Gegen Faschismus


Gegen Faschismus
Einleitung
Gegen Faschismus bedeutet, menschenfeindliche, autoritäre und gewaltorientierte Ideologien zu erkennen, ihre historischen Ursachen zu verstehen und ihnen mit Demokratie, Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit, Zivilcourage und politischer Bildung entgegenzutreten. In diesem aiMOOC lernst Du, was Faschismus historisch bedeutet, welche Merkmale faschistische Bewegungen häufig teilen, warum Antifaschismus kein einheitliches politisches Programm ist und wie demokratisches Handeln gegen Ausgrenzung, Rassismus, Antisemitismus und Menschenverachtung aussehen kann.
Der Kurs ist bewusst rechtsstaatlich, gewaltfrei und demokratisch ausgerichtet. Er ruft nicht zu Gewalt auf, sondern zeigt, wie Du Informationen prüfst, Propaganda erkennst, Betroffene solidarisch unterstützt, Dich an demokratischen Prozessen beteiligst und Verantwortung in Schule, Ausbildung, Studium oder Öffentlichkeit übernimmst.

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Lernziele
- Faschismus: Du kannst den Begriff historisch einordnen und zentrale Merkmale erklären.
- Antifaschismus: Du kannst beschreiben, warum der Begriff unterschiedliche Traditionen umfasst und warum demokratische Gegenwehr an Menschenwürde und Rechtsstaat gebunden ist.
- Propaganda: Du erkennst typische Strategien autoritärer und extrem rechter Kommunikation.
- Zivilcourage: Du entwickelst Handlungsmöglichkeiten gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit.
- Erinnerungskultur: Du verbindest historisches Lernen mit Verantwortung in der Gegenwart.
Grundbegriffe
Was ist Faschismus?
Faschismus war zunächst die Eigenbezeichnung der politischen Bewegung in Italien unter Benito Mussolini, die ab den 1920er-Jahren eine Diktatur errichtete. Der Begriff leitet sich vom italienischen Wort fascio und vom lateinischen fasces ab, einem Rutenbündel, das im alten Rom für Amtsgewalt stand. Später wurde Faschismus als Sammelbegriff für autoritäre, ultranationalistische, antidemokratische und gewaltbereite Bewegungen verwendet, die demokratische Institutionen beseitigen oder aushöhlen wollen.

Wichtig: Nicht jede harte politische Meinung ist Faschismus. Der Begriff darf nicht beliebig als Schimpfwort verwendet werden. Wenn Du ihn benutzt, brauchst Du begründete Kriterien: Wird Demokratie abgelehnt? Werden Minderheiten entmenschlicht? Wird Gewalt legitimiert? Wird ein angeblich einheitlicher Volkskörper über die Rechte einzelner Menschen gestellt? Wird ein Führer oder eine Partei über Rechtsstaat und Menschenrechte gesetzt?
Was bedeutet Antifaschismus?
Antifaschismus bezeichnet allgemein eine Haltung und Praxis, die sich gegen Faschismus, Neofaschismus und verwandte menschenfeindliche Ideologien richtet. Historisch entstand der Begriff aus dem Widerstand gegen den italienischen Faschismus und wurde später auf den Widerstand gegen den Nationalsozialismus, den Franquismus und andere autoritäre Bewegungen übertragen. Antifaschismus ist jedoch keine einheitliche Theorie und keine einzelne Organisation. Unterschiedliche politische, religiöse, gewerkschaftliche, liberale, sozialistische, konservative, jüdische, christliche, muslimische, säkulare und menschenrechtliche Gruppen haben sich in verschiedenen Zeiten gegen faschistische Herrschaft gestellt.
Für diesen aiMOOC bedeutet gegen Faschismus: Du trittst für die Menschenwürde aller ein, verteidigst Demokratie und Rechtsstaat, widersprichst Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Sexismus, Ableismus und anderen Formen der Abwertung, stärkst Betroffene und handelst gewaltfrei, verantwortungsvoll und überprüfbar.

