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Groß- und Kleinschreibung üben - aiMOOC

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Groß- und Kleinschreibung üben - aiMOOC



Groß- und Kleinschreibung üben


Einordnung des aiMOOCs

Dieser aiMOOC hilft Dir dabei, die Groß- und Kleinschreibung im Deutschunterricht sicherer anzuwenden. Du lernst, wann Wörter großgeschrieben werden, wann sie kleingeschrieben werden und wie Du schwierige Fälle Schritt für Schritt prüfst. Besonders wichtig sind dabei Nomen, Substantivierung, Satzanfang, Eigenname, Anredepronomen, Adjektiv, Verb, Artikel und Signalwort. Der Kurs eignet sich für die Grundschule, die Sekundarstufe I, die Deutsch-als-Zweitsprache-Förderung und zum Wiederholen in Ausbildung oder Studium.

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Einleitung

Die deutsche Sprache unterscheidet in der Rechtschreibung zwischen Großschreibung und Kleinschreibung. Das bedeutet: Manche Wörter beginnen mit einem Großbuchstaben, andere mit einem Kleinbuchstaben. Diese Unterscheidung ist nicht nur eine äußere Form. Sie hilft beim Lesen, weil Du schneller erkennst, welche Wörter im Satz eine besondere Rolle spielen. Vor allem Nomen fallen im Deutschen durch Großschreibung auf. Dadurch kannst Du beim Lesen schneller erkennen, worum es in einem Satz geht.

Ein Beispiel zeigt den Unterschied:

Der schnelle Hund läuft durch den Garten.

In diesem Satz werden Der und Hund sowie Garten großgeschrieben. Der steht am Satzanfang. Hund und Garten sind Nomen. Die Wörter schnelle, läuft und durch werden kleingeschrieben, weil sie keine Nomen sind und nicht am Satzanfang stehen. Wenn Du diese Grundidee verstanden hast, kannst Du viele Schreibentscheidungen schon sicher treffen.


Warum ist Groß- und Kleinschreibung wichtig?

Groß- und Kleinschreibung macht Texte verständlicher. Sie zeigt Dir, wo ein Satz beginnt, welche Wörter Nomen sind und wann ein Wort wie ein Nomen verwendet wird. Das ist besonders wichtig, weil im Deutschen nicht nur echte Nomen großgeschrieben werden. Auch Wörter aus anderen Wortarten können großgeschrieben werden, wenn sie wie ein Nomen gebraucht werden. Das nennt man Substantivierung oder Nominalisierung.

Ein Beispiel:

laufen ist normalerweise ein Verb: Wir laufen schnell.

das Laufen ist eine Substantivierung: Das Laufen macht Spaß.

Du siehst: Dasselbe Wort kann einmal kleingeschrieben und einmal großgeschrieben werden. Entscheidend ist nicht nur das Wort selbst, sondern seine Funktion im Satz.


Die wichtigste Grundregel

Die wichtigste Regel lautet: Satzanfänge, Nomen und Eigennamen schreibt man groß. Alle anderen Wörter schreibt man in der Regel klein, wenn sie nicht substantiviert sind.

Diese Grundregel kannst Du in drei Prüfschritten anwenden:

  1. Satzanfang: Steht das Wort am Anfang eines Satzes oder nach einem Punkt, Fragezeichen oder Ausrufezeichen?
  2. Nomen: Bezeichnet das Wort ein Lebewesen, einen Gegenstand, einen Ort, einen Gedanken, ein Gefühl, einen Vorgang oder einen Zustand?
  3. Substantivierung: Wird ein Verb, Adjektiv, Partizip, Pronomen oder Zahlwort wie ein Nomen verwendet?

Wenn Du mindestens eine dieser Fragen mit ja beantworten kannst, ist Großschreibung oft richtig. Wenn keine dieser Fragen passt, ist Kleinschreibung meistens richtig.


Grundlagen der Großschreibung


Satzanfänge

Das erste Wort eines vollständigen Satzes wird großgeschrieben. Das gilt nach einem Punkt, nach einem Fragezeichen, nach einem Ausrufezeichen und meistens auch am Anfang einer Überschrift.

