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Eine Erlebniserzählung schreiben - Schreibformen

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Eine Erlebniserzählung schreiben - Schreibformen




Eine Erlebniserzählung schreiben - Schreibformen


Einleitung

Eine Erlebniserzählung ist eine besondere Schreibform des Erzählens. Du berichtest darin nicht nur, was passiert ist, sondern gestaltest ein Erlebnis so, dass Leserinnen und Leser es innerlich miterleben können. Dabei geht es um Spannung, Gefühl, Anschaulichkeit, Sinneseindrücke, direkte Rede und eine klare Textstruktur. Eine gute Erlebniserzählung wirkt wie ein kleiner Film im Kopf: Du führst in die Situation ein, steigerst die Handlung bis zu einem Höhepunkt und löst die Spannung am Ende sinnvoll auf.

Im Deutschunterricht gehört die Erlebniserzählung zu den produktiven Schreibformen. Sie verbindet Kreatives Schreiben, Erzählen, Beschreiben, Überarbeiten und Sprachgestaltung. Häufig schreibst Du sie in der Ich-Form, weil Du ein Erlebnis aus Deiner persönlichen Sicht erzählst. Möglich ist aber auch eine personale Erzählperspektive, wenn eine Figur im Mittelpunkt steht.

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Was ist eine Erlebniserzählung?

Eine Erlebniserzählung erzählt ein einzelnes, besonderes Erlebnis. Das Erlebnis kann wirklich passiert sein, teilweise erfunden oder vollständig ausgedacht sein. Entscheidend ist, dass es glaubwürdig, anschaulich und spannend erzählt wird. Anders als ein Bericht soll die Erlebniserzählung nicht möglichst sachlich und knapp informieren, sondern die Leserinnen und Leser emotional beteiligen.


Merkmale einer Erlebniserzählung

  1. Ich-Erzähler: Häufig erzählst Du aus der Sicht einer Person, die das Geschehen selbst erlebt.
  2. Spannungsbogen: Die Handlung entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem Höhepunkt.
  3. Sinneseindrücke: Du beschreibst, was die Figur sieht, hört, riecht, fühlt oder denkt.
  4. Direkte Rede: Gespräche machen die Geschichte lebendig und zeigen Reaktionen.
  5. Zeitform: Meist wird im Präteritum erzählt; Gedanken und direkte Rede können andere passende Zeiten verwenden.
  6. Erzähltempo: Wichtige Momente erzählst Du langsam und genau, unwichtige Stellen kürzt Du.
  7. Schluss: Am Ende wird deutlich, wie das Erlebnis ausgeht und was es für die Figur bedeutet.


Erlebniserzählung und andere Schreibformen

Die Erlebniserzählung gehört zu den Schreibformen, die ein Geschehen gestalten. Sie unterscheidet sich deutlich von anderen Textsorten.

Schreibform Ziel Typische Merkmale
Erlebniserzählung Ein besonderes Erlebnis spannend und anschaulich erzählen Ich-Form, Spannung, Gefühle, Sinneseindrücke, direkter Höhepunkt
Bericht Sachlich über ein Ereignis informieren W-Fragen, genaue Reihenfolge, keine Ausschmückung, sachliche Sprache
Beschreibung Einen Gegenstand, Ort, Vorgang oder eine Person genau darstellen geordnete Details, passende Adjektive, klare Fachsprache
Nacherzählung Eine bekannte Geschichte in eigenen Worten wiedergeben Inhalt bleibt erhalten, Reihenfolge bleibt erhalten, eigene Formulierungen
Fantasieerzählung Eine erfundene Geschichte gestalten freie Handlung, Figuren, Spannung, oft ungewöhnliche Ereignisse
Schilderung Eine Stimmung oder Wahrnehmung besonders intensiv darstellen Gefühle, Atmosphäre, subjektive Eindrücke, sprachliche Bilder


Aufbau einer Erlebniserzählung

Eine gute Erlebniserzählung hat eine klare Gliederung. Sie besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diese drei Teile bilden gemeinsam den Spannungsbogen.


