Die Glocken des Ulmer Münsters


Die Glocken des Ulmer Münsters
Einleitung

Die Glocken des Ulmer Münsters gehören zu den eindrucksvollsten Klangzeichen der Stadt Ulm. Sie verbinden Musik, Religion, Stadtgeschichte, Denkmalpflege, Technik und Akustik. Wenn die Glocken läuten, hörst Du nicht nur Metall schwingen, sondern auch eine jahrhundertealte Ordnung von Gebet, Erinnerung, Feier, Trauer und bürgerlicher Tradition. Das Ulmer Münster ist eine gotische Kirche, die heute zur evangelischen Kirche gehört. Sein 161,53 m hoher Hauptturm war von 1890 bis 2025 für rund 135 Jahre der höchste Kirchturm der Welt. Die Glocken hängen hoch im Turm und prägen mit ihren unterschiedlichen Schlagtönen den Klangraum der Stadt.
Dieser aiMOOC zeigt Dir, welche Glocken im Ulmer Münster hängen, warum einzelne Glocken besondere Namen und Aufgaben haben, wie ein Glockenstuhl funktioniert, wie Glockenguss, Bronze, Klöppel und Läuteordnung zusammenhängen und weshalb Glocken auch politische und gesellschaftliche Bedeutung haben können.
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Was Du in diesem aiMOOC lernst
- Glockenbestand: Du kannst erklären, wie viele Glocken im Hauptturm des Ulmer Münsters hängen und welche davon geläutet werden können.
- Klang und Funktion: Du verstehst, warum Glocken verschiedene Schlagtöne, Namen und liturgische Aufgaben haben.
- Geschichte: Du erkennst, wie Mittelalter, Reformation, Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit die Glocken geprägt haben.
- Technik: Du beschreibst die Rolle von Glocke, Joch, Klöppel, Glockenstuhl und Turm.
- Stadtgesellschaft: Du beurteilst, warum Glocken sowohl religiöse Zeichen als auch öffentliche Klangereignisse sind.
Das Ulmer Münster als Klangraum
Das Ulmer Münster ist nicht nur ein Bauwerk aus Stein, sondern auch ein Raum für Klang. Der hohe Turm wirkt wie ein weithin sichtbares und hörbares Zeichen in der Stadt. Glocken sind dabei keine zufälligen Geräuschquellen. Sie sind auf bestimmte Anlässe bezogen: Gottesdienste, Feiertage, Gebete, Trauerfälle, Taufen, Hochzeiten, den Schwörmontag oder besondere Gedenktage.
Eine Kirchenglocke erzeugt ihren Ton, wenn der Klöppel beim Schwingen der Glocke an die Innenseite des Glockenkörpers schlägt. Der Klang besteht aus mehreren Obertönen, die zusammen die besondere Klangfarbe einer Glocke bilden. Große Glocken klingen in der Regel tiefer, kleine Glocken höher. Das Ulmer Geläut ist deshalb nicht nur laut oder leise, sondern ein fein abgestimmtes Klangsystem.
Bestand der Glocken
Im Hauptturm des Ulmer Münsters hängen insgesamt dreizehn Kirchenglocken. Davon sind zehn als Läuteglocken geführt. Drei weitere Glocken befinden sich an den Wandseiten des Oktogons oberhalb der Türmerstube und werden heute nicht geläutet. Die neun ersten Läuteglocken bilden das Festtagsgeläut. Die zehnte Läuteglocke, die Schwörglocke, hat eine besondere stadtgeschichtliche Funktion und erklingt nur zu ausgewählten Anlässen. Angaben zum Bestand beschreiben die herkömmliche Einteilung; tatsächliche Einsätze können bei Schäden, Wartung oder Sanierung zeitweise abweichen.
