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Erörterung schreiben - Perfekter Aufsatz im Deutschunterricht - aiMOOC

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Erörterung schreiben - Perfekter Aufsatz im Deutschunterricht - aiMOOC



Einleitung

Eine Erörterung ist eine Aufsatzform, in der Du eine strittige Fragestellung gedanklich klärst, Argumente sammelst, sie sinnvoll ordnest und zu einem begründeten Urteil kommst. Im Deutschunterricht gehört die Erörterung zu den wichtigsten Formen des Schreibens, weil Du dabei nicht nur Wissen wiedergibst, sondern eigenständig denkst, abwägst und überzeugend formulierst. Eine gute Erörterung beantwortet nicht einfach eine Frage mit „ja“ oder „nein“, sondern zeigt, warum eine Position überzeugend ist, welche Gegenargumente es gibt und wie Du zu Deiner eigenen begründeten Sicht gelangst.


Lernvideo zum Thema

Das folgende Video führt in das Thema Erörterung schreiben / Einen perfekten Aufsatz im Deutschunterricht schreiben ein und eignet sich besonders zur Vorbereitung auf Klassenarbeiten, Lernnachweise und schulische Schreibaufgaben.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=p0oJWBZDxwg |500|center}}

Ein weiteres Lernvideo erklärt zentrale Unterschiede zwischen kontroversen, dialektischen und linearen Formen der Erörterung.

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Was Du in diesem aiMOOC lernst

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du eine Erörterung von der ersten Idee bis zur fertigen Reinschrift planst, schreibst und überarbeitest. Du übst, eine These zu formulieren, passende Argumente zu finden, diese mit Belegen und Beispielen zu stützen, einen klaren Aufbau einzuhalten und sprachlich überzeugend zu schreiben. Außerdem trainierst Du, wie Du in einer Klassenarbeit Zeit einteilst, Aufgabenstellungen verstehst und typische Fehler vermeidest.


Grundwissen: Was ist eine Erörterung?

Eine Erörterung ist eine essayistische und schulische Textform, in der ein Problem, eine Streitfrage oder ein Sachverhalt argumentativ untersucht wird. Ziel ist es, Leserinnen und Leser zu informieren, verschiedene Gesichtspunkte nachvollziehbar darzustellen und am Ende zu einem begründeten Urteil zu gelangen. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Behauptungen aufzuzählen, sondern logisch zu begründen, warum eine Aussage plausibel ist.

Eine Erörterung besteht meistens aus den drei Grundteilen Einleitung, Hauptteil und Schluss. In der Einleitung führst Du zum Thema hin und formulierst die Fragestellung. Im Hauptteil entwickelst Du Deine Argumentation. Im Schluss fasst Du die Ergebnisse zusammen, gewichtest die wichtigsten Argumente und formulierst ein begründetes Fazit.

Die Abbildung einer Argumentationskarte zeigt, dass eine überzeugende Argumentation aus einer zentralen Behauptung, stützenden Gründen, möglichen Einwänden und Entkräftungen bestehen kann. Genau diese Denkstruktur brauchst Du beim Schreiben einer guten Erörterung.


Die wichtigste Grundformel: These, Argument, Beleg, Beispiel

Ein häufiger Fehler in Erörterungen besteht darin, nur Meinungen zu formulieren. Eine Meinung wird aber erst überzeugend, wenn sie begründet und veranschaulicht wird. Darum kannst Du Dich an der Formel TheseArgumentBelegBeispiel orientieren.

Baustein Funktion Beispiel zum Thema Handyverbot in der Schule
These Du formulierst eine klare Behauptung. Ein begrenztes Handyverbot kann den Unterricht verbessern.
Argument Du erklärst, warum die These plausibel ist. Smartphones lenken viele Lernende während Arbeitsphasen ab.
Beleg Du stützt das Argument durch eine Beobachtung, eine Regel, eine Studie, eine Erfahrung oder einen Textbezug. In vielen Klassen müssen Lehrkräfte Arbeitsphasen unterbrechen, weil private Nachrichten Aufmerksamkeit binden.
Beispiel Du machst das Argument anschaulich. Wenn während einer Gruppenarbeit ständig Benachrichtigungen erscheinen, arbeiten die Gruppen langsamer und unkonzentrierter.

