Hörspiel im Unterricht - Deutsch Kunst Medienbildung Klasse 5-6


Hörspiel im Unterricht - Deutsch Kunst Medienbildung Klasse 5-6
Einleitung
Ein Hörspiel ist eine erzählte Geschichte, die nur mit Stimme, Geräusch, Musik, Stille und Schnitt gestaltet wird. Anders als beim Film siehst Du keine Bilder. Alles, was geschieht, entsteht in Deinem Kopf. Genau deshalb eignet sich das Hörspiel besonders gut für den Deutschunterricht, für Kunst und für Medienbildung in Klasse 5–6: Du liest und schreibst Texte, entwickelst Figuren, gestaltest Klangräume, arbeitest kreativ im Team und lernst, Medien bewusst zu produzieren.
In diesem aiMOOC planst, schreibst, gestaltest und reflektierst Du ein eigenes kurzes Hörspiel. Du lernst, wie aus einer Idee ein Manuskript, aus einem Manuskript eine Aufnahme und aus einer Aufnahme ein fertiges Audioprodukt wird. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Sprache, Fantasie, Zuhören, Bildgestaltung im Kopf und verantwortlichen Umgang mit Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht und Creative Commons.
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Was ist ein Hörspiel?
Ein Hörspiel ist eine akustische, dramatisierte Erzählung. Es arbeitet mit verteilten Sprecherrollen, Dialog, Erzählstimme, Geräuschen, Musik, Atmo, Stille und technischer Gestaltung. Ein Hörbuch liest meistens einen Text vor. Ein Hörspiel inszeniert eine Geschichte: Figuren sprechen miteinander, Geräusche zeigen Orte und Handlungen, Musik erzeugt Stimmung und Schnitte verbinden einzelne Szenen.
Hörspiel, Hörbuch und Podcast
Hörspiel, Hörbuch und Podcast werden oft verwechselt, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte. Beim Hörbuch steht meist ein vorhandener Text im Mittelpunkt. Ein Podcast ist häufig ein Gesprächs-, Wissens- oder Erzählformat in Folgen. Ein Hörspiel ist eher wie ein Theaterstück für die Ohren: Du hörst Figuren, Räume, Bewegungen, Konflikte und Stimmungen. Das Publikum muss genau zuhören und ergänzt die fehlenden Bilder durch eigene Vorstellungskraft.
Warum Hörspiele im Unterricht?
Ein Hörspielprojekt verbindet viele Kompetenzen. Im Deutschunterricht übst Du Erzählen, Beschreiben, Dialogschreiben, deutliches Sprechen und Überarbeiten. In Kunst entwirfst Du Klangbilder, Figuren, Szenenräume und vielleicht auch ein Cover. In Medienbildung lernst Du Aufnahme, Schnitt, Dateiformate, Quellenangaben, Rechteklärung und Veröffentlichung. Außerdem trainierst Du Teamarbeit, Feedback, Planung und Präsentation.
Bausteine eines Hörspiels
Ein gutes Hörspiel entsteht aus mehreren Bausteinen. Jeder Baustein hat eine eigene Aufgabe. Erst zusammen ergeben sie eine spannende akustische Geschichte.
Idee und Thema
Am Anfang steht eine Idee. Sie kann aus einem Bild, einem Gegenstand, einem Geräusch, einem Gedicht, einem Märchen, einem Comic, einer Alltagssituation oder einem Kunstwerk entstehen. Für Klasse 5–6 eignen sich besonders kurze Geschichten mit einem klaren Anfang, einem Problem, einer überraschenden Wendung und einem verständlichen Ende. Das Thema sollte nicht zu groß sein. Eine Szene im Schulflur, ein geheimnisvoller Dachboden oder ein Streit im Museum reichen oft aus, um ein spannendes Mini-Hörspiel zu entwickeln.
Figuren und Rollen
Figuren brauchen erkennbare Ziele, Eigenschaften und Stimmen. Eine Figur kann mutig, ängstlich, neugierig, witzig, streng oder geheimnisvoll sein. Für ein kurzes Unterrichts-Hörspiel reichen meistens zwei bis fünf Figuren. Wichtig ist, dass jede Rolle etwas zur Handlung beiträgt. Auch ein Erzähler oder eine Erzählerin kann helfen, Orte, Zeitsprünge oder Gedanken zu erklären.
