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Fabeln und Lehrplan im Deutschunterricht Klasse 5 und 6

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Fabeln und Lehrplan im Deutschunterricht Klasse 5 und 6



Einleitung

Fabeln gehören zu den besonders geeigneten Textsorten für den Deutschunterricht in den Klassen 5 und 6. Sie sind kurz, verständlich und zugleich anspruchsvoll: In wenigen Sätzen erzählen sie eine Handlung, in der Tiere, Pflanzen oder Dinge wie Menschen sprechen, denken und handeln. Dadurch kannst Du lernen, literarische Texte genau zu lesen, versteckte Bedeutungen zu erkennen, über Werte nachzudenken und eigene Texte bewusst zu gestalten.

Das Thema Fabeln und der Lehrplan im Deutschunterricht Klasse 5 und 6 verbindet mehrere zentrale Lernbereiche: Lesekompetenz, Textanalyse, Schreiben, Sprechen und Zuhören, Sprachbetrachtung und Medienbildung. Eine Fabel ist deshalb nicht nur eine kurze Tiergeschichte, sondern ein Lernfeld, in dem Du literarisches Verstehen, kreative Gestaltung und begründetes Urteilen übst.

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Das Video dient als Einstieg: Es macht sichtbar, warum Fabeln in Klasse 5 und 6 häufig im Lehrplan vorkommen und wie sie mit übergeordneten Kompetenzen des Deutschunterrichts verbunden werden können.


Was ist eine Fabel?

Eine Fabel ist eine kurze, meist pointierte Erzählung mit einer belehrenden Absicht. Häufig treten Tiere auf, die menschliche Eigenschaften besitzen. Ein Fuchs kann listig sein, ein Löwe mächtig, ein Esel stur, eine Ameise fleißig oder ein Rabe eitel. Diese Zuordnung ist nicht zufällig: Die Tiere helfen, menschliches Verhalten aus einer gewissen Distanz zu betrachten.

In einer Fabel geht es selten nur um die Tiere selbst. Die sichtbare Handlung nennt man Bildebene. Die übertragene Bedeutung für das menschliche Zusammenleben nennt man Sachebene. Am Ende steht oft eine Moral, also eine Lehre, Einsicht oder Warnung. Manchmal wird diese Moral ausdrücklich formuliert, manchmal musst Du sie selbst erschließen.

Beispiel einer selbst verfassten Mini-Fabel:

Der Rabe prahlte vor der Maus: „Sieh nur, wie glänzend mein Gefieder ist. Niemand im Wald ist so schön wie ich.“ Die Maus antwortete: „Schönheit hilft wenig, wenn man nicht zuhören kann.“ Da bemerkte der Rabe nicht, dass ein Sturm aufzog. Während die Maus sich rechtzeitig in Sicherheit brachte, wurde der Rabe durchnässt und schwieg. Moral: Wer nur sich selbst bewundert, übersieht die Wirklichkeit.


Typische Merkmale einer Fabel

  1. Kürze: Eine Fabel ist meist knapp erzählt und konzentriert sich auf einen klaren Konflikt.
  2. Personifikation: Tiere, Pflanzen oder Dinge erhalten menschliche Eigenschaften.
  3. Konflikt: Zwei Figuren vertreten oft gegensätzliche Haltungen, zum Beispiel Klugheit und Eitelkeit.
  4. Dialog: Häufig wird direkte Rede eingesetzt, damit der Konflikt lebendig wird.
  5. Pointe: Die Handlung führt auf einen überraschenden oder einprägsamen Schluss zu.
  6. Moral: Die Fabel vermittelt eine Lehre über menschliches Verhalten.
  7. Übertragbarkeit: Die Tierhandlung lässt sich auf Situationen im menschlichen Leben beziehen.


Bildebene und Sachebene

Die Bildebene ist das, was in der Fabel sichtbar geschieht: Tiere begegnen einander, streiten, tricksen sich aus, helfen einander oder lernen etwas. Die Sachebene ist die Bedeutung hinter dieser Handlung. Sie betrifft Menschen, ihr Verhalten und ihr Zusammenleben.

Ebene Bedeutung Beispiel
Bildebene Die erzählte Handlung mit den Figuren der Fabel Ein Fuchs schmeichelt einem Raben, damit dieser seinen Käse fallen lässt.
Sachebene Die übertragene Aussage über menschliches Verhalten Wer sich leicht durch Lob blenden lässt, kann ausgenutzt werden.
Moral Die Lehre, die aus der Geschichte gezogen werden kann Eitelkeit macht leichtgläubig.


