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Flucht und Integration - Deutschland

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Flucht und Integration - Deutschland



Einleitung

Flucht und Integration gehören zu den zentralen Themen der deutschen Migrationspolitik, der Sozialpolitik und des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Menschen fliehen, weil sie zum Beispiel durch Krieg, politische Verfolgung, Gewalt oder andere schwere Gefahren bedroht sind. Wer in Deutschland Schutz sucht, trifft auf rechtliche Verfahren, Behörden und Hilfsangebote – aber auch auf die Aufgabe, sich in einer zunächst oft unbekannten Gesellschaft zu orientieren. Gleichzeitig stehen Staat, Kommunen, Schulen, Ausbildungsbetriebe, Unternehmen und Zivilgesellschaft vor der Aufgabe, Schutz, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu organisieren.

In diesem aiMOOC untersuchst Du drei Perspektiven: Ankommen, Teilhabe und gesellschaftliche Herausforderungen. Dabei geht es nicht nur um einzelne Geflüchtete. Integration ist ein gesellschaftlicher Prozess, an dem viele Akteure beteiligt sind. Du lernst deshalb, rechtliche Rahmenbedingungen, soziale Chancen, praktische Probleme und politische Kontroversen voneinander zu unterscheiden.

Das Bild zeigt die Ankunft Geflüchteter am Bahnhof Köln/Bonn Flughafen im September 2015. Es eignet sich als historische Quelle für eine Phase, in der besonders viele Schutzsuchende nach Deutschland kamen.


Begriffe: Flucht, Asyl und Schutz

Flucht ist zunächst ein weiter Begriff. Er beschreibt, dass Menschen ihren bisherigen Lebensort verlassen, weil sie dort nicht sicher leben können oder schwere Gefahren befürchten. Im Alltag wird häufig von Geflüchteten gesprochen. Das ist ein verständlicher Sammelbegriff, aber rechtlich gibt es unterschiedliche Schutzformen.

Das deutsche Asyl- und Aufenthaltsrecht unterscheidet unter anderem zwischen der Anerkennung als Asylberechtigte nach Artikel 16a des Grundgesetzes, dem Flüchtlingsschutz auf Grundlage der Genfer Flüchtlingskonvention, dem subsidiären Schutz und weiteren humanitären Aufenthaltstiteln. Ob eine Person einen bestimmten Schutzstatus erhält, hängt von ihrer individuellen Situation und vom jeweiligen rechtlichen Verfahren ab. Deshalb ist es ungenau, alle Schutzsuchenden mit Menschen gleichzusetzen, deren Asylantrag bereits anerkannt wurde.

Eine wichtige Besonderheit betrifft viele Menschen, die seit dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 nach Deutschland geflohen sind: Sie konnten beziehungsweise können unter den Voraussetzungen des europäischen vorübergehenden Schutzes einen Aufenthaltstitel nach § 24 Aufenthaltsgesetz erhalten. Ihr Zugangssystem unterscheidet sich deshalb in wesentlichen Punkten vom regulären Asylverfahren.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten Ende 2025 rund 3,2 Millionen Schutzsuchende in Deutschland. Das entsprach etwa 3,9 Prozent der Bevölkerung. Der statistische Begriff „Schutzsuchende“ umfasst ausländische Personen, die sich unter Berufung auf völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe in Deutschland aufhalten. Er ist daher breiter als die Gruppe der Menschen mit einem offenen Asylverfahren.


Ankommen in Deutschland

Das Ankommen ist kein einheitlicher Ablauf. Je nach Herkunft, Schutzstatus, Alter, Familienlage und Einreiseweg unterscheiden sich die ersten Schritte. Häufig gehören Registrierung, Unterbringung, Beratung, Gesundheitsversorgung und die Klärung des Aufenthaltsstatus dazu. Für Asylsuchende spielt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eine zentrale Rolle im Asylverfahren. Länder und Kommunen übernehmen wichtige Aufgaben bei Aufnahme und Unterbringung.

