Feedback geben und zur Überarbeitung nutzen - Schreiben und Überarbeiten


Feedback geben und zur Überarbeitung nutzen - Schreiben und Überarbeiten
Einleitung
Feedback geben und zur Überarbeitung nutzen gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten im Bereich Schreiben und Überarbeiten. Du lernst dabei, einen Text nicht nur zu verfassen, sondern ihn bewusst weiterzuentwickeln. Ein guter Text entsteht selten in einem einzigen Schritt. Meist durchläufst Du einen Schreibprozess: Du sammelst Ideen, planst, formulierst, liest erneut, holst Feedback ein, überarbeitest und prüfst am Ende, ob der Text zu Deiner Absicht, zur Textsorte und zu den Adressaten passt.

Beim Feedback geht es nicht darum, eine Person zu bewerten. Im Mittelpunkt steht der Text. Konstruktive Rückmeldungen zeigen, was bereits gelungen ist, wo noch Unklarheiten bestehen und wie eine Überarbeitung konkret aussehen kann. Wenn Du Feedback sinnvoll nutzt, verbesserst Du nicht nur einen einzelnen Text, sondern entwickelst langfristig Deine Schreibkompetenz, Deine Lesekompetenz und Deine Fähigkeit zur Kommunikation.
Ziel des aiMOOCs
In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du wertschätzendes, konkretes und wirksames Feedback gibst, wie Du Rückmeldungen anderer verstehst und wie Du daraus einen eigenen Überarbeitungsplan entwickelst. Du arbeitest mit Kriterienrastern, Schreibkonferenzen, Peer-Feedback, Selbstfeedback und verschiedenen Strategien der Textrevision. Am Ende kannst Du Rückmeldungen so formulieren, dass andere Lernende ihren Text wirklich verbessern können.
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Grundlagen: Schreiben als Prozess
Der Schreibprozess umfasst mehr als das Aufschreiben fertiger Gedanken. Beim Schreiben denkst Du, ordnest, formulierst, prüfst, streichst, ergänzt und veränderst. Häufig entstehen gute Formulierungen erst durch wiederholtes Lesen und Überarbeiten. Deshalb ist die erste Fassung eines Textes kein Scheitern, sondern ein notwendiger Schritt auf dem Weg zu einer besseren Fassung.

Ein sinnvoller Schreibprozess lässt sich in mehrere Phasen gliedern. Zuerst klärst Du die Schreibaufgabe, die Textsorte, das Thema, die Zielgruppe und die gewünschte Wirkung. Danach sammelst Du Ideen und ordnest sie. Anschließend formulierst Du einen ersten Entwurf. Danach beginnt die Überarbeitung, bei der Du Deinen Text aus der Sicht der Lesenden prüfst. In dieser Phase ist Feedback besonders hilfreich, weil andere Personen Unklarheiten entdecken, die Dir selbst nicht auffallen.
Warum Überarbeiten wichtig ist
Beim Überarbeiten prüfst Du, ob Dein Text seine Funktion erfüllt. Ein Erzähltext soll anschaulich und spannend sein, ein Bericht sachlich und klar, eine Argumentation überzeugend und logisch, eine Beschreibung genau und geordnet. Durch Feedback erkennst Du, ob Deine Absicht bei den Lesenden ankommt.
Eine gute Überarbeitung betrifft nicht nur Rechtschreibung und Zeichensetzung. Oft sind größere Veränderungen wichtiger: ein klarerer Aufbau, ein stärkerer Anfang, passendere Beispiele, eine genauere Begründung, bessere Übergänge oder ein Schluss, der zur Textabsicht passt. Wer nur einzelne Fehler korrigiert, verbessert die Oberfläche. Wer den Text als Ganzes betrachtet, verbessert die Wirkung.
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Feedback verstehen
Feedback ist eine Rückmeldung zu einer Handlung, einem Lernprodukt oder einem Verhalten. Im Bereich Schreiben bezieht sich Feedback auf einen konkreten Text. Es beschreibt, wie der Text auf Lesende wirkt, welche Stellen gelungen sind und welche Stellen noch überarbeitet werden sollten. Besonders hilfreich ist Feedback, wenn es sich auf klare Kriterien bezieht.

