Zum Inhalt springen

Die Theorie der multiplen Intelligenzen - Psychologie

Aus MOOCsWiki Staging

Die Theorie der multiplen Intelligenzen - Psychologie



Die Theorie der multiplen Intelligenzen - Psychologie


Einleitung

Die Theorie der multiplen Intelligenzen wurde von dem Entwicklungspsychologen Howard Gardner ausgearbeitet und 1983 in Frames of Mind vorgestellt. Sie erweitert den Begriff der Intelligenz: Menschen sollen nicht nur über eine allgemeine Fähigkeit verfügen, sondern über mehrere relativ eigenständige geistige Potenziale.[1]

Für die Psychologie ist entscheidend: Die Theorie ist pädagogisch einflussreich, ihre Annahme weitgehend unabhängiger Intelligenzen ist jedoch empirisch nicht überzeugend bestätigt. Du lernst deshalb sowohl Gardners Modell als auch seine wissenschaftliche Kritik kennen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du Gardners acht Intelligenzen erklären, die Theorie von Lernstil, Talent und dem G-Faktor abgrenzen, psychologische Befunde beurteilen und einen wissenschaftlich verantwortbaren Einsatz im Unterricht planen.


Entstehung und Grundidee

Howard Gardner untersuchte unter anderem Entwicklung, besondere Begabungen, kulturell bedeutsame Leistungen und Folgen von Hirnschädigungen. Daraus entwickelte er die Annahme mehrerer relativ autonomer Intelligenzen. Als Intelligenz bezeichnet er ein Potenzial, Probleme zu lösen oder Produkte hervorzubringen, die in einem kulturellen Kontext bedeutsam sind.[1]


Auswahlkriterien

Gardner verwendete acht Anhaltspunkte, um eine Fähigkeit als eigene Intelligenz zu betrachten. Diese Kriterien dienen der Theoriebildung; sie sind kein eigenständiger empirischer Beweis.

Kriterium Leitfrage
Dissoziation Kann eine Fähigkeit nach einer Hirnschädigung ausfallen, während andere erhalten bleiben?
Außergewöhnliche Profile Zeigen Savants, Hochbegabte oder Menschen mit spezifischen Beeinträchtigungen ein auffälliges Teilprofil?
Kernoperationen Lassen sich typische Informationsverarbeitungen beschreiben?
Entwicklung Gibt es einen charakteristischen Entwicklungsverlauf?
Evolution Ist eine evolutionäre Vorgeschichte plausibel?
Experimentelle Befunde Gibt es passende Ergebnisse aus der Kognitionspsychologie?
Psychometrische Befunde Lassen sich Leistungen zuverlässig messen und voneinander unterscheiden?
Symbolsysteme Kann die Fähigkeit durch kulturelle Zeichensysteme wie Sprache, Zahlen oder Notation ausgedrückt werden?


Die acht Intelligenzen

Gardner beschreibt acht Intelligenzen. Die existenzielle Intelligenz wurde als Kandidatin diskutiert, aber nicht gleichrangig in die Achtergruppe aufgenommen.

Intelligenz Kurzbeschreibung Typische Leistung
Sprachlich-linguistische Intelligenz Sprache verstehen und gezielt verwenden argumentieren, schreiben, erzählen
Logisch-mathematische Intelligenz Muster, Relationen und Schlussfolgerungen bearbeiten rechnen, prüfen, modellieren
Räumliche Intelligenz räumliche Beziehungen wahrnehmen und mental verändern orientieren, entwerfen, visualisieren
Musikalische Intelligenz Tonhöhe, Rhythmus und musikalische Struktur verarbeiten musizieren, komponieren, analysieren
Körperlich-kinästhetische Intelligenz den Körper präzise zur Handlung und Gestaltung einsetzen tanzen, operieren, handwerklich arbeiten
Interpersonale Intelligenz Absichten, Gefühle und Perspektiven anderer erschließen beraten, kooperieren, führen
Intrapersonale Intelligenz eigene Motive, Gefühle und Grenzen differenziert erkennen reflektieren, regulieren, entscheiden
Naturalistische Intelligenz Lebewesen und Naturphänomene erkennen und klassifizieren beobachten, unterscheiden, systematisieren

Wichtig: Eine Person ist nicht einfach ein fester „Intelligenztyp“. Gardner spricht von Profilen und vom Zusammenwirken mehrerer Fähigkeiten.


