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Die nachhaltige Schule - Baden-Württemberg

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Die nachhaltige Schule - Baden-Württemberg




Die nachhaltige Schule - Baden-Württemberg


Einleitung

Wie kann eine Schule nachhaltiger werden? Diese Frage betrifft nicht nur Solarmodule oder Mülltrennung. Eine nachhaltige Schule verbindet Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) mit dem gesamten Schulalltag: mit dem Unterricht, dem Schulgebäude, dem Schulweg, der Mensa und den Möglichkeiten, wie Schülerinnen und Schüler an Entscheidungen beteiligt werden.

In Baden-Württemberg ist BNE eine Leitperspektive des Bildungsplans. Du sollst dabei nicht nur Wissen über Umweltprobleme sammeln, sondern lernen, Zusammenhänge zu erkennen, begründete Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Eine Schule kann deshalb selbst zu einem Lernort für nachhaltige Entwicklung werden.

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen zeigen, dass ökologische, soziale und wirtschaftliche Fragen zusammengehören. Für eine Schule sind unter anderem Energie, Mobilität, Ernährung, Klimaschutz und Beteiligung besonders wichtig.

Ein hilfreiches Konzept ist der Whole School Approach. Dabei wird Nachhaltigkeit nicht als einzelnes Projekt verstanden, das nach einer Projektwoche wieder endet. Stattdessen werden Unterricht, Schulorganisation, Gebäude, Beschaffung, Verpflegung, Schulgelände und Beteiligung möglichst miteinander verbunden.


Nachhaltigkeit als Schulentwicklung

Eine nachhaltige Schule entsteht nicht durch eine einzige Maßnahme. Sie entwickelt sich Schritt für Schritt. Dafür braucht es Menschen mit unterschiedlichen Rollen: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Schulleitung, Hausmeisterei, Eltern, Mensateam, Schulträger, Kommune und manchmal auch Verkehrsunternehmen oder Energieagenturen.

Wichtig ist, zwischen drei Ebenen zu unterscheiden. Erstens kannst Du im Alltag Verhalten verändern, zum Beispiel Licht ausschalten oder häufiger mit dem Fahrrad fahren. Zweitens kann die Schule ihre Organisation verbessern, etwa durch ein Energiemanagement oder eine neue Mensaplanung. Drittens gibt es größere Entscheidungen, etwa über Gebäudesanierung, Photovoltaik oder sichere Radwege. Solche Entscheidungen liegen oft nicht allein bei der Schule, sondern auch beim Schulträger oder bei der Kommune.

Nachhaltigkeit bedeutet deshalb auch, Interessen auszuhandeln. Eine Maßnahme kann gut für den Klimaschutz sein, aber Geld kosten. Eine andere ist günstig, erreicht aber nur wenige Menschen. Wieder eine andere ist ökologisch sinnvoll, aber für Menschen mit Behinderung oder langen Schulwegen nicht praktikabel. Gute Lösungen berücksichtigen solche Zielkonflikte.


Projektlernen: vom Problem zur überprüfbaren Verbesserung

Beim Projektlernen arbeitest Du nicht nur an einem theoretischen Thema. Du untersuchst ein reales Problem Deiner Schule, entwickelst eine Lösung und überprüfst, ob sie wirkt.

  1. Frage entwickeln: Formuliere ein konkretes Problem, zum Beispiel: Wie können wir den Stromverbrauch in unseren Klassenräumen senken?
  2. Ausgangslage messen: Sammle Daten, bevor Du etwas veränderst.
  3. Ziel festlegen: Bestimme, woran eine Verbesserung erkennbar sein soll.
  4. Maßnahme planen: Kläre Zuständigkeiten, Kosten, Sicherheit und Beteiligung.
  5. Umsetzen: Führe einen überschaubaren Versuch oder ein Pilotprojekt durch.
  6. Auswerten: Vergleiche die Ergebnisse mit der Ausgangslage und entscheide, wie es weitergeht.

