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Freie Bildung durch Verlagsarbeit

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Freie Bildung durch Verlagsarbeit



Einleitung

Ist das Schaffen von freier Bildung durch Verlagsarbeit ein Widerspruch in sich? Die kurze Antwort lautet: Nein, nicht zwingend – aber es ist ein Spannungsfeld. Ein Widerspruch entsteht dann, wenn Verlagsarbeit vor allem auf Ausschluss, exklusiven Nutzungsrechten, geschlossenen Plattformen oder dauerhaften Paywalls beruht. Kein Widerspruch entsteht, wenn Verlagsarbeit professionelle Qualität, Lektorat, Didaktik, Barrierefreiheit, Gestaltung, Verbreitung und langfristige Pflege von Open Educational Resources unterstützt.

Freie Bildung bedeutet nicht einfach, dass Lernmaterialien nichts kosten. Entscheidend ist, ob Menschen Lernmaterialien rechtlich und praktisch nutzen, speichern, kopieren, bearbeiten, kombinieren und weitergeben dürfen. In der OER-Debatte werden diese Rechte oft als 5V-Freiheiten beschrieben: verwahren, verwenden, verarbeiten, vermischen und verbreiten. Diese Freiheiten setzen meist eine offene Lizenz voraus, zum Beispiel Creative-Commons-Lizenzen wie CC BY oder CC BY-SA.

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Die Frage ist deshalb nicht: Dürfen Verlage an Bildung arbeiten? Die bessere Frage lautet: Welche Form von Verlagsarbeit fördert Bildung als Gemeingut, und welche Form verengt Bildung zu einer Ware? Ein Verlag kann freie Bildung unterstützen, wenn er sein Können in den Dienst offener Materialien stellt: Autorinnen und Autoren koordinieren, Texte prüfen, Quellen klären, Layouts erstellen, Materialien barrierearm gestalten, Übersetzungen organisieren, Aktualisierungen pflegen und die Auffindbarkeit verbessern. Er kann freie Bildung aber auch behindern, wenn er Zugänge beschränkt, Nachnutzung verbietet oder Lernende und Lehrende an proprietäre Systeme bindet.


Grundbegriffe


Freie Bildung

Freie Bildung zielt darauf, Lernchancen unabhängig von Herkunft, Einkommen, Wohnort, Sprache, Behinderung oder institutionellem Zugang zu ermöglichen. Sie umfasst drei Dimensionen:

  1. Zugang: Lernende und Lehrende können Materialien ohne unnötige Hürden erreichen.
  2. Nutzungsrechte: Materialien dürfen rechtssicher genutzt, kopiert, verändert und weitergegeben werden.
  3. Teilhabe: Lernende, Lehrende, Schulen, Hochschulen, Bibliotheken, Initiativen und Öffentlichkeit können Inhalte mitgestalten.

Freie Bildung ist daher enger mit Bildungsgerechtigkeit verbunden als mit einem bloßen Null-Euro-Preis. Ein kostenloses Arbeitsblatt ohne offene Lizenz kann im rechtlichen Sinn unfrei bleiben, weil Lehrkräfte es nicht bearbeiten oder weiterveröffentlichen dürfen. Ein professionell erstelltes OER-Lehrwerk kann dagegen frei sein, obwohl seine Erstellung bezahlt wurde.


Open Educational Resources

Open Educational Resources, kurz OER, sind Bildungsmaterialien, die unter einer offenen Lizenz stehen oder gemeinfrei sind. Dazu gehören zum Beispiel Texte, Aufgaben, Videos, Bilder, Simulationen, Prüfungsformate, Arbeitsblätter, Lehrbücher, Unterrichtsverläufe, Kurse und Datensammlungen. Wichtig ist, dass die Lizenz nicht nur das Anschauen erlaubt, sondern auch Nachnutzung, Anpassung und Weitergabe ermöglicht.

