Zum Inhalt springen

Die Folgen von Mobbing

Aus MOOCsWiki Staging



Die Folgen von Mobbing




Einleitung

Mobbing ist kein harmloser Streit und kein normales „Ärgern“. Von Mobbing spricht man, wenn eine Person wiederholt, über längere Zeit und in einem Machtungleichgewicht angegriffen, ausgegrenzt, beschämt oder bedroht wird. Das kann in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Familie, in Vereinen, in Peergroups oder im Internet passieren. Besonders wichtig ist: Mobbing betrifft nicht nur die direkt betroffene Person. Auch Mitschülerinnen und Mitschüler, die zuschauen, Erwachsene, Gruppenklima, Leistungsbereitschaft und das Vertrauen in Gemeinschaften werden beeinflusst.

Dieser aiMOOC behandelt die Folgen von Mobbing aus psychologischer, sozialer, körperlicher, schulischer, digitaler und rechtlicher Perspektive. Du lernst, warum Mobbing schwere Auswirkungen haben kann, wie Warnsignale erkannt werden, welche Rolle Zuschauerinnen und Zuschauer haben und warum Hilfeholen kein Petzen, sondern ein wichtiger Schritt zum Schutz von Menschenwürde, Gesundheit und Kinderrechten ist.

{{#ev:youtube|https://www.youtube.com/watch?v=5d6_EIYEZVQ%7C500%7Ccenter}}

Das Video erklärt die Folgen von Mobbing und Cybermobbing sachlich und forschungsbasiert. Nutze es als Einstieg: Achte beim Anschauen darauf, welche Folgen für Körper, Seele, Schule, Freundschaften und digitale Sicherheit genannt werden.


Was ist Mobbing?

Mobbing bedeutet wiederholtes und gezieltes Schikanieren, Abwerten, Ausgrenzen oder Bedrohen einer Person. Typisch sind drei Merkmale: Erstens passiert es nicht nur einmal, sondern wiederholt. Zweitens soll die Handlung verletzen, erniedrigen oder kontrollieren. Drittens besteht ein Machtgefälle: Eine Person oder Gruppe ist der betroffenen Person körperlich, sozial, psychisch, digital oder organisatorisch überlegen.

Ein einmaliger Konflikt zwischen gleich starken Personen ist noch kein Mobbing. Auch ein Streit, bei dem beide Seiten ähnlich viel Einfluss haben und Lösungen suchen können, unterscheidet sich von Mobbing. Mobbing ist dagegen ein Muster, in dem eine Person immer wieder zur Zielscheibe gemacht wird. Das kann offen geschehen, zum Beispiel durch Beleidigungen, Drohungen oder Schubsen. Es kann aber auch verdeckt geschehen, zum Beispiel durch Gerüchte, Ignorieren, Ausschluss aus Gruppen, heimliches Fotografieren oder manipulative Nachrichten.


Formen von Mobbing

  1. Verbales Mobbing: Beschimpfen, Verspotten, Drohen, Lächerlichmachen, verletzende Spitznamen oder ständige abwertende Kommentare.
  2. Körperliches Mobbing: Schubsen, Treten, Schlagen, Festhalten, Wegnehmen oder Beschädigen von Gegenständen.
  3. Soziales Mobbing: Ausschließen, Ignorieren, Gerüchte verbreiten, Freundschaften gezielt zerstören oder andere gegen eine Person aufhetzen.
  4. Cybermobbing: Beleidigungen, Bloßstellungen, Drohungen, Fake-Profile, Weiterleiten privater Bilder oder Hasskommentare über digitale Medien.
  5. Diskriminierendes Mobbing: Angriffe wegen Herkunft, Sprache, Religion, Geschlecht, Behinderung, Aussehen, sexueller Orientierung oder sozialem Status.
  6. Arbeitsplatzbezogenes Mobbing: systematisches Abwerten, Isolieren, Bloßstellen, Übergehen, Überkontrollieren oder gezieltes Zuweisen entwürdigender Aufgaben.


Warum sind die Folgen von Mobbing so schwer?