Dabei lassen sich viele Fächer verbinden: In Mathematik wertest Du Daten aus, in Physik untersuchst Du Energie, in Biologie Ernährung und Ökosysteme, in Geographie Mobilität und Raumstrukturen, in Gemeinschaftskunde Beteiligung und politische Entscheidungen und in Wirtschaft Kosten und Zielkonflikte.


Handlungsfeld Energie

Schulen benötigen Energie für Heizung, Beleuchtung, Computer, Lüftung, Warmwasser und viele weitere Geräte. Ein sinnvoller erster Schritt ist deshalb nicht die Frage „Was sollen wir kaufen?“, sondern „Wo und wann verbrauchen wir wie viel Energie?“.

Ein Energiecheck kann beispielsweise Stromzählerstände, Raumtemperaturen, Beleuchtungszeiten, Stand-by-Verbrauch und die Nutzung einzelner Gebäudeteile untersuchen. Schülerinnen und Schüler können Messreihen anlegen, Geräte zählen, Temperaturverläufe dokumentieren und Ergebnisse visualisieren. Eingriffe in elektrische Anlagen, Heizungen oder Gebäudetechnik gehören jedoch in die Hände von Fachleuten.

Bei Heizenergie ist ein einfacher Vergleich zweier Jahre manchmal irreführend. Ein besonders kalter Winter kann den Verbrauch erhöhen, obwohl die Schule effizienter geworden ist. Deshalb solltest Du bei einer genaueren Auswertung auch Wetter, Nutzungszeiten und Veränderungen der Schülerzahl berücksichtigen.

Mögliche Verbesserungen reichen von richtigem Lüften und konsequentem Abschalten über effizientere Beleuchtung bis zu größeren Maßnahmen wie Dämmung, moderner Heiztechnik oder Photovoltaik. In Baden-Württemberg unterstützen unter anderem regionale Energieagenturen und die KEA-BW Schulen bei Energiesparprojekten. Bei manchen Beteiligungsmodellen wird ein Teil der eingesparten Energiekosten wieder für die Schule nutzbar gemacht.

Projektidee Energie: Ein Team erfasst vier Wochen lang Temperatur, Beleuchtung und ausgewählte Stromverbräuche. Danach wird eine konkrete Maßnahme eingeführt, etwa ein Abschaltplan für digitale Geräte. Nach weiteren vier Wochen werden die Daten erneut verglichen. So wird aus einer Vermutung eine überprüfbare Untersuchung.


Handlungsfeld Mobilität

Der Schulweg ist Teil des Schulalltags. Manche kommen zu Fuß, andere mit Fahrrad, Bus, Bahn oder Auto. Welche Verkehrsmittel möglich sind, hängt stark von Entfernung, Alter, Wohnort, Barrierefreiheit, Sicherheit und dem Angebot des öffentlichen Verkehrs ab.

Für ein Mobilitätsprojekt kannst Du zunächst den Modal Split Deiner Schule untersuchen. Er zeigt, welcher Anteil der Wege mit verschiedenen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird. Eine anonyme Befragung kann zusätzlich erfassen, warum bestimmte Verkehrsmittel genutzt werden und an welchen Stellen Schülerinnen und Schüler ihren Schulweg als unsicher erleben.

In Baden-Württemberg unterstützt das Landesprogramm MOVERS – Aktiv zur Schule Schulen und Kommunen bei sicheren und aktiven Schulwegen. Dazu gehören beispielsweise Schulwegplanung, Radverkehr, Abstellanlagen, Aktionen für das Zufußgehen und Projekte für fahrradfreundliche Schulen.

Eine nachhaltige Mobilitätsstrategie sollte niemanden beschämen oder ausschließen. Für eine Schülerin mit langem ländlichem Schulweg kann der Bus sinnvoller sein als das Fahrrad. Für einen Schüler mit Mobilitätseinschränkung können andere Lösungen nötig sein. Deshalb gehören Sicherheit, Erreichbarkeit und soziale Teilhabe zu einer guten Planung.