Eine gute Argumentation verbindet diese Bausteine sprachlich. Du solltest also nicht einfach vier Sätze nebeneinanderstellen, sondern die Beziehung zwischen ihnen deutlich machen. Wörter wie weil, deshalb, außerdem, zum Beispiel, dagegen, allerdings und folglich helfen Dir, den Gedankengang sichtbar zu machen.


Formen der Erörterung

Im Deutschunterricht begegnen Dir verschiedene Formen der Erörterung. Welche Form verlangt wird, erkennst Du an der Aufgabenstellung, am Material und an der Fragestellung.


Lineare Erörterung

Bei einer linearen Erörterung entwickelst Du nur eine Argumentationsrichtung. Du beantwortest zum Beispiel eine Warum-Frage oder erklärst mehrere Gründe für eine Position. Typische Fragestellungen lauten: „Warum ist Lesen wichtig?“ oder „Welche Vorteile hat ehrenamtliches Engagement?“ Die Argumente werden dabei meist vom weniger wichtigen zum stärksten Argument gesteigert. Dieses Vorgehen nennt man auch steigernder Aufbau.


Dialektische Erörterung

Bei einer dialektischen Erörterung untersuchst Du eine Streitfrage mit Pro- und Contra-Argumenten. Typische Fragestellungen lauten: „Sollten Hausaufgaben abgeschafft werden?“ oder „Sollte der Unterricht später beginnen?“ Du stellst beide Seiten dar, wägest sie gegeneinander ab und kommst zu einem begründeten Urteil. Häufig nutzt Du dabei das Sanduhr-Prinzip: Zuerst nennst Du die Gegenposition, danach die stärkere eigene Position, und die Argumente werden zur eigenen Schlussfolgerung hin immer gewichtiger.


Textgebundene Erörterung

Bei einer textgebundenen Erörterung gehst Du von einem vorliegenden Sachtext, Kommentar, Zeitungsartikel, Rede oder literarischen Text aus. Zuerst erschließt Du die Position, den Gedankengang und wichtige Argumente des Ausgangstextes. Danach setzt Du Dich kritisch mit dem Text auseinander. Du kannst zustimmen, widersprechen, ergänzen oder einschränken. Wichtig ist, dass Du den Text genau einbeziehst und Deine eigene Argumentation nicht losgelöst vom Material entwickelst.


Freie Erörterung

Die freie Erörterung gibt Dir kein ausführliches Material vor. Du arbeitest mit Deinem Vorwissen, Deinen Beobachtungen und Deiner Fähigkeit, Argumente selbstständig zu entwickeln. Trotzdem muss auch eine freie Erörterung sachlich, geordnet und nachvollziehbar sein. Persönliche Erfahrungen dürfen vorkommen, ersetzen aber keine begründete Argumentation.


Der Schreibprozess: Vom Thema zum perfekten Aufsatz

Ein guter Aufsatz entsteht selten durch spontanes Drauflosschreiben. Erfolgreiche Schreiberinnen und Schreiber planen, strukturieren, formulieren und überarbeiten. Dieser Schreibprozess hilft Dir, auch unter Zeitdruck in einer Klassenarbeit sicher zu arbeiten.


Schritt 1: Aufgabenstellung verstehen

Lies die Aufgabenstellung genau. Markiere den Operator, die Fragestellung und mögliche Einschränkungen. Der Operator sagt Dir, was Du tun sollst. Bei „erörtere“ sollst Du Argumente entfalten und zu einem Urteil kommen. Bei „nimm Stellung“ sollst Du deutlich eine eigene Position entwickeln. Bei „setze Dich auseinander“ wird meist erwartet, dass Du eine Position prüfst, Gegenargumente berücksichtigst und differenziert urteilst.

