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Gedichte kreativ umgestalten - aiMOOC

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Gedichte kreativ umgestalten - aiMOOC



Einleitung

Gedichte kreativ umgestalten bedeutet, ein vorhandenes Gedicht nicht nur zu lesen und zu analysieren, sondern es als Ausgangspunkt für eine eigene Gestaltung zu nutzen. Du kannst dabei den Inhalt, die Form, die Perspektive, das Medium, die Sprache oder die Wirkung verändern. So entsteht aus einem Gedicht zum Beispiel ein Poetry Slam, ein Comic, ein Videopoem, ein Songtext, eine Collage, ein Innerer Monolog, eine Szenische Interpretation oder ein modernes Gedicht in Alltagssprache.

Beim kreativen Umgestalten geht es nicht darum, ein Gedicht beliebig zu verändern. Du lernst, genau hinzusehen: Welche Bilder, Gefühle, Motive, Klänge und Strukturen machen den Text besonders? Erst wenn Du den Ausgangstext verstanden hast, kannst Du bewusst entscheiden, was erhalten bleibt und was neu gestaltet wird. Dadurch verbindest Du Gedichtanalyse, Textproduktion, Interpretation und Kreativität.

Datei:Quill and ink.svg

Dieser aiMOOC zeigt Dir, wie Du Gedichte kreativ, reflektiert und verantwortungsvoll umgestalten kannst. Du lernst Methoden kennen, probierst eigene Gestaltungsformen aus und überprüfst, ob Deine neue Version noch sinnvoll mit dem Ausgangsgedicht verbunden ist.

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Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was kreatives Schreiben im Umgang mit Lyrik bedeutet. Du kannst zentrale Merkmale eines Gedichts erkennen, etwa Strophe, Vers, Reim, Metrum, Rhythmus, Klang, Bildsprache, Metapher und lyrisches Ich. Außerdem kannst Du ein Gedicht nach einem selbst gewählten Gestaltungsziel verändern, Deine Entscheidungen begründen und die Wirkung Deiner Umgestaltung mit dem Ursprungstext vergleichen.


Kompetenzen

  1. Lesekompetenz: Du erschließt Inhalt, Stimmung, Sprecherperspektive und sprachliche Gestaltung eines Gedichts.
  2. Schreibkompetenz: Du entwickelst aus einem Ausgangstext eine eigene sprachliche oder mediale Gestaltung.
  3. Interpretationskompetenz: Du begründest, wie Deine Veränderungen die Aussage und Wirkung des Gedichts verschieben.
  4. Medienkompetenz: Du setzt Bild, Ton, Stimme, Video oder digitale Werkzeuge bewusst ein.
  5. Urteilskompetenz: Du reflektierst Grenzen zwischen kreativer Bearbeitung, respektvoller Interpretation und unpassender Verfälschung.


Grundwissen: Was ist ein Gedicht?

Ein Gedicht ist ein lyrischer Text, der häufig in Versen und Strophen gestaltet ist. Viele Gedichte arbeiten mit Verdichtung: Wenige Wörter können viele Bedeutungen, Bilder und Gefühle auslösen. Gedichte können reimen, müssen es aber nicht. Sie können einem regelmäßigen Metrum folgen oder frei rhythmisiert sein. Entscheidend ist, dass Sprache in Gedichten besonders bewusst geformt ist.

In der Lyrik begegnen Dir häufig ein lyrisches Ich, eine besondere Bildsprache, auffällige Klangfiguren, Wiederholungen, Symbole und ungewöhnliche Vergleiche. Diese Mittel sind für kreative Umgestaltungen wichtig, weil sie Dir zeigen, was den Kern des Gedichts ausmacht. Wenn Du diesen Kern erkennst, kannst Du ihn bewahren, umdeuten oder bewusst brechen.