Fabeln in der Literaturgeschichte

Fabeln gehören zu den ältesten erzählenden Textformen. Besonders bekannt ist Äsop, dem viele antike Fabeln zugeschrieben werden. Später prägten Autorinnen und Autoren verschiedener Zeiten die Textsorte weiter. Für den deutschsprachigen Raum ist Gotthold Ephraim Lessing wichtig, der sich intensiv mit Fabeln beschäftigte. International besonders bekannt sind die Fabeln von Jean de La Fontaine.

Fabeln wurden früher nicht nur zur Unterhaltung erzählt, sondern auch zur Belehrung, Kritik und Erziehung genutzt. Da Tiere stellvertretend für menschliche Charakterzüge stehen, konnten Fabeln auch gesellschaftliche Missstände ansprechen, ohne Personen direkt zu nennen. Diese indirekte Form macht Fabeln bis heute interessant.


Bekannte Fabeltiere und Eigenschaften

Fabeltier Häufige Eigenschaft Mögliche Deutung
Fuchs schlau, listig Er nutzt Sprache und Tricks, um Vorteile zu gewinnen.
Löwe stark, mächtig Er steht oft für Herrschaft, Mut oder Überlegenheit.
Rabe eitel, leichtgläubig Er kann zeigen, wie gefährlich Selbstüberschätzung ist.
Esel störrisch, ungeschickt Er steht häufig für Unwissenheit oder Starrsinn.
Ameise fleißig, vorsorgend Sie zeigt Planung, Arbeit und Ausdauer.
Wolf gierig, gefährlich Er verkörpert oft Rücksichtslosigkeit oder Machtmissbrauch.


Lehrplanbezug für Klasse 5 und 6

Der genaue Lehrplan unterscheidet sich je nach Bundesland und Schulart. Trotzdem passen Fabeln in Klasse 5 und 6 in wiederkehrende Kompetenzbereiche des Deutschunterrichts. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Frage „Was passiert?“, sondern auch: „Wie ist der Text gemacht?“, „Welche Wirkung hat er?“, „Welche Lehre steckt darin?“ und „Wie kann ich selbst eine Fabel schreiben?“


Kompetenzbereiche im Deutschunterricht

Kompetenzbereich Was Du mit Fabeln übst Beispielaufgabe
Lesen und Textverstehen Du entnimmst Informationen, erkennst Figuren, Konflikte und Aufbau. Markiere die Stelle, an der sich der Konflikt zuspitzt.
Literarisches Lernen Du untersuchst Merkmale einer Textsorte und deutest die Wirkung. Erkläre, warum der Fuchs in der Fabel als listig erscheint.
Schreiben Du verfasst Nacherzählungen, Inhaltsangaben, Deutungen und eigene Fabeln. Schreibe eine Fabel, in der ein Tier durch sein Verhalten eine Lehre erfährt.
Sprechen und Zuhören Du liest Rollen, diskutierst Deutungen und präsentierst Ergebnisse. Führt einen Fabeldialog szenisch auf und besprecht die Wirkung.
Sprachbetrachtung Du untersuchst direkte Rede, Wortarten, Satzbau und sprachliche Bilder. Überarbeite einen Dialog so, dass die Figuren deutlicher wirken.
Medienbildung Du vergleichst Text, Bild, Hörfassung oder Video und bewertest Darstellungen. Vergleiche eine Fabelillustration mit dem Text: Was wird betont?


Warum Fabeln für Klasse 5 und 6 geeignet sind

Fabeln sind überschaubar und dennoch tiefgründig. Du kannst an ihnen lernen, einen literarischen Text Schritt für Schritt zu erschließen. Weil Fabeln kurz sind, bleibt genug Zeit für genaues Lesen, gemeinsames Gespräch, szenisches Spielen, kreative Umformungen und das Schreiben eigener Texte. Gleichzeitig führen Fabeln an wichtige Begriffe wie Erzähler, Figur, Dialog, Konflikt, Pointe, Moral, Bildebene und Sachebene heran.

Im Unterricht helfen Fabeln außerdem dabei, über Werte zu sprechen: Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Hochmut, Gerechtigkeit, Macht, Freundschaft oder Klugheit. Dabei geht es nicht darum, eine einzige richtige Antwort auswendig zu lernen. Wichtig ist, dass Du Deine Deutung am Text belegst und begründen kannst.


