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Der Krieg in Europa - Geschichte

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Der Krieg in Europa - Geschichte



Der Krieg in Europa - Geschichte

Studienfach Geschichte
Gegenstand Krieg in Europa, Friedensgeschichte, Militärgeschichte, Politische Geschichte, Sozialgeschichte und Erinnerungskultur
Zielgruppe Oberstufe, Studium, Erwachsenenbildung und historisch Interessierte
Leitfrage Wie veränderten Kriege Europa, und wie veränderte Europa den Krieg?


Einleitung

Der Titel Der Krieg in Europa - Geschichte bezeichnet keinen einzelnen Krieg. Er eröffnet vielmehr eine historische Untersuchung von bewaffneten Konflikten, politischen Ordnungen, Gewalterfahrungen und Friedensversuchen auf dem europäischen Kontinent. Du lernst, Kriege nicht nur als Abfolge von Schlachten zu betrachten. Im Mittelpunkt stehen ebenso Herrschaft, Religion, Nationalismus, Imperialismus, Ideologie, Technik, Wirtschaft, Gesellschaft, Geschlecht, Migration, Völkerrecht, Erinnerungskultur und die Perspektiven der Zivilbevölkerung.

Kriege entstehen selten aus nur einer Ursache. Historikerinnen und Historiker unterscheiden langfristige Strukturen, mittelfristige Konfliktlagen, kurzfristige Entscheidungen und konkrete Auslöser. Ebenso wichtig ist die Frage nach Handlungsspielräumen: Politische Akteure sind nicht bloß Gefangene von Strukturen. Sie treffen Entscheidungen, deuten Bedrohungen, mobilisieren Gesellschaften und können Eskalation fördern oder begrenzen.

Der Kurs verfolgt drei Perspektiven. Erstens untersucht er den Wandel der Kriegsführung von antiken Heeren über Söldnerverbände, Massenarmeen und industrielle Vernichtung bis zu nuklearer Abschreckung, Cyberoperationen und Drohnenkrieg. Zweitens fragt er nach den Folgen für Menschen, Staaten und Räume. Drittens analysiert er Friedensordnungen vom Westfälischen Frieden über den Wiener Kongress und die Vereinten Nationen bis zur europäischen Integration.

Wichtiger Grundsatz: Historische Analyse darf Gewalt nicht verherrlichen. Sie soll Ursachen, Dynamiken, Verantwortlichkeiten und Folgen präzise untersuchen. Besonders bei Bildquellen musst Du zwischen Dokumentation, Inszenierung, Propaganda und späterer Erinnerung unterscheiden.

Medienauftrag: Notiere beim Ansehen drei Thesen darüber, wie historische Erfahrungen Europas heutige Vorstellungen von Sicherheit, Souveränität und Frieden prägen.


Lernziele

Nach der Bearbeitung des aiMOOCs kannst Du:

  1. Krieg als historischen und rechtlichen Begriff erklären und von Krise, Aufstand, Bürgerkrieg, Besatzung und Genozid unterscheiden.
  2. zentrale europäische Kriege und Friedensordnungen chronologisch einordnen.
  3. langfristige Ursachen, konkrete Auslöser, Entscheidungen und unbeabsichtigte Folgen unterscheiden.
  4. Karten, Fotografien, Gemälde, Reden, Statistiken, Tagebücher und Propaganda quellenkritisch analysieren.
  5. militärische, politische, soziale, wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Folgen miteinander verbinden.
  6. die Perspektiven von Zivilpersonen, Soldaten, Frauen, Kindern, Minderheiten, Geflüchteten und Kolonisierten berücksichtigen.
  7. Kontinuitäten und Brüche zwischen frühneuzeitlicher, industrieller und gegenwärtiger Kriegsführung beurteilen.
  8. Friedensschlüsse danach untersuchen, ob sie Gewalt beenden, Konflikte verschieben oder neue Spannungen erzeugen.
  9. Völkerrecht, Humanitäres Völkerrecht und Menschenrechte auf historische und gegenwärtige Fälle beziehen.
  10. eigene historische Urteile nachvollziehbar, multiperspektivisch und quellengestützt formulieren.


Grundbegriffe und Methoden


Was ist Krieg?

Krieg ist organisierte, anhaltende und kollektiv ausgeübte Gewalt zwischen politischen Gemeinschaften oder innerhalb einer politischen Ordnung. Die Definition hängt vom Erkenntnisinteresse ab. Die Militärgeschichte fragt nach Streitkräften, Strategie, Operationsführung und Technik. Die Politische Geschichte untersucht Macht, Diplomatie und Entscheidungen. Die Sozialgeschichte richtet den Blick auf Mobilisierung, Alltag, Versorgung, Arbeit und soziale Ungleichheit. Die Kulturgeschichte erforscht Feindbilder, Symbole, Deutungen und Erinnerungen. Die Globalgeschichte zeigt, dass europäische Kriege oft mit Kolonialreichen, Weltwirtschaft, außereuropäischen Truppen und transnationalen Ideologien verflochten waren.

Für eine Analyse sind folgende Begriffe zu unterscheiden:

  1. Internationaler bewaffneter Konflikt: Bewaffnete Gewalt zwischen Staaten.
  2. Nichtinternationaler bewaffneter Konflikt: Länger anhaltende bewaffnete Gewalt innerhalb eines Staates, meist zwischen staatlichen Kräften und organisierten bewaffneten Gruppen oder zwischen solchen Gruppen.
  3. Bürgerkrieg: Politisch umkämpfter Begriff für einen innerstaatlichen Krieg um Herrschaft, Sezession oder die staatliche Ordnung.
  4. Besatzung: Tatsächliche Kontrolle fremden Territoriums durch feindliche Streitkräfte.
  5. Genozid: Völkerrechtlich definierte Absicht, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören.
  6. Kriegsverbrechen: Schwere Verletzungen des humanitären Völkerrechts, für die individuelle strafrechtliche Verantwortung bestehen kann.
  7. Totaler Krieg: Politisches Konzept einer möglichst umfassenden Mobilisierung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft; der Begriff muss quellenkritisch verwendet werden.
  8. Hybride Kriegsführung: Verbindung militärischer und nichtmilitärischer Mittel wie Desinformation, Cyberoperationen, wirtschaftlichem Druck und verdeckter Einflussnahme.


