Form und Aufbau eines Musikstücks erkennen - Musik analysieren


Form und Aufbau eines Musikstücks erkennen - Musik analysieren
Einleitung
Ein Musikstück wirkt oft wie ein zusammenhängender Strom aus Klang, Rhythmus, Melodie, Harmonie und Dynamik. Beim genauen Hören und Lesen der Notenschrift erkennst Du jedoch, dass Musik meist aus kleineren und größeren Bausteinen besteht. Diese Bausteine bilden eine musikalische Form: Sie zeigen, wo etwas wiederholt, verändert, kontrastiert, weiterentwickelt oder abgeschlossen wird. Wer die Formenlehre versteht, kann ein Stück begründet beschreiben und seine Wirkung erklären.
In diesem aiMOOC lernst Du, den Formverlauf eines Musikstücks zu erkennen, Abschnitte sinnvoll mit Buchstaben wie A, B oder A’ zu bezeichnen und Deine Analyse mit Hörbeobachtungen zu begründen. Du arbeitest mit kurzen Notenbeispielen, Hörbeispielen, interaktiven Aufgaben und eigenen Analyseprojekten. Besonders wichtig ist dabei: Eine gute Musikanalyse beginnt nicht mit Fachwörtern, sondern mit genauem Hören, Vergleichen und Begründen.
{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=S7NJ3YJRk2I |500|center}}
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du:
- Form als hörbaren und sichtbaren Aufbau eines Musikstücks erklären.
- Motive, Phrasen, Themen, Perioden und Abschnitte unterscheiden.
- Formprinzipien wie Wiederholung, Variation, Kontrast, Sequenz, Entwicklung und Rückkehr erkennen.
- einfache Formen wie Liedform, Strophenlied, Rondo, Variationensatz und Grundideen der Sonatenhauptsatzform beschreiben.
- eine kurze Analyse schriftlich, mündlich oder kreativ präsentieren.
Was bedeutet Form in der Musik?
Musikalische Formenlehre untersucht, wie musikalische Gedanken geordnet werden. Es geht nicht nur darum, ein Schema auswendig zu lernen. Entscheidend ist, wie die Musik Spannung aufbaut, Erwartungen erzeugt, Gegensätze herstellt und am Ende einen Zusammenhang bildet. Eine musikalische Form kann sehr einfach sein, etwa bei einem Strophenlied mit gleichbleibender Melodie. Sie kann aber auch sehr komplex sein, etwa in einer Sinfonie, einer Fuge oder einer Sonate.
Ein Formschema ist eine Art Landkarte. Es zeigt nicht jedes Detail, aber es hilft Dir, den Weg durch das Stück zu verstehen. Häufig nutzt man Buchstaben: A steht für einen ersten Abschnitt, B für einen deutlich anderen Abschnitt, A’ für eine veränderte Wiederkehr von A. So kann ein Stück etwa als A A’ B A beschrieben werden.

In diesem kurzen Beispiel hörst Du eine Ausgangsidee, eine veränderte Wiederholung, einen kontrastierenden Abschnitt und eine Rückkehr. Für die Analyse reicht es nicht, nur Buchstaben einzutragen. Du solltest begründen, woran Du die Abschnitte erkennst: an der Melodie, am Rhythmus, an der Tonart, an der Kadenz, an der Dynamik oder an der Besetzung.
Form und Wirkung
Die Form eines Musikstücks beeinflusst seine Wirkung. Eine häufige Wiederholung kann vertraut, stabil oder liedhaft wirken. Ein starker Kontrast kann Spannung erzeugen. Eine Variation zeigt, dass etwas gleich bleibt und sich zugleich verändert. Eine Reprise kann wie Heimkehr wirken, weil ein bekanntes Thema zurückkehrt. Eine Coda kann den Schluss verstärken oder überraschend erweitern.
Beim Analysieren solltest Du daher immer zwei Ebenen verbinden:
- Beschreibung: Was ist hörbar oder sichtbar?
- Deutung: Welche Funktion hat es im Stück?
Bausteine: Motiv, Phrase, Thema und Periode
Motiv
Ein Motiv ist eine kleine musikalische Einheit mit Wiedererkennungswert. Es kann aus wenigen Tönen, einem markanten Rhythmus oder einer charakteristischen Intervallfolge bestehen. Motive sind wie musikalische Keimzellen: Aus ihnen kann ein größeres Thema entstehen. Ein Motiv kann wiederholt, verschoben, verkürzt, verlängert, umgekehrt oder rhythmisch verändert werden.

