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Eine Bildergeschichte schreiben - Schreibformen

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Eine Bildergeschichte schreiben - Schreibformen




Einleitung

Eine Bildergeschichte schreiben bedeutet, aus einer Folge von Bildern eine zusammenhängende, spannende und gut verständliche Erzählung zu gestalten. Die Bilder liefern Dir wichtige Hinweise: Figuren, Ort, Zeit, Handlung, Gefühle, Probleme und manchmal auch den Höhepunkt der Geschichte. Deine Aufgabe ist es, diese Hinweise genau zu beobachten, sinnvoll zu verbinden und mit eigenen sprachlichen Mitteln lebendig auszugestalten.

Eine Bildergeschichte gehört zu den Schreibformen im Fach Deutsch. Sie ist vor allem eine erzählende Schreibform. Du beschreibst also nicht nur, was auf den Bildern zu sehen ist, sondern machst daraus eine Geschichte mit Einleitung, Hauptteil und Schluss. Besonders wichtig sind dabei passende Satzanfänge, abwechslungsreiche Verben, treffende Adjektive, wörtliche Rede, Gedanken und Gefühle der Figuren sowie ein klarer Spannungsbogen.

Die bekannte Bildergeschichte Umgang mit Wespen aus der Reihe Vater und Sohn zeigt sehr gut, wie mehrere Bilder zusammen eine Handlung ergeben. Auch wenn Bilder manchmal ohne Text auskommen, musst Du beim Schreiben daraus einen vollständigen Text entwickeln. Du entscheidest, was zwischen den Bildern passiert, was die Figuren denken, wie sie sprechen und warum sie so handeln.

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Lernziele

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du eine Bildergeschichte planst, schreibst und überarbeitest. Du sollst am Ende nicht nur wissen, was eine Bildergeschichte ist, sondern selbst eine gute Geschichte verfassen können.

  1. Bildergeschichte erkennen: Du erklärst, was eine Bildergeschichte von einer bloßen Bildbeschreibung unterscheidet.
  2. Bilder genau untersuchen: Du entnimmst einer Bildfolge wichtige Informationen zu Figuren, Ort, Zeit und Handlung.
  3. Schreibplan erstellen: Du ordnest Deine Ideen sinnvoll, bevor Du den Text schreibst.
  4. Spannung aufbauen: Du entwickelst aus den Bildern eine Geschichte mit Höhepunkt.
  5. Wörtliche Rede verwenden: Du machst Gespräche lebendig und korrekt.
  6. Texte überarbeiten: Du prüfst Deinen Text mit einer Checkliste und verbesserst ihn gezielt.


Was ist eine Bildergeschichte?

Eine Bildergeschichte ist eine Geschichte, die auf einer Folge von Bildern beruht. Die Bilder zeigen meistens wichtige Stationen einer Handlung. Zwischen den Bildern gibt es oft Lücken. Diese Lücken musst Du beim Schreiben sinnvoll füllen. Deshalb ist eine Bildergeschichte mehr als eine einfache Bildbeschreibung.

Bei einer Bildbeschreibung beschreibst Du möglichst genau, was auf einem Bild zu sehen ist. Bei einer Bildergeschichte erzählst Du dagegen, was passiert. Du schreibst also eine Erzählung, die aus den Bildern entsteht. Die Bilder sind der Ausgangspunkt, aber Dein Text muss auch ohne die Bilder verständlich sein.

Eine gute Bildergeschichte beantwortet wichtige Fragen: Wer handelt? Wo und wann spielt die Geschichte? Was passiert zuerst? Welches Problem entsteht? Was ist der spannendste Moment? Wie endet die Geschichte? Wenn Du diese Fragen beantworten kannst, hast Du bereits einen starken Schreibplan.


Bildergeschichte als Schreibform

Die Bildergeschichte gehört zu den Schreibformen, weil sie eine bestimmte Art des Schreibens trainiert. Sie verbindet Sehen, Denken, Ordnen und Erzählen. Besonders im Deutschunterricht hilft sie Dir, aus Beobachtungen einen zusammenhängenden Text zu entwickeln.