Überschrift

Die Überschrift soll neugierig machen, ohne den Höhepunkt zu verraten. Sie kann spannend, rätselhaft oder überraschend klingen. Gute Überschriften sind zum Beispiel: Der Schatten im Treppenhaus, Ein Schrei im Nebel oder Die Mutprobe am See. Eine schwache Überschrift wäre dagegen nur: Mein Erlebnis, weil sie zu allgemein ist.


Einleitung

In der Einleitung erfährt die Leserin oder der Leser, wer beteiligt ist, wo das Erlebnis beginnt, wann es stattfindet und welche Ausgangssituation wichtig ist. Die Einleitung sollte kurz sein, aber neugierig machen. Du kannst mit einer spannenden Beobachtung, einer ungewöhnlichen Geräuschkulisse, einem Gedanken oder einer kurzen direkten Rede beginnen.

Beispiel für einen lebendigen Anfang: Als ich an diesem Abend die Kellertür öffnete, hörte ich hinter den alten Kisten ein leises Kratzen.


Hauptteil

Der Hauptteil ist der längste Teil der Erlebniserzählung. Hier entwickelst Du die Handlung Schritt für Schritt. Du zeigst, wie sich die Spannung steigert, welche Hindernisse auftreten und wie die Figur reagiert. Besonders wichtig ist der Höhepunkt. Er ist der Moment, in dem die Spannung am größten ist und sich entscheidet, wie das Erlebnis ausgeht.


Höhepunkt

Der Höhepunkt soll nicht nur genannt, sondern ausgestaltet werden. Nutze Zeitdehnung, innere Handlung, Sinneseindrücke und direkte Rede. Statt zu schreiben: Dann hatte ich Angst, kannst Du zeigen, wie sich Angst anfühlt: Mein Herz schlug so laut, dass ich glaubte, jemand müsste es durch die Tür hören. Meine Finger wurden kalt. Ich wagte kaum zu atmen.


Schluss

Im Schluss löst Du die Spannung auf. Die Leserinnen und Leser erfahren, was aus dem Erlebnis geworden ist. Der Schluss kann erleichternd, nachdenklich, lustig, überraschend oder offen sein. Besonders gelungen ist ein Schluss, wenn er zeigt, was die Hauptfigur gelernt, verstanden oder verändert hat.


Sprachliche Gestaltung

Eine Erlebniserzählung lebt von einer anschaulichen Sprache. Du sollst nicht nur Ereignisse aneinanderreihen, sondern ein Erlebnis gestalten. Dafür brauchst Du passende Verben, treffende Adjektive, abwechslungsreiche Satzanfänge, direkte Rede und eine bewusste Erzählperspektive.


Anschaulich erzählen

Anschaulich erzählst Du, wenn Leserinnen und Leser sich die Situation vorstellen können. Nutze konkrete Beobachtungen statt allgemeiner Wörter. Statt Es war schlimm kannst Du schreiben: Der Wind riss an meiner Jacke, Regen lief mir über die Stirn, und aus der Dunkelheit kam ein dumpfes Poltern.

Schwache Formulierung Anschaulichere Formulierung
Ich ging schnell weg. Ich stolperte über den nassen Kies und rannte, ohne mich umzudrehen, zum Gartentor.
Ich hatte Angst. Mein Atem stockte, und meine Knie fühlten sich plötzlich weich an.
Es war laut. Das Krachen hallte durch den Flur, als wäre direkt neben mir eine Tür zugeschlagen.
Ich freute mich. Ich konnte nicht aufhören zu grinsen und sprang die letzten Stufen hinunter.


Direkte Rede einsetzen

Direkte Rede macht eine Erlebniserzählung lebendig, weil die Figuren selbst sprechen. Sie zeigt Gefühle, Konflikte und Reaktionen. Achte darauf, die direkte Rede nicht zu häufig und nicht beliebig einzusetzen. Sie soll an wichtigen Stellen helfen, die Szene deutlicher zu machen.

