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Erzähltextanalyse

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Erzähltextanalyse



Erzähltextanalyse


Einleitung

Die Erzähltextanalyse untersucht, wie ein Erzähltext gestaltet ist und welche Wirkung diese Gestaltung auf die Leserinnen und Leser hat. Sie fragt nicht nur, was erzählt wird, sondern vor allem, wie erzählt wird. Damit unterscheidet sie sich von einer reinen Inhaltsangabe, denn sie betrachtet Aufbau, Figuren, Erzähler, Erzählperspektive, Zeitgestaltung, Raumgestaltung, Sprache, Motive und Symbole im Zusammenhang. Eine gute Erzähltextanalyse zeigt, wie Form und Inhalt zusammenwirken und wie daraus eine begründete Interpretation entsteht.

Im Unterricht wird die Erzähltextanalyse vor allem bei Kurzgeschichten, Novellen, Romanen, Fabeln, Märchen, Parabeln und literarischen Auszügen angewendet. Du lernst in diesem aiMOOC, Erzähltexte systematisch zu erschließen, Fachbegriffe sicher zu verwenden und Deine Beobachtungen mit passenden Textbelegen zu begründen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was eine Erzähltextanalyse leistet, zentrale Merkmale eines Erzähltextes erkennen, die Erzählsituation bestimmen, Figuren charakterisieren, die Zeitgestaltung und Raumgestaltung untersuchen, sprachliche Mittel deuten und aus Deinen Beobachtungen eine schlüssige Deutungshypothese entwickeln. Außerdem lernst Du, eine Analyse sinnvoll zu gliedern und eigene Aussagen mit genauen Zitaten oder Textbelegen abzusichern.


Was ist ein Erzähltext?

Ein Erzähltext gehört zur literarischen Großform der Epik. Typisch ist, dass eine erzählende Instanz ein Geschehen vermittelt. Dieses Geschehen kann erfunden sein, auf Erfahrungen beruhen oder historische Wirklichkeit literarisch gestalten. Wichtig ist: Im Erzähltext begegnen Dir nicht nur Ereignisse, sondern eine bewusst geformte Darstellung. Die Autorin oder der Autor entscheidet, wer erzählt, in welcher Reihenfolge erzählt wird, welche Informationen fehlen, welche Figuren im Mittelpunkt stehen und welche Sprache verwendet wird.

Zu den wichtigsten epischen Textsorten zählen Kurzgeschichte, Roman, Novelle, Märchen, Sage, Fabel, Parabel und Anekdote. Jede Textsorte besitzt typische Merkmale, doch in der Analyse solltest Du immer vom konkreten Text ausgehen und Deine Aussagen am Text überprüfen.


Analyse und Interpretation

Eine Analyse zerlegt einen Text in untersuchbare Bestandteile. Eine Interpretation deutet diese Beobachtungen und erklärt ihre Bedeutung für das Gesamtverständnis. In einer guten Erzähltextanalyse gehören beide Arbeitsschritte zusammen: Du beschreibst zum Beispiel nicht nur, dass ein Text in der Ich-Form geschrieben ist, sondern erklärst auch, wie dadurch Nähe, Subjektivität oder Unsicherheit entstehen kann.

Eine hilfreiche Leitfrage lautet: Welche Wirkung entsteht durch die Art des Erzählens? Diese Frage verbindet Inhalt, Form und Deutung.


Die Deutungshypothese

Eine Deutungshypothese ist eine vorläufige, begründete Vermutung über die zentrale Aussage oder Wirkung eines Textes. Sie steht meist am Ende der Einleitung oder am Anfang des Hauptteils. Eine Deutungshypothese ist kein bloßes Thema, sondern eine interpretierende Aussage.

Beispiel: Nicht ausreichend wäre: Der Text handelt von einem Jungen und seinem Vater. Besser wäre: Der Text zeigt, wie fehlende Kommunikation innerhalb einer Familie zu Entfremdung führt und wie der Junge dadurch gezwungen wird, eigene Verantwortung zu übernehmen.

Im Verlauf der Analyse prüfst Du diese Hypothese mit Beobachtungen zu Erzähler, Figuren, Handlung, Sprache und Struktur.


Aufbau einer Erzähltextanalyse

Eine Erzähltextanalyse besteht meist aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diese Gliederung hilft Dir, geordnet zu schreiben.