OER sind besonders stark, wenn sie nicht nur als PDF bereitstehen, sondern auch in bearbeitbaren Formaten. Ein offenes Schulbuch als gesperrtes PDF ist zwar besser als ein geschlossenes Produkt, aber für echte Anpassung weniger geeignet als eine bearbeitbare Datei, ein Wiki, ein offenes Textformat oder ein versioniertes Repository.


Verlagsarbeit

Verlagsarbeit umfasst weit mehr als das Verkaufen von Büchern. Zu ihr gehören Auswahl, Entwicklung, Redaktion, Lektorat, Korrektorat, Gestaltung, Rechteklärung, Produktion, Verbreitung, Marketing, Autorinnen- und Autorenbetreuung, Qualitätssicherung, Aktualisierung und Archivierung. In der Bildung kommen außerdem didaktische Strukturierung, Lehrplanbezug, Aufgabenentwicklung, Differenzierung, Barrierefreiheit und digitale Nutzbarkeit hinzu.

Ein Bildungsverlag kann also eine wichtige Rolle spielen, wenn freie Materialien professionell, zuverlässig und nachhaltig entstehen sollen. Die entscheidende Frage ist, ob der Verlag seine Arbeit als Beitrag zu einem offenen Bildungsökosystem versteht oder als Kontrolle über knappe Zugänge.


Das Spannungsfeld


Warum es wie ein Widerspruch wirken kann

Auf den ersten Blick scheint freie Bildung schlecht zu Verlagsarbeit zu passen. Verlage arbeiten traditionell mit Urheberrechten, exklusiven Nutzungsrechten, Verkaufspreisen, Lizenzen, Abonnements und kontrollierten Vertriebskanälen. Freie Bildung fordert dagegen Offenheit, Nachnutzbarkeit, Anpassbarkeit und gemeinschaftliche Weiterentwicklung. Daraus entstehen typische Konflikte:

  1. Geschäftsmodell: Wie wird professionelle Arbeit bezahlt, wenn das Ergebnis frei nutzbar ist?
  2. Exklusivität: Kann ein Verlag investieren, ohne alleinige Verwertungsrechte zu besitzen?
  3. Qualitätskontrolle: Wer sichert Qualität, wenn viele Menschen Material verändern dürfen?
  4. Nachhaltigkeit: Wer pflegt, aktualisiert und hostet offene Materialien langfristig?
  5. Marktmacht: Entstehen neue Abhängigkeiten durch Plattformen, Logins, Datenerhebung oder proprietäre Formate?

Diese Fragen sind ernst zu nehmen. Sie zeigen aber keinen logischen Widerspruch, sondern ein Gestaltungsproblem. Freie Bildung braucht ebenfalls Arbeit, Verantwortung, Finanzierung und Qualitätssicherung. Genau hier kann professionelle Verlagsarbeit sinnvoll sein.


Warum es kein notwendiger Widerspruch ist

Ein Widerspruch läge nur dann vor, wenn Verlagsarbeit grundsätzlich bedeuten würde, Wissen zu verschließen. Das ist aber nicht zwingend der Fall. Verlage können auch als Dienstleister, Kuratoren, Qualitätsentwickler und Infrastrukturanbieter für offene Bildung arbeiten. Bezahlt werden kann dann nicht die künstliche Verknappung des Materials, sondern die professionelle Leistung rund um das Material.

Beispiele für vereinbare Modelle sind:

  1. Öffentliche Finanzierung: Eine öffentliche Stelle beauftragt ein frei lizenziertes Lehrwerk, das anschließend allen zur Verfügung steht.
  2. Dienstleistungsmodell: Der Inhalt ist frei, aber Fortbildungen, Druck, Anpassungen, Beratung oder technische Betreuung werden bezahlt.
  3. Mischfinanzierung: Stiftungen, öffentliche Programme, Schulen, Hochschulen und Verlage teilen Entwicklungskosten.
  4. Community Publishing: Eine Gemeinschaft entwickelt Material, ein Verlag übernimmt Lektorat, Gestaltung, Distribution und Qualitätssicherung.
  5. Open-Access-Modell: Veröffentlichung und Qualitätssicherung werden finanziert, der Zugang bleibt offen.