Historisches Erklären: Ursache ist nicht Auslöser

Ein Auslöser setzt eine bereits spannungsreiche Lage in Bewegung. Das Attentat von Sarajevo im Juni 1914 war der unmittelbare Auslöser der Julikrise, aber keine vollständige Erklärung für den Ersten Weltkrieg. Erklärungen müssen mehrere Ebenen verbinden:

  1. Struktur: Machtverteilung, Bündnisse, Wirtschaftsordnung, Imperien, Nationalitätenkonflikte und militärische Planungen.
  2. Konjunktur: Wirtschaftskrisen, Aufrüstung, innenpolitischer Druck, Revolutionen und regionale Konflikte.
  3. Akteur: Wahrnehmungen, Entscheidungen, Fehleinschätzungen, Interessen und Verantwortlichkeiten.
  4. Ereignis: Attentat, Grenzzwischenfall, Ultimatum, Mobilmachung oder Vertragsbruch.
  5. Kontingenz: Der Verlauf war nicht zwangsläufig; alternative Entscheidungen waren möglich.


Quellenkritik und Multiperspektivität

Historisches Wissen entsteht durch die kritische Auswertung von Quellen. Frage bei jeder Quelle:

  1. Urheber: Wer hat die Quelle geschaffen?
  2. Adressat: An wen richtet sie sich?
  3. Entstehungskontext: Wann, wo und unter welchen Bedingungen entstand sie?
  4. Intention: Soll sie informieren, rechtfertigen, mobilisieren, einschüchtern oder erinnern?
  5. Überlieferung: Was ist erhalten, ausgewählt, bearbeitet oder verloren?
  6. Perspektive: Welche Erfahrungen werden sichtbar, welche fehlen?
  7. Plausibilität: Wie verhält sich die Aussage zu anderen Quellen und zum Forschungsstand?

Fotografien sind keine neutralen Fenster zur Vergangenheit. Kamerastandpunkt, Bildausschnitt, Auswahl, Beschriftung und spätere Nutzung prägen ihre Wirkung. Karten reduzieren komplexe Räume auf Grenzen, Farben und Kategorien. Auch scheinbar objektive Statistiken hängen von Definitionen, Erhebungsmethoden und politischen Interessen ab.


Krieg in Europa im historischen Längsschnitt


Antike: Imperien, Bürgerkriege und Grenzräume

In der europäischen Antike waren Kriege eng mit Stadtstaaten, Imperien, Tribut, Sklaverei und politischer Teilhabe verbunden. Die Perserkriege und der Peloponnesische Krieg zeigen, wie Bündnissysteme und Hegemonialkonflikte politische Ordnungen destabilisieren konnten. Die Expansion Roms verband militärische Eroberung mit Straßenbau, Verwaltung, Besteuerung und rechtlicher Integration. Zugleich beruhte die römische Ordnung auf Gewalt, Versklavung und ungleichen Herrschaftsverhältnissen.

Die römischen Bürgerkriege verdeutlichen, dass militärische Loyalität gegenüber Feldherren republikanische Institutionen aushöhlen konnte. An den Grenzen des Reiches entstanden keine starren Trennlinien zwischen „Rom“ und „Barbaren“, sondern Kontaktzonen mit Handel, Diplomatie, Rekrutierung, Migration und Gewalt.

Quellenfrage: Welche Vorstellung politischer Macht vermittelt eine Karte der größten territorialen Ausdehnung eines Reiches? Welche Informationen über Alltag, Widerstand und Grenzgesellschaften fehlen?


Mittelalter: Fehde, Kreuzzug, Dynastie und Staatsbildung

Das europäische Mittelalter kannte sehr unterschiedliche Gewaltordnungen. Fehden waren rechtlich und sozial regulierte Konflikte, keine bloße Gesetzlosigkeit. Könige, Fürsten, Städte, Adelsverbände und kirchliche Akteure verfügten über überlappende Herrschaftsrechte. Die Kreuzzüge verbanden religiöse Deutung, päpstliche Autorität, Adelsinteressen, Pilgertraditionen, Eroberung und Gewalt gegen jüdische, muslimische und christliche Gemeinschaften. Sie waren europäisch, mediterran und nahöstlich verflochten.

Der Hundertjährige Krieg zwischen den Herrscherhäusern Englands und Frankreichs zeigt den Wandel von dynastischen Ansprüchen zu stärker verdichteten Herrschafts- und Steuerstrukturen. Neue Waffen entschieden nicht automatisch über Siege. Organisation, Finanzierung, Gelände, Disziplin und politische Legitimität blieben ausschlaggebend. Gleichzeitig trafen Plünderung, Hunger und Seuchen vor allem die Zivilbevölkerung.

Analyseimpuls: Prüfe, wie die Karte Europa und den Mittelmeerraum gliedert. Welche heutigen Grenzen oder Raumvorstellungen könnten Deine Deutung unbewusst beeinflussen?


Frühe Neuzeit: Konfession, Staatsbildung und Söldnerkrieg

Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert verdichteten sich staatliche Verwaltung, Steuersysteme und stehende Heere. In der Forschung wird über eine militärische Revolution gestritten: Feuerwaffen, Festungsbau, Drill und größere Armeen veränderten Kriegführung, doch Tempo und Ursachen unterschieden sich regional.

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 begann mit Konflikten im Heiligen Römischen Reich, weitete sich aber zu einem europäischen Machtkampf aus. Konfessionelle Gegensätze, Verfassungskonflikte, dynastische Interessen und die Konkurrenz großer Mächte überlagerten sich. Söldnerheere mussten versorgt werden und lebten häufig von Kontributionen, Einquartierungen und Plünderungen. Gewalt, Hunger, Seuchen, Flucht und wirtschaftlicher Zusammenbruch trafen Regionen unterschiedlich stark.

Das Bild der Zerstörung Magdeburgs wurde in Flugschriften, Predigten und Erinnerungen politisch und konfessionell gedeutet. Es eignet sich deshalb nicht nur als Darstellung eines Ereignisses, sondern als Quelle für frühneuzeitliche Medienöffentlichkeit.