Im Mittelpunkt steht das erzählende Schreiben. Du sollst eine Handlung so darstellen, dass Leserinnen und Leser sie gerne lesen. Dafür brauchst Du eine klare Reihenfolge, passende Übergänge und sprachliche Mittel, die Spannung erzeugen. Wichtig ist, dass Du nicht bei jedem Bild trocken aufzählst, was darauf zu sehen ist. Stattdessen soll Dein Text wie eine echte Geschichte klingen.


Unterschied zu anderen Schreibformen

Die Bildergeschichte steht zwischen mehreren Schreibformen, unterscheidet sich aber deutlich von ihnen.

  1. Erzählung: Bei der Bildergeschichte erzählst Du eine Handlung mit Spannung, Höhepunkt und Schluss.
  2. Beschreibung: Eine Beschreibung erklärt, wie etwas aussieht. Eine Bildergeschichte erzählt, was geschieht.
  3. Bericht: Ein Bericht ist sachlich und knapp. Eine Bildergeschichte darf lebendig, anschaulich und spannend sein.
  4. Inhaltsangabe: Eine Inhaltsangabe fasst einen vorhandenen Text zusammen. Eine Bildergeschichte entsteht aus Bildern.
  5. Comic: Ein Comic erzählt oft direkt mit Bildern und Sprechblasen. Bei der Bildergeschichte schreibst Du den Text selbst aus.


Die Bilder genau untersuchen

Bevor Du schreibst, musst Du die Bilder gründlich betrachten. Viele Fehler entstehen, wenn man zu schnell mit dem Text beginnt. Dann übersieht man wichtige Hinweise oder erzählt etwas, das nicht zu den Bildern passt.

Achte zuerst auf die Reihenfolge. Meistens sind die Bilder von links nach rechts und von oben nach unten angeordnet. Prüfe, ob die Handlung logisch aufgebaut ist. Manchmal zeigt ein Bild die Ausgangssituation, ein anderes das Problem, ein weiteres den Höhepunkt und das letzte Bild die Lösung.

Danach untersuchst Du die Figuren. Überlege, wer die Hauptfigur ist, was sie möchte, wie sie sich fühlt und wie sich ihre Stimmung verändert. Beobachte auch die Nebenfiguren. Sie können helfen, stören, warnen, lachen oder eine wichtige Wendung auslösen.

Schließlich achtest Du auf Gegenstände, Gesichtsausdrücke, Bewegungen und den Hintergrund. Kleine Details können große Bedeutung haben. Ein offenes Fenster, ein umgekippter Eimer, eine dunkle Wolke oder ein erschrockener Blick können Hinweise auf die Handlung geben.


Die W-Fragen nutzen

Die W-Fragen helfen Dir, die Bilder zu verstehen und Deinen Text vorzubereiten.

  1. Wer: Welche Figuren kommen vor?
  2. Wo: An welchem Ort spielt die Geschichte?
  3. Wann: Zu welcher Tageszeit oder Jahreszeit könnte die Geschichte spielen?
  4. Was: Was passiert in den einzelnen Bildern?
  5. Warum: Warum handeln die Figuren so?
  6. Wie: Wie fühlen sich die Figuren?
  7. Welche Folge: Was passiert wegen einer Handlung?

Wenn Du diese Fragen beantwortest, entsteht aus der Bildfolge ein erster Erzählplan.


Der Aufbau einer Bildergeschichte

Eine gute Bildergeschichte hat einen klaren Aufbau. Der klassische Aufbau besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diese drei Teile helfen Dir, Deine Ideen zu ordnen und einen verständlichen Text zu schreiben.

Der Spannungsbogen kann Dir zeigen, wie eine Geschichte aufgebaut ist. Am Anfang lernen die Leserinnen und Leser die Situation kennen. Dann entwickelt sich ein Problem. Im Hauptteil steigt die Spannung. Der Höhepunkt ist der spannendste Moment. Danach wird die Geschichte aufgelöst und endet sinnvoll.


Einleitung

Die Einleitung führt in die Geschichte ein. Sie sollte kurz sein, aber wichtige Informationen nennen. In der Einleitung erfährt man meistens, wer vorkommt, wo die Geschichte spielt und wann sie beginnt. Außerdem kann die Einleitung neugierig machen.