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Entscheidungskriterien


Wann Verlagsarbeit freie Bildung stärkt

Verlagsarbeit stärkt freie Bildung, wenn sie Offenheit nicht nur behauptet, sondern praktisch ermöglicht. Dafür sind folgende Kriterien wichtig:

  1. Offene Lizenz: Das Material steht unter einer Lizenz, die Nutzung, Bearbeitung und Weitergabe erlaubt.
  2. Transparenz: Finanzierung, Autorenschaft, Quellen und Lizenzbedingungen sind klar angegeben.
  3. Bearbeitbarkeit: Materialien liegen in Formaten vor, die Anpassungen ermöglichen.
  4. Barrierefreiheit: Texte, Bilder, Videos und Aufgaben sind möglichst inklusiv gestaltet.
  5. Qualitätssicherung: Fachliche Richtigkeit, didaktische Qualität und Aktualität werden überprüft.
  6. Datenschutz: Digitale Plattformen respektieren die Daten von Lernenden und Lehrenden.
  7. Interoperabilität: Materialien funktionieren auch außerhalb einer einzelnen proprietären Plattform.
  8. Partizipation: Lehrende und Lernende können Rückmeldungen geben, Fehler melden und Verbesserungen beitragen.


Wann ein Widerspruch entsteht

Ein echter Widerspruch entsteht, wenn ein Projekt freie Bildung verspricht, aber zentrale Freiheitsrechte einschränkt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Materialien zwar kostenlos sichtbar sind, aber nicht bearbeitet werden dürfen. Ebenso problematisch sind Angebote, die nur über geschlossene Plattformen erreichbar sind, die starke Datenspuren erzeugen oder die Schulen langfristig abhängig machen.

Problematisch sind besonders:

  1. Paywalls: Zugang nur gegen laufende Zahlung.
  2. Kopierschutz: Technische Sperren verhindern legale Nutzung oder Anpassung.
  3. Proprietäre Formate: Materialien lassen sich nur mit bestimmter Software verwenden.
  4. Vendor Lock-in: Wechsel zu anderen Systemen wird künstlich erschwert.
  5. Intransparente Lizenzen: Nutzende wissen nicht, was sie rechtlich dürfen.
  6. Scheinoffenheit: Material ist gratis, aber nicht wirklich frei.


Ethische Perspektive


Bildung als Gemeingut

Bildung hat eine besondere gesellschaftliche Bedeutung. Sie ist nicht nur ein privater Vorteil, sondern stärkt Demokratie, Mündigkeit, Teilhabe, Innovation und soziale Gerechtigkeit. Darum wird Bildung häufig als Gemeingut verstanden. Gemeingut heißt nicht, dass niemand bezahlt wird. Es heißt, dass die Ergebnisse möglichst vielen zugutekommen und nicht künstlich verknappt werden.

Aus dieser Perspektive kann öffentlich finanzierte Bildungsproduktion besonders gut mit offenen Lizenzen verbunden werden. Wenn die Allgemeinheit die Erstellung bezahlt, spricht viel dafür, dass die Allgemeinheit die Ergebnisse auch nutzen, anpassen und weiterentwickeln darf. Verlage können in solchen Modellen weiterhin bezahlt werden, aber die Bezahlung gilt ihrer professionellen Leistung, nicht der dauerhaften Kontrolle über den Zugang.


Wirtschaftliche Perspektive

Wirtschaftlich betrachtet müssen Autorinnen, Illustratoren, Lektorinnen, Mediengestalter, Plattformentwicklerinnen und Projektleitungen bezahlt werden. Freie Bildung bedeutet nicht, dass diese Arbeit wertlos ist. Im Gegenteil: Gute freie Bildungsressourcen brauchen professionelle Arbeit. Die zentrale Verschiebung lautet: Bezahlt wird nicht die künstliche Verknappung des fertigen Materials, sondern die Erstellung, Pflege, Qualitätssicherung, Anpassung und Beratung.

