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Die Anatomie der Fabeln - Deutschunterricht Klasse 5 und 6

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Die Anatomie der Fabeln - Deutschunterricht Klasse 5 und 6



Einleitung

Die Anatomie der Fabeln ist ein aiMOOC für den Deutschunterricht in Klasse 5 und 6. Du lernst, wie eine Fabel aufgebaut ist, woran Du typische Merkmale erkennst, wie Du die Moral einer Geschichte verstehst und wie Du selbst eine eigene Fabel planst, schreibst und überarbeitest. Das Bild der Anatomie hilft Dir dabei: Wie ein Körper aus verschiedenen Organen besteht, besteht eine Fabel aus bestimmten Bausteinen. Dazu gehören Tierfiguren, Personifikation, Konflikt, Dialog, Pointe, Bildebene, Sachebene und eine Lehre.

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Eine Fabel ist meist kurz, leicht verständlich und trotzdem tiefgründig. Häufig treten Tiere auf, die wie Menschen sprechen, fühlen, denken und handeln. Ein schlauer Fuchs, ein eitler Rabe, ein starker Löwe, ein ängstliches Lamm oder eine geduldige Schildkröte zeigen menschliche Eigenschaften. Dadurch kann eine Fabel menschliches Verhalten kritisieren, ohne direkt eine bestimmte Person anzugreifen. Sie erzählt also auf der Oberfläche eine Tiergeschichte, meint aber auf einer tieferen Ebene oft eine Situation aus dem menschlichen Zusammenleben.

In diesem aiMOOC untersuchst Du Fabeln wie eine Forscherin oder ein Forscher. Du fragst: Welche Figuren treten auf? Welcher Konflikt entsteht? Welche Handlung führt zur Wendung? Was ist die Pointe? Welche Lehre lässt sich daraus ziehen? Am Ende kannst Du Fabeln nicht nur lesen, sondern auch begründet deuten und selbst verfassen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was eine Fabel ist, typische Merkmale benennen, den Aufbau einer Fabel untersuchen, zwischen Bildebene und Sachebene unterscheiden, die Moral einer Fabel formulieren, sprachliche Besonderheiten erkennen, Tierfiguren und ihre Eigenschaften deuten, eigene Fabelideen entwickeln und eine Fabel für den Deutschunterricht in Klasse 5 und 6 überarbeiten.


Was ist eine Fabel?

Eine Fabel ist eine kurze erzählende Textform mit belehrender Absicht. Das Wort stammt vom lateinischen fabula und bedeutet etwa Erzählung oder Geschichte. Fabeln können in Prosa oder in Versen geschrieben sein. Besonders bekannt sind Tierfabeln, doch auch Pflanzen, Gegenstände oder Mischwesen können auftreten. Entscheidend ist nicht, dass immer Tiere vorkommen, sondern dass die Figuren menschliche Eigenschaften erhalten und dadurch eine allgemeine Lehre sichtbar wird.

Fabeln gehören zur Epik, weil sie eine Handlung erzählen. Gleichzeitig sind sie eng mit der Didaktik verbunden, denn sie wollen nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen. Oft zeigen sie einen Fehler, eine Schwäche oder eine ungerechte Situation. Die Lesenden sollen daraus eine allgemeine Einsicht gewinnen, zum Beispiel: Hochmut kann schaden, List kann stärker sein als Gewalt, Schwache können Klugheit besitzen oder vorschnelle Urteile führen zu Fehlern.


Die Anatomie als Lernbild

Wenn Du die Anatomie der Fabel untersuchst, zerlegst Du die Fabel in ihre wichtigsten Bausteine. Diese Bausteine wirken zusammen wie die Organe eines Körpers.

Anatomie-Bild Baustein der Fabel Bedeutung für das Verstehen
Skelett Aufbau Die Grundstruktur hält die Geschichte zusammen.
Herz Moral Die Lehre gibt der Fabel ihren Sinn.
Stimme Dialog Rede und Gegenrede machen den Konflikt lebendig.
Gesicht Tierfiguren Die Figuren zeigen menschliche Eigenschaften.
Nerven Konflikt Der Konflikt bringt Spannung in die Handlung.
Schlussmuskel Pointe Die Pointe sorgt für die entscheidende Wendung.