Abgrenzung: demokratisch statt autoritär
Eine demokratische Haltung gegen Faschismus unterscheidet sich von autoritärem Denken. Sie ersetzt nicht eine Unterdrückung durch eine andere. Sie schützt Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und Minderheitenschutz. Sie bekämpft Menschenfeindlichkeit nicht mit Menschenfeindlichkeit. Sie fragt nach Belegen, achtet auf Verhältnismäßigkeit, schützt persönliche Daten und sucht Bündnisse, die mit den Grundrechten vereinbar sind.
Demokratische Gegenwehr kann zum Beispiel bedeuten: informieren, diskutieren, wählen, kandidieren, Petitionen starten, friedlich demonstrieren, Betroffene unterstützen, Beratungsstellen einschalten, Unterrichtsprojekte entwickeln, Gedenkorte besuchen, Desinformation widerlegen oder diskriminierende Vorfälle dokumentieren und melden.
Historischer Hintergrund
Faschismus in Italien
Der historische Faschismus entstand in einer Zeit politischer Krisen, sozialer Unsicherheit und gesellschaftlicher Gewalt nach dem Ersten Weltkrieg. In Italien nutzten Mussolini und seine Anhänger nationalistische Versprechen, paramilitärische Gewalt und die Schwäche demokratischer Institutionen, um Macht zu gewinnen. Faschistische Herrschaft setzte auf Führerkult, Gleichschaltung, Unterdrückung politischer Gegnerinnen und Gegner, Kontrolle der Öffentlichkeit und Verherrlichung von Nation, Krieg und Gewalt.
Nationalsozialismus und Faschismusvergleich
Der Nationalsozialismus in Deutschland hatte viele Gemeinsamkeiten mit faschistischen Bewegungen: Antidemokratismus, Führerprinzip, politische Gewalt, Propaganda, Militarismus und die Zerstörung pluralistischer Öffentlichkeit. Zugleich muss die besondere Bedeutung des nationalsozialistischen Rassismus und Antisemitismus beachtet werden. Der Holocaust war ein historisch einzigartiges Menschheitsverbrechen, bei dem Millionen Jüdinnen und Juden sowie weitere verfolgte Gruppen systematisch entrechtet, deportiert und ermordet wurden. Ein seriöser Vergleich darf diese Besonderheit nicht relativieren.
Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Gegen den Nationalsozialismus gab es vielfältigen Widerstand: politische Opposition, kirchliche Netzwerke, jüdischen Widerstand, gewerkschaftliche Gruppen, mutige Einzelpersonen, Exilpublizistik, Hilfe für Verfolgte, Sabotage, Flugblätter, internationale Solidarität und Aufstände unter extremen Bedingungen. Die Weiße Rose steht für zivilen, studentischen Widerstand durch Flugblätter und moralischen Widerspruch. Der Aufstand im Warschauer Ghetto zeigt Widerstand von Menschen, die unter nationalsozialistischer Vernichtungspolitik ums Überleben kämpften. Solche historischen Situationen sind nicht mit demokratischem Alltag gleichzusetzen; sie zeigen aber, dass Menschen selbst unter größter Gefahr Handlungsspielräume suchten.

Erinnerungskultur
Erinnerungskultur ist ein wichtiger Teil demokratischer Bildung. Gedenkstätten, Stolpersteine, Archive, Zeitzeugenberichte, lokale Forschung und Schulprojekte helfen, die Folgen von Faschismus und Nationalsozialismus konkret zu verstehen. Erinnerung ist nicht nur Rückblick. Sie fragt auch: Welche Ausgrenzungen gibt es heute? Welche Sprache macht Menschen zu Feinden? Welche Institutionen schützen Freiheit? Wo braucht es Widerspruch?
Merkmale faschistischer Ideologien
Zentrale Kennzeichen
Faschistische Bewegungen sind historisch unterschiedlich, aber viele teilen wiederkehrende Muster.
- Ultranationalismus: Die eigene Nation wird überhöht und als angeblich natürliche Einheit dargestellt.
- Führerprinzip: Eine Person oder Partei beansprucht, über demokratischer Kontrolle zu stehen.
- Antipluralismus: Unterschiedliche Meinungen, Parteien, Medien und Lebensweisen werden als Bedrohung dargestellt.