Fabeln untersuchen: Schritt für Schritt

Eine Fabel kannst Du mit einer klaren Methode untersuchen. Diese Methode hilft Dir auch bei anderen literarischen Texten.

  1. Erster Eindruck: Lies die Fabel aufmerksam und formuliere, worum es oberflächlich geht.
  2. Figurenanalyse: Bestimme die Figuren und ihre Eigenschaften.
  3. Konfliktanalyse: Erkläre, welches Problem zwischen den Figuren entsteht.
  4. Aufbau: Unterscheide Ausgangssituation, Handlung, Wendepunkt und Schluss.
  5. Sprache: Untersuche direkte Rede, Wortwahl und auffällige Formulierungen.
  6. Moral: Formuliere die Lehre der Fabel mit eigenen Worten.
  7. Übertragung: Beziehe die Lehre auf eine menschliche Alltagssituation.
  8. Begründung: Belege Deine Deutung mit passenden Textstellen.


Aufbau einer Fabel

Baustein Funktion Leitfrage
Ausgangssituation Figuren und Situation werden eingeführt. Wer begegnet wem?
Konflikt Ein Problem oder Gegensatz entsteht. Worin besteht der Streit oder die Täuschung?
Handlung Die Figuren handeln, reden oder reagieren. Wie versuchen die Figuren ihr Ziel zu erreichen?
Wendepunkt Die entscheidende Veränderung tritt ein. Wann kippt die Situation?
Schluss Die Folge des Handelns wird sichtbar. Wer gewinnt, wer verliert, wer lernt etwas?
Moral Die Lehre wird deutlich. Was bedeutet die Geschichte für Menschen?


Fabeln schreiben

Wenn Du eine eigene Fabel schreibst, brauchst Du nicht viele Figuren. Oft reichen zwei Tiere, die gegensätzliche Eigenschaften besitzen. Wichtig ist, dass die Handlung auf eine klare Lehre hinausläuft. Die Moral sollte nicht zufällig wirken, sondern aus dem Verhalten der Figuren entstehen.


Schreibplan für eine eigene Fabel

  1. Thema: Wähle eine menschliche Verhaltensweise, zum Beispiel Eitelkeit, Neid, Hilfsbereitschaft oder Überheblichkeit.
  2. Fabeltiere: Wähle zwei Tiere, deren Eigenschaften gut zum Konflikt passen.
  3. Konflikt: Überlege, was die Tiere voneinander wollen oder worüber sie streiten.
  4. Dialog: Plane kurze, treffende direkte Rede.
  5. Wendepunkt: Entwickle eine Situation, in der sich zeigt, wer klug oder unklug handelt.
  6. Moral: Formuliere eine Lehre, die zur Handlung passt.
  7. Überarbeitung: Prüfe, ob die Fabel kurz, klar und anschaulich ist.


Überarbeitungskriterien

Kriterium Frage zur Überarbeitung
Textsorte Erkennt man, dass der Text eine Fabel ist?
Figuren Haben die Tiere passende menschliche Eigenschaften?
Konflikt Gibt es ein klares Problem oder einen Gegensatz?
Sprache Ist die direkte Rede lebendig und verständlich?
Moral Passt die Lehre wirklich zur Handlung?
Kürze Ist die Geschichte knapp erzählt und nicht unnötig ausgeschmückt?


Medien und Fabeln

Fabeln lassen sich gut mit Bildern, Hörfassungen, Erklärvideos und szenischem Spiel verbinden. Eine Illustration zeigt oft schon, welche Figuren wichtig sind oder welche Stimmung die Fabel hat. Ein Video kann helfen, Merkmale zu wiederholen. Trotzdem solltest Du immer prüfen, ob ein Medium den Text richtig erklärt oder nur vereinfacht.


Medien kritisch nutzen

  1. Bildanalyse: Beschreibe genau, was auf einer Fabelillustration zu sehen ist.
  2. Vergleich: Vergleiche Bild und Text. Welche Textstelle wird im Bild betont?
  3. Videonutzung: Notiere beim Schauen eines Videos drei Fachbegriffe und erkläre sie.
  4. Hörverstehen: Achte darauf, wie Stimme und Betonung die Figuren verändern.
  5. Medienkritik: Prüfe, ob eine Erklärung vollständig, verständlich und sachlich richtig ist.