Gutes Feedback beantwortet drei Grundfragen: Was ist das Ziel des Textes? Wo steht der Text im Moment? Was ist der nächste sinnvolle Schritt? Dadurch entsteht aus einer bloßen Bewertung eine Hilfe zur Überarbeitung. Feedback ist also kein Endurteil, sondern ein Werkzeug für Entwicklung.
Merkmale guten Feedbacks
Gutes Feedback ist konkret, begründet, textbezogen, wertschätzend und umsetzbar. Es sagt nicht nur: „Das ist gut“ oder „Das ist schlecht“. Es benennt eine genaue Textstelle und erklärt, warum diese Stelle gelungen oder problematisch ist. Danach folgt ein Vorschlag, wie die Stelle verbessert werden könnte.
Ein wenig hilfreiches Feedback lautet: „Der Text ist langweilig.“ Ein hilfreiches Feedback lautet: „Im Hauptteil beschreibst Du viele Handlungen nacheinander. Der Text könnte spannender werden, wenn Du an einer wichtigen Stelle genauer erzählst, was die Figur sieht, denkt oder fühlt.“ Diese Rückmeldung ist klarer, weil sie einen Grund und eine Überarbeitungsmöglichkeit nennt.

Feedbackregeln für Schreibende und Lesende
Damit Feedback Lernen unterstützt, braucht es eine gute Feedbackkultur. Wer Feedback gibt, spricht über den Text und nicht über die Person. Wer Feedback bekommt, hört zunächst zu, fragt nach und entscheidet dann begründet, welche Hinweise übernommen werden. Nicht jedes Feedback muss vollständig umgesetzt werden. Wichtig ist, dass Du Rückmeldungen prüfst und Deine Entscheidungen erklären kannst.
Hilfreiche Formulierungen beginnen oft mit Beobachtungen: „Mir ist aufgefallen, dass ...“, „Ich verstehe noch nicht, warum ...“, „Besonders gelungen finde ich ...“, „Du könntest die Wirkung verstärken, indem ...“. Solche Sätze vermeiden Angriffe und machen die Rückmeldung nutzbar.
Feedback geben
Beim Feedback geben liest Du einen Text aufmerksam und untersuchst ihn mit Blick auf die vereinbarten Kriterien. Du solltest nicht versuchen, alles gleichzeitig zu bewerten. Wähle wenige Schwerpunkte, zum Beispiel Inhalt, Aufbau, Sprache, Adressatenorientierung oder Textsortenmerkmale. So bleibt die Rückmeldung übersichtlich und umsetzbar.
Die Drei-Schritt-Methode
Eine einfache und wirksame Methode besteht aus drei Schritten. Erstens benennst Du eine Stärke des Textes. Zweitens beschreibst Du eine Stelle, die noch unklar oder weniger wirksam ist. Drittens formulierst Du einen konkreten Vorschlag für die Überarbeitung. Diese Methode verbindet Anerkennung, Analyse und Weiterentwicklung.
Beispiel: „Deine Einleitung macht neugierig, weil sie direkt mit einer Frage beginnt. Im Hauptteil fehlt mir noch eine Begründung für die Entscheidung der Figur. Du könntest einen Satz ergänzen, der zeigt, welches Ziel die Figur verfolgt.“ Dieses Feedback ist hilfreich, weil es nicht allgemein bleibt, sondern am Text arbeitet.
Kriteriengeleitetes Feedback
Ein Kriterienraster macht sichtbar, worauf beim Schreiben geachtet werden soll. Für eine Erörterung könnten Kriterien sein: klare These, nachvollziehbare Argumente, passende Beispiele, logischer Aufbau, sachliche Sprache und überzeugender Schluss. Für eine Erzählung könnten Kriterien sein: anschauliche Figuren, spannender Höhepunkt, sinnvolle Zeitform, wörtliche Rede und passende Atmosphäre.
Kriteriengeleitetes Feedback ist gerechter und genauer als ein bloßer Eindruck. Es hilft Dir, Deine Rückmeldung zu begründen. Außerdem können Schreibende besser entscheiden, welche Hinweise wichtig sind, weil sie auf die Aufgabe und die Textsorte bezogen sind.
Feedbackformulierungen mit Wirkung
Feedback soll nicht verletzen, sondern weiterhelfen. Deshalb ist die Sprache entscheidend. Verwende Ich-Botschaften, Textbelege und Vorschläge. Statt „Du hast das falsch gemacht“ ist besser: „Ich konnte an dieser Stelle noch nicht erkennen, warum die Figur so handelt. Ein erklärender Satz könnte helfen.“ Dadurch bleibt die Rückmeldung sachlich und respektvoll.
