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Evangelische Kirche - aiMOOC

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Evangelische Kirche - aiMOOC




Einleitung

Die evangelische Kirche gehört zum Christentum und steht in der Tradition der Reformation. Das Wort evangelisch kommt von Evangelium und bedeutet: Die Kirche orientiert sich an der guten Nachricht von Jesus Christus, wie sie in der Bibel bezeugt wird. In Deutschland wird mit „evangelische Kirche“ häufig die Evangelische Kirche in Deutschland gemeint, kurz EKD. Sie ist ein Zusammenschluss von 20 weitgehend selbstständigen Landeskirchen, die lutherische, reformierte und unierte Traditionen verbinden.

In diesem aiMOOC lernst Du, was die evangelische Kirche glaubt, wie sie entstanden ist, wie sie aufgebaut ist, welche Rolle Martin Luther, die Reformation, die Bibel, Taufe, Abendmahl, Diakonie und Ökumene spielen und welche gesellschaftlichen Fragen heute diskutiert werden. Der Kurs eignet sich für Religion, Ethik, Geschichte, Politische Bildung und fächerübergreifendes Lernen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was die evangelische Kirche ist, wie sie historisch entstanden ist und welche Grundideen sie prägen. Du kannst wichtige Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen evangelischen Kirchen, der römisch-katholischen Kirche und anderen christlichen Konfessionen beschreiben. Außerdem kannst Du einschätzen, wie die evangelische Kirche in Deutschland organisiert ist, welche Aufgaben sie in Gottesdienst, Bildung, Seelsorge, Diakonie und Gesellschaft übernimmt und vor welchen Herausforderungen sie heute steht.


Was bedeutet evangelisch?

Evangelisch bedeutet wörtlich „am Evangelium orientiert“. Für evangelische Christinnen und Christen ist die biblische Botschaft von Jesus Christus die Grundlage des Glaubens. Dabei geht es nicht nur um religiöse Regeln, sondern um Vertrauen, Hoffnung, Vergebung, Verantwortung und Freiheit.

In der Reformationszeit wurde „evangelisch“ zu einem Begriff für Kirchen, die sich im 16. Jahrhundert von bestimmten Lehren und Machtstrukturen der damaligen westlichen Kirche abgrenzten. Der Begriff protestantisch wird häufig ähnlich verwendet. Er verweist historisch auf Proteste evangelischer Fürsten und Städte gegen politische Entscheidungen im Heiligen Römischen Reich.


Zentrale Grundgedanken

  1. Evangelium: Die gute Nachricht von Jesus Christus steht im Mittelpunkt.
  2. Bibel: Die Heilige Schrift ist die entscheidende Quelle für Glauben, Lehre und Verkündigung.
  3. Gnade: Der Mensch kann sich Gottes Liebe nicht verdienen, sondern empfängt sie als Geschenk.
  4. Glaube: Das Vertrauen auf Gott ist wichtiger als religiöse Leistung.
  5. Allgemeines Priestertum: Alle Getauften haben Würde, Verantwortung und Zugang zu Gott.
  6. Freiheit eines Christenmenschen: Christliche Freiheit bedeutet nicht Beliebigkeit, sondern verantwortliches Handeln aus Glauben.


Historische Entstehung

Die evangelische Kirche entstand aus der Reformation des 16. Jahrhunderts. Viele Menschen kritisierten damals Missstände in Kirche und Gesellschaft. Besonders bekannt wurde Martin Luther, ein Mönch, Theologe und Professor in Wittenberg. Er wandte sich gegen den Ablasshandel und betonte, dass Gottes Vergebung nicht gekauft werden könne.

Traditionell wird der Beginn der Reformation auf den 31. Oktober 1517 datiert. An diesem Tag soll Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel veröffentlicht haben. Ob er sie tatsächlich an die Tür der Schlosskirche Wittenberg angeschlagen hat, wird historisch diskutiert. Sicher ist: Seine Kritik verbreitete sich durch den Buchdruck sehr schnell und löste tiefgreifende religiöse, politische und kulturelle Veränderungen in Europa aus.

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Von der Reformbewegung zur Kirche

Die Reformation war keine einheitliche Bewegung. Neben Luther wirkten auch Huldrych Zwingli, Johannes Calvin, Philipp Melanchthon und viele weitere Personen. Daraus entwickelten sich unterschiedliche evangelische Traditionen:

  1. Lutherische Kirche: Sie beruft sich besonders auf Martin Luther und die lutherischen Bekenntnisschriften.
  2. Reformierte Kirchen: Sie sind stark von Huldrych Zwingli und Johannes Calvin geprägt.
  3. Unierte Kirche: Sie verbindet lutherische und reformierte Traditionen in einer gemeinsamen Kirchenform.

