Handlungsorientierter Unterricht - aiMOOC


Handlungsorientierter Unterricht - aiMOOC
Einleitung
Handlungsorientierter Unterricht ist ein didaktisch-methodisches Konzept, bei dem Du nicht nur über Inhalte sprichst, sondern sie in einer sinnvollen Handlungssituation bearbeitest, erprobst, gestaltest, überprüfst und reflektierst. Im Mittelpunkt stehen Lernende, die aktiv werden und ein vereinbartes Handlungsprodukt herstellen. Das kann ein Modell, ein Experiment, eine Präsentation, ein Podcast, ein Rollenspiel, eine Ausstellung, ein Erklärvideo, ein Leserbrief, eine Simulation, ein Portfolio oder ein konkreter Beitrag für die Schulgemeinschaft sein.
Der Grundgedanke lautet: Lernen wird besonders wirksam, wenn Kopf, Herz und Hand zusammenwirken. Du denkst also über ein Problem nach, entwickelst eine Haltung dazu, handelst praktisch und wertest Dein Vorgehen aus. Dadurch verbindet handlungsorientierter Unterricht Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz und Selbstkompetenz. Er eignet sich für Schule, Ausbildung, Studium, Projektunterricht, Berufliche Bildung, Politische Bildung, Deutschunterricht, Naturwissenschaftlicher Unterricht, Fremdsprachenunterricht und viele weitere Lernbereiche.

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Was bedeutet Handlungsorientierung?
Grundidee
Handlungsorientierung bedeutet, dass Unterricht von einer möglichst konkreten, lebensnahen oder beruflich relevanten Aufgabe ausgeht. Anstatt zuerst abstrakte Regeln auswendig zu lernen, begegnest Du einer Problemstellung, einer Fragestellung oder einer realistischen Handlungssituation. Aus Deiner Bearbeitung leitest Du anschließend Erkenntnisse, Begriffe, Regeln oder Prinzipien ab. Häufig ist das ein induktives Vorgehen: Du gehst vom konkreten Beispiel zum allgemeinen Verständnis.
Handlungsorientierter Unterricht ist damit mehr als eine "aktive Methode". Eine Bastelaufgabe, ein Spiel oder eine Gruppenarbeit ist erst dann wirklich handlungsorientiert, wenn sie fachlich begründet ist, ein relevantes Ziel verfolgt, zur Reflexion führt und ein sinnvolles Ergebnis hervorbringt. Das praktische Tun darf nicht Selbstzweck sein, sondern soll Verstehen, Urteilen, Problemlösen und Transfer ermöglichen.
Kopf, Herz und Hand
Die Formel Kopf, Herz und Hand wird häufig mit Johann Heinrich Pestalozzi verbunden. Sie beschreibt, dass Lernen kognitive, emotionale und praktische Anteile hat. Der Kopf steht für Denken, Analysieren, Begründen und Strukturieren. Das Herz steht für Interesse, Motivation, Werte, Verantwortung und Beziehung. Die Hand steht für praktisches Tun, Gestalten, Erproben und Anwenden.
Im handlungsorientierten Unterricht sollen diese Bereiche nicht getrennt nebeneinanderstehen. Du untersuchst zum Beispiel nicht nur theoretisch, warum Nachhaltigkeit wichtig ist, sondern entwickelst eine Kampagne, misst den Energieverbrauch Deiner Schule, befragst Beteiligte, präsentierst Ergebnisse und reflektierst die Wirkung Deiner Handlung.
Abgrenzung zum reinen Instruktionslernen
Beim stark instruktionsorientierten Lernen erklärt die Lehrkraft häufig zuerst ein Prinzip, danach üben Lernende an Beispielen. Dieses Vorgehen kann sinnvoll sein, etwa wenn Sicherheit, Grundwissen oder klare Abläufe im Vordergrund stehen. Handlungsorientierter Unterricht setzt jedoch stärker bei einer bedeutsamen Situation an. Du sollst eine Aufgabe verstehen, Informationen beschaffen, Entscheidungen treffen, handeln, kontrollieren und bewerten.
