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Eine Nacherzählung schreiben - Schreibformen

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Eine Nacherzählung schreiben - Schreibformen



Einleitung

Eine Nacherzählung ist eine Schreibform, bei der Du eine bereits vorhandene Geschichte in eigenen Worten wiedergibst. Du erfindest dabei keine neue Handlung, sondern erzählst das Wesentliche so nach, dass Leserinnen und Leser den Handlungsverlauf, die Figuren, die Erzählperspektive und die Stimmung der Vorlage gut verstehen. Eine gelungene Nacherzählung verbindet deshalb zwei Ziele: Sie bleibt der Vorlage treu und ist zugleich sprachlich eigenständig.

Im Deutschunterricht gehört die Nacherzählung zu den erzählenden Schreibformen. Sie trainiert genaues Lesen, sinnvolles Planen, geordnetes Schreiben und gründliches Überarbeiten. Besonders wichtig ist, dass Du zwischen Nacherzählung, Inhaltsangabe, Zusammenfassung, Bericht und freier Erzählung unterscheiden kannst. Eine Nacherzählung darf anschaulich sein, aber sie bleibt an die Vorlage gebunden. Eine Inhaltsangabe ist dagegen kürzer, sachlicher und konzentriert sich stärker auf den Kern des Inhalts.

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Was ist eine Nacherzählung?

Eine Nacherzählung ist eine schriftliche Wiedergabe einer Geschichte, die schon vorhanden ist. Die Vorlage kann ein Märchen, eine Fabel, eine Sage, eine Kurzgeschichte, ein Erlebnisbericht, eine mündlich erzählte Geschichte, ein Hörtext oder eine Bildergeschichte sein. Du erzählst die Handlung so nach, dass die wichtigsten Ereignisse in der richtigen Reihenfolge erhalten bleiben.


Ziel der Nacherzählung

Das Ziel besteht nicht darin, einen Text abzuschreiben. Es geht auch nicht darum, möglichst kurz zu berichten. Du sollst zeigen, dass Du die Vorlage verstanden hast und sie sprachlich sinnvoll neu formulieren kannst. Dabei achtest Du auf Texttreue, Chronologie, Spannungsbogen, passende Wortwahl, klare Sätze und eine einheitliche Erzählperspektive.


Typische Vorlagen

  1. Märchen: Du erzählst magische Ereignisse, Prüfungen und Lösungen in der richtigen Reihenfolge nach.
  2. Fabel: Du gibst die Handlung knapp, aber anschaulich wieder und berücksichtigst die Lehre.
  3. Sage: Du achtest auf Orte, besondere Ereignisse und die Verbindung von Wirklichkeit und Fantasie.
  4. Kurzgeschichte: Du konzentrierst Dich auf Figuren, Konflikt, Wendepunkt und offenes oder geschlossenes Ende.
  5. Bildergeschichte: Du entwickelst aus Bildern eine zusammenhängende Handlung, ohne wichtige Bildinformationen zu vergessen.


Nacherzählung als Schreibform

Schreibformen unterscheiden sich danach, welches Ziel ein Text verfolgt. Eine Nacherzählung gehört zum literarischen Lernen und zum erzählenden Schreiben. Sie ist aber keine vollkommen freie Erzählung, weil ihre Handlung vorgegeben ist.


Schreibformen im Vergleich

Schreibform Ziel Typische Merkmale
Nacherzählung Eine vorhandene Geschichte in eigenen Worten wiedergeben texttreu, geordnet, anschaulich, nah an der Vorlage
Inhaltsangabe Den Kern eines Textes knapp und sachlich darstellen kurz, sachlich, meist Präsens, ohne Spannungsausgestaltung
Zusammenfassung Wesentliche Informationen verdichten gekürzt, geordnet, auf Hauptgedanken konzentriert
Bericht Ein Ereignis sachlich und überprüfbar darstellen W-Fragen, klare Reihenfolge, keine Ausschmückung
Erlebniserzählung Ein selbst erfundenes oder eigenes Erlebnis lebendig erzählen frei gestaltet, mit Höhepunkt, Sinneseindrücken und Spannung
Beschreibung Eine Person, einen Gegenstand, einen Vorgang oder ein Bild genau darstellen geordnet, genau, sachlich, ohne Handlungsschwerpunkt


Warum ist die Unterscheidung wichtig?