Medienauftrag: Erstelle eine Tabelle mit den Spalten Konfession, Verfassung, Dynastie, Großmachtpolitik und Kriegsökonomie. Ordne jeder Spalte mindestens ein Beispiel aus dem Video zu.


Der Westfälische Frieden: Ende des Krieges, Beginn einer Ordnung?

Die Friedensverträge von Münster und Osnabrück beendeten 1648 den Dreißigjährigen Krieg und den Achtzigjährigen Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden. Sie regelten konfessionelle, territoriale und verfassungsrechtliche Fragen. Der Frieden bestätigte die komplexe Ordnung des Reiches, statt einen modernen souveränen Nationalstaat zu schaffen. Die verbreitete Behauptung, 1648 habe das heutige Staatensystem vollständig begründet, ist daher zu einfach.

Der Friedenskongress zeigt zentrale Merkmale frühneuzeitlicher Diplomatie: langwierige Verhandlungen, Rangkonflikte, parallele Gesprächsorte, Übersetzungsprobleme und die Suche nach Garantien. Frieden war kein einzelner Moment, sondern ein Prozess von Verhandlung, Vertrag, Demobilisierung und Umsetzung.


Revolution und Napoleon: Nation, Massenheer und europäische Neuordnung

Die Französische Revolution veränderte die Legitimation politischer Herrschaft und militärischer Mobilisierung. Mit der Levée en masse trat die Vorstellung hervor, dass Bürger für die Nation kämpften. Die Koalitionskriege und Napoleonische Kriege verbreiteten Rechtsreformen und Verwaltungsmodelle, brachten aber auch Besatzung, Zwangsrekrutierung, Ausbeutung und massive Gewalt.

Das Gemälde zur Schlacht von Austerlitz ist keine fotografische Dokumentation. Als Historienmalerei heroisiert es Führung, Ordnung und Sieg. Für die Quellenkritik ist entscheidend, was außerhalb des Bildes bleibt: Verwundete, Tote, Angst, Versorgung und die Erfahrungen der besetzten Bevölkerung.

Der Wiener Kongress von 1814/1815 versuchte nach den napoleonischen Kriegen, eine dauerhafte europäische Ordnung zu schaffen. Das Europäische Konzert beruhte auf Mächtegleichgewicht, Konsultation und der Eindämmung revolutionärer Umbrüche. Es verhinderte nicht alle Kriege, schuf aber Verfahren, mit denen Großmächte Krisen verhandelten.


Das 19. Jahrhundert: Nationalismus, Imperien und Industrialisierung

Das 19. Jahrhundert war weder eine reine Friedensepoche noch nur eine Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs. Der Krimkrieg, die Kriege der italienischen und deutschen Einigung, der Deutsch-Französische Krieg und Konflikte auf dem Balkan veränderten Staaten und Grenzen. Gleichzeitig führten europäische Mächte Kolonialkriege in Afrika, Asien und Ozeanien. Gewalt in Europa und koloniale Gewalt müssen daher gemeinsam untersucht werden.

Industrialisierung veränderte Transport, Kommunikation, Produktion und Feuerkraft. Eisenbahnen beschleunigten Mobilmachung und Nachschub. Telegrafie verkürzte Entscheidungszeiten. Massenpresse konnte nationale Mobilisierung und Feindbilder verstärken. Wehrpflichtarmeen verbanden Staat, Schule, Nation und Militärdienst. Das bedeutet jedoch nicht, dass Technik allein den Krieg bestimmte; Logistik, Ausbildung, Führung und politische Ziele blieben zentral.


Der Erste Weltkrieg: Die europäische Ordnung zerbricht

Vor 1914 bestanden in Europa rivalisierende Bündnisse, imperiale Spannungen, Nationalitätenkonflikte, Aufrüstung und militärische Planungen. Nach dem Attentat von Sarajevo eskalierte die Julikrise. Ultimaten, Mobilmachungen und Kriegserklärungen machten aus einem regionalen Konflikt einen europäischen und schließlich globalen Krieg. Die Forschung diskutiert weiterhin Gewichtung und Verantwortung der beteiligten Mächte. Eine seriöse Antwort ersetzt weder die Entscheidungsträger durch anonyme „Systemzwänge“ noch reduziert sie die Eskalation auf eine einzige schuldige Handlung.

An der Westfront entstand ein ausgedehnter Stellungskrieg. Maschinengewehre, Artillerie, Stacheldraht, Giftgas, Flugzeuge und Panzer prägten die industrialisierte Gewalt. An der Ostfront waren Bewegungen großräumiger; zugleich zerfielen dort mehrere Imperien. Kriegsgesellschaften mobilisierten Industrie, Wissenschaft, Landwirtschaft, Medien und Arbeitskräfte. Frauen übernahmen neue Aufgaben, ohne dass Geschlechterhierarchien automatisch verschwanden. Hunger, Besatzung, Vertreibung und politische Radikalisierung belasteten die Zivilbevölkerung.

Die Friedensordnung nach 1918 verband das Selbstbestimmungsprinzip, neue Staaten, Minderheitenschutz, Reparationen und den Völkerbund. Sie beendete Kämpfe, ließ aber zahlreiche Grenz-, Nationalitäten- und Revisionskonflikte offen. Der Vertrag von Versailles war weder alleinige Ursache des Nationalsozialismus noch politisch folgenlos. Historisches Erklären muss die Weltwirtschaftskrise, Demokratiefeindschaft, Gewaltkulturen, Antisemitismus, politische Entscheidungen und internationale Entwicklungen zusammenführen.


Zwischenkriegszeit: Demokratiekrise, Faschismus und Gewalt

Nach 1918 entstanden neue Demokratien, zugleich wirkten Revolution, Gegenrevolution, paramilitärische Gewalt und autoritäre Bewegungen fort. Faschismus, Nationalsozialismus und andere Diktaturen verbanden Führerkult, radikalen Nationalismus, Antiliberalismus, Antikommunismus und Gewaltbereitschaft in unterschiedlicher Ausprägung. Der Spanische Bürgerkrieg von 1936 bis 1939 wurde zu einem europäischen Erfahrungsraum für internationale Freiwillige, Interventionen, Luftkrieg, Propaganda und Flucht.