Projektidee Mobilität: Erstellt eine Schulwegkarte mit häufig genutzten Wegen und Gefahrenstellen. Entwickelt anschließend zusammen mit der SMV, Eltern und Kommune zwei realistische Verbesserungen und begründet, welche davon zuerst getestet werden sollte.


Handlungsfeld Ernährung

Was in einer Schule gegessen wird, betrifft Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft, Kosten, Geschmack und Esskultur. Nachhaltige Schulverpflegung bedeutet deshalb mehr als den Austausch einzelner Lebensmittel.

In Baden-Württemberg berät LErn BW zur Schulverpflegung. Eine wichtige fachliche Grundlage sind die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Eine gute Schulverpflegung soll ausgewogen, bedarfsgerecht, attraktiv und möglichst nachhaltig gestaltet sein.

Ein Schulprojekt kann untersuchen, wie häufig pflanzenbetonte Gerichte gewählt werden, welche Lebensmittelreste entstehen oder welche Speisen besonders beliebt sind. Auch regionale und saisonale Lebensmittel, ökologischer Anbau und fair gehandelte Produkte können eine Rolle spielen. Entscheidend ist, ökologische Wirkung, Gesundheit, Kosten und Akzeptanz gemeinsam zu betrachten.

Besonders aussagekräftig ist die Messung von Lebensmittelabfällen. Wenn ein Mensateam mehrere Tage lang vermeidbare Reste wiegt und gleichzeitig anonym nach Gründen fragt, können konkrete Verbesserungen entstehen: andere Portionsgrößen, bessere Information, angepasste Rezepte oder mehr Wahlmöglichkeiten.

Projektidee Ernährung: Messt mit Zustimmung der Schule eine Woche lang die vermeidbaren Tellerreste. Entwickelt danach eine Maßnahme, führt sie testweise durch und prüft, ob sich Restemenge und Zufriedenheit verändern.


Handlungsfeld Beteiligung

Nachhaltige Schulentwicklung funktioniert besser, wenn Schülerinnen und Schüler nicht nur informiert werden, sondern echte Möglichkeiten erhalten, Ideen einzubringen, Entscheidungen mitzugestalten und Ergebnisse zu überprüfen.

In Baden-Württemberg gehören Demokratiebildung und schulische Mitwirkung zum Bildungsauftrag. Die SMV ist dabei eine wichtige Struktur. Je nach Thema können außerdem Klassenrat, Schülerrat, Projektgruppen, Schulkonferenz oder offene Werkstätten beteiligt sein.

Beteiligung ist besonders glaubwürdig, wenn vorher klar ist, was tatsächlich entschieden werden kann. Bei einem neuen Pausenhof können Schülerinnen und Schüler vielleicht Varianten entwickeln und priorisieren. Bei einer Heizungsanlage liegt die Entscheidung dagegen möglicherweise beim Schulträger. Auch dann ist Beteiligung möglich, etwa durch Datenerhebung, Anhörung, Vorschläge und transparente Rückmeldungen.

Eine mögliche Entscheidungskette lautet: Schülerinnen und Schüler untersuchen ein Problem, eine Projektgruppe entwickelt Lösungsvorschläge, die SMV berät darüber, Schulleitung oder Schulkonferenz prüfen die schulischen Möglichkeiten, der Schulträger wird bei Bedarf einbezogen, anschließend wird eine Maßnahme getestet und gemeinsam ausgewertet.

Projektidee Beteiligung: Entwickelt für ein Nachhaltigkeitsthema eine Beteiligungskarte. Tragt ein, wer betroffen ist, wer Wissen besitzt, wer Vorschläge machen kann und wer am Ende entscheidet. Prüft anschließend, ob wichtige Gruppen fehlen.


Sprache und Anspruch für Klasse 5–13

Dasselbe Nachhaltigkeitsthema kann in unterschiedlichen Klassenstufen verschieden bearbeitet werden.