Eine gute Einleitung verrät noch nicht alles. Sie öffnet die Tür zur Geschichte. Statt sofort den Höhepunkt zu erzählen, baust Du die Situation langsam auf. Du kannst mit einer passenden Stimmung beginnen: ein sonniger Morgen, ein unruhiger Schultag, ein Ausflug, ein Streit oder eine überraschende Entdeckung.

Beispielhafte Einleitung: An einem warmen Nachmittag spielte Ben im Garten, während seine Schwester Mia auf der Terrasse ein Glas Saft trank. Niemand ahnte, dass gleich ein kleines Missgeschick passieren würde.


Hauptteil

Der Hauptteil ist der längste Teil der Bildergeschichte. Hier erzählst Du die Handlung Schritt für Schritt. Du verbindest die einzelnen Bilder sinnvoll miteinander. Besonders wichtig ist, dass die Geschichte nicht sprunghaft wirkt. Zwischen den Bildern musst Du Übergänge schaffen.

Im Hauptteil steigt die Spannung. Ein Problem entsteht, wird größer und führt schließlich zum Höhepunkt. Du solltest nicht nur äußere Handlungen erzählen. Schreibe auch, was die Figuren denken, fühlen oder sagen. Dadurch wird Deine Geschichte lebendiger.

Verwende abwechslungsreiche Satzanfänge wie Plötzlich, Kurz darauf, In diesem Moment, Erschrocken, Nach einer Weile oder Zum Glück. Achte aber darauf, nicht immer denselben Satzanfang zu verwenden.


Höhepunkt

Der Höhepunkt ist der spannendste Moment der Geschichte. Hier entscheidet sich, wie das Problem ausgeht. In einer Bildergeschichte liegt der Höhepunkt oft in einem der letzten Bilder. Manchmal musst Du ihn besonders anschaulich ausgestalten.

Ein Höhepunkt kann ein Missgeschick, eine Entdeckung, eine Rettung, ein Streit, eine Überraschung oder eine lustige Wendung sein. Wichtig ist, dass der Höhepunkt nicht zu kurz erzählt wird. Beschreibe, was die Figur sieht, hört, denkt und fühlt. So erleben die Leserinnen und Leser den Moment mit.


Schluss

Der Schluss löst die Geschichte auf. Er zeigt, was nach dem Höhepunkt passiert. Ein guter Schluss ist kurz, aber rund. Er kann lustig, nachdenklich, erleichternd oder überraschend sein. Wichtig ist, dass die Geschichte nicht einfach abbricht.

Manchmal enthält der Schluss auch eine kleine Erkenntnis. Eine Figur lernt etwas, entschuldigt sich, lacht über sich selbst oder nimmt sich vor, beim nächsten Mal vorsichtiger zu sein. Der Schluss sollte zur Stimmung der Geschichte passen.


Sprache einer guten Bildergeschichte

Eine Bildergeschichte lebt von anschaulicher Sprache. Du musst nicht möglichst kompliziert schreiben. Viel wichtiger ist, dass Deine Sätze klar, abwechslungsreich und passend sind.


Zeitform

Viele Bildergeschichten werden im Präteritum geschrieben. Das Präteritum ist die typische Erzählzeit in vielen schriftlichen Geschichten. Beispiele sind: ging, sah, rief, stolperte, lachte und erschrak.

Du kannst eine Bildergeschichte auch im Präsens schreiben, wenn Deine Lehrkraft das verlangt oder wenn die Geschichte besonders unmittelbar wirken soll. Wichtig ist aber, dass Du nicht ständig zwischen den Zeiten wechselst.


Erzählperspektive

Meistens wird eine Bildergeschichte in der Er-Perspektive oder Sie-Perspektive geschrieben. Du erzählst also zum Beispiel: Tom öffnete vorsichtig die Tür. Oder: Lena merkte sofort, dass etwas nicht stimmte.

Manchmal ist auch die Ich-Perspektive möglich. Dann schreibst Du aus der Sicht einer Figur. Diese Perspektive kann sehr lebendig sein, muss aber konsequent durchgehalten werden.


Wörtliche Rede

Wörtliche Rede macht eine Bildergeschichte lebendig. Figuren können fragen, rufen, flüstern, warnen oder sich entschuldigen. Wichtig ist, dass die wörtliche Rede zur Situation passt und korrekt mit Anführungszeichen geschrieben wird.