Die nationalsozialistische Außenpolitik zielte auf Revision, Expansion und rassistisch begründeten „Lebensraum“. Beschwichtigungspolitik, die Schwäche kollektiver Sicherheit, die Zerschlagung der Tschechoslowakei und der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt gehören in die Vorgeschichte des Kriegsbeginns 1939.


Der Zweite Weltkrieg: Angriffskrieg, Besatzung und Vernichtung

Mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg in Europa. Er war ein globaler Krieg, in Europa aber zugleich ein nationalsozialistischer Eroberungs-, Besatzungs- und Vernichtungskrieg. Der Überfall auf die Sowjetunion 1941 verband militärische Ziele mit rassistischer Ideologie, Hungerpolitik, Massenerschießungen, Deportationen und der Ermordung europäischer Jüdinnen und Juden.

Der Holocaust war die systematische, staatlich organisierte Verfolgung und Ermordung von etwa sechs Millionen europäischen Jüdinnen und Juden. Auch Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, sowjetische Kriegsgefangene, politische Gegner, Homosexuelle und weitere Gruppen wurden verfolgt und ermordet. Der Holocaust darf nicht als bloßer „Nebenaspekt“ militärischer Ereignisgeschichte behandelt werden. Er gehört in das Zentrum der Geschichte des nationalsozialistischen Europas.

Besatzungsherrschaft führte zu Zwangsarbeit, Hunger, Geiselnahmen, Deportationen und Massenmord. Zugleich unterschieden sich Handlungsmöglichkeiten und Formen von Widerstand, Anpassung, Kollaboration und Überleben nach Ort, Zeit und Personengruppe. Pauschale nationale Heldenerzählungen verdecken diese Unterschiede.

Der Krieg endete in Europa 1945 mit der vollständigen militärischen Niederlage des Deutschen Reiches. Millionen Menschen waren tot, verletzt, traumatisiert oder vertrieben. Städte, Verkehrsnetze und Produktionsanlagen lagen in Trümmern. Grenzen wurden verschoben, Gesellschaften ethnisch homogenisiert, und Europa verlor weiter an globaler Macht.


Erinnerung an den Holocaust und den Krieg

Erinnerung ist keine unveränderte Speicherung der Vergangenheit. Sie wird durch Familien, Schulen, Museen, Gedenkstätten, Filme, Denkmäler und politische Debatten geprägt. In Europa unterscheiden sich Erinnerungskulturen nach Besatzungserfahrung, Widerstand, Kollaboration, Holocaust, Stalinismus, Vertreibung und Nachkriegsordnung.

Stolpersteine individualisieren Verfolgung, indem sie Namen und Lebensdaten in den Alltagsraum zurückbringen. Zugleich wird darüber diskutiert, wie Gedenken gestaltet werden soll, wer sprechen darf und welche Opfergruppen sichtbar werden. Historische Verantwortung verlangt Quellenkenntnis, Empathie und begriffliche Präzision, nicht die Gleichsetzung unterschiedlicher Verbrechen.


Der Kalte Krieg: Ein geteilter und hochgerüsteter Kontinent

Nach 1945 entstand eine bipolare Ordnung unter Führung der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion. NATO und Warschauer Pakt standen sich gegenüber. Deutschland und Berlin wurden zentrale Schauplätze der Teilung. Der Begriff Kalter Krieg bezeichnet keinen Zustand ohne Gewalt: Stellvertreterkriege, Interventionen und Dekolonisationskonflikte forderten außerhalb Europas Millionen Opfer; in Europa prägten Aufrüstung, Geheimdienste, Propaganda und die Gefahr eines Atomkriegs den Alltag.

Die Logik der nuklearen Abschreckung beruhte darauf, einen Angriff durch die Drohung mit untragbaren Gegenschlägen zu verhindern. Diese Strategie sollte Krieg unwahrscheinlicher machen, hielt aber die Möglichkeit katastrophaler Eskalation dauerhaft offen. Krisenkommunikation, Rüstungskontrolle und Vertrauensbildung wurden deshalb zu wichtigen Instrumenten.

Aufstände und Reformbewegungen in der DDR 1953, in Ungarn 1956, in der Tschechoslowakei 1968 und in Polen zeigten die Grenzen sowjetischer Herrschaft und den gesellschaftlichen Wunsch nach politischer Veränderung. Die KSZE verband Sicherheit, wirtschaftliche Kooperation und Menschenrechte. Oppositionsgruppen nutzten die vereinbarten Normen als politische Ressource.

Der Fall der Berliner Mauer 1989 wurde zum Symbol des Endes der europäischen Teilung. Er war Ergebnis gesellschaftlicher Proteste, Reformpolitik in der Sowjetunion, wirtschaftlicher Probleme, internationaler Diplomatie und Entscheidungen in einer offenen Situation. Er war nicht unvermeidlich.


Europäische Integration als Friedensprojekt

Nach 1945 sollte wirtschaftliche und politische Verflechtung neue Kriege zwischen westeuropäischen Staaten erschweren. Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl verband ausgerechnet jene Ressourcen, die für industrielle Kriegsführung zentral waren. Daraus entwickelten sich weitere Gemeinschaften und schließlich die Europäische Union. Europäische Integration war ein Friedensprojekt, aber nicht die einzige Ursache des Friedens: amerikanische Sicherheitsgarantien, nukleare Abschreckung, demokratische Entwicklung, wirtschaftliche Verflechtung, gesellschaftliche Aussöhnung und die Erinnerung an die Katastrophen des Weltkriegs wirkten zusammen.[1]

Die EU ist nicht mit Europa gleichzusetzen. Viele europäische Staaten gehörten ihr zeitweise oder dauerhaft nicht an. Außerdem blieben Kriege und Gewalt in und an Europas Grenzen Realität. Friedensgeschichte darf daher nicht als geradlinige Erfolgserzählung geschrieben werden.