Diese Anatomie ist kein starres Gesetz. Nicht jede Fabel zeigt jeden Baustein gleich deutlich. Manche Fabeln nennen die Moral ausdrücklich, andere lassen Dich die Lehre selbst erschließen. Gerade das macht Fabeln spannend: Sie sind kurz, aber sie verlangen genaues Lesen.


Merkmale einer Fabel

Typische Fabeln haben mehrere Merkmale. Sie sind meistens kurz, übersichtlich und auf eine einzige Handlung konzentriert. Ort und Zeit bleiben oft unbestimmt. Dadurch wirkt die Geschichte allgemeingültig: Sie könnte überall und jederzeit geschehen. Die Figuren sind häufig Tiere mit festen Eigenschaften. Der Fuchs gilt oft als schlau, der Löwe als mächtig, der Rabe als eitel, der Esel als störrisch, das Lamm als wehrlos und die Ameise als fleißig.

Ein weiteres Merkmal ist die Personifikation. Tiere oder Dinge verhalten sich wie Menschen. Sie sprechen, planen, lügen, prahlen, helfen, streiten oder urteilen. So entsteht eine Bildebene: Auf dieser Ebene liest Du die Tiergeschichte. Zugleich gibt es eine Sachebene: Auf dieser Ebene geht es um menschliches Verhalten. Die Fabel verbindet beide Ebenen. Deshalb kannst Du nach dem Lesen fragen: Für welche Menschen oder Situationen könnten die Tiere stehen?


Typische Tierfiguren und Eigenschaften

In vielen Fabeln werden Tiere nicht biologisch genau beschrieben, sondern als Träger bestimmter Eigenschaften verwendet. Diese Eigenschaften nennt man häufig Stereotype oder Rollenbilder. Im Unterricht ist wichtig: Diese Zuordnungen sind literarische Vereinfachungen. Ein echter Fuchs ist nicht automatisch listig, aber in vielen Fabeln wird der Fuchs als Zeichen für List genutzt.

Tierfigur Häufige Eigenschaft in Fabeln Mögliche menschliche Bedeutung
Fuchs schlau, listig, berechnend jemand nutzt Sprache und Tricks, um Vorteile zu gewinnen
Löwe stark, mächtig, stolz jemand besitzt Macht oder Autorität
Rabe eitel, leichtgläubig jemand lässt sich durch Schmeichelei beeinflussen
Wolf gierig, gefährlich, rücksichtslos jemand nutzt Stärke gegen Schwächere
Lamm schwach, unschuldig, wehrlos jemand ist einer ungerechten Macht ausgeliefert
Ameise fleißig, vorausschauend jemand plant, arbeitet und sorgt vor
Grille sorglos, leichtlebig jemand lebt nur im Augenblick
Schildkröte langsam, ausdauernd jemand erreicht ein Ziel durch Geduld


Aufbau einer Fabel

Viele Fabeln folgen einem klaren Aufbau. Dieser Aufbau hilft Dir beim Analysieren und beim eigenen Schreiben. Oft beginnt eine Fabel mit einer einfachen Ausgangssituation. Danach entsteht ein Konflikt zwischen zwei Figuren. Durch Rede und Gegenrede, Handlung und Gegenhandlung spitzt sich die Situation zu. Am Ende steht ein Ergebnis, eine Pointe oder eine Lehre.

Baustein Leitfrage Beispielhafte Funktion
Ausgangssituation Wer ist beteiligt und wo beginnt die Handlung? Die Figuren und ihre Lage werden vorgestellt.
Konflikt Welches Problem entsteht? Zwei Interessen, Eigenschaften oder Haltungen stoßen aufeinander.
Aktion Was tut oder sagt eine Figur? Eine Figur versucht, ihr Ziel zu erreichen.
Reaktion Wie antwortet die andere Figur? Die Gegenfigur reagiert und verändert die Situation.
Pointe Welche überraschende Wendung entsteht? Die entscheidende Einsicht wird vorbereitet.
Moral Welche Lehre lässt sich ableiten? Die Fabel wird auf menschliches Verhalten übertragen.

Manche Fachbegriffe sind besonders hilfreich: Eine vorangestellte Moral heißt Promythion, eine nachgestellte Moral heißt Epimythion. In vielen Schulfabeln steht die Moral am Ende oder muss selbst formuliert werden.


