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Ein eigenes Märchen schreiben

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Ein eigenes Märchen schreiben



Einleitung

Ein eigenes Märchen schreiben bedeutet, eine fantastische Erzählung zu gestalten, in der Wunder, Prüfungen, klare Gegensätze und eine besondere Märchensprache zusammenwirken. In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du die typischen Märchenmerkmale erkennst, eigene Figuren erfindest, eine spannende Handlung planst und Dein Märchen so überarbeitest, dass es wie ein echtes Märchen wirkt.

Märchen gehören zu den bekanntesten Formen der Literatur. Viele Volksmärchen wurden lange mündlich weitererzählt, bevor sie gesammelt und aufgeschrieben wurden. Besonders bekannt sind im deutschsprachigen Raum die Brüder Grimm mit ihrer Sammlung Kinder- und Hausmärchen. Daneben gibt es Kunstmärchen, die von einer bestimmten Autorin oder einem bestimmten Autor bewusst erfunden und literarisch gestaltet wurden. Für Dein eigenes Märchen darfst Du klassische Märchenbausteine nutzen, sie verändern und mit neuen Ideen verbinden.


Was ist ein Märchen?

Ein Märchen ist eine kurze bis mittellange Erzählform, in der meist etwas Wunderbares geschieht. Tiere können sprechen, magische Gegenstände helfen, böse Figuren werden bestraft, gute Figuren werden belohnt und scheinbar unmögliche Aufgaben können gelöst werden. Viele Märchen beginnen mit einer unbestimmten Zeitangabe wie Es war einmal und enden mit einer Schlussformel wie Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Typisch ist, dass Märchen nicht wie ein genauer Bericht wirken. Ort und Zeit bleiben oft unbestimmt: Ein Königreich liegt hinter den sieben Bergen, ein Wald ist dunkel und geheimnisvoll, eine Hütte steht irgendwo im Märchenland. Dadurch können Leserinnen und Leser das Märchen nicht auf eine genaue Landkarte setzen, sondern erleben es als allgemeingültige Geschichte über Mut, Angst, Neid, Treue, Gerechtigkeit, Hoffnung oder Klugheit.


Volksmärchen und Kunstmärchen

Volksmärchen sind Erzählungen, die lange Zeit mündlich weitergegeben wurden. Sie haben oft keinen bekannten ursprünglichen Verfasser. Beim Weitererzählen konnten Einzelheiten verändert werden. Deshalb gibt es von manchen Märchen verschiedene Fassungen. Volksmärchen wirken häufig schlicht, klar aufgebaut und formelhaft.

Kunstmärchen wurden bewusst von bekannten Autorinnen oder Autoren geschrieben. Sie können stärker ausgeschmückt sein, genauere Orte enthalten, eine persönlichere Sprache verwenden oder ein Ende haben, das nicht nur glücklich ist. Trotzdem greifen auch Kunstmärchen oft typische Motive des Märchens auf: Wunder, Verwandlungen, fantastische Wesen, schwierige Prüfungen oder die Sehnsucht nach einem besseren Leben.


Märchenmerkmale erkennen

Wenn Du ein eigenes Märchen schreiben möchtest, brauchst Du einen Werkzeugkasten aus typischen Merkmalen. Nicht jedes Märchen enthält jedes Merkmal, aber je mehr passende Merkmale Du bewusst einsetzt, desto deutlicher erkennt man Deine Erzählung als Märchen.

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Typische Merkmale eines Märchens

  1. Anfangsformel: Viele Märchen beginnen mit einer Formel wie Es war einmal.
  2. Schlussformel: Viele Märchen enden mit einer Formel, die das Geschehen abschließt.
  3. Unbestimmtheit: Zeit und Ort bleiben oft ungenau.
  4. Wunder: Magie, Verwandlungen oder übernatürliche Kräfte gehören selbstverständlich zur Handlung.
  5. Gegensatz: Gut und Böse, arm und reich, klug und dumm oder mutig und feige stehen einander oft deutlich gegenüber.
  6. Prüfung: Die Hauptfigur muss eine Aufgabe lösen, eine Gefahr bestehen oder eine Entscheidung treffen.
  7. Helferfigur: Tiere, alte Frauen, Feen, Zwerge oder geheimnisvolle Gestalten helfen oft weiter.
  8. Zahlensymbolik: Die Zahlen Drei, Sieben und Zwölf kommen häufig vor.
  9. Wiederholung: Handlungen, Sprüche oder Prüfungen wiederholen sich, oft mit Steigerung.
  10. Gerechtigkeit: Am Ende wird häufig das Gute belohnt und das Böse bestraft.