- Rassismus: Menschen werden nach Herkunft, Religion, Aussehen oder zugeschriebenen Eigenschaften hierarchisiert.
- Antisemitismus: Jüdinnen und Juden werden mit Verschwörungsmythen, Hassbildern und Schuldzuweisungen angegriffen.
- Gewalt: Gewalt wird als legitimes Mittel politischer Durchsetzung verherrlicht oder verharmlost.
- Propaganda: Sprache, Bilder und Medien werden eingesetzt, um Angst, Feindbilder und Gehorsam zu erzeugen.
- Militarismus: Krieg, Härte und Opferbereitschaft werden idealisiert.
- Antiliberalismus: Grundrechte, Gewaltenteilung und individuelle Freiheit werden als schwach oder gefährlich abgewertet.
- Verschwörungstheorie: Komplexe Probleme werden mit geheimen Feindbildern erklärt.
Leitfragen zur Erkennung
Du kannst Aussagen, Programme, Reden, Memes oder Videos mit folgenden Fragen prüfen:
- Menschenwürde: Werden Menschen als gleichwertig anerkannt oder als minderwertig dargestellt?
- Demokratie: Werden freie Wahlen, Parlamente, Gerichte und Medien respektiert oder verächtlich gemacht?
- Gewalt: Wird Gewalt angedeutet, entschuldigt, gefordert oder ästhetisiert?
- Feindbild: Werden Minderheiten, politische Gegnerinnen und Gegner oder Medien als innere Feinde markiert?
- Wahrheit: Werden belegbare Fakten genutzt oder werden Lügen, Gerüchte und Verschwörungsmythen verbreitet?
- Pluralismus: Wird Vielfalt als Stärke oder als angeblicher Verfall beschrieben?
- Geschichte: Wird die NS-Zeit verharmlost, geleugnet oder relativiert?
- Sprache: Werden entmenschlichende Begriffe, Kampfwörter oder Codes verwendet?
- Macht: Soll Macht kontrolliert oder in einer Führung konzentriert werden?
- Handlung: Welche Folgen hätte die Aussage für Betroffene im Alltag?
Propaganda und Desinformation erkennen
Wie Propaganda wirkt
Propaganda versucht nicht nur zu informieren, sondern Denken, Fühlen und Handeln zu steuern. Faschistische Propaganda arbeitet oft mit einfachen Gegensätzen: wir gegen sie, Ordnung gegen Chaos, Volk gegen Feinde, Stärke gegen Schwäche. Sie nutzt Wiederholung, starke Bilder, Angst, Schuldzuweisungen und scheinbar klare Lösungen für komplexe Probleme.
Typische Muster in Sprache und Medien
- Sündenbock: Eine Gruppe wird für viele Probleme verantwortlich gemacht.
- Entmenschlichung: Menschen werden mit abwertenden Bildern oder Tiervergleichen herabgesetzt.
- Opferinszenierung: Mächtige Akteure stellen sich als unterdrückte Opfer dar, um Kritik abzuwehren.
- Geschichtsrevisionismus: Verbrechen werden verharmlost, geleugnet oder umgedeutet.
- Whataboutism: Kritik wird nicht beantwortet, sondern durch Gegenangriffe abgelenkt.
- Fake News: Falsche oder irreführende Informationen werden als Wahrheit ausgegeben.
- Dog Whistle: Codes und Anspielungen sprechen Eingeweihte an, ohne offen extremistisch zu wirken.
Medienkompetenz als Schutz
Medienkompetenz bedeutet, Quellen zu prüfen, Bilder rückwärts zu suchen, Autorinnen und Autoren zu recherchieren, Überschriften mit dem Inhalt zu vergleichen und emotionale Reaktionen zu hinterfragen. Besonders in sozialen Medien ist wichtig: Nicht sofort teilen, erst prüfen. Nicht jede Empörung ist begründet. Nicht jede Behauptung ist belegt. Nicht jedes Meme ist harmlos.