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Beispiel: „Bleib stehen!“, rief meine Schwester. „Da bewegt sich etwas hinter dem Zaun!“


Gedanken und Gefühle zeigen

Eine Erlebniserzählung wird besonders spannend, wenn Du die innere Handlung zeigst. Damit sind Gedanken, Gefühle, Vermutungen, Zweifel und Entscheidungen der Figur gemeint. Schreibe nicht nur, was äußerlich passiert, sondern auch, was in der Figur vorgeht.

Beispiel: Ich wollte um Hilfe rufen, doch kein Ton kam aus meinem Mund. Was, wenn ich mich getäuscht hatte? Was, wenn dort wirklich jemand stand?


Erzähltempo bewusst steuern

Beim Erzähltempo entscheidest Du, welche Stellen Du ausführlich erzählst und welche Du zusammenfasst. Unwichtige Übergänge kannst Du schnell erzählen. Wichtige Momente verlangsamst Du mit Zeitdehnung. Dadurch entsteht Spannung.

  1. Zeitraffung: Unwichtige Zeit wird kurz zusammengefasst, zum Beispiel: Nach wenigen Minuten erreichten wir den Waldweg.
  2. Zeitdeckung: Erzählzeit und erzählte Zeit wirken ungefähr gleich lang, zum Beispiel in einem Gespräch.
  3. Zeitdehnung: Ein kurzer Moment wird ausführlich erzählt, zum Beispiel der Augenblick vor dem Öffnen einer geheimnisvollen Tür.


Passende Zeitform wählen

Viele Erlebniserzählungen werden im Präteritum geschrieben: Ich öffnete die Tür. Plötzlich hörte ich ein Geräusch. Wichtig ist, dass Du die Zeitform nicht unabsichtlich wechselst. In der direkten Rede bleiben die Zeiten so, wie die Figur sie sprechen würde: „Ich komme gleich!“, rief ich.


Von der Idee zum fertigen Text

Eine gute Erlebniserzählung entsteht in mehreren Schritten. Du planst, schreibst, überprüfst und überarbeitest. So wird aus einer ersten Idee ein klarer, spannender Text.


Schritt 1: Schreibanlass verstehen

Lies die Aufgabenstellung genau. Sollst Du ein eigenes Erlebnis erzählen, eine Reizwortgeschichte schreiben, zu einem Bild erzählen oder eine angefangene Geschichte fortsetzen? Markiere wichtige Vorgaben wie Erzählperspektive, Zeitform, Thema, Umfang und besondere Wörter.


Schritt 2: Ideen sammeln

Nutze eine Mindmap, eine Stichwortsammlung oder eine kurze Erzählskizze. Überlege Dir, welche Situation spannend werden könnte. Eine gute Erlebniserzählung braucht nicht viele Ereignisse, sondern ein klares Hauptproblem.

Planungsfrage Beispielantwort
Wer erlebt etwas? Ich und mein Freund Samir
Wo beginnt das Erlebnis? Im verlassenen Fahrradkeller
Was ist ungewöhnlich? Aus einem Schrank kommt ein leises Klopfen
Was wird immer spannender? Wir trauen uns zuerst nicht, den Schrank zu öffnen
Was ist der Höhepunkt? Die Tür springt auf und eine Katze schießt heraus
Wie endet es? Wir lachen erleichtert und bringen die Katze nach draußen


Schritt 3: Spannungsbogen planen

Plane den Spannungsbogen, bevor Du den Text schreibst. Lege fest, welche Stelle der Höhepunkt ist. Alles davor bereitet darauf vor, alles danach löst die Spannung.

  1. Ausgangssituation: Die Figuren und der Ort werden vorgestellt.
  2. Andeutung: Etwas Ungewöhnliches passiert.
  3. Steigerung: Die Unsicherheit wächst.
  4. Höhepunkt: Die entscheidende Szene wird ausführlich erzählt.
  5. Auflösung: Das Erlebnis wird beendet und gedeutet.