Wenn Du eine Nacherzählung schreiben sollst, musst Du anders arbeiten als bei einer Inhaltsangabe. Bei einer Inhaltsangabe kürzt Du stark und bleibst sehr sachlich. Bei einer Nacherzählung darfst Du die Geschichte lebendig erzählen, solange Du nichts Wesentliches veränderst. Du darfst die Vorlage nicht einfach kopieren, aber Du darfst auch keine neue Geschichte daraus machen. Genau diese Balance macht die Nacherzählung anspruchsvoll.


Merkmale einer gelungenen Nacherzählung

Eine gute Nacherzählung hat mehrere Merkmale. Sie ist inhaltlich richtig, sprachlich eigenständig, gut aufgebaut und für andere verständlich. Die folgenden Punkte helfen Dir beim Schreiben und Überarbeiten.


Texttreue

Texttreue bedeutet, dass Deine Nacherzählung zur Vorlage passt. Die wichtigsten Ereignisse, Figuren, Orte, Motive und Wendepunkte bleiben erhalten. Du darfst Formulierungen verändern, aber nicht den Sinn. Eine Figur, die in der Vorlage vorsichtig handelt, sollte in Deiner Nacherzählung nicht plötzlich mutig und leichtsinnig auftreten. Ein offenes Ende sollte nicht eigenmächtig aufgelöst werden.


Eigene Sprache

Eine Nacherzählung soll in Deinen Worten geschrieben sein. Du übernimmst nicht ganze Sätze aus der Vorlage. Stattdessen formulierst Du neu, verwendest passende Verben, abwechslungsreiche Satzanfänge und klare Verknüpfungen. Wörtliche Rede darf vorkommen, wenn sie wichtig ist, sollte aber sparsam eingesetzt und sinnvoll in den Text eingebunden werden.


Richtige Reihenfolge

Die Handlung wird in der Regel in der Reihenfolge erzählt, in der sie in der Vorlage geschieht. Diese Chronologie hilft den Leserinnen und Lesern, den Ablauf zu verstehen. Rückblicke oder Vorausdeutungen übernimmst Du nur dann, wenn sie auch in der Vorlage eine wichtige Rolle spielen.


Einheitliche Perspektive

Die Erzählperspektive sollte nicht unkontrolliert wechseln. Wenn die Vorlage aus der Ich-Perspektive erzählt wird, kannst Du je nach Aufgabenstellung ebenfalls aus der Ich-Perspektive nacherzählen. Wird von außen erzählt, nutzt Du meist die Er- oder Sie-Form. Wichtig ist, dass Du die gewählte Perspektive konsequent beibehältst.


Passende Zeitform

In vielen schulischen Nacherzählungen wird im Präteritum erzählt, weil erzählende Texte im Deutschen häufig in der Vergangenheit stehen. Entscheidend ist jedoch, dass die Zeitform einheitlich bleibt und zur Aufgabenstellung passt. Wechsle nicht ohne Grund zwischen Präsens, Präteritum und Perfekt.


Anschaulichkeit ohne Übertreibung

Eine Nacherzählung darf lebendig sein. Du kannst Gefühle, Gedanken und Eindrücke deutlich machen, wenn sie aus der Vorlage ableitbar sind. Du solltest aber keine neuen Motive, Nebenhandlungen oder Erklärungen erfinden. Anschaulichkeit bedeutet nicht, dass Du die Vorlage ausschmückst, bis sie eine andere Geschichte wird.


Aufbau einer Nacherzählung

Eine Nacherzählung besteht meist aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Der Aufbau kann je nach Aufgabenstellung leicht variieren. Besonders in der Schule hilft Dir diese Dreiteilung, den Text klar zu ordnen.


Einleitung

Die Einleitung führt kurz in die Geschichte ein. Du kannst den Titel, die Autorin oder den Autor, die Textsorte, die Ausgangssituation, den Ort, die Zeit und die wichtigsten Figuren nennen. Nicht jede Aufgabenstellung verlangt alle Angaben. Wichtig ist, dass Deine Leserinnen und Leser wissen, worum es ungefähr geht.

Beispielformulierung: In der Fabel „Der Fuchs und der Rabe“ geht es um einen Raben, der durch Schmeichelei hereingelegt wird.


Hauptteil

Im Hauptteil erzählst Du die Handlung in der richtigen Reihenfolge nach. Du konzentrierst Dich auf wichtige Ereignisse, Wendepunkte und Zusammenhänge. Du erklärst, warum Figuren handeln, aber nur soweit es die Vorlage erkennen lässt. Gute Übergänge helfen, den Ablauf verständlich zu machen: zuerst, danach, kurz darauf, währenddessen, schließlich, deshalb.