Beispiele:

  1. Aussagesatz: Heute übe ich die Groß- und Kleinschreibung.
  2. Fragesatz: Warum schreibt man Nomen groß?
  3. Ausrufesatz: Achte auf die Satzanfänge!

Auch nach einer direkten Rede beginnt ein neuer Satz groß, wenn die Rede als eigener Satz weitergeht:

Lina sagt: „Morgen schreibe ich sorgfältiger.“


Nomen und Substantive

Nomen nennt man auch Substantive, Namenwörter oder Hauptwörter. Sie bezeichnen zum Beispiel Menschen, Tiere, Dinge, Orte, Pflanzen, Gefühle, Gedanken, Vorgänge oder Zustände. Im Deutschen werden Nomen großgeschrieben.

Beispiele:

  1. Mensch: Kind, Lehrerin, Freund
  2. Tier: Hund, Katze, Amsel
  3. Ding: Heft, Stift, Tisch
  4. Ort: Schule, Park, Berlin
  5. Gefühl: Freude, Angst, Mut
  6. Gedanke: Idee, Wunsch, Plan
  7. Vorgang: Regen, Spiel, Gespräch

Nomen können oft einen Artikel haben: der, die, das, ein oder eine. Diese Artikelprobe ist nützlich, aber nicht immer ausreichend. Du solltest zusätzlich prüfen, ob das Wort wirklich als Nomen verwendet wird.


Eigennamen

Eigennamen werden großgeschrieben. Sie benennen einzelne Personen, Tiere, Orte, Länder, Gebirge, Flüsse, Meere, Einrichtungen, Marken, Werke oder Ereignisse.

Beispiele:

  1. Personenname: Mila, Jonas, Herr Schneider
  2. Ortsname: Hamburg, München, Wien
  3. Ländername: Deutschland, Österreich, Schweiz
  4. Gewässername: Rhein, Donau, Nordsee
  5. Institution: Europäische Union, Rotes Kreuz

Bei mehrteiligen Eigennamen werden die wichtigen Bestandteile großgeschrieben. Artikel, Präpositionen oder Konjunktionen werden nur großgeschrieben, wenn sie am Anfang stehen oder zum offiziellen Namen gehören.


Überschriften und Titel

In Überschriften und Titeln wird das erste Wort großgeschrieben. Danach gelten die normalen Regeln der Groß- und Kleinschreibung. Das bedeutet: Nicht jedes Wort in einer Überschrift wird automatisch großgeschrieben.

Beispiele:

  1. Die spannende Reise durch die Rechtschreibung
  2. Groß- und Kleinschreibung üben
  3. Warum Nomen großgeschrieben werden


Grundlagen der Kleinschreibung


Verben, Adjektive und andere Wortarten

Verben, Adjektive, Artikel, Pronomen, Adverbien, Präpositionen und Konjunktionen werden normalerweise kleingeschrieben, wenn sie nicht am Satzanfang stehen und nicht substantiviert sind.

Beispiele:

  1. Verb: gehen, lesen, schreiben, denken
  2. Adjektiv: schnell, leise, freundlich, wichtig
  3. Pronomen: ich, du, wir, sie
  4. Adverb: heute, gern, dort, oft
  5. Präposition: in, auf, mit, wegen
  6. Konjunktion: und, oder, weil, dass

Beispiele im Satz:

Ich schreibe sorgfältig. Du liest einen spannenden Text. Wir üben heute gemeinsam.


Kleinschreibung nach Artikelprobe? Vorsicht!

Viele Lernende kennen die Regel: 'Nach der, die, das schreibt man groß. Diese Regel ist als erster Hinweis nützlich, aber sie kann zu Fehlern führen. Nicht jedes Wort nach einem Artikel ist automatisch ein Nomen.

Falsch wäre zum Beispiel: Das Schnelle Kind läuft. Richtig ist: Das schnelle Kind läuft.

Das Wort schnelle steht zwar nach das, beschreibt aber das Nomen Kind. Es ist ein Adjektiv und wird deshalb kleingeschrieben. Wichtig ist also: Prüfe immer, welches Wort das eigentliche Nomen ist.