Beispiel: Die Aufgabe „Erörtere, ob soziale Medien im Unterricht stärker genutzt werden sollten“ verlangt nicht nur eine Liste von Vorteilen. Du musst Chancen und Risiken betrachten, abwägen und am Ende eine begründete Position formulieren.


Schritt 2: Stoffsammlung anlegen

Sammle zunächst Gedanken, ohne sofort auszuformulieren. Nutze Mindmaps, Tabellen oder W-Fragen. Frage Dich: Wer ist betroffen? Worum geht es genau? Welche Ursachen gibt es? Welche Folgen entstehen? Welche Beispiele kenne ich? Welche Gegenargumente könnten andere nennen? Welche Werte spielen eine Rolle, zum Beispiel Gerechtigkeit, Freiheit, Sicherheit, Bildung, Gesundheit oder Verantwortung?

Eine gute Stoffsammlung enthält nicht nur viele Ideen, sondern auch unterschiedliche Perspektiven. Denke an Lernende, Lehrkräfte, Eltern, Schule, Gesellschaft und einzelne Betroffene. So vermeidest Du eine einseitige Argumentation.


Schritt 3: Argumente prüfen und gewichten

Nicht jedes Argument ist gleich stark. Ein starkes Argument ist sachlich, nachvollziehbar, relevant und gut belegbar. Ein schwaches Argument bleibt vage, übertreibt oder stützt sich nur auf persönliche Vorlieben. Prüfe deshalb jedes Argument: Passt es wirklich zur Fragestellung? Kann ich es erklären? Habe ich ein Beispiel? Gibt es einen möglichen Einwand?

Starkes Argument Schwaches Argument
Es bezieht sich genau auf die Streitfrage. Es schweift vom Thema ab.
Es wird begründet und erklärt. Es bleibt eine bloße Behauptung.
Es kann durch ein Beispiel gestützt werden. Es nutzt nur unklare Formulierungen wie „alle wissen“.
Es berücksichtigt mögliche Gegenargumente. Es ignoriert andere Sichtweisen vollständig.


Schritt 4: Gliederung erstellen

Bevor Du schreibst, brauchst Du eine Gliederung. Sie ist der Bauplan Deines Aufsatzes. Plane Einleitung, Hauptteil und Schluss. Entscheide, in welcher Reihenfolge Deine Argumente erscheinen. Bei einer linearen Erörterung ordnest Du die Argumente meistens steigernd. Bei einer dialektischen Erörterung kannst Du das Sanduhr-Prinzip oder eine Pro-Contra-Abfolge verwenden. Wichtig ist, dass Dein stärkstes Argument an einer wirkungsvollen Stelle steht.


Schritt 5: Rohfassung schreiben

In der Rohfassung formulierst Du Deinen Aufsatz vollständig aus. Achte darauf, dass jeder Absatz einen klaren Gedanken entfaltet. Beginne Absätze mit Orientierungssätzen, nutze Verknüpfungen und erkläre Deine Argumente gründlich. Ein Absatz sollte nicht nur aus einem Satz bestehen, aber auch nicht mehrere verschiedene Argumente vermischen.


Schritt 6: Überarbeiten und verbessern

Die Überarbeitung entscheidet oft darüber, ob aus einem ordentlichen Aufsatz ein sehr guter Aufsatz wird. Prüfe zuerst den Inhalt: Ist die Fragestellung beantwortet? Sind die Argumente vollständig? Gibt es Beispiele? Danach prüfst Du den Aufbau: Ist die Reihenfolge logisch? Gibt es klare Übergänge? Zuletzt prüfst Du Sprache, Rechtschreibung, Zeichensetzung und Ausdruck.


Aufbau einer Erörterung


Einleitung

Die Einleitung soll zum Thema hinführen, Interesse wecken und die Fragestellung deutlich machen. Sie darf nicht zu lang sein, muss aber den Leserinnen und Lesern Orientierung geben. Du kannst mit einem aktuellen Anlass, einer Beobachtung, einer kurzen Begriffserklärung, einem Gegensatz oder einer zugespitzten Frage beginnen.