Bildebene und Sachebene

Die Bildebene ist das, was in der Geschichte sichtbar erzählt wird. Auf ihr begegnen sich Tiere, sprechen miteinander und handeln. Die Sachebene ist das, was die Fabel eigentlich über Menschen, Gesellschaft oder Verhalten aussagt. Wenn ein Fuchs einem Raben schmeichelt, damit der Rabe seinen Käse fallen lässt, dann ist die Bildebene eine Tierhandlung. Die Sachebene lautet: Wer zu sehr auf Schmeichelei hört, kann leicht getäuscht werden.

Die Unterscheidung zwischen Bildebene und Sachebene ist ein Schlüssel zur Fabelanalyse. Du solltest nie nur nacherzählen, was passiert. Du solltest auch erklären, was damit gemeint sein könnte. Dabei gibt es oft mehrere sinnvolle Deutungen. Wichtig ist, dass Du Deine Deutung mit Textstellen begründen kannst.


Sprache und Erzählweise

Die Sprache einer Fabel ist meistens knapp, klar und zielgerichtet. Es gibt selten lange Beschreibungen, weil die Handlung schnell zur Pointe führen soll. Häufig kommen Dialoge vor. Durch direkte Rede werden die gegensätzlichen Haltungen der Figuren sichtbar. Eine Figur prahlt, eine andere warnt, eine dritte täuscht oder widerspricht. Die Wörter sind oft einfach, aber die Bedeutung ist nicht immer einfach.

Fabeln arbeiten gern mit Gegensätzen. Stark trifft auf schwach, klug trifft auf dumm, schnell trifft auf langsam, reich trifft auf arm oder mächtig trifft auf machtlos. Diese Gegensätze machen die Lehre besonders deutlich. Die Erzählperspektive ist häufig sachlich und knapp. Die Erzählerin oder der Erzähler hält sich zurück, damit die Handlung selbst wirkt.


Die Moral erkennen

Die Moral ist die Lehre der Fabel. Sie kann ausdrücklich genannt werden oder verborgen bleiben. Wenn sie ausdrücklich genannt wird, steht sie oft am Anfang oder Ende. Wenn sie nicht genannt wird, musst Du sie aus der Handlung erschließen. Eine gute Moral ist allgemein formuliert. Sie nennt nicht nur die Tiere, sondern überträgt die Erkenntnis auf Menschen.

Eine schwache Moral wäre: Der Rabe soll seinen Käse besser festhalten. Eine stärkere Moral wäre: Wer sich durch Schmeichelei blenden lässt, kann leicht betrogen werden. Die zweite Formulierung ist allgemeiner und erklärt, was Menschen aus der Geschichte lernen können.


Fabeln lesen: Analyse-Schritte

  1. Erster Leseeindruck: Lies die Fabel einmal vollständig und notiere, welche Stelle Dich überrascht oder irritiert.
  2. Figurenanalyse: Bestimme die Figuren und ihre Eigenschaften.
  3. Konfliktanalyse: Erkläre, welches Problem zwischen den Figuren entsteht.
  4. Aufbauanalyse: Teile die Fabel in Ausgangssituation, Konflikt, Handlung, Wendung und Schluss ein.
  5. Sprachanalyse: Untersuche wichtige Wörter, direkte Rede, Gegensätze und Wiederholungen.
  6. Bildebene: Fasse zusammen, was auf der Ebene der Tiergeschichte geschieht.
  7. Sachebene: Übertrage die Tiergeschichte auf menschliches Verhalten.
  8. Moral: Formuliere eine passende Lehre in einem allgemeinen Satz.
  9. Begründung: Belege Deine Deutung mit passenden Textstellen.
  10. Bewertung: Überlege, ob die Moral heute noch gilt und wo Du ähnliche Situationen kennst.


Fabeln schreiben: Schreibplan

Wenn Du eine eigene Fabel schreibst, brauchst Du zuerst eine Lehre. Danach wählst Du passende Figuren aus. Überlege, welche Tiere die Eigenschaften Deiner Figuren besonders klar zeigen können. Dann entwickelst Du einen kurzen Konflikt. Die Handlung sollte nicht zu viele Orte, Nebenfiguren oder Nebenthemen haben. Am Schluss brauchst Du eine Pointe oder ein Ergebnis, aus dem die Lehre deutlich wird.

  1. Moral: Formuliere zuerst die Lehre, die Deine Fabel vermitteln soll.
  2. Figurenwahl: Wähle zwei oder drei Tiere mit gegensätzlichen Eigenschaften.
  3. Konflikt: Erfinde ein Problem, in dem die Eigenschaften der Tiere sichtbar werden.
  4. Dialog: Schreibe kurze Rede und Gegenrede, damit die Figuren lebendig werden.
  5. Pointe: Plane eine Wendung, die überrascht oder zum Nachdenken führt.
  6. Überarbeitung: Kürze alles, was nicht zur Lehre beiträgt.