Die zehn Läuteglocken im Überblick
| Nr. | Name | Gussjahr | Durchmesser | Masse | Schlagton | Bedeutung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Gloriosa | 1956 | 1986 mm | 4912 kg | as° | Größte, schwerste und tontiefste Glocke des Münstergeläuts; Festtagsglocke |
| 2 | Dominica | 1931 | 1860 mm | 4301 kg | b° | Sonntags- und Reformationsglocke; gegossen zum 400-jährigen Reformationsjubiläum in Ulm |
| 3 | Große Betglocke | 1454 | 1710 mm | 3800 kg | c¹ | Vaterunser-Glocke; erste Glocke, die 1454 in der Glockenstube des Münsters geläutet wurde |
| 4 | Leichenglocke | 1678 | 1420 mm | 1750 kg | des¹ | Läutet bei Begräbnissen und dient auch dem Viertelstundenschlag |
| 5 | Kleine Betglocke | 1956 | 1395 mm | 1766 kg | es¹ | Gebetsglocke für Morgen- und Abendgebet |
| 6 | Kreuzglocke | 1957 | 1245 mm | 1248 kg | f¹ | Bezieht sich auf das Kreuzläuten und die Erinnerung an die Sterbestunde Jesu |
| 7 | Landfeuerglocke | 14. Jahrhundert | 1135 mm | 900 kg | as¹ | Warn- und Erinnerungsglocke; früher bei Gefahr, Feuer oder Stadttoren von Bedeutung |
| 8 | Taufglocke | 1956 | 923 mm | 506 kg | b¹ | Läutet zur Taufhandlung |
| 9 | Schiedglocke | 1956 | 816 mm | 343 kg | c² | Läutet nach Bekanntwerden eines Todesfalls |
| 10 | Schwörglocke | 14. Jahrhundert | 1640 mm | 3500 kg | c¹ | Historische Glocke für den Schwörmontag; wird weiterhin von Hand geläutet |
Wichtige Glocken und ihre Bedeutung
Gloriosa: Die Festtagsglocke

Die Gloriosa ist die größte, schwerste und tontiefste Läuteglocke des Ulmer Münsters. Ihr Name bedeutet auf Lateinisch ungefähr die Ruhmreiche. Sie wurde 1956 in der Glockengießerei Kurtz in Stuttgart gegossen und wiegt 4912 kg. Sie erklingt besonders an hohen Festtagen wie Weihnachten und Ostern sowie zu besonderen Anlässen. Ihre Geschichte ist auch mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden, denn sie ersetzte eine Glocke, die für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen worden war.
Die Glockenzier der Gloriosa stammt von Helmuth Uhrig und zeigt den Erzengel Michael im Kampf mit dem Drachen. So verbindet diese Glocke Kunst, Theologie, Gedenken und Klang.
Dominica: Die Sonntags- und Reformationsglocke
Die Dominica wurde 1931 gegossen. Ihr Name bedeutet die dem Herrn Geweihte. Sie erinnert an das 400-jährige Jubiläum der Reformation in Ulm. Wegen ihres besonders geschätzten Klanges blieb sie während des Zweiten Weltkriegs erhalten und musste 1942 nicht eingeschmolzen werden. Sie ist eine zentrale Glocke für den sonntäglichen Gottesdienst und schlägt auch die Stunden nach.
Große Betglocke: Gebet und Kontinuität
Die Große Betglocke wurde 1454 gegossen und gilt als eine der geschichtlich wichtigsten Glocken des Münsters. Am 21. Oktober 1454 war sie die erste Glocke, die in der Glockenstube des Münsters geläutet wurde. Ihre Aufgabe verweist auf das Vaterunser und das Mittagsgebet. Damit steht sie für die Verbindung von täglicher Zeitordnung und geistlicher Praxis.
Schwörglocke: Stadtgeschichte und Demokratie
Die Schwörglocke stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist die älteste zu läutende Glocke des Ulmer Münsters. Sie hängt nicht einfach nur als Musikinstrument im Turm, sondern ist ein Klangsymbol der Stadtgeschichte. Besonders wichtig ist ihr Einsatz am Schwörmontag, wenn der Oberbürgermeister auf den großen Schwörbrief von 1397 schwört. Diese Tradition erinnert daran, dass Glocken auch mit Bürgerschaft, Recht, Gemeinwesen und öffentlicher Verantwortung verbunden sein können. Die Schwörglocke wird bis heute von Hand geläutet.