Handlung und Spannung
Die Handlung sollte klar aufgebaut sein. Eine einfache Struktur hilft beim Schreiben: Ausgangssituation, Auslöser, Konflikt, Höhepunkt und Lösung. Spannung entsteht, wenn die Zuhörenden Fragen haben: Was ist passiert? Wer steckt dahinter? Schafft die Figur ihr Ziel? Was bedeutet dieses Geräusch? Ein Cliffhanger am Ende einer Szene kann neugierig machen, sollte aber zur Geschichte passen.
Sprache und Dialog
Der Dialog ist im Hörspiel besonders wichtig. Figuren erklären nicht alles, sondern zeigen durch ihre Sprache, was sie denken, fühlen und wollen. Gute Dialoge klingen lebendig, sind aber kürzer als echte Gespräche. Jede Figur sollte anders sprechen: zum Beispiel vorsichtig, schnell, übertrieben höflich, frech oder sachlich. Achte darauf, dass die Zuhörenden verstehen, wer gerade spricht. Namen, Reaktionen und typische Sprechweisen helfen dabei.
Geräusche und Atmo
Geräusche erzählen mit. Eine knarrende Tür, Schritte auf Kies, Regen am Fenster oder ein leises Flüstern können einen Ort sofort hörbar machen. Atmo bezeichnet eine Hintergrundstimmung: Pausenhof, Wald, Bahnhof, Museum, Küche oder Gewitter. Geräusche dürfen nicht wahllos eingesetzt werden. Sie sollen die Geschichte verständlicher, spannender oder glaubwürdiger machen.

Musik und Stille
Musik kann Spannung, Freude, Trauer, Gefahr oder Geheimnis erzeugen. Sie sollte sparsam verwendet werden, damit sie die Stimmen nicht überdeckt. Stille ist ebenfalls ein starkes Gestaltungsmittel. Eine kurze Pause kann zeigen, dass eine Figur erschrickt, nachdenkt oder etwas Bedrohliches hört. Im Hörspiel ist Stille nicht einfach nichts, sondern kann Bedeutung tragen.
Technik und Schnitt
Beim Aufnehmen und Schneiden arbeitest Du mit Mikrofon, Aufnahmegerät, Audiodatei, Tonspur, Lautstärke, Schnitt und Export. Wichtig ist eine ruhige Aufnahmeumgebung. Sprich deutlich und nicht zu schnell. Halte genug Abstand zum Mikrofon, vermeide Rascheln und teste vorher die Lautstärke. Beim Schnitt entfernst Du Versprecher, ordnest Szenen, ergänzt Geräusche und achtest darauf, dass Stimmen gut verständlich bleiben.

Hörspielproduktion Schritt für Schritt
Schritt 1: Hören und untersuchen
Bevor Du selbst produzierst, hörst Du kurze Ausschnitte aus Hörspielen, Podcasts oder Radiobeiträgen. Achte auf Stimmen, Geräusche, Musik, Tempo, Pausen und Szenenwechsel. Notiere, was Du hörst und welche Wirkung es hat. So lernst Du, dass ein Hörspiel nicht zufällig klingt, sondern bewusst gestaltet ist.
Schritt 2: Idee sammeln
Sammelt in der Gruppe Ideen. Nutzt zum Beispiel ein Bild, ein Kunstwerk, eine geheimnisvolle Tonaufnahme oder einen Satzanfang. Gute Satzanfänge sind: „Als die Tür zum Kunstraum plötzlich aufging ...“, „Niemand wusste, warum das Mikrofon noch lief ...“ oder „Im Museum hörte Mia ein Flüstern aus dem Gemälde ...“. Entscheidet Euch für eine Idee, die Ihr in drei bis fünf Minuten erzählen könnt.
Schritt 3: Szenenplan erstellen
Ein Szenenplan ist die Landkarte Eures Hörspiels. Er zeigt, welche Szene an welchem Ort spielt, welche Figuren vorkommen, was passiert und welche Geräusche gebraucht werden. Der Szenenplan verhindert, dass Ihr beim Schreiben den Überblick verliert. Für ein kurzes Hörspiel reichen drei bis sechs Szenen.
