entlastung fördern kann) (!Wenn er einzelne Personen bloßstellt) (!Wenn er Vorurteile verstärkt) (!Wenn er Gespräche grundsätzlich ersetzt)
Was bedeutet selbststärkender Humor? (Eigene Schwierigkeiten mit innerer Distanz betrachten) (!Andere Menschen durch Spott kleinmachen) (!Jeden Konflikt ignorieren) (!Nur über fremde Fehler lachen)
Warum ist Lachen nicht immer gleich Humor? (Weil Lachen auch Unsicherheit, Höflichkeit oder Druck ausdrücken kann) (!Weil Lachen immer absichtlich verletzend ist) (!Weil Humor nur schriftlich vorkommt) (!Weil Lachen keine soziale Wirkung hat)
Welche Frage gehört zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Humor? (Wird die Würde der beteiligten Menschen gewahrt) (!Kann ich möglichst laut lachen) (!Ist der Scherz für mich allein bequem) (!Versteht niemand den Zusammenhang)
Was meint Reframing? (Eine Situation bewusst aus einer neuen Perspektive betrachten) (!Eine Person absichtlich nachahmen) (!Eine Diskussion abbrechen) (!Eine Regel ohne Begründung wiederholen)
Welcher Humorstil ist besonders riskant für Beziehungen? (Aggressiver Humor auf Kosten anderer) (!Affiliativer Humor in einer Gruppe) (!Selbststärkender Humor bei Belastung) (!Wertschätzender Humor im Gespräch)
Was kann Humor beim Lernen unterstützen? (Aufmerksamkeit, Fehlertoleranz und Motivation) (!Angst durch Beschämung) (!Das Vermeiden aller Übung) (!Das Ersetzen von Verstehen)
Was bedeutet positiv bleiben in diesem Thema? (Schwierigkeiten anerkennen und Handlungsspielräume suchen) (!Probleme grundsätzlich leugnen) (!Immer fröhlich wirken müssen) (!Kritik und Trauer verbieten)
Memory
| Inkongruenz | Unerwarteter Gegensatz |
| Resilienz | Wieder handlungsfähig werden |
| Affiliativer Humor | Verbindung schaffen |
| Selbststärkender Humor | Innere Distanz gewinnen |
| Aggressiver Humor | Auf Kosten anderer lachen |
| Reframing | Neue Deutung finden |
| Empathie | Gefühle anderer beachten |
| Satire | Gesellschaft kritisch zuspitzen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Affiliativer Humor | Gemeinsamkeit und Beziehung |
| Selbststärkender Humor | Umgang mit eigener Belastung |
| Aggressiver Humor | Abwertung und Beschämung |
| Inkongruenz | Überraschender Widerspruch |
| Reframing | Bewusster Perspektivwechsel |
| Empathie | Rücksicht auf Wirkung |
...
Kreuzworträtsel
| Inkongruenz | Welche Theorie erklärt Komik oft durch unerwartete Gegensätze? |
| Resilienz | Welche Fähigkeit hilft, nach Belastungen wieder handlungsfähig zu werden? |
| Empathie | Welche soziale Fähigkeit schützt Humor vor Kränkung? |
| Gelotologie | Wie heißt die wissenschaftliche Beschäftigung mit Lachen? |
| Reframing | Wie nennt man einen bewussten Perspektivwechsel auf eine Situation? |
| Fairness | Welche Haltung verhindert Humor auf Kosten anderer? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Humortagebuch: Führe drei Tage lang ein kurzes Humortagebuch und notiere je eine Alltagssituation, die Dich zum Lächeln gebracht hat, ohne andere abzuwerten.
- Beobachtung: Schau Dir das Video noch einmal an und sammle fünf Begriffe, die Humor als psychologische oder soziale Ressource beschreiben.
- Wortspiel: Erfinde drei harmlose Wortspiele zu Schule, Lernen oder Alltag und erkläre, warum sie auf Inkongruenz beruhen.
- Perspektivwechsel: Beschreibe ein kleines Missgeschick aus Deinem Alltag zuerst ernst und danach humorvoll, ohne Dich oder andere abzuwerten.
