Einfache Kadenzen verstehen - Akkorde und Harmonie


Einfache Kadenzen verstehen - Akkorde und Harmonie
Einleitung
Einfache Kadenzen verstehen – Akkorde und Harmonie führt Dich in einen Grundbaustein der Harmonielehre ein: die Kadenz. Eine Kadenz ist eine sinnvolle Folge von Akkorden, die eine Tonart bestätigt, Spannung aufbaut und wieder in Ruhe auflöst. In der einfachen Dur-Kadenz begegnen Dir vor allem drei Hauptfunktionen: Tonika, Subdominante und Dominante. Wenn Du diese drei Funktionen hörst, liest, spielst und selbst anwendest, verstehst Du viele Lieder, Choräle, Popsongs, klassische Stücke und Jazz-Standards deutlich besser.

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Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was eine Kadenz ist, wie Dreiklänge auf den Stufen einer Tonleiter entstehen und warum Tonika, Subdominante und Dominante als harmonische Orientierungspunkte wirken. Du kannst einfache Kadenzen in C-Dur, G-Dur, F-Dur und a-Moll lesen, hören, spielen, vergleichen und auf kleine musikalische Ideen übertragen.
- Akkord: Du erkennst, dass ein Akkord aus mehreren gleichzeitig klingenden Tönen besteht und als harmonische Einheit wirkt.
- Dreiklang: Du bildest Dur- und Moll-Dreiklänge aus Grundton, Terz und Quinte.
- Stufe: Du beschreibst Akkorde mit römischen Stufenzahlen wie I, IV und V.
- Funktion: Du deutest Akkorde als Tonika, Subdominante und Dominante.
- Schlusswirkung: Du unterscheidest Ganzschluss, Halbschluss, Plagalschluss und Trugschluss.
- Praxis: Du spielst, singst oder programmierst einfache Kadenzen und gestaltest daraus eigene Begleitungen.
Grundlagen: Akkorde, Tonleiter und Dreiklänge
Die Tonleiter als Material der Harmonie
Eine Tonleiter liefert das Tonmaterial, aus dem Melodien und Akkorde gebildet werden. In C-Dur lauten die Töne C, D, E, F, G, A, H und C. Wenn Du auf ausgewählten Stufen dieser Tonleiter Dreiklänge baust, entstehen die wichtigsten Akkorde der Tonart. Die einfache Kadenz in C-Dur verwendet die Dreiklänge auf der ersten, vierten und fünften Stufe: C-Dur, F-Dur und G-Dur.

In der Notenschrift oben hörst Du zuerst die aufsteigende und danach die absteigende C-Dur-Tonleiter. Spiele oder singe sie langsam. Achte besonders auf den Ton H, denn er zieht stark zum Zielton C. Dieser Zug ist für die Wirkung der Dominante wichtig.
Dreiklänge bilden
Ein Dreiklang entsteht, wenn Du über einem Grundton zwei weitere Töne im Terzabstand ergänzt. In C-Dur ist der Dreiklang auf der ersten Stufe C-E-G. Auf der vierten Stufe entsteht F-A-C, auf der fünften Stufe G-H-D. Diese drei Akkorde enthalten zusammen alle Töne der C-Dur-Tonleiter und geben der Tonart dadurch ein klares harmonisches Zentrum.

Stufen und Funktionen
In der Stufentheorie werden Akkorde nach ihrer Position in der Tonleiter benannt. Die erste Stufe heißt I, die vierte Stufe IV und die fünfte Stufe V. In der Funktionstheorie werden dieselben Akkorde nach ihrer musikalischen Rolle beschrieben: I ist die Tonika, IV ist die Subdominante, V ist die Dominante. Beide Sichtweisen helfen Dir, Kadenzen zu verstehen.
| Stufe | Funktion | Beispiel in C-Dur | Wirkung |
|---|---|---|---|
| I | Tonika | C-Dur | Ruhe, Ziel, harmonisches Zuhause |
| IV | Subdominante | F-Dur | Öffnung, Vorbereitung, Bewegung weg vom Zuhause |
| V | Dominante | G-Dur | Spannung, Erwartung, Rückkehrdrang zur Tonika |
Die einfache Kadenz I-IV-V-I wird in Funktionszeichen als T-S-D-T beschrieben. Sie beginnt in der Tonika, öffnet sich zur Subdominante, steigert die Spannung in der Dominante und kehrt zur Tonika zurück. Dadurch entsteht ein verständlicher musikalischer Bogen.
Die einfache Kadenz in Dur
Das Grundmodell T-S-D-T
Die Vollkadenz T-S-D-T ist ein besonders klares Modell tonaler Harmonie. Sie zeigt den Weg von Ruhe über Bewegung und Spannung zurück zur Ruhe. In C-Dur lautet sie C-Dur, F-Dur, G-Dur, C-Dur. Du kannst sie auf dem Klavier, auf der Gitarre, mit einem Keyboard, mit einer Musik-App oder mit der Stimme erarbeiten.