Ein Verlag kann in diesem Modell ein Partner öffentlicher Bildung sein. Er kann Druckausgaben verkaufen, Schulen bei Anpassungen unterstützen, Fortbildungen anbieten, barrierearme Versionen erstellen, Übersetzungen koordinieren oder digitale Infrastrukturen betreuen. Der freie Kern des Materials bleibt dabei offen.


Pädagogische Perspektive

Für Lehrende ist Offenheit pädagogisch wertvoll, weil Unterricht nie für alle Gruppen identisch funktioniert. Eine Klasse braucht vereinfachte Sprache, eine andere vertiefende Aufgaben, eine dritte regionale Beispiele oder mehrsprachige Materialien. OER ermöglichen Anpassung. Verlage können diese Anpassbarkeit unterstützen, indem sie Materialien modular, editierbar und transparent aufbauen.

Für Lernende kann freie Bildung bedeuten, dass sie nicht nur konsumieren, sondern aktiv mitgestalten. Sie können Aufgaben verbessern, Erklärvideos erstellen, Glossare ergänzen, Fehler melden oder lokale Beispiele einfügen. So wird Bildung von einem Produkt zu einem Prozess.


Zwischenfazit

Das Schaffen von freier Bildung durch Verlagsarbeit ist kein Widerspruch in sich. Es ist ein Widerspruch nur dann, wenn Verlagsarbeit auf Abschottung angewiesen bleibt. Wird Verlagsarbeit jedoch als professionelle Unterstützung offener Bildungsprozesse verstanden, kann sie freie Bildung stärken. Die entscheidenden Prüffragen lauten:

  1. Lizenzfrage: Dürfen andere das Material nutzen, verändern und weitergeben?
  2. Zugangsfrage: Können Lernende und Lehrende ohne unnötige Hürden darauf zugreifen?
  3. Finanzierungsfrage: Wird professionelle Arbeit fair bezahlt, ohne Offenheit zu zerstören?
  4. Qualitätsfrage: Sind Inhalte fachlich, didaktisch und technisch gut?
  5. Machtfrage: Entstehen neue Abhängigkeiten oder wird Teilhabe erweitert?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist für freie Bildung im Sinne von OER besonders wichtig? (Eine offene Lizenz mit Nutzungs- und Bearbeitungsrechten) (!Ein möglichst hoher Verkaufspreis) (!Ein Kopierschutz für alle Materialien) (!Eine Nutzung nur auf einer Plattform)




Warum ist Verlagsarbeit nicht automatisch ein Widerspruch zu freier Bildung? (Weil Verlage auch Qualitätssicherung und offene Veröffentlichung unterstützen können) (!Weil freie Bildung grundsätzlich keine Rechte braucht) (!Weil Verlage immer kostenlos arbeiten) (!Weil geschlossene Plattformen automatisch frei sind)




Was beschreibt die Aussage gratis ist nicht automatisch frei am besten? (Kostenloser Zugang ersetzt keine offenen Nutzungsrechte) (!Kostenlose Materialien sind immer illegal) (!Freie Materialien dürfen nie bezahlt erstellt werden) (!Bildung braucht keine Lizenzen)




Welche Aufgabe gehört typischerweise zur Verlagsarbeit? (Lektorat und redaktionelle Qualitätssicherung) (!Abschaffung aller Urheberrechte) (!Verbot von Unterrichtsanpassungen) (!Sperrung gemeinfreier Inhalte)




Wann entsteht ein klarer Konflikt mit freier Bildung? (Wenn Materialien nicht bearbeitet oder weitergegeben werden dürfen) (!Wenn ein Text fachlich geprüft wird) (!Wenn Autorinnen bezahlt werden) (!Wenn ein Material barrierearm gestaltet wird)




Welches Modell kann Verlagsarbeit und OER gut verbinden? (Öffentlich finanzierte Erstellung mit offener Lizenz) (!Dauerhafte Exklusivrechte ohne Nachnutzung) (!Nur gedruckte Bücher ohne Kopiererlaubnis) (!Kostenloses Anschauen ohne Bearbeitungsrecht)