Mobbing greift grundlegende Bedürfnisse an: das Bedürfnis nach Sicherheit, Zugehörigkeit, Anerkennung, Selbstwert, Gerechtigkeit und Kontrolle. Wenn ein Mensch immer wieder erlebt, dass er beschämt, bedroht oder ausgeschlossen wird, kann das Gehirn in einen dauerhaften Alarmzustand geraten. Der Körper reagiert dann, als bestünde ständig Gefahr. Das kann Lernen, Schlaf, Konzentration, soziale Beziehungen und Gesundheit stark belasten.

Besonders schwer wiegt, dass Mobbing oft in Räumen passiert, die eigentlich sicher sein sollten: Klassenzimmer, Schulweg, Chatgruppe, Umkleide, Arbeitsplatz oder Verein. Wenn Betroffene den Eindruck haben, niemand helfe ihnen oder Erwachsene nähmen die Situation nicht ernst, kann das Gefühl von Hilflosigkeit wachsen. Die Folgen hängen davon ab, wie lange das Mobbing dauert, wie massiv die Angriffe sind, ob andere mitmachen, ob Beweise vorhanden sind und ob es verlässliche Unterstützung gibt.


Mobbing ist ein Gruppenphänomen

Mobbing wird häufig nicht nur von einer einzelnen Person getragen. Es entsteht in Gruppen, wenn andere lachen, schweigen, wegsehen, Inhalte weiterleiten oder die betroffene Person meiden. Dadurch kann der Eindruck entstehen, die ganze Gruppe sei gegen eine Person. Zuschauerinnen und Zuschauer haben deshalb eine große Verantwortung. Sie können Mobbing verstärken, aber auch unterbrechen: durch Hilfeholen, klare Grenzen, Unterstützung der betroffenen Person und Dokumentation.


Psychische Folgen

Psychische Gesundheit kann durch Mobbing erheblich belastet werden. Betroffene berichten häufig von Angst, Scham, Traurigkeit, Wut, Einsamkeit, Schlafproblemen, Grübeln, innerer Unruhe und dem Gefühl, nicht mehr sicher zu sein. Manche verlieren Interesse an Hobbys, ziehen sich zurück oder fühlen sich wertlos. Bei längerem oder besonders schwerem Mobbing können Depression, Angststörung, posttraumatische Belastungssymptome oder starke Selbstwertprobleme entstehen.

Wichtig ist: Diese Reaktionen sind keine Schwäche. Sie sind verständliche Reaktionen auf wiederholte psychische Gewalt. Wenn jemand durch Mobbing verzweifelt ist, sich selbst nicht mehr schützen kann oder Gedanken hat, nicht mehr leben zu wollen, braucht diese Person sofort Hilfe von Erwachsenen, Beratungsstellen, Ärztinnen, Ärzten oder Notdiensten. In Deutschland können Kinder und Jugendliche anonym und kostenlos die Nummer gegen Kummer 116 111 kontaktieren. In akuten Krisen hilft die TelefonSeelsorge 116 123 oder der Notruf 112.


Typische psychische Warnsignale

  1. Angst: Die betroffene Person wirkt dauerhaft angespannt, erschrickt schnell oder vermeidet bestimmte Orte.
  2. Scham: Sie gibt sich selbst die Schuld, obwohl die Verantwortung bei den mobbenden Personen liegt.
  3. Rückzug: Kontakte, Hobbys oder Gruppen werden gemieden.
  4. Reizbarkeit: Die Person reagiert schneller wütend, überfordert oder traurig.
  5. Selbstwertverlust: Aussagen wie „Ich bin nichts wert“ oder „Alle hassen mich“ treten auf.
  6. Schlafprobleme: Einschlafen, Durchschlafen oder Aufstehen wird schwierig.
  7. Konzentration: Lernen und Zuhören fallen schwerer, weil der Kopf mit Angst und Grübeln beschäftigt ist.


Körperliche Folgen

Mobbing kann körperliche Beschwerden auslösen oder verstärken. Das liegt daran, dass psychischer Stress den Körper beeinflusst. Der Organismus schüttet Stresshormone aus, Muskeln spannen sich an, der Schlaf kann schlechter werden und das Immunsystem wird belastet. Häufige Beschwerden sind Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Appetitveränderungen, Erschöpfung, Herzklopfen, Zittern oder Verspannungen.

