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Einen Schreibplan erstellen – Schreiben und Überarbeiten

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Einen Schreibplan erstellen – Schreiben und Überarbeiten



Einleitung

Einen Schreibplan erstellen bedeutet, einen Text nicht einfach sofort herunterzuschreiben, sondern ihn bewusst vorzubereiten. Du klärst zuerst, was Du sagen willst, für wen Du schreibst, welche Informationen wichtig sind und in welcher Reihenfolge Deine Gedanken stehen sollen. Danach formulierst Du einen ersten Entwurf und überarbeitest ihn Schritt für Schritt. So entsteht aus einzelnen Ideen ein verständlicher, gut gegliederter und wirkungsvoller Text.

Der Schreibprozess wird in der Schreibdidaktik häufig als ein Zusammenspiel aus Planen, Schreiben und Überarbeiten verstanden. Diese Phasen laufen nicht immer streng nacheinander ab. Manchmal planst Du während des Schreibens neu, ergänzt Gedanken, streichst Sätze oder ordnest Absätze um. Ein guter Schreibplan ist deshalb kein starres Regelwerk, sondern ein hilfreiches Werkzeug, das Dir Orientierung gibt.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du einen Schreibplan entwickelst, wie Du daraus einen Text schreibst und wie Du Deinen Text mit passenden Strategien überarbeitest. Das hilft Dir beim Schreiben von Erzählungen, Berichten, Beschreibungen, Inhaltsangaben, Argumentationen, Erörterungen, Briefen, E-Mails, Referaten und vielen anderen Textsorten.


Warum ein Schreibplan wichtig ist

Ein Schreibplan hilft Dir, Ordnung in Deine Gedanken zu bringen. Ohne Plan kann es passieren, dass ein Text sprunghaft wirkt, wichtige Informationen fehlen oder Absätze nicht zusammenpassen. Mit einem Plan erkennst Du schon vor dem Schreiben, was in die Einleitung, was in den Hauptteil und was in den Schluss gehört.

Ein Schreibplan unterstützt Dich außerdem dabei, einen roten Faden zu entwickeln. Der rote Faden bedeutet, dass Leserinnen und Leser Deine Gedanken leicht verfolgen können. Sie verstehen, warum ein Abschnitt auf den nächsten folgt und welches Ziel Dein Text verfolgt.

Ein Schreibplan kann sehr unterschiedlich aussehen. Er kann eine Mindmap, eine Tabelle, eine Stichwortliste, eine Gliederung oder ein Ablaufplan sein. Entscheidend ist nicht die äußere Form, sondern dass der Plan Dir beim Schreiben hilft.


Vorteile eines Schreibplans

  1. Ideen sammeln: Du hältst wichtige Gedanken fest, bevor sie verloren gehen.
  2. Struktur entwickeln: Du ordnest Deine Ideen sinnvoll.
  3. Textaufbau planen: Du entscheidest, was in Einleitung, Hauptteil und Schluss steht.
  4. Adressaten beachten: Du überlegst, für wen Du schreibst.
  5. Schreibziel klären: Du bestimmst, was Dein Text erreichen soll.
  6. Überarbeitung vorbereiten: Du kannst später prüfen, ob Dein Text zum Plan passt.


Die Schreibaufgabe verstehen

Bevor Du einen Schreibplan erstellst, musst Du die Schreibaufgabe genau verstehen. Viele Fehler entstehen nicht beim Formulieren, sondern schon dadurch, dass die Aufgabe ungenau gelesen wird. Achte deshalb auf das Thema, die verlangte Textsorte, die Zielgruppe, den Umfang und die Operatoren.

Ein Operator ist ein Arbeitsauftrag wie beschreibe, erzähle, begründe, vergleiche, analysiere oder beurteile. Jeder Operator verlangt eine andere Schreibweise. Wenn Du zum Beispiel etwas beschreiben sollst, brauchst Du genaue Merkmale. Wenn Du etwas begründen sollst, brauchst Du Argumente und Beispiele.