Besonders hilfreich sind Formulierungen, die eine konkrete Handlung ermöglichen: „Ergänze ein Beispiel“, „Ordne die Argumente vom schwächeren zum stärkeren“, „Verbinde die Absätze mit einem Übergang“, „Streiche die Wiederholung“, „Erkläre den Fachbegriff“, „Prüfe die Zeitform“. Solche Hinweise führen direkt zur Textrevision.
Feedback annehmen und nutzen
Feedback anzunehmen bedeutet nicht, jede Rückmeldung sofort umzusetzen. Es bedeutet, aufmerksam zu prüfen, welche Hinweise Deinen Text verbessern können. Zuerst liest Du das Feedback in Ruhe. Dann sortierst Du es: Was betrifft den Inhalt? Was betrifft den Aufbau? Was betrifft die Sprache? Was betrifft Rechtschreibung und Zeichensetzung? Danach entscheidest Du, welche Überarbeitungsschritte besonders wichtig sind.
Vom Feedback zum Überarbeitungsplan
Ein Überarbeitungsplan hilft Dir, nicht wahllos zu korrigieren. Notiere zunächst die wichtigsten Hinweise. Markiere anschließend, welche Änderungen den Text am stärksten verbessern. Beginne mit globalen Fragen: Ist die Textabsicht klar? Passt der Aufbau? Sind die Gedanken verständlich verbunden? Erst danach lohnt es sich, an einzelnen Wörtern, Satzzeichen und Schreibfehlern zu arbeiten.
Ein möglicher Überarbeitungsplan kann so aussehen: Zuerst klärst Du die zentrale Aussage. Dann ordnest Du Absätze neu. Danach ergänzt Du Beispiele. Anschließend verbesserst Du Satzanfänge und Übergänge. Zum Schluss kontrollierst Du Rechtschreibung, Zeichensetzung und Layout. Diese Reihenfolge verhindert, dass Du viel Zeit in kleine Korrekturen investierst, bevor der Text inhaltlich stimmig ist.
Globale und lokale Überarbeitung
Bei der globalen Überarbeitung betrachtest Du den Text als Ganzes. Du prüfst Thema, Aussage, Aufbau, Reihenfolge, Kohärenz, Adressatenorientierung und Wirkung. Diese Ebene ist besonders wichtig, wenn ein Text noch unklar, ungeordnet oder nicht überzeugend wirkt.
Bei der lokalen Überarbeitung arbeitest Du an einzelnen Formulierungen. Du verbesserst Wörter, Sätze, Satzanfänge, Zeitformen, Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Lokale Korrekturen sind wichtig, sollten aber nicht die einzige Form der Überarbeitung bleiben. Gute Texte brauchen beides: eine starke Gesamtstruktur und genaue Sprache.
Methoden für den Unterricht
Im Unterricht helfen feste Methoden dabei, Feedback produktiv zu machen. Eine Schreibkonferenz ist ein Gespräch über einen Textentwurf. Die Autorin oder der Autor liest den Text vor oder stellt ihn bereit. Die Gruppe gibt Rückmeldungen anhand festgelegter Kriterien. Danach entscheidet die schreibende Person, welche Hinweise sie für die Überarbeitung nutzt.

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Textlupe
Die Textlupe ist eine Methode, bei der ein Text genau und langsam betrachtet wird. Die Lesenden untersuchen zum Beispiel nur die Einleitung, nur den Aufbau, nur die Argumente oder nur die sprachliche Wirkung. Dadurch wird Feedback genauer, weil nicht alles gleichzeitig beurteilt wird. Die Textlupe eignet sich besonders für erste Entwürfe, die noch entwickelt werden sollen.
Zwei Sterne und ein Wunsch
Bei der Methode Zwei Sterne und ein Wunsch nennst Du zwei gelungene Aspekte und einen konkreten Verbesserungswunsch. Die beiden Sterne stärken das Bewusstsein für vorhandene Qualität. Der Wunsch zeigt eine Richtung für die nächste Überarbeitung. Wichtig ist, dass auch der Wunsch möglichst genau formuliert wird.