Unterrichtsideen für Lehrkräfte

Fabeln ermöglichen einen kompetenzorientierten Unterricht, der Analyse, Kreativität und Reflexion verbindet. Eine Unterrichtseinheit kann mit einem Bildimpuls oder einer kurzen Vorlesefabel beginnen. Danach erarbeiten die Lernenden Merkmale, untersuchen Fabeln in Partnerarbeit, übertragen die Moral auf Alltagssituationen und schreiben eigene Texte.


Beispiel für eine Unterrichtsreihe

Phase Schwerpunkt Produkt
Einstieg Vorwissen aktivieren und Fabeltiere sammeln Mindmap zu Fabeltieren
Erarbeitung Merkmale, Aufbau, Bildebene und Sachebene untersuchen Merkblatt zur Fabel
Vertiefung Fabeln vergleichen und Moral begründen Deutung mit Textbelegen
Sprachbildung Direkte Rede, treffende Verben und Adjektive überarbeiten Überarbeitete Dialogfassung
Kreativphase Eigene Fabel planen, schreiben und überarbeiten Fabelheft oder digitale Sammlung
Präsentation Fabeln vorlesen, spielen oder als Hörfassung aufnehmen Vortrag, Hörspiel oder Szenenspiel
Reflexion Lernwege und Kriterien auswerten Portfolioeintrag


Differenzierung und Förderung

Im Fabelunterricht können Aufgaben unterschiedlich anspruchsvoll gestaltet werden. Lernende, die Unterstützung brauchen, erhalten zum Beispiel Satzanfänge, Wortkarten, Fabeltierkarten oder eine vorgegebene Struktur. Fortgeschrittene Lernende können mehrere Deutungen vergleichen, eine Fabel modernisieren oder eine Moral kritisch hinterfragen.


Hilfen für das Verstehen

  1. Wortschatzarbeit: Kläre schwierige Wörter vor dem Lesen.
  2. Lesestrategie: Markiere Figuren, Verben der Handlung und direkte Rede in verschiedenen Schritten.
  3. Satzstarter: Nutze Formulierungen wie „Der Fuchs steht für ...“ oder „Die Moral lässt sich auf Menschen übertragen, weil ...“.
  4. Partnerarbeit: Vergleiche Deine Deutung mit einer anderen Person.
  5. Visualisierung: Zeichne Bildebene und Sachebene als zwei Ebenen untereinander.


Erweiterungen für leistungsstarke Lernende

  1. Vergleichende Analyse: Vergleiche zwei Fabeln mit ähnlicher Moral.
  2. Kritische Deutung: Prüfe, ob die Moral heute noch überzeugend ist.
  3. Perspektivwechsel: Erzähle die Fabel aus Sicht der unterlegenen Figur.
  4. Satire: Untersuche, ob die Fabel gesellschaftliche Kritik enthält.
  5. Medienproduktion: Erstelle ein kurzes Erklärvideo zu Bildebene und Sachebene.


Fachbegriffe

Fachbegriff Erklärung
Fabel Kurze Erzählung mit belehrender Absicht.
Moral Lehre oder Einsicht, die aus der Fabel gewonnen wird.
Personifikation Vermenschlichung von Tieren, Pflanzen oder Dingen.
Bildebene Sichtbare Handlung der Fabel.
Sachebene Übertragene Bedeutung für menschliches Verhalten.
Pointe Überraschender, zugespitzter Schluss.
Dialog Gespräch zwischen Figuren.
Direkte Rede Wörtliche Wiedergabe einer Äußerung.
Erzähler Stimme, die die Handlung erzählt.
Textbeleg Stelle aus dem Text, mit der eine Deutung begründet wird.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Fabel? (Eine kurze Erzählung mit einer Lehre) (!Ein Bericht über ein echtes Tier) (!Ein langes Gedicht ohne Handlung) (!Eine Anleitung zum Schreiben von Briefen)




Warum treten in Fabeln häufig Tiere auf? (Sie zeigen menschliche Eigenschaften in einer anschaulichen Form) (!Sie sollen biologische Fakten erklären) (!Sie ersetzen immer den Erzähler) (!Sie verhindern, dass eine Moral entsteht)




Wie nennt man es, wenn Tiere wie Menschen sprechen und handeln? (Personifikation) (!Reim) (!Zeitform) (!Absatz)