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Demokratische Handlungsmöglichkeiten
Was Du im Alltag tun kannst
Gegen Faschismus zu handeln beginnt oft im Kleinen. Du kannst widersprechen, wenn Menschen abgewertet werden. Du kannst Betroffene fragen, welche Unterstützung sie brauchen. Du kannst diskriminierende Inhalte melden, Beweise sichern, Beratungsstellen nutzen und Lehrkräfte, Ausbilderinnen, Betriebsräte oder Vertrauenspersonen einbeziehen. Du kannst demokratische Projekte starten, Dich informieren, wählen gehen und andere ermutigen, Verantwortung zu übernehmen.
Zivilcourage ohne Selbstgefährdung
Zivilcourage heißt nicht, Dich selbst in Gefahr zu bringen. Gute Zivilcourage ist aufmerksam, solidarisch und klug. In bedrohlichen Situationen kannst Du Abstand halten, Hilfe holen, andere ansprechen, laut auf Regeln verweisen, Betroffene aus der Situation begleiten, die Polizei rufen oder später als Zeugin oder Zeuge unterstützen. Entscheidend ist: Nicht allein eskalieren, sondern Sicherheit herstellen.
Schule, Ausbildung und Studium
Bildungseinrichtungen sind Orte demokratischer Praxis. Hier kannst Du Gesprächsregeln entwickeln, Ausgrenzung sichtbar machen, Quellenarbeit üben, Erinnerungstage gestalten, eine Ausstellung planen, Klassensprecherinnen und Klassensprecher stärken oder eine Arbeitsgruppe für Demokratiebildung gründen. Ein gutes Projekt gegen Faschismus verbindet Wissen, Reflexion und konkrete Verantwortung.
Rechtsstaatliche Grenzen
Auch beim Engagement gegen Faschismus gelten Grundrechte und Gesetze. Gewalt, Bedrohung, Sachbeschädigung, Doxing, Verleumdung oder Selbstjustiz sind keine demokratischen Mittel. Eine demokratische Gesellschaft muss sich gegen ihre Feinde wehren können, ohne selbst die Prinzipien von Menschenwürde, Rechtsstaat und Verhältnismäßigkeit aufzugeben.
Kontroversen und Verantwortung
Warum der Begriff sorgfältig verwendet werden muss
Der Vorwurf faschistisch ist schwerwiegend. Wenn er ungenau verwendet wird, kann er Debatten vergiften und historische Verbrechen verharmlosen. Deshalb brauchst Du Kriterien, Quellen und eine klare Begründung. Kritik an autoritären oder menschenfeindlichen Tendenzen wird stärker, wenn sie genau ist.
Antifaschismus und Gewaltdebatten
Manche Gruppen bezeichnen sich als antifaschistisch, handeln aber nicht immer demokratisch oder gewaltfrei. Für diesen aiMOOC gilt: Gegen Faschismus bedeutet nicht, Gewalt zu legitimieren. Eine menschenrechtliche Position prüft jedes Mittel daran, ob es Menschenwürde, Rechtsstaat, Sicherheit und demokratische Beteiligung stärkt oder beschädigt.
Verbindung zu anderen Formen der Menschenfeindlichkeit
Faschistische Ideologien überschneiden sich oft mit Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Homophobie, Transfeindlichkeit, Sexismus, Behindertenfeindlichkeit und sozialer Abwertung. Wer gegen Faschismus handelt, sollte deshalb auch lernen, wie verschiedene Diskriminierungsformen zusammenwirken und wie solidarische Bündnisse entstehen können.