Klassenstufe Geeignete Arbeitsweise Beispiel
5–7 Beobachten, zählen, einfache Messungen durchführen, Ergebnisse in Bildern und kurzen Texten erklären Lichter und offene Fenster dokumentieren oder Schulwege mit Symbolen erfassen
8–10 Daten vergleichen, Prozentwerte berechnen, Ursachen recherchieren, Interviews führen und Maßnahmen bewerten Modal Split auswerten oder Lebensmittelreste vor und nach einer Maßnahme vergleichen
11–13 Unsicherheiten berücksichtigen, Szenarien modellieren, Kosten und Wirkungen abwägen, politische Zuständigkeiten analysieren Energieverbrauch witterungsbereinigt betrachten oder verschiedene Mobilitätsmaßnahmen mit einer Kriterienmatrix vergleichen

Jüngere Lernende brauchen klare Begriffe, überschaubare Messaufgaben und sichtbare Ergebnisse. Ältere Lernende können komplexere Zielkonflikte, statistische Unsicherheiten, wirtschaftliche Fragen und politische Zuständigkeiten einbeziehen.


Ein Projekt für die ganze Schule: Unsere Schule 2030

Ein gemeinsames Projekt kann die vier Handlungsfelder verbinden. Vier Teams arbeiten parallel zu Energie, Mobilität, Ernährung und Beteiligung. Am Ende werden die Ergebnisse nicht nur präsentiert, sondern zu einem gemeinsamen Maßnahmenplan zusammengeführt.

Phase Aufgabe Ergebnis
1. Start Nachhaltigkeitsprobleme sammeln und vier Projektteams bilden Gemeinsame Leitfrage
2. Bestandsaufnahme Energie, Schulwege, Mensa und Beteiligung mit passenden Methoden untersuchen Ausgangsdaten
3. Ziele Pro Team ein realistisches und messbares Verbesserungsziel festlegen Ziel und Indikator
4. Ideen Mehrere Maßnahmen entwickeln und nach Wirkung, Aufwand, Kosten und Fairness bewerten Begründete Auswahl
5. Test Eine kleine Maßnahme zeitlich begrenzt erproben Praktische Erfahrung
6. Auswertung Daten vorher und nachher vergleichen und Rückmeldungen einholen Evaluation
7. Beteiligung Ergebnisse mit SMV, Schulleitung und weiteren Zuständigen beraten Entscheidungsvorschlag
8. Transfer Erfolgreiche Maßnahmen verstetigen oder überarbeiten Nachhaltigkeitsplan der Schule


Erfolg messen

Ein Projekt ist nicht schon deshalb erfolgreich, weil viele Menschen mitgemacht haben. Entscheidend ist, ob sich etwas verbessert hat und ob die Veränderung nachvollziehbar gemessen werden kann.

Handlungsfeld Möglicher Indikator Wichtige Zusatzfrage
Energie Stromverbrauch oder Heizenergie bezogen auf eine passende Vergleichsgröße Haben Wetter und Gebäudenutzung den Vergleich verändert?
Mobilität Anteil der Wege zu Fuß, mit Fahrrad oder öffentlichem Verkehr Ist der Schulweg auch sicher und barrierearm?
Ernährung Menge vermeidbarer Lebensmittelreste pro ausgegebenem Essen Bleiben Geschmack, Gesundheit und Akzeptanz erhalten?
Beteiligung Anteil der betroffenen Gruppen, die tatsächlich mitwirken konnten War klar, welche Entscheidungen beeinflussbar waren?
Projektlernen Umgesetzte Maßnahmen und Qualität der Auswertung Wurde aus den Ergebnissen eine nächste Entscheidung abgeleitet?