Substantivierung: Wenn andere Wortarten zu Nomen werden


Substantivierte Verben

Ein Verb wird großgeschrieben, wenn es wie ein Nomen gebraucht wird. Häufig erkennst Du das an einem Artikel oder an einer Verbindung aus Präposition und Artikel.

Beispiele:

  1. das Lesen
  2. beim Schreiben
  3. zum Üben
  4. das schnelle Laufen
  5. nach dem Essen

Sätze:

Ich lese gern. Das Lesen macht mir Freude.

Wir üben jeden Tag. Beim Üben werde ich sicherer.


Substantivierte Adjektive

Ein Adjektiv wird großgeschrieben, wenn es wie ein Nomen verwendet wird. Es steht dann oft mit Wörtern wie etwas, nichts, alles, viel, wenig oder einem Artikel.

Beispiele:

  1. etwas Schönes
  2. nichts Neues
  3. alles Gute
  4. das Wichtige
  5. die Kleine
  6. ein Fremder

Sätze:

Der Text ist neu. Ich habe etwas Neues gelernt.

Die Aufgabe ist wichtig. Das Wichtige steht am Anfang.


Substantivierte Partizipien

Partizipien können wie Adjektive verwendet werden. Wenn sie substantiviert sind, schreibt man sie groß.

Beispiele:

  1. der Lernende
  2. die Schreibende
  3. das Gesagte
  4. die Gefragten
  5. etwas Bekanntes

Sätze:

Die lernenden Kinder arbeiten konzentriert. Die Lernenden vergleichen ihre Lösungen.


Substantivierte Zahlwörter und Pronomen

Auch Zahlwörter und Pronomen können substantiviert werden.

Beispiele:

  1. eine Eins schreiben
  2. die Ersten sein
  3. als Zweites prüfen
  4. mein Ich
  5. das Du anbieten

Sätze:

Wir zählen bis zehn. Die Zehn steht an der Tafel.

Du kommst zuerst. Die Ersten dürfen beginnen.


Signalwörter erkennen


Artikel als Signalwörter

Artikel können Dir helfen, Nomen und Substantivierungen zu erkennen. Wichtige Artikel sind der, die, das, ein und eine. Auch versteckte Artikel sind wichtig, zum Beispiel im für in dem, am für an dem, zum für zu dem und beim für bei dem.

Beispiele:

  1. das Spiel
  2. ein Gedanke
  3. im Garten
  4. am Morgen
  5. zum Lesen
  6. beim Schreiben

Aber: Der Artikel allein reicht nicht immer. In das schöne Haus ist Haus das Nomen, nicht schöne.


Mengenwörter und unbestimmte Signalwörter

Wörter wie viel, wenig, alles, nichts, etwas, manches oder einiges können eine Substantivierung anzeigen.

Beispiele:

  1. viel Gutes
  2. wenig Neues
  3. alles Wichtige
  4. nichts Schlimmes
  5. etwas Besonderes
  6. manches Interessante

Diese Wörter helfen Dir besonders bei substantivierten Adjektiven.


Präpositionen mit verstecktem Artikel

Manchmal steckt der Artikel in einer Präposition. Dann erkennst Du eine Substantivierung daran, dass sich Präposition und Artikel verbinden.

Beispiele:

  1. beim Lesen bedeutet bei dem Lesen
  2. zum Üben bedeutet zu dem Üben
  3. im Allgemeinen bedeutet in dem Allgemeinen
  4. am besten ist eine feste Wendung und wird klein geschrieben, wenn es eine Steigerungsform ausdrückt

Hier siehst Du: Es gibt nützliche Muster, aber auch feste Wendungen. Deshalb ist es gut, nicht nur auswendig zu lernen, sondern den Satz zu verstehen.


Schwierige Fälle und typische Fehler


Zeitangaben

Zeitangaben können groß- oder kleingeschrieben werden. Nomen wie Morgen, Abend, Woche, Sommer oder Montag schreibt man groß. Adverbien wie morgens, abends, gestern, heute und morgen schreibt man klein, wenn sie keine Nomen sind.

