Evangelium nach Matthäus Kapitel 21 - Übersetzung nach Habermas


Evangelium nach Matthäus Kapitel 21 - Übersetzung nach Habermas
Einleitung
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Dieser aiMOOC behandelt das Thema Evangelium nach Matthäus, Kapitel 21 / Übersetzung nach Habermas mit dem Schwerpunkt messianische Zeichenhandlung und Kritik religiöser Institutionen. Du lernst, wie Matthäus 21 im Neuen Testament erzählt ist, welche Bedeutung der Einzug Jesu in Jerusalem, die Tempelreinigung, der Feigenbaum und die beiden Gleichnisse vom zwei Söhnen und von den bösen Weingärtnern haben. Der Kurs arbeitet mit Inhaltszusammenfassungen, Deutungen, interaktiven Aufgaben und eigenen Transferaufgaben. Er ersetzt keine vollständige Bibelübersetzung, sondern hilft Dir, den Text historisch, literarisch, religiös und ethisch zu verstehen.

Thema und Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du zentrale Szenen aus Matthäus 21 wiedergeben, wichtige Symbole erklären und die Spannung zwischen Messiaserwartung, Prophetie und institutioneller Religionskritik beschreiben. Du kannst außerdem beurteilen, warum der Text in Christentum, Religionsunterricht, Ethikunterricht, Bibelwissenschaft und Theologie bis heute intensiv diskutiert wird.
Was Du lernst
- Aufbau des Kapitels: Du ordnest die einzelnen Szenen in eine sinnvolle Reihenfolge ein.
- Messianische Zeichenhandlung: Du erklärst, warum der Einzug auf einem Reittier als symbolische Königshandlung verstanden wird.
- Tempel und Institution: Du deutest die Tempelreinigung als prophetische Kritik an religiöser Praxis.
- Gleichnisse Jesu: Du untersuchst, wie Gleichnisse zur Selbstprüfung und Kritik eingesetzt werden.
- Gegenwartsbezug: Du überträgst die Fragen des Textes auf heutige Institutionen, Verantwortung und Glaubwürdigkeit.
Überblick über Matthäus 21
Matthäus 21 gehört im Evangelium nach Matthäus zum Beginn der letzten Jerusalemer Ereignisse vor Passion, Kreuzigung und Auferstehung. Der Schauplatz wechselt in die Nähe von Jerusalem. Die Handlung verdichtet sich: Jesus wird öffentlich als messianische Gestalt wahrgenommen, religiöse Autoritäten stellen seine Vollmacht infrage, und Jesus antwortet mit prophetischen Zeichenhandlungen und Gleichnissen.
Aufbau des Kapitels
- Einzug Jesu in Jerusalem: Jesus zieht unter Jubelrufen in Jerusalem ein. Die Szene erinnert an königliche und prophetische Erwartungen.
- Tempelreinigung: Jesus vertreibt Händler und Geldwechsler aus dem Tempelbereich und deutet den Tempel als Ort des Gebets.
- Verdorrter Feigenbaum: Der Feigenbaum wird zum Symbol für fehlende Fruchtbarkeit und leere religiöse Fassade.
- Vollmacht Jesu: Die religiösen Autoritäten fragen nach Jesu Vollmacht. Jesus stellt eine Gegenfrage zu Johannes dem Täufer.
- Gleichnis von den zwei Söhnen: Entscheidend ist nicht das fromme Wort, sondern das tatsächliche Tun.
- Gleichnis von den bösen Weingärtnern: Das Gleichnis kritisiert Verantwortliche, die Gottes Auftrag missachten und die gesandten Boten ablehnen.
Historischer und literarischer Kontext
Das Evangelium nach Matthäus
Das Evangelium nach Matthäus ist eines der vier kanonischen Evangelien. Es erzählt die Geschichte Jesu mit besonderem Blick auf jüdische Traditionen, Schriftbezüge, Tora, Prophetie und die Frage, wie Jesus als Messias verstanden werden kann. Matthäus betont häufig, dass Ereignisse im Leben Jesu im Licht der hebräischen Bibel gedeutet werden. Dadurch entsteht ein dichtes Netz aus Erzählung, Auslegung und theologischer Deutung.