Der Unterschied liegt also nicht darin, dass die Lehrkraft nichts mehr erklärt. Vielmehr verändert sich die Rolle der Lehrkraft: Sie gestaltet Lernumgebungen, gibt Orientierung, stellt Materialien bereit, berät Gruppen, sichert Ergebnisse und unterstützt die Reflexion.
Zentrale Merkmale
Schüleraktivität und Verantwortung
Im handlungsorientierten Unterricht übernehmen Lernende Verantwortung für ihren Lernprozess. Du wählst gegebenenfalls Wege, Materialien, Sozialformen, Medien oder Teilprodukte aus. Dadurch entsteht Lernerautonomie. Die Lehrkraft bleibt verantwortlich für Zielklarheit, fachliche Qualität, Zeitstruktur, Sicherheit und Auswertung. Gute Handlungsorientierung braucht deshalb eine Balance aus Öffnung und Steuerung.
Lebensweltbezug und Authentizität
Handlungsorientierte Aufgaben haben einen erkennbaren Bezug zu Lebenswelt, Berufswelt, Gesellschaft, Kultur oder Alltag. Eine Aufgabe wirkt authentisch, wenn Du erkennst, wozu sie gebraucht wird. Beispiele sind die Planung einer Ausstellung für die Schule, eine Debatte zu einem kommunalen Thema, ein Experiment zur Wasserqualität, ein Interview mit Expertinnen und Experten oder die Entwicklung eines Informationsflyers für jüngere Lernende.
Produktorientierung
Ein Handlungsprodukt macht Lernen sichtbar. Es kann materiell, sprachlich, medial, sozial oder performativ sein. Wichtig ist, dass das Produkt nicht nur "schön" ist, sondern fachliche Qualität zeigt. Ein gutes Produkt beantwortet eine Frage, löst ein Problem, erklärt einen Zusammenhang, macht eine Position begründet sichtbar oder ermöglicht anderen Menschen eine Handlung.
Kooperation und Kommunikation
Handlungsorientierter Unterricht nutzt oft Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Projektarbeit, Lernatelier, Stationenlernen, Planspiel, Rollenspiel oder Werkstattunterricht. Kooperation ist dabei kein Selbstläufer. Gruppen brauchen klare Rollen, gemeinsame Ziele, transparente Kriterien und Zeit für Auswertung. Besonders wichtig sind Kommunikation, Feedback, Konfliktlösung und Verantwortung für das gemeinsame Ergebnis.

Reflexion und Transfer
Handeln allein führt nicht automatisch zu Lernen. Deshalb braucht handlungsorientierter Unterricht eine bewusste Reflexion. Du fragst: Was haben wir getan? Warum haben wir so entschieden? Welche fachlichen Begriffe erklären unser Ergebnis? Was ist gelungen? Was würden wir verbessern? Wo können wir das Gelernte erneut anwenden? Erst durch diese Auswertung entsteht Transfer, also die Fähigkeit, Wissen und Können auf neue Situationen zu übertragen.
Modell der vollständigen Handlung
Überblick
In der Berufspädagogik ist das Modell der vollständigen Handlung besonders wichtig. Es beschreibt einen vollständigen Lern- und Arbeitsprozess in sechs Phasen. Diese Phasen helfen Dir, komplexe Aufgaben nicht ungeordnet, sondern bewusst und nachvollziehbar zu bearbeiten.
- Informieren: Du klärst Auftrag, Ziel, Problem, Vorwissen, Materialien, Rahmenbedingungen und Bewertungskriterien.
- Planen: Du entwickelst Vorgehensweisen, Arbeitsschritte, Zeitplan, Rollen, Methoden und benötigte Ressourcen.
- Entscheiden: Du vergleichst Lösungswege und legst begründet fest, wie Du vorgehen willst.
- Ausführen: Du setzt den Plan um, erstellst das Produkt, dokumentierst Zwischenschritte und nutzt Unterstützung.
- Kontrollieren: Du prüfst Ergebnis und Prozess anhand von Kriterien, Rückmeldungen oder Messwerten.
- Bewerten: Du reflektierst Qualität, Lernzuwachs, Zusammenarbeit, Fehler, Verbesserungen und Transfermöglichkeiten.