Beispiele:

  1. am Morgen
  2. morgen früh
  3. gestern Abend
  4. heute Mittag
  5. montags
  6. jeden Montag

Vergleiche:

Der Morgen beginnt ruhig. Morgen üben wir weiter.

Im ersten Satz ist Morgen ein Nomen. Im zweiten Satz ist morgen ein Adverb.


Farben und Sprachen

Farben und Sprachen werden großgeschrieben, wenn sie als Nomen gebraucht werden.

Beispiele:

  1. Das Rot gefällt mir.
  2. Ich schreibe in Blau.
  3. Wir sprechen Deutsch.
  4. Sie übersetzt ins Englische.

Als Adjektive schreibt man Farbwörter klein:

Die rote Tasche liegt auf dem Tisch. Der blaue Stift schreibt gut.


Anredepronomen

In Briefen, E-Mails und Nachrichten können Anredepronomen eine besondere Rolle spielen. Die Höflichkeitsanrede Sie, Ihnen und Ihr wird großgeschrieben. Die vertrauliche Anrede du, dich, dir, dein kann kleingeschrieben werden; in persönlichen Schreiben ist auch Großschreibung möglich.

Beispiele:

  1. Können Sie mir helfen?
  2. Ich danke Ihnen.
  3. Liebe Lea, ich wünsche dir alles Gute.
  4. Liebe Lea, ich wünsche Dir alles Gute.

Für Schultexte ist wichtig: Halte Dich an die Vorgabe Deiner Lehrkraft und schreibe innerhalb eines Textes einheitlich.


Feste Verbindungen

Manche Wörter treten in festen Verbindungen auf. Dabei kann die Groß- oder Kleinschreibung besonders schwierig sein. Nomen bleiben in vielen festen Verbindungen groß.

Beispiele:

  1. Rad fahren
  2. Angst haben
  3. in Bezug auf
  4. außer Acht lassen
  5. Schuld haben

Bei manchen Wörtern ist Kleinschreibung möglich oder vorgeschrieben, wenn sie nicht als Nomen gebraucht werden:

Mir ist angst. Ich bin schuld daran.

Solche Fälle solltest Du bei Unsicherheit im Wörterbuch prüfen.


Nach Doppelpunkt und Gedankenstrich

Nach einem Doppelpunkt wird großgeschrieben, wenn ein vollständiger Satz folgt. Wird nur eine Wortgruppe oder eine Aufzählung fortgesetzt, schreibt man klein, sofern keine andere Regel Großschreibung verlangt.

Beispiele:

Merke: Nomen schreibt man groß. Wir brauchen: ein Heft, einen Stift und Ruhe.

Nach einem Gedankenstrich gelten ebenfalls die normalen Regeln. Beginnt danach ein vollständiger neuer Satz, wird das erste Wort großgeschrieben.


Lernstrategie: So prüfst Du die Schreibung


Die Vier-Schritt-Probe

Wenn Du unsicher bist, kannst Du die folgende Strategie verwenden:

  1. Schritt 1: Prüfe, ob das Wort am Satzanfang steht.
  2. Schritt 2: Prüfe, ob es ein Nomen oder Eigenname ist.
  3. Schritt 3: Prüfe, ob ein anderes Wort wie ein Nomen gebraucht wird.
  4. Schritt 4: Prüfe Signalwörter wie Artikel, versteckte Artikel, etwas, nichts, alles, viel oder wenig.

Beispiel:

Beim schnellen Lesen übersehe ich manchmal Fehler.

Beim enthält bei dem. Danach folgt schnellen Lesen. Das Wort Lesen ist ein substantiviertes Verb und wird großgeschrieben. schnellen beschreibt Lesen und bleibt klein.


Der Ersatztest

Beim Ersatztest ersetzt Du ein unsicheres Wort durch ein klares Nomen. Wenn der Satz weiterhin sinnvoll klingt, liegt wahrscheinlich eine nominale Verwendung vor.

Beispiel:

Beim Schreiben brauche ich Ruhe. Ersatz: Beim Sport brauche ich Ruhe.