Die evangelische Kirche ist deshalb nicht überall gleich. Sie ist vielfältig und hat je nach Land, Region und Tradition unterschiedliche Formen von Gottesdienst, Kirchenleitung und Frömmigkeit.


Grundüberzeugungen des evangelischen Glaubens


Rechtfertigung aus Glauben

Ein Kern der reformatorischen Theologie ist die Lehre von der Rechtfertigung aus Glauben. Sie besagt: Der Mensch wird nicht dadurch vor Gott angenommen, dass er möglichst viele gute Werke vorweisen kann. Er lebt aus Gottes Gnade. Gute Werke sind deshalb nicht die Voraussetzung der Liebe Gottes, sondern eine Antwort auf sie.

Das verändert den Blick auf Religion: Der Mensch muss sich nicht religiös beweisen, sondern darf vertrauen. Aus diesem Vertrauen erwachsen Verantwortung, Nächstenliebe und Mut zum Handeln.


Die Bibel als Grundlage

In der evangelischen Kirche spielt die Bibel eine zentrale Rolle. Predigt, Unterricht, Seelsorge und kirchliche Entscheidungen sollen sich an der biblischen Botschaft orientieren. Gleichzeitig wird die Bibel ausgelegt. Dazu gehören historische Kenntnisse, sprachliche Genauigkeit, theologische Reflexion und die Frage, was ein biblischer Text heute bedeuten kann.

Evangelisches Bibelverständnis bedeutet deshalb nicht automatisch, jeden Satz wörtlich zu lesen. Viele evangelische Christinnen und Christen unterscheiden zwischen Textsorte, Entstehungszeit, Aussageabsicht und heutiger Anwendung.


Sakramente: Taufe und Abendmahl

In den evangelischen Kirchen gelten vor allem Taufe und Abendmahl als Sakramente. In der Taufe wird Gottes Ja zum Menschen sichtbar. Sie verbindet Menschen mit Christus und mit der christlichen Gemeinschaft. Das Abendmahl erinnert an Jesu letztes Mahl mit seinen Jüngern und feiert die Gemeinschaft mit Christus und untereinander.

Je nach evangelischer Tradition wird das Abendmahl unterschiedlich gedeutet. Lutherische, reformierte und unierte Kirchen betonen verschiedene Akzente, erkennen einander in Deutschland aber grundsätzlich als evangelische Kirchen an.


Allgemeines Priestertum und Verantwortung

Das allgemeine Priestertum aller Getauften ist ein wichtiger reformatorischer Gedanke. Es bedeutet: Nicht nur Pfarrerinnen und Pfarrer haben Zugang zu Gott oder Verantwortung für den Glauben. Alle Getauften können beten, die Bibel lesen, Verantwortung übernehmen, mitentscheiden und anderen vom Glauben erzählen.

Daraus ergibt sich ein starkes Gewicht von Bildung, Mündigkeit und Beteiligung. Evangelische Kirche ist nicht nur eine Institution, sondern lebt von Menschen, die sich hauptamtlich und ehrenamtlich engagieren.


Evangelische Kirche in Deutschland

Die Evangelische Kirche in Deutschland ist ein Zusammenschluss von 20 lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen. Diese Landeskirchen sind weitgehend selbstständig. Die EKD koordiniert gemeinsame Aufgaben, vertritt evangelische Anliegen öffentlich und arbeitet mit anderen Kirchen, Religionsgemeinschaften und gesellschaftlichen Organisationen zusammen.

Ende 2025 gehörten rund 17,4 Millionen Menschen in Deutschland einer evangelischen Landeskirche an. Damit ist die evangelische Kirche weiterhin eine große gesellschaftliche Institution, steht aber zugleich vor deutlichen Herausforderungen durch Säkularisierung, demografischen Wandel, Kirchenaustritte und Vertrauensverlust.