Schritt 4: Manuskript schreiben
Das Manuskript enthält Rollen, Dialoge, Geräusche, Musikhinweise und Pausen. Im Hörspielmanuskript steht nicht nur, was gesagt wird, sondern auch, wie etwas klingt. Beispiel: „GERÄUSCH: Tür knarrt langsam.“ oder „MUSIK: kurze geheimnisvolle Fläche, dann ausblenden.“ Achtet auf klare Rollenbezeichnungen und kurze Regieanweisungen.
Schritt 5: Proben und Feedback geben
Vor der Aufnahme solltet Ihr laut proben. Prüft, ob die Dialoge verständlich sind, ob die Szenen logisch verbunden sind und ob die Stimmen zu den Figuren passen. Gebt Euch freundliches, genaues und hilfreiches Feedback. Statt „Das war schlecht“ ist besser: „Ich konnte nicht erkennen, wer in Szene 2 spricht. Vielleicht braucht die Figur eine typische Begrüßung.“
Schritt 6: Aufnehmen
Nehmt Stimmen und Geräusche möglichst sauber auf. Achtet auf Ruhe, Abstand zum Mikrofon und deutliche Aussprache. Wenn etwas schiefgeht, beginnt den Satz neu und lasst kurz Pause. Dann kann der Fehler später leichter herausgeschnitten werden. Notiert, welche Datei zu welcher Szene gehört.
Schritt 7: Schneiden und gestalten
Beim Audioschnitt fügt Ihr die Aufnahmen zusammen. Stimmen, Geräusche, Musik und Stille werden auf mehreren Tonspuren angeordnet. Achtet darauf, dass keine Musik zu laut ist und dass wichtige Wörter verständlich bleiben. Weniger ist oft mehr: Ein gezielt eingesetztes Geräusch wirkt stärker als eine überfüllte Tonspur.
Schritt 8: Präsentieren und reflektieren
Am Ende hört Ihr die fertigen Hörspiele gemeinsam an. Danach reflektiert Ihr: Was ist gut gelungen? Wo war die Handlung verständlich? Welche Geräusche waren besonders wirkungsvoll? Was würdet Ihr beim nächsten Mal verbessern? Eine gute Reflexion bewertet nicht nur das Ergebnis, sondern auch den Arbeitsprozess.
Kunst und Gestaltung im Hörspiel
Kunst spielt im Hörspiel eine größere Rolle, als man zuerst denkt. Zwar sieht das Publikum keine Bilder, aber die Produktion arbeitet stark mit Vorstellung, Atmosphäre und Gestaltung. Du kannst ein Storyboard als Bildfolge zeichnen, ein Cover entwerfen, Figuren skizzieren oder Klangfarben mit Farben vergleichen. Eine dunkle, tiefe Klangfläche kann zum Beispiel wie ein schwarzer Hintergrund wirken. Helle Glockentöne können eine Szene leicht und geheimnisvoll machen.
Klangbilder entwickeln
Ein Klangbild beschreibt, wie ein Ort oder eine Stimmung klingt. Überlege: Wie klingt ein leeres Museum nachts? Wie klingt ein Schulhof kurz vor der Pause? Wie klingt ein Wald im Nebel? Du kannst Geräusche sammeln, selbst erzeugen oder mit Gegenständen nachbauen. Papier kann Feuer andeuten, Reis in einer Dose kann Regen klingen lassen, Schritte auf verschiedenen Untergründen erzählen, wo eine Figur geht.
Cover und Plakat
Zu einem Hörspiel gehört oft auch eine visuelle Gestaltung. Ein Cover oder Plakat macht neugierig, ohne zu viel zu verraten. Es sollte Titel, Autorenteam, eine passende Bildidee und die Stimmung des Hörspiels zeigen. In Klasse 5–6 kannst Du mit Zeichnung, Collage, Fotografie oder digitaler Bildgestaltung arbeiten. Achte auch hier auf Rechte: Verwende eigene Bilder oder frei nutzbare Materialien mit korrekter Quellenangabe.