Schluss

Der Schluss gibt das Ende der Vorlage wieder. Bei einer Fabel kann die Moral deutlich werden. Bei einer Kurzgeschichte kann ein offenes Ende erhalten bleiben. Du solltest am Schluss keine persönliche Bewertung hinzufügen, wenn die Aufgabenstellung das nicht ausdrücklich verlangt.


Der Schreibprozess

Schreiben ist ein Prozess. Eine gute Nacherzählung entsteht selten in einem einzigen Schritt. Erfolgreiche Schreibende planen, formulieren und überarbeiten ihren Text.


Schritt 1: Vorlage verstehen

Lies oder höre die Vorlage aufmerksam. Kläre unbekannte Wörter, markiere wichtige Figuren und notiere den Ablauf. Frage Dich: Was passiert? Wer handelt? Warum passiert es? Was ist der Höhepunkt? Wie endet die Geschichte?


Schritt 2: Handlung gliedern

Erstelle eine Handlungskette oder einen Erzählplan. Notiere die wichtigsten Stationen in kurzen Stichworten. Achte darauf, keine Nebensachen zu wichtig zu machen. Eine gute Handlungskette hilft Dir, die Reihenfolge einzuhalten.


Schritt 3: Eigene Formulierungen finden

Formuliere die Geschichte neu. Vermeide Abschreiben. Nutze treffende Verben, zum Beispiel flüstern, zögern, entdecken, behaupten, erschrecken, überlegen, antworten. Achte darauf, dass Deine Sprache zur Stimmung der Vorlage passt.


Schritt 4: Spannung gestalten

Eine Nacherzählung darf einen Spannungsbogen haben. Die Spannung entsteht durch die Reihenfolge der Ereignisse, durch passende Details und durch die Art, wie Figuren handeln oder reagieren. Du solltest den Höhepunkt nicht zu früh verraten.


Schritt 5: Überarbeiten

Überarbeite Deine Nacherzählung mit einer Checkliste. Prüfe Inhalt, Aufbau, Sprache und Rechtschreibung. Lies den Text laut. Oft hörst Du dann, ob Sätze zu lang sind, ob Übergänge fehlen oder ob Du die Zeitform gewechselt hast.


Checkliste für Deine Nacherzählung

  1. Textverständnis: Habe ich die Vorlage genau verstanden?
  2. Handlungsverlauf: Erzähle ich die wichtigsten Ereignisse in der richtigen Reihenfolge?
  3. Texttreue: Habe ich keine neuen Figuren, Orte oder Wendungen erfunden?
  4. Erzählperspektive: Bleibt die Perspektive einheitlich?
  5. Zeitform: Verwende ich eine passende und einheitliche Zeitform?
  6. Wortwahl: Nutze ich eigene, treffende und abwechslungsreiche Formulierungen?
  7. Spannung: Erzähle ich lebendig, ohne unnötig auszuschmücken?
  8. Einleitung: Wird die Ausgangssituation verständlich?
  9. Schluss: Entspricht das Ende der Vorlage?
  10. Überarbeitung: Habe ich Satzbau, Zeichensetzung und Rechtschreibung geprüft?


Häufige Fehler und wie Du sie vermeidest


Abschreiben statt nacherzählen

Ein häufiger Fehler ist das fast wörtliche Übernehmen der Vorlage. Das zeigt nicht, dass Du die Geschichte selbst verstanden hast. Lies einen Abschnitt, decke ihn ab und formuliere ihn anschließend in eigenen Worten.


Zu starkes Kürzen

Manche Nacherzählungen werden zu einer sehr kurzen Zusammenfassung. Dann fehlen Stimmung, Handlungsentwicklung und wichtige Übergänge. Achte darauf, dass Deine Nacherzählung die Handlung nachvollziehbar entfaltet.


Freies Erfinden

Neue Figuren, zusätzliche Abenteuer oder ein anderes Ende passen nicht zur Nacherzählung. Wenn Du etwas ergänzt, muss es aus der Vorlage ableitbar sein. Schreibe nicht, was Du Dir wünschst, sondern was die Geschichte vorgibt.


Unklare Reihenfolge

Wenn Ereignisse durcheinandergeraten, verliert der Text seine Verständlichkeit. Nutze eine Handlungskette und passende Zeitwörter. So bleibt die Chronologie klar.