Beispiel: „Pass auf!“, rief Mia erschrocken. „Der Ball rollt direkt auf die Straße!“

Verwende wörtliche Rede nicht in jedem Satz. Sie ist besonders dann sinnvoll, wenn eine Figur etwas Wichtiges sagt oder wenn die Stimmung dadurch deutlicher wird.


Gedanken und Gefühle

Bilder zeigen oft Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen. Daraus kannst Du Gedanken und Gefühle ableiten. Wenn eine Figur die Augen weit aufreißt, könnte sie erschrocken sein. Wenn sie lächelt, freut sie sich vielleicht. Wenn sie die Schultern hängen lässt, ist sie traurig oder enttäuscht.

Schreibe nicht nur: Er war traurig. Besser ist oft: Enttäuscht senkte er den Blick und trat mit dem Fuß gegen einen kleinen Stein. So zeigst Du das Gefühl durch Handlung.


Treffende Verben und Adjektive

Treffende Verben machen die Handlung genauer. Statt immer gehen zu schreiben, kannst Du schleichen, rennen, stolpern, hüpfen, eilen oder trotten verwenden. Statt immer sagen zu schreiben, kannst Du rufen, flüstern, fragen, antworten, jammern oder murmeln schreiben.

Auch Adjektive helfen, eine Szene anschaulich zu gestalten. Verwende sie aber gezielt. Zu viele Adjektive machen einen Text schwerfällig. Ein treffendes Adjektiv ist besser als drei ungenaue.


Vom Bild zum Text: Der Schreibprozess

Eine gute Bildergeschichte entsteht in mehreren Schritten. Wenn Du sofort losschreibst, fehlt oft die Ordnung. Ein Schreibprozess hilft Dir, Deine Ideen zu sammeln, zu sortieren und zu verbessern.


Schritt 1: Bilder betrachten

Schau Dir jedes Bild genau an. Notiere zu jedem Bild kurze Stichwörter. Schreibe noch keine ganzen Sätze. Achte auf Figuren, Ort, Handlung, Gefühle und wichtige Gegenstände.


Schritt 2: Handlung ordnen

Überlege, was vor dem ersten Bild passiert sein könnte und was zwischen den Bildern geschieht. Bildergeschichten zeigen oft nur wichtige Momente. Du musst die Lücken sinnvoll füllen. Dabei darfst Du kreativ sein, aber Deine Ideen müssen zu den Bildern passen.


Schritt 3: Überschrift finden

Eine gute Überschrift macht neugierig und passt zur ganzen Geschichte. Sie sollte nicht zu allgemein sein. Ein lustiger Tag ist meistens zu ungenau. Besser sind Überschriften wie Der verschwundene Schlüssel, Ein gefährlicher Schuss oder Die Wespenfalle.


Schritt 4: Einleitung, Hauptteil und Schluss planen

Ordne Deine Stichwörter den drei Teilen zu. Die Einleitung stellt die Situation vor. Der Hauptteil erzählt das Problem und den Höhepunkt. Der Schluss löst die Geschichte auf. Ein kurzer Plan hilft Dir, beim Schreiben den Überblick zu behalten.


Schritt 5: Entwurf schreiben

Schreibe Deinen ersten Text. Achte darauf, dass die Handlung in der richtigen Reihenfolge erzählt wird. Verwende passende Satzanfänge und verbinde die Bilder mit Übergängen. Erzähle nicht zu knapp, aber auch nicht zu langatmig.


Schritt 6: Überarbeiten

Überarbeiten ist ein wichtiger Teil des Schreibens. Prüfe Deinen Text auf Inhalt, Aufbau, Sprache und Rechtschreibung. Gute Autorinnen und Autoren verbessern ihre Texte mehrfach.


Checkliste für Deine Bildergeschichte

Mit dieser Checkliste kannst Du Deinen Text prüfen.