Medienbildung und Verantwortung
Urheberrecht und freie Inhalte
Bei einem Hörspiel brauchst Du Texte, Stimmen, Geräusche, Musik und Bilder. Nicht alles, was im Internet steht, darf einfach verwendet werden. Das Urheberrecht schützt Werke wie Musik, Texte, Fotos und Geräusche. Nutze daher eigene Aufnahmen oder Inhalte mit passender freier Lizenz. Creative Commons hilft dabei, erlaubte Nutzungen zu erkennen. Wichtig sind genaue Quellenangaben und die Beachtung der Lizenzbedingungen.
Persönlichkeitsrechte und Datenschutz
Wenn Stimmen aufgenommen werden, geht es auch um Persönlichkeitsrechte. Niemand sollte ohne Zustimmung aufgenommen oder veröffentlicht werden. Klärt in der Klasse, ob das Hörspiel nur intern vorgespielt oder öffentlich veröffentlicht wird. Vermeidet echte private Daten wie Nachnamen, Adressen, Telefonnummern oder peinliche Informationen über andere Personen.
Faire Teamarbeit
Ein Hörspiel entsteht im Team. Mögliche Rollen sind Autorin oder Autor, Regie, Sprecherin oder Sprecher, Geräuschemacher, Tontechnik, Schnitt, Covergestaltung und Moderation. Gute Teams planen Aufgaben, halten Absprachen ein und lösen Konflikte respektvoll. Jede Aufgabe ist wichtig. Auch wer nicht gern spricht, kann Geräusche, Schnitt, Cover oder Organisation übernehmen.
Beispiel für ein Hörspielmanuskript
Titel: Das Flüstern im Kunstraum
Szene 1: Flur vor dem Kunstraum
GERÄUSCH: Schritte auf Fliesen. Entferntes Pausenklingeln.
MIA: Komisch. Warum ist die Tür zum Kunstraum offen?
LEO: Vielleicht hat Herr Brandt vergessen abzuschließen.
GERÄUSCH: Tür knarrt langsam.
MIA: Hast du das gehört?
LEO: Was denn?
STIMME AUS DEM RAUM: Malt mich fertig ...
MUSIK: kurzer geheimnisvoller Klang, dann Stille.
Dieses Beispiel zeigt, wie Dialog, Geräusch, Musik und Stille zusammenarbeiten. Die Szene verrät wenig, macht aber neugierig. Die Zuhörenden wissen sofort: Es gibt einen Ort, zwei Figuren, ein Rätsel und eine unheimliche Stimmung.
Methoden für den Unterricht
Hörprotokoll
Ein Hörprotokoll hilft beim genauen Zuhören. Du notierst während des Hörens, welche Stimmen, Geräusche, Musik und Pausen vorkommen. Danach beschreibst Du die Wirkung. So erkennst Du, mit welchen Mitteln Spannung, Humor oder Orientierung erzeugt werden.
Geräusche-Labor
Im Geräusche-Labor probierst Du aus, wie Alltagsgegenstände klingen. Du kannst Papier, Wasser, Steine, Stifte, Stoff, Schlüssel, Dosen oder Holz verwenden. Ziel ist nicht, möglichst laut zu sein, sondern ein passendes und verständliches Geräusch zu finden. Anschließend beschreibt die Klasse, welches Bild im Kopf entstanden ist.
Rollenlesung
Bei einer Rollenlesung liest jede Person eine Rolle. Ihr achtet auf Betonung, Tempo, Pausen, Lautstärke und Gefühle. Danach überarbeitet Ihr den Text. Wenn ein Dialog beim lauten Lesen unnatürlich klingt, sollte er geändert werden.