Die Jugoslawienkriege: Nationalismus, Staatszerfall und internationale Intervention

Der Zerfall Jugoslawiens führte in den 1990er Jahren zu mehreren Kriegen. Staatskrise, konkurrierende Nationalismen, politische Machtstrategien, ökonomische Probleme und der Zusammenbruch föderaler Institutionen verstärkten sich gegenseitig. „Alte ethnische Feindschaften“ erklären die Gewalt nicht. Feindbilder wurden politisch mobilisiert und durch Medien, bewaffnete Akteure und Vertreibungspolitik verschärft.

Die Belagerung Sarajevos, „ethnische Säuberungen“, Lager, sexualisierte Gewalt und das Massaker von Srebrenica zeigten die Verwundbarkeit von Zivilpersonen. Internationale Organisationen reagierten widersprüchlich und teilweise zu spät. Die Kriege führten zu Debatten über Souveränität, humanitäre Intervention, Friedenssicherung und internationale Strafgerichtsbarkeit.


Krieg gegen die Ukraine: Rückkehr des großen zwischenstaatlichen Krieges

Die Vorgeschichte umfasst die Auflösung der Sowjetunion 1991, die staatliche Unabhängigkeit der Ukraine, innere politische Konflikte, unterschiedliche außenpolitische Orientierungen, die russische Annexion der Krim 2014 und den Krieg im Donbas. Am 24. Februar 2022 begann Russland die großangelegte Invasion der Ukraine. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verurteilte die Aggression und verlangte den Abzug russischer Truppen.[2]

Der Krieg verdeutlicht Kontinuitäten und Neuerungen. Artillerie, Schützengräben, Minen, Besatzung und industrielle Mobilisierung erinnern an frühere Kriege. Zugleich spielen Satellitenaufklärung, Drohnen, Cyberoperationen, soziale Medien, digitale Beweissicherung und globale Sanktionen eine größere Rolle. Historische Analogien können helfen, dürfen aber Unterschiede nicht verdecken.

Für die Analyse ist eine klare Trennung wichtig: Die Erklärung von Vorgeschichten und Sicherheitsinteressen ist nicht gleichbedeutend mit der Rechtfertigung eines Angriffskrieges. Historische Kontextualisierung hebt Verantwortung nicht auf.


Krieg, Gesellschaft und Erfahrung


Zivilbevölkerung, Flucht und Alltag

Zivilpersonen sind nicht bloß passive Opfer. Sie organisieren Versorgung, retten Verfolgte, dokumentieren Verbrechen, leisten Widerstand, passen sich an oder werden zur Kooperation gezwungen. Handlungsspielräume sind jedoch ungleich verteilt. Alter, Geschlecht, Klasse, Herkunft, Behinderung, Religion und Aufenthaltsstatus beeinflussen Gefährdung und Möglichkeiten.

Flucht und Vertreibung verändern Herkunfts- und Aufnahmegesellschaften. Geflüchtete verlieren Wohnraum, Besitz, soziale Netzwerke und oft Angehörige. Gleichzeitig bringen sie Wissen, Arbeit und kulturelle Praktiken mit. Historische Forschung untersucht deshalb sowohl Gewalt als auch Überlebensstrategien, Erinnerung und Wiederaufbau.


Geschlecht und Krieg

Kriege verstärken häufig traditionelle Geschlechterbilder, können sie aber auch verändern. Männlichkeit wird oft mit Wehrhaftigkeit verbunden, Weiblichkeit mit Schutzbedürftigkeit oder Fürsorge. Diese Bilder verdecken kämpfende Frauen, männliche Zivilopfer, queere Menschen und vielfältige Lebensrealitäten. Sexualisierte Gewalt kann als Kriegsstrategie, Terrorinstrument oder Folge von Machtasymmetrien auftreten. Ihre Untersuchung verlangt besondere Sensibilität und darf Betroffene nicht auf Opferrollen reduzieren.


Wirtschaft, Umwelt und Technik

Krieg zerstört Produktionsanlagen, Wohnraum, Böden, Wälder, Wasser- und Energiesysteme. Er kann zugleich technische Innovation beschleunigen, doch Fortschrittserzählungen sind problematisch: Eine Erfindung wird nicht dadurch moralisch positiv, dass sie militärisch entstanden ist. Kriegswirtschaft verteilt Ressourcen politisch, erzeugt Mangel, Zwangsarbeit, Profite und neue Abhängigkeiten.

Die Umweltgeschichte des Krieges untersucht verbrannte Landschaften, Munition im Boden, zerstörte Staudämme, Ölbrände, atomare Kontamination und langfristige Gesundheitsfolgen. Wiederaufbau ist daher nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial, kulturell und ökologisch.


Propaganda, Medien und Desinformation

Propaganda reduziert Komplexität, erzeugt Feindbilder, legitimiert Opfer und stellt eigene Gewalt als notwendig dar. Sie kann staatlich organisiert, kommerziell verbreitet oder gesellschaftlich weitergetragen werden. Digitale Medien beschleunigen die Verbreitung echter und manipulierter Inhalte. Historische Medienkompetenz bedeutet deshalb:

  1. Herkunft und Erstveröffentlichung eines Inhalts prüfen.
  2. Bildausschnitt, Ton, Untertitel und Übersetzung untersuchen.
  3. zwischen Primärquelle, journalistischem Bericht, Kommentar und wissenschaftlicher Analyse unterscheiden.
  4. unabhängige Bestätigungen suchen.
  5. Unsicherheit offen benennen.
  6. nicht jede emotionale Wirkung mit Beweiskraft verwechseln.


Friedensordnungen, Recht und Sicherheit


Vom Waffenstillstand zum positiven Frieden

Ein Waffenstillstand beendet oder unterbricht Kampfhandlungen. Ein Friedensvertrag regelt politische und rechtliche Fragen. Negativer Frieden bezeichnet die Abwesenheit direkter Gewalt. Positiver Frieden meint darüber hinaus Institutionen, Rechte, Teilhabe und Bedingungen, die strukturelle Gewalt verringern. Diese Unterscheidung hilft zu erklären, warum ein Kriegsende nicht automatisch Versöhnung schafft.