  1. Überschrift: Passt die Überschrift zur ganzen Geschichte und macht sie neugierig?
  2. Einleitung: Werden Figuren, Ort und Zeit verständlich eingeführt?
  3. Reihenfolge: Wird die Handlung logisch und vollständig erzählt?
  4. Hauptteil: Gibt es ein Problem und einen klaren Höhepunkt?
  5. Schluss: Hat die Geschichte ein sinnvolles Ende?
  6. Spannung: Wird der wichtigste Moment ausführlich genug erzählt?
  7. Sprache: Gibt es abwechslungsreiche Satzanfänge, Verben und Adjektive?
  8. Wörtliche Rede: Wird wörtliche Rede passend und korrekt verwendet?
  9. Gefühl: Werden Gedanken und Gefühle der Figuren deutlich?
  10. Rechtschreibung: Sind Satzzeichen, Großschreibung und Zeitform überprüft?


Häufige Fehler und wie Du sie vermeidest

Viele Bildergeschichten wirken schwach, weil sie nur die Bilder aufzählen. Dann steht in jedem Satz: Auf dem ersten Bild sieht man... Auf dem zweiten Bild sieht man... Das ist keine spannende Erzählung. Besser ist es, die Handlung flüssig zu erzählen.

Ein weiterer Fehler ist ein fehlender Zusammenhang. Wenn zwischen zwei Bildern plötzlich etwas ganz anderes passiert, werden Leserinnen und Leser verwirrt. Deshalb brauchst Du Übergänge. Wörter wie danach, währenddessen, plötzlich, kurz darauf und schließlich helfen Dir.

Auch ein zu kurzer Höhepunkt ist ein häufiger Fehler. Gerade der spannendste Moment muss besonders anschaulich erzählt werden. Nimm Dir dort Zeit für Gefühle, Geräusche, Bewegungen und wörtliche Rede.

Manchmal passt das Ende nicht zu den Bildern. Achte darauf, dass Dein Schluss aus der Handlung hervorgeht. Er darf überraschend sein, aber nicht unlogisch.


Beispiel: Aus Stichwörtern wird eine Geschichte

Stell Dir eine Bildfolge vor: Ein Junge spielt im Park Fußball. Der Ball rollt in ein Gebüsch. Der Junge hört ein Fiepen. Er entdeckt einen verletzten Vogel. Gemeinsam mit seiner Freundin bringt er den Vogel zu einer Tierärztin. Am Ende darf der Vogel wieder fliegen.

Aus dieser Bildfolge könntest Du Stichwörter sammeln: Park, Fußball, Gebüsch, Fiepen, verletzter Vogel, Hilfe, Tierärztin, glückliches Ende.

Daraus entsteht eine Erzählung. Du könntest mit einem sonnigen Nachmittag beginnen, dann den verlorenen Ball erzählen, den Moment im Gebüsch spannend machen und am Ende zeigen, wie die Kinder sich freuen. So wird aus einer einfachen Bildfolge eine vollständige Geschichte.


Schreibformen im Vergleich

Das Thema Eine Bildergeschichte schreiben hilft Dir auch, andere Schreibformen besser zu verstehen. Im Deutschunterricht ist es wichtig, die Absicht eines Textes zu erkennen.

  1. Erzählen: Du gestaltest eine Handlung lebendig und spannend.
  2. Beschreiben: Du stellst genau dar, wie etwas aussieht oder funktioniert.
  3. Berichten: Du informierst sachlich über ein Ereignis.
  4. Argumentieren: Du begründest eine Meinung.
  5. Zusammenfassen: Du gibst das Wichtigste knapp wieder.

Bei der Bildergeschichte steht das Erzählen im Vordergrund. Trotzdem brauchst Du manchmal kleine beschreibende Stellen, zum Beispiel wenn Du einen Ort, eine Figur oder einen Gegenstand genauer darstellst. Entscheidend ist, dass die Beschreibung der Handlung dient.


Tipps für starke Texte

Ein starker Text entsteht nicht nur durch richtige Rechtschreibung. Er entsteht durch gute Entscheidungen beim Erzählen. Beginne nicht immer gleich. Baue Spannung auf. Zeige Gefühle. Lass die Figuren handeln und sprechen. Verwende Wörter, die genau passen.