Leitfragen zur Schreibaufgabe

  1. Was ist das Thema?: Worum soll es im Text gehen?
  2. Welche Textsorte ist verlangt?: Sollst Du erzählen, berichten, beschreiben, erklären oder argumentieren?
  3. Für wen schreibe ich?: Schreibe ich für Mitschülerinnen und Mitschüler, eine Lehrkraft, eine Zeitung, ein Publikum oder eine bestimmte Figur?
  4. Was soll mein Text erreichen?: Soll er informieren, unterhalten, überzeugen, erklären oder bewerten?
  5. Welche Materialien gibt es?: Muss ich Bilder, Diagramme, Texte, Notizen oder eigene Erfahrungen einbeziehen?
  6. Woran wird mein Text gemessen?: Geht es besonders um Inhalt, Aufbau, Sprache, Rechtschreibung oder Kreativität?


Ideen sammeln

Beim Ideen sammeln geht es darum, möglichst viele Gedanken zum Thema zu finden. In dieser Phase musst Du noch nicht perfekt formulieren. Wichtig ist, dass Du Material für Deinen Text gewinnst. Du kannst frei notieren, Fragen stellen, Begriffe clustern oder eine Mindmap anlegen.

Eine bewährte Methode ist das Brainstorming. Du schreibst alles auf, was Dir zum Thema einfällt. Danach prüfst Du, welche Ideen wichtig, passend und interessant sind. Eine andere Methode ist das Clustering. Dabei setzt Du ein Thema in die Mitte und verbindest verwandte Ideen miteinander. So erkennst Du Zusammenhänge.

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Methoden der Ideensammlung

  1. Brainstorming: Notiere in kurzer Zeit viele Ideen, ohne sie sofort zu bewerten.
  2. Mindmap: Ordne Ideen um ein Hauptthema herum und verbinde verwandte Gedanken.
  3. Cluster: Sammle Begriffe in Gruppen, die inhaltlich zusammengehören.
  4. W-Fragen: Frage nach Wer, Was, Wann, Wo, Wie, Warum und Wozu.
  5. Freewriting: Schreibe einige Minuten ohne Pause, um in den Schreibfluss zu kommen.
  6. Stichwortzettel: Notiere einzelne Wörter oder kurze Formulierungen, die später ausgearbeitet werden.


Ideen ordnen

Nach dem Sammeln kommt das Ordnen. Du prüfst, welche Ideen wirklich zum Thema passen. Nicht jede Idee muss in den Text. Ein guter Text entsteht auch dadurch, dass Du Unwichtiges weglässt.

Beim Ordnen helfen Dir drei Fragen: Was gehört zusammen? Was ist besonders wichtig? In welcher Reihenfolge versteht man den Inhalt am besten? Bei einer Erzählung kann die zeitliche Reihenfolge wichtig sein. Bei einer Beschreibung kann eine räumliche Ordnung sinnvoll sein. Bei einer Argumentation solltest Du Argumente und Beispiele logisch aufeinander beziehen.


Ordnungsmöglichkeiten für Texte

  1. Zeitliche Ordnung: Ereignisse werden in der Reihenfolge erzählt oder berichtet, in der sie passiert sind.
  2. Räumliche Ordnung: Du beschreibst zum Beispiel von links nach rechts, von außen nach innen oder von oben nach unten.
  3. Sachlogische Ordnung: Du erklärst zuerst Grundlagen und danach Einzelheiten.
  4. Argumentative Ordnung: Du stellst Behauptung, Begründung, Beispiel und Schlussfolgerung passend zusammen.
  5. Ordnung nach Wichtigkeit: Du beginnst mit weniger wichtigen Aspekten und steigerst Dich oder nennst das Wichtigste zuerst.


Den Schreibplan erstellen

Ein Schreibplan übersetzt Deine Ideen in eine übersichtliche Form. Er zeigt, was Du in welcher Reihenfolge schreiben willst. Ein Schreibplan sollte nicht zu lang sein, aber genug Informationen enthalten, damit Du beim Schreiben nicht den Überblick verlierst.