Zentrale Merkmale von Gedichten

  1. Vers: Eine einzelne Gedichtzeile, die oft durch Rhythmus, Klang oder Sinn gegliedert ist.
  2. Strophe: Ein Abschnitt aus mehreren Versen, vergleichbar mit einem Absatz in Prosatexten.
  3. Reim: Gleichklang am Ende oder innerhalb von Versen, zum Beispiel Paarreim oder Kreuzreim.
  4. Metrum: Regelmäßige Abfolge betonter und unbetonter Silben, etwa Jambus oder Trochäus.
  5. Rhythmus: Der hörbare Bewegungsfluss eines Gedichts beim Sprechen oder Lesen.
  6. Klang: Wirkung von Lauten, Wiederholungen, Alliterationen und Assonanzen.
  7. Bildsprache: Sprachliche Bilder wie Metaphern, Vergleiche und Symbole.
  8. lyrisches Ich: Die Sprecherinstanz im Gedicht, die nicht automatisch mit der Autorin oder dem Autor gleichzusetzen ist.

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Was bedeutet kreative Umgestaltung?

Eine kreative Umgestaltung ist eine produktive Auseinandersetzung mit einem Ausgangsgedicht. Du nimmst Merkmale des Gedichts auf und entwickelst daraus etwas Neues. Dabei kann der ursprüngliche Text sichtbar bleiben, etwa durch Motive, Bilder, einzelne Schlüsselwörter oder die Grundstimmung. Er kann aber auch stark verändert werden, wenn Du die Veränderung bewusst begründest.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Nachmachen, Verändern und Interpretieren. Beim Nachmachen übernimmst Du nur die Oberfläche. Beim Verändern entscheidest Du, welche Elemente Du austauschst. Beim Interpretieren erklärst Du, warum Deine Veränderung sinnvoll ist. Eine starke kreative Umgestaltung verbindet alle drei Ebenen: Sie erkennt die Form, verändert sie bewusst und macht dadurch eine Deutung sichtbar.

Datei:3quills.jpg


Leitfrage der Umgestaltung

Die wichtigste Frage lautet: Was soll durch meine neue Gestaltung sichtbar werden? Vielleicht möchtest Du eine alte Sprache modernisieren, eine Nebenfigur sprechen lassen, eine Stimmung verstärken, Kritik zuspitzen, einen historischen Stoff in die Gegenwart übertragen oder einen stillen Text performativ zum Klingen bringen. Deine Gestaltung sollte also ein klares Ziel haben.


Schritte zur kreativen Umgestaltung


Schritt 1: Gedicht verstehen

Lies das Gedicht mehrmals. Markiere Wörter, die besonders auffallen. Achte auf Stimmung, Thema, Sprecherperspektive, Bilder, Gegensätze und wiederkehrende Motive. Kläre unbekannte Begriffe. Lies das Gedicht laut, denn viele Wirkungen entstehen erst durch Klang und Rhythmus.


Schritt 2: Bauplan erkennen

Untersuche, wie das Gedicht gebaut ist. Wie viele Strophen gibt es? Wie lang sind die Verse? Gibt es Reime? Welche Satzzeichen steuern das Lesen? Ist das Gedicht ruhig, sprunghaft, feierlich, ironisch oder erzählend? Dieser Bauplan hilft Dir zu entscheiden, was Du in Deiner Umgestaltung übernehmen oder verändern möchtest.


Schritt 3: Umgestaltungsziel festlegen

Wähle ein klares Ziel. Du kannst zum Beispiel sagen: Ich möchte das Gedicht aus der Sicht einer anderen Figur erzählen, Ich möchte die Stimmung durch ein Videopoem sichtbar machen oder Ich möchte aus dem Gedicht einen Raptext entwickeln, ohne das zentrale Motiv zu verlieren.


Schritt 4: Gestaltungsmittel auswählen

Entscheide, welche Mittel zu Deinem Ziel passen. Für eine moderne Fassung brauchst Du vielleicht Alltagssprache, kurze Sätze und aktuelle Beispiele. Für eine Collage brauchst Du Schlüsselwörter, Bilder und Kontraste. Für eine Szenische Interpretation brauchst Du Stimme, Bewegung, Raum und Rollen. Für einen Songtext brauchst Du Rhythmus, Wiederholung und eine mögliche Hookline.


Schritt 5: Entwurf erstellen

Schreibe, zeichne, sprich, filme oder komponiere einen ersten Entwurf. Halte Dich nicht zu früh an Perfektion auf. Entscheidend ist zunächst, dass Deine Idee sichtbar wird. Danach kannst Du gezielt überarbeiten.