Schritt 4: Entwurf schreiben

Schreibe den ersten Entwurf ohne zu lange zu stoppen. Achte auf die Reihenfolge der Ereignisse und auf den Höhepunkt. Wenn Dir ein Wort fehlt, kannst Du es später verbessern. Wichtig ist zuerst, dass die Geschichte vollständig ist.


Schritt 5: Überarbeiten

Beim Überarbeiten prüfst Du, ob Deine Erlebniserzählung spannend, verständlich und sprachlich genau ist. Gute Texte entstehen selten in einem einzigen Durchgang. Überarbeitung ist ein wichtiger Teil des Schreibprozesses.

Prüffrage Erledigt?
Hat die Geschichte eine passende Überschrift? Ja oder Nein
Sind Einleitung, Hauptteil und Schluss erkennbar? Ja oder Nein
Gibt es einen klaren Höhepunkt? Ja oder Nein
Werden Gedanken und Gefühle gezeigt? Ja oder Nein
Sind direkte Rede und Satzzeichen korrekt? Ja oder Nein
Bleibt die Zeitform einheitlich? Ja oder Nein
Sind Wortwiederholungen vermieden? Ja oder Nein
Ist der Schluss sinnvoll und wirkungsvoll? Ja oder Nein


Häufige Fehler und Verbesserungen

Beim Schreiben von Erlebniserzählungen treten typische Fehler auf. Wenn Du diese kennst, kannst Du Deinen Text gezielt verbessern.

Häufiger Fehler Warum problematisch? Verbesserung
Zu viele Ereignisse Die Geschichte wirkt gehetzt und unklar. Wähle ein zentrales Erlebnis und führe es genauer aus.
Kein Höhepunkt Die Spannung bleibt flach. Plane eine entscheidende Szene und gestalte sie ausführlich.
Nur äußere Handlung Die Figur wirkt leblos. Ergänze Gedanken, Gefühle und Körperreaktionen.
Wiederholte Satzanfänge Der Text klingt eintönig. Nutze abwechslungsreiche Satzanfänge und verbinde Sätze sinnvoll.
Unpassende Zeitwechsel Die Handlung wird verwirrend. Entscheide Dich für eine Grundzeit und prüfe alle Verben.
Direkte Rede ohne Funktion Gespräche wirken überflüssig. Setze direkte Rede nur dort ein, wo sie Spannung oder Gefühle verstärkt.


Beispiel einer kurzen Erlebniserzählung


Beispieltext

Der Schatten im Fahrradkeller

Als ich am Freitagabend mein Fahrrad aus dem Keller holen wollte, war das Licht im Treppenhaus kaputt. Nur ein schmaler Streifen Mondlicht fiel durch das kleine Kellerfenster. Ich tastete mich langsam an der Wand entlang und spürte den kalten Putz unter meinen Fingern.

Plötzlich hörte ich ein leises Klopfen. Ich blieb stehen. War das eine Tür? Oder nur ein Heizungsrohr? Mein Herz schlug schneller. „Hallo?“, flüsterte ich. Keine Antwort. Wieder klopfte es, diesmal deutlicher. Es kam aus dem alten Holzschrank neben den Fahrrädern.

Ich wollte umdrehen, doch dann dachte ich an meinen kleinen Bruder, der manchmal seine Spielzeuge im Keller versteckte. Mit zitternden Händen griff ich nach dem Schrankgriff. „Nur ein Blick“, sagte ich mir. Der Griff klemmte. Ich zog fester. Auf einmal sprang die Tür auf.

Etwas Dunkles schoss heraus. Ich schrie so laut, dass es im ganzen Keller hallte. Dann hörte ich ein empörtes Miauen. Vor mir saß die Katze unserer Nachbarin und starrte mich an, als hätte ich sie gestört. Einen Moment lang konnte ich nichts sagen. Dann musste ich lachen. Am Ende trug ich die Katze nach oben und klingelte bei Frau Mertens. Seitdem prüfe ich immer zuerst, ob im Keller vielleicht nur ein kleines Abenteuer auf vier Pfoten wartet.