Bedeutung für den Unterricht
Das Modell zeigt, dass Handlungskompetenz nicht nur bedeutet, etwas auszuführen. Du lernst, eine Situation zu analysieren, Ziele zu setzen, Informationen zu bewerten, Entscheidungen zu begründen, Verantwortung zu übernehmen, Ergebnisse zu prüfen und aus Erfahrungen zu lernen. Deshalb ist das Modell besonders geeignet für Berufsbildung, Projektprüfung, Praxislernen, Service Learning und kompetenzorientierten Unterricht.
Planung handlungsorientierten Unterrichts
Von der Lernaufgabe zum Handlungsprodukt
Eine gute handlungsorientierte Lernaufgabe beginnt mit einer herausfordernden Situation. Die Situation muss fachlich ergiebig, altersangemessen, verständlich und offen genug sein. Zu viel Offenheit kann überfordern, zu enge Vorgaben machen die Aufgabe mechanisch. Die Planung sollte deshalb vom gewünschten Lernprodukt und vom angestrebten Kompetenzzuwachs rückwärts gedacht werden.
| Planungsschritt | Leitfrage | Beispiel |
|---|---|---|
| Lernziel | Was sollen Lernende verstehen, können und beurteilen? | Lernende erklären Ursachen und Folgen von Mikroplastik. |
| Handlungssituation | Welche realistische Situation macht das Thema bedeutsam? | Die Schule möchte Plastikmüll reduzieren. |
| Handlungsprodukt | Welches Ergebnis zeigt fachliches Lernen sichtbar? | Eine Ausstellung mit Daten, Experimenten und Handlungsvorschlägen. |
| Material | Welche Quellen, Werkzeuge und Hilfen brauchen Lernende? | Texte, Messdaten, Versuchsanleitungen, Interviewfragen. |
| Reflexion | Wie wird aus Erfahrung gesichertes Lernen? | Lerntagebuch, Kriterienraster, Feedbackrunde, Transferfrage. |
Rolle der Lehrkraft
Die Lehrkraft wird im handlungsorientierten Unterricht zur Lernbegleitung. Das bedeutet nicht, dass sie passiv ist. Sie analysiert Voraussetzungen, formuliert Aufgaben, sichert Fachlichkeit, sorgt für klare Kriterien, unterstützt Gruppenprozesse, erklärt bei Bedarf, gibt Feedback und schafft Phasen der Ergebnissicherung. Gute Lernbegleitung erkennt, wann Lernende Freiraum brauchen und wann Struktur notwendig ist.
Rolle der Lernenden
Lernende werden zu aktiven Gestalterinnen und Gestaltern ihres Lernprozesses. Du bist nicht nur Empfänger von Informationen, sondern arbeitest an einer Aufgabe, triffst Entscheidungen, kooperierst, dokumentierst, präsentierst und reflektierst. Dabei lernst Du auch, mit Unsicherheit umzugehen, Fehler als Lernchancen zu nutzen und Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen.
Methoden und Beispiele
Geeignete Methoden
Handlungsorientierung kann in vielen Unterrichtsmethoden sichtbar werden. Besonders geeignet sind Projektunterricht, Planspiel, Rollenspiel, Fallanalyse, Experiment, Werkstattunterricht, Stationenlernen, Lernzirkel, Exkursion, Erkundung, Interview, Schülerfirma, Debatte, Portfolioarbeit, Design Thinking, Service Learning, Problemorientierter Unterricht und Forschendes Lernen.
Fachübergreifende Beispiele
- Deutschunterricht: Du entwickelst aus einer literarischen Vorlage eine Szenische Interpretation, inszenierst eine Schlüsselszene und begründest Deine Deutung.
- Politische Bildung: Du planst eine Schulaktion zur Demokratiebildung, recherchierst Positionen, führst Interviews und wertest die Wirkung aus.
- Mathematikunterricht: Du vermisst einen realen Raum, berechnest Materialbedarf und erstellst einen begründeten Kostenplan.