Abgrenzung zu verwandten Konzepten

Konzept Kernaussage Abgrenzung
Multiple Intelligenzen Mehrere relativ eigenständige geistige Potenziale Gardners theoretische Einteilung
Lernstil Bevorzugte Art, Lernmaterial zu bearbeiten Keine Intelligenz; die Matching-Hypothese ist nicht belegt
G-Faktor Gemeinsamer Varianzanteil verschiedener kognitiver Leistungen Zentrales Konzept psychometrischer Intelligenzforschung
Talent Überdurchschnittliches Potenzial oder Können in einem Bereich Nicht automatisch eine eigenständige Intelligenz
Persönlichkeit Relativ stabile Muster des Erlebens und Verhaltens Betrifft andere Konstrukte als kognitive Leistungsfähigkeit

Gardner selbst warnt davor, multiple Intelligenzen mit Lernstilen gleichzusetzen.[2]


Forschungslage und Kritik


Psychometrie

Ergebnisse unterschiedlicher kognitiver Tests korrelieren meist positiv. Das unterstützt hierarchische Modelle mit einem allgemeinen Faktor g und spezifischeren Fähigkeiten. Studien fanden nicht die von Gardner erwartete starke Unabhängigkeit aller acht Bereiche.[3]


Messung

Für die acht Intelligenzen existiert kein allgemein akzeptiertes, standardisiertes Testsystem. Viele Online-Selbsttests erfassen eher Interessen, Selbstbilder oder Vorlieben als objektive Leistung. Ohne Reliabilität, Validität und Vergleichsnormen sind individuelle Profile nicht diagnostisch belastbar.


Neurowissenschaft

Bestimmte Leistungen nutzen spezialisierte Hirnregionen, entstehen aber gewöhnlich in verteilten und überlappenden Netzwerken. Eine eindeutige Zuordnung „eine Intelligenz – ein unabhängiges Hirnmodul“ wurde nicht nachgewiesen. Eine aktuelle Fachdebatte bezeichnet die Theorie deshalb als Neuromythos; diese Bewertung wird von Anhängern der Theorie zurückgewiesen.[4]


Pädagogische Wirksamkeit

Abwechslungsreiche Aufgaben, verschiedene Darstellungsformen und echte Wahlmöglichkeiten können Lernen fördern. Daraus folgt jedoch nicht, dass acht unabhängige Intelligenzen existieren oder Lernende nur passend zu einem vermeintlichen Profil unterrichtet werden sollten.

Fazit: Als Anregung für vielfältige Lerngelegenheiten kann das Modell nützlich sein. Als empirisch bestätigte Intelligenztheorie oder diagnostisches Etikett sollte es nicht verwendet werden.


Anwendung in Schule und Hochschule

Wissenschaftlich verantwortbar Problematisch
Inhalte sprachlich, grafisch, praktisch und sozial erschließen Lernende dauerhaft als Typen festlegen
Aufgaben an Lernziel und Gegenstand ausrichten Ungeprüfte Intelligenz-Selbsttests diagnostisch nutzen
Verschiedene Ausdrucksformen zulassen Unterricht nur an einer vermeintlichen Stärke ausrichten
Leistungen mit transparenten Kriterien beurteilen Interessen mit Intelligenz verwechseln
Theorie und Kritik gemeinsam behandeln Pädagogischen Erfolg als Beweis der Theorie ausgeben

Beispiel: Im Thema Klimawandel können Lernende Daten auswerten, Karten lesen, Fachtexte verfassen, Modelle bauen, Feldbeobachtungen dokumentieren und Ergebnisse diskutieren. Diese Vielfalt folgt den Anforderungen des Gegenstands und eröffnet mehrere Zugänge, ohne Personen fest zu etikettieren.

Das Bild zeigt William Damon, Mihály Csíkszentmihályi und Howard Gardner. Es verweist auf Gardners spätere Arbeit zu gutem, verantwortlichem und sinnvollem Handeln.