Analyse des Beispieltexts

  1. Überschrift: Die Überschrift macht neugierig und verrät nicht sofort die Auflösung.
  2. Einleitung: Ort, Zeit und Situation werden knapp eingeführt.
  3. Spannung: Das Klopfen, die Dunkelheit und die Unsicherheit steigern die Erwartung.
  4. Höhepunkt: Das Öffnen des Schranks ist der spannendste Moment.
  5. Auflösung: Die vermeintliche Gefahr stellt sich als Katze heraus.
  6. Schluss: Der letzte Satz verbindet Erlebnis, Humor und Nachwirkung.


Schreibformen im Unterricht vergleichen

Die Erlebniserzählung ist besonders hilfreich, um Erzählkompetenz aufzubauen. Gleichzeitig lernst Du, wie sich verschiedene Schreibformen unterscheiden. Das ist wichtig, weil Du in Klassenarbeiten, Projekten und Prüfungen genau erkennen musst, welche Textform verlangt wird.

Aufgabe Passende Schreibform Woran Du sie erkennst
Erzähle von einem unvergesslichen Erlebnis. Erlebniserzählung Spannung, Ich-Form, Gefühle, Höhepunkt
Informiere über den Ablauf eines Schulfests. Bericht sachlich, genau, W-Fragen
Beschreibe Dein Klassenzimmer. Beschreibung räumliche Ordnung, genaue Einzelheiten
Erzähle ein Märchen in eigenen Worten nach. Nacherzählung Vorlage bleibt erhalten, eigene Sprache
Erfinde eine Geschichte zu drei Reizwörtern. Reizwortgeschichte vorgegebene Wörter, erfundene Handlung


Tipps für starke Erlebniserzählungen

  1. Spannender Einstieg: Beginne nicht zu weit vor dem eigentlichen Erlebnis, sondern möglichst nah an der Situation.
  2. Konkrete Verben: Schreibe nicht nur gehen oder machen, sondern schleichen, stolpern, zögern, reißen oder flüstern.
  3. Sinneseindrücke: Nutze Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und manchmal Schmecken.
  4. Gefühle: Zeige Gefühle durch Körperreaktionen, Gedanken und Verhalten.
  5. Direkte Rede: Nutze Gespräche an wichtigen Stellen.
  6. Höhepunkt: Erzähle die spannendste Szene besonders ausführlich.
  7. Schluss: Beende die Geschichte nicht plötzlich, sondern gib ihr eine Wirkung.

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Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das wichtigste Ziel einer Erlebniserzählung? (Ein besonderes Erlebnis spannend und anschaulich erzählen) (!Ein Ereignis möglichst knapp und sachlich melden) (!Eine Person vollständig von Kopf bis Fuß beschreiben) (!Eine Anleitung Schritt für Schritt erklären)




Welche drei Hauptteile hat eine Erlebniserzählung? (Einleitung, Hauptteil und Schluss) (!These, Argument und Beispiel) (!Frage, Antwort und Ergebnis) (!Überschrift, Quelle und Fußnote)




Was gehört typischerweise in die Einleitung einer Erlebniserzählung? (Die Ausgangssituation mit Figuren, Ort und Zeit) (!Die vollständige Lösung des Problems) (!Eine sachliche Quellenangabe) (!Eine Liste aller verwendeten Wörter)




Was ist der Höhepunkt einer Erlebniserzählung? (Die spannendste und entscheidende Stelle der Handlung) (!Der erste Satz der Geschichte) (!Die Überschrift des Textes) (!Der sachliche Hinweis auf die Quelle)




Warum ist direkte Rede in einer Erlebniserzählung nützlich? (Sie macht Gespräche und Reaktionen lebendig) (!Sie ersetzt die Überschrift) (!Sie verhindert jeden Spannungsaufbau) (!Sie macht den Text automatisch sachlich)




Welche Zeitform wird in Erlebniserzählungen häufig als Grundzeit verwendet? (Präteritum) (!Futur zwei) (!Imperativ) (!Plusquamperfekt als einzige Zeitform)