Beispiel-Fabel mit Analyse

Der Fuchs und die leise Uhr

Ein Fuchs fand am Waldrand eine kleine Uhr. Sie tickte so leise, dass nur er sie hören konnte. Da stellte er sich auf einen Stein und rief: Wer mir glaubt, kommt nie zu spät! Die Tiere versammelten sich neugierig. Der Hase bat den Fuchs, ihm die Uhr zu zeigen. Doch der Fuchs hielt sie hinter den Rücken und sagte: Nur kluge Tiere verstehen ihr Ticken. Da nickten einige Tiere eifrig, weil sie nicht dumm wirken wollten. Die Eule aber fragte: Wenn die Uhr so klug ist, warum versteckst du sie? Der Fuchs erschrak, ließ die Uhr fallen und lief davon. Die Tiere merkten: Nicht alles ist wahr, nur weil jemand es geheimnisvoll sagt.

In dieser Beispiel-Fabel ist der Fuchs listig und möchte Ansehen gewinnen. Die anderen Tiere stehen für Menschen, die aus Angst vor Blamage etwas glauben, ohne nach Beweisen zu fragen. Die Eule übernimmt die Rolle der klugen Prüferin. Die Bildebene erzählt von einer Uhr im Wald. Die Sachebene handelt von Täuschung, Gruppendruck und kritischem Denken. Eine passende Moral lautet: Wer klug wirken will, sollte nicht alles glauben, sondern gute Fragen stellen.


Klassiker und historische Orientierung

Fabeln sind sehr alt. Schon in der Antike wurden Fabeln erzählt und gesammelt. Besonders bekannt ist Äsop, dem viele antike Tierfabeln zugeschrieben werden. Später wurden Fabeln immer wieder neu erzählt, übersetzt und verändert. In der europäischen Literatur sind unter anderem Phaedrus, Jean de La Fontaine und Gotthold Ephraim Lessing wichtig. Fabeln wurden in verschiedenen Zeiten genutzt, um Macht, Ungerechtigkeit, Eitelkeit, Habgier, Dummheit oder fehlende Selbstkritik darzustellen.

Für den Deutschunterricht ist dabei nicht entscheidend, möglichst viele Namen auswendig zu lernen. Wichtiger ist, dass Du erkennst: Fabeln sind eine Textform, mit der Menschen seit langer Zeit über menschliches Verhalten nachdenken. Eine kurze Tiergeschichte kann deshalb eine große gesellschaftliche Frage stellen.


Unterricht Klasse 5 und 6

Im Deutschunterricht der Klassen 5 und 6 eignen sich Fabeln besonders gut, weil sie kurz sind und gleichzeitig viele Kompetenzen verbinden. Du übst genaues Lesen, Textverständnis, Nacherzählen, Deuten, kreatives Schreiben, szenisches Lesen, Vortragen und Überarbeiten. Außerdem kannst Du über Werte sprechen: Fairness, Ehrlichkeit, Mut, Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft, Gerechtigkeit und Verantwortung.

Fabeln sind auch eine gute Brücke zwischen Literatur und Alltag. Viele Situationen aus Fabeln kennst Du vielleicht aus der Schule, aus Freundschaften, aus sozialen Medien oder aus Familiengesprächen: Jemand prahlt, jemand lässt sich täuschen, jemand nutzt Macht aus, jemand hilft unerwartet oder jemand unterschätzt einen anderen Menschen.


Kompetenzen im Deutschunterricht

Kompetenzbereich Was Du an Fabeln übst
Lesen Du entnimmst Informationen, erkennst Zusammenhänge und deutest Aussagen.
Schreiben Du planst, formulierst und überarbeitest eigene Fabeln.
Sprechen und Zuhören Du trägst Fabeln vor, spielst Dialoge und diskutierst Deutungen.
Sprache untersuchen Du erkennst direkte Rede, Wortwahl, Gegensätze und Personifikation.
Medienbildung Du vergleichst Text, Bild, Video und digitale Lernaufgaben.
Wertebildung Du überträgst Lehren auf eigene Alltagserfahrungen.