Wenn Du ein Motiv analysierst, frage Dich: Welche Töne sind besonders wichtig? Welcher Rhythmus prägt das Motiv? Wird es sofort wiederholt? Wandert es in eine andere Tonhöhe? Entsteht daraus ein Thema?
Phrase und Thema
Eine Phrase ist eine musikalische Sinneinheit, vergleichbar mit einem Satzteil in der Sprache. Ein Thema ist meist länger als ein Motiv und kann aus mehreren Phrasen bestehen. Es wirkt oft abgeschlossen genug, um wiedererkannt zu werden, aber offen genug, um weiterentwickelt zu werden.

Die erste Phrase kann wie eine Frage wirken, weil sie musikalisch offen bleibt. Die zweite Phrase wirkt wie eine Antwort, weil sie auf den Grundton zurückführt. Solche Frage-Antwort-Strukturen helfen Dir, Perioden zu erkennen.
Periode und Satz
In der Formenlehre werden häufig zwei Arten von Themenbildung unterschieden: Periode und Satz. Eine Periode besteht oft aus einem Vordersatz und einem Nachsatz. Der Vordersatz öffnet, der Nachsatz schließt. Ein musikalischer Satz beginnt häufig mit einer Idee, wiederholt oder variiert sie und führt sie dann fort.
{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=Gdt4kk-cS8I |500|center}}
Für die schulische Analyse ist wichtig: Du musst nicht jedes Thema eindeutig in eine historische Schablone pressen. Du solltest aber begründen, ob ein Abschnitt eher als Frage-Antwort-Verlauf, als Fortspinnung oder als Reihung kleiner Einheiten wirkt.
Formprinzipien erkennen
Wiederholung
Wiederholung ist eines der wichtigsten Formprinzipien. Sie macht Musik verständlich, weil sie Bekanntes zurückbringt. Eine Wiederholung kann wörtlich sein oder leicht verändert auftreten. In der Analyse unterscheidest Du daher zwischen A und A’. A’ bedeutet: Der Abschnitt erinnert klar an A, enthält aber Veränderungen.

Variation
Bei einer Variation bleibt ein erkennbarer Kern erhalten, während einzelne Merkmale verändert werden. Das kann die Melodie, der Rhythmus, die Begleitung, das Tempo, die Tonart oder die Klangfarbe sein.

Achte beim Hören darauf, was gleich bleibt. Eine Variation ist nicht einfach ein neuer Abschnitt. Sie lebt davon, dass Du das ursprüngliche Material wiedererkennst.
Kontrast
Ein Kontrast entsteht, wenn ein Abschnitt deutlich anders wirkt als der vorherige. Das kann durch eine andere Melodiebewegung, eine neue Tonart, ein verändertes Tempo, einen anderen Rhythmus, andere Dynamik oder eine andere Instrumentation geschehen.