Was bedeutet Zeitdehnung beim Erzählen? (Ein kurzer wichtiger Moment wird ausführlich erzählt) (!Ein langer Zeitraum wird in einem Wort zusammengefasst) (!Die Geschichte wird ohne Verben geschrieben) (!Alle Ereignisse werden ausgelassen)




Welche Schreibform ist im Gegensatz zur Erlebniserzählung besonders sachlich? (Bericht) (!Fantasieerzählung) (!Schilderung) (!Dialogszene)




Was macht einen guten Schluss aus? (Die Spannung wird sinnvoll aufgelöst und das Erlebnis wirkt nach) (!Alle Figuren verschwinden ohne Erklärung) (!Der Höhepunkt wird erst angekündigt) (!Die Einleitung wird wortgleich wiederholt)




Welche Überarbeitungsfrage passt besonders gut zu einer Erlebniserzählung? (Gibt es einen klaren Höhepunkt?) (!Sind alle Quellen im Literaturverzeichnis alphabetisch sortiert?) (!Stehen alle Rechenwege untereinander?) (!Wurde jede Figur mit Geburtsdatum genannt?)





Memory

Einleitung Ausgangssituation
Hauptteil Spannungssteigerung
Schluss Auflösung
Ich-Erzähler persönliche Sicht
Direkte Rede lebendige Gespräche
Zeitdehnung ausführlicher Moment
Sinneseindruck anschauliche Wahrnehmung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ideen sammeln Vor dem Schreiben
Einleitung gestalten Beginn der Erzählung
Spannung steigern Entwicklung im Hauptteil
Höhepunkt ausgestalten Entscheidende Szene
Schluss formulieren Auflösung und Nachwirkung






Kreuzworträtsel

Einleitung Wie heißt der erste Teil einer Erlebniserzählung?
Hauptteil In welchem Teil wird die Spannung hauptsächlich gesteigert?
Schluss Wie heißt der Teil, in dem die Handlung aufgelöst wird?
Spannung Was soll vor dem Höhepunkt wachsen?
Dialog Wie nennt man ein Gespräch zwischen Figuren?
Perspektive Welcher Begriff beschreibt die Sichtweise beim Erzählen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Erlebniserzählung erzählt ein besonderes

so, dass Leserinnen und Leser es miterleben können. Am Anfang steht eine passende

, die Figuren, Ort und Ausgangssituation vorstellt. Im Hauptteil wird die

Schritt für Schritt gesteigert. Die wichtigste Szene nennt man

. Gespräche können durch

lebendig gestaltet werden. Gedanken und Gefühle zeigen die

der Hauptfigur. Häufig wird als Grundzeit das

verwendet. Am Ende löst der

die Spannung auf.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Erlebnisliste: Sammle fünf kleine Erlebnisse aus Deinem Alltag, die sich für eine spannende Erzählung eignen könnten, und wähle das stärkste Erlebnis aus.
  2. Überschriftentraining: Erfinde zu einem Erlebnis drei verschiedene Überschriften und entscheide, welche am neugierigsten macht.
  3. Sinneswörter: Schreibe zu einem Ort Deiner Wahl je drei Wörter für Sehen, Hören, Fühlen und Riechen auf.
  4. Gefühl zeigen: Formuliere fünf Sätze um, in denen ein Gefühl nicht genannt, sondern durch Körperreaktionen gezeigt wird.


Standard

  1. Spannungsbogen planen: Erstelle zu einer eigenen Erlebniserzählung eine kurze Planung mit Einleitung, Steigerung, Höhepunkt und Schluss.
  2. Direkte Rede einsetzen: Schreibe eine Szene mit mindestens vier Sprecherwechseln, in der die direkte Rede die Spannung erhöht.
  3. Erzähltempo verändern: Erzähle denselben Moment einmal sehr kurz und einmal mit Zeitdehnung, und vergleiche die Wirkung.
  4. Text überarbeiten: Nimm einen eigenen Entwurf und verbessere Wortwahl, Satzanfänge, Zeitform und Höhepunkt mithilfe einer Checkliste.