Was bedeutet Vendor Lock-in im Bildungskontext? (Abhängigkeit von einem bestimmten Anbieter oder System) (!Freie Wahl zwischen offenen Formaten) (!Gemeinschaftliche Pflege von Materialien) (!Barrierefreier Zugang ohne Anmeldung)




Warum sind bearbeitbare Formate für OER wichtig? (Sie ermöglichen Anpassung an konkrete Lernkontexte) (!Sie verhindern jede Veränderung) (!Sie machen Lizenzen überflüssig) (!Sie schließen Lernende vom Material aus)




Was ist ein wichtiges ethisches Argument für offene Bildungsmaterialien? (Öffentlich gefördertes Wissen soll möglichst vielen zugutekommen) (!Wissen soll künstlich knapp gehalten werden) (!Nur zahlende Gruppen sollen lernen können) (!Bildung soll möglichst unverständlich bleiben)




Welche Prüffrage hilft bei der Bewertung eines Bildungsangebots? (Dürfen andere das Material nutzen, verändern und weitergeben) (!Ist das Material möglichst schwer auffindbar) (!Ist das Material nur mit Spezialsoftware nutzbar) (!Sind die Lizenzbedingungen verborgen)





Memory

Freie Lizenz Nutzung Bearbeitung Weitergabe
Verlag Lektorat Gestaltung Verbreitung
OER Offene Bildungsmaterialien
Paywall Zugang nur gegen Zahlung
Commons Gemeinsam nutzbare Ressource
Transparenz Klare Finanzierung und Lizenz





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Offene Lizenz Rechtsklarheit
Editierbares Format Anpassbarkeit
Finanzierung Nachhaltigkeit
Qualitätssicherung Verlässlichkeit
Barrierefreiheit Teilhabe






Kreuzworträtsel

Lizenz Was regelt, ob ein Material genutzt, bearbeitet und weitergegeben werden darf?
Verlag Welche Institution organisiert häufig Redaktion, Gestaltung und Veröffentlichung?
Lektorat Wie heißt die professionelle sprachliche und inhaltliche Prüfung eines Textes?
Commons Wie nennt man gemeinsam nutzbare Ressourcen im offenen Wissensraum?
Zugang Was wird durch Paywalls eingeschränkt?
Remix Wie nennt man das kreative Kombinieren und Bearbeiten vorhandener Materialien?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Freie Bildung beruht nicht allein auf einem niedrigen Preis, sondern auf einer

. Eine offene Lizenz erlaubt Lehrenden die

von Materialien. Verlagsarbeit kann freie Bildung stärken, wenn sie Qualität und

verbessert. Ein Widerspruch entsteht, wenn Geschäftsmodelle vor allem auf

beruhen. Nachhaltige Modelle verbinden professionelle Arbeit mit fairer

. Für Schulen ist wichtig, dass Materialien rechtssicher und

bleiben.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffskarte: Erstelle eine Begriffskarte zu freier Bildung, OER, offener Lizenz und Verlagsarbeit.
  2. Kostenlos oder frei: Suche ein kostenloses Lernmaterial und prüfe, ob es auch frei bearbeitet und weitergegeben werden darf.
  3. Lizenzsuche: Finde ein Bild auf Wikimedia Commons und notiere, welche Nutzung die Lizenz erlaubt.
  4. Mini-Interview: Frage eine Lehrkraft, welche Rolle Schulbücher, digitale Plattformen und offene Materialien im Unterricht spielen.


Standard

  1. Materialanalyse: Vergleiche ein klassisches Schulbuchkapitel mit einem OER-Material nach Zugang, Bearbeitbarkeit, Quellenangaben und Aufgabenqualität.
  2. Pro-Contra-Debatte: Bereite eine Debatte zur Frage vor, ob öffentlich finanzierte Bildungsinhalte grundsätzlich offen lizenziert sein sollten.
  3. Lizenzhinweis: Formuliere für ein selbst erstelltes Arbeitsblatt einen verständlichen Lizenzhinweis mit Autorenschaft, Titel, Lizenz und Quelle.
  4. Verlagsmodell: Entwickle ein Geschäftsmodell, bei dem ein Verlag freie Materialien erstellt und trotzdem fair bezahlt wird.