Körperliche Beschwerden sind besonders ernst zu nehmen, wenn sie regelmäßig vor der Schule, vor bestimmten Unterrichtsstunden, vor dem Arbeitsbeginn oder nach Online-Angriffen auftreten. Sie können Hinweise darauf sein, dass eine Person unter erheblichem Druck steht. Deshalb sollten Erwachsene nicht nur fragen: „Was fehlt Dir körperlich?“, sondern auch: „Fühlst Du Dich sicher?“, „Gibt es jemanden, der Dich verletzt?“ und „Brauchst Du Unterstützung?“


Soziale Folgen

Soziale Beziehungen sind für Menschen sehr wichtig. Mobbing zerstört Vertrauen in andere und kann dazu führen, dass Betroffene sich isoliert fühlen. Wer immer wieder ausgelacht oder ausgegrenzt wird, rechnet irgendwann auch in neutralen Situationen mit Ablehnung. Dadurch können Freundschaften schwieriger werden. Manche Betroffene ziehen sich zurück, obwohl sie sich eigentlich Nähe wünschen. Andere versuchen, sich anzupassen, nur um nicht wieder Zielscheibe zu werden.

Auch Gruppen verändern sich. Wenn Mobbing geduldet wird, entsteht ein Klima der Angst. Viele denken dann: „Wenn ich helfe, werde ich vielleicht selbst gemobbt.“ Dadurch wird Wegsehen wahrscheinlicher. Eine Klasse, ein Team oder eine Online-Community braucht deshalb klare Regeln, verlässliche Erwachsene und eine Kultur, in der Zivilcourage anerkannt wird.


Folgen für Zuschauerinnen und Zuschauer

Auch wer Mobbing beobachtet, kann belastet werden. Zuschauende können Schuldgefühle, Angst, Unsicherheit oder Hilflosigkeit entwickeln. Manche passen sich den Mobberinnen und Mobbern an, um selbst geschützt zu sein. Andere verlieren Vertrauen in die Gruppe, weil sie erleben, dass Unrecht möglich ist. Deshalb gehört Mobbingprävention immer zur ganzen Gruppe und nicht nur zur betroffenen Person.


Schulische und berufliche Folgen

Mobbing kann Lernen stark beeinträchtigen. Wer Angst vor Pausen, Chatgruppen, Umkleiden, Sitzordnung oder Schulweg hat, kann sich im Unterricht schlechter konzentrieren. Manche fehlen häufiger, kommen zu spät oder vermeiden bestimmte Situationen. Leistungsabfall bedeutet dann nicht automatisch Faulheit oder mangelnde Fähigkeit. Er kann Ausdruck von Stress, Angst und Erschöpfung sein.

Am Arbeitsplatz können ähnliche Folgen auftreten: sinkende Motivation, Fehler aus Angst, Rückzug aus Besprechungen, häufige Krankmeldungen, Verlust von Vertrauen in Vorgesetzte oder Kolleginnen und Kollegen. Mobbing kann deshalb nicht nur Einzelne, sondern ganze Organisationen schädigen. Gute Schulen und Betriebe reagieren früh, dokumentieren Vorfälle und schützen Betroffene.


Folgen von Cybermobbing

Cybermobbing ist besonders belastend, weil es nicht an der Schultür endet. Angriffe können rund um die Uhr sichtbar sein, schnell weiterverbreitet werden und ein großes Publikum erreichen. Betroffene wissen oft nicht, wer alles die Inhalte gesehen, gespeichert oder weitergeleitet hat. Das kann Ohnmacht und Kontrollverlust verstärken.

Typische Formen sind beleidigende Kommentare, peinliche Fotos, heimlich aufgenommene Videos, Fake-Accounts, Ausschluss aus Gruppen, Drohungen, Veröffentlichung privater Daten oder das Weiterleiten vertraulicher Nachrichten. Bei Cybermobbing ist es wichtig, Beweise zu sichern, nicht allein zu reagieren, Vertrauenspersonen einzubeziehen und Plattformen oder Schulen zu informieren. Bei strafbaren Inhalten können Erwachsene prüfen, ob Polizei oder Beratungsstellen eingeschaltet werden sollten.