Jerusalem als Ort der Entscheidung
Jerusalem ist im Matthäusevangelium nicht nur eine Stadt, sondern ein symbolischer Ort. Dort steht der Tempel, dort wirken religiöse und politische Machtstrukturen, und dort spitzt sich der Konflikt um Jesus zu. Matthäus 21 zeigt, wie öffentliche Zustimmung, religiöse Kritik, Machtfragen und prophetische Zeichenhandlungen ineinandergreifen. Die Erzählung ist deshalb nicht nur eine historische Erinnerung, sondern auch eine theologische Auseinandersetzung mit der Frage: Wer handelt wirklich im Sinne Gottes?
Der Tempel im Judentum der Zeit Jesu
Der Tempel in Jerusalem war im Judentum der Zeit Jesu ein zentraler Ort für Gebet, Opferkult, Festfeiern, religiöse Identität und soziale Ordnung. Deshalb ist die Tempelreinigung in Matthäus 21 besonders brisant. Sie ist keine allgemeine Ablehnung des Judentums, sondern steht innerhalb jüdischer prophetischer Kritik. Wie frühere Propheten richtet Jesus den Blick darauf, ob religiöse Praxis mit Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und ehrlichem Gottesdienst verbunden ist.
Messianische Zeichenhandlung
Ein König auf einem einfachen Reittier
Der Einzug Jesu in Jerusalem wird als messianische Zeichenhandlung erzählt. Eine Zeichenhandlung ist eine symbolische Handlung, die eine Botschaft nicht nur mit Worten, sondern sichtbar und körperlich ausdrückt. Jesus erscheint nicht als militärischer Herrscher, sondern auf einem einfachen Reittier. Dadurch wird eine andere Vorstellung von Königsherrschaft sichtbar: friedlich, demütig und zugleich öffentlich herausfordernd.
Bezug zu prophetischen Erwartungen
Die Erzählung erinnert an prophetische Vorstellungen eines kommenden Königs, der nicht durch Gewalt, sondern durch Frieden gekennzeichnet ist. Für Matthäus ist wichtig: Jesu Handlung geschieht nicht zufällig. Sie wird als Erfüllung und Deutung biblischer Hoffnung erzählt. Die Menge ruft Jesus mit messianischen Titeln an und verbindet ihn mit der Hoffnung auf Rettung. Gleichzeitig bleibt die Szene offen: Viele jubeln, aber nicht alle verstehen, was diese Art von Messias bedeutet.
Hosanna und Sohn Davids
Der Ruf Hosanna ist im biblischen Zusammenhang mit Bitte um Rettung, Lobpreis und Festliturgie verbunden. Die Bezeichnung Sohn Davids verweist auf messianische Erwartungen, die mit der Davidtradition zusammenhängen. In Matthäus 21 entsteht dadurch ein Spannungsfeld: Jesus wird königlich begrüßt, aber seine Königsherrschaft ist nicht auf Gewalt, nationale Macht oder religiöse Selbsterhöhung ausgerichtet. Sie zielt auf Umkehr, Gerechtigkeit und Vertrauen.
Kritik religiöser Institutionen

Tempelreinigung als prophetische Kritik
Die Tempelreinigung ist eine der stärksten Szenen in Matthäus 21. Jesus vertreibt Käufer und Verkäufer aus dem Tempelbereich und stößt die Tische der Geldwechsler um. Diese Handlung ist nicht nur spontane Empörung, sondern eine prophetische Zeichenhandlung. Sie zeigt: Ein religiöser Ort verliert seine Glaubwürdigkeit, wenn er mehr von Geschäft, Macht und Ausschluss geprägt ist als von Gebet, Heilung und Gerechtigkeit.
Haus des Gebets statt Räuberhöhle
Jesus greift in der Tempelszene auf prophetische Sprache zurück. Die Gegenüberstellung von Haus des Gebets und Räuberhöhle macht den Konflikt deutlich. Religion kann Menschen mit Gott verbinden, sie kann aber auch zur Fassade werden, wenn sie Unrecht verdeckt. Matthäus zeigt, dass Jesus nicht gegen Gebet, Tempel oder jüdische Frömmigkeit handelt, sondern gegen eine Praxis, die den Sinn des heiligen Ortes verfehlt.
Heilung und Kinderlob im Tempel
Nach der Tempelreinigung kommen Blinde und Lahme zu Jesus, und er heilt sie. Kinder rufen im Tempelbereich messianische Lobworte. Diese Fortsetzung ist wichtig: Der Tempel soll nicht leer bleiben, sondern zu einem Ort werden, an dem Bedürftige gesehen, Kranke geheilt und Ausgeschlossene hineingenommen werden. Die Kritik an der Institution ist also nicht zerstörerisch, sondern erneuernd. Sie fragt: Dient die religiöse Ordnung den Menschen und Gott oder vor allem sich selbst?