Märchenhafte Orte

Märchenorte sind mehr als nur Kulissen. Sie erzeugen Stimmung und zeigen, welche Art von Herausforderung die Hauptfigur erwartet. Ein Wald kann für Gefahr und Unsicherheit stehen. Ein Schloss kann Macht, Reichtum oder Gefangenschaft bedeuten. Eine Höhle kann ein Ort der Angst sein, aber auch ein Ort, an dem ein Schatz verborgen ist. Eine Hütte wirkt oft einfach und arm, kann aber eine wichtige Begegnung ermöglichen.


Märchenhafte Figuren

In einem Märchen gibt es meist klar erkennbare Rollen. Die Heldin oder der Held steht im Mittelpunkt. Diese Figur ist nicht immer stark, aber sie wächst an einer Aufgabe. Eine Gegenspielerin oder ein Gegenspieler erschwert den Weg. Eine Helferfigur unterstützt die Hauptfigur, oft nachdem diese freundlich, mutig oder hilfsbereit gehandelt hat. Manchmal gibt es auch eine Prüferfigur, die testet, ob die Hauptfigur einen guten Charakter besitzt.

Märchenfiguren müssen nicht so ausführlich beschrieben werden wie Figuren in einem Roman. Häufig reichen wenige klare Eigenschaften: mutig, neidisch, gutherzig, gierig, klug, verwöhnt, treu oder grausam. Wichtig ist, dass die Eigenschaften zur Handlung passen.


Aufbau eines eigenen Märchens

Ein gutes Märchen braucht einen klaren Spannungsbogen. Du kannst Dich an einem einfachen Aufbau orientieren. Dieser Aufbau hilft Dir, nicht nur einzelne schöne Ideen zu sammeln, sondern daraus eine vollständige Geschichte zu entwickeln.


Anfang

Im Anfang führst Du die Märchenwelt ein. Du stellst die Hauptfigur vor und zeigst, in welcher Lage sie sich befindet. Oft gibt es schon hier einen Mangel, eine Ungerechtigkeit oder einen Wunsch. Die Hauptfigur ist arm, einsam, verachtet, verzaubert, gefangen oder auf der Suche nach etwas Wichtigem.

Beispielhafte Märchenanfänge sind: Es war einmal ein armer Holzfäller, der lebte mit seiner Tochter am Rand eines dunklen Waldes. Oder: Vor langer Zeit lag hinter den sieben Bergen ein Königreich, in dem seit sieben Jahren kein Vogel mehr sang.


Problem oder Auftrag

Nach dem Anfang braucht Dein Märchen ein zentrales Problem. Ohne Problem gibt es keine Spannung. Das Problem kann ein Fluch, eine verschwundene Person, eine ungerechte Herrschaft, eine unerfüllbare Aufgabe, ein verlorener Gegenstand oder ein gefährliches Wesen sein. Häufig erhält die Hauptfigur einen Auftrag: Sie soll jemanden retten, einen Schatz finden, ein Rätsel lösen oder eine böse Macht besiegen.


Weg und Prüfungen

Im Hauptteil begibt sich die Hauptfigur auf einen Weg. Dieser Weg kann durch einen Wald, über Berge, durch ein fremdes Königreich oder in eine unterirdische Welt führen. Auf diesem Weg begegnet die Hauptfigur Hindernissen. Besonders märchentypisch sind drei Prüfungen: Die erste Prüfung gelingt vielleicht leicht, die zweite wird schwieriger und die dritte entscheidet alles.