- Biologieunterricht: Du untersuchst ein lokales Ökosystem, dokumentierst Beobachtungen und formulierst Schutzmaßnahmen.
- Geschichtsunterricht: Du erstellst eine Ausstellung zu Quellen aus der Region und erklärst, wie Geschichtskultur entsteht.
- Berufliche Bildung: Du bearbeitest einen Kundenauftrag, planst Arbeitsschritte, führst sie aus und reflektierst Qualität sowie Wirtschaftlichkeit.
Digital handlungsorientiert lernen
Digitale Medien können handlungsorientierten Unterricht unterstützen, wenn sie nicht nur präsentiert, sondern zum Gestalten, Recherchieren, Kooperieren und Reflektieren genutzt werden. Beispiele sind ein kollaboratives Wiki, ein digitales Portfolio, ein Podcast, ein Erklärvideo, eine Simulation, eine Datenanalyse, eine digitale Mindmap, eine Lernplattform oder eine interaktive Ausstellung mit QR-Codes. Entscheidend bleibt die didaktische Frage: Welche Handlung wird durch das Medium möglich oder besser?
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Chancen und Grenzen
Chancen
Handlungsorientierter Unterricht kann Motivation stärken, weil Lernende einen Sinn in der Aufgabe erkennen. Er fördert nachhaltiges Verstehen, weil Wissen angewendet und überprüft wird. Er stärkt Kooperation, Kommunikation, Selbstständigkeit, Kreativität, Problemlösekompetenz und Urteilsfähigkeit. Besonders wertvoll ist, dass Lernende nicht nur fertige Antworten übernehmen, sondern eigene Lösungswege entwickeln und begründen.
Grenzen und Stolpersteine
Handlungsorientierung braucht Zeit, klare Planung und gute Ergebnissicherung. Ohne fachliche Tiefe kann sie in bloße Aktivität abrutschen. Ohne Reflexion bleibt sie beim Tun stehen. Ohne Kriterien wird Bewertung beliebig. Ohne Differenzierung können Lernende überfordert oder unterfordert sein. Deshalb ist es wichtig, Aufgaben sorgfältig zu strukturieren, Unterstützung anzubieten und Lernprodukte anhand transparenter Kriterien zu bewerten.
Inklusion und Differenzierung
Handlungsorientierter Unterricht bietet viele Chancen für Inklusion, weil Lernende unterschiedliche Zugänge nutzen können: sprechen, schreiben, bauen, zeichnen, messen, präsentieren, recherchieren, moderieren oder dokumentieren. Differenzierung gelingt durch Wahlaufgaben, Hilfekarten, Rollen, unterschiedliche Produktformate, abgestufte Materialien, kooperative Lernformen und individuelle Reflexionsfragen. Gleichzeitig muss die Lehrkraft darauf achten, dass alle Lernenden fachlich anspruchsvoll beteiligt sind.
Qualitätskriterien
Ein handlungsorientierter Unterricht ist besonders gelungen, wenn Aufgabe, Handlung, Produkt und Reflexion fachlich zusammenhängen. Eine hilfreiche Prüffrage lautet: Könnte man das Produkt bewerten, ohne den Lernprozess verstanden zu haben? Falls ja, fehlt möglicherweise die Reflexion. Könnte man die Handlung durchführen, ohne Fachwissen zu brauchen? Falls ja, fehlt möglicherweise die fachliche Tiefe.