Schnittwerkstatt
In der Schnittwerkstatt bearbeitest Du Tonaufnahmen. Du lernst, Versprecher zu entfernen, Szenen zu ordnen, Lautstärken anzupassen und Geräusche einzufügen. Wichtig ist, dass die Technik der Geschichte dient. Ein Effekt ist nur dann gut, wenn er die Szene verständlicher oder wirkungsvoller macht.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist ein Hörspiel? (Eine akustisch inszenierte Geschichte mit Stimmen, Geräuschen und Musik) (!Ein Film ohne Ton) (!Ein Sachtext mit Bildern) (!Eine reine Liste von Geräuschen)
Wodurch unterscheidet sich ein Hörspiel besonders vom Film? (Es arbeitet ohne sichtbare Bilder) (!Es darf keine Musik enthalten) (!Es hat immer nur eine Sprecherin oder einen Sprecher) (!Es wird nie geschnitten)
Welche Aufgabe hat ein Geräusch im Hörspiel? (Es kann Orte, Handlungen oder Stimmungen hörbar machen) (!Es ersetzt immer alle Dialoge) (!Es macht Quellenangaben überflüssig) (!Es darf nur am Ende vorkommen)
Was gehört in ein Hörspielmanuskript? (Dialoge, Rollen, Geräusche, Musikhinweise und Pausen) (!Nur der Titel und die Namen der Gruppe) (!Nur fertige Audiodateien) (!Nur Bilder und Farben)
Warum ist eine Probe vor der Aufnahme sinnvoll? (Man erkennt, ob Dialoge, Rollen und Szenen verständlich sind) (!Man braucht danach kein Manuskript mehr) (!Man kann dadurch jedes Urheberrecht umgehen) (!Man muss dann keine Geräusche aufnehmen)
Was bedeutet Atmo im Hörspiel? (Eine hörbare Hintergrundstimmung eines Ortes) (!Eine besonders laute Hauptfigur) (!Ein Bild auf dem Cover) (!Eine schriftliche Quellenangabe)
Welche Aussage zum Urheberrecht ist richtig? (Fremde Musik, Texte, Bilder und Geräusche dürfen nicht einfach beliebig verwendet werden) (!Alles aus dem Internet ist automatisch frei nutzbar) (!Quellenangaben sind bei Hörspielen nie nötig) (!Urheberrecht gilt nur für gedruckte Bücher)
Welche Teamrolle passt besonders zur Bearbeitung von Tonspuren? (Tontechnik) (!Kostümbild) (!Pausenaufsicht) (!Tafelanschrieb)
Warum kann Stille im Hörspiel wirkungsvoll sein? (Sie kann Spannung, Nachdenken oder Erschrecken hörbar machen) (!Sie löscht automatisch alle Fehler) (!Sie ersetzt jede Handlung) (!Sie ist nur bei kaputten Mikrofonen sinnvoll)
Was ist ein Szenenplan? (Eine Übersicht über Orte, Figuren, Handlung und benötigte Geräusche) (!Eine zufällige Sammlung von Musikdateien) (!Ein fertiger Vertrag zur Veröffentlichung) (!Ein Plakat ohne Text)
Memory
| Hörspiel | Geschichte für die Ohren |
| Manuskript | Text mit Rollen und Geräuschen |
| Atmo | Hintergrundstimmung eines Ortes |
| Schnitt | Ordnen und Bearbeiten von Ton |
| Geräuschemacher | Person für passende Klänge |
| Creative Commons | Lizenz für freie Nutzung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Idee | Anfang eines Hörspielprojekts |
| Szenenplan | Übersicht über Orte und Handlung |
| Manuskript | Dialoge und Regiehinweise |
| Aufnahme | Stimmen und Geräusche einsprechen |
| Schnitt | Tonspuren bearbeiten und ordnen |
...
Kreuzworträtsel
| Mikrofon | Womit werden Stimmen und Geräusche aufgenommen? |
| Dialog | Wie nennt man das Gespräch zwischen Figuren? |
| Atmo | Wie heißt die hörbare Hintergrundstimmung eines Ortes? |
| Schnitt | Wie nennt man das Bearbeiten und Ordnen von Ton? |
| Stimme | Was ist das wichtigste Mittel der Sprecherinnen und Sprecher? |
| Musik | Was kann Stimmung und Spannung im Hörspiel verstärken? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hörprotokoll: Höre Dir eine kurze Hörspielszene an und notiere mindestens fünf Geräusche, zwei Stimmen und eine Wirkung, die Du beim Zuhören gespürt hast.
- Geräusche sammeln: Erzeuge mit Alltagsgegenständen fünf Geräusche und lasse eine andere Person raten, welche Situation sie darstellen.
- Figurensteckbrief: Entwirf eine Hörspielfigur mit Name, Ziel, Eigenschaft, typischer Sprechweise und einem passenden Geräusch.
- Mini-Dialog: Schreibe einen Dialog von zehn Zeilen zwischen zwei Figuren, ohne direkt zu erklären, wo sie sind. Der Ort soll durch Sprache und Geräusche erkennbar werden.