Gerade in Phasen hoher Zuwanderung zeigt sich, wie stark die praktische Aufnahme von lokalen Kapazitäten abhängt. Kommunen benötigen Wohnraum, Personal, Schulplätze, Kinderbetreuung, Beratungsangebote und Verwaltungsstrukturen. Wenn diese knapp sind, entstehen Belastungen – für Schutzsuchende ebenso wie für Behörden und die örtliche Bevölkerung. Die Frage, wie Aufnahme organisiert und finanziert wird, ist deshalb nicht nur eine humanitäre, sondern auch eine kommunal- und finanzpolitische Frage.

Eine Unterkunft kann Sicherheit bieten, aber sie ersetzt noch kein selbstbestimmtes Wohnen. Für gesellschaftliche Teilhabe ist entscheidend, ob Menschen langfristig Zugang zu regulärem Wohnraum, Nachbarschaften und sozialen Kontakten erhalten.


Sprache und Orientierung

Deutschkenntnisse erleichtern Kontakte, Ausbildung, Arbeit, Behördengänge und politische Teilhabe. Deshalb gehören Sprachförderung und Orientierung zu den wichtigsten Bausteinen der Integrationspolitik. Der allgemeine Integrationskurs des Bundes besteht nach Angaben des BAMF aus einem Sprachkurs mit 600 Unterrichtseinheiten und einem Orientierungskurs mit 100 Unterrichtseinheiten. Ziel des Sprachkurses ist in der Regel das Niveau B1. Im Orientierungskurs geht es unter anderem um Rechtsordnung, Geschichte, Kultur und das gesellschaftliche Leben in Deutschland.

Wichtig ist: Sprache ist nicht nur eine individuelle Leistung. Ob jemand gut Deutsch lernen kann, hängt auch von Kursplätzen, Lernzeit, Kinderbetreuung, Wohnsituation, Vorbildung und Kontakten im Alltag ab. Wer tagsüber arbeitet, Angehörige betreut oder häufig umziehen muss, hat andere Lernbedingungen als eine Person mit stabiler Wohn- und Lebenssituation.

Die Grafik zeigt den Aufbau allgemeiner Integrationskurse in einer seit 2016 verwendeten Struktur. Für aktuelle Einzelregelungen sind die Informationen des BAMF maßgeblich.


Bildung, Ausbildung und Arbeit

Bildung und Berufsausbildung sind zentrale Wege zur Teilhabe. Kinder und Jugendliche sollen möglichst schnell Zugang zu Schule erhalten. Für junge Erwachsene und Erwachsene können Ausbildung, Studium, Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Weiterbildung und Arbeitsaufnahme entscheidend sein.

Beim Übergang in Ausbildung und Arbeit treten jedoch mehrere Hürden auf. Dazu gehören Sprachkenntnisse, fehlende Nachweise über frühere Bildungsabschlüsse, langwierige Anerkennungsverfahren, Unsicherheit über den Aufenthaltsstatus und fehlende Kinderbetreuung. Gleichzeitig bringen Geflüchtete unterschiedliche berufliche Erfahrungen und Qualifikationen mit. Integration in den Arbeitsmarkt bedeutet deshalb nicht nur, irgendeine Beschäftigung zu finden, sondern möglichst auch vorhandene Kompetenzen zu nutzen und berufliche Entwicklung zu ermöglichen.

Langzeitdaten zeigen, dass die Erwerbstätigkeit vieler nicht-ukrainischer Geflüchteter, die um 2015 nach Deutschland kamen, mit zunehmender Aufenthaltsdauer deutlich gestiegen ist. Bei ukrainischen Geflüchteten verlief die Arbeitsmarktintegration unter anderen rechtlichen Voraussetzungen, unter anderem wegen des direkten Zugangs zum Arbeitsmarkt im Rahmen des vorübergehenden Schutzes. Solche Unterschiede zeigen: Erwerbsintegration hängt nicht nur von Motivation oder Qualifikation ab, sondern auch von Rechtslage, Zeit, Sprache, Betreuung und institutionellen Bedingungen.


Teilhabe und gesellschaftliches Zusammenleben

Integration bedeutet in diesem aiMOOC nicht, dass Menschen ihre Herkunft, Religion oder kulturellen Prägungen aufgeben müssen. Im politischen und sozialwissenschaftlichen Sinn geht es vor allem um möglichst gleichberechtigte Teilhabe an wichtigen Bereichen der Gesellschaft: Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit, Recht, Kultur, sozialen Beziehungen und – je nach Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus – politischer Beteiligung.