Beim Spielen solltest Du zuerst nur die Basstöne C-F-G-C verwenden. Danach ergänzt Du die Akkordtöne. So spürst Du, dass die Bassbewegung eine Richtung vorgibt und die Akkorde diese Richtung harmonisch ausfüllen.
Die Dominante als Spannungsträger
Die Dominante steht auf der fünften Stufe. In C-Dur ist das G-Dur. Besonders stark wird die Spannung, wenn aus G-Dur ein Dominantseptakkord wird: G-H-D-F. Der Ton F ist die kleine Septime über G und will sich im klassischen Satz meist nach E abwärts bewegen. Der Ton H wirkt als Leitton und will nach C aufwärts. Zusammen erzeugen diese Töne einen deutlichen Rückkehrdrang zur Tonika.


Der authentische Schluss: V-I
Ein authentischer Schluss entsteht durch die Verbindung Dominante-Tonika. In C-Dur ist das G-Dur nach C-Dur oder G7 nach C-Dur. Diese Verbindung wirkt wie ein klarer Punkt am Satzende. In vielen Liedern, Chorälen und klassischen Stücken endet ein Abschnitt mit dieser Bewegung.


Schlusswirkungen vergleichen
Ganzschluss, Halbschluss, Plagalschluss und Trugschluss
Nicht jede Kadenz endet gleich. Ein Ganzschluss führt zur Tonika zurück und wirkt abgeschlossen. Ein Halbschluss endet auf der Dominante und wirkt offen. Ein Plagalschluss führt von der Subdominante zur Tonika und klingt oft ruhig oder feierlich. Ein Trugschluss lässt nach der Dominante eine erwartete Tonika aus und führt stattdessen häufig zur sechsten Stufe. Gerade der Vergleich dieser Schlusswirkungen schärft Dein musikalisches Hören.
| Schlussart | Typische Folge in C-Dur | Funktionsfolge | Wirkung |
|---|---|---|---|
| Ganzschluss | G-Dur nach C-Dur | D-T | abgeschlossen, eindeutig, zielgerichtet |
| Halbschluss | C-Dur nach F-Dur nach G-Dur | T-S-D | offen, fragend, weiterführend |
| Plagalschluss | F-Dur nach C-Dur | S-T | ruhig, bestätigend, feierlich |
| Trugschluss | G-Dur nach a-Moll | D-Tp | überraschend, verzögert, erzählerisch |
Halbschluss: Spannung bleibt stehen
Beim Halbschluss endet die Folge auf der Dominante. Dadurch klingt der Abschnitt nicht vollständig beendet. Du kannst Dir das wie ein Komma in einem Satz vorstellen: Es geht weiter.

Plagalschluss: die ruhige Rückkehr
Der Plagalschluss führt von der Subdominante zur Tonika. In C-Dur ist das F-Dur nach C-Dur. Er hat weniger Zug als der authentische Schluss, kann aber besonders warm und bestätigend wirken.

Trugschluss: Erwartung wird umgelenkt
Beim Trugschluss erwartest Du nach der Dominante die Tonika. Stattdessen folgt häufig die Tonikaparallele, in C-Dur also a-Moll. Das klingt nicht falsch, sondern überraschend. Der Trugschluss verlängert den musikalischen Verlauf und kann Gefühle wie Offenheit, Nachdenklichkeit oder Verzögerung erzeugen.


Kadenzen in Moll, Pop und Jazz
Einfache Kadenz in Moll
In Moll bleibt die Grundidee gleich: Tonika, Subdominante und Dominante ordnen die Harmonie. In c-Moll lautet eine einfache Kadenz c-Moll, f-Moll, G-Dur, c-Moll. Die Dominante wird häufig als Dur-Akkord gebildet, weil der erhöhte Leitton H stärker nach C zieht.