Landfeuerglocke: Warnsignal und Erinnerung
Die Landfeuerglocke stammt ebenfalls aus dem 14. Jahrhundert. Sie befand sich ursprünglich in der Kirche zur lieben Frau außerhalb der Stadt. In früheren Zeiten konnte eine Glocke Menschen vor Gefahr warnen: vor Feuer, herannahenden Feinden oder dem Schließen von Stadttoren. Heute zeigt diese Glocke, dass Klang früher auch eine praktische Informationsfunktion hatte, lange bevor es Sirene, Telefon, Radio oder Internet gab.
Glocken im Oktogon
Neben den zehn Läuteglocken befinden sich im Oktogon des Westturms drei weitere Glocken. Dazu gehören die Torglocke, das Arbeitsglöcklein und die Schlagglocke. Die Torglocke und das Arbeitsglöcklein werden heute nicht mehr geläutet und auch nicht mehr angeschlagen. Die Schlagglocke kann mit einem Hammer angeschlagen werden. Diese drei Glocken zeigen, dass Glocken im Mittelalter und in der frühen Neuzeit nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für Stadtordnung, Arbeitsrhythmus und Zeitmessung wichtig waren.
Technik: Wie Glocken klingen
Eine Glocke ist ein komplexes Musikinstrument. Sie besteht meist aus Bronze, einer Legierung aus Kupfer und Zinn. Beim Glockenguss wird flüssiges Metall in eine Form gegossen. Schon kleine Abweichungen in Form, Wandstärke und Legierung verändern den Klang. Nach dem Guss wird die Glocke geprüft, gestimmt und in den Glockenstuhl gehängt.
Der Glockenstuhl trägt die enorme Masse der Glocken. Im Ulmer Münster lasten rund 20 Tonnen Glockengewicht auf dieser Konstruktion. Allein die Gloriosa wiegt fast fünf Tonnen. Der Klöppel hängt im Inneren der Glocke. Beim Läuten schwingt die Glocke am Joch, während der Klöppel zeitversetzt anschlägt. Beim Schlagen dagegen bleibt die Glocke still und ein Hammer trifft die Glocke von außen. Darum ist es wichtig, zwischen läuten und schlagen zu unterscheiden.
Geschichte: Mittelalter, Reformation und Krieg
Die Glocken des Ulmer Münsters erzählen eine lange Geschichte. Einige Glocken stammen aus dem Mittelalter, andere aus dem 17. Jahrhundert und mehrere aus dem 20. Jahrhundert. Die Große Betglocke von 1454 und die Schwörglocke aus dem 14. Jahrhundert verbinden den heutigen Klang mit der spätmittelalterlichen Stadt.
Die Reformation prägte Ulm stark. Die Dominica erinnert daran, weil sie 1931 zum 400-jährigen Reformationsjubiläum gegossen wurde. Der Zweite Weltkrieg griff tief in die Glockengeschichte ein: Mehrere Glocken wurden beschlagnahmt und für Kriegszwecke eingeschmolzen. In der Nachkriegszeit mussten diese Verluste ersetzt werden. 1956 wurden mehrere neue Glocken gegossen, darunter die Gloriosa, die heute das Festtagsgeläut prägt.
Läuteordnung: Klang als Sprache
Eine Läuteordnung legt fest, welche Glocken zu welchem Anlass erklingen. Dadurch wird Glockenklang zu einer Art öffentlicher Sprache. Ein einzelner tiefer Ton kann Trauer ausdrücken, ein volles Geläut kann Festfreude hörbar machen. Unterschiedliche Kombinationen der Glocken erzeugen verschiedene Klangbilder.
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Im Ulmer Münster gibt es zum Beispiel Geläute für Advent, Weihnachten, Karfreitag, Ostern, Pfingsten, Taufe, Trauung, Beerdigung und weitere Gottesdienste. Damit hörst Du nicht nur Töne, sondern auch einen Jahreskreis. Die Glocken strukturieren Zeit: Tag und Nacht, Woche und Sonntag, Alltag und Fest, Leben und Tod.
Sanierung und Denkmalpflege
Glocken und Turm sind hohen Belastungen ausgesetzt. Beim Läuten bewegen sich mehrere Tonnen Metall. Dadurch entstehen Kräfte, die auf Joch, Lager, Glockenstuhl und Turm übertragen werden. Hinzu kommen Korrosion, Materialalterung und Umwelteinflüsse. Deshalb ist Denkmalpflege eine dauerhafte Aufgabe.