Teilhabe entsteht nicht nur durch staatliche Programme. Vereine, Nachbarschaften, Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Jugendorganisationen, Unternehmen und ehrenamtliche Initiativen können Kontakte schaffen und Unterstützung bieten. Gleichzeitig können Geflüchtete selbst Organisationen gründen, sich ehrenamtlich engagieren und gesellschaftliche Debatten mitgestalten. Integration ist daher keine Einbahnstraße.

Das Projekt „Germany Says Welcome“ aus dem Jahr 2015 zeigt beispielhaft, wie digitale und zivilgesellschaftliche Initiativen versucht haben, Geflüchtete und Helfende miteinander zu vernetzen.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht auch durch Aushandlung: Menschen müssen Interessen, Unterschiede und Konflikte sichtbar machen und demokratisch bearbeiten können.


Gesellschaftliche Herausforderungen

Integration kann gelingen, ist aber nicht konfliktfrei. Zu den häufig genannten Herausforderungen gehören knapper Wohnraum, begrenzte Kapazitäten in Schulen und Kitas, lange Verwaltungsverfahren, fehlende Sprachkursplätze, die Anerkennung von Qualifikationen und der Zugang zu psychosozialer Unterstützung. Diese Probleme treffen nicht überall gleich stark auf. Großstädte, ländliche Räume und einzelne Kommunen haben unterschiedliche Ressourcen und Erfahrungen.

Ein weiterer Bereich ist Diskriminierung. Geflüchtete können mit Rassismus, Vorurteilen oder Benachteiligung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt konfrontiert sein. Gleichzeitig gibt es in Teilen der Bevölkerung Sorgen um Verteilung, öffentliche Sicherheit, kommunale Belastung oder kulturelle Veränderungen. In einer Demokratie müssen solche Sorgen diskutierbar sein, ohne ganze Gruppen pauschal abzuwerten. Für eine sachliche Debatte ist es entscheidend, zwischen überprüfbaren Fakten, politischen Bewertungen und Vorurteilen zu unterscheiden.

Auch Medien spielen eine Rolle. Berichterstattung kann Aufmerksamkeit schaffen und Missstände sichtbar machen. Sie kann aber auch durch einseitige Bilder den Eindruck verstärken, Migration bestehe nur aus Krise, Konflikt oder Kriminalität. Deshalb solltest Du bei Medienbeiträgen fragen: Wer kommt zu Wort? Welche Bilder werden gezeigt? Welche Zahlen werden verwendet? Fehlt Vergleichswissen? Werden Einzelfälle verallgemeinert?

Die Aufnahme Geflüchteter löste besonders 2015 breite Solidarität, aber auch starke politische Kontroversen aus. Beide Entwicklungen prägen die deutsche Debatte bis heute.


Politische Zielkonflikte

Flucht- und Integrationspolitik verbindet mehrere legitime Ziele, die sich teilweise widersprechen können. Deutschland ist an Grund- und Menschenrechte sowie internationale und europäische Schutzregeln gebunden. Gleichzeitig diskutiert die Politik darüber, wie Migration gesteuert, Verfahren beschleunigt, Kommunen entlastet und gesellschaftliche Akzeptanz erhalten werden können.

Typische politische Konfliktlinien betreffen die Zahl und Verteilung Schutzsuchender, Grenz- und Asylverfahren, Rückführungen abgelehnter Antragstellender, Familiennachzug, Sozialleistungen, Finanzierung von Kommunen und den Zugang zu Arbeit. In solchen Debatten gibt es unterschiedliche politische Positionen. Für Gemeinschaftskunde ist weniger wichtig, eine vorgegebene Meinung zu übernehmen. Entscheidend ist, Argumente auf ihre Faktenbasis, ihre rechtlichen Voraussetzungen, ihre Werte und ihre möglichen Folgen zu prüfen.

Eine hilfreiche Methode ist die Trennung von drei Ebenen: Was ist? fragt nach Daten und Rechtslage. Was wirkt? fragt nach wissenschaftlich untersuchten Folgen von Maßnahmen. Was soll sein? fragt nach politischen und moralischen Bewertungen. Wer diese Ebenen trennt, kann kontroverse Diskussionen genauer führen.