Schritt 6: Wirkung prüfen

Vergleiche Deine Umgestaltung mit dem Ausgangsgedicht. Frage Dich: Was ist erhalten geblieben? Was hat sich verändert? Welche neue Wirkung entsteht? Ist die Verbindung zum Ausgangstext erkennbar? Welche gestalterischen Entscheidungen kannst Du begründen?


Schritt 7: Überarbeiten und reflektieren

Überarbeite Sprache, Struktur, Klang, Bildauswahl oder Präsentation. Ergänze eine kurze Reflexion, in der Du erklärst, welche Deutung Deiner Umgestaltung zugrunde liegt. Diese Reflexion ist wichtig, weil sie zeigt, dass Deine Kreativität auf Textverständnis beruht.


Formen der kreativen Umgestaltung


Perspektivwechsel

Beim Perspektivwechsel erzählst Du das Gedicht aus einer anderen Sicht. Aus dem lyrischen Ich kann eine beobachtende Figur werden. Ein Naturbild kann aus der Sicht eines Baumes, eines Flusses oder einer Stadt sprechen. Ein Liebesgedicht kann aus der Perspektive der angesprochenen Person neu entstehen. Dadurch veränderst Du Nähe, Bewertung und Aussage.


Zeitverlagerung

Bei der Zeitverlagerung überträgst Du das Gedicht in eine andere Zeit. Ein Gedicht aus der Romantik kann in eine heutige Großstadt verlegt werden. Ein Naturgedicht kann in eine Zukunft mit Klimakrise übertragen werden. Dabei solltest Du nicht nur moderne Gegenstände austauschen, sondern prüfen, welche Gefühle und Konflikte heute ähnlich oder anders erscheinen.


Sprachliche Modernisierung

Bei einer sprachlichen Modernisierung formulierst Du alte oder schwierige Sprache neu. Du kannst Umgangssprache, Jugendsprache oder sachliche Alltagssprache verwenden. Wichtig ist, dass die neue Sprache zur beabsichtigten Wirkung passt. Eine Modernisierung darf den Text vereinfachen, sollte ihn aber nicht gedankenlos verflachen.


Genrewechsel

Beim Genrewechsel verwandelst Du ein Gedicht in eine andere Textsorte. Aus einem Gedicht kann ein Tagebucheintrag, ein Brief, ein Dialog, eine Kurzgeschichte, eine Reportage, ein Theatermonolog oder ein Podcast werden. Der Genrewechsel zeigt besonders gut, was an einem Gedicht spezifisch lyrisch ist.


Medienwechsel

Beim Medienwechsel überträgst Du das Gedicht in ein anderes Medium. Du kannst ein Plakat, einen Comic, ein Storyboard, ein Hörspiel, ein Video, eine Performance, eine Fotostrecke oder eine digitale Präsentation gestalten. Dabei muss jedes Medium bewusst eingesetzt werden: Ein Bild zeigt etwas anderes als ein Vers, eine Stimme wirkt anders als ein schriftlicher Text.


Parodie und Kontrafaktur

Eine Parodie imitiert erkennbare Merkmale eines Gedichts, verändert sie aber komisch, kritisch oder übertrieben. Eine Kontrafaktur übernimmt eine Form, füllt sie aber mit neuem Inhalt. Beide Formen verlangen genaues Textverständnis, denn nur wer das Original erkennt, versteht die Veränderung.


Collage und Found Poetry

Eine Collage setzt Wörter, Verse, Bilder oder Textfragmente neu zusammen. Bei Found Poetry entstehen Gedichte aus bereits vorhandenen Sprachmaterialien, etwa Zeitungsüberschriften, Werbetexten oder Alltagsnotizen. Diese Methode zeigt, dass Poesie auch durch Auswahl, Anordnung und Kontext entsteht.


Poetry Slam und Performance

Beim Poetry Slam wird Sprache für den Vortrag gestaltet. Stimme, Tempo, Pausen, Betonung, Körperhaltung und Publikumskontakt werden wichtig. Wenn Du ein Gedicht in einen Slamtext verwandelst, kannst Du Gedanken zuspitzen, Wiederholungen einbauen und eine klare Sprechhaltung entwickeln.