  1. Einleitung: Nenne Titel, Autorin oder Autor, Textsorte, Erscheinungsjahr, Thema und eine mögliche Deutungshypothese.
  2. Hauptteil: Analysiere Inhalt, Aufbau, Erzählsituation, Figuren, Zeit, Raum und Sprache. Belege wichtige Aussagen mit Zitaten oder genauen Textbelegen.
  3. Schluss: Fasse Deine wichtigsten Ergebnisse zusammen, bewerte die Deutungshypothese und erkläre die Gesamtwirkung des Textes.


Inhalt erfassen

Vor der eigentlichen Analyse brauchst Du ein sicheres Textverständnis. Lies den Text mindestens zweimal. Beim ersten Lesen verschaffst Du Dir einen Überblick. Beim zweiten Lesen markierst Du wichtige Stellen: Wendepunkte, auffällige Wörter, Konflikte, wiederkehrende Motive und Hinweise auf die Figuren.

Eine knappe Inhaltsangabe ist Teil vieler Analysen, sollte aber nicht den Hauptteil dominieren. Sie fasst sachlich zusammen, was geschieht, ohne zu bewerten oder ausführlich nachzuerzählen. Schreibe im Präsens, verwende keine wörtliche Rede und konzentriere Dich auf das Wesentliche.


Handlung und Aufbau

Bei der Untersuchung der Handlung fragst Du, wie das Geschehen geordnet ist. Viele Erzähltexte besitzen eine erkennbare Struktur: Ausgangssituation, Konflikt, Steigerung, Höhepunkt, Wendepunkt und Schluss. Besonders bei Kurzgeschichten ist der Einstieg oft unvermittelt, der Schluss offen und der Konflikt verdichtet.

Achte auf folgende Fragen: Beginnt der Text mitten im Geschehen? Gibt es Rückblicke oder Vorausdeutungen? Wird ein Konflikt gelöst oder bleibt er offen? Welche Szene ist für die Deutung besonders wichtig? Durch solche Beobachtungen erkennst Du, wie Spannung entsteht und welche Aspekte hervorgehoben werden.


Erzähler und Erzählperspektive

Der Erzähler ist nicht automatisch mit der Autorin oder dem Autor gleichzusetzen. Er ist die vermittelnde Instanz innerhalb des Textes. Für die Erzähltextanalyse ist entscheidend, wer erzählt, wie viel diese Instanz weiß und aus welcher Nähe sie die Figuren darstellt.

Wichtige Formen sind:

  1. Ich-Erzähler: Eine Figur erzählt aus der eigenen Sicht. Dadurch entsteht oft Nähe, aber die Darstellung kann subjektiv oder begrenzt sein.
  2. Personaler Erzähler: Das Geschehen wird aus der Sicht einer Figur vermittelt, meist in der dritten Person. Die Lesenden wissen häufig nur, was diese Figur wahrnimmt, denkt oder fühlt.
  3. Auktorialer Erzähler: Der Erzähler steht über dem Geschehen, kennt Zusammenhänge, kommentiert und kann mehr wissen als die Figuren.
  4. Neutraler Erzähler: Das Geschehen wird scheinbar ohne Einblick in Gedanken oder Kommentare dargestellt, ähnlich wie eine Kamera.

Die Erzählperspektive beeinflusst, wie zuverlässig Informationen wirken und wie stark sich die Lesenden mit einer Figur identifizieren.


Erzählverhalten und Zuverlässigkeit

Nicht jede erzählende Instanz ist zuverlässig. Ein unzuverlässiger Erzähler kann irren, wichtige Informationen auslassen, sich selbst rechtfertigen oder Ereignisse verzerrt darstellen. Solche Unzuverlässigkeit erkennst Du zum Beispiel an Widersprüchen, Übertreibungen, auffälligen Auslassungen oder daran, dass andere Figuren ein Geschehen anders bewerten.

In der Analyse solltest Du deshalb prüfen, ob der Text eine bestimmte Sichtweise bestätigt oder infrage stellt. Gerade moderne Erzähltexte arbeiten häufig mit Mehrdeutigkeit und Perspektivwechseln.


Zeitgestaltung

Die Zeitgestaltung untersucht das Verhältnis zwischen erzählter Zeit und Erzählzeit. Die erzählte Zeit meint den Zeitraum, über den sich die Handlung erstreckt. Die Erzählzeit meint die Zeit, die man zum Lesen oder Vortragen benötigt. Daraus ergeben sich unterschiedliche Formen des Erzähltempos.