Fallbeispiel: Von der Aufnahme zur Teilhabe

Stell Dir eine 19-jährige Person vor, die nach einer Flucht in einer deutschen Kommune ankommt. Zunächst stehen Unterkunft, Registrierung und die Klärung des Aufenthalts im Vordergrund. Danach wird wichtig, welche Sprachkurse erreichbar sind, ob Schulabschlüsse anerkannt werden, welche Ausbildungsmöglichkeiten bestehen und ob ein sicherer Wohnort gefunden werden kann.

Dieses Beispiel zeigt eine Kette von Abhängigkeiten: Ohne verlässlichen Aufenthaltsstatus fällt langfristige Planung schwer. Ohne Sprache sind Ausbildung und Behördenkontakte schwieriger. Ohne Wohnung oder Kinderbetreuung ist regelmäßige Teilnahme an Kursen und Arbeit erschwert. Ohne soziale Kontakte kann trotz formaler Rechte Isolation entstehen. Integration ist deshalb am besten als Zusammenspiel von Rechten, Ressourcen, Kompetenzen, Institutionen und Beziehungen zu verstehen.


Quellen und Vertiefung

  1. Statistisches Bundesamt: Schutzsuchende zum Jahresende 2025: Aktuelle Daten zur Zahl und Zusammensetzung der Schutzsuchenden.
  2. BAMF: Was ist ein Integrationskurs?: Informationen zu Sprach- und Orientierungskurs.
  3. bpb: Flucht und Asyl in Deutschland: Überblick zu Schutzformen, Geschichte und aktuellen Entwicklungen.
  4. bpb: Integration und Integrationspolitik in Deutschland: Einordnung von Teilhabe und Integrationspolitik.
  5. bpb: Kommunale Unterbringung von Geflüchteten: Überblick über Herausforderungen und Handlungsspielräume vor Ort.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt Integration in diesem aiMOOC am treffendsten? (Möglichst gleichberechtigte Teilhabe in wichtigen gesellschaftlichen Bereichen) (!Integration bedeutet vollständige Aufgabe der eigenen Herkunft) (!Integration betrifft ausschließlich den Arbeitsmarkt) (!Integration ist nur Aufgabe der zugewanderten Person)




Welche Aussage zu Schutzsuchenden ist richtig? (Schutzsuchende sind eine breitere statistische Gruppe als Personen mit offenem Asylverfahren) (!Schutzsuchende sind immer bereits deutsche Staatsangehörige) (!Schutzsuchende haben immer denselben Aufenthaltstitel) (!Schutzsuchende sind ausschließlich Menschen aus der Ukraine)




Woraus besteht der allgemeine Integrationskurs des Bundes? (Aus Sprachkurs und Orientierungskurs) (!Aus Sportkurs und Erste Hilfe Kurs) (!Aus Berufsausbildung und Studium) (!Aus Wohnungssuche und Arbeitsvertrag)




Welches Ziel hat der Sprachkurs im allgemeinen Integrationskurs in der Regel? (Deutschkenntnisse bis zum Niveau B1) (!Ausschließlich wissenschaftliches Deutsch) (!Nur schriftliche Übersetzung in die Herkunftssprache) (!Verzicht auf Kommunikation im Alltag)




Warum ist kommunale Politik für das Ankommen wichtig? (Weil viele praktische Aufgaben wie Unterbringung und lokale Angebote vor Ort organisiert werden) (!Weil Kommunen allein über das Grundgesetz entscheiden) (!Weil Kommunen die Genfer Flüchtlingskonvention abschaffen können) (!Weil Kommunen allein über die deutsche Staatsangehörigkeit aller Menschen entscheiden)




Welche Aussage zur Arbeitsmarktintegration ist zutreffend? (Sie hängt auch von Sprache Rechtslage Betreuung und Anerkennung von Qualifikationen ab) (!Sie hängt ausschließlich von persönlicher Motivation ab) (!Sie beginnt immer am Tag der Einreise mit einer Vollzeitstelle) (!Sie ist unabhängig vom Aufenthaltsstatus)




Was hilft bei einer sachlichen politischen Debatte? (Fakten Rechtslage Wirkungsfragen und Werturteile voneinander zu unterscheiden) (!Einzelne Fälle ohne Prüfung zu verallgemeinern) (!Nur Aussagen zu akzeptieren die zur eigenen Meinung passen) (!Statistische Begriffe beliebig auszutauschen)




Welche Rolle kann Zivilgesellschaft bei Integration spielen? (Sie kann Begegnung Beratung Engagement und Netzwerke ermöglichen) (!Sie ersetzt automatisch alle staatlichen Institutionen) (!Sie entscheidet über jeden Asylantrag) (!Sie darf keine politischen Fragen diskutieren)




Was ist ein mögliches Hindernis für berufliche Teilhabe? (Eine schwierige Anerkennung ausländischer Qualifikationen) (!Eine bereits anerkannte Berufsausbildung) (!Ein passender Ausbildungsplatz) (!Ein stabiles soziales Netzwerk)




Warum sollten Medienbilder zu Flucht kritisch untersucht werden? (Weil Auswahl und Kontext beeinflussen können wie Migration wahrgenommen wird) (!Weil Bilder grundsätzlich keine Informationen vermitteln) (!Weil nur soziale Medien über Migration berichten) (!Weil jede Darstellung automatisch falsch ist)





Memory

Integration gleichberechtigte Teilhabe
Sprachkurs alltagsbezogenes Deutsch
Orientierungskurs Rechtsordnung Geschichte Kultur
Kommune Aufnahme und Angebote vor Ort
Ehrenamt freiwilliges gesellschaftliches Engagement
Anerkennung Prüfung ausländischer Berufsqualifikationen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Sprachförderung Verständigung im Alltag und Beruf
Wohnraum stabiles Ankommen im lokalen Umfeld
Ausbildung berufliche Qualifizierung und Zukunftsperspektive
Zivilgesellschaft Begegnung und freiwilliges Engagement
Diskriminierungsschutz Schutz vor Benachteiligung und Ausgrenzung




...


Kreuzworträtsel

Teilhabe Welcher Begriff bezeichnet die Mitwirkung und den Zugang zu gesellschaftlichen Bereichen?
Sprache Was erleichtert Kommunikation in Schule Ausbildung Arbeit und Alltag?
Asyl Wie heißt der verfassungsrechtliche Schutz vor politischer Verfolgung?
Kommune Welche politische Ebene organisiert viele Aufgaben der Aufnahme vor Ort?
Ehrenamt Wie heißt freiwilliges Engagement ohne reguläre Erwerbsarbeit?
Integration Welcher Begriff bezeichnet den gesellschaftlichen Prozess des Einbezugs und der Beteiligung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Menschen können wegen Krieg Verfolgung oder anderer schwerer Gefahren zur

gezwungen sein.
Im deutschen Recht gibt es mehrere Formen von

.
Viele praktische Aufgaben der Aufnahme werden in den

organisiert.
Der allgemeine Integrationskurs enthält einen Sprachkurs und einen

.
Im allgemeinen Sprachkurs wird in der Regel das Niveau

angestrebt.
Der Zugang zu Schule Ausbildung und Arbeit ist ein wichtiger Teil gesellschaftlicher

.
Bei ausländischen Berufsabschlüssen kann die formale

wichtig sein.
Freiwillige Initiativen gehören zur

.
Vorurteile und Benachteiligung können zu

führen.
In politischen Debatten sollte zwischen Fakten und

unterschieden werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffsnetz Flucht und Integration: Erstelle ein Begriffsnetz mit mindestens acht Begriffen aus dem aiMOOC und erkläre die Verbindungen in kurzen Sätzen.
  2. Medienanalyse Ankommen: Wähle eines der Bilder im aiMOOC aus und beschreibe, was sichtbar ist, was nicht sichtbar ist und welche Wirkung das Bild auf Betrachter haben kann.
  3. Integrationsweg: Zeichne eine mögliche Stationenfolge vom Ankommen bis zu Ausbildung oder Arbeit und markiere an jeder Station eine mögliche Unterstützung.
  4. Lokale Angebote: Recherchiere drei reale Beratungs-, Bildungs- oder Begegnungsangebote für Zugewanderte in Deiner Region und notiere Zielgruppe und Aufgabe.