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Ein besonders guter Tipp lautet: Zeige, was passiert, statt es nur zu behaupten. Schreibe also nicht nur: Lina hatte Angst. Schreibe besser: Lina hielt den Atem an, presste die Hände an die Brust und wagte kaum, sich zu bewegen. So können Leserinnen und Leser die Angst miterleben.


Wortschatz für Bildergeschichten

Ein passender Wortschatz hilft Dir beim Schreiben. Du kannst eigene Wortfelder anlegen.

  1. Satzanfang: Zuerst, Kurz darauf, Währenddessen, Plötzlich, Erschrocken, Nach einer Weile, Schließlich, Zum Glück
  2. Verb: schleichen, rufen, stolpern, entdecken, bemerken, zögern, flüstern, retten, lachen, staunen
  3. Gefühl: erleichtert, erschrocken, neugierig, wütend, beschämt, stolz, ängstlich, fröhlich
  4. Geräusch: knarren, rascheln, klirren, poltern, summen, krachen, piepsen, rauschen
  5. Spannung: plötzlich, unerwartet, im letzten Moment, mit zitternden Händen, voller Sorge, atemlos


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Bildergeschichte? (Eine Erzählung zu einer Folge von Bildern) (!Eine reine Liste von Gegenständen) (!Ein sachlicher Unfallbericht) (!Eine Sammlung von Rechenaufgaben)




Was gehört besonders in die Einleitung einer Bildergeschichte? (Wer wo und wann) (!Nur die Lösung des Problems) (!Alle wörtlichen Reden) (!Die Rechtschreibregeln)




Warum musst Du die Bilder vor dem Schreiben genau betrachten? (Damit Du wichtige Hinweise für die Handlung erkennst) (!Damit Du die Bilder auswendig lernst) (!Damit Du keine Überschrift brauchst) (!Damit Du den Schluss weglassen kannst)




Welche Zeitform wird häufig für schriftliche Erzählungen verwendet? (Präteritum) (!Futur) (!Imperativ) (!Infinitiv)




Was macht eine Bildergeschichte lebendiger? (Gefühle Gedanken und wörtliche Rede) (!Nur sehr kurze Hauptsätze) (!Viele Wiederholungen) (!Eine reine Aufzählung der Bilder)




Was ist der Höhepunkt einer Geschichte? (Der spannendste Moment) (!Die Überschrift) (!Die erste Bildnummer) (!Die Rechtschreibkontrolle)




Was solltest Du zwischen zwei Bildern tun? (Die Handlung sinnvoll verbinden) (!Eine neue unpassende Geschichte beginnen) (!Die Figuren vergessen) (!Nur die Farben aufzählen)




Was macht einen guten Schluss aus? (Er löst die Geschichte sinnvoll auf) (!Er bricht mitten im Satz ab) (!Er widerspricht allen Bildern) (!Er enthält nur eine Überschrift)




Welche Schreibform steht bei der Bildergeschichte im Mittelpunkt? (Erzählen) (!Rechnen) (!Abschreiben) (!Tabellieren)




Was hilft Dir beim Überarbeiten Deiner Bildergeschichte? (Eine Checkliste) (!Ein zufälliger Satz) (!Ein leerer Zettel) (!Eine falsche Reihenfolge)





Memory

Einleitung Wer wo wann
Hauptteil Problem und Höhepunkt
Schluss Auflösung der Geschichte
Wörtliche Rede Figuren sprechen
Präteritum Erzählzeit
Satzanfänge Übergänge im Text
Gefühle Innere Handlung
Überschrift Neugier wecken





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Bildbetrachtung Hinweise sammeln
Schreibplan Reihenfolge ordnen
Einleitung Situation vorstellen
Hauptteil Spannung steigern
Schluss Ende gestalten





Kreuzworträtsel

Einleitung Wie heißt der Anfangsteil einer Bildergeschichte?
Hauptteil Welcher Teil enthält Problem und Höhepunkt?
Schluss Wie heißt der letzte Teil der Geschichte?
Spannung Was entsteht durch ein Problem und eine offene Lösung?
Präteritum Welche Zeitform wird häufig beim schriftlichen Erzählen genutzt?
Wortfeld Wie nennt man Wörter zu einem gemeinsamen Bedeutungsbereich?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Bildergeschichte entsteht aus einer Folge von