Was Du bei Cybermobbing tun kannst

  1. Screenshots sichern: Speichere Datum, Uhrzeit, Profilnamen, Links und Nachrichten.
  2. Privatsphäre schützen: Ändere Passwörter, prüfe Sichtbarkeit, blockiere Angreifende und melde Inhalte.
  3. Vertrauensperson informieren: Sprich mit Eltern, Lehrkräften, Schulsozialarbeit, Ausbilderinnen, Ausbildern oder Beratungsstellen.
  4. Beweise nicht löschen, bevor sie gesichert sind: Sie können wichtig sein, um die Situation nachzuweisen.
  5. Selbstschutz beachten: Antworte nicht impulsiv auf Angriffe, wenn dadurch neue Eskalationen entstehen.
  6. Hilfe holen: Mobbing ist kein Problem, das Du allein lösen musst.


Rechtliche und ethische Folgen

In Deutschland ist „Mobbing“ nicht in jedem Fall ein eigener Straftatbestand. Einzelne Handlungen können aber rechtliche Folgen haben. Dazu gehören zum Beispiel Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, Nötigung, Bedrohung, Körperverletzung, Verletzung des Rechts am eigenen Bild oder Nachstellung. Im Schulkontext können pädagogische Maßnahmen, Ordnungsmaßnahmen und Schutzkonzepte greifen. Im Arbeitsleben können arbeitsrechtliche Schritte relevant werden.

Ethisch ist entscheidend: Mobbing verletzt die Menschenwürde. Es nimmt Menschen das Recht, ohne Angst zu lernen, zu arbeiten, zu spielen und Beziehungen zu gestalten. Eine Gemeinschaft zeigt ihre Stärke nicht dadurch, dass sie Schwächere ausschließt, sondern dadurch, dass sie Schutz, Fairness und Verantwortung ernst nimmt.


Folgen für mobbende Personen

Auch mobbende Personen können langfristige Nachteile erleben. Wenn sie lernen, dass Druck, Spott oder Gewalt Anerkennung bringen, kann sich dieses Verhalten verfestigen. Das kann später Beziehungen, Teamfähigkeit, Schule, Ausbildung, Beruf und rechtliche Situation belasten. Manche mobbenden Personen haben selbst Unsicherheit, Wut, Gruppendruck oder eigene Gewalterfahrungen. Das erklärt Mobbing nicht und entschuldigt es nicht. Es zeigt aber, dass Intervention sowohl Schutz für Betroffene als auch klare Grenzen und Lernchancen für Täterinnen und Täter braucht.

Gute Prävention fragt nicht nur: „Wer ist schuld?“, sondern auch: „Wie stoppen wir das Verhalten sofort?“, „Wie schützen wir Betroffene?“, „Welche Verantwortung übernehmen die Beteiligten?“ und „Wie verändern wir die Gruppenkultur?“


Folgen für die Klasse, Schule oder Gemeinschaft

Mobbing beschädigt das soziale Klima. Eine Klasse, in der Mobbing möglich ist, wird oft unsicherer, misstrauischer und weniger lernbereit. Schülerinnen und Schüler beobachten, ob Erwachsene konsequent handeln. Wenn Lehrkräfte oder andere Verantwortliche wegsehen, kann der Eindruck entstehen, dass Gewalt akzeptiert wird. Wenn sie dagegen klar, fair und verlässlich handeln, wächst das Vertrauen.

Eine starke Gemeinschaft erkennt Mobbing früh. Sie unterscheidet zwischen Streit und systematischer Schikane, schützt Betroffene, beteiligt Eltern und Fachkräfte, dokumentiert Vorfälle und stärkt respektvolle Kommunikation. Prävention ist deshalb keine einmalige Projektstunde, sondern Teil einer dauerhaften Schulkultur.


Schutzfaktoren und Hilfe

Nicht alle Betroffenen entwickeln langfristige Schäden. Schutzfaktoren können helfen, Folgen abzufedern. Dazu gehören mindestens eine verlässliche erwachsene Bezugsperson, gute Freundschaften, klare Regeln, schnelle Intervention, Beratung, psychotherapeutische Unterstützung, digitale Schutzmaßnahmen und ein Umfeld, das der betroffenen Person glaubt. Besonders wichtig ist, dass Verantwortung nicht der betroffenen Person zugeschoben wird. Niemand ist schuld daran, gemobbt zu werden.