Hilfe und magischer Gegenstand

Viele Märchen zeigen, dass gutes Verhalten belohnt wird. Wenn die Hauptfigur einem Tier hilft, eine alte Frau respektvoll behandelt oder mit einem Fremden teilt, erhält sie später Hilfe. Diese Hilfe kann ein Zauberring, ein sprechender Vogel, ein unsichtbarer Mantel, ein heilendes Wasser, ein Schlüssel, ein Zauberspruch oder ein Rat sein.


Höhepunkt und Lösung

Der Höhepunkt ist die spannendste Stelle. Hier muss die Hauptfigur zeigen, was sie gelernt hat. Sie erkennt eine Täuschung, löst ein Rätsel, besiegt einen Gegner oder trifft eine mutige Entscheidung. Die Lösung soll nicht zufällig wirken. Auch wenn Magie vorkommt, sollte die Hauptfigur selbst etwas beitragen: Mut, Klugheit, Treue, Geduld, Hilfsbereitschaft oder Ehrlichkeit.


Schluss

Der Schluss stellt die Ordnung wieder her. Der Fluch wird gebrochen, die verschwundene Person kehrt zurück, das Königreich wird gerettet oder die Hauptfigur findet ein neues Zuhause. Viele klassische Märchen enden mit Belohnung und Gerechtigkeit. Achte aber darauf, dass die Belohnung zu Deiner Geschichte passt. Nicht immer muss es eine Hochzeit oder ein Schloss sein. Auch Frieden, Freiheit, Freundschaft oder Selbstvertrauen können ein märchenhafter Gewinn sein.


Märchensprache verwenden

Die Sprache ist entscheidend dafür, ob Dein Text wie ein Märchen klingt. Märchen sind meistens im Präteritum erzählt. Sie verwenden klare Sätze, wiederkehrende Formulierungen und eine bildhafte, aber nicht zu komplizierte Sprache.


Typische Formulierungen

  1. Anfangsformel: Es war einmal, Vor langer Zeit, In einem fernen Königreich.
  2. Ortsformel: hinter den sieben Bergen, am Rand eines dunklen Waldes, in einem Schloss aus schwarzem Stein.
  3. Wiederholung: Da ging er weiter und weiter, dreimal klopfte sie an die Tür, zum ersten, zum zweiten und zum dritten Mal.
  4. Zauberspruch: Silberglanz und Mondenschein, öffne mir das Tor hinein.
  5. Schlussformel: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.


Direkte Rede im Märchen

Direkte Rede macht Dein Märchen lebendig. Sie sollte aber nicht zu modern klingen. Eine Königin sagt eher: Wer wagt es, mein Geheimnis zu suchen? als: Was machst du denn hier? Ein sprechender Fuchs könnte sagen: Hilf mir aus der Schlinge, und ich will Dir dreimal guten Rat geben.


Wiederholungen und Steigerungen

Wiederholungen sind im Märchen kein Fehler, sondern ein Stilmittel. Drei Begegnungen, drei Rätsel oder drei Wege machen die Handlung übersichtlich und spannend. Wichtig ist, dass sich etwas steigert: Die erste Aufgabe ist leicht, die zweite schwerer, die dritte fast unmöglich. Dadurch entsteht Spannung.


Ideen für Dein eigenes Märchen finden

Viele gute Märchen entstehen aus einfachen Fragen: Wer ist in Not? Was fehlt? Wer hilft? Wer hindert? Welche magische Regel gilt? Welche Entscheidung verändert alles?


Der Märchen-Baukasten

  1. Hauptfigur: Wähle eine Figur, mit der die Lesenden mitfühlen können.
  2. Wunsch: Gib Deiner Figur einen starken Wunsch oder ein klares Ziel.
  3. Mangel: Zeige, was fehlt oder ungerecht ist.
  4. Gegenspieler: Erfinde eine Figur oder Macht, die den Weg erschwert.
  5. Helferfigur: Baue eine Begegnung ein, bei der Freundlichkeit belohnt wird.
  6. Magischer Gegenstand: Erfinde einen Gegenstand, der nur unter bestimmten Bedingungen hilft.
  7. Prüfung: Plane mehrere Hindernisse, die immer schwieriger werden.
  8. Entscheidung: Lass die Hauptfigur selbst handeln.
  9. Lösung: Sorge dafür, dass das Ende zur Botschaft passt.
  10. Schlussformel: Runde Dein Märchen mit einem märchenhaften Satz ab.