Friedensordnungen müssen mehrere Probleme bearbeiten: Sicherheit, Grenzen, Machtteilung, Rückkehr Geflüchteter, Strafverfolgung, Wiederaufbau, Eigentumsfragen, Minderheitenrechte, Erinnerung und gesellschaftliches Vertrauen. Maßnahmen können einander widersprechen. Schnelle Stabilität kann etwa mit langfristiger Gerechtigkeit in Konflikt geraten.


Völkerrecht und humanitäres Völkerrecht

Die Charta der Vereinten Nationen verbietet grundsätzlich die Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder politische Unabhängigkeit eines Staates; Ausnahmen betreffen insbesondere die individuelle und kollektive Selbstverteidigung sowie Maßnahmen des Sicherheitsrates.[3]

Das Humanitäres Völkerrecht entscheidet nicht darüber, wer politisch „recht hat“. Es begrenzt die Art und Weise der Kriegsführung. Zentrale Grundsätze sind Unterscheidung, Verhältnismäßigkeit und Vorsichtsmaßnahmen. Zivilpersonen und zivile Objekte dürfen nicht gezielt angegriffen werden. Auch militärisch zulässige Angriffe müssen erwartbare zivile Schäden berücksichtigen.[4]

Völkerrecht beendet Gewalt nicht automatisch. Seine Wirksamkeit hängt von staatlicher Umsetzung, Gerichten, Beweissicherung, politischem Druck und internationaler Kooperation ab. Dennoch schafft es Maßstäbe, Sprache, Verfahren und Verantwortlichkeit.


Warum Friedensordnungen scheitern können

Frieden kann scheitern, wenn Sicherheitsängste ungelöst bleiben, Grenzen als illegitim gelten, Minderheitenrechte verletzt werden, Täter straflos bleiben, wirtschaftliche Krisen anhalten oder politische Akteure Feindbilder mobilisieren. Umgekehrt garantiert harte Bestrafung allein keinen dauerhaften Frieden. Erfolgreiche Friedenspolitik verbindet glaubwürdige Sicherheitsgarantien, legitime Institutionen, wirtschaftliche Perspektiven, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftliche Beteiligung.


Vergleichende Zeittafel

Zeitraum Konflikt oder Ordnung Zentrale Dynamik Langfristige Bedeutung
Antike Römische Expansion und Bürgerkriege Imperium, Rekrutierung, Integration und Versklavung Verbindung von Militär, Verwaltung und politischer Ordnung
Mittelalter Kreuzzüge und Hundertjähriger Krieg Religion, Dynastie, Feudalordnung und Staatsverdichtung Wandel von Herrschaft, Besteuerung und kollektiver Identität
1618–1648 Dreißigjähriger Krieg Konfession, Verfassung, Dynastie und Großmachtpolitik Friedenskongress, Reichsordnung und demografische Verwüstung
1792–1815 Revolutions- und Napoleonische Kriege Nation, Massenmobilisierung, Reform und Besatzung Neuordnung Europas und Wiener Kongress
1914–1918 Erster Weltkrieg Bündnisse, Imperien, Nationalismus und industrielle Gewalt Zerfall von Imperien, Revolutionen und umstrittene Friedensordnung
1939–1945 Zweiter Weltkrieg Angriffskrieg, Besatzung, Vernichtung und globaler Krieg Holocaust, Teilung Europas, UN und europäische Integration
1947–1991 Kalter Krieg Bipolarität, Nuklearwaffen und Systemkonkurrenz Abschreckung, Blockbildung, Entspannung und Revolutionen von 1989
1991–1999 Jugoslawienkriege Staatszerfall, Nationalismus und Vertreibung Internationale Strafjustiz und Debatten über Intervention
seit 2014, großangelegte Invasion seit 2022 Russlands Krieg gegen die Ukraine Souveränität, Territorialkrieg, Besatzung und digitale Kriegsführung Krise der europäischen Sicherheitsordnung und globale Folgen


Historische Kontroversen


Hat Krieg den modernen Staat geschaffen?

Eine bekannte These lautet, dass Kriegführung Staaten zur Besteuerung, Bürokratie und Zentralisierung zwang. Sie erklärt wichtige Zusammenhänge, darf aber nicht verallgemeinert werden. Manche Staaten zerfielen durch Krieg, andere entwickelten sich durch Handel, Verfassungsbildung oder koloniale Ausbeutung. Zudem sagt staatliche Leistungsfähigkeit nichts über Demokratie oder Gerechtigkeit aus.


War 1914 unvermeidlich?

Bündnisse, Aufrüstung und Krisen machten den Krieg wahrscheinlicher, aber nicht unvermeidlich. Während der Julikrise trafen Regierungen Entscheidungen unter Zeitdruck, Unsicherheit und Fehleinschätzungen. Die Frage nach Verantwortung verlangt daher eine Verbindung von Strukturen und konkreten Entscheidungen.


Sichert Abschreckung den Frieden?

Befürworter betonen, dass glaubwürdige Abschreckung Angriffe verhindert. Kritiker verweisen auf Wettrüsten, Fehlalarme, Eskalationsrisiken und die moralischen Folgen nuklearer Drohung. Historisch lässt sich zeigen, dass Abschreckung, Diplomatie, Rüstungskontrolle und politische Kommunikation zusammenwirkten. Eine monokausale Erklärung bleibt unzureichend.


Ist europäische Integration eine Erfolgsgeschichte?

Die Integration trug zur Zusammenarbeit und Aussöhnung bei. Gleichzeitig war Europa im Kalten Krieg geteilt, Kolonialkriege dauerten an, und Gewalt kehrte in den 1990er Jahren sowie seit 2014 deutlich zurück. Eine angemessene Bewertung verbindet Erfolge, Grenzen und Gegenbeispiele.