Wechsel der Zeitform

Ein plötzlicher Wechsel von Präteritum zu Präsens wirkt unruhig. Unterstreiche beim Überarbeiten die Verbformen und prüfe, ob sie zusammenpassen.


Beispiel: Von der Vorlage zur Nacherzählung


Kurze Vorlage

Vorlage: Lina findet auf dem Schulhof einen kleinen Schlüssel. Sie steckt ihn zuerst ein, weil sie neugierig ist. Später merkt sie, dass ihr Mitschüler Amir verzweifelt seine Fahrradschloss-Schlüssel sucht. Lina zögert, weil sie Angst hat, Ärger zu bekommen. Schließlich gibt sie Amir den Schlüssel zurück und erklärt, dass sie ihn gefunden habe. Amir ist erleichtert, und Lina nimmt sich vor, Fundsachen künftig sofort abzugeben.


Handlungskette

  1. Fund: Lina findet einen Schlüssel auf dem Schulhof.
  2. Neugier: Sie nimmt ihn zunächst mit.
  3. Konflikt: Amir sucht verzweifelt seinen Schlüssel.
  4. Entscheidung: Lina überwindet ihre Angst.
  5. Lösung: Sie gibt den Schlüssel zurück.
  6. Einsicht: Lina erkennt, wie sie künftig handeln sollte.


Mögliche Nacherzählung

Lina entdeckte auf dem Schulhof einen kleinen Schlüssel. Zuerst wusste sie nicht, wem er gehörte. Weil sie neugierig war, steckte sie ihn ein und ging weiter. Kurz darauf bemerkte sie Amir, der unruhig neben seinem Fahrrad stand und überall suchte. Da wurde Lina klar, dass der Schlüssel wahrscheinlich zu seinem Fahrradschloss gehörte. Sie erschrak, denn sie hatte Angst, Ärger zu bekommen. Trotzdem ging sie zu Amir, gab ihm den Schlüssel und sagte, dass sie ihn gefunden habe. Amir war sehr erleichtert. Lina merkte, dass es besser gewesen wäre, die Fundsache sofort abzugeben. Für die Zukunft nahm sie sich vor, ehrlicher und schneller zu handeln.


Sprachliche Hilfen


Satzanfänge

Gute Satzanfänge machen Deine Nacherzählung abwechslungsreich. Nutze sie aber nur, wenn sie wirklich zum Ablauf passen.

  1. Zeitangabe: Zuerst, danach, später, inzwischen, schließlich.
  2. Begründung: Deshalb, darum, aus diesem Grund, weil, da.
  3. Gegensatz: Doch, trotzdem, allerdings, obwohl, während.
  4. Steigerung: Plötzlich, auf einmal, immer mehr, gerade in diesem Moment.
  5. Folge: Dadurch, daraufhin, so kam es, am Ende.


Treffende Verben

Treffende Verben zeigen genauer, was passiert. Statt immer sagen zu schreiben, kannst Du je nach Situation fragen, antworten, flüstern, rufen, behaupten, zugeben oder erklären verwenden. Statt gehen passen manchmal schleichen, rennen, stolpern, eilen oder zurückweichen.


Wörtliche Rede

Wörtliche Rede kann eine Nacherzählung lebendiger machen. Sie sollte aber nur verwendet werden, wenn sie für die Handlung wichtig ist. Achte auf Anführungszeichen, Redebegleitsatz und Zeichensetzung. Wenn wörtliche Rede nicht nötig ist, kannst Du sie in indirekte Rede oder eine zusammenfassende Formulierung umwandeln.


Nacherzählung zu Bildern, Hörtexten und literarischen Texten


Bildergeschichte

Bei einer Bildergeschichte musst Du aus sichtbaren Informationen eine zusammenhängende Handlung entwickeln. Achte auf Einzelheiten in den Bildern: Gesichtsausdruck, Körperhaltung, Gegenstände, Ort und Reihenfolge. Du darfst Lücken sinnvoll schließen, aber nicht gegen die Bildinformationen schreiben.


Hörtext

Bei einem Hörtext ist genaues Zuhören entscheidend. Notiere Namen, Orte, Reihenfolge und Schlüsselereignisse. Wenn Du etwas nicht sicher weißt, erfinde es nicht. Nutze Deine Notizen, um die Handlung vollständig und geordnet wiederzugeben.