| Qualitätsbereich | Prüffrage | Hinweis |
|---|---|---|
| Fachlichkeit | Wird ein zentraler fachlicher Zusammenhang erarbeitet? | Begriffe und Konzepte müssen gesichert werden. |
| Handlungssinn | Ist die Aufgabe für Lernende nachvollziehbar bedeutsam? | Die Situation sollte realistisch oder plausibel sein. |
| Selbstständigkeit | Gibt es echte Entscheidungen? | Lernende brauchen Wahlmöglichkeiten und Verantwortung. |
| Kooperation | Ist Zusammenarbeit notwendig und sinnvoll strukturiert? | Rollen, Regeln und Feedback unterstützen Gruppen. |
| Reflexion | Wird das Handeln ausgewertet und verallgemeinert? | Reflexion verbindet Erfahrung mit Erkenntnis. |
| Transfer | Können Lernende das Gelernte in neue Situationen übertragen? | Transferfragen sichern nachhaltiges Lernen. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was steht im Zentrum des handlungsorientierten Unterrichts? (Ein sinnvolles Handlungsprodukt) (!Eine möglichst lange Lehrererklärung) (!Das fehlerfreie Abschreiben eines Textes) (!Eine reine Stillarbeitsphase ohne Auswertung)
Welche Formel beschreibt den ganzheitlichen Anspruch besonders gut? (Kopf, Herz und Hand) (!Tafel, Heft und Test) (!Frage, Antwort und Note) (!Regel, Ausnahme und Kontrolle)
Welche Phase gehört zum Modell der vollständigen Handlung? (Informieren) (!Ignorieren) (!Dekorieren) (!Auswendiglernen)
Was macht eine Aufgabe besonders handlungsorientiert? (Sie verbindet eine reale Handlungssituation mit Reflexion) (!Sie vermeidet jede Zusammenarbeit) (!Sie besteht nur aus Wiederholungsfragen) (!Sie hat immer nur eine vorgegebene Lösung ohne Begründung)
Welche Rolle übernimmt die Lehrkraft besonders stark? (Lernbegleitung) (!Alleinige Produzentin aller Ergebnisse) (!Zuschauerin ohne Verantwortung) (!Prüferin ohne Unterrichtsplanung)
Warum ist Reflexion im handlungsorientierten Unterricht wichtig? (Sie verbindet praktisches Tun mit fachlichem Lernen) (!Sie ersetzt jedes Fachwissen) (!Sie macht Planung überflüssig) (!Sie verhindert Kooperation)
Welches Beispiel ist ein Handlungsprodukt? (Eine Ausstellung mit begründeten Ergebnissen) (!Ein leerer Arbeitsauftrag) (!Eine unkommentierte Materialsammlung) (!Eine zufällige Pause)
Was bedeutet Produktorientierung im Unterricht? (Lernen wird durch ein sichtbares Ergebnis nachvollziehbar) (!Nur die äußere Gestaltung zählt) (!Die Lernenden dürfen nichts selbst entscheiden) (!Der Prozess wird grundsätzlich ignoriert)
Welche Kompetenz wird durch Gruppenplanung besonders gefördert? (Sozialkompetenz) (!Schlafkompetenz) (!Abschreibkompetenz) (!Zufallskompetenz)
Wann ist praktische Aktivität nicht automatisch handlungsorientiert? (Wenn sie ohne fachliche Zielklärung und Reflexion bleibt) (!Wenn Lernende etwas herstellen) (!Wenn ein Produkt präsentiert wird) (!Wenn eine Aufgabe lebensnah ist)
Memory
| Handlungsprodukt | Sichtbares Ergebnis einer Lernhandlung |
| Reflexion | Auswertung von Prozess und Ergebnis |
| Lernbegleitung | Unterstützende Rolle der Lehrkraft |
| Kooperation | Gemeinsames Arbeiten an einem Ziel |
| Transfer | Anwendung des Gelernten in neuen Situationen |
| Handlungssituation | Ausgangspunkt mit Lebensweltbezug |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Phase der vollständigen Handlung |
|---|---|
| Auftrag klären und Informationen sammeln | Informieren |
| Arbeitsschritte und Materialien festlegen | Planen |
| Lösungsweg begründet auswählen | Entscheiden |
| Arbeitsplan praktisch umsetzen | Ausführen |
| Ergebnis mit Kriterien vergleichen | Kontrollieren |
| Lernweg auswerten und verbessern | Bewerten |
Kreuzworträtsel
| Produkt | Wie nennt man ein sichtbares Ergebnis einer Lernaufgabe? |
| Planung | Welche Phase bereitet Arbeitsschritte und Materialien vor? |
| Reflexion | Wie heißt das Nachdenken über Ergebnis und Vorgehen? |
| Kooperation | Wie nennt man zielgerichtetes Zusammenarbeiten? |
| Induktion | Wie nennt man das Ableiten eines allgemeinen Prinzips aus einem konkreten Fall? |
| Projektarbeit | Welche Unterrichtsform verbindet Selbstorganisation, Produkt und längere Arbeitsphase? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Begriffsplakat: Gestalte ein Plakat, das Handlungsorientierter Unterricht, Handlungsprodukt, Reflexion und Lernbegleitung mit eigenen Worten erklärt.