. Bevor Du schreibst, untersuchst Du Figuren, Orte und

. In der Einleitung klärst Du Wer, Wo und

. Im Hauptteil erzählst Du das Problem und steigerst die

. Der spannendste Moment heißt

. Am Ende löst der Schluss die Geschichte

auf. Eine lebendige Erzählung nutzt passende Verben, Gefühle und

. Viele Bildergeschichten werden im

geschrieben. Beim Überarbeiten hilft Dir eine

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bildbetrachtung: Wähle eine kurze Bilderfolge aus und notiere zu jedem Bild drei Stichwörter.
  2. Überschrift: Erfinde fünf verschiedene Überschriften zu derselben Bildergeschichte und entscheide, welche am neugierigsten macht.
  3. Satzanfang: Sammle zehn abwechslungsreiche Satzanfänge, die Du in einer Bildergeschichte verwenden kannst.
  4. Gefühl: Beschreibe zu drei Bildern, wie sich die Hauptfigur vermutlich fühlt, und begründe Deine Vermutung.


Standard

  1. Erzählplan: Erstelle zu einer Bildergeschichte einen Plan mit Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss.
  2. Wörtliche Rede: Schreibe zu einer Bildszene ein kurzes Gespräch zwischen zwei Figuren.
  3. Spannungsbogen: Markiere in einer Bildergeschichte den Moment, an dem die Spannung steigt, und erkläre Deine Entscheidung.
  4. Textüberarbeitung: Tausche Deinen Entwurf mit einer Partnerin oder einem Partner und gib mit der Checkliste hilfreiche Rückmeldung.


Schwer

  1. Perspektivwechsel: Schreibe dieselbe Bildergeschichte einmal aus der Sicht der Hauptfigur und einmal aus der Sicht einer Nebenfigur.
  2. Schreibformen: Verwandle eine Bildergeschichte zuerst in eine Erzählung und danach in einen sachlichen Bericht. Vergleiche beide Texte.
  3. Medienprojekt: Fotografiere mit einer Gruppe eine eigene Bilderfolge und schreibe dazu eine vollständige Geschichte.
  4. Sprachstil: Überarbeite einen einfachen Text so, dass er durch treffende Verben, Gedanken, Gefühle und wörtliche Rede lebendiger wird.



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Lernkontrolle

  1. Zusammenhang herstellen: Erkläre an einer neuen Bilderfolge, wie aus einzelnen Bildern eine zusammenhängende Handlung entsteht.
  2. Transferleistung: Vergleiche eine Bildergeschichte mit einem Bericht über dasselbe Ereignis und beschreibe die wichtigsten Unterschiede.
  3. Spannung analysieren: Untersuche, an welcher Stelle die Spannung am stärksten ist, und begründe Deine Meinung mit Hinweisen aus den Bildern.
  4. Erzählperspektive anwenden: Schreibe den Anfang einer Bildergeschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven und erkläre die Wirkung.
  5. Textqualität beurteilen: Bewerte eine fremde Bildergeschichte mit einer Checkliste und formuliere drei konkrete Verbesserungsvorschläge.
  6. Lücke füllen: Erfinde sinnvoll, was zwischen zwei Bildern passiert sein könnte, ohne den Bildinhalt zu verfälschen.
  7. Sprachliche Gestaltung: Überarbeite fünf einfache Sätze so, dass sie anschaulicher und spannender werden.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zum Thema Eine Bildergeschichte schreiben solltest Du zeigen, dass Du eine Bildfolge genau untersuchen und daraus eine vollständige Erzählung entwickeln kannst.

  1. Bildanalyse: Du beschreibst, welche Hinweise Du den Bildern entnommen hast.
  2. Schreibplan: Du legst einen Plan mit Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss vor.
  3. Erzähltext: Du schreibst eine vollständige Bildergeschichte mit passender Überschrift.
  4. Sprachgestaltung: Du verwendest treffende Verben, abwechslungsreiche Satzanfänge, Gedanken, Gefühle und wörtliche Rede.
  5. Überarbeitung: Du zeigst, wie Du Deinen Text anhand einer Checkliste verbessert hast.
  6. Reflexion: Du erklärst, was Dir beim Schreiben gelungen ist und was Du weiter üben möchtest.




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