Der Feigenbaum als Symbol
Fruchtlosigkeit und Verantwortung
Die Szene vom verdorrenden Feigenbaum wirkt auf den ersten Blick hart. In der Erzählung steht der Baum jedoch symbolisch für fehlende Frucht. In biblischer Bildsprache kann Frucht für gelebte Gerechtigkeit, Umkehr, Glaube und verantwortliches Handeln stehen. Der Feigenbaum sieht lebendig aus, bringt aber keine Frucht. So wird er zum Bild für eine Frömmigkeit, die äußerlich wirkt, aber innerlich leer bleibt.
Glaube und Gebet
Die anschließenden Worte über Glaube und Gebet betonen Vertrauen. Matthäus verbindet den Feigenbaum nicht mit magischem Denken, sondern mit der Frage, ob Vertrauen auf Gott konkrete Folgen hat. Glauben heißt hier nicht nur, etwas für wahr zu halten, sondern sich in Verantwortung und Handeln auf Gott auszurichten.
Die Frage nach der Vollmacht
Wer darf so handeln?
Nach der Tempelreinigung fragen die Hohenpriester und Ältesten Jesus: Mit welcher Vollmacht tut er das? Diese Frage ist nachvollziehbar, denn Jesus hat im Zentrum religiöser Ordnung sichtbar eingegriffen. Es geht um Autorität, Legitimation und Macht. Wer darf religiöse Praxis kritisieren? Wer entscheidet, was im Namen Gottes geschieht?
Jesu Gegenfrage zu Johannes dem Täufer
Jesus antwortet mit einer Gegenfrage zu Johannes dem Täufer. Damit zwingt er seine Gegner, ihre eigene Haltung zu klären. Wenn sie Johannes als von Gott gesandt anerkennen, müssten sie sich fragen lassen, warum sie ihm nicht geglaubt haben. Wenn sie ihn ablehnen, geraten sie in Konflikt mit der Volksmeinung. Die Szene zeigt, dass religiöse Macht oft nicht nur nach Wahrheit fragt, sondern auch nach politischer Absicherung.
Das Gleichnis von den zwei Söhnen
Sagen und Tun
Im Gleichnis von den zwei Söhnen bittet ein Vater seine beiden Söhne, im Weinberg zu arbeiten. Der eine sagt zunächst Nein, geht später aber doch. Der andere sagt Ja, geht aber nicht. Die Pointe ist klar: Entscheidend ist nicht die fromme Zustimmung, sondern das tatsächliche Tun. Der Text stellt eine kritische Frage an alle, die sich religiös sicher fühlen: Entspricht Dein Handeln Deinen Worten?
Umkehr ist möglich
Das Gleichnis betont außerdem, dass Umkehr möglich ist. Wer zunächst ablehnt, kann sich verändern. Wer hingegen nur zustimmt, aber nicht handelt, bleibt unfruchtbar. Damit wird eine zentrale Botschaft des Kapitels sichtbar: Gottes Wille zeigt sich nicht an religiösem Status, sondern an Glaubwürdigkeit, Umkehr und gelebter Gerechtigkeit.
Das Gleichnis von den bösen Weingärtnern
Der Weinberg als Verantwortungsraum
Das Gleichnis von den bösen Weingärtnern erzählt von einem Weinbergbesitzer, der seinen Weinberg an Pächter übergibt. Als er Knechte sendet, um die Früchte zu holen, werden sie misshandelt. Schließlich wird sogar der Sohn getötet. Der Weinberg steht für einen anvertrauten Verantwortungsraum. Die Pächter handeln so, als gehöre ihnen, was ihnen nur anvertraut wurde.

Kritik an Machtmissbrauch
Das Gleichnis kritisiert Machtmissbrauch. Wer Verantwortung trägt, kann sie zum Dienst nutzen oder zur Besitzsicherung missbrauchen. Die Pächter wollen Kontrolle behalten und verweigern die Früchte. In der Deutung des Matthäusevangeliums richtet sich diese Kritik an religiöse Führungspersonen, die Gottes Boten ablehnen und die eigenen Interessen über Gottes Auftrag stellen.