Aufbau der EKD

Die evangelische Kirche ist föderal organisiert. Das bedeutet: Viele Entscheidungen werden in den Landeskirchen und Gemeinden getroffen. Zur EKD gehören unter anderem folgende Organe und Ebenen:

  1. Kirchengemeinde: Sie ist der Ort, an dem Gottesdienste, Gruppen, Seelsorge, Konfirmandenarbeit und Gemeindeleben stattfinden.
  2. Kirchenkreis: Er verbindet mehrere Gemeinden einer Region und unterstützt gemeinsame Aufgaben.
  3. Landeskirche: Sie ist eine eigenständige evangelische Kirche innerhalb eines bestimmten Gebietes.
  4. Synode: Sie ist ein kirchliches Parlament, in dem gewählte und berufene Mitglieder beraten und entscheiden.
  5. Rat der EKD: Er leitet die EKD zwischen den Synodentagungen und vertritt sie öffentlich.
  6. Kirchenkonferenz: Sie bringt die Leitungen der Landeskirchen zusammen.


Demokratie und Mitbestimmung

In vielen evangelischen Kirchen gibt es synodale Strukturen. Das bedeutet: Gewählte Vertreterinnen und Vertreter beraten gemeinsam über Finanzen, Gesetze, Leitungsfragen und kirchliche Schwerpunkte. Auch Ehrenamtliche übernehmen wichtige Verantwortung.

Dieser Aufbau passt zum reformatorischen Gedanken, dass nicht nur eine kleine geistliche Elite entscheidet. Kirche soll gemeinsam gestaltet werden. Gleichzeitig kann diese föderale Struktur Entscheidungen auch kompliziert machen, weil viele Ebenen beteiligt sind.


Gottesdienst und Gemeindeleben


Gottesdienst

Der Gottesdienst ist ein zentraler Ort evangelischen Lebens. Typische Elemente sind Begrüßung, Gebet, Lieder, Lesungen aus der Bibel, Predigt, Glaubensbekenntnis, Segen und manchmal das Abendmahl. Besonders wichtig ist die Predigt, weil sie die biblische Botschaft für die Gegenwart auslegt.

Evangelische Gottesdienste können sehr unterschiedlich sein. Es gibt klassische Liturgien, Familiengottesdienste, Jugendgottesdienste, musikalische Gottesdienste, digitale Formate, Taizé-Andachten, Schul- und Universitätsgottesdienste.


Kirchenjahr

Das Kirchenjahr strukturiert das religiöse Leben. Wichtige Zeiten und Feste sind Advent, Weihnachten, Epiphanias, Passionszeit, Karfreitag, Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten, Erntedankfest, Reformationstag, Ewigkeitssonntag und viele regionale Traditionen.

Der Reformationstag am 31. Oktober erinnert an die Reformation. Er ist in manchen deutschen Bundesländern gesetzlicher Feiertag und in evangelischen Kirchen ein wichtiger Gedenktag.


Konfirmation

Die Konfirmation ist ein besonderer Abschnitt im Leben vieler evangelischer Jugendlicher. Im Konfirmandenunterricht setzen sie sich mit Glauben, Bibel, Kirche, ethischen Fragen und Gemeinschaft auseinander. Die Konfirmation bestätigt die Taufe und macht sichtbar: Junge Menschen können selbst Verantwortung für ihren Glauben übernehmen.


Diakonie und gesellschaftliche Verantwortung

Die evangelische Kirche versteht Glauben nicht nur als private Überzeugung. Sie verbindet ihn mit Verantwortung für andere Menschen. Ein wichtiges Stichwort ist Diakonie. Damit ist der Dienst am Menschen gemeint, besonders an Menschen in Not, Krankheit, Armut, Einsamkeit, Behinderung, Flucht oder Krisen.

Diakonische Arbeit geschieht in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen, Kitas, Jugendhilfe, Wohnungslosenhilfe, Hospizarbeit, Suchthilfe, Migrationsberatung und vielen weiteren Bereichen. Sie zeigt: Christlicher Glaube soll praktisch werden.


Bildung und Kultur

Evangelische Kirchen engagieren sich stark in Bildung. Dazu gehören Kindertagesstätten, Schulen, Religionsunterricht, Erwachsenenbildung, Akademien, Jugendarbeit, Hochschulgemeinden und Kirchenmusik. Die Reformation förderte historisch die Bildung, weil Menschen die Bibel selbst lesen und verstehen sollten.

Auch kulturell spielt die evangelische Kirche eine wichtige Rolle. Kirchenmusik, Chöre, Orgelmusik, Johann Sebastian Bach, geistliche Lieder, Kirchentage und Gemeindefeste prägen das kirchliche Leben.