Einzelnachweise


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage beschreibt eine historische Ursache am treffendsten? (Eine länger wirkende Bedingung, die zusammen mit anderen Faktoren einen Konflikt begünstigt) (!Ein einzelnes Datum, das jede weitere Erklärung überflüssig macht) (!Eine nachträgliche moralische Bewertung ohne Quellen) (!Eine militärische Karte ohne historischen Kontext)




Was kennzeichnet den Dreißigjährigen Krieg besonders? (Die Überlagerung konfessioneller, verfassungsrechtlicher, dynastischer und machtpolitischer Konflikte) (!Einen ausschließlich wirtschaftlichen Konflikt zwischen Nationalstaaten) (!Einen kurzen Grenzkrieg ohne Beteiligung auswärtiger Mächte) (!Einen Krieg, der nur auf See geführt wurde)




Welche Aussage zum Westfälischen Frieden ist sachgerecht? (Er beendete zentrale Kriege und regelte konfessionelle sowie verfassungsrechtliche Fragen) (!Er gründete unmittelbar die Europäische Union) (!Er schuf in Europa sofort identische Nationalstaaten) (!Er beendete alle europäischen Kriege dauerhaft)




Welche Neuerung war für die Revolutions- und Napoleonischen Kriege besonders bedeutsam? (Die politische Mobilisierung großer Bevölkerungsgruppen im Namen der Nation) (!Die vollständige Abschaffung militärischer Steuern) (!Der Verzicht auf Besatzung und Zwangsrekrutierung) (!Die Einführung nuklearer Abschreckung)




Warum gilt das Attentat von Sarajevo nicht als vollständige Erklärung des Ersten Weltkriegs? (Weil Bündnisse, Aufrüstung, Nationalitätenkonflikte und politische Entscheidungen ebenfalls berücksichtigt werden müssen) (!Weil das Attentat erst nach Kriegsende stattfand) (!Weil 1914 keine europäischen Bündnisse existierten) (!Weil der Krieg ausschließlich durch Naturkatastrophen entstand)




Was war ein zentrales Merkmal des nationalsozialistischen Krieges in Osteuropa? (Die Verbindung von militärischer Eroberung mit rassistischer Vernichtungs- und Besatzungspolitik) (!Die konsequente Schonung der Zivilbevölkerung) (!Der vollständige Verzicht auf Zwangsarbeit) (!Die Anerkennung gleicher Rechte für alle Besetzten)




Was bedeutet nukleare Abschreckung? (Die Verhinderung eines Angriffs durch die glaubhafte Drohung eines untragbaren Gegenschlags) (!Die vollständige Beseitigung aller Atomwaffen) (!Die friedliche Nutzung von Kernenergie ohne Sicherheitsstrategie) (!Die automatische Beendigung jedes Bürgerkriegs)




Welche Erklärung der Jugoslawienkriege ist historisch problematisch? (Die Behauptung, unveränderliche uralte Feindschaften hätten den Krieg automatisch verursacht) (!Die Untersuchung politischer Mobilisierung und nationalistischer Propaganda) (!Die Analyse des Staatszerfalls und konkurrierender Machtstrategien) (!Die Berücksichtigung wirtschaftlicher und institutioneller Krisen)




Welcher Grundsatz gehört zum humanitären Völkerrecht? (Die Unterscheidung zwischen militärischen Zielen und Zivilpersonen sowie zivilen Objekten) (!Das Recht auf unbegrenzte Gewalt nach einer Kriegserklärung) (!Die automatische Straffreiheit militärischer Befehlshaber) (!Das Verbot jeder historischen Untersuchung von Kriegen)




Was ist ein Kennzeichen multiperspektivischer Geschichtsschreibung? (Die begründete Gegenüberstellung unterschiedlicher Erfahrungen und Deutungen) (!Die Übernahme einer einzigen Propagandaquelle als Wahrheit) (!Der Verzicht auf Quellenkritik) (!Die Gleichsetzung aller Handlungen und Verantwortlichkeiten)





Memory

Westfälischer Frieden Friedensordnung von 1648
Levée en masse Massenmobilisierung in der Französischen Revolution
Julikrise Eskalation nach dem Attentat von Sarajevo
Holocaust Systematische Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden
Abschreckung Angriff verhindern durch glaubhafte Gegenschlagsdrohung
KSZE Sicherheit und Zusammenarbeit im geteilten Europa
Srebrenica Genozid während des Bosnienkrieges
Humanitäres Völkerrecht Begrenzung der Mittel und Methoden der Kriegsführung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Historischer Zusammenhang
Dreißigjähriger Krieg Konfessionelle und machtpolitische Verflechtung
Wiener Kongress Neuordnung nach den Napoleonischen Kriegen
Erster Weltkrieg Industrialisierte Gewalt und Zerfall mehrerer Imperien
Zweiter Weltkrieg Angriffskrieg, Besatzung, Holocaust und Vernichtung
Kalter Krieg Bipolare Ordnung und nukleare Abschreckung
Jugoslawienkriege Staatszerfall, Nationalismus und ethnische Vertreibung
Krieg gegen die Ukraine Angriff auf Souveränität und territoriale Integrität
Europäische Integration Institutionelle Verflechtung als Teil der Friedenssicherung




...


Kreuzworträtsel

Sarajevo In welcher Stadt wurde 1914 der österreichisch-ungarische Thronfolger ermordet?
Westfalen Welche Region gab dem Frieden von 1648 seinen gebräuchlichen Namen?
Versailles Welcher Ort steht für den Friedensvertrag mit Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg?
Auschwitz Welcher Ort wurde zum zentralen Symbol des Holocaust?
Abschreckung Wie heißt die Strategie, einen Angriff durch Gegenschlagsdrohung zu verhindern?
Srebrenica Welcher Ort steht für den Genozid im Bosnienkrieg?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Historische Erklärungen unterscheiden langfristige Ursachen von einem konkreten

. Der Dreißigjährige Krieg endete 1648 mit dem

. Die Revolutionskriege verbanden militärische Mobilisierung mit der Vorstellung der

. Das Attentat von Sarajevo führte 1914 zur Eskalation der

. Der Erste Weltkrieg war durch industrielle Massenproduktion und ausgedehnten

geprägt. Der nationalsozialistische Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden wird als

bezeichnet. Nach 1945 teilte der Kalte Krieg Europa in rivalisierende

. Die Drohung mit einem untragbaren Gegenschlag heißt nukleare

. In den Jugoslawienkriegen wurden Nationalismus und ethnische

politisch organisiert. Das humanitäre Völkerrecht verlangt die Unterscheidung zwischen militärischen Zielen und