Erste Schritte, wenn Du betroffen bist

  1. Sprich mit einer Person, der Du vertraust: zum Beispiel Eltern, Lehrkraft, Schulsozialarbeit, Vertrauenslehrkraft, Trainerin, Trainer oder Ausbilderin.
  2. Dokumentiere Vorfälle: Schreibe Datum, Ort, Beteiligte, Zeuginnen, Zeugen und genaue Handlungen auf.
  3. Sichere Beweise bei Cybermobbing: Screenshots, Links, Nachrichten und Profilnamen können wichtig sein.
  4. Setze Grenzen, wenn es sicher möglich ist: Klare Sätze wie „Stopp, lass das“ können helfen, ersetzen aber keine Unterstützung.
  5. Hole Hilfe früh: Je länger Mobbing dauert, desto schwerer können die Folgen werden.
  6. Achte auf Dich: Schlaf, Essen, Bewegung, Gespräche und professionelle Unterstützung sind wichtig.


Was Du tun kannst, wenn Du Mobbing beobachtest

  1. Zivilcourage zeigen: Unterstütze die betroffene Person, ohne Dich selbst zu gefährden.
  2. Hilfe holen: Informiere eine erwachsene Vertrauensperson oder zuständige Stelle.
  3. Nicht mitmachen: Lache nicht, leite keine Inhalte weiter und verstärke keine Gerüchte.
  4. Solidarität zeigen: Setze Dich neben die betroffene Person, schreibe eine unterstützende Nachricht oder frage, was sie braucht.
  5. Dokumentation unterstützen: Notiere, was Du gesehen hast, und stelle Dich als Zeugin oder Zeuge zur Verfügung.
  6. Gruppendruck unterbrechen: Manchmal reicht ein klarer Satz, damit andere merken, dass Mobbing nicht akzeptiert wird.


Prävention: Wie Mobbingfolgen verhindert werden können

Die wichtigste Prävention ist eine Kultur, in der Respekt, Empathie, Grenzen, Konfliktlösung und Verantwortung regelmäßig eingeübt werden. Schulen, Vereine und Betriebe brauchen klare Beschwerdewege, feste Ansprechpersonen und transparente Regeln. Ebenso wichtig ist, dass Erwachsene zuhören, ohne vorschnell zu verharmlosen. Sätze wie „Ignorier es einfach“ oder „Das war doch nur Spaß“ können Betroffene zusätzlich verletzen.

Prävention bedeutet auch Medienbildung. Wer digitale Räume nutzt, muss wissen, dass Screenshots, Weiterleitungen und Kommentare echte Folgen haben. Digitale Gewalt ist nicht weniger real, nur weil sie auf einem Bildschirm passiert.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein zentrales Merkmal von Mobbing? (Wiederholte Angriffe bei einem Machtungleichgewicht) (!Ein einmaliger Streit zwischen gleich starken Personen) (!Eine normale Meinungsverschiedenheit) (!Ein zufälliges Missverständnis ohne Verletzungsabsicht)




Warum kann Mobbing das Lernen beeinträchtigen? (Angst und Stress können Konzentration und Motivation verringern) (!Mobbing verbessert die Aufmerksamkeit im Unterricht) (!Betroffene lernen automatisch schneller) (!Schulische Leistungen haben nichts mit Wohlbefinden zu tun)




Welche Aussage zu Cybermobbing ist richtig? (Cybermobbing kann rund um die Uhr wirken und ein großes Publikum erreichen) (!Cybermobbing endet immer nach der Schule) (!Cybermobbing ist nie ernst gemeint) (!Cybermobbing betrifft nur Erwachsene)




Was ist bei Cybermobbing ein sinnvoller erster Schritt? (Beweise sichern und eine Vertrauensperson informieren) (!Sofort alle Beweise löschen) (!Alle Beleidigungen weiterleiten) (!Allein zurückbeleidigen)




Welche körperliche Folge kann durch Mobbingstress auftreten? (Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen) (!Bessere Erholung) (!Unbegrenzte Energie) (!Garantierte Gesundheit)




Warum sind Zuschauerinnen und Zuschauer wichtig? (Sie können Mobbing verstärken oder unterbrechen) (!Sie haben niemals Einfluss) (!Sie müssen immer schweigen) (!Sie sind automatisch schuld an allem)