Was bedeutet Moral in einer Fabel? (Die Lehre der Geschichte) (!Der Name der Hauptfigur) (!Der Ort der Handlung) (!Die Länge des Textes)




Was ist die Bildebene einer Fabel? (Die sichtbare Handlung mit den Fabeltieren) (!Die Überschrift der Fabel) (!Die Meinung der Lehrkraft) (!Die Rechtschreibung des Textes)




Was ist die Sachebene einer Fabel? (Die übertragene Bedeutung für menschliches Verhalten) (!Die Liste aller Tierarten) (!Der erste Satz der Geschichte) (!Die Anzahl der Dialoge)




Welche Funktion hat der Dialog in vielen Fabeln? (Er macht den Konflikt zwischen den Figuren deutlich) (!Er ersetzt immer die Moral) (!Er macht die Fabel zu einem Sachtext) (!Er verhindert eine Deutung)




Was übst Du beim Untersuchen von Fabeln besonders? (Textverstehen und begründetes Deuten) (!Nur das Auswendiglernen von Tiernamen) (!Nur das Zeichnen von Bildern) (!Nur das Abschreiben des Textes)




Was gehört zu einer überzeugenden eigenen Fabel? (Ein klarer Konflikt und eine passende Lehre) (!Möglichst viele Hauptfiguren ohne Zusammenhang) (!Eine möglichst lange Einleitung) (!Ein Ende ohne Bezug zur Handlung)




Warum passen Fabeln gut in den Lehrplan der Klassen 5 und 6? (Sie verbinden Lesen, Schreiben, Sprechen und Sprachbetrachtung) (!Sie vermeiden jede Textanalyse) (!Sie bestehen nur aus Grammatikregeln) (!Sie ersetzen alle anderen Textsorten)





Memory

Fabeltier menschliche Eigenschaft
Moral Lehre
Bildebene Tierhandlung
Sachebene Übertragung auf Menschen
Dialog direkte Rede
Pointe überraschender Schluss





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung im Fabelunterricht
Bildebene äußere Tierhandlung
Sachebene menschliche Bedeutung
Moral Lehre der Geschichte
Personifikation Tiere sprechen und handeln menschlich
Pointe überraschender Schluss






Kreuzworträtsel

Fabel Wie heißt eine kurze Erzählung mit belehrender Absicht?
Moral Wie nennt man die Lehre einer Fabel?
Fuchs Welches Tier gilt in vielen Fabeln als besonders listig?
Dialog Wie nennt man ein Gespräch zwischen Figuren?
Pointe Wie heißt ein überraschender zugespitzter Schluss?
Aesop Wie heißt der berühmte antike Fabelerzähler in vereinfachter Schreibweise?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine

ist eine kurze Erzählung mit belehrender Absicht.
In vielen Fabeln handeln Tiere mit menschlichen Eigenschaften; das nennt man

.
Die äußere Handlung mit den Tieren heißt

.
Die übertragene Bedeutung für Menschen heißt

.
Am Ende steht häufig eine

.
Im Deutschunterricht der Klassen 5 und 6 lernst Du, Fabeln zu untersuchen und eigene Texte zu

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fabeltiere sammeln: Erstelle eine Tabelle mit zehn Fabeltieren und notiere jeweils eine typische menschliche Eigenschaft.
  2. Moral finden: Lies eine kurze Fabel und formuliere die Moral in einem einzigen klaren Satz.
  3. Bildebene zeichnen: Zeichne die sichtbare Handlung einer Fabel und beschrifte die wichtigsten Figuren.
  4. Fabeldialog lesen: Lies einen Fabeldialog mit einer Partnerin oder einem Partner laut vor und achtet auf passende Betonung.


Standard

  1. Fabel untersuchen: Analysiere eine Fabel nach Figuren, Konflikt, Aufbau, Bildebene, Sachebene und Moral.
  2. Perspektive wechseln: Erzähle eine bekannte Fabel aus der Sicht einer Nebenfigur neu.
  3. Eigene Fabel schreiben: Schreibe eine Fabel mit zwei Tieren, einem klaren Konflikt und einer passenden Moral.
  4. Medienvergleich: Vergleiche eine Fabelillustration mit dem Text und erkläre, welche Deutung das Bild unterstützt.