Eine gute Evaluation kombiniert Zahlen und Rückmeldungen. Messwerte zeigen, was sich verändert hat. Interviews oder Befragungen helfen zu verstehen, warum etwas funktioniert oder nicht funktioniert.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein wichtiges Ziel von Bildung für nachhaltige Entwicklung? (Begründete Entscheidungen treffen und verantwortlich handeln) (!Nur möglichst viele Umweltbegriffe auswendig lernen) (!Alle technischen Probleme allein durch Schülerinnen und Schüler lösen) (!Nachhaltigkeit ausschließlich im Fach Biologie behandeln)




Was kennzeichnet einen Whole School Approach? (Unterricht Schulbetrieb Organisation und Beteiligung werden zusammengedacht) (!Nachhaltigkeit findet nur während einer Projektwoche statt) (!Nur das Schulgebäude wird betrachtet) (!Nur die Schulleitung arbeitet am Thema)




Warum sollte vor einer Energiesparmaßnahme eine Ausgangslage erfasst werden? (Damit später geprüft werden kann ob sich der Verbrauch verändert hat) (!Damit Messungen nach der Maßnahme überflüssig werden) (!Damit nur die teuerste Maßnahme ausgewählt wird) (!Damit Wetter und Nutzung keine Rolle mehr spielen)




Warum kann der Heizenergieverbrauch zweier Jahre schwer direkt vergleichbar sein? (Weil Wetter und Gebäudenutzung den Verbrauch beeinflussen können) (!Weil Heizenergie niemals gemessen werden kann) (!Weil nur Strom für Nachhaltigkeit wichtig ist) (!Weil alle Winter gleich kalt sind)




Wobei unterstützt MOVERS in Baden-Württemberg Schulen besonders? (Bei sicheren und aktiven Schulwegen) (!Bei der Benotung im Sportunterricht) (!Beim Bau von Schulküchen) (!Bei der Auswahl von Schulbüchern)




Was sollte eine nachhaltige Mobilitätsplanung zusätzlich zum Klimaschutz beachten? (Sicherheit Erreichbarkeit und Barrierefreiheit) (!Nur die Geschwindigkeit des schnellsten Verkehrsmittels) (!Nur die Zahl der Parkplätze für Autos) (!Nur die Entfernung zur nächsten Tankstelle)




Welche fachliche Grundlage spielt bei guter Schulverpflegung eine wichtige Rolle? (Der Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung) (!Eine Liste der teuersten Lebensmittel) (!Die Werbung eines einzelnen Lebensmittelherstellers) (!Eine Abstimmung ohne Informationen über Ernährung)




Wie kann eine Schule Lebensmittelverschwendung sinnvoll untersuchen? (Sie misst vermeidbare Reste und untersucht mögliche Ursachen) (!Sie schätzt die Restemenge nur aus dem Gedächtnis) (!Sie verändert jeden Tag gleichzeitig alle Speisen) (!Sie betrachtet nur die Verpackungsfarbe)




Wann ist Beteiligung besonders glaubwürdig? (Wenn klar ist worüber mitentschieden werden kann und Rückmeldungen folgen) (!Wenn Entscheidungen bereits geheim getroffen wurden) (!Wenn nur Erwachsene die Ergebnisse sehen) (!Wenn Schülerinnen und Schüler nur Plakate aufhängen dürfen)




Was gehört am Ende eines guten Nachhaltigkeitsprojekts dazu? (Ergebnisse auswerten und daraus nächste Schritte ableiten) (!Alle Daten löschen) (!Nur die schönste Präsentation bewerten) (!Unabhängig vom Ergebnis dieselbe Maßnahme fortsetzen)





Memory

BNE Verantwortliches Zukunftshandeln
Energieaudit Systematische Verbrauchsuntersuchung
Modal Split Verteilung der Verkehrsmittel
LErn BW Beratung zur Schulverpflegung
SMV Schülermitverantwortung
Evaluation Prüfung einer Projektwirkung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Photovoltaik Energie
Schulradeln Mobilität
Lebensmittelreste Ernährung
Schülerrat Beteiligung
Auswertung Projektlernen