Beispiele für Märchenideen

  1. Verzaubertes Königreich: Seit ein silberner Spiegel zerbrach, kann niemand mehr die Wahrheit sagen.
  2. Sprechendes Tier: Ein verletzter Rabe kennt den Weg zu einem Brunnen, der verlorene Erinnerungen zurückbringt.
  3. Magische Prüfung: Eine arme Schneiderin muss drei Kleider nähen, die aus Mondlicht, Wind und Morgentau bestehen.
  4. Geheimnisvoller Ort: Hinter einer Tür im alten Backhaus beginnt jede Nacht ein anderer Wald.
  5. Verwandlung: Ein Prinz wurde in einen Stein verwandelt, weil er nie jemandem zuhörte.


Vom Plan zum fertigen Märchen


Planung

Bevor Du schreibst, notiere Dir die wichtigsten Bausteine. Du brauchst keine vollständigen Sätze, aber klare Entscheidungen. Wer ist Deine Hauptfigur? Was will sie? Was steht ihr im Weg? Welche drei Prüfungen muss sie bestehen? Welche Hilfe bekommt sie? Wie endet die Geschichte?


Schreiben der ersten Fassung

In der ersten Fassung geht es darum, die Geschichte vollständig aufzuschreiben. Achte noch nicht auf jedes einzelne Wort. Wichtig ist, dass Anfang, Hauptteil und Schluss vorhanden sind. Du darfst später kürzen, verbessern und umstellen.


Überarbeiten

Beim Überarbeiten prüfst Du, ob Dein Märchen wirklich märchenhaft wirkt. Ergänze typische Formeln, verstärke die Wiederholungen, verbessere die direkte Rede und streiche moderne Wörter, die nicht passen. Prüfe außerdem, ob die Handlung logisch ist. Auch in einem Märchen braucht die Geschichte innere Stimmigkeit.


Schreibkonferenz

In einer Schreibkonferenz liest Du Dein Märchen anderen vor oder gibst es ihnen zum Lesen. Die Rückmeldung soll hilfreich und genau sein. Gute Rückmeldungen lauten nicht nur gut oder langweilig, sondern erklären, was wirkt und was verbessert werden kann. Zum Beispiel: Die drei Prüfungen sind spannend, aber der magische Ring kommt am Ende zu plötzlich. Vielleicht sollte er früher eingeführt werden.


Checkliste für Dein eigenes Märchen

  1. Märchenanfang: Beginnt Dein Text mit einer passenden Anfangsformel oder märchenhaften Einleitung?
  2. Märchenwelt: Sind Ort und Zeit märchenhaft und nicht zu genau?
  3. Hauptfigur: Hat Deine Hauptfigur ein klares Ziel oder Problem?
  4. Gegensatz: Gibt es einen erkennbaren Konflikt zwischen guten und bösen Kräften oder zwischen Wunsch und Hindernis?
  5. Wunderbares: Kommen Magie, Verwandlung, sprechende Tiere oder übernatürliche Hilfe vor?
  6. Prüfungen: Muss die Hauptfigur Aufgaben lösen oder Gefahren bestehen?
  7. Helferfigur: Gibt es eine Figur, die wegen einer guten Tat hilft?
  8. Zahlen: Nutzt Du märchentypische Zahlen wie drei oder sieben sinnvoll?
  9. Sprache: Klingen Wörter, Sätze und direkte Rede märchenhaft?
  10. Schluss: Wird die Geschichte sinnvoll abgeschlossen?