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Ein guter Schreibplan enthält meist das Thema, die Textsorte, das Schreibziel, die Zielgruppe, die wichtigsten Inhalte, die Reihenfolge der Abschnitte und Hinweise zur Sprache. Bei längeren Texten kannst Du zusätzlich Beispiele, Zitate, Belege oder Übergänge einplanen.


Grundform eines Schreibplans

Bereich Leitfrage Beispiel
Thema Worum geht es? Mein schönstes Ferienerlebnis
Textsorte Welche Form soll der Text haben? Erzählung
Adressaten Für wen schreibe ich? Mitschülerinnen und Mitschüler
Schreibziel Was soll der Text bewirken? spannend und anschaulich unterhalten
Einleitung Wie führe ich in das Thema ein? Ort, Zeit, Situation und Hauptfigur vorstellen
Hauptteil Was passiert oder wird erklärt? Ereignisse in sinnvoller Reihenfolge erzählen
Schluss Wie endet der Text? Ergebnis, Ausblick oder Pointe
Sprache Worauf achte ich beim Formulieren? passende Verben, abwechslungsreiche Satzanfänge, klare Absätze


Schreibplan für verschiedene Textsorten

Ein Schreibplan muss zur Textsorte passen. Eine Erzählung braucht andere Bausteine als ein Bericht oder eine Erörterung. Wenn Du die Textsorte kennst, kannst Du gezielter planen.

Textsorte Wichtige Planungspunkte Besonderer Fokus
Erzählung Ausgangssituation, Figuren, Ort, Zeit, Höhepunkt, Schluss Spannung und Anschaulichkeit
Bericht Wer, Was, Wann, Wo, Wie, Warum, Folgen Sachlichkeit und Reihenfolge
Beschreibung Gegenstand, Person, Ort oder Vorgang, Merkmale, Reihenfolge Genauigkeit und Übersicht
Inhaltsangabe Titel, Autorin oder Autor, Textsorte, Thema, wichtigste Handlung Kürze und Sachlichkeit
Argumentation Standpunkt, Argumente, Belege, Beispiele, Gegenargumente Überzeugungskraft und Logik
Erörterung Fragestellung, Pro-Argumente, Contra-Argumente, Abwägung, Urteil differenziertes Denken


Vom Schreibplan zum Entwurf

Wenn Dein Schreibplan steht, beginnst Du mit dem Entwurf. Ein Entwurf ist eine erste Fassung Deines Textes. Er muss noch nicht perfekt sein. Wichtig ist, dass Du Deine Gedanken in zusammenhängende Sätze bringst.

Beim Schreiben solltest Du Deinen Plan nutzen, aber nicht daran kleben. Wenn Dir beim Schreiben eine bessere Idee kommt, darfst Du den Plan anpassen. Schreiben ist ein beweglicher Prozess. Du entwickelst Gedanken weiter, findest genauere Wörter und entdeckst manchmal erst beim Formulieren, was Du wirklich sagen willst.


Einleitung, Hauptteil und Schluss schreiben

Die Einleitung führt in das Thema ein. Sie macht klar, worum es geht, und weckt Interesse. Bei sachlichen Texten kann sie das Thema und die Fragestellung nennen. Bei erzählenden Texten kann sie in eine Situation hineinführen.

Der Hauptteil enthält die wichtigsten Inhalte. Hier entfaltest Du Deine Gedanken. Achte darauf, dass jeder Absatz einen klaren Schwerpunkt hat. Ein Absatz sollte nicht nur aus einem einzigen zufälligen Satz bestehen, sondern einen Gedanken entfalten.

Der Schluss rundet den Text ab. Er kann ein Ergebnis zusammenfassen, eine Pointe setzen, eine Bewertung enthalten oder einen Ausblick geben. Der Schluss sollte zum Schreibziel passen und nicht plötzlich ein völlig neues Thema beginnen.


Übergänge und roter Faden

Damit ein Text verständlich wird, brauchst Du Kohärenz. Kohärenz bedeutet, dass die Teile eines Textes inhaltlich zusammenpassen. Übergänge helfen Dir, Abschnitte miteinander zu verbinden. Wörter wie zunächst, danach, außerdem, deshalb, im Gegensatz dazu oder abschließend zeigen, wie Gedanken zusammenhängen.

Der rote Faden entsteht, wenn Thema, Schreibziel, Reihenfolge, Absätze und sprachliche Verknüpfungen zusammenwirken. Lies Deinen Text deshalb nicht nur Satz für Satz, sondern frage Dich: Versteht man den Gedankengang als Ganzes?


Texte überarbeiten

Überarbeitung bedeutet mehr als Rechtschreibung zu korrigieren. Beim Überarbeiten prüfst Du Inhalt, Aufbau, Sprache und Form. Ein Text wird selten beim ersten Versuch gut. Gute Schreibende überarbeiten ihre Texte mehrfach und achten dabei jeweils auf unterschiedliche Aspekte.

Eine sinnvolle Reihenfolge lautet: zuerst Inhalt und Aufbau, dann Sprache und Stil, am Ende Rechtschreibung, Zeichensetzung und äußere Form. Wenn Du zuerst jedes Komma korrigierst und später ganze Absätze streichst, arbeitest Du doppelt. Beginne deshalb mit den großen Fragen.


Vier Ebenen der Überarbeitung

  1. Inhalt: Sind alle wichtigen Informationen enthalten und stimmen sie?
  2. Aufbau: Ist die Reihenfolge sinnvoll und gibt es klare Absätze?
  3. Sprache: Sind die Sätze verständlich, abwechslungsreich und zur Textsorte passend?
  4. Korrektur: Sind Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik und Form sorgfältig geprüft?


Überarbeitung mit Checkliste

Eine Checkliste hilft Dir, Deinen Text gezielt zu prüfen. Sie verhindert, dass Du nur nach Fehlern suchst, die Dir zufällig auffallen. Arbeite am besten in mehreren Durchgängen.

Überarbeitungsschritt Prüffrage Handlung
Inhalt prüfen Passt alles zur Aufgabe? Fehlendes ergänzen, Unpassendes streichen
Aufbau prüfen Ist die Reihenfolge verständlich? Absätze ordnen, Übergänge ergänzen
Einleitung prüfen Führt sie gut ins Thema? Thema, Situation oder Fragestellung klarer machen
Hauptteil prüfen Sind die wichtigsten Gedanken ausgeführt? Beispiele, Begründungen oder Details ergänzen
Schluss prüfen Rundet er den Text ab? Ergebnis, Ausblick oder Pointe verbessern
Sprache prüfen Ist der Text verständlich und lebendig? Wiederholungen ersetzen, Satzanfänge variieren
Fehler prüfen Stimmen Rechtschreibung und Zeichensetzung? Wörterbuch, Regelwissen oder Partnerkorrektur nutzen


Feedback nutzen

Feedback ist eine Rückmeldung zu Deinem Text. Es hilft Dir, den Text aus der Sicht anderer zu sehen. Wer einen Text selbst geschrieben hat, erkennt nicht immer, wo Leserinnen und Leser stolpern. Deshalb ist Peer-Feedback im Unterricht besonders hilfreich.

Gutes Feedback ist konkret, freundlich und nützlich. Es sagt nicht nur: Der Text ist gut oder Der Text ist schlecht. Besser ist: Die Einleitung macht neugierig, aber im zweiten Absatz fehlt ein Beispiel. So weiß die schreibende Person, was gelungen ist und was sie verbessern kann.


Feedback-Regeln

  1. Beginne wertschätzend: Nenne zuerst etwas, das gelungen ist.
  2. Sei konkret: Beziehe Dich auf bestimmte Stellen im Text.
  3. Begründe Deine Rückmeldung: Erkläre, warum etwas verständlich oder unklar wirkt.
  4. Gib Vorschläge: Formuliere eine mögliche Verbesserung.
  5. Respektiere die Autorin oder den Autor: Der Text gehört der schreibenden Person.


Schreibprobleme lösen

Manchmal fällt das Schreiben schwer, obwohl ein Plan vorhanden ist. Das ist normal. Eine Schreibblockade kann entstehen, wenn Du zu früh perfekt sein willst, wenn das Thema unklar ist oder wenn Du Angst vor Fehlern hast. Dagegen helfen kleine Schritte.

Beginne nicht mit dem perfekten ersten Satz. Schreibe zunächst eine einfache Arbeitsfassung. Du kannst die Einleitung später verbessern. Hilfreich ist auch, mit dem Abschnitt zu beginnen, der Dir am leichtesten fällt. Ein Schreibplan erlaubt Dir, einzelne Teile vorzuziehen und später zusammenzusetzen.


Strategien gegen Schreibprobleme

  1. Freewriting: Schreibe fünf Minuten ohne Pause und ohne Bewertung.
  2. Schreibgespräch: Erkläre einer anderen Person mündlich, was Du schreiben willst.
  3. Zwischenüberschriften nutzen: Schreibe zuerst Überschriften und fülle sie danach.
  4. Beispielsätze bilden: Formuliere einen Satz pro Abschnitt als Startpunkt.
  5. Zeit begrenzen: Setze Dir kurze Schreibzeiten, zum Beispiel zehn Minuten für einen Abschnitt.
  6. Perfektionismus verschieben: Erst entwerfen, später verbessern.


Digitale Werkzeuge sinnvoll nutzen

Digitale Werkzeuge können den Schreibprozess unterstützen. Du kannst eine digitale Mindmap erstellen, Abschnitte verschieben, Kommentare einfügen oder Versionen vergleichen. Auch Rechtschreibprüfungen können hilfreich sein. Trotzdem ersetzen digitale Werkzeuge nicht Dein Denken. Du entscheidest, ob ein Vorschlag zum Textziel, zur Textsorte und zu Deiner Aussage passt.

Beim Einsatz von KI oder anderen digitalen Hilfen ist wichtig, dass Du transparent und verantwortungsvoll arbeitest. Ein Schreibplan bleibt Deine eigene Denkleistung. Du kannst Dir Fragen stellen lassen, Formulierungen vergleichen oder Feedback einholen, aber Du solltest den Text verstehen, prüfen und selbst verantworten.


Beispiel: Vom Thema zum Schreibplan

Angenommen, die Aufgabe lautet: Schreibe einen Bericht über den Wandertag Deiner Klasse. Zuerst klärst Du die Textsorte. Ein Bericht ist sachlich, knapp und geordnet. Dann sammelst Du Informationen mit den W-Fragen. Anschließend ordnest Du die Informationen zeitlich.

Planungsschritt Beispiel zum Wandertag
Thema Wandertag der Klasse
Textsorte Bericht
Adressaten Leserinnen und Leser der Schulhomepage
Schreibziel sachlich informieren
Wichtige Informationen Klasse, Ziel, Datum, Begleitung, Ablauf, besondere Ereignisse
Einleitung Anlass, Datum und Ziel nennen
Hauptteil Ablauf in zeitlicher Reihenfolge darstellen
Schluss Ergebnis oder kurze Zusammenfassung
Sprache sachlich, Präteritum, keine Übertreibungen

Aus diesem Plan kann nun ein Entwurf entstehen. Danach prüfst Du, ob der Bericht alle wichtigen W-Fragen beantwortet, ob die Reihenfolge stimmt und ob die Sprache sachlich bleibt.

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Merksätze

  1. Ein Schreibplan ist ein Werkzeug, das Deine Gedanken vor dem Schreiben ordnet.
  2. Das Schreibziel entscheidet, welche Inhalte und welche Sprache passend sind.
  3. Die Textsorte bestimmt den Aufbau und die wichtigsten Merkmale.
  4. Ein Entwurf darf unvollkommen sein, weil er später überarbeitet wird.
  5. Überarbeiten bedeutet, Inhalt, Aufbau, Sprache und Fehler gezielt zu prüfen.
  6. Feedback hilft Dir, Deinen Text aus der Sicht anderer zu verbessern.
  7. Der rote Faden entsteht durch klare Reihenfolge, passende Übergänge und ein erkennbares Ziel.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist die wichtigste Aufgabe eines Schreibplans? (Er ordnet Ideen vor dem Schreiben) (!Er ersetzt das Schreiben vollständig) (!Er verhindert jede Überarbeitung) (!Er besteht immer aus ganzen Sätzen)




Welche drei Grundphasen gehören häufig zum Schreibprozess? (Planen Schreiben Überarbeiten) (!Lesen Rechnen Zeichnen) (!Abschreiben Auswendiglernen Vortragen) (!Suchen Kopieren Drucken)




Was bedeutet der rote Faden in einem Text? (Die Gedanken hängen verständlich zusammen) (!Der Text enthält viele rote Markierungen) (!Jeder Satz beginnt mit demselben Wort) (!Der Text darf keine Absätze haben)




Welche Frage gehört besonders zur Adressatenorientierung? (Für wen schreibe ich) (!Wie viele Stifte habe ich) (!Welche Farbe hat mein Heft) (!Wie laut lese ich vor)




Was ist ein Entwurf? (Eine erste Fassung des Textes) (!Eine endgültige Bewertung) (!Ein fertiges Inhaltsverzeichnis) (!Eine Liste mit Rechtschreibregeln)




Was sollte man beim Überarbeiten zuerst prüfen? (Inhalt und Aufbau) (!Nur die Schriftfarbe) (!Nur die Seitenzahl) (!Nur die Länge der Überschrift)




Welche Methode eignet sich gut zum Sammeln von Ideen? (Mindmap) (!Diktatnote) (!Lineal) (!Pausenklingel)




Was ist gutes Feedback? (Konkret freundlich und hilfreich) (!Kurz abwertend und ungenau) (!Nur ein einzelnes Lobwort) (!Nur eine Note ohne Erklärung)




Welche Information ist für einen Bericht besonders wichtig? (Wer was wann wo wie warum) (!Reime und Fantasiefiguren) (!Dialoge in jeder Zeile) (!Eine erfundene Pointe)




Warum sollte man einen Text mehrfach überarbeiten? (Weil verschiedene Prüfschwerpunkte leichter nacheinander gelingen) (!Weil der erste Entwurf immer verboten ist) (!Weil man keine Planung braucht) (!Weil jeder Satz gleich lang sein muss)





Memory

Schreibziel Zweck des Textes
Adressat Personengruppe für den Text
Einleitung Einstieg ins Thema
Hauptteil Ausführung der wichtigsten Gedanken
Schluss Abrundung des Textes
Entwurf Erste Textfassung
Feedback Rückmeldung zum Text
Checkliste Hilfe zur gezielten Überarbeitung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ideen sammeln Vorbereitung
Gliederung erstellen Planung
Entwurf formulieren Schreiben
Absätze ordnen Aufbau
Wiederholungen ersetzen Sprache
Rechtschreibung prüfen Korrektur






Kreuzworträtsel

Zielgruppe Für wen wird ein Text geschrieben?
Gliederung Wie nennt man die geordnete Struktur eines Textes?
Entwurf Wie heißt die erste Fassung eines Textes?
Feedback Wie nennt man eine hilfreiche Rückmeldung?
Kohärenz Wie heißt der inhaltliche Zusammenhang eines Textes?
Einleitung Welcher Teil führt in das Thema ein?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Schreibplan hilft dir, vor dem Schreiben das

zu klären.
Die

bestimmt, welcher Aufbau zu Deinem Text passt.
Beim Sammeln von Ideen kannst Du eine

verwenden.
Der Hauptteil enthält die wichtigsten

des Textes.
Ein guter Text besitzt einen erkennbaren

.
Beim Überarbeiten prüfst Du zuerst Inhalt und

.
Danach verbesserst Du Sprache, Stil und

.
Am Ende kontrollierst Du Rechtschreibung und

.
Hilfreiches Feedback ist konkret, freundlich und

.
Ein Entwurf darf Fehler enthalten, weil er später

wird.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Schreibplan-Vorlage: Erstelle eine einfache Vorlage für einen Schreibplan mit den Feldern Thema, Textsorte, Zielgruppe, Einleitung, Hauptteil, Schluss und Sprache.
  2. Mindmap: Sammle zu einem Thema Deiner Wahl mindestens zwölf Ideen in einer Mindmap und markiere die drei wichtigsten Gedanken.
  3. W-Fragen: Plane einen kurzen Bericht über ein Ereignis in Deiner Schule, indem Du die W-Fragen beantwortest.
  4. Textanfang: Schreibe drei verschiedene Einleitungen zu demselben Thema und entscheide, welche am besten neugierig macht.


Standard

  1. Gliederung: Verwandle eine ungeordnete Ideensammlung in eine Gliederung mit Einleitung, Hauptteil und Schluss.
  2. Entwurf: Schreibe auf Grundlage Deines Schreibplans einen ersten Entwurf und markiere anschließend die Stellen, die Du noch verbessern möchtest.
  3. Peer-Feedback: Tausche Deinen Entwurf mit einer anderen Person und gib Feedback nach den Regeln wertschätzend, konkret, begründet und hilfreich.
  4. Überarbeitung: Überarbeite einen eigenen Text in drei Durchgängen: zuerst Inhalt, dann Aufbau, dann Sprache und Korrektur.


Schwer

  1. Schreibstrategie: Vergleiche zwei verschiedene Schreibstrategien, zum Beispiel Mindmap und Gliederung, und bewerte, welche Dir bei welcher Textsorte besser hilft.
  2. Argumentation: Entwickle einen Schreibplan für eine Argumentation zu einer aktuellen Streitfrage und ordne Deine Argumente nach Überzeugungskraft.
  3. Textdiagnose: Analysiere einen fehlerhaften Text und erkläre, welche Probleme im Schreibplan, im Aufbau und in der Überarbeitung erkennbar sind.
  4. Schreibportfolio: Erstelle ein Portfolio mit Schreibplan, Entwurf, Feedback, überarbeiteter Fassung und kurzer Reflexion über Deinen Lernfortschritt.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Du bekommst eine ungeordnete Liste mit Ideen zu einem Thema. Entwickle daraus einen Schreibplan und begründe Deine Reihenfolge.
  2. Textvergleich: Vergleiche zwei Fassungen eines Textes und erkläre, welche Überarbeitungen den roten Faden verbessert haben.
  3. Feedbackanalyse: Beurteile drei Feedback-Kommentare und entscheide, welcher Kommentar am hilfreichsten ist. Begründe Deine Entscheidung.
  4. Schreibentscheidung: Wähle für eine vorgegebene Schreibaufgabe eine passende Planungsmethode und erkläre, warum diese Methode geeignet ist.
  5. Überarbeitungsstrategie: Entwickle für einen schwachen Entwurf einen konkreten Überarbeitungsplan mit mindestens drei sinnvollen Schritten.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema zeigst Du nicht nur, dass Du Begriffe kennst. Du weist nach, dass Du einen Schreibprozess bewusst gestalten kannst.

  1. Aufgabenverständnis: Du erkennst Thema, Textsorte, Schreibziel und Zielgruppe einer Schreibaufgabe.
  2. Planungskompetenz: Du erstellst einen übersichtlichen Schreibplan mit sinnvoller Reihenfolge.
  3. Textproduktion: Du formulierst aus dem Plan einen zusammenhängenden Entwurf.
  4. Überarbeitungskompetenz: Du verbesserst Inhalt, Aufbau, Sprache und Korrektheit gezielt.
  5. Feedbackkompetenz: Du gibst und nutzt Rückmeldungen wertschätzend und konkret.
  6. Reflexion: Du erklärst, welche Schreibstrategie Dir geholfen hat und was Du beim nächsten Text anders machen würdest.




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