Ein Beispiel: „Stern eins: Die Überschrift passt gut zum Thema. Stern zwei: Das Beispiel im zweiten Absatz ist verständlich. Wunsch: Erkläre im Schluss noch deutlicher, was Deine wichtigste Aussage ist.“ Diese Methode eignet sich besonders für jüngere Lernende oder für kurze Texte.
Peer-Feedback
Peer-Feedback bedeutet, dass Lernende einander Rückmeldung geben. Es stärkt nicht nur den Text der Person, die Feedback erhält, sondern auch die Fähigkeiten der Person, die Feedback gibt. Wer fremde Texte aufmerksam liest, entwickelt ein besseres Gefühl für Textqualität. Dadurch verbessert sich auch das eigene Schreiben.
Damit Peer-Feedback gelingt, braucht es klare Rollen, genügend Zeit, verständliche Kriterien und eine respektvolle Gesprächsform. Niemand sollte bloß Fehler suchen. Ziel ist es, den Text weiterzubringen.
Digitale Werkzeuge und KI-Feedback
Digitale Werkzeuge können beim Schreiben und Überarbeiten unterstützen. Rechtschreibprüfungen finden manche Fehler, digitale Kommentare ermöglichen gezielte Hinweise und kollaborative Schreibplattformen erleichtern gemeinsame Überarbeitung. Auch Künstliche Intelligenz kann Rückmeldungen zu Verständlichkeit, Aufbau oder Stil geben. Trotzdem bleibt Deine eigene Entscheidung wichtig: Du musst prüfen, ob ein Vorschlag zur Aufgabe, zur Textsorte und zu Deiner Aussage passt.
KI-Feedback sollte kritisch genutzt werden. Eine Maschine kann Hinweise liefern, aber sie kennt nicht immer Deinen Unterrichtskontext, Deine Absicht oder die genaue Bewertungssituation. Deshalb solltest Du KI-Rückmeldungen mit menschlichem Feedback, Kriterien und eigener Reflexion verbinden.
Typische Fehler beim Feedback
Häufiges Problem ist zu allgemeines Feedback. Aussagen wie „gut“, „komisch“, „mehr schreiben“ oder „besser formulieren“ helfen kaum, weil sie keine konkrete Handlung ermöglichen. Ein weiteres Problem ist die Fixierung auf Rechtschreibfehler. Wenn ein Text inhaltlich noch ungeordnet ist, bringt eine reine Fehlerkorrektur wenig. Außerdem kann Feedback demotivierend wirken, wenn es nur Schwächen nennt.
Besser ist eine Balance aus Stärken, Fragen und Vorschlägen. Gute Rückmeldungen machen sichtbar, was bleiben soll, was verändert werden kann und wie die nächste Fassung stärker wird.
Checkliste für gutes Feedback
- Textbezug: Beziehe Dich auf eine konkrete Stelle im Text.
- Kriterium: Nutze ein vereinbartes Kriterium der Schreibaufgabe.
- Begründung: Erkläre, warum eine Stelle gelungen oder unklar ist.
- Wertschätzung: Formuliere respektvoll und sachlich.
- Vorschlag: Gib eine umsetzbare Idee für die Überarbeitung.
- Priorität: Benenne nicht zu viele Baustellen auf einmal.
- Rückfrage: Stelle Fragen, wenn Du die Textabsicht nicht verstehst.
- Überarbeitungsziel: Zeige, wie der Text für Lesende klarer, genauer oder überzeugender werden kann.
Checkliste für die eigene Überarbeitung
- Aufgabenverständnis: Prüfe, ob Dein Text die Schreibaufgabe erfüllt.
- Textsorte: Kontrolliere, ob die Merkmale der Textsorte erkennbar sind.
- Adressatenorientierung: Frage Dich, ob Deine Zielgruppe den Text versteht.
- Aufbau: Prüfe Einleitung, Hauptteil, Schluss und Übergänge.
- Inhalt: Ergänze fehlende Informationen, Beispiele oder Begründungen.
- Sprache: Verbessere unklare Wörter, Wiederholungen und Satzanfänge.
- Kohärenz: Achte darauf, dass die Gedanken logisch verbunden sind.
- Korrektur: Kontrolliere Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung.