Was bedeutet Selbstwertverlust im Zusammenhang mit Mobbing? (Betroffene beginnen, sich selbst abzuwerten) (!Betroffene werden automatisch beliebter) (!Betroffene sind gegen Kritik unempfindlich) (!Betroffene haben keine Gefühle mehr)




Welche Aussage ist hilfreich für Betroffene? (Du bist nicht schuld daran, gemobbt zu werden) (!Du musst alles allein lösen) (!Du solltest niemandem davon erzählen) (!Du bist selbst verantwortlich für die Angriffe)




Welche rechtliche Folge kann eine einzelne Mobbinghandlung haben? (Eine Beleidigung kann strafrechtlich relevant sein) (!Jede Mobbinghandlung ist rechtlich bedeutungslos) (!Digitale Angriffe sind immer erlaubt) (!Drohungen sind nur im Spaß strafbar)




Was ist ein wichtiger Schutzfaktor gegen schwere Mobbingfolgen? (Verlässliche Unterstützung durch andere Menschen) (!Dauerhaftes Schweigen) (!Soziale Isolation) (!Weiteres Wegsehen der Gruppe)





Memory

Machtgefälle ungleich verteilte Stärke
Cybermobbing Angriffe über digitale Medien
Bystander beobachtende Person
Isolation Ausschluss aus der Gruppe
Resilienz psychische Widerstandskraft
Dokumentation Beweise sichern





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Angst und Schlafprobleme psychische Gesundheit
Bauchschmerzen und Kopfschmerzen körperliche Gesundheit
Fehlzeiten und Leistungsabfall Schule und Lernen
Rückzug und Misstrauen soziale Beziehungen
Screenshots und Meldung Cybermobbing
Zivilcourage und Hilfeholen Zuschauerverhalten





Kreuzworträtsel

Machtgefälle Wie nennt man die ungleich verteilte Stärke zwischen mobbender und betroffener Person?
Isolation Wie heißt der Ausschluss einer Person aus einer Gruppe?
Empathie Welche Fähigkeit hilft, Gefühle anderer wahrzunehmen und respektvoll zu handeln?
Resilienz Wie nennt man psychische Widerstandskraft?
Cybermobbing Wie heißt Mobbing über digitale Medien?
Selbstwert Was kann durch ständige Abwertung stark beschädigt werden?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Mobbing unterscheidet sich von einem normalen Streit durch Wiederholung und ein

.
Betroffene können durch ständige Angriffe starke

entwickeln.
Körperliche Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen können eine Folge von dauerhaftem

sein.
Wenn Mobbing über digitale Medien geschieht, spricht man von

.
Zuschauerinnen und Zuschauer können helfen, indem sie nicht mitmachen und

holen.
Ein wichtiger Schutzfaktor ist eine verlässliche

.
Beweise wie Nachrichten oder Screenshots gehören zur sorgfältigen

.
Eine Klasse schützt Betroffene besser, wenn sie eine Kultur der

entwickelt.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffskarte Mobbing: Erstelle eine Begriffskarte, auf der Du den Unterschied zwischen Streit, Konflikt und Mobbing mit eigenen Worten erklärst.
  2. Gefühlsbarometer: Gestalte ein Gefühlsbarometer, das zeigt, wie sich Mobbing auf Angst, Scham, Wut, Traurigkeit und Hoffnung auswirken kann.
  3. Hilfenetz: Zeichne ein persönliches Hilfenetz mit mindestens fünf Personen oder Stellen, an die sich Betroffene wenden können.
  4. Mutmachbotschaft: Schreibe eine respektvolle Mutmachbotschaft an eine Person, die von Mobbing betroffen ist.


Standard

  1. Fallanalyse: Analysiere eine erfundene Mobbingsituation und markiere Auslöser, Beteiligte, Machtgefälle, Folgen und mögliche Hilfeschritte.
  2. Interviewprojekt: Führe ein kurzes Interview mit einer Lehrkraft, Schulsozialarbeiterin, einem Schulsozialarbeiter oder einer Vertrauensperson darüber, wie an Deiner Schule auf Mobbing reagiert wird.
  3. Plakat gegen Cybermobbing: Gestalte ein Informationsplakat mit Regeln zum Sichern von Beweisen, Melden von Inhalten und Hilfeholen.
  4. Rollenkarten: Entwickle Rollenkarten für Betroffene, mobbende Personen, Mitläuferinnen, Mitläufer, Zuschauende und Helfende und erkläre ihre Verantwortung.