Entwicklung und Verarbeitung
Entwicklung bedeutet, dass ein musikalischer Gedanke weiterverarbeitet wird. Häufig wird ein Motiv zerlegt, sequenziert, rhythmisch verdichtet oder in andere Tonarten geführt. In der Sonatenhauptsatzform ist die Durchführung ein typischer Ort intensiver thematischer Arbeit.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=oHc2PJB6jTY |500|center}}
Einfache Formmodelle
Einteilige, zweiteilige und dreiteilige Form
Eine einteilige Form besteht aus einem zusammenhängenden Abschnitt. Eine zweiteilige Form hat zwei größere Teile, etwa A B oder A A’. Eine dreiteilige Form führt nach einem kontrastierenden Mittelteil zum Anfang zurück, etwa A B A. Diese Grundmodelle findest Du in vielen Liedern, Tänzen und kurzen Instrumentalstücken.
| Formmodell | Typischer Verlauf | Woran Du es erkennen kannst |
|---|---|---|
| A | ein zusammenhängender Abschnitt | keine deutliche Großgliederung, oft kurzer Umfang |
| A B | erster Abschnitt und neuer zweiter Abschnitt | anderer Schluss, andere Tonart oder anderes Material |
| A B A | Anfang, Kontrast, Rückkehr | bekanntes Material kehrt nach einem Mittelteil wieder |
| A A’ B A | Wiederholung, Variante, Kontrast, Rückkehr | Mischung aus Stabilität und Abwechslung |
Liedform und Strophenlied
In der Liedform ist die Verbindung von Text, Melodie und Form besonders wichtig. Beim Strophenlied bleibt die Melodie für mehrere Textstrophen gleich. Beim Refrain kehrt ein Abschnitt mit gleichem oder ähnlichem Text wieder. Viele Pop-Songs arbeiten mit Strophe, Pre-Chorus, Refrain und Bridge. Auch hier helfen Buchstaben: Strophe kann als A, Refrain als B, Bridge als C bezeichnet werden.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=cTJIGW9uZrI |500|center}}
Rondo
Beim Rondo kehrt ein Hauptteil immer wieder zurück. Ein häufiges Schema ist A B A C A. A heißt im Rondo oft Refrain, die Zwischenteile heißen Couplet oder Episoden. Das Rondo ist besonders gut hörbar, weil die Rückkehr des Hauptgedankens Orientierung gibt.

Variationensatz
Ein Variationensatz stellt zuerst ein Thema vor und verändert es dann mehrfach. Dabei bleibt ein Kern erkennbar. Manchmal bleibt die Harmonik fast gleich, während Rhythmus, Melodie und Begleitung verändert werden. In anderen Fällen verändert sich auch der Charakter: aus ruhig wird tänzerisch, aus schlicht wird virtuos, aus hell wird dunkel.

Größere Formen in der Kunstmusik
Sonatenhauptsatzform
Die Sonatenhauptsatzform ist ein wichtiges Formmodell der europäischen Klassik und tritt häufig in ersten Sätzen von Sonaten, Sinfonien und Streichquartetten auf. In vereinfachter Darstellung besteht sie aus Exposition, Durchführung und Reprise. In der Exposition werden zentrale Themen vorgestellt, in der Durchführung wird Material verarbeitet, und in der Reprise kehrt Wichtiges in veränderter tonaler Ordnung zurück. Oft folgt eine Coda.

Für die Schule ist entscheidend: Du musst die Sonatenhauptsatzform nicht als starres Schema behandeln. Untersuche, ob es einen Gegensatz zwischen Themen gibt, ob Material verarbeitet wird und ob eine Rückkehr stattfindet.
Fuge und Imitation
Eine Fuge ist eine mehrstimmige Form, in der ein Thema nacheinander in verschiedenen Stimmen einsetzt. Das Grundprinzip heißt Imitation. Schon ein kleines Beispiel mit zwei Stimmen zeigt, wie ein musikalischer Gedanke versetzt wiederkehren kann.

Bei einer Fuge ist die Form besonders eng mit der Mehrstimmigkeit verbunden. Du analysierst nicht nur Abschnitte, sondern auch Einsätze des Themas, Gegenstimmen, Zwischenspiele und Schlusswirkungen.
Kanon, Ostinato und Passacaglia
Ein Kanon arbeitet mit strenger zeitversetzter Nachahmung. Ein Ostinato ist eine beharrlich wiederkehrende Figur. In einer Passacaglia oder Chaconne kann ein wiederholtes Bass- oder Harmoniemodell die Form tragen. Solche Formen zeigen, dass Wiederholung nicht langweilig sein muss. Gerade die Spannung zwischen gleichbleibendem Fundament und wechselnden Oberstimmen macht ihre Wirkung aus.