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Kreative Techniken


Cluster und Mindmap

Ein Cluster sammelt spontane Einfälle rund um ein Schlüsselwort. Eine Mindmap ordnet Gedanken stärker. Für Gedichte eignen sich beide Methoden, um Motive, Gefühle, Bilder und moderne Bezüge zu finden. Schreibe zum Beispiel das zentrale Motiv in die Mitte und sammle dazu Farben, Geräusche, Orte, Figuren, Konflikte und mögliche Medien.


Blackout Poetry

Bei Blackout Poetry wird ein vorhandener Text teilweise geschwärzt, sodass aus den übrig gebliebenen Wörtern ein neuer poetischer Text entsteht. Im Unterricht eignet sich diese Methode besonders, um Auswahl, Verdichtung und neue Bedeutungen zu erproben. Verwende dafür am besten gemeinfreie Texte oder selbst verfasste Materialien.


Schreibimpulse

Schreibimpulse helfen, einen neuen Zugang zu finden. Beginne zum Beispiel mit einem Satz wie Heute würde das lyrische Ich sagen... oder Das Gedicht spielt plötzlich in... oder Ein Gegenstand aus dem Gedicht beginnt zu sprechen.... Solche Impulse öffnen neue Perspektiven, ohne den Ausgangstext zu vergessen.


Rollenkarte

Eine Rollenkarte beschreibt, wer spricht, was diese Figur weiß, was sie will und wie sie klingt. Wenn Du ein Gedicht dramatisierst, hilft Dir die Rollenkarte, eine klare Stimme zu entwickeln. Besonders spannend ist es, stumme Figuren, Naturgegenstände oder Randfiguren sprechen zu lassen.


Klangprobe

Lies Deinen Entwurf laut. Achte auf Rhythmus, Tempo, Pausen und Betonungen. Gedichte wirken nicht nur durch Bedeutung, sondern auch durch Klang. Eine Zeile kann inhaltlich richtig sein, aber beim Sprechen holpern. Die Klangprobe zeigt, wo Du kürzen, umstellen oder wiederholen solltest.


Beispielhafte Umgestaltungsideen

  1. Naturgedicht als Klimagedicht: Ein klassisches Naturmotiv wird in die Gegenwart ökologischer Fragen übertragen.
  2. Ballade als Nachrichtensendung: Eine dramatische Handlung wird journalistisch berichtet und kommentiert.
  3. Liebesgedicht als Chatverlauf: Nähe, Missverständnisse und unausgesprochene Gefühle werden in Kurznachrichten sichtbar.
  4. Sonett als Rap: Eine strenge Gedichtform wird mit Beat, Binnenreim und Hookline neu rhythmisiert.
  5. Stadtgedicht als Fotostrecke: Einzelne Verse werden mit Bildern, Farben und Blickwinkeln kombiniert.
  6. expressionistisches Gedicht als Videopoem: Unruhe, Großstadt und innere Spannung werden durch Schnitt, Ton und Bildsprache gestaltet.
  7. Haiku als Miniaturfilm: Wenige Wörter werden in wenige stille Einstellungen übertragen.
  8. romantisches Gedicht als Gegenrede: Eine moderne Stimme widerspricht der Sehnsucht, ergänzt sie oder stellt sie infrage.


Urheberrecht und respektvoller Umgang

Beim kreativen Umgestalten musst Du das Urheberrecht beachten. Viele ältere Gedichte sind gemeinfrei, weil die Schutzfrist abgelaufen ist. Bei modernen Gedichten darfst Du den vollständigen Text nicht einfach veröffentlichen, wenn Du keine Erlaubnis hast. Für Unterricht, Analyse und Zitat gelten besondere Regeln, doch eine Veröffentlichung im Internet erfordert besondere Vorsicht.