Pop-Kadenz und harmonisches Ostinato
Viele Popsongs verwenden wiederholte Akkordfolgen. Eine Akkordfolge wie I-V-vi-IV in C-Dur lautet C-Dur, G-Dur, a-Moll, F-Dur. Sie ist keine einfache Schulbuchkadenz T-S-D-T, zeigt aber ebenfalls das Wechselspiel von Tonika, Dominante, Parallele und Subdominante. Solche Folgen können als harmonisches Ostinato mehrfach wiederholt werden.

II-V-I: die Kadenz des Jazz
In der Jazz-Harmonik ist die II-V-I-Kadenz besonders wichtig. In C-Dur lautet sie d-Moll7, G7, Cmaj7. Sie arbeitet mit einer Vorbereitungsfunktion auf der zweiten Stufe, einer starken Dominante und einer erweiterten Tonika. Auch wenn sie komplexer klingt, bleibt die Grundidee ähnlich: vorbereiten, spannen, lösen.


Kadenzen selbst übertragen
Transponieren in andere Tonarten
Wenn Du eine Kadenz verstanden hast, kannst Du sie in andere Tonarten übertragen. Das nennt man Transponieren. Die Stufen bleiben gleich, aber die konkreten Akkorde ändern sich. In G-Dur lautet T-S-D-T: G-Dur, C-Dur, D-Dur, G-Dur. Wichtig ist, dass Du nicht nur die Akkordnamen auswendig lernst, sondern die Funktion jedes Akkords verstehst.
| Tonart | Tonika | Subdominante | Dominante | Einfache Kadenz |
|---|---|---|---|---|
| C-Dur | C-Dur | F-Dur | G-Dur | C-F-G-C |
| G-Dur | G-Dur | C-Dur | D-Dur | G-C-D-G |
| F-Dur | F-Dur | B-Dur | C-Dur | F-B-C-F |
| a-Moll | a-Moll | d-Moll | E-Dur | a-d-E-a |

Stimmführung: Akkorde klangvoll verbinden
Eine Kadenz klingt besonders gut, wenn die einzelnen Stimmen kleine Wege gehen. Dieses Prinzip heißt Stimmführung. Statt alle Akkorde nur in Grundstellung zu spielen, kannst Du Umkehrungen verwenden. Dadurch bleiben gemeinsame Töne liegen, und die anderen Stimmen bewegen sich schrittweise.

Beim Üben kannst Du die oberste Stimme mitsingen. Frage Dich danach: Welche Töne bleiben gleich? Welche Töne bewegen sich nur einen Schritt? Wo entsteht die stärkste Spannung?
Kleine Melodie über einer Kadenz
Eine Kadenz wird musikalisch lebendig, wenn eine Melodie darüber liegt. Die Melodie kann Akkordtöne verwenden, aber auch Durchgangstöne einbauen. Im folgenden Beispiel begleitet die einfache Kadenz C-F-G-C eine kleine Melodie.

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Lernstrategie: Kadenzen hören, spielen, analysieren
Drei Wege zum Verstehen
Du lernst Kadenzen am besten, wenn Du sie nicht nur liest, sondern auch hörst und selbst ausführst. Beginne mit C-Dur, weil dort keine Vorzeichen notiert werden müssen. Spiele zuerst die Grundtöne, dann die Dreiklänge, dann Umkehrungen. Höre anschließend bewusst auf die Wirkung der einzelnen Stationen: Wo ist Ruhe? Wo entsteht Spannung? Wo ist der Schluss überzeugend?
- Hören: Vergleiche die Klangwirkung von T-S-D-T, T-S-D, S-T und D-T.
- Spielen: Spiele dieselbe Kadenz auf einem Instrument oder in einer Musik-App.
- Singen: Singe die Basstöne oder die oberste Stimme der Kadenz.
- Analysieren: Markiere in einem Lied die Stellen, an denen Dominante und Tonika aufeinanderfolgen.
- Gestalten: Erfinde eine kurze Melodie über einer Kadenz und prüfe, ob die Schlusswirkung zu Deiner Absicht passt.
Typische Fehler und hilfreiche Lösungen
Ein häufiger Fehler besteht darin, Akkordnamen nur auswendig zu lernen. Besser ist es, die Stufen in der Tonart zu verstehen. Ein zweiter Fehler ist die Verwechslung von G-Dur und G7. Beide können zur Tonika führen, aber G7 hat durch die Septime F eine stärkere Spannung. Ein dritter Fehler ist das zu schnelle Spielen. Wenn Du jede Funktion bewusst ausklingen lässt, hörst Du die harmonische Logik klarer.
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Die Kadenz klingt beliebig. | Die Funktionen werden nicht bewusst gehört. | Spiele erst nur Bass: C-F-G-C. |
| Der Schluss klingt schwach. | Die Dominante wird nicht als Spannungsträger wahrgenommen. | Vergleiche G-Dur-C-Dur mit G7-C-Dur. |
| Die Akkorde greifen sich schwer. | Alle Akkorde werden in Grundstellung gespielt. | Nutze Umkehrungen und achte auf kurze Wege. |
| Die Tonart wird verwechselt. | Stufen und Akkordnamen werden vermischt. | Notiere zuerst I, IV, V und setze danach die Akkordnamen ein. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Akkordfolge beschreibt die einfache Kadenz in C-Dur? (C-Dur F-Dur G-Dur C-Dur) (!C-Dur d-Moll e-Moll F-Dur) (!G-Dur F-Dur C-Dur a-Moll) (!a-Moll F-Dur G-Dur e-Moll)
Welche Funktion hat die Tonika in einer Kadenz? (Sie wirkt als harmonisches Zuhause) (!Sie erzeugt immer die größte Spannung) (!Sie steht grundsätzlich auf der zweiten Stufe) (!Sie ersetzt immer die Dominante)
Welche Funktion hat die Dominante in der einfachen Kadenz? (Sie baut Spannung vor der Rückkehr zur Tonika auf) (!Sie beendet die Kadenz ohne Rückkehr) (!Sie steht auf der vierten Stufe) (!Sie ist immer ein Mollakkord)
Welche Stufen gehören zur einfachen Dur-Kadenz? (I IV V I) (!I II III IV) (!VI V IV III) (!II V VI I)
Welche Akkordtöne gehören zum C-Dur-Dreiklang? (C E G) (!C F A) (!G H D) (!A C E)
Was beschreibt ein Halbschluss? (Ein Ende auf der Dominante) (!Ein Ende auf der Tonika) (!Eine Folge ohne Spannung) (!Einen Akkord ohne Grundton)
Was geschieht beim Trugschluss häufig nach der Dominante? (Die erwartete Tonika wird durch die sechste Stufe ersetzt) (!Die Subdominante wird zur ersten Stufe) (!Die Tonleiter wird rückwärts gespielt) (!Die Kadenz endet immer auf der vierten Stufe)
Welche Akkordfolge beschreibt einen Plagalschluss in C-Dur? (F-Dur C-Dur) (!G-Dur C-Dur) (!C-Dur G-Dur) (!d-Moll G-Dur)
Warum ist der Leitton in der Dominante wichtig? (Er zieht stark zur Tonika) (!Er verhindert jede Schlusswirkung) (!Er macht aus jedem Akkord einen Mollakkord) (!Er ersetzt den Grundton der Tonleiter)
Welche Kadenz ist in der Jazz-Harmonik besonders typisch? (II V I) (!I III V) (!IV I VI) (!V IV II)
Memory
| Tonika | harmonisches Zuhause |
| Subdominante | öffnende Vorbereitung |
| Dominante | Spannung vor der Rückkehr |
| Leitton | Zug zur Tonika |
| Halbschluss | offenes Ende |
| Plagalschluss | ruhige Rückkehr |
| Trugschluss | umgelenkte Erwartung |
| Vollkadenz | T S D T |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Tonika | Ruhepunkt der Tonart |
| Subdominante | vierte Stufe mit öffnender Wirkung |
| Dominante | fünfte Stufe mit starker Spannung |
| Leitton | siebte Stufe mit Zug nach oben |
| Trugschluss | unerwartete Fortsetzung nach der Dominante |
Kreuzworträtsel
| Tonika | Wie heißt die Hauptfunktion, die als harmonisches Zuhause empfunden wird? |
| Dominante | Wie heißt die Funktion auf der fünften Stufe? |
| Subdominante | Wie heißt die Funktion auf der vierten Stufe? |
| Leitton | Wie heißt ein Ton mit starkem Zug zum Zielton? |
| Dreiklang | Wie heißt ein Akkord aus Grundton, Terz und Quinte? |
| Trugschluss | Wie heißt eine Schlusswendung, bei der die erwartete Tonika ausbleibt? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Kadenz hören: Höre Dir die Notenbeispiele zur einfachen Kadenz an und beschreibe in drei Sätzen, wo Du Ruhe, Bewegung und Spannung wahrnimmst.
- Basstöne spielen: Spiele oder singe nur die Basstöne C-F-G-C und erkläre, warum diese Reihenfolge bereits eine klare Richtung hat.
- Akkordkarten gestalten: Erstelle drei Karten zu Tonika, Subdominante und Dominante mit Akkordnamen, Stufe und Klangwirkung.
- Schlusswirkung vergleichen: Vergleiche den Klang von G-Dur-C-Dur und F-Dur-C-Dur und notiere, welcher Schluss für Dich stärker abgeschlossen wirkt.
Standard
- Kadenz übertragen: Übertrage die Kadenz T-S-D-T von C-Dur nach G-Dur und F-Dur und schreibe die passenden Akkorde auf.
- Liedanalyse: Wähle ein einfaches Lied und markiere Stellen, an denen eine Dominante zur Tonika führt.
- Melodie erfinden: Erfinde eine viertaktige Melodie über C-F-G-C und achte darauf, dass der letzte Ton zur Tonika passt.
- Trugschluss gestalten: Schreibe eine kurze Akkordfolge, bei der nach der Dominante nicht die Tonika, sondern a-Moll folgt, und beschreibe die Wirkung.
Schwer
- Stimmführung verbessern: Setze die Kadenz C-F-G-C vierstimmig und versuche, gemeinsame Töne liegen zu lassen sowie Sprünge zu vermeiden.
- Kadenzvergleich: Vergleiche eine einfache Dur-Kadenz mit einer II-V-I-Kadenz und erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
- Mollkadenz komponieren: Schreibe eine viertaktige Kadenz in a-Moll mit einer Dur-Dominante und begründe die Rolle des Leittons.
- Miniarrangement erstellen: Gestalte eine achtaktige Begleitung für Stimme oder Instrument, in der Ganzschluss, Halbschluss und Trugschluss hörbar unterschieden werden.


