Fantasiegeschichten schreiben - aiMOOC


Fantasiegeschichten schreiben - aiMOOC
Einleitung
In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du Fantasiegeschichten schreiben kannst: von der ersten Idee über den Spannungsbogen bis zur überarbeiteten Endfassung. Eine Fantasiegeschichte ist eine Erzählung, in der erfundene Figuren, Orte, Ereignisse oder Gegenstände vorkommen können. Sie darf magisch, geheimnisvoll, komisch, abenteuerlich oder traumhaft sein. Trotzdem ist sie nicht beliebig: Eine gute Fantasiegeschichte hat eine erkennbare Handlung, glaubwürdige Figuren, eine passende Erzählperspektive, einen klaren Aufbau und eine innere Logik.
Fantasiegeschichten gehören zum Bereich des kreativen Schreibens. Du nutzt Deine Vorstellungskraft, aber Du arbeitest zugleich wie eine Autorin oder ein Autor: Du planst, formulierst, überprüfst, verbesserst und präsentierst Deinen Text. Besonders wichtig sind dabei anschauliche Beschreibungen, lebendige Dialoge, abwechslungsreiche Satzstrukturen und eine Sprache, die Bilder im Kopf entstehen lässt.
Was ist eine Fantasiegeschichte?
Eine Fantasiegeschichte ist eine frei erfundene Geschichte, in der Dinge geschehen können, die in der alltäglichen Wirklichkeit nicht möglich sind. Ein alter Schlüssel kann ein Tor in eine andere Welt öffnen, ein Teppich kann sprechen, eine Stadt kann auf Wolken schweben oder ein gewöhnliches Kind kann plötzlich die Sprache der Tiere verstehen. Entscheidend ist nicht, dass alles realistisch ist, sondern dass die Geschichte für die Lesenden nachvollziehbar, spannend und stimmig erzählt wird.
Merkmale einer Fantasiegeschichte
- Fiktion: Die Handlung ist erfunden und muss nicht auf tatsächlichen Ereignissen beruhen.
- Fantasiewelt: Orte, Figuren oder Ereignisse können magisch, fremd, märchenhaft oder unmöglich sein.
- Innere Logik: Auch erfundene Welten brauchen Regeln, damit die Geschichte glaubwürdig wirkt.
- Spannung: Ein Problem, ein Geheimnis, eine Gefahr oder ein Wunsch treibt die Handlung voran.
- Figurenentwicklung: Die Hauptfigur erlebt etwas, trifft Entscheidungen und verändert sich.
- Anschaulichkeit: Sinneseindrücke, Gefühle und genaue Beschreibungen machen die Geschichte lebendig.
- Aufbau: Einleitung, Hauptteil und Schluss geben der Geschichte eine verständliche Form.
Unterschied zu Märchen, Sage und Fantasy
Eine Fantasiegeschichte kann Elemente aus Märchen, Sage, Fantasy oder Abenteuerliteratur aufnehmen, ist aber nicht zwingend an feste Gattungsregeln gebunden. Im Märchen treten oft typische Formeln, Prüfungen, Gegensätze und magische Helfer auf. Eine Sage knüpft häufig an einen Ort, eine historische Erinnerung oder eine überlieferte Erzählung an. Fantasy beschreibt meist größere erfundene Welten mit eigenen Völkern, Magie-Systemen, Karten, Konflikten oder Mythen. Die Fantasiegeschichte in der Schule ist oft kürzer und konzentriert sich darauf, eine überraschende, erfundene Handlung sprachlich gut zu gestalten.
Ideen finden
Viele Fantasiegeschichten beginnen mit einer Frage: Was wäre, wenn ...? Diese Frage öffnet den Raum für ungewöhnliche Ideen. Was wäre, wenn Dein Schulranzen nachts eine geheime Bibliothek wird? Was wäre, wenn ein Spiegel nicht Dein Gesicht zeigt, sondern Deine Zukunft? Was wäre, wenn ein verlorener Handschuh seinem Besitzer Nachrichten sendet? Solche Fragen helfen Dir, aus alltäglichen Dingen etwas Besonderes zu machen.