Form in Pop, Rock, Filmmusik und Games
Auch in Popmusik, Rockmusik, Filmmusik und Computerspielmusik ist Form zentral. In Popsongs erkennst Du häufig Strophe, Pre-Chorus, Refrain, Bridge, Intro, Outro und Instrumentalsolo. In Filmmusik und Games spielen Leitmotive, Wiederkehr, Variation und Klangfarbenwechsel eine große Rolle. Ein Thema kann mit einer Figur verbunden sein und je nach Szene verändert erscheinen.
Ein sinnvoller Analysezugang lautet:
- Formteil: Welcher Abschnitt liegt vor?
- Funktion: Was leistet der Abschnitt?
- Material: Welches Motiv, Thema oder Klangmodell wird genutzt?
- Veränderung: Was verändert sich gegenüber früheren Stellen?
- Wirkung: Wie beeinflusst die Form das Hören?
Analyse in fünf Schritten
Schritt 1: Überblick hören
Höre das Stück zunächst ohne mitzuschreiben. Notiere nur Deinen ersten Eindruck: ruhig, tänzerisch, dramatisch, festlich, offen, geschlossen, überraschend oder regelmäßig. Dieser Eindruck ist noch keine Analyse, aber er hilft Dir, später die Wirkung der Form zu beschreiben.
Schritt 2: Wiederkehr erkennen
Höre erneut und markiere Stellen, die wiederkehren. Achte besonders auf Anfangsmotive, Refrains, auffällige Rhythmen und Schlusswendungen. Wenn ein Abschnitt fast gleich zurückkehrt, notiere A. Wenn er verändert zurückkehrt, notiere A’.
Schritt 3: Kontraste bestimmen
Suche Abschnitte, die deutlich anders wirken. Prüfe, ob sich Tempo, Metrum, Tonart, Register, Dynamik, Instrumentation, Rhythmus oder Melodie verändern. Ein deutlicher Kontrast kann ein neuer Formteil sein.
Schritt 4: Abschnitte benennen
Setze Buchstaben oder Fachbegriffe ein. Schreibe zum Beispiel Intro – A – B – A – C – A – Coda oder Strophe – Refrain – Strophe – Refrain – Bridge – Refrain. Wichtig ist, dass Du Deine Entscheidung begründest.
Schritt 5: Deutung formulieren
Verbinde Deine Formanalyse mit einer Wirkungsaussage. Beispiel: Die Rückkehr des A-Teils nach dem kontrastierenden B-Teil wirkt stabilisierend, weil das bekannte Motiv und die Ausgangstonart wieder erscheinen. So wird aus einer reinen Benennung eine echte Interpretation.
Analysezeichen und Fachbegriffe
| Zeichen oder Begriff | Bedeutung | Analysefrage |
|---|---|---|
| A | erster großer Abschnitt | Was macht den Anfang wiedererkennbar? |
| A’ | veränderte Wiederkehr | Was bleibt gleich und was verändert sich? |
| B | neuer oder kontrastierender Abschnitt | Worin besteht der Kontrast? |
| Motiv | kleine prägnante Einheit | Welche Ton- oder Rhythmusfigur prägt das Stück? |
| Phrase | musikalische Sinneinheit | Wo entsteht ein hörbarer Einschnitt? |
| Kadenz | harmonische Schlusswendung | Wirkt die Stelle offen oder geschlossen? |
| Reprise | Rückkehr eines Formteils | Kehrt Material in wichtiger Funktion zurück? |
| Coda | Schlussanhang | Wird der Schluss bestätigt, erweitert oder gesteigert? |
Beispielanalyse: Eine kurze musikalische Miniatur
Höre das folgende Beispiel mehrmals. Notiere zuerst nur, wann Du eine Wiederkehr hörst. Trage danach Buchstaben ein und begründe Deine Entscheidung.

Eine mögliche Analyse lautet: Die Miniatur hat die Form A A’ B A. Der erste Abschnitt A enthält eine aufsteigende Bewegung von c nach g. A’ beginnt gleich, endet aber anders. B kontrastiert durch eine höhere Lage und eine andere Bewegungsrichtung. Am Ende kehrt A zurück und schließt auf dem Grundton. Die Form wirkt dadurch übersichtlich: Zuerst entsteht Vertrautheit, dann Abwechslung, dann Rückkehr.
Hörstrategien für die Praxis
Eine gute Analyse entsteht durch wiederholtes Hören. Beim ersten Hören suchst Du den Gesamteindruck. Beim zweiten Hören markierst Du Wiederholungen. Beim dritten Hören prüfst Du Übergänge, Kadenzen und Kontraste. Danach vergleichst Du Deine Beobachtungen mit der Partitur oder einem Leadsheet, falls vorhanden. Besonders hilfreich ist es, mit Farben zu arbeiten: gleiche Farbe für gleiche Abschnitte, ähnliche Farbe für Varianten, neue Farbe für Kontraste.