Ökumene und interreligiöser Dialog


Ökumene

Ökumene bedeutet Zusammenarbeit und Verständigung zwischen christlichen Kirchen. Evangelische Kirchen arbeiten mit der römisch-katholischen Kirche, orthodoxen Kirchen, freikirchlichen Gemeinden und anderen christlichen Gemeinschaften zusammen. Dabei geht es um gemeinsame Gottesdienste, soziale Projekte, Friedensarbeit, Bildung, Bibelarbeit und gesellschaftliche Verantwortung.

Es gibt weiterhin Unterschiede, zum Beispiel beim Amtsverständnis, bei der Eucharistie beziehungsweise beim Abendmahl und bei der Kirchenstruktur. Dennoch betonen viele Kirchen heute stärker das Gemeinsame als das Trennende.


Interreligiöser Dialog

Evangelische Kirche steht auch im Austausch mit anderen Religionen, etwa mit Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus. Interreligiöser Dialog soll Vorurteile abbauen, Frieden fördern und gemeinsames Handeln für Menschenwürde, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ermöglichen.

Für die evangelische Kirche ist der Dialog mit dem Judentum besonders wichtig, weil das Christentum aus dem Judentum hervorgegangen ist und die Geschichte christlichen Antijudaismus kritisch aufgearbeitet werden muss.


Gegenwärtige Herausforderungen

Die evangelische Kirche steht vor großen Aufgaben. Dazu gehören sinkende Mitgliederzahlen, weniger Kirchensteuereinnahmen, Fachkräftemangel, veränderte religiöse Gewohnheiten und die Frage, wie Kirche in einer pluralen Gesellschaft glaubwürdig handeln kann.

Besonders wichtig ist die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in evangelischer Kirche und Diakonie. Dabei geht es um Anerkennung des Leids Betroffener, unabhängige Aufarbeitung, Prävention, Schutzkonzepte, Machtkritik und echte Beteiligung Betroffener. Eine Kirche, die von Würde, Vertrauen und Verantwortung spricht, muss sich auch an ihrem Umgang mit Schuld, Versagen und Schutzbedürftigen messen lassen.

Weitere Herausforderungen betreffen Klimaschutz, Frieden, soziale Gerechtigkeit, Digitalisierung, Demokratie, Rassismus, Antisemitismus, Gendergerechtigkeit und den Umgang mit religiöser Vielfalt. Evangelische Kirche ist deshalb nicht nur ein Thema der Vergangenheit, sondern eine Institution im Wandel.


Evangelische Kirche kritisch verstehen

Wenn Du die evangelische Kirche beurteilst, solltest Du zwischen mehreren Ebenen unterscheiden:

  1. Glauben: Was glauben evangelische Christinnen und Christen?
  2. Geschichte: Wie ist die evangelische Kirche entstanden?
  3. Institution: Wie ist sie organisiert und finanziert?
  4. Praxis: Was geschieht in Gemeinden, Schulen, Kliniken, Beratungsstellen und diakonischen Einrichtungen?
  5. Kritik: Wo gibt es Fehlverhalten, Machtmissbrauch, Ausgrenzung oder Reformbedarf?
  6. Zukunft: Welche Formen von Kirche passen zu einer pluralen, digitalen und demokratischen Gesellschaft?

Eine faire Beurteilung nimmt sowohl Stärken als auch Schwächen wahr. Die evangelische Kirche hat Bildung, Bibelübersetzung, Musik, Sozialarbeit und demokratische Beteiligungsformen geprägt. Zugleich muss sie sich kritisch mit Macht, Ausschlüssen, Schuldgeschichte, Missbrauch und gesellschaftlichem Bedeutungsverlust auseinandersetzen.


Merksätze

  1. Die evangelische Kirche steht in der Tradition der Reformation.
  2. Im Mittelpunkt stehen Evangelium, Bibel, Gnade, Glaube und Jesus Christus.
  3. Die evangelische Kirche in Deutschland besteht aus 20 weitgehend selbstständigen Landeskirchen.
  4. Taufe und Abendmahl sind zentrale Sakramente.
  5. Diakonie zeigt, dass christlicher Glaube praktisch werden soll.
  6. Evangelische Kirche ist vielfältig, geschichtlich geprägt und gegenwärtig im Wandel.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet das Wort evangelisch im kirchlichen Zusammenhang? (am Evangelium orientiert) (!am Papst orientiert) (!am Tempel orientiert) (!am Kloster orientiert)