Beispiel: „Smartphones gehören für viele Jugendliche selbstverständlich zum Alltag. Gleichzeitig entstehen in Schulen immer wieder Konflikte, wenn private Nutzung den Unterricht stört. Deshalb stellt sich die Frage, ob ein begrenztes Handyverbot in der Schule sinnvoll ist.“

Eine gute Einleitung vermeidet leere Standardsätze wie „Ich schreibe heute eine Erörterung über ...“. Sie führt inhaltlich zum Thema und endet meistens mit der konkreten Fragestellung.


Hauptteil

Der Hauptteil ist der Kern Deiner Erörterung. Hier entfaltet sich die Argumentation. Jedes wichtige Argument erhält einen eigenen Absatz. Der Absatz beginnt mit einer These oder einem Argument, erklärt den Zusammenhang, liefert einen Beleg oder eine Begründung und veranschaulicht den Gedanken mit einem Beispiel.

Bei der dialektischen Erörterung musst Du beide Seiten fair darstellen. Das bedeutet nicht, dass Du beide Seiten gleich überzeugend finden musst. Es bedeutet aber, dass Du Gegenargumente ernst nimmst, bevor Du sie gewichtest oder entkräftest. Dadurch wirkt Deine eigene Position glaubwürdiger.


Schluss

Der Schluss fasst nicht einfach alles noch einmal mechanisch zusammen. Er führt die Argumentation zu einem Ergebnis. Du gewichtest die wichtigsten Gedanken, beantwortest die Fragestellung und formulierst ein begründetes Urteil. Ein guter Schluss kann außerdem einen Ausblick geben, eine Bedingung nennen oder einen Lösungsvorschlag formulieren.

Beispiel: „Insgesamt spricht mehr für ein begrenztes Handyverbot während konzentrierter Arbeitsphasen als für eine völlig freie Nutzung. Entscheidend ist jedoch, dass Schulen nicht nur verbieten, sondern auch Medienkompetenz vermitteln. Sinnvoll wäre daher eine klare Regel: private Nutzung in Arbeitsphasen nein, gezielte Nutzung für Lernaufgaben ja.“


Sprachliche Mittel einer überzeugenden Erörterung

Sprache ist in einer Erörterung nicht bloße Verpackung. Deine Formulierungen zeigen, ob Du differenziert denkst. Verwende sachliche, präzise und abwechslungsreiche Sprache. Vermeide Umgangssprache, Übertreibungen und pauschale Aussagen wie „alle“, „immer“ oder „nie“, wenn Du sie nicht belegen kannst.


Satzanfänge und Verknüpfungen

Funktion Formulierungen
Argument hinzufügen außerdem, darüber hinaus, ein weiterer Gesichtspunkt ist, ebenso wichtig ist
Beispiel einführen zum Beispiel, dies zeigt sich daran, veranschaulichen lässt sich dies durch
Gegenargument einleiten dagegen spricht, kritisch zu sehen ist, ein Einwand lautet, allerdings
Argument gewichten besonders überzeugend ist, schwerer wiegt, weniger stichhaltig erscheint
Schlussfolgerung ziehen deshalb, daraus folgt, insgesamt lässt sich festhalten, aus diesen Gründen


Sachlich und differenziert formulieren

Eine sehr gute Erörterung zeigt, dass Du nicht nur eine Seite wiederholst. Nutze differenzierende Formulierungen wie „unter bestimmten Bedingungen“, „in vielen Fällen“, „aus Sicht von“, „problematisch wird es, wenn“ oder „entscheidend ist dabei“. So wird Deine Argumentation genauer und gerechter.


Vorbereitung auf Klassenarbeit und Lernnachweis

In einer Klassenarbeit musst Du den Schreibprozess unter Zeitdruck bewältigen. Darum ist eine klare Strategie wichtig. Plane Deine Zeit: Aufgabenstellung verstehen, Ideen sammeln, Gliederung erstellen, schreiben und überarbeiten. Wer sofort losschreibt, verliert oft später Zeit, weil die Argumente ungeordnet bleiben.