Respektvoller Umgang bedeutet außerdem, dass Du ein Gedicht nicht nur als Material benutzt, sondern Dich ernsthaft mit seiner Aussage auseinandersetzt. Eine kritische, ironische oder experimentelle Umgestaltung ist möglich, sollte aber begründet sein. Gerade bei Gedichten über Leid, Krieg, Ausgrenzung, Tod oder Gewalt brauchst Du besondere Sensibilität.


Arbeitsplan für Dein eigenes Projekt

  1. Auswahl: Wähle ein geeignetes Gedicht, das Du verstehen und kreativ weiterentwickeln kannst.
  2. Analyse: Markiere Thema, Stimmung, Bilder, Sprecherperspektive und formale Auffälligkeiten.
  3. Deutung: Formuliere in zwei bis drei Sätzen, worum es im Gedicht für Dich geht.
  4. Ziel: Lege fest, welche neue Wirkung Deine Umgestaltung erzielen soll.
  5. Format: Entscheide Dich für eine Gestaltungsform wie Comic, Slamtext, Video, Brief, Collage oder Song.
  6. Entwurf: Erstelle eine erste Version ohne Perfektionsdruck.
  7. Feedback: Lass eine andere Person prüfen, ob die Verbindung zum Gedicht erkennbar ist.
  8. Überarbeitung: Verbessere Sprache, Aufbau, Wirkung und mediale Gestaltung.
  9. Reflexion: Schreibe eine Begründung Deiner wichtigsten Entscheidungen.
  10. Präsentation: Stelle Dein Ergebnis vor und vergleiche es mit dem Ausgangsgedicht.


Kriterien für eine gelungene Umgestaltung

Eine gelungene Umgestaltung zeigt, dass Du das Gedicht verstanden hast. Sie hat eine erkennbare eigene Idee, nutzt passende Gestaltungsmittel und macht die Veränderung nachvollziehbar. Sie darf frei, überraschend und experimentell sein, sollte aber nicht beliebig wirken. Besonders überzeugend ist eine Umgestaltung, wenn sie eine neue Sicht auf das Gedicht eröffnet.


Prüffragen

  1. Textbezug: Welche Motive, Bilder oder Strukturen des Ausgangsgedichts sind noch erkennbar?
  2. Eigenständigkeit: Was ist Deine eigene kreative Leistung?
  3. Wirkung: Welche Stimmung entsteht durch Deine Gestaltung?
  4. Begründung: Kannst Du erklären, warum Du diese Form gewählt hast?
  5. Sprache: Sind Wortwahl, Rhythmus und Ausdruck passend?
  6. Medium: Wird das gewählte Medium sinnvoll genutzt?
  7. Reflexion: Zeigst Du, wie Deine Umgestaltung den Ausgangstext deutet?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet es, ein Gedicht kreativ umzugestalten? (Ein Gedicht bewusst in eine neue sprachliche oder mediale Form zu übertragen) (!Ein Gedicht ohne Verständnis zufällig zu verändern) (!Ein Gedicht nur auswendig zu lernen) (!Ein Gedicht ausschließlich grammatisch zu untersuchen)




Was sollte am Anfang einer kreativen Umgestaltung stehen? (Das genaue Verstehen des Ausgangsgedichts) (!Die sofortige Veröffentlichung im Internet) (!Das Entfernen aller formalen Merkmale) (!Das Abschreiben einer fremden Interpretation)




Welche Frage hilft besonders bei der Planung einer Umgestaltung? (Welche neue Wirkung soll entstehen) (!Wie kann ich möglichst viele Wörter ersetzen) (!Wie vermeide ich jeden Bezug zum Original) (!Wie kann ich die Analyse vollständig weglassen)




Was ist ein Perspektivwechsel bei der Gedichtumgestaltung? (Das Gedicht wird aus einer anderen Sicht neu gestaltet) (!Das Gedicht wird nur in Großbuchstaben geschrieben) (!Das Gedicht wird ohne Satzzeichen abgeschrieben) (!Das Gedicht wird ausschließlich nach Reimen sortiert)




Was gehört zu den formalen Merkmalen vieler Gedichte? (Vers und Strophe) (!Kapitel und Fußnote) (!Quelle und Inhaltsverzeichnis) (!These und Beweisgang)