Am 16. September 2005 wurde das Geläut des Ulmer Münsters wegen massiver Schäden am stählernen Glockenstuhl außer Betrieb gesetzt. Die Glocken wurden abgehängt, untersucht und teilweise restauriert. Auch mehrere Klöppel und Holzjoche mussten erneuert oder überarbeitet werden. Am Ostersonntag 2009 konnten die Glocken nach Abschluss wichtiger Arbeiten wieder erklingen. Dieses Beispiel zeigt: Historische Glocken sind keine Museumsstücke, die einfach unverändert bleiben. Sie brauchen Pflege, Fachwissen, Geld, Geduld und öffentliche Unterstützung.
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Glocken als Kulturerbe
Die Glocken des Ulmer Münsters sind Kulturerbe, weil sie mehrere Ebenen verbinden. Sie sind technische Objekte, religiöse Zeichen, musikalische Instrumente, historische Quellen und öffentliche Kommunikationsmittel. Ihr Klang gehört zur Identität der Stadt. Gleichzeitig müssen Menschen in einer modernen Stadt miteinander aushandeln, wie Tradition, Ruhebedürfnis, Denkmalschutz und Gemeindeleben zusammenpassen. Genau deshalb eignen sich die Glocken gut für fächerübergreifendes Lernen in Geschichte, Musik, Religion, Ethik, Physik und Politischer Bildung.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wie viele Kirchenglocken hängen insgesamt im Hauptturm des Ulmer Münsters? (13) (!9) (!10) (!20)
Wie viele Glocken des Hauptturms sind als Läuteglocken geführt? (10) (!3) (!13) (!20)
Wie heißt die größte und schwerste Läuteglocke des Ulmer Münsters? (Gloriosa) (!Dominica) (!Schiedglocke) (!Taufglocke)
In welchem Jahr wurde die Gloriosa gegossen? (1956) (!1454) (!1678) (!1931)
Welche Glocke erinnert besonders an das Reformationsjubiläum in Ulm? (Dominica) (!Landfeuerglocke) (!Arbeitsglöcklein) (!Leichenglocke)
Welche Glocke wird am Schwörmontag von Hand geläutet? (Schwörglocke) (!Kreuzglocke) (!Taufglocke) (!Schlagglocke)
Warum wurde das Geläut des Ulmer Münsters 2005 außer Betrieb gesetzt? (Weil der stählerne Glockenstuhl schwere Schäden hatte) (!Weil der Turm abgerissen werden sollte) (!Weil alle Glocken verkauft wurden) (!Weil das Münster geschlossen wurde)
Welche Glocke wurde 1454 als erste in der Glockenstube des Münsters geläutet? (Große Betglocke) (!Gloriosa) (!Dominica) (!Torglocke)
Was regelt eine Läuteordnung? (Welche Glocken zu welchen Anlässen erklingen) (!Welche Farbe die Glocken haben) (!Wie viele Stufen der Turm besitzt) (!Welche Steine im Münster verbaut sind)
Welche frühere Aufgabe passt besonders zur Landfeuerglocke? (Warnung vor Gefahr wie Feuer) (!Begleitung einer Taufhandlung) (!Stimmen einer Orgel) (!Beleuchtung des Turms)
Memory
| Gloriosa | Festtagsglocke |
| Dominica | Sonntagsglocke |
| Große Betglocke | Vaterunser |
| Schwörglocke | Schwörmontag |
| Landfeuerglocke | Gefahr |
| Taufglocke | Taufe |
| Schiedglocke | Todesfall |
| Glockenstuhl | Tragwerk |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Gloriosa | größte Glocke |
| Dominica | Sonntagsglocke |
| Schwörglocke | Schwörmontag |
| Landfeuerglocke | Gefahrenwarnung |
| Taufglocke | Taufe |
...
Kreuzworträtsel
| Gloriosa | Wie heißt die größte und schwerste Läuteglocke des Ulmer Münsters? |
| Dominica | Welche Glocke ist auch als Sonntagsglocke bekannt? |
| Betglocke | Welche Glockenart erinnert an Gebet und Vaterunser? |
| Schwoerglocke | Welche Glocke erklingt am Schwörmontag? |
| Glockenstuhl | Wie heißt die Konstruktion, die Glocken im Turm trägt? |
| Bronze | Aus welchem Metallgemisch bestehen viele historische Glocken? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Glocken-Steckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu einer Glocke des Ulmer Münsters mit Name, Gussjahr, Gewicht, Schlagton und Aufgabe.