  1. Zeitraffung: Ein längerer Zeitraum wird kurz zusammengefasst.
  2. Zeitdeckung: Erzählzeit und erzählte Zeit sind ungefähr gleich lang, etwa in einem Dialog.
  3. Zeitdehnung: Ein kurzer Moment wird ausführlich dargestellt.
  4. Rückblende: Frühere Ereignisse werden nachträglich erzählt.
  5. Vorausdeutung: Spätere Ereignisse werden angedeutet.

Zeitgestaltung lenkt Aufmerksamkeit. Was ausführlich erzählt wird, ist meist besonders bedeutsam.


Raumgestaltung

Die Raumgestaltung umfasst Orte, Landschaften, Innenräume und soziale Räume. Räume können realistisch beschrieben sein, aber auch symbolische Bedeutung haben. Ein enger Raum kann zum Beispiel Bedrängnis ausdrücken, eine Grenze kann für Veränderung stehen, ein Zuhause kann Geborgenheit oder Konflikt bedeuten.

In der Analyse fragst Du: Wo spielt die Handlung? Wie wird der Raum beschrieben? Welche Stimmung entsteht? Spiegelt der Raum die innere Lage einer Figur? Verändert sich die Bedeutung des Raums im Verlauf des Textes?


Figurenanalyse und Figurenkonstellation

Die Figurencharakterisierung untersucht Eigenschaften, Verhalten, Beziehungen und Entwicklungen von Figuren. Eine Figur kann direkt charakterisiert werden, wenn der Erzähler oder eine andere Figur Eigenschaften ausdrücklich nennt. Sie kann indirekt charakterisiert werden, wenn Du aus Verhalten, Sprache, Gedanken oder Reaktionen Rückschlüsse ziehst.

Die Figurenkonstellation zeigt, wie Figuren zueinander stehen. Dabei geht es um Nähe und Distanz, Machtverhältnisse, Abhängigkeiten, Konflikte, Gemeinsamkeiten und Gegensätze. Besonders wichtig ist die Frage, ob sich eine Figur entwickelt oder ob sie am Ende unverändert bleibt.


Sprache und Stil

Die Sprache eines Erzähltextes ist nie zufällig. Wortwahl, Satzbau, Bilder, Wiederholungen, Vergleiche und rhetorische Mittel tragen zur Bedeutung bei. Eine einfache, knappe Sprache kann Sachlichkeit, Kälte oder Alltagsnähe erzeugen. Eine bildhafte Sprache kann innere Zustände sichtbar machen. Kurze Sätze können Spannung oder Unsicherheit verstärken, lange Satzgefüge können Nachdenklichkeit oder Überforderung zeigen.

Wichtige sprachliche Aspekte sind Wortfelder, Metaphern, Vergleiche, Symbole, Leitmotive, Ironie, Wiederholungen, Satzbau, Dialog, Monolog und Erlebte Rede.


Motive, Symbole und Leitmotive

Ein Motiv ist ein wiederkehrendes inhaltliches Element, zum Beispiel Reise, Grenze, Tür, Licht, Schatten, Krankheit, Brief oder Schweigen. Ein Symbol verweist über sich selbst hinaus auf eine tiefere Bedeutung. Ein Leitmotiv erscheint mehrfach und verbindet verschiedene Textstellen miteinander.

In der Erzähltextanalyse solltest Du solche Elemente nicht isoliert aufzählen, sondern ihre Funktion erklären: Unterstützen sie die Entwicklung einer Figur? Verdeutlichen sie einen Konflikt? Bereiten sie den Schluss vor? Erzeugen sie eine bestimmte Stimmung?


Textbelege und Zitiertechnik

Eine Analyse überzeugt nur, wenn sie am Text belegt ist. Nutze kurze Zitate und genaue Textbelege. Zitiere nur das, was Du wirklich brauchst. Nach einem Zitat erklärst Du, was daran auffällig ist und wie es Deine Deutung stützt.

Ein guter Analysesatz kann so aufgebaut sein: Beobachtung, Textbeleg, Deutung. Beispiel: Die Figur wirkt verunsichert, weil sie wiederholt abbricht und ausweicht; die knappen Satzfragmente zeigen, dass sie ihre Gedanken nicht ordnen kann.