Welches Ereignis gilt traditionell als Beginn der Reformation? (die Veröffentlichung der 95 Thesen) (!die Gründung der EKD) (!das Konzil von Trient) (!die erste Bibelübersetzung ins Lateinische)




Wer war Martin Luther? (ein Reformator und Theologe) (!ein römischer Kaiser) (!ein mittelalterlicher Papst) (!ein orthodoxer Patriarch)




Welche Schrift spielt in der evangelischen Kirche eine zentrale Rolle? (die Bibel) (!die Ilias) (!das Grundgesetz allein) (!die Edda)




Welche beiden Sakramente stehen in evangelischen Kirchen besonders im Mittelpunkt? (Taufe und Abendmahl) (!Firmung und Krankensalbung) (!Priesterweihe und Beichte) (!Pilgerfahrt und Fasten)




Was bedeutet Diakonie? (Dienst am Menschen) (!Verkauf von Ablassbriefen) (!kirchliche Baukunst) (!Herrschaft eines Bischofs)




Was ist eine Landeskirche? (eine regionale evangelische Kirche) (!eine Kirche ohne Gemeinden) (!eine Kirche nur für ein Dorf) (!eine Kirche außerhalb Europas)




Was ist eine Synode? (ein kirchliches Beratungs- und Entscheidungsgremium) (!ein evangelisches Musikinstrument) (!ein mittelalterlicher Ablassbrief) (!eine besondere Bibelübersetzung)




Woran erinnert der Reformationstag? (an die Reformation) (!an die Geburt Jesu) (!an die Himmelfahrt Marias) (!an die Zerstörung Jerusalems)




Was meint Ökumene? (Zusammenarbeit christlicher Kirchen) (!Abgrenzung aller Religionen) (!Abschaffung der Bibel) (!Verbot von Gottesdiensten)





Memory

Reformation Erneuerungsbewegung des 16. Jahrhunderts
Evangelium Gute Nachricht von Jesus Christus
Taufe Sakrament der Aufnahme in die christliche Gemeinschaft
Abendmahl Feier der Gemeinschaft mit Christus
Synode Kirchliches Beratungs- und Entscheidungsgremium
Diakonie Praktische Hilfe für Menschen in Not
Ökumene Zusammenarbeit christlicher Kirchen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Bibel Grundlage evangelischer Verkündigung
Predigt Auslegung des Evangeliums
Taufe Sakrament der Aufnahme
Synode Kirchliches Entscheidungsgremium
Diakonie Gelebte Nächstenliebe
Reformationstag Erinnerung an den Beginn der Reformation





Kreuzworträtsel

Reformation Welche Bewegung prägte die Entstehung der evangelischen Kirche im 16. Jahrhundert?
Evangelium Welches Wort bezeichnet die gute Nachricht von Jesus Christus?
Luther Welcher Reformator veröffentlichte die 95 Thesen?
Synode Wie heißt ein kirchliches Beratungs- und Entscheidungsgremium?
Taufe Welches Sakrament steht für die Aufnahme in die christliche Gemeinschaft?
Diakonie Wie heißt der Dienst am Menschen in kirchlicher Verantwortung?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Die evangelische Kirche steht in der Tradition der

. Das Wort evangelisch verweist auf das

. Für evangelische Christinnen und Christen ist die

eine zentrale Grundlage des Glaubens. Martin Luther kritisierte besonders den

. In vielen evangelischen Kirchen gelten Taufe und

als zentrale Sakramente. Die Evangelische Kirche in Deutschland besteht aus 20

. Ein kirchliches Beratungs- und Entscheidungsgremium heißt

. Der praktische Dienst am Menschen wird

genannt. Die Zusammenarbeit christlicher Kirchen nennt man

. Der Reformationstag wird am 31.

begangen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffe erklären: Erstelle ein kleines Glossar mit zehn Begriffen zur evangelischen Kirche, zum Beispiel Evangelium, Reformation, Taufe, Abendmahl und Diakonie.
  2. Kirchenraum erkunden: Besuche eine evangelische Kirche in Deiner Nähe oder recherchiere online und beschreibe Altar, Kanzel, Taufbecken, Orgel und Sitzordnung.
  3. Martin Luther Steckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu Martin Luther mit Lebensdaten, wichtigen Orten, zentralen Ideen und einer kritischen Frage.
  4. Kirchenjahr gestalten: Zeichne einen Jahreskreis mit wichtigen evangelischen Festen und erkläre zu fünf Festen ihre Bedeutung.