Phase Was Du tust Typischer Nutzen
Lesen und verstehen Aufgabe, Material und Operator markieren Du vermeidest Themaverfehlung.
Planen Argumente sammeln, ordnen und gewichten Dein Aufsatz bekommt eine klare Struktur.
Schreiben Einleitung, Hauptteil und Schluss ausformulieren Deine Gedanken werden nachvollziehbar.
Überarbeiten Inhalt, Aufbau, Sprache und Fehler prüfen Du verbesserst Qualität und Verständlichkeit.


Checkliste für Deinen Aufsatz

  1. Fragestellung: Ist klar, welche Frage Deine Erörterung beantwortet?
  2. Einleitung: Führt sie passend zum Thema und zur Streitfrage hin?
  3. These: Sind Deine Behauptungen eindeutig formuliert?
  4. Argument: Wird jede These verständlich begründet?
  5. Beleg: Stützt Du wichtige Aussagen durch nachvollziehbare Belege?
  6. Beispiel: Machst Du abstrakte Gedanken anschaulich?
  7. Aufbau: Ist die Reihenfolge der Argumente logisch?
  8. Überleitung: Sind Absätze sprachlich miteinander verbunden?
  9. Schluss: Beantwortet Dein Fazit die Ausgangsfrage?
  10. Sprache: Ist Dein Stil sachlich, präzise und fehlerarm?


Häufige Fehler und wie Du sie vermeidest

Viele Erörterungen werden schwächer, weil sie zwar viele Ideen enthalten, aber keine klare Argumentationsstruktur haben. Achte besonders auf folgende Punkte: Verwechsle Beispiele nicht mit Argumenten. Ein Beispiel zeigt nur etwas; das Argument erklärt, warum es wichtig ist. Vermeide bloße Behauptungen. Schreibe nicht nur „Handys lenken ab“, sondern erkläre, wie Ablenkung entsteht und welche Folgen sie hat. Vergiss Gegenargumente nicht, wenn eine dialektische Erörterung verlangt wird. Achte außerdem darauf, dass der Schluss wirklich zur Einleitung zurückführt und die Fragestellung beantwortet.


Beispiel einer kurzen Argumentationskette

Fragestellung: Sollten Schulen verbindliche Lesestunden einführen?

These: Verbindliche Lesestunden können die Lesekompetenz stärken.

Argument: Regelmäßiges Lesen verbessert Wortschatz, Textverständnis und Konzentrationsfähigkeit, weil Lernende kontinuierlich mit unterschiedlichen Textsorten umgehen.

Beleg: Im Unterricht zeigt sich häufig, dass Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig längere Texte lesen, Aufgabenstellungen genauer verstehen und differenzierter schreiben können.

Beispiel: Wenn eine Klasse jede Woche eine feste Lesestunde hat, können auch Lernende, die zu Hause selten lesen, Lesestrategien einüben und längere Texte sicherer bewältigen.

Zwischenfazit: Deshalb kann eine verbindliche Lesestunde sinnvoll sein, wenn sie gut begleitet wird und nicht nur stilles Lesen ohne Austausch bedeutet.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das Hauptziel einer Erörterung? (Ein begründetes Urteil zu einer Fragestellung entwickeln) (!Eine Geschichte möglichst spannend erzählen) (!Nur die eigene Meinung ohne Begründung nennen) (!Einen Text auswendig wiedergeben)




Welche Grundstruktur hat eine schulische Erörterung meistens? (Einleitung, Hauptteil und Schluss) (!Titel, Reim und Strophe) (!Dialog, Szene und Regieanweisung) (!Quelle, Fußnote und Glossar)




Was gehört zu einem vollständigen Argumentationsabsatz? (These, Begründung, Beleg und Beispiel) (!Überschrift, Bild, Reim und Pointe) (!Frage, Antwort, Zahl und Tabelle) (!Name, Datum, Ort und Unterschrift)