Literarischer Text

Bei einem literarischen Text achtest Du auf Figurenkonstellation, Konflikt, Höhepunkt, Wendepunkt und Erzählperspektive. Du solltest den Stil der Vorlage nicht kopieren, aber die Stimmung beachten. Eine unheimliche Geschichte sollte nicht plötzlich wie ein lustiger Bericht klingen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Nacherzählung? (Die Wiedergabe einer vorhandenen Geschichte in eigenen Worten) (!Eine freie Geschichte ohne Vorlage) (!Eine sachliche Liste von Stichpunkten) (!Eine persönliche Bewertung eines Textes)




Was bedeutet Texttreue bei einer Nacherzählung? (Die wichtigen Inhalte der Vorlage bleiben erhalten) (!Die Vorlage wird Wort für Wort abgeschrieben) (!Die Handlung wird absichtlich verändert) (!Die eigene Meinung steht im Mittelpunkt)




Welche Reihenfolge ist bei einer Nacherzählung meistens richtig? (Die Ereignisse folgen dem Ablauf der Vorlage) (!Die spannendste Stelle steht immer am Anfang) (!Das Ende wird zuerst erklärt) (!Die Reihenfolge ist beliebig)




Was unterscheidet eine Nacherzählung von einer Inhaltsangabe? (Eine Nacherzählung darf anschaulicher und erzählender sein) (!Eine Nacherzählung ist immer kürzer) (!Eine Nacherzählung enthält nur Stichwörter) (!Eine Nacherzählung bewertet den Text ausführlich)




Welche Zeitform wird in vielen schulischen Nacherzählungen verwendet? (Präteritum) (!Futur) (!Plusquamperfekt als einzige Zeitform) (!Imperativ)




Was gehört in die Einleitung einer Nacherzählung? (Eine kurze Orientierung zur Ausgangssituation) (!Eine ausführliche persönliche Meinung) (!Eine neue Nebenhandlung) (!Eine Sammlung aller Rechtschreibregeln)




Was ist im Hauptteil besonders wichtig? (Die wichtigen Ereignisse werden verständlich verbunden) (!Alle Sätze der Vorlage werden übernommen) (!Nur das Ende wird beschrieben) (!Die Figuren werden unabhängig von der Vorlage verändert)




Wie sollte der Schluss einer Nacherzählung gestaltet sein? (Er gibt das Ende der Vorlage passend wieder) (!Er erfindet eine überraschende Fortsetzung) (!Er enthält immer eine lange Bewertung) (!Er lässt alle wichtigen Fragen absichtlich offen)




Warum ist die Erzählperspektive wichtig? (Sie sorgt dafür, dass der Text einheitlich erzählt wird) (!Sie ersetzt die Handlung) (!Sie macht Rechtschreibung überflüssig) (!Sie erlaubt beliebige Zeitsprünge)




Was prüfst Du beim Überarbeiten besonders? (Inhalt, Aufbau, Sprache und Rechtschreibung) (!Nur die Länge der Überschrift) (!Nur die Anzahl der Figuren) (!Nur die Farbe des Hefts)





Memory

Nacherzählung eigene Worte und Texttreue
Inhaltsangabe knappe sachliche Wiedergabe
Chronologie ursprüngliche Reihenfolge
Perspektive gleichbleibende Erzählsicht
Überarbeitung Prüfung von Inhalt und Sprache
Spannungsbogen lebendige Entwicklung der Handlung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Vorlage verstehen aufmerksam lesen oder hören
Handlung planen wichtige Stationen ordnen
Eigenständig formulieren nicht abschreiben
Spannung gestalten Höhepunkt sinnvoll vorbereiten
Text überarbeiten Inhalt und Sprache prüfen




...


Kreuzworträtsel

Chronologie Wie heißt die geordnete Reihenfolge der Ereignisse?
Perspektive Was soll beim Erzählen nicht unkontrolliert wechseln?
Praeteritum Welche Zeitform wird in vielen schulischen Nacherzählungen genutzt?
Einleitung Welcher erste Teil führt kurz in die Geschichte ein?
Spannung Was macht die Handlung lebendig und erwartungsvoll?
Schluss Welcher Teil gibt das Ende der Vorlage wieder?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine

gibt eine bereits vorhandene Geschichte in eigenen Worten wieder. Wichtig ist die

, weil keine neuen Figuren oder Ereignisse erfunden werden dürfen. Die Handlung wird meist in ihrer ursprünglichen

erzählt. Beim Schreiben achtest Du auf eine einheitliche

. Eine gute Nacherzählung ist lebendig, aber nicht beliebig, denn sie hält sich an die