Häufige Fehler vermeiden

Viele Analysen bleiben zu nah an der Inhaltsangabe und erklären zu wenig. Andere nennen Fachbegriffe, ohne sie am Text zu belegen. Häufig werden auch Autorin oder Autor mit dem Erzähler verwechselt. Vermeide außerdem unbegründete Behauptungen wie Der Text will uns sagen. Besser ist eine vorsichtige, textnahe Formulierung: Der Text legt nahe, dass; die Darstellung kann so gedeutet werden; die Erzählperspektive bewirkt.

Eine gute Erzähltextanalyse ist genau, nachvollziehbar und offen für Mehrdeutigkeit.


Schritt-für-Schritt-Methode

  1. Erstlektüre: Lies den Text vollständig und notiere Deinen ersten Eindruck.
  2. Markieren: Unterstreiche Schlüsselstellen, auffällige Wörter, Konflikte und Wendepunkte.
  3. Inhaltssicherung: Formuliere eine knappe Inhaltsangabe.
  4. Deutungshypothese: Entwickle eine zentrale Vermutung zur Aussage oder Wirkung des Textes.
  5. Analyseaspekte: Untersuche Erzähler, Perspektive, Zeit, Raum, Figuren, Aufbau und Sprache.
  6. Textbelege: Sammle kurze Zitate und ordne sie Deinen Beobachtungen zu.
  7. Schreibplan: Lege die Reihenfolge Deiner Analyse fest.
  8. Ausformulierung: Verbinde Beobachtungen und Deutungen in klaren Absätzen.
  9. Überarbeitung: Prüfe Fachbegriffe, Belege, Logik und sprachliche Genauigkeit.


Beispiel für einen Analyseabsatz

Ein Analyseabsatz sollte nicht nur beschreiben, sondern deuten. Beispielhaft könnte er so aussehen:

Die personale Erzählperspektive bindet die Lesenden eng an die Wahrnehmung der Hauptfigur. Da nur ihre Eindrücke und Unsicherheiten ausführlich dargestellt werden, bleibt das Verhalten der anderen Figuren teilweise rätselhaft. Diese Begrenzung des Wissens erzeugt Spannung und unterstützt die Deutung, dass der Text die subjektive Wahrnehmung einer Krisensituation in den Mittelpunkt stellt. Der Text zeigt damit nicht einfach ein äußeres Ereignis, sondern die innere Verarbeitung dieses Ereignisses.


Medien und OER-Hinweise für den Lernraum

Für die schulische Arbeit mit Erzähltextanalyse eignen sich frei zugängliche Lern- und Rechercheangebote. Prüfe bei jeder konkreten Mediendatei die Lizenz, den Urheberhinweis und die schulische Eignung, bevor Du sie in eigene Materialien übernimmst.

  1. Wikimedia Commons: Suche nach frei lizenzierten Bildern zu Lesen, Schreiben, Buch, Bibliothek und Literatur, zum Beispiel über Wikimedia Commons MediaSearch: reading book oder Wikimedia Commons MediaSearch: library books.
  2. Wikipedia: Nutze als fachlichen Einstieg die Artikel Erzähltheorie, Epik und Erzähler.
  3. OER: Suche nach freien Unterrichtsmaterialien über OERSI: Erzähltextanalyse oder WirLernenOnline: Erzähltextanalyse.
  4. Lernvideo: Suche nach schulgeeigneten Erklärvideos über YouTube-Suche: Erzähltextanalyse, Erzähler und Erzählperspektive.
  5. OER-Hinweis: Verwende externe Medien nur, wenn Quelle, Lizenz und Inhalt eindeutig passen; bei Unsicherheit reicht ein Suchhinweis statt einer festen Einbindung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was untersucht eine Erzähltextanalyse vor allem? (Wie ein erzählender Text gestaltet ist und welche Wirkung dadurch entsteht) (!Nur die Rechtschreibung eines Textes) (!Nur die Lebensgeschichte der Autorin oder des Autors) (!Nur die Anzahl der Figuren)




Welche Angabe gehört typischerweise in die Einleitung einer Erzähltextanalyse? (Titel, Autorin oder Autor, Textsorte, Thema und Deutungshypothese) (!Persönliche Lieblingsstelle ohne Begründung) (!Eine vollständige Nacherzählung aller Einzelheiten) (!Eine Liste aller schwierigen Wörter ohne Zusammenhang)




Was ist eine Deutungshypothese? (Eine begründete Vermutung über die zentrale Aussage oder Wirkung eines Textes) (!Eine zufällige Meinung ohne Textbezug) (!Eine wörtliche Abschrift des Textanfangs) (!Eine Zusammenfassung der Biografie des Autors)