Häufige Fehler und hilfreiche Tipps

Ein häufiger Fehler ist, die Fabel nur nachzuerzählen. Eine Analyse braucht mehr: Du musst erklären, warum die Figuren so handeln und was die Geschichte bedeuten kann. Ein zweiter Fehler ist eine zu konkrete Moral. Wenn Deine Moral nur die Tiere nennt, fehlt die Übertragung auf Menschen. Ein dritter Fehler ist eine zu lange eigene Fabel. Fabeln wirken oft gerade deshalb stark, weil sie kurz und konzentriert sind.

Hilfreich ist die Frage: Was lernt ein Mensch aus dieser Tiergeschichte? Wenn Du diese Frage beantworten kannst, bist Du der Sachebene schon sehr nah. Beim Schreiben hilft Dir ein einfacher Test: Streiche jeden Satz, der nichts zum Konflikt oder zur Moral beiträgt. So wird Deine Fabel klarer.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Fabel meistens? (Eine kurze Erzählung mit einer Lehre) (!Ein langer Sachtext mit vielen Quellen) (!Ein Gedicht ohne Handlung) (!Eine Anleitung für ein Experiment)




Welche Figuren treten in vielen Fabeln besonders häufig auf? (Tiere mit menschlichen Eigenschaften) (!Historische Könige mit genauen Lebensdaten) (!Roboter ohne Gefühle) (!Naturerscheinungen ohne Handlung)




Was bedeutet Personifikation in einer Fabel? (Tiere oder Dinge verhalten sich wie Menschen) (!Menschen werden möglichst naturwissenschaftlich beschrieben) (!Orte werden mit Jahreszahlen geordnet) (!Die Moral wird immer ausgelassen)




Was ist die Bildebene einer Fabel? (Die erzählte Tierhandlung) (!Die allgemeine Lehre für Menschen) (!Die Rechtschreibung des Textes) (!Die Überschrift einer Klassenarbeit)




Was ist die Sachebene einer Fabel? (Die übertragene Bedeutung für menschliches Verhalten) (!Die genaue Fellfarbe der Tiere) (!Die Anzahl der Absätze) (!Die Lautstärke beim Vorlesen)




Welche Aufgabe hat die Moral einer Fabel? (Sie formuliert eine Lehre) (!Sie ersetzt alle Figuren) (!Sie macht die Geschichte länger) (!Sie beschreibt nur den Ort)




Welche Eigenschaft wird dem Fuchs in Fabeln oft zugeschrieben? (List) (!Vergesslichkeit) (!Schlafsucht) (!Unbeweglichkeit)




Warum bleiben Ort und Zeit in vielen Fabeln ungenau? (Damit die Aussage allgemeingültig wirkt) (!Damit man keine Figuren braucht) (!Damit die Fabel ein Lexikonartikel wird) (!Damit keine Handlung entsteht)




Was gehört häufig zum Aufbau einer Fabel? (Ausgangssituation Konflikt Wendung Moral) (!Ein Inhaltsverzeichnis Fußnoten Glossar Register) (!Ein Rezept Zutaten Backzeit Serviervorschlag) (!Eine Landkarte Maßstab Höhenlinie Legende)




Was solltest Du beim Formulieren einer Moral beachten? (Sie soll allgemein auf Menschen übertragbar sein) (!Sie soll nur den Namen eines Tieres wiederholen) (!Sie soll möglichst unverständlich sein) (!Sie soll keine Beziehung zur Handlung haben)





Memory

Fabel Kurze Erzählung mit Lehre
Moral Allgemeine Lehre
Fuchs Listige Figur
Bildebene Erzählte Tierhandlung
Sachebene Übertragene Bedeutung
Personifikation Vermenschlichung
Pointe Überraschender Schluss
Dialog Rede und Gegenrede





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ausgangssituation Beginn der Fabel
Konflikt Problem zwischen Figuren
Dialog Rede und Gegenrede
Pointe Überraschende Wendung
Moral Lehre der Geschichte






Kreuzworträtsel

Fabel Wie heißt eine kurze Erzählung mit belehrender Absicht?
Moral Wie heißt die Lehre einer Fabel?
Fuchs Welches Tier gilt in vielen Fabeln als listig?
Rabe Welches Tier wird in bekannten Fabeln oft mit Eitelkeit verbunden?
Pointe Wie heißt eine überraschende Wendung am Schluss?
Aesop Welchem antiken Fabeldichter werden viele Tierfabeln zugeschrieben?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Fabel ist meist eine kurze