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Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Anfangsformel ist typisch für ein Märchen? (Es war einmal) (!Gestern um 15 Uhr) (!Laut Statistik) (!Sehr geehrte Damen und Herren)




Welche Eigenschaft passt besonders gut zu vielen Volksmärchen? (Unbestimmte Zeit und unbestimmter Ort) (!Genaue Datumsangaben) (!Sachliche Beweisführung) (!Fußnoten zu Quellen)




Was ist eine typische Aufgabe der Hauptfigur in einem Märchen? (Eine Prüfung bestehen) (!Eine Bedienungsanleitung schreiben) (!Ein Experiment protokollieren) (!Eine Nachrichtensendung moderieren)




Welche Zahl kommt in Märchen besonders häufig vor? (Drei) (!Achtundzwanzig) (!Neunzehn) (!Zweiundvierzig)




Welche Figur kann in einem Märchen eine Helferfigur sein? (Ein sprechender Fuchs) (!Ein Nachrichtensprecher) (!Ein Fahrkartenautomat) (!Ein Steuerberater)




Wozu dient ein magischer Gegenstand im Märchen häufig? (Er hilft bei der Lösung einer Aufgabe) (!Er erklärt eine wissenschaftliche Formel) (!Er ersetzt die Handlung vollständig) (!Er macht jede Prüfung überflüssig)




Welche Erzählzeit passt meistens zu einem Märchen? (Präteritum) (!Futur Zwei) (!Vorgangspassiv als Liste) (!Nur Gegenwart ohne Handlung)




Was macht eine gute Märchenprüfung spannend? (Sie wird mit jeder Stufe schwieriger) (!Sie wird gar nicht beschrieben) (!Sie hat nichts mit der Hauptfigur zu tun) (!Sie wird durch Zufall übersprungen)




Was ist ein typischer Unterschied zwischen Volksmärchen und Kunstmärchen? (Kunstmärchen haben meist eine bekannte Urheberschaft) (!Volksmärchen haben immer eine ISBN) (!Kunstmärchen dürfen keine Magie enthalten) (!Volksmärchen spielen immer in modernen Städten)




Welche Überarbeitung verbessert ein eigenes Märchen besonders? (Märchenhafte Formulierungen gezielt ergänzen) (!Alle magischen Elemente streichen) (!Den Schluss weglassen) (!Nur Fremdwörter einbauen)





Memory

Anfangsformel Es war einmal
Helferfigur Sprechendes Tier
Magischer Gegenstand Zauberring
Prüfung Rätsel lösen
Schlussformel Leben noch heute
Märchenort Dunkler Wald
Gegenspieler Böse Hexe
Märchenzahl Sieben





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Anfangsformel Märchenhafter Einstieg
Hauptfigur Trägerin der Handlung
Prüfung Schwierige Aufgabe
Helferfigur Unterstützung auf dem Weg
Schlussformel Abrundung der Erzählung
Magischer Gegenstand Wunderbares Hilfsmittel






Kreuzworträtsel

Zauber Was bewirkt im Märchen oft etwas Wunderbares?
Heldin Wie nennt man eine weibliche Hauptfigur?
Pruefung Was muss die Hauptfigur häufig bestehen?
Formel Wie nennt man einen festen märchentypischen Satz?
Helfer Wer unterstützt die Hauptfigur auf ihrem Weg?
Spannung Was entsteht durch Gefahr, Hindernisse und offene Fragen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Märchen beginnt häufig mit einer

und spielt oft an einem unbestimmten

. Die Hauptfigur hat meistens ein klares

oder muss ein schwieriges Problem lösen. Auf ihrem Weg begegnet sie oft einer

, die sie wegen einer guten Tat unterstützt. Magische Dinge, sprechende Tiere oder Verwandlungen gehören zum Bereich des