Lernkontrolle
- Analyse einer Kadenz: Erkläre an einer vorgegebenen Akkordfolge, welche Akkorde als Tonika, Subdominante und Dominante wirken und woran Du das erkennst.
- Transfer in eine neue Tonart: Übertrage die Kadenz I-IV-V-I in eine Tonart Deiner Wahl und begründe jeden Akkord über seine Stufe.
- Hörurteil begründen: Höre zwei Schlusswendungen und begründe, welche stärker abgeschlossen wirkt und welche weiterführend klingt.
- Gestaltungsentscheidung: Entscheide, ob ein Halbschluss, Ganzschluss oder Trugschluss besser zu einem offenen Liedende passt, und begründe Deine Wahl.
- Vergleich von Stilbereichen: Vergleiche eine einfache Kadenz aus der Schulharmonielehre mit einer Pop-Akkordfolge und erkläre, welche Funktionen ähnlich wirken.
- Fehlerdiagnose: Untersuche eine falsch notierte Kadenz, finde die unstimmige Funktion und schlage eine passende Korrektur vor.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu einfachen Kadenzen ist wichtig, dass Du nicht nur Akkordnamen kennst, sondern harmonische Zusammenhänge erklären und praktisch anwenden kannst.
- Begriffe: Du erklärst Tonika, Subdominante, Dominante, Leitton, Dreiklang, Ganzschluss, Halbschluss, Plagalschluss und Trugschluss.
- Notation: Du notierst einfache Kadenzen mit Akkordnamen, Stufen und Funktionssymbolen.
- Hören: Du erkennst mindestens zwei verschiedene Schlusswirkungen anhand kurzer Hörbeispiele.
- Praxis: Du spielst, singst oder produzierst eine einfache Kadenz in mindestens zwei Tonarten.
- Analyse: Du untersuchst eine kurze Liedstelle und beschreibst die Rolle der Akkorde.
- Gestaltung: Du erfindest eine kleine Melodie oder Begleitung, in der eine Schlusswirkung bewusst eingesetzt wird.
- Reflexion: Du begründest, wie die Harmonie die musikalische Wirkung beeinflusst.
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