. In vielen schulischen Aufgaben wird im

erzählt. Die Überarbeitung prüft Inhalt, Aufbau, Sprache und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Handlungskette: Lies eine kurze Fabel und schreibe die wichtigsten Ereignisse in fünf geordneten Stationen auf.
  2. Satzanfänge: Sammle zehn abwechslungsreiche Satzanfänge, die zu einer Nacherzählung passen, und bilde damit Beispielsätze.
  3. Mündliches Erzählen: Erzähle einer Partnerin oder einem Partner eine kurze Geschichte mündlich nach und lass prüfen, ob die Reihenfolge verständlich ist.
  4. Figurenkarte: Erstelle zu einer Hauptfigur eine Karte mit Name, Verhalten, Ziel und Veränderung im Verlauf der Geschichte.


Standard

  1. Nacherzählung verfassen: Schreibe zu einer Fabel eine vollständige Nacherzählung mit Einleitung, Hauptteil und Schluss.
  2. Textvergleich: Vergleiche eine Nacherzählung mit der Vorlage und markiere Stellen, die zu frei erfunden oder zu nah abgeschrieben sind.
  3. Dialoge umformen: Wandle wichtige wörtliche Rede aus einer Vorlage in eigene Formulierungen oder indirekte Rede um.
  4. Bildergeschichte: Schreibe zu einer Bildergeschichte eine Nacherzählung und achte besonders auf Übergänge zwischen den Bildern.


Schwer

  1. Schreibkonferenz: Organisiere in einer Gruppe eine Schreibkonferenz, in der Ihr Nacherzählungen mit einem Kriterienraster rückmeldet.
  2. Perspektivprüfung: Untersuche eine Nacherzählung auf Perspektivwechsel und überarbeite sie so, dass die Erzählsicht einheitlich bleibt.
  3. Stilbewusstsein: Schreibe zwei Nacherzählungen zur gleichen Vorlage, einmal sehr sachlich und einmal anschaulich, und begründe die Wirkung.
  4. Lernvideo: Erstelle ein kurzes Erklärvideo, in dem Du die wichtigsten Schritte beim Schreiben einer Nacherzählung mit Beispielen zeigst.



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Lernkontrolle

  1. Fehleranalyse: Du erhältst eine Nacherzählung, in der neue Figuren, falsche Reihenfolgen und Zeitformwechsel vorkommen. Erkläre die Probleme und formuliere Verbesserungen.
  2. Transfer: Verwandle eine zu knappe Inhaltsangabe in eine anschauliche Nacherzählung, ohne neue Ereignisse zu erfinden.
  3. Begründung: Begründe an drei Stellen Deiner eigenen Nacherzählung, warum Deine Formulierungen texttreu und trotzdem eigenständig sind.
  4. Planung: Erstelle zu einem unbekannten Erzähltext zuerst eine Handlungskette und zeige, wie daraus ein sinnvoller Schreibplan entsteht.
  5. Vergleich: Vergleiche Nacherzählung, Inhaltsangabe und Bericht anhand derselben kurzen Vorlage und erkläre, wie sich Ziel, Sprache und Aufbau unterscheiden.
  6. Überarbeitung: Überarbeite einen Entwurf so, dass Übergänge, Spannung und Perspektive verbessert werden, und dokumentiere Deine Änderungen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zum Thema Nacherzählung ist wichtig, dass Du nicht nur Regeln kennst, sondern sie beim Schreiben anwenden kannst. Dein Lernnachweis kann aus mehreren Teilen bestehen.

  1. Textverständnis: Du zeigst, dass Du die Vorlage verstanden und die wichtigsten Ereignisse erkannt hast.
  2. Schreibplan: Du legst eine geordnete Handlungskette oder einen Erzählplan vor.
  3. Nacherzählung: Du verfasst eine vollständige, texttreue und sprachlich eigenständige Nacherzählung.
  4. Überarbeitung: Du markierst Änderungen und erklärst, wie Du Inhalt, Aufbau und Sprache verbessert hast.
  5. Reflexion: Du beschreibst, was Dir beim Nacherzählen gelungen ist und woran Du weiterarbeiten möchtest.
  6. Feedback: Du nutzt Rückmeldungen aus einer Partnerarbeit oder Schreibkonferenz sinnvoll.
  7. Sprachrichtigkeit: Du achtest auf Satzbau, Zeichensetzung, Zeitform und Rechtschreibung.




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