Wissenschaftliche Gesamtbewertung

Ebene Bewertung
Begriffliche Leistung Erweiterte die Diskussion über kulturell bedeutsame menschliche Fähigkeiten
Pädagogische Wirkung Regte abwechslungsreiche Aufgaben und breitere Anerkennung von Stärken an
Empirische Absicherung Reicht für acht weitgehend autonome Intelligenzen nicht aus
Diagnostischer Nutzen Keine Grundlage für Typentests oder feste Förderzuweisungen
Sinnvoller Umgang Als kritisch reflektierte Heuristik, nicht als gesicherte Tatsachenlehre


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wer entwickelte die Theorie der multiplen Intelligenzen? (Howard Gardner) (!Charles Spearman) (!Alfred Binet) (!Jean Piaget)




In welchem Jahr erschien Frames of Mind? (1983) (!1905) (!1957) (!2006)




Was ist die Kernaussage der Theorie? (Menschen verfügen über mehrere relativ eigenständige Intelligenzen) (!Intelligenz ist ausschließlich angeboren) (!Jede Person besitzt genau einen Lernstil) (!Intelligenz ist mit Persönlichkeit identisch)




Welche Fähigkeit gehört zur naturalistischen Intelligenz? (Naturphänomene erkennen und klassifizieren) (!Eigene Gefühle vollständig unterdrücken) (!Musikalische Tonhöhen berechnen) (!Nur schriftliche Texte auswendig lernen)




Welche Intelligenz gilt bei Gardner eher als diskutierte Kandidatin? (Existenzielle Intelligenz) (!Sprachliche Intelligenz) (!Räumliche Intelligenz) (!Interpersonale Intelligenz)




Wie verhalten sich multiple Intelligenzen und Lernstile zueinander? (Sie sind unterschiedliche Konzepte) (!Sie sind vollständig identisch) (!Lernstile beweisen die acht Intelligenzen) (!Jede Intelligenz entspricht einem Sinneskanal)




Was ist ein zentraler psychometrischer Einwand? (Die behaupteten Intelligenzen sind nicht ausreichend unabhängig) (!Kognitive Tests korrelieren niemals) (!Der g Faktor misst nur Persönlichkeit) (!Faktorenanalysen sind in der Psychologie verboten)




Wofür steht der g Faktor? (Für einen allgemeinen Faktor kognitiver Leistung) (!Für Gardners achte Intelligenz) (!Für eine musikalische Grundfrequenz) (!Für einen festen Lernstil)




Welche Unterrichtspraxis ist wissenschaftlich am ehesten verantwortbar? (Verschiedene Zugänge passend zum Lernziel anbieten) (!Lernende dauerhaft als Intelligenztypen festlegen) (!Nur den stärksten vermuteten Bereich fördern) (!Online Selbsttests als Diagnose verwenden)




Was beweist ein abwechslungsreicher Unterricht nicht? (Die Existenz von acht unabhängigen Intelligenzen) (!Dass Aufgaben verschieden gestaltet werden können) (!Dass Lernziele mehrere Tätigkeiten erfordern können) (!Dass Lernende unterschiedliche Vorerfahrungen besitzen)





Memory

Sprachlich-linguistisch Sprache zielgerichtet verwenden
Logisch-mathematisch Muster und Schlussfolgerungen analysieren
Räumlich räumliche Beziehungen mental verändern
Musikalisch Tonhöhe und Rhythmus verarbeiten
Körperlich-kinästhetisch den Körper präzise einsetzen
Interpersonal Perspektiven anderer erschließen
Intrapersonal eigene Motive reflektieren
Naturalistisch Naturphänomene klassifizieren





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Autonomie behauptete relative Unabhängigkeit der Intelligenzen
Psychometrie Messung psychologischer Merkmale
Validität Gültigkeit einer Messung oder Schlussfolgerung
Differenzierung Variation von Lernwegen und Aufgaben
G Faktor gemeinsamer Anteil kognitiver Testleistungen






Kreuzworträtsel

Gardner Wer entwickelte die Theorie der multiplen Intelligenzen?
Psychometrie Wie heißt die Wissenschaft psychologischer Messverfahren?
Autonomie Welcher Begriff bezeichnet relative Unabhängigkeit?
Faktorenanalyse Welches Verfahren untersucht gemeinsame Dimensionen vieler Testwerte?
Neuromythos Wie heißt eine verbreitete, wissenschaftlich problematische Vorstellung über Gehirn und Lernen?
Naturalistisch Wie heißt die Intelligenz zum Erkennen und Ordnen von Naturphänomenen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Theorie wurde von Howard