Was kennzeichnet eine dialektische Erörterung? (Sie wägt Pro- und Contra-Argumente ab) (!Sie erzählt ein persönliches Erlebnis chronologisch) (!Sie beschreibt nur äußere Merkmale) (!Sie verzichtet auf eine Schlussfolgerung)




Was ist bei einer textgebundenen Erörterung besonders wichtig? (Der Ausgangstext wird genau einbezogen) (!Der Ausgangstext wird ignoriert) (!Nur die Überschrift des Textes wird bewertet) (!Alle Argumente müssen erfunden werden)




Welche Funktion hat die Einleitung? (Sie führt zum Thema hin und nennt die Fragestellung) (!Sie enthält alle Beispiele des Hauptteils) (!Sie ersetzt den Schluss) (!Sie listet nur die Rechtschreibregeln auf)




Warum sind Beispiele in einer Erörterung wichtig? (Sie machen ein Argument anschaulich) (!Sie ersetzen jede Begründung vollständig) (!Sie machen den Schluss überflüssig) (!Sie verhindern eine klare Gliederung)




Welche Reihenfolge passt häufig zu einer linearen Erörterung? (Vom weniger starken zum stärksten Argument) (!Vom Schluss zur Überschrift) (!Vom Beispiel zur Aufgabenstellung) (!Vom Zitat zur Inhaltsangabe ohne Urteil)




Was solltest Du vor dem Schreiben einer Klassenarbeit zuerst tun? (Die Aufgabenstellung genau lesen und den Operator erkennen) (!Sofort die Reinschrift beginnen) (!Alle Argumente ungeordnet aufschreiben) (!Nur den letzten Satz planen)




Was macht einen guten Schluss aus? (Er beantwortet die Fragestellung mit einem begründeten Fazit) (!Er führt ein völlig neues Thema ein) (!Er wiederholt nur die Einleitung wortgleich) (!Er besteht nur aus einer Entschuldigung)





Memory

These Behauptung
Argument Begründung
Beleg Stütze
Beispiel Veranschaulichung
Einleitung Hinführung
Hauptteil Entfaltung
Schluss Fazit
Operator Arbeitsauftrag





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Aufgabenstellung Arbeitsauftrag erkennen
Stoffsammlung Ideen sammeln
Gliederung Argumente ordnen
Rohfassung Aufsatz ausformulieren
Überarbeitung Inhalt und Sprache prüfen






Kreuzworträtsel

These Wie nennt man eine klare Behauptung, die begründet werden muss?
Beleg Wie nennt man eine Stütze für ein Argument?
Beispiel Wodurch wird ein abstraktes Argument anschaulich?
Einleitung Welcher Teil führt zum Thema und zur Fragestellung hin?
Schluss Welcher Teil enthält das begründete Fazit?
Synthese Wie nennt man eine vermittelnde Zusammenführung verschiedener Positionen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine gute Erörterung beginnt mit einer klaren

. Im Hauptteil formulierst Du zu jeder These ein überzeugendes

. Ein starkes Argument wird durch einen nachvollziehbaren

gestützt. Ein passendes

macht abstrakte Gedanken anschaulich. Bei einer dialektischen Erörterung werden Pro- und Contra-Seiten sorgfältig

. Der Schluss führt zu einem begründeten

. Vor der Abgabe überarbeitest Du Rechtschreibung, Satzbau und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffe klären: Erstelle eine kleine Lernkarte zu den Begriffen These, Argument, Beleg und Beispiel und formuliere zu jedem Begriff einen eigenen Beispielsatz.
  2. Einleitung schreiben: Schreibe drei verschiedene Einleitungen zur Streitfrage „Sollte es in der Schule mehr Projekttage geben?“ und entscheide, welche am stärksten zum Weiterlesen motiviert.
  3. Argumente sammeln: Sammle fünf Pro- und fünf Contra-Argumente zur Frage „Sollten Hausaufgaben abgeschafft werden?“ und markiere die zwei stärksten Argumente.
  4. Schluss formulieren: Schreibe zu einer vorgegebenen Fragestellung zwei unterschiedliche Schlüsse, einen zustimmenden und einen ablehnenden.