Schwer

  1. Perspektivwechsel: Schreibe dasselbe Erlebnis einmal aus der Ich-Perspektive und einmal aus der Sicht einer Nebenfigur.
  2. Stimmungsaufbau: Gestalte eine Erlebniserzählung, in der die Stimmung langsam von harmlos zu unheimlich oder von unsicher zu erleichtert wechselt.
  3. Schreibformen vergleichen: Schreibe zu demselben Ereignis zuerst einen sachlichen Bericht und danach eine spannende Erlebniserzählung.
  4. Peer-Feedback: Entwickle mit einer Partnerin oder einem Partner ein Feedbackraster und überarbeite Deine Erzählung nach den Rückmeldungen.



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Lernkontrolle

  1. Schreibform erkennen: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum ein Text eher eine Erlebniserzählung als ein Bericht ist.
  2. Spannung analysieren: Untersuche eine kurze Erzählung und zeige, mit welchen sprachlichen Mitteln Spannung aufgebaut wird.
  3. Höhepunkt gestalten: Schreibe eine vorgegebene sachliche Ereignisfolge so um, dass ein klarer Höhepunkt entsteht.
  4. Perspektive bewerten: Vergleiche die Wirkung einer Ich-Erzählung mit der Wirkung einer personalen Erzählweise am selben Erlebnis.
  5. Überarbeitung begründen: Überarbeite einen schwachen Erzählanfang und begründe, welche Änderungen die Leserinnen und Leser stärker in die Situation hineinziehen.
  6. Transferaufgabe: Wähle ein reales Erlebnis aus Schule, Sport oder Familie und entscheide, welche Details Du weglässt, welche Du ausbaust und warum.




Lernnachweis

Für einen gelungenen Lernnachweis zur Erlebniserzählung solltest Du zeigen, dass Du eine Schreibform bewusst planen, ausführen und überarbeiten kannst.

  1. Themenverständnis: Du erkennst, was eine Erlebniserzählung von Bericht, Beschreibung und Nacherzählung unterscheidet.
  2. Textaufbau: Du gestaltest Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss nachvollziehbar.
  3. Sprachgestaltung: Du nutzt anschauliche Verben, passende Adjektive, Sinneseindrücke und direkte Rede.
  4. Erzählperspektive: Du hältst die gewählte Perspektive durch und machst Gedanken und Gefühle sichtbar.
  5. Spannungsbogen: Du steigerst die Handlung bis zu einer entscheidenden Szene.
  6. Überarbeitungskompetenz: Du prüfst Deinen Text auf Zeitform, Satzanfänge, Wortwiederholungen, Verständlichkeit und Wirkung.
  7. Reflexion: Du kannst erklären, welche Entscheidungen Deinen Text spannender und anschaulicher gemacht haben.




OERs zum Thema



Medien zum Weiterlernen

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Checkliste für Deine eigene Erlebniserzählung

Bereich Kriterium Tipp
Idee Das Erlebnis ist klar eingegrenzt. Erzähle lieber ein starkes Erlebnis genau als viele Ereignisse oberflächlich.
Aufbau Einleitung, Hauptteil und Schluss sind erkennbar. Markiere beim Überarbeiten die drei Teile in verschiedenen Farben.
Spannung Der Höhepunkt ist deutlich ausgestaltet. Verlangsame die wichtigste Szene mit Gedanken, Geräuschen und Körperreaktionen.
Sprache Die Wortwahl ist anschaulich und abwechslungsreich. Ersetze allgemeine Verben durch genauere Verben.
Direkte Rede Gespräche wirken sinnvoll und korrekt gezeichnet. Prüfe Anführungszeichen, Kommas und Redebegleitsätze.
Zeitform Die Grundzeit bleibt einheitlich. Unterstreiche alle Verben und überprüfe die Zeitform.
Schluss Das Erlebnis wird sinnvoll aufgelöst. Zeige, was die Figur am Ende fühlt, denkt oder gelernt hat.


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