Schwer

  1. Fabel modernisieren: Übertrage eine klassische Fabel in eine heutige Schulsituation, ohne die Moral zu verändern.
  2. Moral diskutieren: Prüfe, ob die Moral einer Fabel heute noch gerecht, hilfreich oder problematisch ist.
  3. Fabel als Hörspiel: Produziere eine kurze Hörspielfassung mit Rollen, Erzählerstimme, Geräuschen und anschließender Reflexion.
  4. Lehrplanbezug erklären: Erstelle ein Lernplakat, das zeigt, welche Kompetenzen des Deutschunterrichts durch Fabeln gefördert werden.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Bildebene und Sachebene: Erkläre an einer unbekannten Fabel, wie die sichtbare Tierhandlung auf menschliches Verhalten übertragen werden kann.
  2. Deutung begründen: Formuliere zwei verschiedene mögliche Moralen zu derselben Fabel und belege beide mit Textstellen.
  3. Fabelkritik: Beurteile, ob die Lehre einer Fabel in einer heutigen Konfliktsituation hilfreich wäre, und begründe Deine Entscheidung.
  4. Schreibaufgabe mit Überarbeitung: Schreibe eine eigene Fabel und erkläre anschließend, welche Änderungen Du nach einer Rückmeldung vorgenommen hast.
  5. Medienreflexion: Vergleiche eine Fabel als Text, Bild und Video und bewerte, welches Medium die Moral am deutlichsten vermittelt.
  6. Unterrichtsplanung aus Lernendensicht: Entwirf eine kurze Unterrichtsidee, mit der jüngere Schülerinnen und Schüler Fabelmerkmale verstehen können.


Lernnachweis

Für den Lernnachweis erstellst Du ein kleines Portfolio zum Thema Fabeln. Es soll zeigen, dass Du nicht nur Merkmale kennst, sondern Fabeln deuten, übertragen und selbst gestalten kannst.

  1. Pflichtteil Analyse: Untersuche eine Fabel nach Aufbau, Figuren, Konflikt, Bildebene, Sachebene und Moral.
  2. Pflichtteil Schreiben: Verfasse eine eigene Fabel mit einer klaren Lehre und überarbeite sie mithilfe einer Kriterienliste.
  3. Pflichtteil Reflexion: Erkläre, welche Kompetenz Du beim Arbeiten mit Fabeln besonders verbessert hast.
  4. Wahlteil Präsentation: Gestalte ein Plakat, einen Vortrag, ein Hörspiel oder eine kleine Szene zu Deiner Fabel.
  5. Selbsteinschätzung: Bewerte Deine Arbeit mit drei Stärken und einem konkreten nächsten Lernziel.


Bewertungskriterien

Kriterium Erwartung
Verstehen Du erkennst Handlung, Figuren, Konflikt und Aufbau der Fabel.
Deutung Du unterscheidest Bildebene und Sachebene und formulierst eine passende Moral.
Begründung Du belegst Deine Aussagen mit passenden Textstellen.
Gestaltung Deine eigene Fabel ist knapp, anschaulich und zielgerichtet geschrieben.
Sprache Du verwendest treffende Verben, passende Adjektive und korrekte direkte Rede.
Reflexion Du erklärst, was Du gelernt hast und wie Du Deinen Text verbessert hast.




OERs zum Thema


Freie Medien und weitere Recherche

  1. Wikimedia Commons: Suche nach Bildern zu Äsop, La Fontaine und bekannten Fabeltieren.
  2. Wikisource: Vergleiche gemeinfreie Fabeltexte und achte auf ältere Sprache.
  3. Wikipedia: Nutze den Artikel zur Fabel als Überblick und prüfe Fachbegriffe.
  4. YouTube im Unterricht: Nutze Erklärvideos als Wiederholung, aber überprüfe die Inhalte immer am Text.


Links


Zusammenfassung

Fabeln sind kurze literarische Texte mit belehrender Absicht. Sie arbeiten häufig mit Personifikation, weil Tiere wie Menschen sprechen und handeln. Die sichtbare Handlung heißt Bildebene, die übertragene Bedeutung heißt Sachebene. Die Moral formuliert eine Lehre über menschliches Verhalten. Im Deutschunterricht der Klassen 5 und 6 eignen sich Fabeln besonders gut, um Lesekompetenz, Textanalyse, Schreibkompetenz, Sprechen und Zuhören, Sprachbetrachtung und Medienbildung miteinander zu verbinden.


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  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

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