Weil Sport ein Nomen ist und an derselben Stelle stehen kann, ist Schreiben hier substantiviert und wird großgeschrieben.


Der Artikeltest

Beim Artikeltest prüfst Du, ob ein Artikel zum Wort gehört oder ergänzt werden kann.

Beispiele:

das Lesen → groß ein schönes Lesen → möglich, aber ungewohnt das schöne BuchBuch ist das Nomen, schöne bleibt klein

Der Artikeltest hilft, aber er ist nicht allein entscheidend. Du musst immer prüfen, welches Wort die Nomenrolle übernimmt.


Die Wortartprobe

Bei der Wortartprobe bestimmst Du zuerst, zu welcher Wortart ein Wort normalerweise gehört. Dann prüfst Du, ob es in diesem Satz anders verwendet wird.

Beispiel:

alt ist normalerweise ein Adjektiv: Das alte Fahrrad quietscht. die Alten ist substantiviert: Die Alten erzählen von früher.


Übungsteil mit Beispielsätzen


Beispiel 1: Einfacher Satz

morgen gehen wir in den wald und suchen pilze.

Prüfung:

  1. Morgen steht am Satzanfang und wird großgeschrieben.
  2. Wald ist ein Nomen und wird großgeschrieben.
  3. Pilze ist ein Nomen und wird großgeschrieben.

Richtig:

Morgen gehen wir in den Wald und suchen Pilze.


Beispiel 2: Substantiviertes Verb

beim lesen vergesse ich manchmal die zeit.

Prüfung:

  1. Beim steht am Satzanfang und wird großgeschrieben.
  2. Lesen ist ein substantiviertes Verb, weil beim für bei dem steht.
  3. Zeit ist ein Nomen.

Richtig:

Beim Lesen vergesse ich manchmal die Zeit.


Beispiel 3: Substantiviertes Adjektiv

ich wünsche dir alles gute und viel schönes.

Prüfung:

  1. Ich steht am Satzanfang.
  2. Gute wird nach alles substantiviert.
  3. Schönes wird nach viel substantiviert.

Richtig:

Ich wünsche dir alles Gute und viel Schönes.


Beispiel 4: Kleinschreibung trotz Artikel

das schnelle lesen hilft nicht immer.

Prüfung:

  1. Das steht am Satzanfang.
  2. schnelle beschreibt Lesen und bleibt klein.
  3. Lesen ist substantiviert und wird großgeschrieben.

Richtig:

Das schnelle Lesen hilft nicht immer.


Merkkasten


Die wichtigsten Regeln auf einen Blick

  1. Satzanfang: Das erste Wort eines Satzes wird großgeschrieben.
  2. Nomen: Nomen werden großgeschrieben.
  3. Eigenname: Eigennamen werden großgeschrieben.
  4. Substantivierung: Wörter anderer Wortarten werden großgeschrieben, wenn sie wie Nomen gebraucht werden.
  5. Kleinschreibung: Verben, Adjektive und die meisten anderen Wörter werden klein geschrieben, wenn keine Großschreibregel greift.
  6. Signalwort: Artikel, versteckte Artikel, etwas, nichts, alles, viel und wenig können auf Substantivierungen hinweisen.
  7. Prüfstrategie: Entscheide nicht nur nach dem Wort, sondern nach seiner Funktion im Satz.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Wörter schreibt man im Deutschen immer groß, wenn sie nicht Teil einer besonderen Kleinschreibung sind? (Nomen) (!Verben) (!Präpositionen) (!Konjunktionen)




Warum wird das Wort Lesen in Das Lesen macht Spaß großgeschrieben? (Es wird wie ein Nomen gebraucht) (!Es steht immer am Satzanfang) (!Es ist ein Artikel) (!Es ist ein Adverb)




Welche Schreibung ist richtig? (Beim Schreiben konzentriere ich mich) (!Beim schreiben konzentriere ich mich) (!beim Schreiben konzentriere ich mich) (!Beim schreiben Konzentriere ich mich)




Welches Wort ist in Der blaue Stift liegt auf dem Tisch ein Adjektiv und wird klein geschrieben? (blaue) (!Stift) (!Tisch) (!Der)




Welche Wörter können auf eine Substantivierung hinweisen? (etwas und nichts) (!und und oder) (!weil und dass) (!aber und denn)




Welche Schreibung ist richtig? (Ich wünsche dir alles Gute) (!Ich wünsche dir alles gute) (!ich wünsche Dir Alles Gute) (!Ich Wünsche dir alles Gute)




Was ist ein Eigenname? (Ein Name für eine bestimmte Person oder einen bestimmten Ort) (!Ein anderes Wort für Verb) (!Ein kleingeschriebenes Adjektiv) (!Ein Satzzeichen am Ende des Satzes)




Welche Aussage ist richtig? (Das erste Wort eines Satzes wird großgeschrieben) (!Alle Wörter nach einem Artikel werden großgeschrieben) (!Alle Verben werden immer großgeschrieben) (!Alle Adjektive werden immer großgeschrieben)




Welche Schreibung ist richtig? (Morgen gehe ich in die Schule) (!morgen gehe ich in die Schule) (!Morgen gehe ich in die schule) (!morgen Gehe ich in die Schule)




Wie erkennst Du eine mögliche Substantivierung besonders häufig? (Durch Artikel oder versteckte Artikel vor dem Wort) (!Durch ein Komma nach dem Wort) (!Durch einen Punkt vor dem Wort) (!Durch die Länge des Wortes)





Memory

Satzanfang erstes Wort groß
Nomen Name für Dinge und Begriffe
Substantivierung Verb oder Adjektiv als Nomen
Artikel der die das
Eigenname bestimmter Name
Kleinschreibung normale Form für Verben
Signalwort Hinweis auf Großschreibung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Nomen großgeschriebenes Namenwort
Verb Tätigkeitswort in Grundform meist klein
Adjektiv beschreibt Eigenschaften
Substantivierung Wort wird wie ein Nomen gebraucht
Satzanfang erstes Wort beginnt groß
Eigenname besonderer Name für Person oder Ort






Kreuzworträtsel

Nomen Welche Wortart wird im Deutschen grundsätzlich großgeschrieben?
Artikel Welches Begleitwort kann auf ein Nomen hinweisen?
Verb Welche Wortart bezeichnet häufig eine Tätigkeit?
Adjektiv Welche Wortart beschreibt eine Eigenschaft?
Eigenname Wie nennt man den besonderen Namen einer Person oder eines Ortes?
Satzanfang Wo schreibt man das erste Wort immer groß?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Im Deutschen schreibt man das erste Wort eines Satzes

. Nomen werden ebenfalls

. Wörter wie Verben oder Adjektive schreibt man meistens

. Wenn ein Verb wie ein Nomen gebraucht wird, spricht man von einer

. Ein Hinweis auf eine Substantivierung kann ein

sein. Auch versteckte Artikel wie beim oder zum können auf Großschreibung

. In dem Satz Das Lesen macht Spaß ist Lesen ein substantiviertes

. In dem Ausdruck etwas Schönes ist Schönes ein substantiviertes

. Eigennamen wie Berlin oder Lina schreibt man

. Beim Schreiben solltest Du immer die Funktion eines Wortes im

prüfen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Wortsortierung: Schreibe zehn Wörter aus Deinem Schulranzen auf und sortiere sie in großgeschriebene Nomen und kleingeschriebene andere Wörter.
  2. Satzanfang: Schreibe fünf kurze Sätze über Deinen Tag und markiere jeweils das erste Wort.
  3. Nomen finden: Suche in einem kurzen Text zehn Nomen und erkläre, woran Du sie erkannt hast.
  4. Artikelprobe: Schreibe fünf Wörter mit der, die oder das auf und bilde damit richtige Sätze.


Standard

  1. Fehlertext: Schreibe einen kurzen Text mit absichtlichen Fehlern in der Groß- und Kleinschreibung und tausche ihn mit einer Partnerin oder einem Partner zur Korrektur.
  2. Substantivierung: Sammle zehn Verben und bilde jeweils eine Form mit das, beim oder zum, zum Beispiel lesen und das Lesen.
  3. Adjektive: Bilde fünf Sätze mit Adjektiven und fünf Sätze mit substantivierten Adjektiven, zum Beispiel schön und etwas Schönes.
  4. Lernplakat: Gestalte ein Plakat mit den wichtigsten Regeln zur Groß- und Kleinschreibung und jeweils einem eigenen Beispiel.