Zusammenfassung
Gegen Faschismus heißt, aus Geschichte zu lernen und in der Gegenwart Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehören Wissen über Ideologien und Herrschaftsformen, Aufmerksamkeit für Sprache und Propaganda, Respekt vor den Rechten aller Menschen, Unterstützung für Betroffene und aktive Beteiligung an demokratischen Prozessen. Die wichtigste Leitidee lautet: Eine freie Gesellschaft verteidigt sich am stärksten, wenn sie Menschenwürde, Pluralismus, Rechtsstaat und Solidarität praktisch lebt.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet Faschismus historisch zuerst? (Eine politische Bewegung in Italien unter Benito Mussolini) (!Eine alte Form der direkten Demokratie) (!Eine religiöse Reformbewegung) (!Eine internationale Friedensorganisation)
Welches Merkmal passt besonders zu faschistischen Ideologien? (Führerprinzip und Ablehnung demokratischer Kontrolle) (!Stärkung unabhängiger Gerichte) (!Ausbau pluralistischer Medien) (!Schutz politischer Minderheiten)
Was bedeutet Antifaschismus im allgemeinen Sinn? (Eine Haltung gegen Faschismus und neofaschistische Tendenzen) (!Eine einheitliche Partei mit festem Programm) (!Eine wirtschaftliche Theorie des freien Marktes) (!Eine Kunstrichtung der Renaissance)
Warum muss der Begriff faschistisch sorgfältig verwendet werden? (Weil er historisch schwerwiegend ist und begründet werden muss) (!Weil er grundsätzlich nie verwendet werden darf) (!Weil er nur in naturwissenschaftlichen Texten vorkommt) (!Weil er immer dasselbe bedeutet wie demokratisch)
Welche Handlung passt zu demokratischer Gegenwehr gegen Faschismus? (Betroffene unterstützen und menschenfeindlichen Aussagen widersprechen) (!Politische Gegner bedrohen) (!Persönliche Daten veröffentlichen) (!Gewalt als normales Mittel einsetzen)
Was ist Propaganda? (Gezielte Beeinflussung von Denken, Fühlen und Handeln) (!Eine neutrale Sammlung aller Fakten) (!Eine mathematische Beweismethode) (!Eine Form zufälliger Alltagskommunikation)
Welche Frage hilft beim Erkennen menschenfeindlicher Ideologien? (Werden bestimmte Gruppen abgewertet oder entmenschlicht) (!Welche Schriftart wird im Text verwendet) (!Wie lang ist der erste Absatz) (!Welche Farbe hat das Schulheft)
Welche Rolle spielt Erinnerungskultur? (Sie verbindet historisches Lernen mit Verantwortung in der Gegenwart) (!Sie ersetzt demokratische Bildung vollständig) (!Sie dient nur der Unterhaltung) (!Sie verhindert jede politische Diskussion)
Was gehört zum Rechtsstaat? (Unabhängige Gerichte und Bindung staatlicher Macht an Gesetze) (!Alle Macht bei einer einzelnen Person) (!Abschaffung der Grundrechte) (!Verbot jeder freien Presse)
Was bedeutet Zivilcourage in gefährlichen Situationen besonders? (Hilfe holen und Betroffene unterstützen ohne sich unnötig zu gefährden) (!Allein körperlich eingreifen) (!Die Situation durch Beleidigungen verschärfen) (!Wegsehen und nichts dokumentieren)
Memory
| Faschismus | autoritäre Ideologie |
| Antifaschismus | Haltung gegen faschistische Herrschaft |
| Menschenwürde | unantastbarer Grundwert |
| Rechtsstaat | Schutz vor Willkür |
| Zivilcourage | mutiges solidarisches Handeln |
| Propaganda | gelenkte Beeinflussung |
| Pluralismus | Vielfalt der Meinungen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Ursprung des Begriffs | Italienisches Rutenbündel |
| Faschistisches Herrschaftsmerkmal | Führerkult und Gewalt |
| Demokratische Gegenstrategie | Menschenrechte und Rechtsstaat |
| Medienkritische Fähigkeit | Quellen prüfen |
| Mutiges Alltagshandeln | Zivilcourage zeigen |
| Historische Verantwortung | Erinnerungskultur stärken |
Kreuzworträtsel
| Faschismus | Welche Ideologie lehnt Demokratie und Pluralismus zugunsten autoritärer Herrschaft ab? |
| Demokratie | Welche Staatsform lebt von freien Wahlen und Beteiligung? |
| Rechtsstaat | Welches Prinzip bindet staatliche Macht an Recht und Gesetz? |
| Propaganda | Wie nennt man gezielte Beeinflussung durch Sprache und Bilder? |
| Zivilcourage | Welcher Begriff bezeichnet mutiges Eingreifen für andere? |
| Pluralismus | Welcher Begriff beschreibt Vielfalt von Meinungen und Lebensweisen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Begriffskarte: Erstelle eine Begriffskarte zu Faschismus, Antifaschismus, Demokratie, Rechtsstaat und Menschenwürde und erkläre jeden Begriff in eigenen Worten.