Methoden zur Ideensammlung
- Was-wäre-wenn-Frage: Verändere eine Regel der Wirklichkeit und frage, welche Folgen das hätte.
- Reizwortgeschichte: Verbinde mehrere zufällige Wörter zu einer Handlung, zum Beispiel Schlüssel, Nebel, Drache und Uhr.
- Bildimpuls: Betrachte ein Bild genau und erfinde, was davor, währenddessen und danach geschieht.
- Perspektivwechsel: Erzähle aus der Sicht eines ungewöhnlichen Wesens, Gegenstands oder Ortes.
- Mindmap: Sammle Figuren, Orte, Konflikte, magische Gegenstände und mögliche Wendungen.
- Cluster: Schreibe ein Wort in die Mitte und notiere frei alles, was Dir dazu einfällt.
- Schreibstarter: Beginne mit einem Satz wie „Als ich die verbotene Tür öffnete, hörte ich meinen Namen.“
Gute Ausgangsideen erkennen
Eine gute Idee für eine Fantasiegeschichte enthält meist schon einen Konflikt. Ein magischer Ring allein ist noch keine Geschichte. Spannender wird es, wenn der Ring nur einmal benutzt werden darf, eine gefährliche Wirkung hat oder von jemand anderem gesucht wird. Eine sprechende Katze ist ein interessantes Detail. Zur Geschichte wird sie, wenn sie ein Geheimnis kennt, Hilfe braucht oder die Hauptfigur vor eine Entscheidung stellt.
Figuren gestalten
Figuren sind das Herz einer Geschichte. Eine Fantasiegeschichte wirkt stärker, wenn die Hauptfigur nicht nur etwas erlebt, sondern auch etwas will, fürchtet, lernt oder entscheidet. Deine Figur kann ein Kind, ein Tier, ein Roboter, ein Schatten, ein Zauberwesen oder ein Gegenstand sein. Wichtig ist, dass die Lesenden verstehen, was diese Figur antreibt.
Die Hauptfigur
Die Hauptfigur braucht ein Ziel. Sie möchte vielleicht ein Rätsel lösen, jemanden retten, einen Fehler wiedergutmachen, nach Hause zurückfinden oder beweisen, dass sie mutig ist. Ein Ziel allein reicht aber nicht: Es muss Hindernisse geben. Erst durch Hindernisse entsteht Spannung. Die Hauptfigur kann mutig, neugierig, ängstlich, witzig, stur oder unsicher sein. Gerade Schwächen machen Figuren interessant, weil sie Entwicklung ermöglichen.
Nebenfiguren und Gegenspieler
Nebenfiguren unterstützen, behindern oder spiegeln die Hauptfigur. Eine Freundin kann helfen, ein alter Wächter kann warnen, ein sprechender Rabe kann zweideutige Hinweise geben. Ein Gegenspieler muss nicht immer böse sein. Manchmal verfolgt er ein eigenes Ziel, versteht die Situation falsch oder schützt ein Geheimnis. Gute Gegenspieler haben Gründe für ihr Handeln. Dadurch wirkt die Geschichte weniger flach.
Figurensteckbrief
Ein Figurensteckbrief hilft Dir, Deine Figur genauer zu planen. Notiere Name, Alter, Aussehen, besondere Fähigkeit, größte Angst, wichtigster Wunsch, Geheimnis, Lieblingssatz und Veränderung am Ende der Geschichte. Du musst später nicht alles davon in den Text schreiben. Der Steckbrief hilft Dir aber, die Figur sicherer und lebendiger zu erzählen.
Eine Fantasiewelt erfinden
Eine Fantasiegeschichte braucht nicht immer eine riesige Welt. Manchmal genügt ein besonderer Ort: ein Dachboden, der jeden Tag seine Form ändert, ein Wald hinter dem Sportplatz oder ein Fahrstuhl, der in vergessene Erinnerungen fährt. Wenn Du eine größere Fantasiewelt entwirfst, solltest Du überlegen, welche Regeln dort gelten. Gibt es Magie? Wer darf sie nutzen? Hat sie Grenzen? Welche Wesen leben dort? Welche Gefahren gibt es? Welche Dinge sind dort normal, die für uns ungewöhnlich wären?