entwickelt.
Sie erschien erstmals ausführlich im Jahr

.
Gardner benennt insgesamt acht

.
Die Fähigkeit zum Umgang mit Sprache heißt sprachlich-

.
Das Erkennen eigener Motive gehört zur

Intelligenz.
Das Verstehen anderer Personen gehört zur

Intelligenz.
Die psychometrische Forschung findet häufig einen allgemeinen

.
Für die acht Bereiche fehlt ein einheitliches standardisiertes

.
Multiple Intelligenzen dürfen nicht mit

gleichgesetzt werden.
Das Modell eignet sich eher als kritisch reflektierte

als als gesicherte Diagnostik.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffsnetz: Erstelle eine übersichtliche Grafik mit den acht Intelligenzen und je einem passenden Beispiel.
  2. Medienanalyse: Wähle ein eingebettetes Video und notiere drei Aussagen sowie eine offene Frage.
  3. Alltagsbeispiele: Beschreibe vier Tätigkeiten, bei denen mehrere von Gardners Intelligenzen zusammenwirken.
  4. Kurzinterview: Frage eine Person, was sie unter Intelligenz versteht, und vergleiche die Antwort mit Gardner.


Standard

  1. Unterrichtsplanung: Entwirf eine kurze Lerneinheit mit mindestens drei verschiedenen Zugängen, ohne Lernende als Typen festzulegen.
  2. Quellenvergleich: Vergleiche eine Darstellung Gardners mit einer kritischen wissenschaftlichen Quelle.
  3. Fallanalyse: Untersuche ein fiktives Schülerprofil und trenne Leistung, Interesse, Motivation, Persönlichkeit und Intelligenz.
  4. Mini-Erhebung: Befrage zehn Personen zur Bekanntheit des Modells und werte die Antworten deskriptiv aus, ohne Intelligenz zu diagnostizieren.


Schwer

  1. Forschungsdesign: Plane eine Studie, mit der die Unabhängigkeit zweier angenommener Intelligenzen geprüft werden könnte.
  2. Testkritik: Analysiere einen frei zugänglichen Multiple-Intelligences-Selbsttest nach Reliabilität, Validität und Normierung.
  3. Wissenschaftsdebatte: Führe eine strukturierte Debatte zur These „Gardners Modell ist eher Bildungstheorie als Intelligenztheorie“.
  4. Transferprojekt: Entwickle ein evidenzorientiertes Konzept für vielfältige Leistungsnachweise und begründe jede Entscheidung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Theorievergleich: Vergleiche Gardners Modell mit einem hierarchischen Intelligenzmodell und erkläre, welche unterschiedlichen Vorhersagen beide machen.
  2. Kausalitätsprüfung: Eine Klasse lernt nach einem abwechslungsreichen Konzept erfolgreicher. Erkläre, warum dies die Theorie multipler Intelligenzen nicht automatisch bestätigt.
  3. Diagnostikfall: Eine Lehrkraft bezeichnet einen Jugendlichen nach einem Online-Test als „rein kinästhetischen Typ“. Bewerte das Vorgehen fachlich und ethisch.
  4. Unterrichtstransfer: Entwickle für ein Thema aus Deinem Fach drei Lernaktivitäten und begründe sie über Lernziele statt über feste Intelligenzprofile.
  5. Studienkritik: Prüfe, welche Messinstrumente, Vergleichsgruppen und Alternativerklärungen eine Wirksamkeitsstudie berücksichtigen müsste.
  6. Urteilsbildung: Formuliere ein begründetes Gesamturteil, das pädagogische Attraktivität und empirische Grenzen gleichzeitig berücksichtigt.




Lernnachweis

Ein geeigneter Lernnachweis enthält:

  1. eine korrekte Darstellung der acht Intelligenzen,
  2. eine klare Abgrenzung zu Lernstilen, Talenten und Persönlichkeit,
  3. eine Erklärung des g-Faktors und der psychometrischen Kritik,
  4. eine Bewertung der Mess- und Neurowissenschaftsprobleme,
  5. einen reflektierten Unterrichtsentwurf ohne Typisierung,
  6. nachvollziehbare Quellen und eine begründete eigene Position.




OERs zum Thema


Quellen und wissenschaftliche Einordnung

  1. 1,0 1,1 Katie Davis, Joanna Christodoulou, Scott Seider und Howard Gardner: The Theory of Multiple Intelligences, Harvard Project Zero.
  2. Howard Gardner: Multiple Intelligences Are Not Learning Styles, Harvard Graduate School of Education.
  3. Beth A. Visser, Michael C. Ashton und Philip A. Vernon: Beyond g: Putting multiple intelligences theory to the test. Intelligence, 34, 2006, 487–502.
  4. Lynn Waterhouse: Why multiple intelligences theory is a neuromyth. Frontiers in Psychology, 14, 2023.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen