Einen Kommentar schreiben - Aufsatz im Deutschunterricht - aiMOOC


Einen Kommentar schreiben - Aufsatz im Deutschunterricht - aiMOOC
Einleitung
Ein Kommentar ist eine meinungsbetonte Textsorte, in der Du zu einem aktuellen oder strittigen Thema eine klare Position entwickelst, begründest und für Deine Leserinnen und Leser nachvollziehbar machst. Im Deutschunterricht gehört das Schreiben eines Kommentars zu den wichtigen Formen des Aufsatzes, weil Du dabei Lesen, Denken, Argumentieren und Schreiben verbindest. Ein guter Kommentar zeigt nicht nur, was Du meinst, sondern auch, warum Deine Meinung überzeugend ist.
Dieser aiMOOC hilft Dir dabei, einen perfekten Aufsatz im Deutschunterricht vorzubereiten, zu schreiben und zu überarbeiten. Du lernst, wie Du ein Thema erschließt, eine tragfähige These formulierst, passende Argumente entwickelst, Beispiele einsetzt, Gegenpositionen berücksichtigst und Deinen Text sprachlich klar gestaltest. Das Ziel ist nicht, auswendig gelernte Sätze aneinanderzureihen, sondern einen eigenständigen, gut strukturierten und überzeugenden Kommentar zu schreiben.

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Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was einen Kommentar von einer Nachricht, einer Stellungnahme und einer Erörterung unterscheidet. Du kannst einen Kommentar mit Einleitung, Hauptteil und Schluss planen, eine klare Meinung formulieren und diese mit nachvollziehbaren Argumenten, Belegen und Beispielen stützen. Außerdem lernst Du, wie Du Deinen eigenen Aufsatz überarbeitest und typische Fehler in Klassenarbeiten vermeidest.
Was ist ein Kommentar?
Ein Kommentar ist ein meinungsbetonter Text. Er nimmt zu einem Thema Stellung, bewertet eine Situation und versucht, die Lesenden durch gute Gründe zu überzeugen. Anders als eine reine Nachricht beschränkt sich der Kommentar nicht auf die sachliche Darstellung von Informationen. Er enthält eine persönliche, aber begründete Meinung. Diese Meinung darf deutlich sein, muss aber nachvollziehbar, fair und argumentativ gestützt werden.
Im Journalismus bezieht sich ein Kommentar häufig auf ein aktuelles Ereignis. Im Deutschunterricht kann der Kommentar auch zu schulischen, gesellschaftlichen, kulturellen oder medialen Themen geschrieben werden. Wichtig ist immer: Ein Kommentar braucht einen klaren Anlass, eine erkennbare Position, eine schlüssige Argumentation und einen Schluss, der die Aussage zuspitzt oder einen Ausblick gibt.
Kommentar im Deutschunterricht
Im Unterricht wird der Kommentar oft als Form des argumentierenden Schreibens geübt. Du sollst zeigen, dass Du ein Thema verstanden hast, Informationen ordnen kannst und eine eigene Haltung entwickelst. Dabei zählt nicht nur, ob Deine Meinung interessant ist. Entscheidend ist, ob Du sie sprachlich klar, logisch und überzeugend begründen kannst.
Ein guter Schulkommentar beantwortet meist eine Leitfrage, zum Beispiel: Sollten Smartphones im Unterricht stärker genutzt werden? oder Brauchen Jugendliche mehr Mitspracherecht in der Schule? Aus dieser Frage entwickelst Du eine Position. Danach baust Du Deine Argumentation so auf, dass die Lesenden Deinem Gedankengang folgen können.
Kommentar, Stellungnahme und Erörterung unterscheiden
Die drei Aufsatzarten Kommentar, Stellungnahme und Erörterung sind miteinander verwandt, aber nicht identisch. Eine Stellungnahme ist meist kürzer und konzentriert sich darauf, eine Meinung zu einer Frage oder einem Text zu begründen. Eine Erörterung wägt ein Thema besonders systematisch ab und kann Pro- und Contra-Argumente ausführlich gegenüberstellen. Der Kommentar ist pointierter: Er bezieht klar Stellung, verbindet Argumentation mit Bewertung und darf sprachlich zugespitzter sein, solange er sachlich bleibt.
| Textsorte | Ziel | Typische Merkmale |
|---|---|---|
| Kommentar | Eine begründete Meinung überzeugend darstellen | klare Position, argumentativer Aufbau, wertende Sprache, oft aktueller Anlass |
| Stellungnahme | Auf eine Frage, Aussage oder Situation begründet reagieren | kurze Position, Begründung, Beispiele, meist direkter Bezug auf eine Vorlage |
| Erörterung | Ein Problem umfassend untersuchen und abwägen | mehrere Argumente, Pro-Contra-Struktur, Sachurteil, Schlussfolgerung |
| Nachricht | Sachlich informieren | W-Fragen, Fakten, keine persönliche Bewertung |
Der Aufbau eines überzeugenden Kommentars
Ein Kommentar folgt keinem starren Bauplan, aber ein klarer Aufbau hilft Dir beim Schreiben. Besonders im Deutschunterricht ist die klassische Dreiteilung hilfreich: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diese Struktur sorgt dafür, dass Dein Text verständlich bleibt und Deine Gedanken nicht sprunghaft wirken.

Einleitung
Die Einleitung führt in das Thema ein. Sie nennt den Anlass, macht neugierig und zeigt, worum es geht. Du kannst mit einer aktuellen Beobachtung, einer Frage, einem kurzen Beispiel, einer überraschenden Tatsache oder einer zugespitzten Aussage beginnen. Am Ende der Einleitung sollte deutlich werden, welche Frage oder welches Problem Dein Kommentar behandelt.
Eine gute Einleitung ist knapp, aber wirkungsvoll. Sie darf nicht zu allgemein bleiben. Statt Schon immer gab es viele Meinungen ist ein konkreter Einstieg besser: Wenn Schülerinnen und Schüler ihre Hausaufgaben von einer KI schreiben lassen, stellt sich die Frage, ob Lernen dadurch leichter oder oberflächlicher wird.
Hauptteil
Der Hauptteil ist das Zentrum Deines Kommentars. Hier entwickelst Du Deine Argumentation. Du formulierst Deine Position, begründest sie und stützt sie mit Beispielen, Belegen oder Erfahrungen. Ein gutes Argument besteht nicht nur aus einer Behauptung. Es erklärt einen Zusammenhang und zeigt, warum ein Gedanke überzeugend ist.
Ein sinnvoller Aufbau im Hauptteil kann so aussehen:
- These: Du formulierst Deine zentrale Meinung.
- Argument: Du erklärst, warum diese Meinung sinnvoll ist.
- Beleg: Du stützt das Argument durch eine Tatsache, eine Textstelle, eine Beobachtung oder ein nachvollziehbares Beispiel.
- Beispiel: Du machst Deinen Gedanken anschaulich.
- Gegenargument: Du zeigst, dass Du andere Sichtweisen kennst.
- Entkräftung: Du erklärst, warum Deine Position dennoch stärker ist.
Schluss
Der Schluss bündelt die Aussage Deines Kommentars. Er wiederholt nicht einfach alle Argumente, sondern führt zu einer klaren Schlussfolgerung. Du kannst eine Forderung formulieren, einen Ausblick geben oder die Bedeutung des Themas betonen. Der Schluss sollte zur Einleitung passen und Deinen Kommentar abrunden.
Ein guter Schluss wirkt entschieden, aber nicht übertrieben. Statt Alle müssen sofort meiner Meinung sein ist besser: Deshalb sollte die Schule klare Regeln für den Einsatz von KI entwickeln, damit technische Hilfe das Lernen unterstützt, aber eigenes Denken nicht ersetzt.
Die Bausteine der Argumentation
These
Eine These ist eine klare Behauptung oder Position. Sie beantwortet die zentrale Frage Deines Kommentars. Eine gute These ist eindeutig, diskutierbar und nicht zu allgemein. Die Aussage Smartphones sind schlecht ist zu ungenau. Besser ist: Smartphones sollten im Unterricht nur dann erlaubt sein, wenn sie für konkrete Lernaufgaben genutzt werden.
Argument
Ein Argument begründet Deine These. Es erklärt, warum Deine Meinung sinnvoll ist. Ein Argument sollte logisch aufgebaut sein und einen nachvollziehbaren Zusammenhang herstellen. Wenn Du behauptest, dass Smartphones im Unterricht helfen können, musst Du zeigen, wie genau sie das Lernen unterstützen: etwa durch Recherche, digitale Wörterbücher, Lernapps oder kollaboratives Arbeiten.
Beleg und Beispiel
Ein Beleg stützt Dein Argument. Das kann eine Textstelle, eine Statistik, eine Regel, eine Beobachtung oder eine nachvollziehbare Erfahrung sein. Ein Beispiel macht Dein Argument anschaulich. Besonders im Schulaufsatz sind Beispiele wichtig, weil sie zeigen, dass Du Deine Gedanken konkretisieren kannst.
Ein schwacher Satz lautet: Das ist einfach besser. Ein stärkerer Satz lautet: Wenn Lernende ein digitales Wörterbuch verwenden, können sie unbekannte Begriffe sofort klären und den Text dadurch genauer verstehen.
Gegenargument und Entkräftung
Ein überzeugender Kommentar kennt auch andere Sichtweisen. Ein Gegenargument zeigt, dass es Einwände gegen Deine Position gibt. Eine Entkräftung erklärt, warum Deine eigene Sichtweise trotzdem überzeugender ist. Dadurch wirkt Dein Kommentar reflektiert und fair.
Beispiel: Zwar befürchten viele, dass Smartphones im Unterricht ablenken. Dieses Problem spricht aber nicht grundsätzlich gegen digitale Geräte, sondern für klare Nutzungsregeln und kontrollierte Lernphasen.
Sprache und Stil
Ein Kommentar darf lebendiger und zugespitzter sein als eine reine Sachanalyse. Trotzdem muss er sachlich bleiben. Beleidigungen, Übertreibungen ohne Begründung und pauschale Urteile schwächen Deine Argumentation. Gute Sprache im Kommentar ist klar, präzise, adressatenorientiert und überzeugend.
Sachlich, deutlich und überzeugend schreiben
Achte darauf, dass Deine Sätze nicht unnötig kompliziert werden. Lange Schachtelsätze führen oft dazu, dass die Argumentation unklar wirkt. Wechsle zwischen kürzeren und längeren Sätzen. Verwende Fachbegriffe wie These, Argument, Beleg, Beispiel und Fazit korrekt. Nutze verbindende Wörter, damit Deine Gedanken logisch aufeinander folgen.
| Funktion | Formulierungshilfe |
|---|---|
| Meinung einleiten | Meiner Ansicht nach ... / Aus meiner Sicht ... |
| Argument ergänzen | Ein weiterer Grund ist ... / Hinzu kommt ... |
| Beispiel einführen | Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass ... |
| Gegenposition aufgreifen | Zwar könnte man einwenden, dass ... |
| Entkräftung formulieren | Dennoch überzeugt dieses Argument nur teilweise, weil ... |
| Schlussfolgerung ziehen | Daraus folgt ... / Deshalb sollte ... |
Wertende Sprache bewusst einsetzen
Da ein Kommentar eine Meinung ausdrückt, sind Bewertungen erlaubt. Sie sollten aber begründet sein. Wörter wie problematisch, notwendig, sinnvoll, riskant, überzeugend oder fragwürdig können Deine Haltung zeigen. Entscheidend ist, dass Du nach einer Bewertung erklärst, warum Du so urteilst.
Ungeeignet ist: Das ist total dumm. Geeignet ist: Diese Regelung ist problematisch, weil sie alle Lernenden gleich behandelt, obwohl ihre Voraussetzungen sehr unterschiedlich sind.
Der Schreibprozess
Schritt 1: Thema verstehen
Lies die Aufgabenstellung genau. Markiere Schlüsselwörter wie beurteile, kommentiere, nimm Stellung oder begründe Deine Meinung. Überlege, ob Du auf einen Text, ein Zitat, ein Bild, ein Video oder eine allgemeine Fragestellung reagieren sollst. Kläre zuerst, worüber Du schreiben sollst, bevor Du mit dem Formulieren beginnst.
Schritt 2: Material sammeln
Sammle Ideen, Argumente und Beispiele. Du kannst eine Tabelle mit Pro- und Contra-Aspekten anlegen oder eine Mindmap erstellen. Wichtig ist, dass Du nicht nur Deine erste spontane Meinung notierst, sondern verschiedene Seiten des Problems betrachtest. Danach entscheidest Du, welche Position Du vertreten möchtest.