Regeln der erfundenen Welt
Regeln machen eine Fantasiewelt glaubwürdig. Wenn eine Figur zaubern kann, sollte nicht jeder Konflikt sofort durch Zauberei gelöst werden. Vielleicht kostet Magie Kraft, funktioniert nur bei Mondlicht oder hat unerwartete Nebenwirkungen. Wenn Tiere sprechen können, solltest Du entscheiden, ob alle Menschen sie verstehen oder nur die Hauptfigur. Je klarer die Regeln sind, desto spannender werden Verstöße, Ausnahmen und Überraschungen.
Atmosphäre schaffen
Die Atmosphäre entsteht durch Wortwahl, Sinneseindrücke und Details. Ein heller Zaubergarten wirkt anders als ein knarrender Turm im Nebel. Beschreibe nicht nur, was man sieht, sondern auch, was man hört, riecht, fühlt oder ahnt. Statt „Der Wald war unheimlich“ kannst Du schreiben: „Zwischen den schwarzen Stämmen raschelte etwas, obwohl kein Wind ging.“ So zeigst Du die Stimmung, anstatt sie nur zu behaupten.
Aufbau einer Fantasiegeschichte
Eine Fantasiegeschichte hat meistens eine klare Grundstruktur: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diese Form hilft Dir, Deine Leserinnen und Leser sicher durch die Handlung zu führen. Besonders wichtig ist der Spannungsbogen: Die Spannung steigt, erreicht einen Höhepunkt und löst sich am Ende auf.
Einleitung
In der Einleitung stellst Du die Hauptfigur, den Ausgangsort und die Ausgangssituation vor. Du kannst mit einer ruhigen Szene beginnen oder direkt mit einem ungewöhnlichen Ereignis. Wichtig ist, dass die Lesenden schnell wissen, wer im Mittelpunkt steht und warum sie weiterlesen sollten. Ein guter Anfang weckt Fragen: Warum leuchtet die alte Taschenuhr? Wer flüstert im Schrank? Weshalb ist der Himmel plötzlich grün?
Hauptteil
Im Hauptteil entwickelt sich die Handlung. Die Hauptfigur verfolgt ein Ziel, stößt auf Hindernisse, entdeckt Regeln der Fantasiewelt und trifft Entscheidungen. Hier steigerst Du die Spannung. Baue Wendungen ein, aber achte darauf, dass sie vorbereitet wirken. Eine überraschende Lösung ist gut, wenn die Lesenden im Nachhinein erkennen können, dass Hinweise bereits vorhanden waren.
Höhepunkt
Der Höhepunkt ist die spannendste Stelle. Die Hauptfigur steht vor einer wichtigen Entscheidung, einer Gefahr oder einer Prüfung. Sie muss aktiv handeln. Besonders wirkungsvoll ist ein Höhepunkt, wenn die Figur nicht nur äußerlich etwas gewinnt, sondern innerlich etwas über sich selbst lernt. Vielleicht erkennt sie, dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben, sondern trotz Angst zu handeln.
Schluss
Im Schluss wird die wichtigste Frage der Geschichte beantwortet. Das Problem wird gelöst oder bewusst offen gelassen. Ein guter Schluss zeigt, was sich verändert hat: Die Hauptfigur ist reifer geworden, ein Geheimnis ist gelüftet, eine Freundschaft ist entstanden oder die Rückkehr in die Alltagswelt fühlt sich anders an als vorher. Vermeide einen zu schnellen Schluss wie „Dann wachte ich auf“. Ein Traumende kann funktionieren, wirkt aber oft wie eine Ausrede, wenn es nicht gut vorbereitet ist.