Standard

  1. Argumentationsabsatz schreiben: Formuliere zu einem selbst gewählten Schulthema einen vollständigen Absatz mit These, Argument, Beleg und Beispiel.
  2. Gliederung erstellen: Plane eine dialektische Erörterung zur Frage „Sollten Smartphones im Unterricht häufiger eingesetzt werden?“ und ordne die Argumente nach dem Sanduhr-Prinzip.
  3. Textgebundene Erörterung vorbereiten: Wähle einen Kommentar aus einer Zeitung oder einem Jugendmagazin und notiere die Hauptthese, drei Argumente und Deine mögliche Gegenposition.
  4. Peer-Feedback geben: Tausche einen Argumentationsabsatz mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler und gib Rückmeldung zu Verständlichkeit, Belegen und sprachlichen Verknüpfungen.


Schwer

  1. Vollständige Erörterung schreiben: Schreibe eine vollständige dialektische Erörterung zur Frage „Sollte der Unterricht an weiterführenden Schulen später beginnen?“ und überarbeite sie mit der Checkliste aus diesem aiMOOC.
  2. Debatte durchführen: Organisiere in einer Gruppe eine kurze Debatte zu einem aktuellen schulischen Streitthema und übertrage die stärksten Argumente anschließend in eine schriftliche Erörterung.
  3. Materialgestützte Stellungnahme: Recherchiere zwei seriöse Quellen zu einem gesellschaftlichen Thema, fasse die Kernaussagen zusammen und nutze sie als Belege in einer eigenen Erörterung.
  4. Erklärvideo produzieren: Erstelle ein kurzes Video oder eine Präsentation, in der Du jüngeren Lernenden erklärst, wie man aus einer These eine vollständige Argumentationskette entwickelt.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Aufbau: Du erhältst eine ungeordnete Sammlung von Argumenten zu einer Streitfrage. Entwickle daraus eine sinnvolle Gliederung und begründe, warum Du diese Reihenfolge gewählt hast.
  2. Argumente bewerten: Vergleiche zwei Argumentationsabsätze zum gleichen Thema. Entscheide, welcher überzeugender ist, und erkläre Deine Entscheidung anhand von Begründung, Beleg, Beispiel und sprachlicher Verknüpfung.
  3. Gegenargument entkräften: Formuliere zu einer eigenen Position ein starkes Gegenargument und zeige anschließend, wie Du es sachlich entkräften oder einschränken kannst.
  4. Schlussfolgerung entwickeln: Schreibe zu einer dialektischen Fragestellung ein differenziertes Fazit, das nicht nur eine Seite wiederholt, sondern die wichtigsten Argumente gewichtet.
  5. Klassenarbeit reflektieren: Analysiere eine eigene ältere Schreibaufgabe. Beschreibe, welche Phase des Schreibprozesses besonders gut gelungen ist und welche konkrete Strategie Deine nächste Erörterung verbessern kann.


Lernnachweis

  1. Aufsatzportfolio: Reiche eine vollständige Erörterung mit Stoffsammlung, Gliederung, Rohfassung und überarbeiteter Endfassung ein.
  2. Argumentationsanalyse: Markiere in Deiner eigenen Erörterung mindestens drei Thesen, drei Argumente, drei Belege und drei Beispiele und erkläre, wie sie zusammenwirken.
  3. Überarbeitungsprotokoll: Dokumentiere mindestens fünf konkrete Verbesserungen an Deinem Text und begründe, warum sie den Aufsatz verständlicher oder überzeugender machen.
  4. Reflexion: Schreibe eine kurze Lernreflexion dazu, welche Schreibstrategie Dir am meisten geholfen hat und woran Du beim nächsten Aufsatz weiterarbeiten möchtest.
  5. Präsentation: Stelle eine besonders gelungene Argumentationskette aus Deinem Aufsatz mündlich vor und beantworte Rückfragen zur Gewichtung Deiner Argumente.




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