Auch die Dynamik kann Form anzeigen. Ein Crescendo kann zu einem Höhepunkt führen. Ein Decrescendo kann einen Abschnitt schließen. Eine Generalpause kann einen neuen Formteil vorbereiten.
Typische Fehler beim Formanalysieren
Beim Analysieren passieren häufig ähnliche Fehler. Erstens werden Abschnitte manchmal nur nach Taktzahlen geteilt, ohne zu hören, ob wirklich ein Formeinschnitt entsteht. Zweitens wird jede kleine Veränderung als neuer Formteil gewertet, obwohl es sich vielleicht nur um eine Variante handelt. Drittens werden Fachbegriffe verwendet, ohne sie am Klang zu belegen. Viertens wird der Schluss übersehen, obwohl Kadenzen, Coda und Schlusssteigerungen oft entscheidend für die Form sind.
Merke Dir: Ein Formschema ist nur dann überzeugend, wenn es durch hörbare oder sichtbare Merkmale begründet wird.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt die Form eines Musikstücks am besten? (Den hörbaren und strukturellen Aufbau des Stücks) (!Nur die Lautstärke des Stücks) (!Nur die Anzahl der Instrumente) (!Nur die Tonhöhe des letzten Tons)
Was ist ein Motiv in der Musik? (Eine kleine prägnante musikalische Einheit) (!Ein vollständiges Konzertprogramm) (!Ein technisches Aufnahmegerät) (!Eine zufällige Pause ohne Funktion)
Was bedeutet A’ in einem Formschema? (Eine veränderte Wiederkehr von A) (!Ein völlig neuer Abschnitt ohne Bezug) (!Der lauteste Teil eines Stücks) (!Der Name einer Tonart)
Welches Formprinzip liegt vor, wenn ein Abschnitt deutlich anders klingt als der vorherige? (Kontrast) (!Wiederholung) (!Taktstrich) (!Notenschlüssel)
Welches Schema passt besonders gut zu einem einfachen Rondo? (A B A C A) (!A A A A A) (!B C D E F) (!Intro Coda Takt Ton)
Welche Aussage zu einer Variation ist richtig? (Ein erkennbarer Kern bleibt erhalten und wird verändert) (!Alles muss vollständig neu sein) (!Nur die Überschrift wird geändert) (!Die Musik darf keinen Rhythmus haben)
Wie heißt eine harmonische Schlusswendung? (Kadenz) (!Register) (!Besetzung) (!Auftakt)
Welche drei Großteile werden oft mit der Sonatenhauptsatzform verbunden? (Exposition Durchführung Reprise) (!Intro Strophe Refrain) (!Tempo Takt Pause) (!Klang Farbe Bild)
Was ist eine Coda? (Ein Schlussanhang) (!Ein Anfangsmotiv) (!Eine Art Notenschlüssel) (!Eine Gesangsübung ohne Form)
Welche Vorgehensweise ist für eine gute Formanalyse besonders sinnvoll? (Wiederholungen Kontraste und Rückkehr begründet markieren) (!Nur den Titel des Stücks abschreiben) (!Alle Takte ohne Hören gleich einteilen) (!Fachbegriffe ohne Belege sammeln)
Memory
| Motiv | kleine prägnante Einheit |
| Phrase | musikalische Sinneinheit |
| Reprise | Rückkehr eines Formteils |
| Coda | Schlussanhang |
| Rondo | wiederkehrender Hauptteil |
| Variation | veränderte Wiederaufnahme |
| Kadenz | harmonische Schlusswendung |
| Kontrast | deutlich andere Wirkung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Motiv | kleinster wiedererkennbarer Baustein |
| Phrase | musikalische Sinneinheit |
| A-Teil | erster größerer Abschnitt |
| B-Teil | kontrastierender größerer Abschnitt |
| Reprise | Rückkehr von bekanntem Material |
| Coda | abschließender Zusatz |
Kreuzworträtsel
| Motiv | Wie heißt eine kleine prägnante musikalische Einheit? |
| Thema | Wie heißt ein größerer musikalischer Gedanke mit Wiedererkennungswert? |
| Rondo | Welche Form lässt einen Hauptteil mehrfach wiederkehren? |
| Kadenz | Wie heißt eine harmonische Schlusswendung? |
| Coda | Wie heißt ein Schlussanhang? |
| Reprise | Wie heißt die Rückkehr eines wichtigen Formteils? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Formschema: Höre ein kurzes Lied und notiere ein einfaches Schema wie A B A oder Strophe Refrain Strophe Refrain.
- Motivsuche: Suche in einem Musikstück ein auffälliges Motiv und klatsche oder singe es nach.
- Farbmarkierung: Markiere gleiche und ähnliche Abschnitte eines ausgedruckten Liedtextes oder Notenblatts mit Farben.
- Hörprotokoll: Schreibe zu einem Stück drei Zeitpunkte auf, an denen etwas Neues beginnt oder etwas Bekanntes zurückkehrt.
Standard
- Liedanalyse: Analysiere einen Popsong mit Intro, Strophe, Refrain, Bridge und Outro und begründe Dein Formschema.
- Rondo-Projekt: Komponiere oder improvisiere ein kurzes Rondo mit dem Schema A B A C A.
- Variationsaufgabe: Erfinde ein viertaktiges Thema und gestalte zwei Variationen mit verändertem Rhythmus oder veränderter Begleitung.
- Vergleichsanalyse: Vergleiche die Form eines klassischen Tanzstücks mit der Form eines aktuellen Songs.
Schwer
- Sonatenanalyse: Untersuche einen Ausschnitt aus einer Sonate und prüfe, ob Exposition, Durchführung oder Reprise erkennbar sind.
- Filmmusik: Analysiere, wie ein Leitmotiv in einer Filmszene wiederkehrt und welche Wirkung die Veränderung hat.
- Mehrstimmigkeit: Höre eine Fuge oder einen Kanon und markiere die Themeneinsätze in einer einfachen Skizze.
- Analysepräsentation: Erstelle eine kurze Präsentation mit Hörbeispielen, Formschema, Fachbegriffen und eigener Deutung.


Lernkontrolle
- Transferanalyse: Du hörst ein unbekanntes kurzes Musikstück. Entwickle ein Formschema und begründe jeden Abschnitt mit mindestens einem musikalischen Merkmal.
- Vergleich: Vergleiche ein Strophenlied mit einem Popsong. Erkläre, wie Wiederholung jeweils anders organisiert wird.
- Deutung: Beschreibe, wie ein kontrastierender Mittelteil die Wirkung der Rückkehr eines A-Teils verändert.
- Materialverarbeitung: Erkläre an einem Beispiel, wie aus einem Motiv durch Wiederholung, Sequenz oder Variation ein größerer Formverlauf entstehen kann.
- Begründete Korrektur: Jemand behauptet, ein Stück habe die Form A B C D, obwohl mehrere Abschnitte ähnlich sind. Prüfe diese Aussage und formuliere eine bessere Analyse.
- Kreative Anwendung: Entwirf ein eigenes Formkonzept für ein kurzes Stück und erkläre, welche Wirkung Wiederholung, Kontrast und Schluss haben sollen.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zum Thema Form und Aufbau eines Musikstücks ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern sie am Klang begründen kannst. Ein überzeugender Lernnachweis enthält:
- Höranalyse: ein nachvollziehbares Formschema mit Zeitangaben oder Taktangaben.
- Fachbegriffe: korrekte Verwendung von Motiv, Thema, Phrase, Wiederholung, Variation, Kontrast, Kadenz, Reprise und Coda.
- Begründung: konkrete Hinweise auf Melodie, Rhythmus, Harmonie, Dynamik, Instrumentation oder Text.
- Vergleich: eine Gegenüberstellung von mindestens zwei Abschnitten.
- Deutung: eine Aussage zur Wirkung der Form.
- Reflexion: eine kurze Einschätzung, welche Stellen eindeutig und welche mehrdeutig waren.
OERs zum Thema
Links
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs



aiMOOC Projekte


THE MONKEY DANCE





{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}
|
{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}