Standard
- Interview: Befrage zwei Personen unterschiedlichen Alters, wann Humor ihnen in schwierigen Situationen geholfen hat, und fasse Gemeinsamkeiten und Unterschiede zusammen.
- Medienanalyse: Analysiere ein Meme, einen Cartoon oder einen Sketch daraufhin, welche Humortheorie dazu passt und ob der Humor fair wirkt.
- Gruppenregeln: Entwickle mit einer Lerngruppe fünf Regeln für wertschätzenden Humor im Unterricht, in Chats oder in Teamarbeit.
- Rollenspiel: Spielt eine angespannte Alltagsszene zweimal: einmal ohne Humor und einmal mit respektvollem Humor, und wertet die Wirkung aus.
Schwer
- Satireanalyse: Untersuche einen satirischen Beitrag und erkläre, welche gesellschaftliche Kritik darin steckt, welche Übertreibungen genutzt werden und wo ethische Grenzen liegen.
- Podcast: Produziere einen kurzen Audiobeitrag zum Thema Humor als Ressource und integriere ein Beispiel für Reframing, ein Interviewzitat und eine Reflexion über Grenzen.
- Projekt: Entwickle eine kleine Kampagne für positiven Humor in Deiner Klasse, Schule, Ausbildungsgruppe oder Arbeitsumgebung und dokumentiere Wirkung und Rückmeldungen.
- Forschungsfrage: Formuliere eine eigene Forschungsfrage zu Humor und Wohlbefinden, erstelle einen kurzen Fragebogen und werte die Ergebnisse kritisch aus.

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Lernkontrolle
- Transfer: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum dieselbe humorvolle Aussage in einer Gruppe verbindend und in einer anderen Gruppe verletzend wirken kann.
- Analyse: Vergleiche affiliativen Humor und aggressiven Humor hinsichtlich Wirkung auf Vertrauen, Zugehörigkeit und Lernatmosphäre.
- Beurteilung: Prüfe eine humorvolle Szene aus einem Film, Video oder Comic mit dem Würde-Test, dem Richtungs-Test und dem Beziehungs-Test.
- Anwendung: Entwickle für eine stressige Prüfungssituation ein realistisches Reframing, das beruhigt, ohne das Problem zu verharmlosen.
- Erklärung: Zeige, wie Humor mit Resilienz, Selbstwirksamkeit und sozialer Unterstützung zusammenhängen kann.
- Kritik: Diskutiere die Aussage „Humor ist immer positiv“ und nutze mindestens zwei Gegenargumente.
- Gestaltung: Entwirf eine kurze Unterrichtsaktivität, die Humor nutzt, um Aufmerksamkeit zu fördern und gleichzeitig respektvolle Grenzen einzuhalten.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Fakten wiedergeben kannst, sondern Humor in konkreten Situationen beurteilst und verantwortungsvoll anwendest.
- Begriffsverständnis: Du erklärst die Unterschiede zwischen Humor, Lachen, Komik, Ironie, Satire und Spott.
- Theorien: Du erläuterst Inkongruenztheorie, Entlastungstheorie und Überlegenheitstheorie an passenden Beispielen.
- Humorstile: Du unterscheidest affiliativen, selbststärkenden, aggressiven und selbstabwertenden Humor.
- Transferleistung: Du analysierst eine Alltagssituation und entwickelst eine humorvolle, aber respektvolle Alternative.
- Reflexion: Du beschreibst, wo Humor Dir persönlich helfen kann und wo Du klare Grenzen ziehen solltest.
- Medienkompetenz: Du bewertest humorvolle Medienbeiträge hinsichtlich Aussage, Wirkung, Zielgruppe und möglicher Verletzungen.
- Projektprodukt: Du präsentierst ein eigenes Produkt wie Text, Plakat, Podcast, Video, Comic, Interviewauswertung oder Regelkatalog.
OERs zum Thema
Weitere offene Materialien und Vertiefungen
- Wikipedia: Humor
- Wikimedia Commons: Medien zum Thema Humor
- Wikimedia Commons: Medien zum Thema Lachen
- Positive Psychologie: Humor als Charakterstärke
- Gesundheit: Lachen und Stressbewältigung
- Humorforschung: Humor Styles Questionnaire
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