Kreuzworträtsel

Photovoltaik Welche Technik wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um?
Schulradeln Wie heißt eine Aktion bei der Schulen gemeinsam Fahrradkilometer sammeln?
Mensa Wie heißt häufig der Speiseraum einer Schule?
Beteiligung Wie nennt man die aktive Mitwirkung an Entscheidungen?
Energieaudit Wie heißt eine systematische Untersuchung des Energieverbrauchs?
Evaluation Wie heißt die geplante Auswertung der Wirkung eines Projekts?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Leitperspektive

verbindet Wissen über nachhaltige Entwicklung mit verantwortlichem Handeln.
Beim

werden Unterricht, Organisation, Schulbetrieb und Beteiligung gemeinsam betrachtet.
Ein

hilft dabei, den Energieverbrauch einer Schule systematisch zu untersuchen.
Der

beschreibt die Verteilung der genutzten Verkehrsmittel.
Das Landesprogramm

unterstützt in Baden-Württemberg sichere und aktive Schulwege.
Der

bietet eine fachliche Orientierung für eine ausgewogene Schulverpflegung.
Über die

können Schülerinnen und Schüler Interessen vertreten und schulische Prozesse mitgestalten.
Eine

prüft, welche Wirkung eine durchgeführte Maßnahme tatsächlich hatte.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Energiedetektiv: Untersuche einen Unterrichtsraum eine Woche lang auf unnötig eingeschaltete Beleuchtung, Geräte im Stand-by und auffällige Raumtemperaturen. Halte Deine Beobachtungen in einem einfachen Protokoll fest.
  2. Mobilitätstagebuch: Dokumentiere fünf Schultage lang anonymisiert, welche Verkehrsmittel in Deiner Lerngruppe für den Schulweg genutzt werden. Stelle die Ergebnisse als Diagramm dar.
  3. Mensa-Beobachtung: Beobachte gemeinsam mit Deiner Lerngruppe, welche Arten von Essensresten besonders häufig entstehen. Formuliere drei mögliche Ursachen, ohne einzelne Personen zu bewerten.
  4. Ideenplakat: Gestalte ein Plakat mit vier konkreten Ideen für Energie, Mobilität, Ernährung und Beteiligung an Deiner Schule.


Standard

  1. Mobilitätsbefragung: Entwickle eine kurze anonyme Befragung zum Schulweg, werte sie aus und markiere häufig genannte Gefahrenstellen auf einer Karte.
  2. Abfallmessung: Plane mit dem Mensateam eine kurze Messung vermeidbarer Lebensmittelreste. Entwickle danach eine kleine Maßnahme und vergleiche die Ergebnisse.
  3. Energiecheck: Erstelle für mehrere Räume ein Messkonzept mit Temperatur, Beleuchtungszeiten oder ausgewählten Verbrauchsdaten. Begründe, welche Vergleichswerte sinnvoll sind.
  4. Beteiligungswerkstatt: Sammle Nachhaltigkeitsideen aus mehreren Klassen, ordne sie nach Zuständigkeit und bereite einen begründeten Vorschlag für die SMV oder Schulleitung vor.