- Reflexion: Notiere, welche Feedbackhinweise Du genutzt hast und warum.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist das wichtigste Ziel von konstruktivem Feedback zu einem Text? (Den Text gezielt weiterzuentwickeln) (!Die schreibende Person zu bewerten) (!Nur Rechtschreibfehler zu zählen) (!Den Text ohne Begründung zu benoten)
Welche Rückmeldung ist am hilfreichsten? (Die Einleitung macht neugierig, aber die zentrale Frage sollte noch klarer genannt werden) (!Der Text ist irgendwie schlecht) (!Du musst einfach besser schreiben) (!Das gefällt mir nicht)
Worauf bezieht sich globale Überarbeitung vor allem? (Auf Aufbau, Inhalt, Aussage und Gesamtwirkung) (!Nur auf Kommasetzung) (!Nur auf die Handschrift) (!Nur auf die Farbe der Überschrift)
Was leistet ein Kriterienraster beim Feedback? (Es macht Erwartungen an den Text sichtbar und überprüfbar) (!Es ersetzt das Lesen des Textes) (!Es verhindert jede Überarbeitung) (!Es bewertet nur die Schriftgröße)
Warum sollte Feedback textbezogen formuliert werden? (Weil dann klar wird, welche Stelle überarbeitet werden kann) (!Weil persönliche Kritik wichtiger ist als der Text) (!Weil die Aufgabe keine Rolle spielt) (!Weil Feedback möglichst ungenau sein soll)
Was ist Peer-Feedback? (Rückmeldung von Lernenden an Lernende) (!Eine automatische Note ohne Begründung) (!Ein Diktat zur Rechtschreibung) (!Ein fertiger Mustertext)
Welche Reihenfolge ist für eine Überarbeitung oft sinnvoll? (Zuerst Aufbau und Inhalt prüfen, danach Sprache und Korrektur) (!Zuerst alle Kommas setzen, dann den Inhalt planen) (!Zuerst die Endfassung abgeben, dann Feedback lesen) (!Zuerst die Überschrift verzieren, dann die Aufgabe verstehen)
Was bedeutet Adressatenorientierung? (Der Text ist auf die Zielgruppe und ihre Erwartungen ausgerichtet) (!Der Text wird ohne Leser geschrieben) (!Der Text enthält möglichst viele Fremdwörter) (!Der Text ignoriert die Schreibaufgabe)
Welche Haltung hilft beim Annehmen von Feedback? (Zuhören, nachfragen, prüfen und begründet entscheiden) (!Sofort alles ablehnen) (!Jede Rückmeldung ungeprüft übernehmen) (!Nur Lob lesen und den Rest löschen)
Was gehört in ein Überarbeitungsprotokoll? (Welche Hinweise genutzt wurden und welche Änderungen daraus entstanden sind) (!Nur der Name der Lehrkraft) (!Eine Liste ohne Bezug zum Text) (!Ein Bild ohne Erklärung)
Memory
| Feedbackgeber | gibt konkrete Rückmeldungen |
| Textlupe | betrachtet ausgewählte Kriterien |
| Schreibkonferenz | bespricht Entwürfe in der Gruppe |
| Kriterienraster | macht Erwartungen sichtbar |
| Überarbeitungsplan | ordnet nächste Schritte |
| Adressatenbezug | richtet Text auf Lesende aus |
| Globale Revision | verbessert Aufbau und Inhalt |
| Lokale Revision | verbessert Wörter und Sätze |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Erst lesen | Gesamteindruck gewinnen |
| Stärke benennen | Gelungenes sichern |
| Kriterium prüfen | Rückmeldung begründen |
| Vorschlag formulieren | Überarbeitung ermöglichen |
| Rückfrage stellen | Textabsicht klären |
| Plan erstellen | Feedback nutzen |
Kreuzworträtsel
| Feedback | Wie nennt man eine Rückmeldung, die beim Verbessern eines Textes hilft? |
| Revision | Wie nennt man die bewusste Überarbeitung eines Textes? |
| Kriterien | Was macht Erwartungen an einen Text überprüfbar? |
| Adressat | Für wen wird ein Text verständlich und passend gestaltet? |
| Kohärenz | Wie nennt man den inhaltlichen Zusammenhang eines Textes? |
| Textlupe | Welche Methode untersucht ausgewählte Textstellen besonders genau? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Feedbackregeln: Formuliere fünf Regeln für gutes Feedback in eigenen Worten und ergänze zu jeder Regel ein Beispiel.