- Quellencheck: Suche zwei seriöse Quellen zum Thema Faschismus und notiere, woran Du ihre Seriosität erkennst.
- Alltagssprache: Sammle drei Beispiele für ausgrenzende Sprache aus fiktiven oder anonymisierten Situationen und formuliere respektvolle Alternativen.
- Gedenkort: Recherchiere einen Gedenkort, einen Stolperstein oder ein Mahnmal in Deiner Nähe und beschreibe, welche Geschichte dort sichtbar wird.
Standard
- Propagandaanalyse: Analysiere ein historisches Plakat oder eine politische Rede nach den Leitfragen zu Feindbildern, Gewalt, Demokratie und Wahrheit.
- Zivilcourage-Training: Entwickle ein Rollenspiel, in dem eine Person diskriminiert wird, und zeige drei gewaltfreie Handlungsmöglichkeiten.
- Interviewprojekt: Führe ein Interview mit einer Lehrkraft, einer Gedenkstättenmitarbeiterin, einem Kommunalpolitiker oder einer Beratungsstelle über demokratisches Engagement.
- Medienkompetenz: Erstelle eine Checkliste, mit der Jugendliche extremistische Inhalte, Fake News und Verschwörungserzählungen besser erkennen können.
Schwer
- Ausstellung: Plane eine kleine Ausstellung zum Thema Gegen Faschismus mit historischen Beispielen, Gegenwartsbezug, Quellen, Bildern und Reflexionsfragen.
- Debattenformat: Organisiere eine strukturierte Debatte zur Frage, wie eine Demokratie ihre Gegner bekämpfen kann, ohne selbst undemokratisch zu werden.
- Lokale Forschung: Untersuche, welche Spuren von Nationalsozialismus, Verfolgung, Widerstand oder Erinnerungskultur es in Deinem Ort gibt, und präsentiere Deine Ergebnisse quellenkritisch.
- Aktionskonzept: Entwickle ein gewaltfreies, rechtsstaatliches Schulprojekt gegen Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

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Lernkontrolle
- Analyseaufgabe: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie eine scheinbar harmlose Aussage durch Feindbilder und Entmenschlichung gefährlich werden kann.
- Transferaufgabe: Übertrage die Leitfragen zur Erkennung faschistischer Muster auf ein aktuelles, fiktives Social-Media-Beispiel und begründe Deine Einschätzung.
- Urteilsaufgabe: Beurteile, warum eine Demokratie auch gegenüber ihren Gegnern rechtsstaatlich handeln muss.
- Handlungsaufgabe: Entwickle einen Plan für eine Schule, die auf diskriminierende Vorfälle reagieren will, ohne vorschnell zu beschuldigen oder Betroffene allein zu lassen.
- Vergleichsaufgabe: Vergleiche historischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus mit heutigen Formen demokratischen Engagements und erkläre Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede.
- Reflexionsaufgabe: Diskutiere, warum Erinnerungskultur nicht nur aus Gedenktagen besteht, sondern auch aus Alltagshandeln.
Lernnachweis
- Portfolio: Sammle Deine Begriffskarte, Quellenchecks, Analysen und Reflexionen in einem geordneten Portfolio.
- Quellenanalyse: Weise nach, dass Du zwischen wissenschaftlichen, journalistischen, aktivistischen und unseriösen Quellen unterscheiden kannst.
- Präsentation: Stelle ein Beispiel für Widerstand, Zivilcourage oder demokratische Prävention vor und erkläre seine Bedeutung.
- Produkt: Erstelle ein Lernprodukt, zum Beispiel Plakat, Podcast, Ausstellungstafel, Video, Essay oder digitale Pinnwand.
- Reflexion: Beschreibe, was Du über Deine eigene Verantwortung in demokratischen Konflikten gelernt hast.
- Feedback: Hole Rückmeldung von Mitschülerinnen, Mitschülern oder Lehrenden ein und überarbeite Dein Lernprodukt.
- Handlungskonzept: Formuliere konkrete, gewaltfreie und rechtsstaatliche Schritte gegen Menschenfeindlichkeit in Deinem Umfeld.
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