Was ist beim Medienwechsel entscheidend? (Das neue Medium muss die Aussage sinnvoll unterstützen) (!Das Gedicht darf nicht mehr erkennbar sein) (!Alle Wörter müssen unverändert bleiben) (!Die Gestaltung darf keine Wirkung haben)




Warum ist eine Reflexion nach der Umgestaltung wichtig? (Sie erklärt die gestalterischen Entscheidungen und ihre Wirkung) (!Sie ersetzt das kreative Produkt vollständig) (!Sie verhindert jede persönliche Deutung) (!Sie macht den Ausgangstext unwichtig)




Was beschreibt das lyrische Ich? (Die Sprecherinstanz im Gedicht) (!Die Autorin oder den Autor in jedem Fall persönlich) (!Die Überschrift eines Gedichts) (!Die Anzahl der Strophen)




Was ist eine Parodie? (Eine erkennbare Nachahmung mit komischer oder kritischer Veränderung) (!Eine wortgetreue Inhaltsangabe) (!Eine neutrale Quellenangabe) (!Eine zufällige Sammlung unbekannter Wörter)




Was solltest Du beim Veröffentlichen moderner Gedichte beachten? (Das Urheberrecht) (!Die Seitenzahl der Schulmappe) (!Die Farbe des Heftumschlags) (!Die Länge des Druckerkabels)





Memory

Perspektivwechsel Neue Sicht auf das Gedicht
Medienwechsel Übertragung in Bild, Ton oder Video
Metrum Regelmäßiger Sprechrhythmus
Metapher Sprachliches Bild
Reflexion Begründung der Gestaltung
Parodie Kritisch-komische Nachahmung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Perspektivwechsel Eine andere Stimme spricht
Zeitverlagerung Das Gedicht spielt in einer neuen Epoche
Genrewechsel Aus Lyrik wird eine andere Textsorte
Medienwechsel Sprache wird mit Bild, Ton oder Film verbunden
Reflexion Gestaltungsentscheidungen werden begründet






Kreuzworträtsel

Metapher Wie heißt ein sprachliches Bild in der Lyrik?
Strophe Wie heißt ein Abschnitt aus mehreren Versen?
Rhythmus Wie nennt man den hörbaren Bewegungsfluss eines Gedichts?
Reim Wie heißt ein Gleichklang von Wörtern in Gedichten?
Collage Wie heißt eine Gestaltung aus neu zusammengesetzten Fragmenten?
Perspektive Welcher Begriff bezeichnet die Sichtweise, aus der etwas dargestellt wird?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine kreative Umgestaltung beginnt mit dem genauen

des Ausgangsgedichts. Beim Perspektivwechsel spricht eine neue

im Text. Ein Medienwechsel überträgt das Gedicht in Bild, Ton oder

. Formale Merkmale wie Vers, Strophe und Reim zeigen den

eines Gedichts. Eine Reflexion erklärt, warum bestimmte gestalterische

getroffen wurden. Beim Veröffentlichen moderner Texte muss das

beachtet werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gedicht-Cover: Gestalte ein Titelbild zu einem Gedicht und erkläre in fünf Sätzen, welche Stimmung Deine Farben, Formen und Bilder ausdrücken.
  2. Perspektivsatz: Schreibe fünf neue Sätze aus der Sicht eines Gegenstands, der im Gedicht vorkommt.
  3. Wortschatz-Sammlung: Sammle zehn Schlüsselwörter aus einem Gedicht und ordne jedem Wort ein modernes Alltagswort zu.
  4. Klangprobe: Lies ein Gedicht laut vor und markiere Stellen, an denen Du Pausen, Betonung oder Tempo verändern würdest.


Standard

  1. Modernisierung: Übertrage ein älteres Gedicht in heutige Sprache und begründe, welche Wörter Du verändert hast.
  2. Chatverlauf: Verwandle ein Gedicht in einen Chat zwischen zwei Figuren, ohne das zentrale Thema zu verlieren.
  3. Comic: Gestalte aus einem Gedicht eine Comicseite mit mindestens sechs Bildern und passenden kurzen Texten.
  4. Poetry Slam: Schreibe aus einem Gedicht einen Slamtext und plane Betonungen, Pausen und Wiederholungen.