Warum ist der Erzähler nicht automatisch mit der Autorin oder dem Autor gleichzusetzen? (Weil der Erzähler eine gestaltete Vermittlungsinstanz im Text ist) (!Weil Autorinnen und Autoren nie literarische Texte schreiben) (!Weil Erzähltexte grundsätzlich keine Erzähler haben) (!Weil nur Gedichte einen Autor besitzen)




Was kennzeichnet einen Ich-Erzähler besonders? (Er erzählt aus der eigenen Perspektive einer Figur) (!Er kennt immer alle Gedanken aller Figuren) (!Er kommentiert nie das Geschehen) (!Er kommt ausschließlich in Sachtexten vor)




Was bedeutet Zeitraffung? (Ein längerer Zeitraum wird knapp zusammengefasst) (!Ein kurzer Moment wird sehr ausführlich erzählt) (!Die Handlung wird vollständig ausgelassen) (!Ein Dialog wird ohne Satzzeichen geschrieben)




Welche Frage passt zur Analyse der Raumgestaltung? (Welche Stimmung und Bedeutung erzeugt der dargestellte Ort?) (!Wie viele Buchstaben hat der Titel?) (!Welche Schriftart wurde im Schulbuch verwendet?) (!Wie teuer war die Buchausgabe?)




Was ist eine indirekte Figurencharakterisierung? (Eigenschaften werden aus Verhalten, Sprache oder Reaktionen erschlossen) (!Eigenschaften werden nur als Überschrift genannt) (!Eigenschaften werden ausschließlich durch Fußnoten erklärt) (!Eigenschaften spielen in Erzähltexten keine Rolle)




Warum sind Textbelege in einer Analyse wichtig? (Sie machen Beobachtungen nachvollziehbar und überprüfbar) (!Sie ersetzen jede eigene Deutung) (!Sie machen eine Einleitung überflüssig) (!Sie verhindern, dass Fachbegriffe verwendet werden)




Was ist ein häufiger Fehler bei der Erzähltextanalyse? (Der Text wird nur nacherzählt statt analysiert und gedeutet) (!Die Analyse bezieht sich auf konkrete Textstellen) (!Die Deutung wird mit Beobachtungen begründet) (!Die Erzählperspektive wird untersucht)





Memory

Erzähler Vermittlungsinstanz des Textes
Deutungshypothese Vorläufige Aussage zur Gesamtdeutung
Zeitraffung Lange Handlung kurz erzählt
Figurenkonstellation Beziehungen zwischen Figuren
Symbol Zeichen mit tieferer Bedeutung
Textbeleg Nachweis am Text





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Einleitung Basisangaben und Deutungshypothese
Inhaltsangabe Sachliche Zusammenfassung des Geschehens
Erzählperspektive Blickwinkel der Darstellung
Figurenanalyse Eigenschaften und Entwicklung von Personen
Sprachanalyse Wirkung von Wortwahl und Satzbau
Schluss Bündelung der Analyseergebnisse




...


Kreuzworträtsel

Erzähler Wie nennt man die vermittelnde Instanz eines Erzähltextes?
Epik Zu welcher literarischen Großform gehören Erzähltexte?
Symbol Wie nennt man ein Zeichen mit tieferer Bedeutung?
Raum Welcher Analyseaspekt untersucht Orte und ihre Wirkung?
Motiv Wie nennt man ein wiederkehrendes inhaltliches Element?
Deutung Welcher Begriff bezeichnet die begründete Sinnerschließung eines Textes?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Erzähltextanalyse untersucht nicht nur den Inhalt, sondern auch die

eines erzählenden Textes. Eine zentrale Rolle spielt der

, weil er das Geschehen vermittelt. Die

beeinflusst, wie viel die Lesenden wissen und wie nah sie einer Figur kommen. Eine

formuliert eine begründete Vermutung über die Aussage oder Wirkung des Textes. Im Hauptteil werden Handlung, Figuren, Zeit, Raum und

untersucht. Aussagen müssen durch

nachvollziehbar gemacht werden. Die erzählte Zeit bezeichnet den Zeitraum der

, während die Erzählzeit mit dem Lesen oder Vortragen zusammenhängt. Ein wiederkehrendes inhaltliches Element nennt man