Sprache und Stil
Die Sprache entscheidet, ob Deine Fantasiegeschichte lebendig wird. Du kannst mit Adjektiven, Verben, Vergleichen, Dialogen, Gedanken und Sinneseindrücken arbeiten. Gute Beschreibungen sind genau, aber nicht endlos. Wähle Details, die für Stimmung, Handlung oder Figur wichtig sind.
Zeigen statt behaupten
Statt Gefühle nur zu nennen, kannst Du sie zeigen. Schreibe nicht nur „Mira hatte Angst“, sondern: „Mira presste die Hand auf den Mund, damit das Zittern ihrer Stimme sie nicht verriet.“ So können die Lesenden die Angst miterleben. Dieses Prinzip ist besonders wichtig für Fantasiegeschichten, weil ungewöhnliche Ereignisse glaubwürdiger wirken, wenn Figuren nachvollziehbar reagieren.
Starke Verben nutzen
Verben tragen die Handlung. „Gehen“ kann je nach Situation zu „schleichen“, „stolpern“, „hasten“, „trippeln“, „taumeln“ oder „marschieren“ werden. „Sagen“ kann zu „flüstern“, „rufen“, „murmeln“, „zischen“ oder „stammeln“ werden. Achte aber darauf, nicht jedes Wort künstlich zu ersetzen. Die Sprache soll lebendig und passend sein.
Dialoge schreiben
Dialoge machen Figuren lebendig und bringen Handlung voran. Ein guter Dialog verrät etwas über Beziehungen, Gefühle oder Konflikte. Er sollte nicht nur Informationen wiederholen. Statt „Wie du weißt, sind wir in einem magischen Wald“ wirkt eine Szene stärker, in der eine Figur nervös sagt: „Hier wachsen die Bäume rückwärts. Wir sollten nicht vom Weg abkommen.“
Erzählperspektive und Zeitform
Du kannst Deine Fantasiegeschichte in der Ich-Perspektive oder in der Er-Perspektive schreiben. Die Ich-Perspektive wirkt nah und persönlich, weil die Lesenden direkt mit der Figur erleben. Die Er-Perspektive erlaubt mehr Abstand und Übersicht. Häufig wird im Präteritum erzählt, zum Beispiel „Lina öffnete die Tür“. Möglich ist auch das Präsens, wenn die Geschichte besonders unmittelbar wirken soll.
Schreibprozess: Von der Idee zur fertigen Geschichte
Gute Texte entstehen selten in einem einzigen Durchgang. Der Schreibprozess besteht aus Planen, Schreiben, Überarbeiten und Veröffentlichen. Besonders beim kreativen Schreiben ist Überarbeitung kein Zeichen von Fehlern, sondern ein Zeichen von Qualität. Autorinnen und Autoren verbessern ihre Texte, bis Handlung, Sprache und Wirkung zusammenpassen.
Planen
Vor dem Schreiben hilft ein kurzer Plan. Du kannst eine Tabelle mit Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss anlegen. Notiere, welche Figur was will, welches Hindernis auftritt und wie sich die Figur am Ende verändert. Ein Plan darf sich beim Schreiben ändern. Er ist ein Wegweiser, kein Gefängnis.
Schreiben
Beim ersten Entwurf geht es darum, die Geschichte vollständig aufzuschreiben. Achte auf den roten Faden. Schreibe so, dass jede Szene eine Aufgabe hat: Sie zeigt eine Figur, steigert Spannung, liefert einen Hinweis, verändert eine Beziehung oder bringt die Handlung voran. Wenn eine Szene nichts davon tut, kannst Du sie später kürzen oder streichen.
Überarbeiten
Beim Überarbeiten prüfst Du Deinen Text aus mehreren Blickwinkeln. Ist der Anfang spannend? Ist klar, was die Hauptfigur will? Steigt die Spannung? Gibt es eine überraschende, aber nachvollziehbare Wendung? Sind die Beschreibungen anschaulich? Stimmen Zeitform und Erzählperspektive? Gibt es Wiederholungen? Sind Rechtschreibung, Zeichensetzung und Absätze sorgfältig?