Standard
- Szenenplan: Entwickle für ein dreiminütiges Hörspiel einen Szenenplan mit mindestens drei Szenen, zwei Figuren und passenden Geräuschen.
- Manuskript schreiben: Schreibe eine vollständige Hörspielszene mit Rollen, Dialogen, Geräuschen, Musikhinweisen und Pausen.
- Covergestaltung: Gestalte ein Cover für ein Hörspiel und erkläre, wie Farben, Formen und Bildmotive zur Stimmung passen.
- Aufnahmeprojekt: Nimm mit Deiner Gruppe eine kurze Szene auf und achte auf deutliche Aussprache, passende Lautstärke und ruhige Umgebung.
Schwer
- Hörspielproduktion: Produziere in einer Gruppe ein vollständiges Hörspiel von drei bis fünf Minuten mit Manuskript, Aufnahme, Schnitt und Präsentation.
- Klangbild zu Kunst: Wähle ein Bild oder Kunstwerk aus und entwickle dazu ein Klangbild mit mindestens acht bewusst ausgewählten Geräuschen.
- Medienkritik: Vergleiche ein Hörspiel mit einem Hörbuch oder Podcast und erkläre die Unterschiede in Gestaltung, Wirkung und Ziel.
- Rechtecheck: Erstelle für ein eigenes Hörspiel eine Quellen- und Rechteübersicht für Musik, Geräusche, Bilder und Stimmen.

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Lernkontrolle
- Transfer: Bild wird Klang: Wähle ein Bild aus dem Kunstunterricht und erkläre, wie Du daraus eine Hörspielszene entwickeln würdest. Beschreibe Figuren, Ort, Geräusche, Stimmung und mögliche Konflikte.
- Analyse: Wirkung von Geräuschen: Höre eine Hörspielszene und erkläre, wie mindestens drei Geräusche die Handlung verständlicher oder spannender machen.
- Begründung: Teamentscheidung: Deine Gruppe möchte bekannte Musik aus dem Internet verwenden. Erkläre, welche Fragen Ihr vor der Nutzung klären müsst und welche Alternativen es gibt.
- Überarbeitung: Dialog verbessern: Überarbeite einen zu langen Dialog so, dass er natürlicher klingt und die Handlung trotzdem verständlich bleibt. Begründe Deine Änderungen.
- Reflexion: Produktionsprozess: Beschreibe, welche Phase der Hörspielproduktion für Eure Gruppe am schwierigsten war, welche Lösung Ihr gefunden habt und was Ihr beim nächsten Projekt anders machen würdet.
- Vergleich: Medienformen: Vergleiche Hörspiel, Film und Comic anhand der Frage, wie Orte, Figuren und Spannung dargestellt werden.
- Gestaltung: Stille einsetzen: Entwickle eine kurze Szene, in der eine Pause oder Stille eine wichtige Bedeutung hat. Erkläre, warum diese Stelle ohne Stille weniger stark wirken würde.
Lernnachweis
Der Lernnachweis besteht aus einem kleinen Hörspielprojekt und einer kurzen Reflexion. Du zeigst damit nicht nur Faktenwissen, sondern auch Gestaltungskompetenz, Teamfähigkeit und Medienverantwortung.
- Produkt: Erstelle allein oder in einer Gruppe ein Hörspiel von drei bis fünf Minuten mit verständlicher Handlung, mindestens zwei Figuren, passenden Geräuschen und bewusst eingesetzter Stille oder Musik.
- Dokumentation: Gib ein Manuskript oder einen Szenenplan ab, in dem Rollen, Orte, Geräusche, Musikhinweise und Arbeitsschritte erkennbar sind.
- Rechteklärung: Notiere, welche Stimmen, Geräusche, Musikstücke und Bilder verwendet wurden und ob sie selbst erstellt oder frei nutzbar sind.
- Reflexion: Erkläre, welche gestalterische Entscheidung besonders wichtig war und wie sie auf die Zuhörenden wirken soll.
- Präsentation: Stelle das Hörspiel vor, höre die Beiträge anderer Gruppen aufmerksam an und gib ein sachliches, hilfreiches Feedback.
OERs zum Thema
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