Standard

  1. Interview führen: Führe ein Interview mit einer Pfarrerin, einem Pfarrer, einer Kirchenmusikerin, einem Diakon oder einer ehrenamtlichen Person über Aufgaben in der Gemeinde.
  2. Predigt untersuchen: Höre eine kurze evangelische Predigt und analysiere, welcher Bibeltext ausgelegt wird und welche Botschaft für heute formuliert wird.
  3. Diakonie recherchieren: Untersuche ein diakonisches Angebot in Deiner Region und erkläre, welche gesellschaftliche Aufgabe dort erfüllt wird.
  4. Konfessionen vergleichen: Vergleiche evangelische und katholische Kirche anhand von Gottesdienst, Sakramenten, Leitung, Bibelverständnis und Gemeindeleben.


Schwer

  1. Reformation beurteilen: Schreibe einen argumentierenden Text zur Frage, ob die Reformation eher eine religiöse, politische, soziale oder mediale Revolution war.
  2. Kirche im Wandel analysieren: Entwickle ein Zukunftskonzept für eine evangelische Gemeinde im Jahr 2040 und berücksichtige Digitalisierung, Mitgliederentwicklung, Klimaschutz und Beteiligung Jugendlicher.
  3. Macht und Verantwortung untersuchen: Analysiere, warum Institutionen Schutzkonzepte gegen Machtmissbrauch brauchen, und formuliere Kriterien für glaubwürdige Aufarbeitung.
  4. Ökumenisches Projekt planen: Plane ein gemeinsames Projekt evangelischer, katholischer und freikirchlicher Jugendlicher zu Frieden, Armut, Klima oder Erinnerungskultur.



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Lernkontrolle

  1. Reformation und Gegenwart: Erkläre, wie ein Gedanke der Reformation heute noch für Schule, Demokratie oder Menschenrechte bedeutsam sein kann.
  2. Glaube und Handeln: Beurteile an einem Beispiel, ob Diakonie eher religiöse Praxis, soziale Arbeit oder beides ist.
  3. Kirche als Institution: Analysiere Vor- und Nachteile einer föderalen Kirchenstruktur mit Gemeinden, Kirchenkreisen, Landeskirchen und EKD.
  4. Konfessionelle Vielfalt: Vergleiche zwei christliche Konfessionen und arbeite heraus, welche Unterschiede wirklich trennend sind und welche eher verschiedene Traditionen darstellen.
  5. Kritik und Reform: Entwickle begründete Vorschläge, wie eine Kirche glaubwürdig mit Vertrauensverlust, Missbrauchsaufarbeitung und sinkenden Mitgliederzahlen umgehen kann.
  6. Religiöse Sprache übersetzen: Formuliere die Begriffe Gnade, Rechtfertigung und Evangelium so, dass sie auch Menschen ohne religiöse Vorbildung verstehen.
  7. Gemeindeprojekt: Entwirf ein konkretes Gemeindeprojekt, das Jugendliche beteiligt und zugleich einen gesellschaftlichen Nutzen hat.


Lernnachweis

Der Lernnachweis zeigt, dass Du nicht nur einzelne Fakten wiedergeben kannst, sondern die Bedeutung der evangelischen Kirche in Geschichte, Gegenwart und Gesellschaft verstehst. Bearbeite dafür mehrere der folgenden Aufgaben in einem Portfolio oder als Präsentation.

  1. Sachanalyse: Erkläre in einem zusammenhängenden Text, warum die Reformation zur Entstehung evangelischer Kirchen führte und welche Rolle Bibel, Gnade und Glaube dabei spielten.
  2. Vergleich: Vergleiche evangelische Kirche und eine andere christliche Konfession anhand von mindestens vier Kriterien und formuliere ein begründetes Fazit.
  3. Transfer: Zeige an einem aktuellen Beispiel aus Diakonie, Bildung, Klimaschutz oder Demokratiearbeit, wie evangelischer Glaube gesellschaftlich wirksam werden kann.
  4. Kritische Reflexion: Beurteile, wie eine Kirche glaubwürdig mit Macht, Verantwortung, Schuld und Reformbedarf umgehen sollte.
  5. Präsentation: Gestalte eine fünfminütige Präsentation, in der Du ein selbst gewähltes Thema zur evangelischen Kirche erklärst und eine eigene begründete Position einbringst.




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