Schwer

  1. Policy-Konzept: Entwirf eine OER-Strategie für eine Schule, Kommune oder Hochschule mit Regeln zu Lizenzen, Qualitätssicherung und Finanzierung.
  2. Ethik-Fallstudie: Analysiere einen Fall, in dem ein Verlag kostenlose Materialien anbietet, aber Bearbeitung und Weitergabe verbietet.
  3. OER-Projekt: Erstelle ein kurzes frei lizenziertes Lernmodul mit Text, Aufgabe, Quellenangaben, Lizenzhinweis und bearbeitbarer Datei.
  4. Stakeholder-Analyse: Untersuche die Interessen von Lernenden, Lehrenden, Autorinnen, Verlagen, Staat, Plattformanbietern und Öffentlichkeit.



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Lernkontrolle

  1. Fallanalyse: Ein Verlag bietet ein kostenloses PDF für Schulen an, verbietet aber Veränderung und Weitergabe. Beurteile, ob dieses Angebot freie Bildung unterstützt, und begründe differenziert.
  2. Transferaufgabe: Entwickle ein Modell, wie eine Stadt ein frei lizenziertes digitales Lehrwerk beauftragen könnte, ohne professionelle Autorinnen und Verlage auszubeuten.
  3. Konfliktanalyse: Erkläre, warum Qualitätssicherung und Offenheit kein Gegensatz sein müssen, aber organisatorische Regeln brauchen.
  4. Entscheidungsmatrix: Erstelle Kriterien, mit denen eine Schule zwischen einem geschlossenen Lernportal, einem kostenlosen PDF-Angebot und einem OER-Kurs entscheiden kann.
  5. Perspektivwechsel: Schreibe eine Stellungnahme aus Sicht eines Verlages, der von einem klassischen Verkaufssystem auf ein offenes Dienstleistungsmodell umsteigen will.
  6. Demokratiebezug: Erläutere, warum freie Bildung für demokratische Teilhabe bedeutsam ist und welche Rolle professionelle Veröffentlichungsarbeit dabei spielen kann.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern das Spannungsfeld begründet beurteilen kannst.

  1. Begriffsverständnis: Du erklärst den Unterschied zwischen kostenlos, offen, frei lizenziert und gemeinfrei.
  2. Analysefähigkeit: Du prüfst konkrete Materialien anhand von Lizenz, Zugang, Bearbeitbarkeit, Qualität und Plattformabhängigkeit.
  3. Urteilskompetenz: Du beantwortest die Ausgangsfrage differenziert und vermeidest ein zu einfaches Ja oder Nein.
  4. Transferleistung: Du entwickelst ein tragfähiges Modell, in dem professionelle Verlagsarbeit freie Bildung unterstützt.
  5. Quellenkompetenz: Du gibst Quellen, Urheberinnen, Lizenzen und Bearbeitungen korrekt an.
  6. Gestaltungskompetenz: Du erstellst oder überarbeitest ein kleines offenes Lernmaterial mit verständlichem Lizenzhinweis.
  7. Reflexion: Du benennst Chancen, Risiken und Machtfragen offener und geschlossener Bildungsangebote.




OERs zum Thema



Weiterführende freie und offene Informationsquellen

  1. UNESCO: Informationen zu Open Educational Resources und zur internationalen OER-Empfehlung.
  2. Creative Commons: Grundlagen zu offenen Lizenzen und rechtssicherer Nachnutzung.
  3. Wikimedia Commons: Sammlung frei nutzbarer Medien mit Lizenzangaben.
  4. OERinfo: Deutschsprachige Informationen, Beispiele und Praxishilfen zu offenen Bildungsmaterialien.
  5. Open Access: Verwandtes Konzept für freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen.


Links


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  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
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Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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  2. Woyzeck - Georg Büchner
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  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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