Schwer

  1. Textanalyse: Untersuche einen Zeitungsartikel oder einen Sachtext und erkläre an 15 Beispielen, warum die Wörter groß- oder kleingeschrieben werden.
  2. Erklärvideo: Erstelle ein kurzes Lernvideo, in dem Du die Substantivierung von Verben mit drei Beispielen erklärst.
  3. Rechtschreibkonferenz: Führe in einer Gruppe eine Rechtschreibkonferenz durch, in der Ihr schwierige Schreibfälle diskutiert und begründet.
  4. Sprachvergleich: Vergleiche die Großschreibung im Deutschen mit einer anderen Sprache, die Du kennst, und stelle Gemeinsamkeiten oder Unterschiede vor.



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Lernkontrolle

  1. Regel anwenden: Erkläre an einem eigenen Satz, warum ein Verb einmal klein und einmal großgeschrieben werden kann.
  2. Fehler begründen: Korrigiere den Satz Beim schnellen lesen mache ich viele Notizen und begründe jede Änderung.
  3. Transferaufgabe: Schreibe einen kurzen Abschnitt über Dein Hobby und markiere alle Nomen sowie alle Substantivierungen.
  4. Strategie erklären: Beschreibe die Vier-Schritt-Probe so, dass ein jüngeres Kind sie anwenden könnte.
  5. Vergleich: Vergleiche die Sätze Morgen übe ich und Der Morgen ist ruhig und erkläre den Unterschied der Schreibung.
  6. Kontext nutzen: Entscheide bei fünf selbst gewählten Wörtern, ob sie groß- oder kleingeschrieben werden, und zeige, warum der Satzkontext entscheidend ist.




Lernnachweis


Ziel des Lernnachweises

Im Lernnachweis zeigst Du nicht nur, dass Du Regeln auswendig kennst. Du zeigst vor allem, dass Du die Groß- und Kleinschreibung in echten Texten anwenden, erklären und überprüfen kannst.


Aufgabe 1: Eigener Text

Schreibe einen zusammenhängenden Text von 120 bis 180 Wörtern über ein Erlebnis in der Schule, beim Sport, mit Freundinnen und Freunden oder zu Hause. Achte besonders auf Satzanfänge, Nomen, Eigennamen und Substantivierungen. Markiere anschließend zehn Wörter und erkläre schriftlich, warum sie groß- oder kleingeschrieben werden.


Aufgabe 2: Korrektur und Begründung

Korrigiere den folgenden Text und begründe mindestens acht Entscheidungen:

gestern habe ich beim lesen gemerkt, dass das genaue hinschauen wichtig ist. meine freundin lina fand etwas interessantes in einem alten buch. am abend sprachen wir über das lernen und über die schwierigen regeln.


Aufgabe 3: Reflexion

Schreibe eine kurze Reflexion: Welche Regel ist für Dich einfach? Welche Regel findest Du schwierig? Welche Strategie hilft Dir am meisten?


OERs zum Thema



Medien zum Weiterlernen

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Links


Zusammenfassung

Die Groß- und Kleinschreibung ist ein zentraler Teil der deutschen Rechtschreibung. Du schreibst Satzanfänge, Nomen und Eigennamen groß. Du schreibst Verben, Adjektive und viele andere Wortarten klein, wenn sie nicht am Satzanfang stehen und nicht wie Nomen verwendet werden. Besonders wichtig ist die Substantivierung: Wörter wie Lesen, Schreiben, Gute oder Schönes werden großgeschrieben, wenn sie im Satz die Rolle eines Nomens übernehmen. Signalwörter wie Artikel, versteckte Artikel, etwas, nichts, alles, viel und wenig helfen Dir beim Erkennen. Am sichersten wirst Du, wenn Du jeden Satz genau prüfst und Deine Entscheidung begründen kannst.

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Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
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