. Frieden umfasst nicht nur das Schweigen der Waffen, sondern auch tragfähige

. Historische Urteile müssen quellenkritisch, multiperspektivisch und

sein.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Zeitleiste: Gestalte eine illustrierte Zeitleiste mit acht Wendepunkten vom Dreißigjährigen Krieg bis zum Krieg gegen die Ukraine. Begründe zu jedem Wendepunkt in zwei Sätzen, warum er historisch bedeutsam ist.
  2. Bildquelle: Wähle ein Bild aus diesem aiMOOC und beschreibe zunächst nur sichtbare Details. Trenne anschließend Beschreibung, Deutung und historische Einordnung.
  3. Begriffskarte: Erstelle eine Concept-Map zu den Begriffen Krieg, Frieden, Staat, Nation, Imperium, Zivilbevölkerung und Völkerrecht.
  4. Biografisches Lernen: Recherchiere eine Person, deren Leben durch einen europäischen Krieg geprägt wurde. Kennzeichne gesicherte Fakten, offene Fragen und mögliche Erinnerungslücken.


Standard

  1. Quellenvergleich: Vergleiche zwei Reden oder Propagandatexte aus unterschiedlichen europäischen Kriegen. Untersuche Feindbilder, Selbstbilder, Zielgruppen und Handlungsaufforderungen.
  2. Kartenanalyse: Vergleiche die Europakarten von 1648, 1815, 1914 und 1942. Erkläre, welche politischen Ordnungen sichtbar werden und was Karten nicht zeigen.
  3. Oral History: Führe ein freiwilliges, sensibles Interview zu Familienerinnerungen an Krieg, Flucht, Teilung oder Wiederaufbau. Hole eine Einwilligung ein und reflektiere Grenzen persönlicher Erinnerung.
  4. Podcast: Produziere eine achtminütige Folge zur Frage „Macht Technik Kriege entscheidbar?“. Verwende mindestens drei historische Beispiele und benenne Deine Quellen.


Schwer

  1. Forschungsessay: Prüfe die These „Friedensverträge beenden Gewalt, lösen aber selten alle Konflikte“. Vergleiche Westfalen, Wien, Versailles und Dayton.
  2. Datenprojekt: Erstelle eine kleine Datenbank zu zivilen Kriegsfolgen in drei Konflikten. Dokumentiere Definitionen, Unsicherheiten, Quellenprobleme und ethische Grenzen quantitativer Vergleiche.
  3. Ausstellungskonzept: Entwirf eine digitale Ausstellung mit dem Titel „Europa zwischen Krieg und Frieden“. Wähle zehn Objekte, schreibe Objekttexte und begründe Dramaturgie sowie Leerstellen.
  4. Planspiel Friedenskonferenz: Entwickle ein Planspiel zu einer fiktiven Friedenskonferenz. Berücksichtige Sicherheit, Grenzen, Minderheitenrechte, Strafverfolgung, Wiederaufbau und Rückkehr Geflüchteter. Werte Zielkonflikte aus.




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Lernkontrolle

  1. Ursachenanalyse: Erkläre an einem Konflikt, wie Strukturen, Wahrnehmungen, Entscheidungen und ein konkreter Auslöser zusammenwirkten. Zeige mindestens eine realistische Alternative zur Eskalation.
  2. Vergleichende Geschichte: Vergleiche den Dreißigjährigen Krieg und den Ersten Weltkrieg hinsichtlich Finanzierung, Rekrutierung, Zivilbevölkerung und Friedensordnung. Vermeide oberflächliche Gleichsetzungen.
  3. Urteilskompetenz: Beurteile die Aussage „Seit 1945 herrschte Frieden in Europa“. Entwickle Kriterien, nenne Gegenbeispiele und formuliere ein differenziertes Urteil.
  4. Quellenkritik: Analysiere eine Kriegsfotografie und eine politische Karte zum selben Konflikt. Erkläre, welche unterschiedlichen Wirklichkeiten beide Medien erzeugen.
  5. Transfer Völkerrecht: Wende die Grundsätze Unterscheidung, Verhältnismäßigkeit und Vorsorge auf ein fiktives militärisches Szenario an. Begründe, welche Informationen für eine rechtliche Bewertung fehlen.
  6. Friedensforschung: Entwirf für einen fiktiven Nachkriegskonflikt ein Maßnahmenpaket aus Sicherheitsgarantien, Rechtsstaatlichkeit, Wiederaufbau und gesellschaftlicher Beteiligung. Erkläre mögliche Zielkonflikte.
  7. Erinnerungskultur: Vergleiche zwei Formen des Gedenkens an Krieg oder Verfolgung. Prüfe, welche Gruppen sichtbar werden, welche Botschaft vermittelt wird und welche Kontroversen entstehen können.


Lernnachweis

Für einen qualifizierten Lernnachweis sind folgende Leistungen wichtig:

  1. Chronologische Orientierung: Du ordnest zentrale Konflikte, Umbrüche und Friedensordnungen korrekt ein.
  2. Begriffskompetenz: Du verwendest Krieg, Bürgerkrieg, Genozid, Besatzung, Abschreckung und Frieden präzise.
  3. Erklärungskompetenz: Du unterscheidest Ursache, Auslöser, Entscheidung, Verlauf und Folge.
  4. Quellenkompetenz: Du analysierst Urheber, Adressat, Kontext, Intention, Überlieferung und Perspektive.
  5. Multiperspektivität: Du berücksichtigst politische Akteure, Soldaten, Zivilbevölkerung, Minderheiten, Geflüchtete und transnationale Verflechtungen.
  6. Urteilskompetenz: Du trennst Sachurteil und Werturteil und begründest beide nachvollziehbar.
  7. Transferleistung: Du überträgst historische Erkenntnisse auf Fragen von Sicherheit, Völkerrecht, Propaganda und Friedensgestaltung.
  8. Wissenschaftliches Arbeiten: Du belegst Aussagen, kennzeichnest Unsicherheit und gehst verantwortungsvoll mit sensiblen Quellen um.




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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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