. Am Schluss werden die wichtigsten Ergebnisse zusammengeführt und die

erklärt.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Lesetagebuch: Lies eine kurze Erzählung oder Kurzgeschichte und notiere Deinen ersten Eindruck, die wichtigsten Figuren und drei auffällige Textstellen.
  2. Inhaltsangabe: Schreibe zu einem Erzähltext eine sachliche Inhaltsangabe im Präsens und markiere anschließend, welche Informationen für eine Analyse wirklich nötig sind.
  3. Erzähler: Bestimme in drei kurzen Textauszügen, ob ein Ich-Erzähler, personaler Erzähler, auktorialer Erzähler oder neutraler Erzähler vorliegt, und begründe Deine Entscheidung.
  4. Textbeleg: Sammle fünf kurze Textbelege zu einer Figur und erkläre jeweils in einem Satz, was der Beleg über die Figur zeigt.


Standard

  1. Figurencharakterisierung: Erstelle eine direkte und indirekte Charakterisierung einer Hauptfigur und unterscheide dabei äußere Merkmale, Verhalten, Sprache und Beziehungen.
  2. Zeitgestaltung: Untersuche in einer Kurzgeschichte, wo Zeitraffung, Zeitdeckung oder Rückblende vorkommen, und erkläre die Wirkung auf Spannung und Verständnis.
  3. Raumgestaltung: Gestalte eine Mindmap zu den Schauplätzen eines Erzähltextes und erkläre, welche Stimmung oder symbolische Bedeutung die Räume haben.
  4. Sprachanalyse: Markiere auffällige sprachliche Mittel und schreibe einen Analyseabsatz, der Beobachtung, Textbeleg und Deutung miteinander verbindet.


Schwer

  1. Interpretation: Entwickle zu einem Erzähltext eine eigene Deutungshypothese und prüfe sie anhand von Erzählsituation, Figurenkonstellation und sprachlicher Gestaltung.
  2. Vergleichende Analyse: Vergleiche zwei Erzähltexte mit ähnlichem Thema und untersuche, wie unterschiedliche Erzählperspektiven verschiedene Wirkungen erzeugen.
  3. Kreatives Umschreiben: Schreibe eine zentrale Szene aus einer anderen Erzählperspektive um und reflektiere anschließend, wie sich Nähe, Wissen und Bewertung verändern.
  4. Medienprojekt: Produziere ein kurzes Erklärvideo oder eine Präsentation zur Erzähltextanalyse und verwende dabei eigene Beispiele, klare Fachbegriffe und lizenzkonforme Medien.



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Lernnachweis


Lernkontrolle

  1. Analysekompetenz: Erkläre an einem unbekannten Erzähltext, wie Erzähler, Figuren und Sprache zusammenwirken, um eine bestimmte Wirkung zu erzeugen.
  2. Transfer: Übertrage die Methode der Erzähltextanalyse auf einen Filmausschnitt und vergleiche Erzähler, Perspektive, Raum und Zeitgestaltung mit einem literarischen Text.
  3. Begründetes Urteil: Beurteile, ob eine vorgegebene Deutungshypothese überzeugend ist, und stütze Deine Einschätzung mit mindestens drei Textbelegen.
  4. Perspektivwechsel: Analysiere, wie sich die Aussage eines Textes verändern würde, wenn eine Nebenfigur zur erzählenden Instanz würde.
  5. Konfliktanalyse: Untersuche einen zentralen Konflikt und zeige, wie Figurenkonstellation, Dialoge und Symbole diesen Konflikt verdeutlichen.
  6. Schreibreflexion: Überarbeite einen eigenen Analyseabsatz und erkläre, welche Änderungen die Genauigkeit, Textnähe und Deutungstiefe verbessern.




OERs zum Thema


Weitere freie Rechercheangebote

  1. Wikipedia: Erzähler als Einstieg in Formen und Funktionen erzählender Instanzen.
  2. Wikimedia Commons: Commons-Suche zu Buch und Schreiben für mögliche frei lizenzierte Symbolbilder.
  3. OER-Recherche: OERSI-Suche zu Erzähltheorie für offene Bildungsressourcen.
  4. Lernvideo-Recherche: YouTube-Suche zu Erzähltextanalyse im Deutschunterricht für schulgeeignete Erklärvideos, deren Inhalt und Lizenz vor Verwendung geprüft werden müssen.


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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
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Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
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  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

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  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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Sachsen (berufliches Gymnasium)

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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