Schwer

  1. Videopoem: Erstelle ein kurzes Videokonzept zu einem Gedicht mit Bildideen, Geräuschen, Musikvorschlägen und Sprechertext.
  2. Kontrafaktur: Übernimm die Form eines Gedichts, aber fülle sie mit einem neuen aktuellen Thema.
  3. Mehrperspektivische Umgestaltung: Schreibe drei Versionen desselben Gedichts aus drei verschiedenen Perspektiven und vergleiche die Wirkung.
  4. Interpretationsportfolio: Erstelle ein Portfolio aus Analyse, kreativer Umgestaltung, Feedback und Reflexion zu einem selbst gewählten Gedicht.



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Lernkontrolle

  1. Deutungsvergleich: Vergleiche ein Ausgangsgedicht mit einer kreativen Umgestaltung und erkläre, welche Deutung durch die Veränderungen entsteht.
  2. Wirkungsanalyse: Untersuche, wie Stimme, Bild, Rhythmus oder Medium die Wirkung einer Umgestaltung beeinflussen.
  3. Transferaufgabe: Übertrage ein Naturgedicht in eine heutige gesellschaftliche Situation und begründe Deine Aktualisierung.
  4. Kriterienprüfung: Entwickle eigene Bewertungskriterien für eine gelungene Gedichtumgestaltung und wende sie auf ein Beispiel an.
  5. Reflexionsauftrag: Erkläre, warum kreative Freiheit ohne Textverständnis schnell beliebig werden kann.
  6. Urteilsaufgabe: Beurteile, ob eine stark veränderte Fassung noch als Umgestaltung des Ausgangsgedichts gelten kann.


Lernnachweis

Für den Lernnachweis erstellst Du eine eigene kreative Umgestaltung eines Gedichts und reichst zusätzlich eine Reflexion ein. Dein Lernnachweis soll zeigen, dass Du den Ausgangstext verstanden, eine bewusste Gestaltungsentscheidung getroffen und die Wirkung Deiner Veränderung erklären kannst.


Bestandteile des Lernnachweises

  1. Ausgangstext: Nenne Titel, Autorin oder Autor und Entstehungskontext, soweit bekannt.
  2. Analyse: Beschreibe Thema, Stimmung, Sprecherperspektive und mindestens drei sprachliche oder formale Merkmale.
  3. Gestaltungsprodukt: Erstelle eine kreative Umgestaltung, zum Beispiel Text, Comic, Audioentwurf, Videokonzept, Performanceplan oder Collage.
  4. Reflexion: Erkläre, welche Elemente Du übernommen, verändert oder bewusst gebrochen hast.
  5. Vergleich: Zeige, welche neue Wirkung Deine Umgestaltung im Vergleich zum Ausgangsgedicht erzeugt.


Bewertungsraster

  1. Textverständnis: Der Bezug zum Ausgangsgedicht ist sachlich richtig und nachvollziehbar.
  2. Kreativität: Die Umgestaltung zeigt eine eigenständige Idee und passende Gestaltungsmittel.
  3. Kohärenz: Das Produkt wirkt in sich stimmig und nicht zufällig zusammengesetzt.
  4. Reflexion: Die Entscheidungen werden klar und differenziert begründet.
  5. Präsentation: Sprache, Form und mediale Gestaltung unterstützen die beabsichtigte Wirkung.




OERs zum Thema



Links


Zusammenfassung

Gedichte kreativ umzugestalten heißt, Lyrik aktiv zu verstehen und produktiv weiterzuentwickeln. Eine überzeugende Umgestaltung beginnt mit genauer Analyse, erkennt den Bauplan des Gedichts und verfolgt ein klares Gestaltungsziel. Du kannst Perspektive, Zeit, Sprache, Form oder Medium verändern. Entscheidend ist, dass Deine neue Fassung eine erkennbare Beziehung zum Ausgangsgedicht hat und eine begründbare Wirkung erzeugt. So wird aus Gedichtanalyse ein kreativer, reflektierter und eigenständiger Lernprozess.


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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
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Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

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  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
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  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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