. Besonders typisch sind Wiederholungen und die Märchenzahlen

oder sieben. Im Hauptteil muss die Figur häufig mehrere

bestehen. Am Ende wird in vielen klassischen Märchen das Gute

und das Böse bestraft. Beim Überarbeiten eines eigenen Märchens solltest Du prüfen, ob Sprache, Figuren und Handlung wirklich

wirken.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Märchenanfang: Schreibe drei verschiedene Anfänge für ein eigenes Märchen und verwende jedes Mal eine andere märchenhafte Anfangsformel.
  2. Figurensteckbrief: Erstelle einen Steckbrief für eine Heldin oder einen Helden mit Name, Wunsch, Stärke, Schwäche und besonderem Kennzeichen.
  3. Märchenort: Zeichne oder beschreibe einen märchenhaften Ort, zum Beispiel einen Wald, ein Schloss, eine Höhle oder einen Turm.
  4. Zaubergegenstand: Erfinde einen magischen Gegenstand und erkläre, was er kann und welche Grenze seine Kraft hat.


Standard

  1. Märchenplan: Plane ein eigenes Märchen mit Anfang, Problem, drei Prüfungen, Hilfe, Höhepunkt und Schluss.
  2. Direkte Rede: Schreibe einen Dialog zwischen Deiner Hauptfigur und einer geheimnisvollen Helferfigur.
  3. Märchensprache: Überarbeite einen modernen Textabschnitt so, dass er wie ein Märchen klingt.
  4. Prüfungen: Entwickle drei Prüfungen, die inhaltlich zusammenpassen und von Stufe zu Stufe schwieriger werden.


Schwer

  1. Eigenes Märchen: Schreibe ein vollständiges Märchen mit mindestens drei typischen Märchenmerkmalen, einer klaren Hauptfigur und einem passenden Schluss.
  2. Märchenvergleich: Vergleiche Dein Märchen mit einem bekannten Märchen und erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
  3. Perspektivwechsel: Erzähle eine Szene Deines Märchens aus der Sicht der Gegenspielerin oder des Gegenspielers.
  4. Märchenprojekt: Gestalte aus Deinem Märchen ein kleines Hörspiel, Bilderbuch, Erklärvideo oder Kamishibai und präsentiere es der Lerngruppe.



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Lernkontrolle

  1. Märchenmerkmale anwenden: Erkläre an Deinem eigenen Märchen, welche typischen Märchenmerkmale Du verwendet hast und warum sie zur Wirkung der Geschichte beitragen.
  2. Handlungslogik prüfen: Untersuche, ob Hilfe, Prüfungen und Lösung in Deinem Märchen sinnvoll miteinander verbunden sind.
  3. Figurenentwicklung bewerten: Zeige, wie sich Deine Hauptfigur durch die Handlung verändert oder was sie am Ende gelernt hat.
  4. Sprache überarbeiten: Wähle einen Abschnitt Deines Märchens aus und begründe, welche Wörter oder Formulierungen besonders märchenhaft wirken.
  5. Transferaufgabe: Verändere ein klassisches Märchen so, dass es eine neue Botschaft erhält, ohne seine Märchenmerkmale zu verlieren.
  6. Feedback nutzen: Überarbeite Dein Märchen nach einer Rückmeldung und erkläre, welche Änderung den Text verbessert hat.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Fakten über Märchen kennst, sondern selbst ein gestaltetes Märchen planen, schreiben, überarbeiten und reflektieren kannst.

  1. Textprodukt: Ein vollständiges eigenes Märchen mit Anfang, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss liegt vor.
  2. Märchenmerkmale: Der Text enthält mehrere typische Merkmale wie Wunder, Prüfungen, Helferfigur, Wiederholungen oder Märchenzahlen.
  3. Sprache: Die Erzählweise passt zur Gattung Märchen und nutzt passende Formeln, direkte Rede und bildhafte Ausdrücke.
  4. Überarbeitung: Eine überarbeitete Fassung zeigt, dass Rückmeldungen genutzt und sprachliche Verbesserungen vorgenommen wurden.
  5. Reflexion: Eine kurze Begründung erklärt, welche Entscheidungen beim Schreiben getroffen wurden und welche Wirkung sie haben.
  6. Präsentation: Das Märchen wird vorgelesen, als Hörspiel gestaltet, bebildert oder in einer anderen passenden Form präsentiert.




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