- Stärken finden: Lies einen kurzen Text einer Mitschülerin oder eines Mitschülers und markiere drei gelungene Stellen mit Begründung.
- Überarbeitungsspuren: Nimm einen eigenen kurzen Text und verbessere mindestens fünf Stellen sichtbar mit einer anderen Farbe.
- Ich-Botschaften: Schreibe aus drei unhöflichen Rückmeldungen sachliche Ich-Botschaften, die beim Überarbeiten helfen.
Standard
- Kriterienraster: Entwickle ein Kriterienraster für eine Erzählung, einen Bericht oder eine Argumentation und teste es an einem Beispieltext.
- Schreibkonferenz: Führt in einer Kleingruppe eine Schreibkonferenz durch und dokumentiert die wichtigsten Hinweise für jede Person.
- Überarbeitungsplan: Erstelle aus erhaltenem Feedback einen Plan mit Prioritäten und setze ihn in einer zweiten Textfassung um.
- Textvergleich: Vergleiche eine erste und eine überarbeitete Fassung eines Textes und erkläre, welche Änderungen die Wirkung verbessert haben.
Schwer
- Feedbacktraining: Entwickle ein kurzes Trainingsmaterial für jüngere Lernende, das erklärt, wie man wertschätzendes Textfeedback gibt.
- Peer-Feedback-Projekt: Organisiere eine vollständige Peer-Feedback-Runde mit Kriterien, Rollen, Zeitplan, Gesprächsregeln und Reflexion.
- Digitale Überarbeitung: Nutze digitale Kommentare oder ein kollaboratives Schreibwerkzeug, um Feedback zu sammeln, zu sortieren und einzuarbeiten.
- KI-Feedback kritisch prüfen: Lasse Dir zu einem eigenen Text automatisierte Rückmeldungen geben und bewerte kritisch, welche Vorschläge sinnvoll, unpassend oder erklärungsbedürftig sind.

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Lernkontrolle
- Fallanalyse: Ein Schüler erhält die Rückmeldung „Der Text ist unlogisch“. Erkläre, warum diese Rückmeldung nicht ausreicht, und formuliere drei bessere Hinweise.
- Feedbackvergleich: Vergleiche zwei Feedbacktexte zu demselben Entwurf und entscheide begründet, welcher Text für die Überarbeitung hilfreicher ist.
- Transferaufgabe: Übertrage die Regeln für Textfeedback auf eine Präsentation oder ein Video und erkläre, welche Regeln gleich bleiben und welche angepasst werden müssen.
- Überarbeitungsentscheidung: Du erhältst fünf Rückmeldungen zu Deinem Text, kannst aber nur drei sofort umsetzen. Begründe, welche Hinweise Du priorisierst.
- Kriterienanwendung: Entwickle für eine neue Schreibaufgabe drei passende Kriterien und zeige an Beispielsätzen, wie Feedback dazu aussehen könnte.
- Reflexion: Beschreibe, wie sich Dein eigenes Schreiben verändert, wenn Du vor der Endfassung bewusst Feedback einholst und nutzt.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur fertige Ergebnisse zeigst, sondern Deinen Schreibprozess sichtbar machst.
- Textentwurf: Lege eine erste Fassung eines eigenen Textes vor.
- Feedbacksammlung: Sammle mindestens zwei Rückmeldungen anderer Personen zu Deinem Text.
- Kriterienbezug: Zeige, auf welche Kriterien sich das Feedback bezieht.
- Überarbeitungsplan: Erstelle eine geordnete Liste Deiner wichtigsten Überarbeitungsschritte.
- Endfassung: Reiche eine überarbeitete Fassung ein, die erkennbare Verbesserungen enthält.
- Reflexion: Erkläre, welche Hinweise Du übernommen hast, welche nicht und warum.
- Feedbackkompetenz: Weise nach, dass Du auch anderen Lernenden hilfreiches, wertschätzendes und konkretes Feedback geben kannst.
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Feedback geben und zur Überarbeitung nutzen verbindet Schreiben, Lesen, Kommunikation und Reflexion. Entscheidend ist, dass Rückmeldungen konkret, begründet, wertschätzend und auf Kriterien bezogen sind. Aus Feedback entsteht erst dann Lernen, wenn Du es prüfst, sortierst und in eine bewusste Textrevision überführst.
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