Vorlesen und Feedback nutzen
Lies Deinen Text laut vor. Dabei hörst Du, ob Sätze zu lang, holprig oder unklar sind. Bitte andere um Rückmeldung. Gute Rückmeldung nennt nicht nur „gut“ oder „schlecht“, sondern beschreibt Wirkung: „Hier wollte ich weiterlesen“, „Hier war ich verwirrt“, „Diese Figur fand ich spannend“, „An dieser Stelle fehlt mir ein Hinweis“. Entscheide anschließend selbst, welche Vorschläge Deine Geschichte verbessern.
Typische Fehler und wie Du sie vermeidest
- Unklarer Anfang: Beginne so, dass Figur, Situation oder Rätsel erkennbar werden.
- Beliebige Magie: Gib der Fantasiewelt Regeln und Grenzen.
- Zu viele Figuren: Konzentriere Dich bei kurzen Geschichten auf wenige wichtige Figuren.
- Fehlender Konflikt: Sorge dafür, dass die Hauptfigur ein Ziel und ein Hindernis hat.
- Zu schneller Schluss: Löse die Geschichte nachvollziehbar und zeige eine Veränderung.
- Wiederholungen: Verwende abwechslungsreiche Satzanfänge und treffende Verben.
- Nur Behauptungen: Zeige Gefühle durch Handlungen, Gedanken, Körpersprache und Dialoge.
Beispiel: Von der Idee zum Mini-Plot
Idee: Ein Kind findet einen Bleistift, der Dinge lebendig zeichnen kann.
Hauptfigur: Nuri, zwölf Jahre, zeichnet gern, traut sich aber selten, vor anderen zu sprechen.
Ziel: Nuri möchte mit dem magischen Bleistift einem verschwundenen Freund helfen.
Hindernis: Alles, was Nuri zeichnet, erwacht zwar zum Leben, gehorcht aber nur, wenn die Zeichnung ehrlich gemeint ist.
Höhepunkt: Nuri muss ein Bild der eigenen Angst zeichnen, damit der Weg in eine verborgene Papierstadt sichtbar wird.
Schluss: Nuri findet den Freund und erkennt, dass die eigene Stimme genauso wichtig ist wie die Zeichnung.
Aus dieser Planung kann eine spannende Fantasiegeschichte entstehen, weil sie eine besondere Idee, eine innere Entwicklung, klare Regeln und einen Konflikt enthält.
Medien zum Lernen
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Dieses Video kann Dir helfen, wichtige Merkmale einer Fantasiegeschichte zu wiederholen. Achte beim Ansehen besonders darauf, wie Idee, Aufbau und sprachliche Gestaltung zusammenhängen.
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Dieses Video eignet sich zur Vertiefung, wenn Du Schritt für Schritt eine eigene Fantasieerzählung planen möchtest.
Schreibwerkstatt: Checkliste für Deine Fantasiegeschichte
- Idee: Gibt es ein ungewöhnliches Ereignis, einen magischen Gegenstand oder eine besondere Welt?
- Hauptfigur: Hat Deine Hauptfigur ein klares Ziel?
- Konflikt: Gibt es ein Hindernis, eine Gefahr, ein Rätsel oder eine Entscheidung?
- Fantasiewelt: Sind die Regeln der erfundenen Welt verständlich?
- Spannungsbogen: Steigt die Spannung bis zu einem Höhepunkt?
- Schluss: Wird deutlich, was sich verändert hat?
- Sprache: Nutzt Du anschauliche Verben, Sinneseindrücke und passende Dialoge?