.
In vielen Fabeln sprechen Tiere wie

.
Die Vermenschlichung von Tieren oder Dingen heißt

.
Die sichtbare Tierhandlung nennt man

.
Die übertragene Bedeutung für menschliches Verhalten nennt man

.
Der zentrale Streit oder das Problem einer Fabel heißt

.
Eine überraschende Wendung am Ende nennt man

.
Die Lehre einer Fabel heißt

.
Eine gute Moral ist allgemein und auf Menschen

.
Beim Schreiben einer Fabel hilft ein klarer

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fabel-Merkmale: Sammle aus einer kurzen Fabel fünf Merkmale und markiere sie mit verschiedenen Zeichen oder Farben.
  2. Tierfiguren-Kartei: Erstelle eine kleine Kartei mit sechs Fabeltieren, typischen Eigenschaften und passenden Beispielsätzen.
  3. Moral finden: Lies eine Fabel und schreibe zwei mögliche Moralsätze auf. Entscheide anschließend, welcher Satz allgemeiner formuliert ist.
  4. Fabelbild: Zeichne eine Szene aus einer Fabel und beschrifte Figuren, Konflikt und Moral.


Standard

  1. Bildebene und Sachebene: Erstelle eine Tabelle zu einer Fabel mit zwei Spalten. In die erste Spalte schreibst Du die Tierhandlung, in die zweite Spalte die Bedeutung für Menschen.
  2. Dialog gestalten: Schreibe einen neuen Dialog zwischen zwei Fabeltieren, in dem ihre gegensätzlichen Eigenschaften deutlich werden.
  3. Fabel umschreiben: Übertrage eine klassische Fabel in eine moderne Schulsituation, ohne die Moral zu verändern.
  4. Vortrag: Bereite eine Fabel zum Vorlesen vor. Achte auf Stimme, Pausen und Betonung der wörtlichen Rede.


Schwer

  1. Eigene Fabel schreiben: Entwickle eine eigene Fabel mit klarer Moral, zwei gegensätzlichen Tierfiguren, Konflikt, Pointe und überarbeiteter Endfassung.
  2. Fabelvergleich: Vergleiche zwei Fabeln. Untersuche, welche Figuren, Konflikte und Moralen ähnlich oder unterschiedlich sind.
  3. Kritische Deutung: Prüfe, ob die Moral einer Fabel heute noch sinnvoll ist. Begründe Deine Meinung mit Beispielen aus dem Alltag.
  4. Medienprojekt Fabel: Gestalte aus einer Fabel ein kurzes Hörspiel oder Erklärvideo. Plane Rollen, Geräusche, Sprechertext und eine abschließende Moral.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Fabel und Alltag: Beschreibe eine Alltagssituation aus Schule, Familie oder Internet, die zu einer bekannten Fabel passen könnte, und erkläre die Verbindung.
  2. Deutung begründen: Wähle eine Fabel und formuliere eine Moral. Begründe mit mindestens zwei Textstellen, warum Deine Moral passend ist.
  3. Figurenentscheidung: Erkläre, warum ein Autor für eine bestimmte Lehre gerade Fuchs, Löwe, Rabe oder Lamm verwenden könnte.
  4. Perspektivwechsel: Schreibe den Schluss einer Fabel aus der Sicht der unterlegenen Figur neu und erkläre, ob sich die Moral dadurch verändert.
  5. Fabel und Gesellschaft: Untersuche, ob eine Fabel Kritik an Macht, Ungerechtigkeit oder Eitelkeit übt, und übertrage die Aussage auf eine heutige Situation.
  6. Schreibreflexion: Überarbeite eine eigene Fabel und erkläre schriftlich, welche Stellen Du gekürzt, verbessert oder deutlicher gemacht hast.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis kannst Du ein kleines Portfolio anlegen. Es enthält eine analysierte Fabel, eine Tabelle zu Bildebene und Sachebene, eine selbst formulierte Moral, eine eigene Fabel mit Überarbeitungsspuren und eine kurze Reflexion. In der Reflexion erklärst Du, was Dir beim Verstehen oder Schreiben von Fabeln leichtgefallen ist und woran Du weiterarbeiten möchtest. Bewertet werden nicht nur richtige Fachbegriffe, sondern vor allem begründete Deutungen, klare Sprache und die Fähigkeit, die Lehre einer Fabel auf neue Situationen zu übertragen.


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