- Unterrichtsbeobachtung: Beobachte eine Unterrichtsstunde oder ein Lernvideo und notiere, welche Elemente handlungsorientiert sind und welche fehlen.
- Produktgalerie: Sammle fünf mögliche Handlungsprodukte für ein Fach Deiner Wahl und beschreibe, welches Lernen daran sichtbar wird.
- Reflexionskarte: Entwickle eine kleine Karte mit fünf Fragen, die Lernende nach einer praktischen Aufgabe zur Reflexion nutzen können.
Standard
- Lernaufgabe: Entwickle eine handlungsorientierte Aufgabe zu einem Unterrichtsthema und formuliere Handlungssituation, Ziel, Produkt und Reflexionsfragen.
- Methodenvergleich: Vergleiche Projektunterricht, Stationenlernen und Planspiel danach, wie stark sie Selbstständigkeit, Kooperation und Transfer fördern.
- Kriterienraster: Erstelle ein Bewertungsraster für ein Handlungsprodukt, das Fachlichkeit, Prozess, Kooperation, Gestaltung und Reflexion berücksichtigt.
- Interview: Befrage eine Lehrkraft oder Ausbilderin zu Chancen und Schwierigkeiten handlungsorientierten Unterrichts und fasse die Ergebnisse strukturiert zusammen.
Schwer
- Unterrichtsplanung: Plane eine vollständige Unterrichtssequenz nach dem Modell der vollständigen Handlung mit mindestens drei Unterrichtsstunden.
- Schulprojekt: Entwickle ein reales Projekt für Deine Schule oder Lerngruppe, bei dem Lernende ein Problem untersuchen und ein öffentlich nutzbares Produkt erstellen.
- Fallanalyse: Analysiere eine Unterrichtssituation, in der Gruppenarbeit misslingt, und entwickle konkrete Maßnahmen für bessere Kooperation und Lernsteuerung.
- Transferkonzept: Entwirf ein Konzept, wie handlungsorientierter Unterricht in einem digitalen oder hybriden Lernsetting umgesetzt werden kann.

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Lernkontrolle
- Unterrichtsentwurf: Entwickle aus einem traditionellen Arbeitsblatt eine handlungsorientierte Lernaufgabe und begründe, welche Kompetenzen dadurch stärker gefördert werden.
- Reflexionsanalyse: Untersuche ein selbst gewähltes Lernprodukt und erkläre, welche Reflexionsfragen nötig sind, damit aus dem Produkt fachliches Lernen sichtbar wird.
- Kompetenztransfer: Beschreibe eine Situation außerhalb der Schule, in der Du die im handlungsorientierten Unterricht erworbenen Kompetenzen anwenden kannst.
- Qualitätsurteil: Bewerte eine Projektidee anhand der Kriterien Fachlichkeit, Handlungssinn, Selbstständigkeit, Kooperation, Reflexion und Transfer.
- Rollenwechsel: Formuliere aus Sicht einer Lehrkraft und aus Sicht einer lernenden Person, welche Unterstützung in den sechs Phasen der vollständigen Handlung notwendig ist.
- Didaktische Entscheidung: Entscheide begründet, wann handlungsorientierter Unterricht sinnvoll ist und wann eine stärker instruktive Phase notwendig sein kann.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis erstellst Du ein kleines Portfolio. Es enthält eine eigene handlungsorientierte Lernaufgabe, ein mögliches Handlungsprodukt, ein Kriterienraster, eine Reflexion über Chancen und Grenzen sowie eine kurze Transferaufgabe. Das Portfolio soll zeigen, dass Du Handlungsorientierung nicht nur beschreiben, sondern didaktisch begründet planen, durchführen und auswerten kannst.
OERs zum Thema
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