- Überarbeitung: Hast Du Rechtschreibung, Satzzeichen, Zeitform und Absätze geprüft?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist ein typisches Merkmal einer Fantasiegeschichte? (Sie enthält erfundene Elemente, die in der Wirklichkeit nicht möglich sein müssen) (!Sie muss ausschließlich wahre Ereignisse berichten) (!Sie darf keine Figuren enthalten) (!Sie besteht immer nur aus einem Dialog)
Welche Frage hilft besonders gut beim Finden einer Fantasieidee? (Was wäre, wenn) (!Wie lautet die Seitenzahl) (!Welche Schriftart ist vorgeschrieben) (!Wie viele Kommas brauche ich)
Warum braucht auch eine Fantasiewelt Regeln? (Damit die erfundene Welt glaubwürdig und nachvollziehbar wirkt) (!Damit keine Spannung entstehen kann) (!Damit alle Figuren gleich handeln) (!Damit die Geschichte ohne Handlung auskommt)
Was gehört meistens in die Einleitung einer Fantasiegeschichte? (Hauptfigur, Ausgangssituation und ein erster spannender Hinweis) (!Nur die Lösung des Problems) (!Eine lange Liste aller Nebenfiguren) (!Ausschließlich die Moral der Geschichte)
Was ist der Höhepunkt einer Geschichte? (Die spannendste Stelle, an der eine wichtige Entscheidung oder Prüfung stattfindet) (!Der erste Satz der Geschichte) (!Die Überschrift des Textes) (!Eine beliebige Beschreibung ohne Handlung)
Welche Aussage beschreibt gutes Überarbeiten? (Man prüft Handlung, Sprache, Spannung und Verständlichkeit) (!Man löscht immer alle Dialoge) (!Man verändert nur die Schriftgröße) (!Man schreibt den Text nie ein zweites Mal an)
Was bedeutet Zeigen statt behaupten beim Schreiben? (Gefühle und Stimmungen werden durch Handlungen, Details und Sinneseindrücke erfahrbar) (!Alle Gefühle werden aus dem Text gestrichen) (!Jeder Satz beginnt mit demselben Wort) (!Die Geschichte wird nur in Stichpunkten erzählt)
Welche Rolle hat ein Konflikt in einer Fantasiegeschichte? (Er treibt die Handlung an und erzeugt Spannung) (!Er beendet die Geschichte vor dem Anfang) (!Er ersetzt alle Figuren) (!Er macht die Fantasiewelt unwichtig)
Welche Zeitform wird in Erzählungen häufig verwendet? (Präteritum) (!Futur zwei als einzige Möglichkeit) (!Imperativ) (!Infinitiv ohne jeden Satz)
Was macht einen gelungenen Schluss aus? (Er löst die wichtigste Frage und zeigt eine Veränderung) (!Er bricht mitten im Satz ab) (!Er führt zehn neue Hauptfiguren ein) (!Er widerspricht ohne Grund der gesamten Handlung)
Memory
| Spannungsbogen | Steigende Handlung bis zum Höhepunkt |
| Hauptfigur | Figur mit Ziel und Entwicklung |
| Fantasiewelt | Erfundenes Umfeld mit eigenen Regeln |
| Dialog | Gespräch zwischen Figuren |
| Überarbeitung | Verbesserung von Inhalt und Sprache |
| Höhepunkt | Spannendste Entscheidung der Handlung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Ideensammlung | Erste Einfälle entwickeln |
| Figurenplanung | Wünsche und Ängste bestimmen |
| Weltenbau | Regeln des erfundenen Ortes klären |
| Spannungsaufbau | Hindernisse und Wendungen steigern |
| Textüberarbeitung | Sprache und Handlung verbessern |
Kreuzworträtsel
| Held | Wie nennt man eine zentrale Figur, die ein Abenteuer erlebt? |
| Magie | Was überschreitet in vielen Fantasiegeschichten die normale Wirklichkeit? |
| Konflikt | Was entsteht, wenn Ziel und Hindernis aufeinandertreffen? |
| Wendung | Wie nennt man eine überraschende Veränderung der Handlung? |
| Schauplatz | Wie heißt der Ort, an dem eine Szene spielt? |
| Spannung | Was hält die Lesenden neugierig auf den Fortgang? |
LearningApps
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Ideenkiste: Sammle zehn Was-wäre-wenn-Fragen für mögliche Fantasiegeschichten und markiere die drei spannendsten.