Schwer

  1. Nachhaltigkeitsszenario: Vergleiche drei größere Maßnahmen für Deine Schule mit einer Kriterienmatrix zu Wirkung, Kosten, Umsetzbarkeit, sozialer Fairness und Beteiligung.
  2. Stakeholder-Interview: Interviewe nach vorheriger Absprache mindestens zwei Personen mit unterschiedlichen Rollen, etwa Schulträger, Hausmeisterei, Mensaleitung, Kommune oder SMV. Vergleiche ihre Interessen und Handlungsmöglichkeiten.
  3. Acht-Wochen-Intervention: Entwickle ein vollständiges Schulprojekt mit Ausgangsmessung, Ziel, Maßnahme, Verantwortlichkeiten, Zeitplan und Evaluation. Führe mindestens einen kleinen Teil als Pilot durch.
  4. OER-Medienprojekt: Produziere einen kurzen Erklärfilm, Podcast oder digitalen Rundgang über eine nachhaltige Verbesserung an Deiner Schule. Verwende nur selbst erstellte oder passend lizenzierte Medien und dokumentiere Deine Quellen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Energie-Zielkonflikt: Eure Schule könnte eine Photovoltaikanlage installieren, das Dach muss aber bald saniert werden und das Budget ist begrenzt. Entwickle eine begründete Reihenfolge der Entscheidungen und nenne die Informationen, die vor einer Entscheidung fehlen.
  2. Mobilität im ländlichen Raum: Eine Schule möchte den Anteil der Autofahrten senken. Viele Lernende wohnen jedoch weit entfernt und haben nur selten Busverbindungen. Entwickle ein Maßnahmenpaket, das Klimaschutz und Erreichbarkeit miteinander verbindet.
  3. Mensa-Transfer: Ein neues pflanzenbetontes Gericht verursacht deutlich weniger Reste, wird aber nur von einem Teil der Schülerschaft gewählt. Erkläre, welche weiteren Daten Du erheben würdest und wie daraus eine faire Entscheidung entstehen kann.
  4. Wirkung prüfen: Nach einer Energiesparaktion sinkt der Heizenergieverbrauch um zehn Prozent. Gleichzeitig war der Winter deutlich wärmer. Erkläre, warum die Zahl allein noch kein Beweis für die Projektwirkung ist und wie Du die Auswertung verbessern würdest.
  5. Entscheidungswege: Eine Projektgruppe möchte mehr Fahrradabstellplätze. Entwickle einen Beteiligungsweg von der ersten Datenerhebung bis zur möglichen Umsetzung und ordne den beteiligten Personen passende Rollen zu.
  6. Maßnahmenvergleich: Vergleiche zwei selbst gewählte Nachhaltigkeitsmaßnahmen Deiner Schule anhand der Kriterien ökologische Wirkung, Kosten, soziale Fairness, Umsetzbarkeit und Lernwirkung. Begründe abschließend Deine Priorität.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Ideen sammelst, sondern Deinen Lern- und Projektprozess nachvollziehbar dokumentierst.

  1. Problemdefinition: Du formulierst eine konkrete und untersuchbare Nachhaltigkeitsfrage.
  2. Datenerhebung: Du dokumentierst, wie Ausgangsdaten erhoben wurden und welche Grenzen die Methode hat.
  3. Systemdenken: Du berücksichtigst ökologische, wirtschaftliche, soziale und demokratische Zusammenhänge.
  4. Begründung: Du vergleichst mögliche Maßnahmen anhand transparenter Kriterien.
  5. Partizipation: Du zeigst, welche betroffenen Gruppen einbezogen wurden und welche Entscheidungsmöglichkeiten bestanden.
  6. Projektprodukt: Du legst ein Ergebnis vor, zum Beispiel Messbericht, Maßnahmenplan, Präsentation, Modell, Podcast oder Projektportfolio.
  7. Evaluation: Du prüfst die Wirkung einer Maßnahme mit geeigneten Vergleichsdaten und reflektierst Unsicherheiten.
  8. Reflexion: Du erklärst, was funktioniert hat, was nicht funktioniert hat und was Du bei einem nächsten Projekt verändern würdest.
  9. Quellenkritik: Du dokumentierst verwendete Quellen und kennzeichnest fremde Medien sowie ihre Lizenzen korrekt.




OERs zum Thema

  1. Bildungsplan Baden-Württemberg – Leitperspektiven und Bildung für nachhaltige Entwicklung
  2. BNE-Kompass Baden-Württemberg – außerschulische Angebote und Materialien
  3. MOVERS – Aktiv zur Schule
  4. LErn BW – Kita- und Schulverpflegung
  5. KEA-BW – Nutzersensibilisierung in Schulen und Kitas
  6. SMV Baden-Württemberg


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