Schritt 3: Schreibplan erstellen
Ein Schreibplan verhindert, dass Dein Aufsatz ungeordnet wirkt. Notiere die Einleitungsidee, Deine Hauptthese, zwei bis vier starke Argumente, mögliche Gegenargumente und den Schlussgedanken. Besonders in einer Klassenarbeit lohnt sich diese Planung, weil Du beim Schreiben sicherer wirst.
| Teil | Aufgabe | Leitfrage |
|---|---|---|
| Einleitung | Thema und Anlass einführen | Warum ist das Thema wichtig? |
| Hauptthese | eigene Position deutlich machen | Was vertrete ich? |
| Argument 1 | stärksten Grund erklären | Warum ist meine Position überzeugend? |
| Argument 2 | weiteren Grund entwickeln | Welcher zusätzliche Zusammenhang ist wichtig? |
| Gegenargument | andere Sichtweise aufnehmen | Was könnten Kritikerinnen und Kritiker sagen? |
| Entkräftung | eigene Position stärken | Warum überzeugt meine Sicht trotzdem? |
| Schluss | Fazit, Forderung oder Ausblick formulieren | Was soll den Lesenden im Gedächtnis bleiben? |
Schritt 4: Rohfassung schreiben
Schreibe Deine erste Fassung zügig, aber nicht unkontrolliert. Halte Dich an Deinen Schreibplan. Achte darauf, dass jeder Absatz einen klaren Gedanken enthält. Beginne neue Absätze, wenn ein neuer Argumentationsschritt folgt. Verknüpfe die Absätze durch passende Übergänge, damit der Text wie ein zusammenhängender Gedankengang wirkt.
Schritt 5: Überarbeiten
Ein guter Kommentar entsteht selten in der ersten Fassung. Überprüfe Deinen Text auf Inhalt, Aufbau, Sprache und Rechtschreibung. Frage Dich: Ist meine These klar? Sind meine Argumente begründet? Gibt es Beispiele? Habe ich ein Gegenargument berücksichtigt? Ist der Schluss überzeugend? Erst danach korrigierst Du Satzbau, Zeichensetzung und Rechtschreibung.
Häufige Fehler und wie Du sie vermeidest
Viele schwache Kommentare scheitern nicht an fehlender Meinung, sondern an fehlender Begründung. Eine Meinung allein ist noch kein Argument. Auch eine Sammlung von Beispielen ersetzt keine klare Struktur. Besonders häufig sind zu allgemeine Einleitungen, unklare Thesen, unbelegte Behauptungen, sprunghafte Absätze und ein Schluss, der nur wiederholt, was bereits gesagt wurde.
| Häufiger Fehler | Warum er problematisch ist | Bessere Strategie |
|---|---|---|
| Zu allgemeiner Einstieg | Das Thema wirkt beliebig. | Beginne mit einem konkreten Anlass oder einer Leitfrage. |
| Keine klare These | Die Lesenden erkennen Deine Position nicht. | Formuliere früh, was Du vertrittst. |
| Behauptungen ohne Begründung | Die Meinung wirkt unbelegt. | Verbinde jede Behauptung mit Argument, Beleg oder Beispiel. |
| Nur eine Sichtweise | Der Text wirkt einseitig. | Greife ein Gegenargument auf und entkräfte es fair. |
| Umgangssprache | Der Aufsatz wirkt ungenau. | Schreibe lebendig, aber sachlich und präzise. |
| Schwacher Schluss | Der Text endet ohne Wirkung. | Formuliere ein Fazit, eine Forderung oder einen Ausblick. |
Beispiel für eine kurze Kommentarstruktur
Thema: Sollten Schulen mehr digitale Lernmittel einsetzen?
- Einleitung: Digitale Geräte gehören längst zum Alltag vieler Jugendlicher. Deshalb stellt sich die Frage, wie stark Schulen diese Möglichkeiten nutzen sollten.
- These: Schulen sollten digitale Lernmittel gezielt einsetzen, aber nicht unkritisch zum Ersatz für Unterricht machen.
- Argument 1: Digitale Materialien können Lernen anschaulicher machen, weil Videos, Simulationen und interaktive Übungen komplexe Inhalte verständlich darstellen.
- Argument 2: Gleichzeitig brauchen Lernende Anleitung, da digitale Geräte auch ablenken und oberflächliches Arbeiten fördern können.
- Gegenargument: Manche fordern, möglichst viele Aufgaben digital zu erledigen, weil dies zeitgemäß sei.
- Entkräftung: Zeitgemäß ist Unterricht aber nicht automatisch durch Technik, sondern durch sinnvolle Methoden.