- Magischer Gegenstand: Erfinde einen Gegenstand mit einer besonderen Fähigkeit und beschreibe, welche Regel oder Grenze seine Magie hat.
- Figurensteckbrief: Erstelle einen Steckbrief für eine Hauptfigur mit Wunsch, Angst, Geheimnis und besonderer Stärke.
- Bildimpuls: Wähle ein Bild aus und schreibe fünf Sätze darüber, was kurz nach dem gezeigten Moment passieren könnte.
Standard
- Fantasiewelt: Entwirf einen besonderen Ort und beschreibe ihn mit mindestens vier Sinneseindrücken.
- Spannungsbogen: Plane eine Fantasiegeschichte mit Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss in einer Tabelle.
- Dialog: Schreibe ein Gespräch zwischen Deiner Hauptfigur und einem sprechenden Wesen, in dem ein Geheimnis angedeutet wird.
- Schreibanfang: Verfasse drei unterschiedliche Anfänge zur gleichen Idee: geheimnisvoll, lustig und bedrohlich.
Schwer
- Kurzgeschichte: Schreibe eine vollständige Fantasiegeschichte mit klarer Figurenentwicklung und überarbeite sie nach einer Checkliste.
- Perspektivwechsel: Erzähle dieselbe Schlüsselszene einmal aus der Sicht der Hauptfigur und einmal aus der Sicht des Gegenspielers.
- Weltenregeln: Entwickle ein Magie-System mit drei Regeln, zwei Grenzen und einer unerwarteten Nebenwirkung.
- Feedbackrunde: Organisiere eine Schreibkonferenz, sammle Rückmeldungen und dokumentiere, welche Änderungen Deinen Text verbessert haben.

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Lernkontrolle
- Transferaufgabe: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum eine Fantasiegeschichte trotz magischer Elemente glaubwürdig wirken kann.
- Textanalyse: Untersuche einen Anfang einer Fantasiegeschichte und bewerte, ob er Neugier, Figur und Ausgangssituation überzeugend verbindet.
- Problemlösung: Eine Geschichte enthält viele Zauber, aber keine Spannung. Entwickle drei konkrete Änderungen, die daraus eine spannendere Handlung machen.
- Vergleich: Vergleiche eine Fantasiegeschichte mit einem Märchen und erläutere Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Aufbau, Figuren und magischen Elementen.
- Überarbeitungskompetenz: Überarbeite einen kurzen, langweiligen Fantasieabschnitt so, dass mehr Atmosphäre, Handlung und Figurenreaktion entstehen.
- Begründung: Entscheide, welche Erzählperspektive für eine geheimnisvolle Fantasiegeschichte besser passt, und begründe Deine Wahl mit Wirkung auf die Lesenden.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis erstellst Du ein kleines Schreibportfolio zum Thema Fantasiegeschichten schreiben. Es enthält eine Ideensammlung, einen Figurensteckbrief, eine Planung des Spannungsbogens, einen ersten Entwurf, eine überarbeitete Endfassung und eine kurze Reflexion. In der Reflexion erklärst Du, welche Entscheidung Deine Geschichte am stärksten verbessert hat. Bewertet werden nicht nur Rechtschreibung und Grammatik, sondern besonders Ideenreichtum, innerer Zusammenhang, Spannungsaufbau, anschauliche Sprache und erkennbare Überarbeitung.
Bewertungskriterien
- Idee: Die Geschichte enthält eine originelle Fantasieidee mit erkennbarem erzählerischem Potenzial.
- Aufbau: Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss sind sinnvoll verbunden.
- Figuren: Die Hauptfigur hat ein Ziel, erlebt Hindernisse und zeigt eine Entwicklung.
- Fantasiewelt: Magische oder ungewöhnliche Elemente folgen erkennbaren Regeln.
- Spannung: Konflikt, Wendungen und Höhepunkt halten die Lesenden neugierig.
- Sprache: Beschreibungen, Verben, Dialoge und Sinneseindrücke sind passend eingesetzt.
- Überarbeitung: Rückmeldungen und eigene Verbesserungen sind sichtbar umgesetzt.
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