Schwer

  1. Präventionskonzept: Entwirf ein Konzept für eine Klasse oder Lerngruppe, das klare Regeln, Ansprechpersonen, Meldewege und Nachsorge bei Mobbing enthält.
  2. Medienanalyse: Untersuche eine Szene aus einem Film, einer Serie, einem Video oder einem Jugendbuch und bewerte, ob Mobbing realistisch dargestellt wird.
  3. Podcastfolge: Plane eine kurze Podcastfolge zum Thema „Warum Hilfeholen kein Petzen ist“ und schreibe ein vollständiges Skript.
  4. Schulkultur-Projekt: Entwickle eine Projektidee, mit der Respekt, Empathie und Zivilcourage im Schulalltag dauerhaft gestärkt werden können.



<inputbox>

type=create break=no preload=CHAT GPT TEXT HIER EINFÜGEN default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>


Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Mobbing und Konflikt: Erkläre an einem eigenen Beispiel, warum nicht jeder Streit Mobbing ist, aber jedes Mobbing mehr als ein Streit ist.
  2. Folgenanalyse: Beschreibe, wie psychische, körperliche und schulische Folgen von Mobbing zusammenhängen können.
  3. Perspektivwechsel: Schreibe einen inneren Monolog aus Sicht einer Zuschauerin oder eines Zuschauers, die oder der zunächst schweigt und später Hilfe holt.
  4. Handlungsplan: Entwickle einen konkreten Fünf-Schritte-Plan für eine Person, die in einer Chatgruppe bloßgestellt wird.
  5. Systemische Betrachtung: Erkläre, warum Mobbing nicht nur ein Problem zwischen zwei Personen ist, sondern die ganze Gruppe betrifft.
  6. Ethik und Verantwortung: Begründe, warum Mobbing die Menschenwürde verletzt und warum Gemeinschaften Schutzpflichten haben.
  7. Prävention bewerten: Vergleiche zwei mögliche Maßnahmen gegen Mobbing und beurteile, welche nachhaltiger wirkt.


Lernnachweis

  1. Lernportfolio: Sammle Deine wichtigsten Erkenntnisse aus dem aiMOOC und ordne sie den Bereichen psychische Folgen, körperliche Folgen, soziale Folgen, schulische Folgen und Cybermobbing zu.
  2. Fallreflexion: Bearbeite eine erfundene Mobbingsituation und erkläre, welche Folgen entstehen können und welche Hilfeschritte angemessen wären.
  3. Handlungsprodukt: Erstelle ein Plakat, Audio, Video, Padlet oder eine Präsentation, die Betroffenen zeigt, wie sie sicher Hilfe holen können.
  4. Feedbackgespräch: Stelle Dein Handlungsprodukt einer Lerngruppe vor und sammle Rückmeldungen dazu, ob die Botschaft respektvoll, klar und hilfreich ist.
  5. Reflexionsbericht: Schreibe abschließend, was Du künftig tun würdest, wenn Du Mobbing beobachtest oder selbst betroffen bist.




OERs zum Thema



Quellen und weiterführende Informationen

  1. Mobbing: Grundinformationen zu Begriff, Formen und gesellschaftlicher Bedeutung.
  2. Mobbing in der Schule: Informationen zu Definition, Rollen und schulischem Kontext.
  3. Cyber-Mobbing: Informationen zu digitalen Formen, Risiken und rechtlichen Fragen.
  4. Nummer gegen Kummer: Kinder- und Jugendtelefon 116 111 für anonyme und kostenlose Beratung in Deutschland.
  5. TelefonSeelsorge: Krisenhilfe unter 116 123 in Deutschland.
  6. Prävention: Schulische Schutzkonzepte, Gesprächsregeln und digitale Medienbildung helfen, Mobbingfolgen zu verringern.


Links


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE



{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}

The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...

{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen

<inputbox>

type=create break=no preload=MOOCit Vorlage default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>