- Schluss: Entscheidend ist daher nicht die Menge der Geräte, sondern ein reflektierter Einsatz, der selbstständiges Denken fördert.
Checkliste für Deinen perfekten Aufsatz
Nutze diese Checkliste vor der Abgabe Deines Kommentars:
- Habe ich das Thema und die Aufgabenstellung genau verstanden?
- Wird in der Einleitung klar, worum es geht?
- Ist meine eigene Position eindeutig erkennbar?
- Enthält jeder Hauptteilabsatz ein klares Argument?
- Habe ich Argumente durch Beispiele oder Belege gestützt?
- Habe ich mindestens ein Gegenargument fair berücksichtigt?
- Ist mein Schluss mehr als eine Wiederholung?
- Sind meine Sätze verständlich und abwechslungsreich?
- Habe ich Umgangssprache und unbegründete Übertreibungen vermieden?
- Habe ich Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik überprüft?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist das wichtigste Merkmal eines Kommentars? (Eine begründete eigene Meinung) (!Eine reine Sammlung von Fakten) (!Eine Inhaltsangabe ohne Bewertung) (!Eine zufällige Reihenfolge von Gedanken)
Welche Aufgabe hat die Einleitung eines Kommentars? (Sie führt in Thema und Anlass ein) (!Sie nennt alle Argumente vollständig) (!Sie ersetzt den Hauptteil) (!Sie enthält nur das Fazit)
Was gehört in den Hauptteil eines Kommentars? (Argumente mit Begründungen und Beispielen) (!Nur eine Überschrift) (!Nur persönliche Gefühle ohne Erklärung) (!Nur eine Wiederholung der Aufgabenstellung)
Was ist eine These? (Eine klare Behauptung oder Position) (!Ein Rechtschreibfehler) (!Eine Quellenangabe) (!Eine zufällige Frage ohne Zusammenhang)
Warum sind Beispiele in einem Kommentar hilfreich? (Sie machen Argumente anschaulich) (!Sie ersetzen jede Begründung) (!Sie machen die Einleitung überflüssig) (!Sie verhindern eine eigene Meinung)
Welche Formulierung ist für einen sachlichen Kommentar am besten geeignet? (Diese Regelung ist problematisch, weil sie ungleiche Voraussetzungen übersieht) (!Das ist einfach total dumm) (!Alle anderen haben sowieso keine Ahnung) (!Ich finde das halt irgendwie schlecht)
Was leistet ein Gegenargument in einem Kommentar? (Es zeigt eine andere Sichtweise auf) (!Es zerstört automatisch die eigene Meinung) (!Es ersetzt den Schluss) (!Es ist immer falsch)
Was bedeutet Entkräftung? (Ein Gegenargument begründet zurückweisen) (!Ein Argument ohne Erklärung streichen) (!Den Text ohne Schluss beenden) (!Die eigene These verstecken)
Welche Frage hilft beim Überarbeiten eines Kommentars besonders? (Ist meine Position klar und begründet?) (!Habe ich möglichst viele Fremdwörter benutzt?) (!Ist jeder Satz gleich lang?) (!Habe ich das Thema absichtlich gewechselt?)
Was sollte ein guter Schluss leisten? (Er bündelt die Aussage und zieht eine Folgerung) (!Er beginnt ein völlig neues Thema) (!Er enthält nur ein einzelnes Beispiel) (!Er widerspricht der Einleitung ohne Grund)
Memory
| These | zentrale Behauptung |
| Argument | begründender Gedanke |
| Beleg | nachprüfbare Stütze |
| Beispiel | anschaulicher Fall |
| Gegenargument | anderer Einwand |
| Entkräftung | begründete Zurückweisung |
| Schlussappell | überzeugender Abschluss |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Thema klären | Vorbereitung |
| These formulieren | Standpunkt |
| Argument belegen | Hauptteil |
| Gegenposition entkräften | Auseinandersetzung |
| Schlussfolgerung ziehen | Schluss |
| Text überarbeiten | Kontrolle |
Kreuzworträtsel
| These | Wie nennt man die zentrale Behauptung eines Kommentars? |
| Argument | Wie nennt man eine begründete Stütze für eine These? |
| Beleg | Wie nennt man einen Nachweis aus Text, Quelle oder Erfahrung? |
| Beispiel | Wie nennt man einen anschaulichen Einzelfall? |
| Einleitung | Welcher Teil führt in Thema und Anlass ein? |
| Schluss | Welcher Teil bündelt Urteil und Ausblick? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Thema finden: Sammle fünf Themen aus Deinem Schulalltag, zu denen man einen Kommentar schreiben könnte, und formuliere zu jedem Thema eine passende Streitfrage.