Standard

  1. Interview Integration: Führe ein Interview mit einer Person aus Schule, Ausbildung, Verein, Kommune oder Beratungsstelle über Chancen und Schwierigkeiten von Integration und werte die Aussagen aus.
  2. Fallanalyse Teilhabe: Entwickle einen fiktiven Fall einer geflüchteten jungen Person und untersuche, welche Faktoren Bildung, Wohnen, Sprache und Arbeit erleichtern oder erschweren.
  3. Debatte Aufnahme und Kapazität: Bereite eine strukturierte Diskussion zur Frage vor, wie humanitärer Schutz und begrenzte kommunale Ressourcen miteinander verbunden werden können.
  4. Statistik prüfen: Suche eine aktuelle Zahl zu Flucht oder Integration in Deutschland, prüfe Quelle, Definition und Bezugszeitraum und erkläre, welche Fehlinterpretationen möglich wären.


Schwer

  1. Policy Brief Integration: Verfasse einen zweiseitigen Policy Brief für eine Kommune mit drei begründeten Maßnahmen zur Verbesserung von Teilhabe bei begrenztem Budget.
  2. Vergleich Schutzwege: Vergleiche den regulären Asylweg mit dem vorübergehenden Schutz für viele Ukraine-Geflüchtete und analysiere Folgen für Planung, Arbeit und Integration.
  3. Medienvergleich Migration: Vergleiche die Darstellung desselben migrationspolitischen Ereignisses in drei Medien und untersuche Sprache, Bildauswahl, Quellen und mögliche Frames.
  4. Integrationsprojekt: Plane ein konkretes Projekt für Schule, Ausbildungsbetrieb oder Gemeinde, das Begegnung und Teilhabe fördert, und formuliere Zielgruppe, Ablauf, Ressourcen, Risiken und Erfolgskriterien.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Zielkonflikt analysieren: Erkläre anhand eines Beispiels, wie sich humanitärer Schutz, kommunale Kapazität und politische Akzeptanz gegenseitig beeinflussen können.
  2. Kausalkette Teilhabe: Entwickle eine Kausalkette, die zeigt, wie Wohnsituation, Sprache, Kinderbetreuung und Aufenthaltsstatus auf Bildungs- oder Arbeitsmarktchancen wirken können.
  3. Maßnahme bewerten: Beurteile eine Integrationsmaßnahme nach Wirksamkeit, Fairness, Kosten und Umsetzbarkeit. Begründe, welches Kriterium für Dich am wichtigsten ist.
  4. Perspektivenwechsel: Analysiere eine lokale Konfliktsituation aus Sicht einer geflüchteten Person, der Kommune, eines Ausbildungsbetriebs und einer Anwohnerin oder eines Anwohners.
  5. Medienkompetenz Migration: Prüfe einen aktuellen Medienbeitrag zum Thema Flucht. Trenne überprüfbare Fakten, Interpretationen und politische Wertungen.
  6. Transfer auf Ausbildung: Entwickle Vorschläge, wie ein Ausbildungsbetrieb Sprachlernen, fachliche Qualifizierung und betriebliche Teilhabe sinnvoll miteinander verbinden kann.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern Zusammenhänge erklären und politische Bewertungen begründen kannst.

  1. Du kannst Flucht, Asyl, Schutzstatus und Integration begrifflich unterscheiden.
  2. Du kannst zentrale Stationen des Ankommens in Deutschland erklären.
  3. Du kannst erläutern, warum Sprache, Bildung, Wohnen, Arbeit und soziale Kontakte miteinander zusammenhängen.
  4. Du kannst die Rollen von Bund, Ländern, Kommunen und Zivilgesellschaft unterscheiden.
  5. Du kannst gesellschaftliche Herausforderungen benennen, ohne Geflüchtete pauschal als Problemgruppe darzustellen.
  6. Du kannst Statistiken zu Migration anhand von Definition, Quelle und Zeitraum kritisch lesen.
  7. Du kannst unterschiedliche politische Positionen fair darstellen und anhand von Fakten, Rechtslage, Werten und Folgen beurteilen.
  8. Du kannst eine eigene Maßnahme zur Verbesserung von Teilhabe entwickeln und begründet bewerten.




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