- Klangtagebuch: Höre bewusst auf Glockenklänge in Deiner Umgebung und notiere, wann sie erklingen und welche Wirkung sie auf Dich haben.
- Bildbeschreibung: Wähle ein Bild des Glockenstuhls oder der Gloriosa und beschreibe genau, was Du siehst.
- Begriffskarte: Gestalte eine Begriffskarte mit den Wörtern Glocke, Klöppel, Joch, Glockenstuhl, Schlagton und Läuteordnung.
Standard
- Läuteordnung untersuchen: Erkläre an drei Beispielen, wie Glockenklänge unterschiedliche Anlässe wie Fest, Gebet und Trauer hörbar machen.
- Geschichtsplakat: Erstelle ein Plakat zur Geschichte der Ulmer Münsterglocken vom Mittelalter bis zur Sanierung 2009.
- Interviewprojekt: Befrage eine Person aus Deiner Stadt oder Gemeinde, welche Bedeutung Glockenklang für sie hat.
- Akustikexperiment: Vergleiche mit Gläsern, Klangschalen oder digitalen Tönen, wie Größe und Material die Tonhöhe beeinflussen.
Schwer
- Denkmalpflege-Debatte: Entwickle eine Pro-und-Contra-Diskussion zur Frage, wie viel Geld für historische Glocken und Türme ausgegeben werden sollte.
- Stadtklang-Analyse: Untersuche, wie Glockenklang, Verkehr, Menschenstimmen und moderne Signale den Klang einer Stadt prägen.
- Dokumentarvideo: Produziere ein kurzes Video über die Glocken des Ulmer Münsters, in dem Geschichte, Technik und Bedeutung erklärt werden.
- Vergleichsstudie: Vergleiche das Geläut des Ulmer Münsters mit dem Geläut einer anderen Kirche und arbeite Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.

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Lernkontrolle
- Klang und Bedeutung: Erkläre, warum Glocken nicht nur Musikinstrumente sind, sondern auch soziale und religiöse Zeichen.
- Technik und Denkmalpflege: Beurteile, weshalb ein beschädigter Glockenstuhl nicht nur ein technisches, sondern auch ein kulturelles Problem ist.
- Geschichte und Gegenwart: Zeige an zwei Glocken des Ulmer Münsters, wie sich historische Ereignisse im heutigen Geläut widerspiegeln.
- Stadtgesellschaft: Entwickle einen Vorschlag, wie eine Kirchengemeinde mit Menschen ins Gespräch kommen kann, die Glockenklang als störend erleben.
- Transfer Akustik: Übertrage Dein Wissen über Glockengröße und Tonhöhe auf ein anderes Instrument und erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
- Kulturerbe bewerten: Begründe, warum die Glocken des Ulmer Münsters als Kulturerbe gelten können.
- Quellenkritik: Vergleiche eine historische Darstellung und eine aktuelle Beschreibung der Glocken und prüfe, welche Informationen stabil bleiben und welche sich ändern können.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis zu den Glocken des Ulmer Münsters solltest Du zeigen, dass Du nicht nur einzelne Fakten kennst, sondern Zusammenhänge verstehst. Wichtig sind eine fachlich richtige Darstellung des Glockenbestands, die Erklärung zentraler Begriffe wie Schlagton, Klöppel, Glockenstuhl und Läuteordnung, ein historischer Bezug zu Mittelalter, Reformation, Zweiter Weltkrieg und Sanierung, eine eigene Deutung der kulturellen Bedeutung sowie eine reflektierte Einschätzung des Spannungsfeldes zwischen Tradition, Denkmalpflege und moderner Stadtgesellschaft.
Mögliche Formen des Lernnachweises sind ein Portfolio, eine Präsentation, ein Erklärvideo, ein Audiofeature, ein Plakat, ein schriftlicher Vergleich oder eine dokumentierte Exkursion. Achte darauf, eigene Quellen sauber zu benennen, Fachbegriffe korrekt zu verwenden und Deine Ergebnisse verständlich zu gestalten.
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