- These formulieren: Wähle eine Streitfrage aus und schreibe drei verschiedene Thesen dazu, von denen eine besonders klar und überzeugend sein soll.
- Argumente sammeln: Erstelle zu einer These eine Tabelle mit mindestens drei Argumenten und je einem Beispiel.
- Kommentar erkennen: Suche in einer Zeitung, auf einer seriösen Nachrichtenseite oder in einem Schulbuch einen meinungsbetonten Text und markiere Hinweise darauf, dass es sich um einen Kommentar handelt.
Standard
- Schreibplan erstellen: Entwickle zu einer vorgegebenen Streitfrage einen vollständigen Schreibplan mit Einleitungsidee, These, drei Argumenten, Gegenargument, Entkräftung und Schlussgedanke.
- Einleitung schreiben: Verfasse drei unterschiedliche Einleitungen zum selben Thema: eine mit Frage, eine mit Beispiel und eine mit zugespitzter Aussage.
- Argument verbessern: Nimm ein schwaches Argument wie Handys sind schlecht und überarbeite es zu einem nachvollziehbaren Argument mit Begründung und Beispiel.
- Peer-Feedback: Tausche Deinen Kommentar mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler und gib Rückmeldung zu These, Aufbau, Argumenten und Sprache.
Schwer
- Kommentar schreiben: Schreibe einen vollständigen Kommentar zu der Frage, ob künstliche Intelligenz im Deutschunterricht erlaubt sein sollte, und berücksichtige mindestens ein Gegenargument.
- Textüberarbeitung: Überarbeite Deinen eigenen Kommentar in zwei Durchgängen: zuerst Inhalt und Aufbau, danach Sprache, Rechtschreibung und Zeichensetzung.
- Medienvergleich: Vergleiche einen journalistischen Kommentar mit einer schulischen Stellungnahme und erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede in einer kurzen Präsentation.
- Debatte vorbereiten: Entwickle aus Deinem Kommentar eine mündliche Debatte mit Rollen, Eröffnungsstatement, Gegenposition und Schlussplädoyer.

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Lernkontrolle
- Transferaufgabe Kommentarstruktur: Du erhältst eine ungeordnete Sammlung von Sätzen zu einem strittigen Thema. Ordne sie sinnvoll in Einleitung, Hauptteil und Schluss und begründe Deine Entscheidung.
- Argumentationsanalyse: Analysiere einen kurzen Kommentar und prüfe, ob These, Argumente, Belege, Gegenargument und Schlussfolgerung überzeugend zusammenwirken.
- Perspektivwechsel: Schreibe zu Deiner eigenen Position ein starkes Gegenargument und entkräfte es anschließend fair und sachlich.
- Sprachbewertung: Vergleiche zwei Absätze zu demselben Thema und entscheide, welcher sprachlich überzeugender ist. Begründe Deine Entscheidung mit Blick auf Präzision, Sachlichkeit und Wirkung.
- Kommentarproduktion: Verfasse zu einer aktuellen schulischen Streitfrage einen Kommentar, der eine klare These, mindestens drei begründete Argumente, ein Gegenargument und einen wirkungsvollen Schluss enthält.
Lernnachweis
- Aufsatzplanung: Erstelle zu einer neuen Streitfrage einen Schreibplan, der Einleitungsidee, These, drei Argumente, ein Gegenargument, eine Entkräftung und einen Schlussgedanken enthält.
- Kommentar verfassen: Schreibe einen vollständigen Kommentar mit klarer Position, nachvollziehbarer Argumentation und sachlich-überzeugender Sprache.
- Argumente prüfen: Markiere in Deinem Kommentar These, Argumente, Beispiele, Belege und Gegenargument und erkläre, welche Funktion jedes Element erfüllt.
- Überarbeitung dokumentieren: Überarbeite Deinen Text und halte in einer kurzen Reflexion fest, welche inhaltlichen und sprachlichen Verbesserungen Du vorgenommen hast.
- Transfer reflektieren: Erkläre an einem neuen Thema, wie Dir die Struktur eines Kommentars hilft, eine begründete Meinung verständlich darzustellen.
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