Der verworfene Stein
Am Ende des Gleichnisses steht das Bild vom verworfenen Stein, der zum Eckstein wird. Dieses Bild deutet Ablehnung und neue Bedeutung zusammen. Was von Menschen verworfen wird, kann im Handeln Gottes entscheidend werden. Für die christliche Auslegung verweist das auf Jesus selbst. Zugleich bleibt die ethische Frage bestehen: Wo verwerfen Menschen heute unbequeme Stimmen, obwohl sie zur Gerechtigkeit rufen?
Auslegung: Messianische Hoffnung und institutionelle Selbstprüfung
Kein Triumph im üblichen Sinn
Matthäus 21 beginnt mit Jubel, aber dieser Jubel ist nicht einfach Triumph. Der Messias erscheint nicht als Gewaltherrscher. Seine Zeichenhandlungen stellen bestehende Vorstellungen von Macht infrage. Wer Jesus verstehen will, muss deshalb zwischen äußeren Erwartungen und innerer Bedeutung unterscheiden. Der friedliche Einzug, die Heilungen im Tempel und die Gleichnisse zeigen eine andere Form von Autorität: Autorität durch Wahrheit, Dienst und Gerechtigkeit.
Institutionenkritik ohne Antijudaismus
Beim Lesen von Matthäus 21 ist besondere Sorgfalt nötig. Die Kritik an religiösen Autoritäten darf nicht antijüdisch missverstanden werden. Jesus, seine Jüngerinnen und Jünger, die Menge, Johannes der Täufer und die Tempeltradition gehören in den jüdischen Kontext. Die Auseinandersetzung ist eine innerjüdische Debatte der damaligen Zeit. Für heutiges Lernen bedeutet das: Der Text darf nicht zur Abwertung des Judentums benutzt werden. Er fordert vielmehr alle religiösen und gesellschaftlichen Institutionen zur Selbstprüfung heraus.
Die Frage nach den Früchten
Ein Schlüsselwort des Kapitels ist Frucht. Frucht meint nicht äußerlichen Erfolg, sondern sichtbare Folgen von Vertrauen, Gerechtigkeit und Verantwortung. Der Feigenbaum, die beiden Söhne und der Weinberg stellen dieselbe Grundfrage: Was bringt gelebter Glaube hervor? Worte, Rituale und Ämter sind nicht wertlos, aber sie verlieren ihre Glaubwürdigkeit, wenn sie keine Früchte tragen.
Gegenwartsbezug
Religion und Glaubwürdigkeit
Matthäus 21 lädt Dich ein, über Glaubwürdigkeit nachzudenken. In religiösen Gemeinschaften, Schulen, Vereinen, Unternehmen und politischen Institutionen kann es eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit geben. Der Text fragt nicht nur: Wer hat formal Recht? Er fragt: Wer handelt gerecht? Wer schützt Schwache? Wer lässt Kritik zu? Wer bringt gute Früchte hervor?
Prophetische Kritik heute
Prophetische Kritik bedeutet nicht bloß Protest. Sie verbindet Kritik mit einer positiven Vision. In Matthäus 21 ist diese Vision ein Ort des Gebets, der Heilung und der Verantwortung. Übertragen auf heute kann das heißen: Institutionen sollen Menschen dienen, Transparenz ermöglichen, Macht begrenzen und Verletzliche schützen. Eine Kritik, die nur zerstört, reicht nicht aus. Eine prophetische Kritik will erneuern.
Begriffe und Deutungshilfen
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| Evangelium | Eine Glaubens- und Erzählform, die Leben, Wirken, Tod und Auferstehung Jesu deutet. |
| Messias | Gesalbter oder von Gott beauftragter Retter und König in biblischer Erwartung. |
| Zeichenhandlung | Eine symbolische Handlung, die eine Botschaft sichtbar ausdrückt. |
| Tempelreinigung | Prophetische Handlung Jesu im Tempelbereich von Jerusalem. |
| Vollmacht | Autorität, mit der jemand spricht oder handelt. |
| Gleichnis | Bildhafte Erzählung, die zum Nachdenken und zur Entscheidung herausfordert. |
| Umkehr | Veränderung von Denken, Haltung und Handeln in Richtung Gottes Willen. |
| Institutionenkritik | Prüfung von Strukturen, Macht und Praxis einer Einrichtung an ihrem eigentlichen Auftrag. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Szene eröffnet Matthäus 21? (Der Einzug Jesu in Jerusalem) (!Die Geburt Jesu in Bethlehem) (!Die Taufe Jesu im Jordan) (!Die Verklärung Jesu auf dem Berg)
Wofür steht der Einzug Jesu auf einem einfachen Reittier besonders? (Für eine friedliche messianische Zeichenhandlung) (!Für einen militärischen Eroberungszug) (!Für eine Flucht aus Jerusalem) (!Für eine römische Siegesparade)
Was kritisiert die Tempelreinigung in Matthäus 21 vor allem? (Eine religiöse Praxis, die den Sinn des Gebetsortes verfehlt) (!Das persönliche Beten aller Menschen) (!Die Existenz jeder religiösen Gemeinschaft) (!Das Lesen biblischer Texte)
Welche Bedeutung hat der Feigenbaum in der Deutung des Kapitels? (Er steht als Symbol für fehlende Fruchtbarkeit) (!Er ist vor allem ein botanisches Lehrbeispiel) (!Er erklärt die römische Landwirtschaft) (!Er ist ein Zeichen für Reichtum)
Was ist die Pointe des Gleichnisses von den zwei Söhnen? (Entscheidend ist das tatsächliche Tun des Willens Gottes) (!Entscheidend ist die höflichste Antwort) (!Entscheidend ist die ältere Abstammung) (!Entscheidend ist der Besitz eines Weinbergs)
Welche Frage stellen die religiösen Autoritäten Jesus nach der Tempelreinigung? (Mit welcher Vollmacht er handelt) (!Wie alt seine Jünger sind) (!Warum er nach Galiläa reist) (!Welche Steuern er bezahlt)
Welche Rolle spielt Johannes der Täufer in Jesu Gegenfrage? (Er wird zum Prüfstein für die Haltung der Autoritäten) (!Er wird als römischer Statthalter vorgestellt) (!Er erklärt den Bau des Tempels) (!Er ersetzt alle Gleichnisse Jesu)
Wofür steht der Weinberg im Gleichnis von den bösen Weingärtnern? (Für einen anvertrauten Verantwortungsraum) (!Für eine zufällige Landschaftsbeschreibung) (!Für ein römisches Militärlager) (!Für einen privaten Garten ohne Bedeutung)
Warum ist bei Matthäus 21 Vorsicht vor antijüdischer Deutung wichtig? (Weil die Auseinandersetzung im jüdischen Kontext Jesu steht) (!Weil der Text gar keine religiösen Themen behandelt) (!Weil Jerusalem nicht erwähnt wird) (!Weil Gleichnisse grundsätzlich unverständlich sind)
Welche Leitfrage verbindet Feigenbaum, zwei Söhne und Weinberg? (Welche Früchte gelebter Glaube hervorbringt) (!Welche Tiere im Tempel vorkommen) (!Welche Farbe die Kleidung Jesu hatte) (!Welche Münzen am meisten wert waren)
Memory
| Einzug | Messianische Zeichenhandlung |
| Tempel | Haus des Gebets |
| Feigenbaum | Fruchtlosigkeit |
| Vollmacht | Autoritätsfrage |
| Zwei Söhne | Tun statt Reden |
| Weinberg | Verantwortung |
| Eckstein | Verworfener Stein |
| Hosanna | Rettungsruf |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Einzug in Jerusalem | Messianische Zeichenhandlung |
| Tempelreinigung | Kritik religiöser Praxis |
| Feigenbaum | Symbol fehlender Frucht |
| Zwei Söhne | Unterschied zwischen Wort und Tat |
| Böse Weingärtner | Verantwortung und Machtmissbrauch |
| Vollmachtsfrage | Konflikt um Autorität |
| Eckstein | Bedeutung des Verworfenen |
Kreuzworträtsel
| Jerusalem | In welche Stadt zieht Jesus zu Beginn von Matthäus 21 ein? |
| Eselin | Welches Tier spielt beim messianischen Einzug eine wichtige Rolle? |
| Tempel | Welcher religiöse Ort steht im Zentrum der Zeichenhandlung Jesu? |
| Feigenbaum | Welcher Baum wird zum Symbol für fehlende Frucht? |
| Vollmacht | Wonach fragen die religiösen Autoritäten Jesus? |
| Weinberg | Welcher Ort steht in zwei Gleichnissen für Arbeit und Verantwortung? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Szenenübersicht: Erstelle eine geordnete Übersicht der wichtigsten Szenen in Matthäus 21 und formuliere zu jeder Szene einen Satz.
- Symbol: Zeichne oder beschreibe ein Symbol für den Einzug Jesu in Jerusalem und erkläre seine Bedeutung.
- Begriffskarte: Gestalte eine Begriffskarte zu den Wörtern Messias, Tempel, Gleichnis und Vollmacht.
- Textverständnis: Erkläre in eigenen Worten, warum das Gleichnis von den zwei Söhnen zwischen Reden und Handeln unterscheidet.
Standard
- Bildanalyse: Analysiere ein Bild zum Einzug Jesu in Jerusalem. Beschreibe, wie Jesus, die Menge und die Stadt dargestellt werden.
- Tempelkritik: Schreibe einen kurzen Kommentar dazu, warum religiöse Orte oder Institutionen ihre Glaubwürdigkeit verlieren können.
- Gleichnisvergleich: Vergleiche das Gleichnis von den zwei Söhnen mit dem Gleichnis von den bösen Weingärtnern. Achte auf Verantwortung und Frucht.
- Rolleninterview: Führe ein fiktives Interview mit einer Person aus Matthäus 21, zum Beispiel einem Kind im Tempel, einem Händler oder einem Jünger.
Schwer
- Theologische Deutung: Erkläre, wie Matthäus 21 Jesus zugleich als Messias, Propheten und Lehrer zeigt.
- Antijudaismus vermeiden: Entwickle Regeln für eine verantwortliche Auslegung von Matthäus 21, die antijüdische Missverständnisse vermeidet.
- Institutionenkritik heute: Untersuche eine heutige Institution und formuliere respektvoll, wo Anspruch und Wirklichkeit auseinanderfallen könnten.
- Videoprojekt: Produziere ein kurzes Lernvideo, das den Begriff messianische Zeichenhandlung anhand von Matthäus 21 erklärt.

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Lernkontrolle
- Deutungskompetenz: Erkläre, warum der Einzug Jesu in Jerusalem sowohl Zustimmung als auch Konflikt auslösen kann.
- Symboltransfer: Übertrage das Bild des Feigenbaums auf eine heutige Situation, in der äußerer Eindruck und tatsächliche Wirkung auseinanderfallen.
- Institutionenkritik: Beurteile, wann Kritik an einer religiösen oder gesellschaftlichen Institution berechtigt ist und wann sie unfair wird.
- Gleichnisanalyse: Zeige am Gleichnis von den zwei Söhnen, warum Umkehr wichtiger sein kann als ein perfekter erster Eindruck.
- Macht und Verantwortung: Erkläre mithilfe des Weinberg-Gleichnisses, wie anvertraute Verantwortung in Besitzdenken umschlagen kann.
- Historischer Kontext: Begründe, warum Matthäus 21 nicht antijüdisch gelesen werden darf.
- Handlungsorientierung: Entwickle drei Kriterien, mit denen eine Gemeinschaft prüfen kann, ob sie gute Früchte hervorbringt.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du den Aufbau von Matthäus 21 sicher darstellen kannst. Du solltest die zentralen Szenen erklären, die wichtigsten Symbole deuten und die Verbindung zwischen Messiaserwartung, Zeichenhandlung, Vollmacht und Institutionenkritik herstellen. Außerdem sollst Du zeigen, dass Du den Text verantwortungsvoll auslegen kannst, ohne ihn antijüdisch zu missbrauchen. Ein guter Lernnachweis enthält eine eigene Deutung, einen Bezug zum Text, einen Gegenwartsbezug und eine reflektierte Einschätzung der Frage, was glaubwürdiges Handeln bedeutet.
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Links
Zusammenfassung
Matthäus 21 zeigt Jesus beim Einzug in Jerusalem, bei der Tempelreinigung, in der Auseinandersetzung um seine Vollmacht und in zwei herausfordernden Gleichnissen. Der Einzug ist eine messianische Zeichenhandlung, die eine friedliche und zugleich kritische Königsherrschaft sichtbar macht. Die Tempelreinigung zeigt eine Kritik religiöser Institutionen, die nicht gegen Religion an sich gerichtet ist, sondern gegen eine Praxis, die Gebet, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit verfehlt. Der Feigenbaum, die zwei Söhne und der Weinberg fragen nach den Früchten des Glaubens. Der Text fordert Dich dazu heraus, Worte und Taten, Macht und Verantwortung sowie religiöse Praxis und Glaubwürdigkeit zu prüfen.
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